<?xml 
version="1.0" encoding="utf-8"?><?xml-stylesheet title="XSL formatting" type="text/xsl" href="https://www.kommunisierung.net/spip.php?page=backend.xslt" ?>
<rss version="2.0" 
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
>

<channel xml:lang="de">
	<title>Kommunisierung.net</title>
	<link>https://kommunisierung.net/</link>
	<description></description>
	<language>de</language>
	<generator>SPIP - www.spip.net</generator>
	<atom:link href="https://www.kommunisierung.net/spip.php?id_mot=59&amp;page=backend" rel="self" type="application/rss+xml" />




<item xml:lang="de">
		<title>Federico Corriente - &#220;ber den Durchgang einiger Ultralinker durch eine relativ kurze Zeiteinheit: Die Urspr&#252;nge der Theorie der Kommunisierung</title>
		<link>https://www.kommunisierung.net/Federico-Corriente-Uber-den-Durchgang-einiger-Ultralinker-durch-eine-relativ</link>
		<guid isPermaLink="true">https://www.kommunisierung.net/Federico-Corriente-Uber-den-Durchgang-einiger-Ultralinker-durch-eine-relativ</guid>
		<dc:date>2025-07-06T10:49:28Z</dc:date>
		<dc:format>text/html</dc:format>
		<dc:language>de</dc:language>
		<dc:creator>Webmaster</dc:creator>


		<dc:subject>&#220;bersetzungen</dc:subject>
		<dc:subject>Theorie</dc:subject>
		<dc:subject>Federico Corriente</dc:subject>

		<description>
&lt;p&gt;Der &#8222;Vorwand&#8220; f&#252;r die Niederschrift dieses Artikels war die Ver&#246;ffentlichung der &#220;bersetzung des Buches von Jean-Yves B&#233;riou (Mitglied von N&#233;gation) Revolution&#228;re Theorie und historische Zyklen (1973) auf Spanisch und das Projekt einer &#246;ffentlichen Pr&#228;sentation. Das Thema hat sich allerdings sehr schnell ausgeweitet, zuerst auf die Thesen der Gruppe N&#233;gation im Allgemeinen und dann auf jene der Gesamtheit der franz&#246;sischen Ultralinken w&#228;hrend der Periode 1972-1974. &lt;br class='autobr' /&gt;
Auf diesem Grab m&#252;ssen (&#8230;)&lt;/p&gt;


-
&lt;a href="https://www.kommunisierung.net/Artikel" rel="directory"&gt;Artikel&lt;/a&gt;

/ 
&lt;a href="https://www.kommunisierung.net/Ubersetzungen" rel="tag"&gt;&#220;bersetzungen&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="https://www.kommunisierung.net/Theorie" rel="tag"&gt;Theorie&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="https://www.kommunisierung.net/Federico-Corriente" rel="tag"&gt;Federico Corriente&lt;/a&gt;

		</description>


 <content:encoded>&lt;img src='https://www.kommunisierung.net/IMG/logo/le-voyou-2.webp?1751798920' class='spip_logo spip_logo_right' width='150' height='53' alt=&#034;&#034; /&gt;
		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;Der &#8222;Vorwand&#8220; f&#252;r die Niederschrift dieses Artikels war die Ver&#246;ffentlichung der &#220;bersetzung des Buches von Jean-Yves B&#233;riou (Mitglied von N&#233;gation) &lt;a href=&#034;https://kommunisierung.net/Revolutionare-Theorie-und&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;&lt;i&gt;Revolution&#228;re Theorie und historische Zyklen&lt;/i&gt;&lt;/a&gt; (1973) auf Spanisch und das Projekt einer &#246;ffentlichen Pr&#228;sentation. Das Thema hat sich allerdings sehr schnell ausgeweitet, zuerst auf die Thesen der Gruppe N&#233;gation im Allgemeinen und dann auf jene der Gesamtheit der franz&#246;sischen Ultralinken w&#228;hrend der Periode 1972-1974.&lt;/p&gt;
&lt;blockquote style=&#034;font-style: normal; border-left: 4px solid #ccc; padding-left: 15px; margin: 20px 0;&#034;&gt;Auf diesem Grab m&#252;ssen wir bis zum letzten Stein auft&#252;rmen, denn in Gedanken erstehen die Toten wieder auf.
&lt;p&gt;C.L.R. James, &lt;i&gt;Notes on Dialectics&lt;/i&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Die R&#252;ckkehr des Verdr&#228;ngten&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Vor gut einem Jahrzehnt war in Frankreich die Existenz von Gruppen wie N&#233;gation, Le Mouvement communiste oder Intervention communiste kaum bekannt, geschweige denn ihre Relevanz. Noch weniger h&#228;tte man sich vorstellen k&#246;nnen, dass sie zu einem &#8218;Bruch in der Theorie der Revolution&#8216; beigetragen hatten, wie es der Titel einer Anthologie formuliert, in der sie 2003 erneut ver&#246;ffentlicht wurden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Damit diese Gruppen eine bessere Bekanntheit erlangen konnten, brauchte es die Hervorbringung auf internationaler Ebene 2008 einer &#8222;Str&#246;mung der Kommunisierung&#8220;, die sich schon stark von der alten franz&#246;sischen Ultralinken der 1970er Jahre unterschied und ihre Vorfahren und Wegbereiter der Vergessenheit entriss. Und das erkl&#228;rt, wieso ein Text wie &lt;i&gt;Revolution&#228;re Theorie und historische Zyklen&lt;/i&gt; &#8211; wovon eben genau eine der Hauptthesen das Schicksal revolution&#228;rer Theorien hinsichtlich ihrer historischen Periode ist &#8211; heute auf Spanisch ver&#246;ffentlicht wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es sollte mittlerweile eine banale Feststellung sein, dass jeder grosse Schritt nach vorne der wirklichen Bewegung, abgesehen davon, dass er mehr wert ist als ein Dutzend Programme, uns erlaubt, die Gegenwart und die Vergangenheit neu zu betrachten. Die Erkl&#228;rung ist simpel: Jede Periode revolution&#228;rer Erneuerung ist, sei es auch nur auf fl&#252;chtige Art und Weise, durch die Herrschaft der Gegenwart &#252;ber die Vergangenheit, der lebenden &#252;ber die tote Arbeit charakterisiert. Was jedoch weit weniger bekannt ist, ist die Tatsache, dass sie auch immer Anlass f&#252;r eine kr&#228;ftige R&#252;ckkehr des Verdr&#228;ngten gibt, n&#228;mlich f&#252;r die Auferweckung &#8211; die an sich genauso legitim wie unvermeidlich ist &#8211; der &#8222;besten Momente&#8220; des unmittelbar vorangehenden revolution&#228;ren Zyklus, deren Erben h&#228;ufig eher gewillt sind, die ihm entsprechenden Lehren und Erkenntnisse zu &#252;bermitteln als jene zu sein, welche zuh&#246;ren und etwas von der neu entstehenden Bewegung lernen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wenn ausserdem, wie es bis anhin die Regel war, der revolution&#228;re Aufschwung stecken bleibt oder mit einer Niederlage endet und deswegen &#8222;die vergangne Arbeit selbst&#228;ndig und &#252;berm&#228;chtig der lebendigen gegen&#252;bertritt&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb1&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Karl Marx, Das Kapital. Kritik der politischen &#214;konomie. Dritter Band. Buch (&#8230;)&#034; id=&#034;nh1&#034;&gt;1&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;, wird diese R&#252;ckkehr des Verdr&#228;ngten unabwendbar dazu tendieren, zu einer Unterdr&#252;ckungskraft des Bewusstseins zu werden, in w&#252;rdigem Nachgang zu dieser von Marx zu Beginn des Textes &lt;i&gt;Der achtzehnte Brumaire des Louis Bonaparte&lt;/i&gt; erw&#228;hnten &#8222;Tradition aller toten Geschlechter&#8220;, die &#8222;wie ein Alp auf dem Gehirne der Lebenden&#8220; lasten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eben genau in dieser bahnbrechenden Analyse der Konterrevolution nach der Niederlage des proletarischen Aufstands im Juni 1848 in Frankreich f&#252;hrt Marx eiligst, nachdem er daran erinnert hat, wie die Lebenden in einer Periode der revolution&#228;ren Krise &#8222;&#228;ngstlich die Geister der Vergangenheit zu ihrem Dienste herauf[beschw&#246;ren]&#8220;, das ein, was in seinen Augen b&#252;rgerliche und proletarische Revolutionen fundamental voneinander unterscheidet: &#8222;Bei Betrachtung jener weltgeschichtlichen Totenbeschw&#246;rungen zeigt sich sofort ein springender Unterschied [&#8230;] Die Totenerweckung in jenen [b&#252;rgerlichen] Revolutionen diente also dazu, die neuen K&#228;mpfe zu verherrlichen, nicht die alten zu parodieren, die gegebene Aufgabe in der Phantasie zu &#252;bertreiben, nicht vor ihrer L&#246;sung in der Wirklichkeit zur&#252;ckzufl&#252;chten, den Geist der Revolution wiederzufinden, nicht ihr Gespenst wieder umgehen zu machen.&#8220; Nachdem er die proletarischen Revolutionen, die &#8222;best&#228;ndig sich selbst [kritisieren]&#8220; und &#8222;grausam-gr&#252;ndlich die Halbheiten, Schw&#228;chen und Erb&#228;rmlichkeiten ihrer ersten Versuche [verh&#246;hnen]&#8220;, den b&#252;rgerlichen, die hingegen &#8222;der weltgeschichtlichen R&#252;ckerinnerungen [bedurften], um &#252;ber ihren eigenen Inhalt zu bet&#228;uben&#8220;, entgegensetzt, erstellt Marx jedoch keinen Kausalzusammenhang zwischen der Niederlage ersterer und den darauffolgenden ideologischen Auswirkungen &#8211; die noch sch&#228;dlicher sind als jene der b&#252;rgerlichen Revolutionen &#8211; was zu seiner Zeit genauso verst&#228;ndlich war, wie dessen Nichtbeachtung heute unverzeihlich w&#228;re.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Tats&#228;chlich haben es, wie wir sp&#228;ter sehen werden und trotz ihrer vergangenen Beitr&#228;ge und ihrer m&#252;hseligen Anstrengungen, um sich nach 1968 auf den neuesten Stand zu bringen, weder die Repr&#228;sentanten der neuen &#8222;autonomen&#8220; Ideologie der &#8222;Selbstverwaltung&#8220;, noch die mehr oder weniger bordigisierten Nutzniesser des Erbes der kommunistischen Linken der Periode 1917-1923 geschafft, sich den Auswirkungen dieses &#8222;Gesetzes&#8220; der historischen Tr&#228;gheit der Konterrevolutionen zu entziehen. Das f&#252;hrte sie nicht nur dazu, sich bez&#252;glich der wahrhaften historischen Bedeutung ihrer Aktivit&#228;t zu t&#228;uschen, sondern auch, jede der durch den erneuten revolution&#228;ren Aufschwung der Periode 1968 aufgeworfenen beunruhigenden Neuheiten energisch zu bek&#228;mpfen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Der Bruch mit dem R&#228;tekommunismus und dem Bordigismus&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;blockquote style=&#034;font-style: normal; border-left: 4px solid #ccc; padding-left: 15px; margin: 20px 0;&#034;&gt;Heute hingegen sind jene Minderheiten, welche ihren konstanten Drang nach Kommunismus erkennen lassen, noch isoliert. Man findet sie haupts&#228;chlich in den Ghettos der &lt;i&gt;lebenslangen Arbeitslosen&lt;/i&gt; in den USA oder den nicht entwickelten Gebieten (Watts oder Madagaskar), unter den Delinquenten, die sich der Arbeit verweigern, aber &lt;i&gt;durch gewaltsames Eindringen&lt;/i&gt; in die materielle Gemeinschaft des Kapitals zur&#252;ckkehren.
&lt;p&gt;&#8222;Le Voyou se pr&#233;sente&#8220; in &lt;i&gt;Le Voyou&lt;/i&gt;, Nr. 1, M&#228;rz 1973.&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Wenn man die &#8222;vorherrschende alternative Erz&#228;hlung&#8220; der &#8222;autonomen K&#228;mpfe&#8220; der 1960er und 1970er Jahre beim Wort nimmt, k&#246;nnte man leicht zum Schluss kommen, dass der angebliche &#8222;Bruch&#8220;, wovon die franz&#246;sische Ultralinke ein Teil ist, nicht existiert oder h&#246;chstes eine weitere Episode des Bruches mit der &#8222;alten Arbeiterbewegung&#8220; sozialdemokratischer oder leninistischer Pr&#228;gung darstellt. Dieser ab Mitte der 1920er Jahre von der deutsch-holl&#228;ndischen r&#228;tekommunistischen Str&#246;mung theoretisierte Bruch ist danach von aus der Krise des Trotzkismus der Nachkriegszeit entstammenden Splittergruppen wie Socialisme ou barbarie in Frankreich oder der Johnson-Forest Tendency in den USA, sowie, auf mehr oder weniger unabh&#228;ngige und eigene Art und Weise, vom italienischen Operaismus&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb2&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;In den letzten Jahren haben mehrere Autoren die Intensit&#228;t des Austausches (&#8230;)&#034; id=&#034;nh2&#034;&gt;2&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; wiederaufgenommen worden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dieses friedliche Bild einer Art ununterbrochener Radikalisierungsprozess, wenn es auch nicht total unbegr&#252;ndet sein mag, hat jedoch den grossen Nachteil, dass es die Konfrontation der franz&#246;sischen Ultralinken w&#228;hrend der Periode 1968-1974, nicht nur mit den Repr&#228;sentanten des R&#228;tekommunismus, sondern auch mit jenen der anderen grossen &#252;berdauernden Tradition der kommunistischen Linken, des &#8222;Bordigismus&#8220;, die nach 1968 dank Jacques Camatte und der Zeitschrift &lt;i&gt;Invariance&lt;/i&gt;, aber auch dank der Aktivit&#228;t &#8222;orthodoxerer&#8220; Gruppen, gewissermassen wiederauflebte, unsichtbar macht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Diese Sichtweise ist zudem h&#228;ufig von einer Banalisierung der Bedeutung der von 1968 eingel&#228;uteten Zeitenwende begleitet, sie wird reduziert auf eine allgemeine &#8222;R&#252;ckkehr der Revolution&#8220; oder, im besten Fall, auf einen &#8222;zweiten proletarischen Angriff gegen die Klassengesellschaft&#8220;, dessen kritischer Inhalt in jedem Fall ausgeblendet wird, n&#228;mlich die Tatsache, dass die R&#252;ckkehr des Proletariats in den Vordergrund der Geschichte mit der Todeskrise seiner Affirmation und somit dem Verschwinden des Monopols &#8222;der Arbeiter&#8220; auf die Revolution zusammenf&#228;llt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dass es sich weder nur um ein &#8222;subjektives&#8220; oder &#8222;Bewusstseinsproblem&#8220; noch um die simple Marcusesche &#8222;Integration&#8220; der Arbeiterklasse durch den Konsum, sondern um den materiellen Ausdruck der Tatsache handelte, dass die kapitalistische Produktionsweise in eine qualitativ neue Phase eingetreten war, erkannten einige in den USA schon seit einer gewissen Zeit. Ab Mitte der 1950er Jahre setzte die amerikanische Automobilindustrie zur Untergrabung der Kapazit&#228;t der Arbeiter, den beschleunigten Arbeitsrhythmen zu trotzen, massiv die Automatisierung ein. Dadurch schaffte sie es nicht nur, eine grosse Anzahl qualifizierter Arbeiter zu entlassen und die &#8222;Streikfreude&#8220; der noch angestellten drastisch zu reduzieren, sondern sie legte gleichzeitig, indem sie gegen 1957-1958 der Absorbierung der urbanen schwarzen Arbeitskraft &#8211; ein Teil der Bev&#246;lkerung, deren Pr&#228;senz in der Industrie seit 1940 kontinuierlich gewachsen war &#8211; ein Ende setzte, die Grundlagen der Konstitution einer Klasse permanenter Arbeitsloser, die kurzfristig die &#8222;schwarze Frage&#8220; in ein wahrhaftes Pulverfass verwandeln wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In einer Brosch&#252;re mit dem Titel &lt;i&gt;Facing Reality&lt;/i&gt; analysiert die Gruppe Correspondence daher den &#8222;objektiven&#8220; Aspekt der Automatisierung 1958 folgendermassen:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#8222;Das Stadium der Massenproduktion durch Arbeiter an Fliessb&#228;ndern n&#228;hert sich ihrem Ende. Das Fliessband selbst ist das letzte grosse Hindernis f&#252;r die Automatisierung der Industrie. Das Wesen des Fliessbandes ist, dass es eine Nachfrage nach manueller Geschicklichkeit erschafft, w&#228;hrend es diese gleichzeitig maximal durch das F&#246;rderband organisiert und kontrolliert. Das Wesen der Automatisierung besteht darin, die manuelle Geschicklichkeit komplett durch elektronische Befehle zu ersetzen [&#8230;]&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die entscheidende Etappe ist in den 1950er Jahren abgeschlossen worden, als die Automatisierung sich in der Metallindustrie durchgesetzt hat. In den USA handelt es sich allen voran um die Automobilindustrie und dort entsteht der Begriff &#8218;Automatisierung&#8216; zur Beschreibung der Verbindung der Werkzeugmaschinen durch elektronische Befehle [&#8230;]&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bis anhin initiierte jede neue technologische Etappe eine gr&#246;ssere Nachfrage nach Arbeitskraft. Nach jeder Krise, w&#228;hrend welcher die alten Produktionsmittel ausrangiert worden sind, stieg der Bedarf an Arbeitskraft. Die Automatisierung ist jenes technologische Stadium, welches, unabh&#228;ngig von der Masse der produzierten G&#252;ter und zum ersten Mal im Kapitalismus, keine zus&#228;tzliche Nachfrage nach Arbeitskraft schaffen wird.&#8220;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Einige Jahre sp&#228;ter skizzierte James Boggs in &lt;i&gt;The American Revolution&lt;/i&gt; (1963) &#8211; ein Buch, das in sechs Sprachen &#252;bersetzt worden ist und zur Spaltung der Gruppe Correspondence gef&#252;hrt hat &#8211; seine eigene Einsch&#228;tzung des &#8222;subjektiven&#8220; Aspekts dieses Prozesses:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#8222;Es ist ebenfalls klar, dass die am besten organisierten Arbeiter des Landes, die ehemals gewerkschaftlich organisierten Schichten, die vom Aussterben bedrohte Gattung der in der direkten Produktion angestellten Arbeiter, gelernt haben, dass sie ab jetzt f&#252;r k&#252;nftige oder hypothetisch k&#252;nftige Aktionen die Hilfe anderer Kr&#228;fte ben&#246;tigen werden. Heutzutage muss das Problem der Kontrolle &#252;ber die Produktion oder der Befriedigung konkreter lokaler Forderungen von breiten Schichten der Bev&#246;lkerung in die Hand genommen werden. Mehr als je zuvor sind diese Fragen heutzutage gleichbedeutend mit einer Konfrontation mit der Gewerkschaft, der Gemeinderegierung, der Regierung des Bundesstaates und der nationalen Regierung. Die Frage ist nicht, ob die Arbeiter revoltieren k&#246;nnen oder nicht. Ein isolierter Arbeiter kann auch revoltieren. Aber die Arbeiter sind keine Dummk&#246;pfe. Genau wie die Arbeiter im Rest der Welt, und manchmal vielleicht sogar noch eher, wollen die amerikanischen Arbeiter auch gewinnen. Wenn sie k&#228;mpfen, wollen sie sicher sein, dass sie einen unmittelbaren Erfolg feiern k&#246;nnen. Sie kennen die Struktur der Gesellschaft und wissen, dass sie sich, um gewinnen zu k&#246;nnen, mit anderen vereinen m&#252;ssen [&#8230;]&#8220;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber seine Analyse bleibt hier nicht stehen und, abgesehen von der Frage, wer diese &#8222;anderen&#8220; sein k&#246;nnten und was sie zum revolution&#228;ren Prozess beitragen werden, zeigt er die einem Aufkommen einer solchen Konjunktur inh&#228;renten H&#252;rden auf:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#8222;Es gibt schon Millionen junger M&#228;nner und Frauen, die nie Arbeit hatten und von der Hand in den Mund leben, entweder von der Wohlt&#228;tigkeit oder der Kleinkriminalit&#228;t, d.h. auf Kosten jener, welche arbeiten [&#8230;]&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir haben keine Illusionen bez&#252;glich der Leichtigkeit der Verwirklichung der Einheit zwischen diesen Aussenseitern und jenen, welche noch im System sind, weil sie arbeiten. Wie wir es schon betont haben, trennen die gewerkschaftlichen Organisationen selbst die Lohnarbeiter von den Arbeitslosen und k&#246;nnen f&#252;r letztere nichts tun [&#8230;] &lt;i&gt;Das bedeutet, dass wir uns betreffend der notwendigen Ver&#228;nderungen, des Zugangs zum radikalsten, d.h. tiefsten Denken, diesen Aussenseitern zuwenden m&#252;ssen&lt;/i&gt; [&#8230;].&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Von mir unterstrichen, F. C.&#034; id=&#034;nh3&#034;&gt;3&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Thesen von Boggs sind nicht unbemerkt geblieben und es ist mehr als wahrscheinlich, dass sie Gruppen wie N&#233;gation und Invariance, deren Schriften Verweise auf Boggs und sein Buch enthalten&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb4&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;In Le Mouvement communiste (Champ Libre, 1972) von Jean Barrot (Gilles (&#8230;)&#034; id=&#034;nh4&#034;&gt;4&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;, beeinflusst haben, Gruppen, die 1968 nicht als Signal f&#252;r den Beginn einer neuen &#8222;revolution&#228;ren Epoche&#8220; begreifen, sondern eher als Ende eines langen konterrevolution&#228;ren Zyklus, &#8222;denn die Konterrevolution beginnt selbst, ihre eigenen Grundlagen zu untergraben&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb5&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Le Mouvement communiste, Nr. 3, Juli 1972, hier online verf&#252;gbar.&#034; id=&#034;nh5&#034;&gt;5&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;F&#252;r den mehr oder weniger orthodoxen R&#228;tekommunismus und Bordigismus &#8211; deren Einsch&#228;tzungen von 1968 sich &#252;brigens radikal voneinander unterscheiden &#8211; beschr&#228;nkten sich die Ereignisse in diesem Jahr im Wesentlichen darauf, die von ihnen seit mehreren Jahrzehnten verteidigten Thesen zu best&#228;tigen, zudem erlaubten sie ihnen, ihr Publikum und die Verbreitung ihrer Ideologie betr&#228;chtlich auszuweiten. Anders gesagt, sie haben f&#252;r sie keine neuen theoretischen Probleme aufgeworfen und ihren &#8222;konzeptionellen Rahmen&#8220; nicht wesentlich ver&#228;ndert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die &#8222;Ultralinke&#8220; ihrerseits hatte kaum Zeit, die M&#228;ngel und Anachronismen ihrer Vorg&#228;nger hervorzuheben, bevor sie mit jener revolution&#228;ren Erneuerung verschwunden ist, welche ihr Erstehen erst erm&#246;glicht hatte, und hinterliess nur eine Handvoll Texte voller scheinbar extravaganter Behauptungen, in welchen die &#8222;revolution&#228;ren Organisationen&#8220; mit mafi&#246;ser Schutzgelderpressung verglichen und die Politik und der Aktivismus als &#8222;konterrevolution&#228;re&#8220; Aktivit&#228;ten bezeichnet werden&#8230;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb6&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Die anscheinende Ausnahme, welche die konstant und ununterbrochen (&#8230;)&#034; id=&#034;nh6&#034;&gt;6&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; Die Ultralinke, welche die traditionellen Parteien, Gewerkschaften und Organisationen im Visier hatte, ist so schnell verschwunden und hatte so wenig Einfluss, dass diese Organisationen es nicht einmal f&#252;r n&#246;tig hielten, diese neue &#8222;Kinderkrankheit des Kommunismus&#8220; explizit zu verurteilen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als aussagekr&#228;ftiges Beispiel und anschauliche Illustration der angesprochenen &#8222;Exzesse&#8220; &#8211; wenn man die konkrete Erfahrung ausser Acht l&#228;sst, auf welche sie sich beziehen &#8211; verdienen es diese Aussagen B&#233;rious, zitiert zu werden:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#8222;Die Theorie, welche immer Theorie einer historischen Bewegung ist, kann, wenn diese historische Bewegung unmittelbar konterrevolution&#228;r ist, nur durch verschiedene Vermittlungen und Ideologisierungen revolution&#228;r sein. Sie lebt nicht durch die Gnade der Geschichte, von der konterrevolution&#228;ren Wirklichkeit verschont, sie geht sogar so weit, dass sie diese in gewissen Aspekten ausdr&#252;ckt; als &#220;berlebende eines konterrevolution&#228;ren Zyklus wird sie &#252;brigens zum Ausdruck der Konterrevolution w&#228;hrend dem erneuten revolution&#228;ren Aufschwung: So wurden der Bordigismus oder der R&#228;tekommunismus zu konterrevolution&#228;ren Ausdr&#252;cken der gegenw&#228;rtigen wirklichen Bewegung und sie werden sich schon bald &lt;i&gt;aktiv&lt;/i&gt; an der praktischen Konterrevolution beteiligen.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb7&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Jean-Yves B&#233;riou, Revolution&#228;re Theorie und historische Zyklen.&#034; id=&#034;nh7&#034;&gt;7&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Diese konkrete Erfahrung ist nichts anderes als die Krise des R&#228;tekommunismus, die N&#233;gation als Mitglied des Netzwerks der wichtigsten franz&#246;sischen r&#228;tekommunistischen Gruppe Informations et correspondance ouvri&#232;res (ICO) von innen erlebte. Nach 1968 wuchs die Mitgliederzahl von ICO von etwa 20 auf mehrere Hunderte verteilt &#252;ber das ganze Land. Viele von ihnen &#8211; deren Positionen vom eher &#8222;orthodoxen&#8220; Anarchismus bis zum Linkskommunismus oder klar von den Situationisten beeinflussten Ans&#228;tzen reichten &#8211; dr&#252;ckten schnell ihre zunehmende Unzufriedenheit gegen&#252;ber der in diesen Jahren beliebten Ideologie gepr&#228;gt von R&#228;tekommunismus und Selbstverwaltung aus, w&#228;hrend es zu immer mehr wilden Streiks kam und die Arbeiter nicht die geringsten Bestrebungen zeigten, die Verwaltung der Produktion zu &#252;bernehmen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Dinge beschleunigen sich als zu Beginn der 1970er Jahre in den USA immer mehr Presseartikel und soziologische Studien &#252;ber eine unter der neuen Generation der Arbeiter stark zunehmende &#8222;Revolte gegen die Arbeit&#8220; ver&#246;ffentlicht werden. Gruppen wie N&#233;gation und Intervention communiste betonen, dass diese K&#228;mpfe, neben der Tatsache, dass sie die Verhandlungsmacht der Gewerkschaften untergraben &#8211; was Boggs schon als eine der Auswirkungen der Automatisierung unterstrichen hatte &#8211;, das klassische revolution&#228;re Programm der Arbeit und des Aufbaus einer &#8222;Arbeitermacht&#8220; infrage stellen. So seien diese Praktiken weit davon entfernt, das Auftauchen einer &#8222;neuen Arbeiterbewegung&#8220; anzuk&#252;ndigen, sie k&#252;ndigen stattdessen das Ende sowohl der &#8222;alten&#8220; als auch der &#8222;neuen&#8220; Bewegung an. Von diesem Zeitpunkt an sehen N&#233;gation und ihre Weggenossen in der Verweigerung der Arbeit, den Krawallen und den wilden Streiks die Zeichen einer m&#246;glichen unmittelbaren und bevorstehenden Zerst&#246;rung der kapitalistischen Produktionsverh&#228;ltnisse, die sie als &#8222;Selbstnegation des Proletariats&#8220; theoretisieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#8222;[H]eutzutage wieder von Verwaltung zu sprechen, ist eine rein &lt;i&gt;konterrevolution&#228;re&lt;/i&gt; Ideologie, und in den USA mehr als sonst irgendwo, denn in diesem Land sind die Produktivkr&#228;fte auf einem Niveau angekommen, wo die neuen, im Text &#8218;Contre-planning&#8216; beschriebenen Kampfformen erscheinen und sie f&#252;hlen sich &lt;i&gt;offensichtlich&lt;/i&gt; nicht zur Verwaltung berufen; sie dr&#252;cken die Kritik der total dem Kapitel unterworfenen Arbeit aus, genau wie die R&#228;te die Verherrlichung einer Arbeit ausdr&#252;ckten, welche damals noch eine &lt;i&gt;relative Autonomie&lt;/i&gt; in ihrer Entwicklung hatte [&#8230;] Auf das Bewusstsein des Produzenten (des gesellschaftlichen Reichtums) folgte das Bewusstsein des Proletariers (als Produzent des Mehrwerts) und der Inhalt der K&#228;mpfe, jenseits ihrer &#228;hnlichen Ursachen, hat sich ver&#228;ndert: fr&#252;her strebten sie nach Verwaltung und waren &lt;i&gt;positiv&lt;/i&gt;, sie sind nun immer zerst&#246;rerischer, rein &lt;i&gt;negativ&lt;/i&gt; geworden.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb8&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;&#8222;Contre-interpr&#233;tation du &#8218;Contre-planning&#8216; dans l'atelier&#8220; in ICO, Nr. 118, (&#8230;)&#034; id=&#034;nh8&#034;&gt;8&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die simultane Existenz von wilden Streiks &#8211; manchmal ohne Forderungen &#8211; und Krawallen von vom unmittelbaren Produktionsprozess ausgeschlossenen Proletariern, ohne dass man ein Zusammenfliessen der beiden Kampfformen sehen k&#246;nnte, wirft das dringende Problem der konkreten &lt;i&gt;Grenzen&lt;/i&gt; der laufenden Revolte auf, diese weitet sich immer mehr auf die ausserberufliche Sph&#228;re aus &#8211; wie die Schule, das Gef&#228;ngnis, die Familie oder die psychiatrische Klinik &#8211;, ohne jedoch die Reproduktion des Systems zu gef&#228;hrden. Insbesondere betreffend der Krawalle sieht N&#233;gation eine unbestreitbare Manifestation des &#8222;Drangs nach Kommunismus&#8220; und zeigt sowohl die Neuheit dieser Bewegungen als auch ihre Grenzen auf:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#8222;Sofern es nicht zu einer verallgemeinerten Krise kommt, [&#8230;] stellen diese Proletarier aufgrund des Lohndrucks die f&#252;r die allgemeine kapitalistische Expansion notwendige industrielle Reservearmee dar; der &lt;i&gt;grundlegende&lt;/i&gt; Unterschied betreffend diese gleiche Armee im 19. Jahrhundert ist allerdings die Tatsache, dass sie sich aufgrund des wegen der Entwicklung der Produktivkr&#228;fte in den Produktionsverh&#228;ltnissen erreichten Grenzpunkts in den meisten entwickelten kapitalistischen Metropolen als Gemeinschaften relativ stabiler &lt;i&gt;lebenslanger Arbeitsloser&lt;/i&gt; akkumulieren kann. So bestehen und entwickeln sich seit etwa 20 Jahren in den USA die Ghettos schwarzer Proletarier, die wie in den Jahren ab 1965 ihren Drang nach menschlicher Gemeinschaft manifestieren k&#246;nnen, indem sie sich erheben, aber diese Revolten sind unmittelbar mit ihrer Grenze und ihrem Scheitern konfrontiert aufgrund der Unm&#246;glichkeit [&#8230;], im Herz des Kapitalismus zuzuschlagen: den Produktionsverh&#228;ltnissen.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb9&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;&#8222;Lip et la contre-r&#233;volution autogestionnaire&#8220;.&#034; id=&#034;nh9&#034;&gt;9&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;N&#233;gation kn&#252;pft hier auf ihre Art und Weise an das gleiche, schon von Boggs in &lt;i&gt;The American Revolution&lt;/i&gt; angesprochene Anliegen an, letzterer hatte davon schon die grundlegenden Entwicklungslinien antizipiert:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#8222;Je mehr sich die Automatisierung ausbreitet, desto mehr wird sie die Krisen des Kapitalismus intensivieren und die Konflikte zwischen verschiedenen Sektoren der Bev&#246;lkerung versch&#228;rfen, besonders zwischen jenen, welche arbeiten, und jenen, welche nicht arbeiten, zwischen jenen, welche Steuern zahlen, und jenen, welche keine zahlen. Dieser Konflikt wird eine konterrevolution&#228;re Bewegung hervorbringen, die aus jenen gesellschaftlichen Schichten bestehen wird, welche von den permanenten Kosten f&#252;r den Unterhalt dieser &#252;berfl&#252;ssigen Elemente erdr&#252;ckt werden, aber entschlossen sind, jenes System aufrechtzuerhalten, welches sie erschafft und vermehrt.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb10&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;James Boggs, The American Revolution, 1963.&#034; id=&#034;nh10&#034;&gt;10&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Parallel dazu bildet sich eine diffuse Ideologie der &#8222;Selbstverwaltung der Arbeiterk&#228;mpfe&#8220; innerhalb der ICO heraus, sie ist begleitet von einer anderen, welche die Selbstverwaltung der verschiedenen K&#228;mpfe rund um Fragen wie die Sexualit&#228;t, die Familie, die &#214;kologie oder die Antipsychiatrie propagiert, doch die &#8222;nicht nur die gegenw&#228;rtigen Trennungen respektiert, sondern auch die Kategorien (Arbeit, Freizeit, Sexualit&#228;t, Familie), die von diesen Trennungen determiniert werden&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb11&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;&#8222;Contre-interpr&#233;tation du &#8218;Contre-planning&#8216; dans l'atelier&#8220;, op. cit., S. 28.&#034; id=&#034;nh11&#034;&gt;11&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In Anbetracht dieser Entwicklung, die N&#233;gation als &#8222;Konterrevolution der Selbstverwaltung&#8220; in ihrem Text zum Bruch mit ICO&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb12&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;ICO, Nr. 121, November 1972.&#034; id=&#034;nh12&#034;&gt;12&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; bezeichnet, hielt es die Gruppe f&#252;r angebracht, zu pr&#228;zisieren, was sie unter Konterrevolution versteht: &#8222;Die Konterrevolution platziert sich immer auf dem Terrain der Revolution. Sie ist der extremste Punkt, wohin die revolution&#228;re Bewegung gehen kann, ohne mit dem Kapitalismus zu brechen. Umgekehrt ist es der extremste Punkt, wohin der Kapitalismus gehen kann, ohne zerst&#246;rt zu werden.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb13&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Ebd., S. 29.&#034; id=&#034;nh13&#034;&gt;13&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; Anders gesagt, es sind die Grenzen der Revolution selbst, die notwendigerweise eine m&#228;chtige Konterrevolution entstehen lassen &#8211; sie ist nichts anderes als der Reproduktionsprozess der Kategorien des Kapitals auf einer h&#246;heren Ebene &#8211; und ihr einen Inhalt geben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auf jeden Fall ist mit der R&#252;ckkehr der Krise Ende 1973 nicht nur die so sehr gepriesene Macht der informellen Basisorganisationen, auf welche die R&#228;tekommunisten und &#8222;Autonomen&#8220; spekuliert hatten, von einem Tag auf den anderen verpufft, sondern die mit der &#8222;Verweigerung der Arbeit&#8220; verbundenen Praktiken wurden auch br&#252;sk von einem verallgemeinerten R&#252;ckzug auf das Terrain der Arbeitsplatzsicherheit und der Aufrechterhaltung der bestehenden Lohnniveaus unterbrochen: Die Offensive der organisierten Arbeiterklasse hat sich als unf&#228;hig erwiesen, aus ihrer gegenseitigen Verstrickung mit dem Kapital herauszutreten, und ist gel&#228;hmt worden. Ab 1974-1975 ist es klar geworden, dass eine kapitalistische Restrukturierung im Gange war, sie zeigte sich im Angriff gegen die &#8222;Inflexibilit&#228;t&#8220; der Arbeiterklasse in den grossen Fabriken, der Dezentralisierung und der Reorganisation der Arbeitsprozesse, den massiven Entlassungen, den Fr&#252;hrenten und der Delokalisierung eines grossen Teils der Produktion in die &#8222;Schwellenl&#228;nder&#8220; einerseits und der Verbreitung der Marginalisierung, Prekarit&#228;t, Teilzeitarbeit und Flexibilit&#228;t andererseits.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In Anbetracht eines solchen Umschwungs ist die Theorie der Selbstnegation des Proletariats (der symptomatisch eine Herausbildung einer &#8222;universellen Klasse&#8220; als Resultat der Fusion der proletarisierten Schichten der Mittelklassen und der aus dem Produktionsprozess ausgeschlossenen Proletarier mit der eigentlichen Arbeiterklasse vorausging) nicht mehr haltbar und tritt schnell in eine Krise ein. Die unmittelbare Folge davon ist das Verschwinden der ultralinken Gruppen (oder, wie im Fall von Invariance, die Ver&#228;nderung ihrer Positionen). Paradoxerweise haben die Krise von 1973 und die darauffolgende Flaute, die sowohl f&#252;r die Ultralinke als auch den aus 1968 entstandenen Neoleninismus fatal waren, die Neugliederung der &#8222;wiederauferstandenen kommunistischen Linken&#8220; und der &#8222;neuen&#8220; autonom-r&#228;tekommunistischen &#8222;Bewegung&#8220; beg&#252;nstigt&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb14&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Es ist kein Zufall, dass das 1974 von Henri Simon verfasste &#8222;Gr&#252;ndungsmanifest&#8220;&#034; id=&#034;nh14&#034;&gt;14&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; und es ihnen erlaubt, bez&#252;glich des tieferen Prozesses im Gange weiterhin die Augen zu verschliessen, n&#228;mlich der Todeskrise der Affirmation des Proletariats, welche die Ultralinke ihrerseits &#252;bereilt mit seiner unmittelbar bevorstehenden &#8222;Selbstnegation&#8220; verwechselt hatte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Diesbez&#252;glich ist die vom amerikanischen Linkskommunisten Loren Goldner in seinem Artikel von 1981 &#8222;The Remaking of the American Working Class&#8220; aufgestellte Bilanz sehr aufschlussreich. Der urspr&#252;nglich auf Franz&#246;sisch verfasste und somit f&#252;r das &#8222;postr&#228;tekommunistische&#8220; Milieu Frankreichs bestimmte Texte fasst die laufenden Debatten im Land damals zusammen:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#8222;Aber trotz ihrer Reichhaltigkeit (wir denken an die Texte von &lt;i&gt;Invariance&lt;/i&gt; von 1968-1972, jene von Le Mouvement communiste, N&#233;gation, der Internationalen kommunistischen Str&#246;mung w&#228;hrend der gleichen Periode) ist die Debatte im Allgemeinen in lange Er&#246;rterungen &#252;ber den Wert und die Selbstaufl&#246;sung des Proletariats abgeschweift [&#8230;]&#8220;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wie dem auch sei, es ist schade, dass sich Goldner, nachdem er die &#8222;Reichhaltigkeit&#8220; dieser Debatte gew&#252;rdigt hat, nicht ein bisschen mehr mit ihren Themen befasst und seinen Lesern nichts &#252;ber die wirklichen und konkreten Alternativen zu diesen &#8222;langen[n] Er&#246;rterungen&#8220; gesagt hat, nicht minder schade ist es, dass die Ultralinke schon klar die Grenzen der Zeit nach 1968 aufgezeigt hatte. Somit k&#246;nnte die Schlussfolgerung, mit welcher er die ganze Sache abfertigt, unbefriedigender nicht sein und sie sagt uns, jenseits der allgemeinen Berufung auf den &#8222;Mangel an Bewusstsein&#8220;, nichts &#252;ber die konkreten Gr&#252;nde des Verschwindens der Ultralinken:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#8222;Die franz&#246;sische Ultralinke wusste also kaum mehr &#252;ber das spezifische Wesen der Krise nach 1973 als der Linksradikalismus; nachdem sie manchmal auf brillante Art und Weise die Dummheiten letzteres angeprangert hatte, ist sie von der gleichen historischen Bewegung mitgerissen worden.&#8220;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber was in der Bilanz Goldners am st&#228;rksten hervorsticht, ist die Tatsache, dass er nie darauf hinweist, dass in dieser von ihm begutachteten Periode der Flaute und Reorganisation des Kapitals, w&#228;hrend die Ultralinke &#8222;mitgerissen&#8220; worden war, viele andere Protagonisten der &#8222;Krise des R&#228;tekommunismus&#8220; auf der Grundlage des Erbes der kommunistischen Linken oder rund um das neue Evangelium der &#8222;Autonomie&#8220; neue Organisationen gr&#252;ndeten &#8211; was ihm wahrscheinlich bewusst war. Zum Gl&#252;ck f&#252;r uns, und obwohl er mehrere Jahrzehnte sp&#228;ter geschrieben worden ist &#8211; im Zusammenhang mit einer Abrechnung mit der Situationistischen Internationalen &#8211; verf&#252;gen wir &#252;ber den wertvollen Erlebnisbericht eines bedeutenden Protagonisten: Henri Simon, der Gr&#252;nder von ICO und sp&#228;ter Initiator von &#201;changes et Mouvement.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#8222;W&#228;hrend dieser Flaute, die in Wirklichkeit das Scheitern eines revolution&#228;ren Aufschwungs war, tauchten die traditionellen D&#228;monen wieder auf: Man musste sich politisch und gewerkschaftlich organisieren, um den Kampf fortzusetzen [&#8230;] In verschiedenen Formen florierten politische Gruppen rund um einen neu bekr&#228;ftigten und wieder eingef&#252;hrten Leninismus mit einem Zentralismus einer starken Partei&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb15&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Es sei bemerkt, mit welcher Leichtigkeit Henri Simon die &#8222;aktivistische (&#8230;)&#034; id=&#034;nh15&#034;&gt;15&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Die Weigerung einer Fraktion von ICO, sich mit einer &#8218;revolution&#228;ren Perspektive&#8216; zu engagieren, was den Aufbau einer wahrhaften Organisation voraussetzte, f&#252;hrte zum Zerfall der Gruppe mit einer Polarisierung rund um alte politische Str&#246;mungen: einerseits jene Elemente, welche sich auf den Marxismus bezogen und die IKS [Internationale kommunistische Str&#246;mung] gr&#252;ndeten, eine sehr zentralistische Organisation leninistischer Art, andererseits die anarchistischen Elemente, welche sich nach mehreren Anl&#228;ufen in einer Organisation wiederfanden, der OCL [Organisation communiste libertaire; die erste, von 1971 bis 1976].&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb16&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;&#8222;ICO et l'IS &#8211; Retour sur les relations entre Informations correspondance (&#8230;)&#034; id=&#034;nh16&#034;&gt;16&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Angesichts dieser Zeilen scheint es also angebracht, zum Schluss zu kommen, dass Goldner einerseits, und sei es implizit, der Tatsache, auf &#8222;organisierte&#8220; Art und Weise die Flaute zu &#252;berstehen, einen stillschweigenden Wert beimisst, und dass andererseits jene, welche sich darum gek&#252;mmert haben &#8211; dazu geh&#246;ren Dauv&#233; und Goldner selbst &#8211;, die aktualisierte &#8222;autonome&#8220; Ideologie oder das wiederverwertete Erbe der kommunistischen Linken den folgenden Generationen zu &#252;bermitteln, auch dazu beitragen haben, einige der wichtigsten Beitr&#228;ge der auff&#228;lligsten Protagonisten des letzten Bruches der kommunistischen Bewegung unter den Teppich zu kehren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Bruch in der Kritik der politischen &#214;konomie: formelle und reelle Herrschaft des Kapitals&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;blockquote style=&#034;font-style: normal; border-left: 4px solid #ccc; padding-left: 15px; margin: 20px 0;&#034;&gt;Nach jedem besiegten revolution&#228;ren Angriff liquidiert die sich ausbreitende Konterrevolution ein bisschen mehr die Vermittlungen zwischen der kommunistischen Bewegung und dem kommunistischen Programm.
&lt;p&gt;J.-Y. B&#233;riou, &lt;i&gt;Revolution&#228;re Theorie und historische Zyklen&lt;/i&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Ab Mitte der 1930er Jahre (nach der Krise von 1929) und w&#228;hrend der gesamten Periode der &#8222;boomenden&#8220; Wirtschaft der Nachkriegszeit bis 1968 waren die Krisentheorie und sogar die schlichte Betrachtung des Kapitalismus in Begriffen des &#8222;selbstverwertenden Werts&#8220; in der theoretischen Debatte der radikalen Minderheiten fast vollst&#228;ndig inexistent, sie konzentrierte sich fast ausschliesslich auf die unterschwelligen und informellen Organisationsformen der Arbeiter und den Kampf gegen die gewerkschaftliche und politische B&#252;rokratie der &#8222;Arbeiterorganisationen&#8220;. Es mangelte nicht an Theoretikern, die, wie Castoriadis, sogar zu beweisen suchten, dass der Kapitalismus seine Krisen definitiv &#252;berwunden habe. Andere, wie die Situationisten, waren der Ansicht, dass die Kritik der politischen &#214;konomie sich darauf beschr&#228;nken sollte, die Allgegenwart des Warenfetischs auf der Ebene der Gesamtheit der kapitalistischen Gesellschaft anzuprangern, aber ohne die Schl&#252;ssel zur Transformation der Klassenverh&#228;ltnisse in der Nachkriegszeit n&#228;her zu er&#246;rtern. Das hat sie dazu gebracht, eine &#8222;klassische&#8220; Definition des Proletariats, basierend auf der Stellung des &#8222;variablen Kapitals&#8220; in den Produktionsverh&#228;ltnissen, einer anderen, abstrakten und humanistischen, die das Proletariat mit jedem empirischen Subjekt gleichsetzte, das Tr&#228;ger eines Widerstands gegen die Entfremdung war, gegen&#252;berzustellen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ab 1968 und dem italienischen heissen Herbst haben die massive R&#252;ckkehr der Arbeiterk&#228;mpfe und ihre neuen Eigenschaften die Vertiefung der Krisentheorie notwendig gemacht &#8211; die Symptome der Krise, wie die Aufhebung des Goldstandards des Dollars (M&#228;rz 1968) oder die Rezession 1969-1971 in den USA, summierten sich schnell &#8211; sowie die Analyse der kapitalistischen Entwicklung in ihrer Gesamtheit, um diese neuen K&#228;mpfe, die pl&#246;tzlich nicht mehr nur in den Fabriken ausbrachen, sondern auch ausserhalb davon, richtig verstehen zu k&#246;nnen. Die Epoche, w&#228;hrend welcher es gen&#252;gte, die Arbeiterklasse vom &#8222;immediatistischen&#8220; Standpunkt des unmittelbaren Produktionsprozesses aus zu studieren, wie es Socialisme ou barbarie oder &#8211; in einem gewissen Masse &#8211; der italienische Operaismus jahrelang taten, war hinter uns.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Jacques Camatte und die Zeitschrift &lt;i&gt;Invariance&lt;/i&gt; haben diesbez&#252;glich durch die Festlegung einer neuen Periodisierung der kapitalistischen Entwicklung &#8211; in einer auf 1964-1966 datierten Arbeit, die aber erst 1968 in &lt;i&gt;Invariance&lt;/i&gt; Nr. 2 ver&#246;ffentlicht worden ist &#8211; eine bedeutende Rolle gespielt, sie wurde daraufhin von fast allen ultralinken Gruppen damals &#252;bernommen&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb17&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Barrot/Dauv&#233; damals eingeschlossen, er benutzte den Begriff in der Mehrheit (&#8230;)&#034; id=&#034;nh17&#034;&gt;17&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;: die Unterscheidung zwischen formeller und reeller Herrschaft des Kapitals. Schauen wir uns an, worum es sich handelt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die prinzipielle Eigenschaft der formellen Herrschaft ist die Tatsache, dass, da der Verwertungsprozess des Kapitals den unmittelbaren Produktionsprozess noch nicht vollst&#228;ndig beherrscht, das &lt;i&gt;vorherrschende&lt;/i&gt; Element dieses Prozesses, dessen Herzst&#252;ck in den H&#228;nden der qualifizierten Arbeiter liegt, das &lt;i&gt;variable Kapital&lt;/i&gt;, die Arbeitskraft ist. Diese Situation entspricht der Vorherrschaft der absoluten Mehrwertextraktion, d.h. der Verl&#228;ngerung des Arbeitstages und seiner Intensivierung durch Mittel &lt;i&gt;ausserhalb&lt;/i&gt; des Arbeitsprozesses selbst, sowie der Anstellung einer zus&#228;tzlichen Arbeitskraft, h&#228;ufig Frauen und Kindern, das alles begleitet von so tiefen L&#246;hnen wie m&#246;glich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die formelle Herrschaft ist auch durch das Fortbestehen vorkapitalistischer Produktionsweisen (wie die kleine Warenproduktion oder die halbfeudale Landwirtschaft) gekennzeichnet, was die Existenz von Klassen, mit welchen das Kapital zwingend seine Herrschaft teilen muss, und gewisse, nicht direkt unter seinem Einfluss stehende Elemente des Verwertungsprozesses &#8211; wie die f&#252;r die Reproduktion der Arbeitskraft notwendigen Waren &#8211; impliziert. Zu Beginn dieses Entwicklungsstadiums des Kapitals hat die Arbeiterklasse keine politischen Rechte und nachdem sie sie erhalten hat, &lt;i&gt;zwingt&lt;/i&gt; sie ihre Schw&#228;che &lt;i&gt;dazu&lt;/i&gt;, Verb&#252;ndete zu suchen, &#8222;zu versuchen, seine entstehende Kraft und seine Momente der Revolte in der parlamentarischen Sph&#228;re zu &lt;i&gt;konkretisieren&lt;/i&gt;&#8220;, wo &#8211; wie es B&#233;riou unterstreicht &#8211; &#8222;keine Klasse f&#228;hig ist, ihre Forderungen diskussionslos zu diktieren&#8220;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine andere grundlegende Eigenschaft der formellen Herrschaft &#8211; eine direkte Folge der Tatsache, dass die Arbeit der massgebliche Faktor im unmittelbaren Produktionsprozess und die Reproduktion der Arbeiterklasse nicht in den Zyklus des Kapitals selbst integriert ist &#8211; ist die Autonomie des Proletariats und seiner Organisationen. Die nat&#252;rliche Konsequenz daraus ist, dass die Revolution &#8211; nachdem die Illusionen &#252;ber die M&#246;glichkeit der Emanzipation innerhalb der b&#252;rgerlichen Gesellschaft einmal &#252;berwunden worden sind &#8211; als Kampf der Arbeit gegen das Kapital, als &lt;i&gt;Affirmation&lt;/i&gt; der Arbeiterklasse und ihre Transformation in die &lt;i&gt;herrschende Klasse&lt;/i&gt; konzipiert ist. Der Begriff der &#8222;Diktatur des Proletariats&#8220; ist eine direkte Folge der Unm&#246;glichkeit f&#252;r das Proletariat, seiner Bedingung direkt ein Ende zu setzen; seine &#8222;Diktatur&#8220; stellt also einen Kompromiss dar, die Konsequenz der Notwendigkeit einer &#220;bergangsphase, w&#228;hrend welcher das Proletariat seine Bedingung auf den Rest der nicht ausbeutenden Schichten ausweitet, bevor es Zugang zur &#8222;h&#246;heren Stufe&#8220; des Kommunismus hat. Anders gesagt, unter der formellen Herrschaft ist die Existenz einer totalen Diskontinuit&#228;t zwischen Kapitalismus und Kommunismus nicht konzipierbar.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Gem&#228;ss der Ultralinken ist also das, was jederzeit die historische T&#228;tigkeit des Proletariats diktiert &#8211; und somit seine Aufgaben, seine Organisationsformen und die konkreten Modalit&#228;ten seiner &#8222;Diktatur&#8220; &#8211; der Entwicklungsgrad des Kapitals (und somit die entsprechende &#8222;Klassenzusammensetzung&#8220;). So war das Ziel des Pariser Proletariats 1848, sich als &lt;i&gt;virtuelle&lt;/i&gt; und &lt;i&gt;geheime&lt;/i&gt; Partei zu organisieren, um die Republik gegen&#252;ber der provisorischen Regierung durchzusetzen und sich danach gegen den unvermeidlichen Gegenangriff der Bourgeoisie zu verteidigen, und w&#228;hrend der Kommune 1871 wurde daraus die Zerst&#246;rung des R&#228;derwerks des Staates und die gleichzeitige Organisation der direkten Demokratie als Verst&#228;ndigungswerkzeug der anderen Unterklassen. Aber in keinem dieser F&#228;lle kam es zu einem Versuch, die Wertproduktion zu l&#228;hmen oder die Macht ausgehend von den wertproduzierenden Zentren auszu&#252;ben (die Wahlbasis der Kommune war das Quartier, nicht die Fabrik): Alles drehte sich &#8211; manchmal auch auf negative Art und Weise, wie im Falle der Anarchisten und ihrem Beharren auf der Frage der &#8222;Autorit&#228;t&#8220; und des Staates &#8211; rund um die &lt;i&gt;politische Herrschaft&lt;/i&gt;, den Sturz der bestehenden politischen Macht, sei es um sie durch eine andere zu ersetzen oder sofort abzuschaffen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ab 1871 beginnt eine neue &#196;ra. Die &#8222;B&#252;ndnispolitik&#8220; nimmt ein Ende und es beginnt eine Periode, w&#228;hrend welcher, in den &#8222;fortgeschrittenen&#8220; L&#228;ndern, &#8222;das Proletariat [&#8230;] keine Kompromisse mehr mit anderen gesellschaftlichen Schichten zu schliessen [braucht], es muss entweder Teil von ihnen werden, sie zerst&#246;ren oder von ihnen zerst&#246;rt werden. Es muss seine &lt;i&gt;Diktatur&lt;/i&gt; bekr&#228;ftigen [&#8230;] die einzige &#252;brig bleibende &lt;i&gt;politische&lt;/i&gt; Frage ist der Inhalt seiner Diktatur und diese Frage bleibt &lt;i&gt;politisch&lt;/i&gt;, denn es ist noch nicht &lt;i&gt;gesellschaftlich vorherrschend&lt;/i&gt; [&#8230;]&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb18&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Jean-Yves B&#233;riou, Revolution&#228;re Theorie und historische Zyklen, op. cit.&#034; id=&#034;nh18&#034;&gt;18&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Indem es jedoch das Kapital dazu zwang, zwischen 1890 und 1945 seine Produktivit&#228;t zu erh&#246;hen &#8211; was es erlaubte, die Forderungen nach Lohnerh&#246;hungen und reduzierter Arbeitszeit zu befriedigen &#8211;, hat die Arbeiterbewegung nicht nur zur &lt;i&gt;Verallgemeinerung des Proletariats&lt;/i&gt; und seiner Transformation in eine &lt;i&gt;gesellschaftlich vorherrschende&lt;/i&gt; Klasse beigetragen, sondern ist auch zu einem &lt;i&gt;objektiven Verb&#252;ndeten&lt;/i&gt; des Kapitals im &#220;bergang zu reellen Herrschaft geworden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die reelle Herrschaft ist gekennzeichnet durch die komplette Absorption des Arbeitsprozesses durch den Verwertungsprozess des Kapitals, der die Ware Arbeitskraft auf eine g&#228;nzlich &lt;i&gt;austauschbare&lt;/i&gt; abstrakte Form reduziert, deren einzige relevante Kapazit&#228;t jene ist, auf &lt;i&gt;produktive Art und Weise&lt;/i&gt; w&#228;hrend der Arbeitszeit &lt;i&gt;konsumiert&lt;/i&gt; zu werden und eine maximale Mehrwertextraktion zu erlauben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;So ist das &lt;i&gt;vorherrschende&lt;/i&gt; Element des unmittelbaren Produktionsprozesses nunmehr das &lt;i&gt;fixe Kapital&lt;/i&gt;, das die Arbeitsdisziplin innerhalb des Produktionsprozesses selbst durchsetzt und zunehmend die technischen Kenntnisse und die Geschicklichkeit des Arbeiters in das Maschinensystem einbezieht, an dessen st&#228;ndige Verbesserung er sich anpassen muss. Das immer abstraktere Verh&#228;ltnis des Arbeiters zum Produktionsprozess, dessen konkreter Inhalt ihm gleichg&#252;ltig ist, f&#252;hrt dazu, dass er darin nur einen Verwertungsprozess sieht, der ihm erlaubt, seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Infolgedessen kann sich sein Bewusstsein in Bezug auf die Transformation seiner Situation und die Organisation der Arbeit nur durch &lt;i&gt;direkten&lt;/i&gt; Widerstand gegen die Mehrwerterpressung ausdr&#252;cken und das geschieht in Form einer Revolte gegen die Arbeit:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#8222;Dieses Bewusstsein zeigt sich schon auf &lt;i&gt;unmittelbare Art und Weise&lt;/i&gt; in den zahlreichen &lt;i&gt;organisierten Sabotageakten&lt;/i&gt;, welche die Mehrheit der modernsten Fabriken in Europa betreffen (Fiat, Turin, 1969), und vor allem in den USA, wo sie immer mehr Teil durch die Arbeiter organisierter Kampfbewegungen sind und von den Gewerkschaften nicht verteidigt werden k&#246;nnen [&#8230;] &lt;i&gt;Es ist eine Kritik der Mehrarbeit&lt;/i&gt; [&#8230;] Diese Bewegungen haben nicht zum Ziel, die Produktion &lt;i&gt;durch&lt;/i&gt; den bestehenden Produktionsprozess und &lt;i&gt;innerhalb&lt;/i&gt; desselben zu reorganisieren; sie zeigen nicht die geringste Affirmation gegen&#252;ber der Verwaltung; die materiellen Grundlagen der Arbeiterselbstverwaltung sind mit dem unmittelbaren Produzenten verschwunden.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb19&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;&#8222;Le prol&#233;tariat comme destructeur du travail&#8220; in N&#233;gation, Nr. 1, S. 15.&#034; id=&#034;nh19&#034;&gt;19&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Schon 1947 bemerkte der Mitbegr&#252;nder der Johnson-Forest-Tendenz C. L. R. James &#8211; nachdem er mehr als ein Jahrzehnt in den USA gelebt hatte &#8211; dass, obwohl er seine &#220;berzeugungen bez&#252;glich der Notwendigkeit einer Reorganisation des Produktionsprozesses als integraler Aspekt der Arbeiterk&#228;mpfe nicht abgelegt und nachdem er die neue &#8222;strategische Achse&#8220; dieses Kampfes identifiziert hatte, dieser qualitative Sprung unweigerlich alle der vom revolution&#228;ren Prozess geerbten Konzeption bis anhin zugrundeliegenden Begriffe umst&#252;rzen w&#252;rde:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#8222;[G]egenw&#228;rtig ist das Proletariat, das eine neue Stufe erreicht hat, zur finalen Erkenntnis gelangt. Seine Revolte ist nicht mehr gegen die Politik und die Art der Aufteilung des Mehrwerts gerichtet, sondern &lt;i&gt;gegen die Wertproduktion selbst&lt;/i&gt;. Es hat nun seine eigene Lesart des Dreh- und Angelpunkts, um welchen sich das Verst&#228;ndnis der politischen &#214;konomie dreht [&#8230;]&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Proletariat strebt nicht mehr, wie w&#228;hrend der Kommune, nach einer einfachen politischen Form zur Verwirklichung der Emanzipation der Arbeit und auch nicht mehr, wie in den Jahren 1917-1923, nach Sowjets als Mittel der revolution&#228;ren Politik, des Umsturzes des Privateigentums [&#8230;]&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Genau wie die Kommune &#252;ber die Ebene der europ&#228;ischen Gesellschaft hinausreichte und die Sowjets 1905 eine politische Form erschufen, von welcher Lenin nicht einmal zu tr&#228;umen gewagt h&#228;tte, &lt;i&gt;ist das Proletariat noch nicht in seine neue Schaffensperiode bez&#252;glich politisch-&#246;konomischer Organisation eingetreten&lt;/i&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb20&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Von mir unterstrichen, F. C.&#034; id=&#034;nh20&#034;&gt;20&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Die Produktionsverh&#228;ltnisse und die politischen Probleme von 1947 haben ein Bed&#252;rfnis nach L&#246;sungen geschaffen, die weit &#252;ber jene der bescheidenen Anf&#228;nge zu Marx' Zeiten hinausgehen.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb21&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;C. L. R. James, F. Forest, Ria Stone, The Invading Socialist Society, (&#8230;)&#034; id=&#034;nh21&#034;&gt;21&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#8222;Einerseits kam es eben genau wegen der vollst&#228;ndigen Absorption des unmittelbaren Arbeitsprozesses durch das Kapital und der Tatsache, dass die zunehmende Subsumtion des Reproduktionsprozesses der Arbeitskraft in den eigentlichen Kreislauf des Kapitals gleichbedeutend mit einer faktischen &#8218;Integration&#8216; der Arbeiterklasse ist, zu diesem qualitativen Sprung. Der andere Aspekt dieses Prozesses ist, dass seine F&#228;higkeit zur autonomen Affirmation &#8211; die paradoxerweise und von einem gewissen Standpunkt aus scheinbar ihren H&#246;hepunkt erreicht und sogar ideologisch formalisiert wird &#8211; zunehmend in eine Krise eintritt. Diese &#8218;Integration&#8216; hat allerdings nicht mit dem &#8218;Bewusstsein&#8216; der Arbeiter oder ihren Konsumniveaus zu tun, genauso wenig wie sie eine Schw&#228;chung des konfliktreichen und antagonistischen Verh&#228;ltnisses zwischen Kapital und Arbeit zur Folge hat.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb22&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;&#8222;Das Problem war &#252;berhaupt nicht (wie es alle angesagten Ideologien damals (&#8230;)&#034; id=&#034;nh22&#034;&gt;22&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Diese Eigenschaft der reellen Herrschaft &#8211; eine direkte Folge der Tatsache, dass das gesellschaftliche Leben in seiner Gesamtheit rund um die Verwertung des Werts organisiert ist &#8211; verdammt auch jede Organisation, die f&#252;r den Verwertungsprozess nicht funktional ist, schnell zu verschwinden oder an den R&#228;ndern dahinzuvegetieren. Die Tatsache, dass die autonomen Organismen, welche die sozialen K&#228;mpfe initiiert haben, kurzlebig sind oder schnell vom Ausbeutungssystem integriert werden, kommt also nicht daher, dass sie sich &#8222;korrumpieren&#8220; oder &#8222;b&#252;rokratisieren&#8220;; diese Entwicklung ist in Wirklichkeit schlichtweg die logische Folge ihrer notwendigen Unterordnung unter den Verwertungsprozess&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb23&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;C. L. R. James und Konsorten hatten es verstanden, indem sie zum Beispiel (&#8230;)&#034; id=&#034;nh23&#034;&gt;23&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Daraus resultiert, dass der Kampf sich unter der reellen Herrschaft in eine Revolte sowohl gegen die Arbeit als auch gegen das Kapital transformiert und dass die Revolution immer weniger ein &#8222;Organisationsproblem&#8220; als solches hat, denn &#8211; genau wie das Absterben des Staates in der klassischen marxistischen Theorie &#8211; kann die Abschaffung des Werts nicht &#8222;organisiert&#8220;, sondern nur vollbracht oder nicht vollbracht werden; die &#8222;revolution&#228;re Organisation&#8220; ist also eine Schim&#228;re. C.L.R. James war auch hinsichtlich dieser Frage &#8211; ab 1948 &#8211; sehr nahe daran, sie in ihren wirklichen Begriffen zu formulieren:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#8222;&lt;i&gt;Es gibt nicht&lt;/i&gt;&lt;i&gt;s&lt;/i&gt;&lt;i&gt; mehr zu organisieren&lt;/i&gt;. Die Arbeiter k&#246;nnen organisiert werden. Eine spezielle Organisation f&#252;r revolution&#228;re Arbeiter kann gegr&#252;ndet werden. Aber wenn wir diese beiden Elemente einmal haben, sind wir am Ende. Die Organisation, so wie wir sie gekannt haben, ist an ihr Ende gekommen. Die Aufgabe besteht nun darin, die Organisation abzuschaffen [&#8230;]&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Organisation, so wie wir sie gekannt haben, hat ihre Mission erf&#252;llt. Ein Ziel, welches das Proletariat innerhalb der b&#252;rgerlichen Gesellschaft widerspiegelte.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb24&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Ich behaupte nicht, dass diese Zitate die &#8222;Organisationskonzeptionen&#8220; C. L. (&#8230;)&#034; id=&#034;nh24&#034;&gt;24&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zehn Jahre sp&#228;ter lieferte James auch eine perfekte Beschreibung f&#252;r die durch den &#220;bergang von der formellen zur reellen Herrschaft diesbez&#252;glich herbeigef&#252;hrten Wende:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#8222;Was stellen wir heute, ein halbes Jahrhundert sp&#228;ter, fest? Der professionelle Agitator, der revolution&#228;re Sozialist zu Zeiten Lenins ist heute die Grundlage der b&#252;rokratischen Maschine der Gewerkschaften, politischen Parteien und Regierungen geworden [&#8230;] Das ist die marxistische Dialektik in ihrem tiefsten Inhalt. Der gesellschaftliche Typus, die spezifische Pers&#246;nlichkeit, die Speerspitze der Arbeiterbewegung und des Sozialismus zu Beginn des Jahrhunderts stellt heute den harten Kern der b&#252;rokratischen Reaktion in allen Sektionen der Arbeiterbewegung dar.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb25&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Facing Reality, 1958, S. 89.&#034; id=&#034;nh25&#034;&gt;25&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In jenem Masse, wie sich die reelle Herrschaft konsolidiert und fortschreitet (zum Beispiel durch die Verallgemeinerung der Automatisierung), wird die gesamte Problematik der &#8222;&#220;bergangsphase&#8220; zwischen Kapitalismus und Kommunismus ebenso komplett ver&#228;ndert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bevor diese Fragen von Jacques Camatte und N&#233;gation er&#246;rtert wurden, gab James Boggs zum Thema die wahrscheinlich konkretesten und innovativsten Anregungen. In &lt;i&gt;The American Revolution&lt;/i&gt; behauptete er, dass die Automatisierung der Industrie eine gen&#252;gende Produktion und Verteilung von G&#252;tern und Dienstleistungen f&#252;r die Gesamtheit der Bev&#246;lkerung erlauben w&#252;rde und dass deswegen die Vorbedingungen f&#252;r den Aufbau einer &#8222;klassenlosen&#8220; Gesellschaft &#8222;ohne Arbeit&#8220; schon erf&#252;llt seien&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb26&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Es ist angebracht, diesbez&#252;glich zu anerkennen, dass die Gruppe (&#8230;)&#034; id=&#034;nh26&#034;&gt;26&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#8222;Im 19. Jahrhundert erkl&#228;rte Marx, es solle eine &#220;bergangsgesellschaft zwischen der &lt;i&gt;kapitalistischen&lt;/i&gt; Klassengesellschaft und der klassenlosen &lt;i&gt;kommunistischen&lt;/i&gt; Gesellschaft geben. Diese &#220;bergangsgesellschaft, die er Sozialismus nannte, w&#252;rde immer noch eine Klassengesellschaft sein, doch statt der Kapitalisten w&#252;rden die Arbeiter die herrschende Klasse sein [&#8230;] Als herrschende Klasse w&#252;rden die Arbeiter die Produktivkr&#228;fte bis zu jener Stufe entwickeln, auf welcher die uneingeschr&#228;nkte Entwicklung jedes Individuums m&#246;glich sein und das Prinzip &#8218;jeder nach seinen F&#228;higkeiten, jedem nach seinen Bed&#252;rfnissen&#8216; verwirklicht werden w&#252;rde. Auf dieser Stufe k&#246;nne eine klassenlose Gesellschaft, d.h. der Kommunismus, erreicht werden. In den USA sind die Produktivkr&#228;fte schon so weit entwickelt, dass sie die Verwirklichung jener klassenlosen Gesellschaft erlauben, welche gem&#228;ss Marx nur durch den Kommunismus erreicht werden kann.&#8220;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Boggs hatte jedoch gezeigt, dass diese Fortschritte im Bereich der Automatisierung und der kybernetischen Kontrolle auch die Macht der Gewerkschaft und der Organisation der Arbeit auf der Ebene der Werkstatt geschw&#228;cht hatten und dass die Schattenseite dieses Prozesses die zunehmende Akkumulation &#8211; in den USA &#8211; einer Bev&#246;lkerung von haupts&#228;chlich in den schwarzen urbanen Gemeinschaften konzentrierten &#8222;lebenslangen Arbeitslosen&#8220; war.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber f&#252;r Boggs platzieren die diesen ausgeschlossenen Proletariern auferlegten Bedingungen sie nicht nur jenseits der Ideologie der Arbeit, sondern erm&#228;chtigen sie potenziell auch dazu, heterogene Kr&#228;fte des sozialen Protests miteinander zu einer universellen Bewegung zu verb&#252;nden, nicht nur, weil &#8222;sie die M&#246;glichkeiten der Gesellschaft, in welcher sie leben, in ihrer Tiefe kennengelernt haben und auch wissen, dass sie zahlreich genug sind, um eine Bedrohung darzustellen&#8220;, sondern auch, weil &#8222;das Auftauchen dieser neuen Gruppe radikale Konzepte hervorbringen wird, welche die Vorstellung von uns allen &#252;bersteigen&#8220;:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#8222;Derart radikale Konzepte k&#246;nnen nicht von der organisierten gewerkschaftlichen Bewegung hervorgebracht werden. Der Klassenkampf der amerikanischen Arbeiter &#8211; vereinigt, organisiert und diszipliniert durch den Produktionsprozess &#8211; hat seinen H&#246;hepunkt mit der Gr&#252;ndung des CIO [Congress of Industrial Organizations] in den 1930er Jahren erreicht. Heutzutage, in den 1960er Jahren, ist die amerikanische Arbeiterbewegung am Ende ihres Weges angelangt. In Anbetracht der gegen&#252;ber den stattgefundenen revolution&#228;ren technologischen Ver&#228;nderungen notwendigen gesellschaftlichen und ideologischen Anpassungen ist die organisierte Arbeit heutzutage genauso reaktion&#228;r geworden wie es das organisierte Kapital vor 30 Jahren war. Der fundamentale Grund hierf&#252;r ist die Tatsache, dass sie sich immer noch an der Idee festklammert, dass der Mensch arbeiten muss, um zu leben, in einer Epoche, in welcher es technisch m&#246;glich w&#228;re f&#252;r den Menschen, sich damit zu begn&#252;gen, die Hand auszustrecken, um zu bekommen, was er braucht.&#8220;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Gegensatz zu Boggs, der die Illusion aufrechterhielt, dass die ausgeschlossenen Proletarier sich &#8222;organisieren werden m&#252;ssen&#8220; und dass sie schon bald dazu gezwungen sein w&#252;rden, haben N&#233;gation &#8211; und schon zuvor Jacques Camatte &#8211; verstanden, dass, aufgrund ihres rein zerst&#246;rerischen Charakters und weil &#8222;der Feind, dessen Opfer sie sind, nicht dieser oder jener spezifische Kapitalist ist, sondern die kapitalistische Gesellschaft in ihrer Gesamtheit&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb27&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;&#8222;Lip et la contre-r&#233;volution autogestionnaire&#8220;, op. cit.&#034; id=&#034;nh27&#034;&gt;27&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;, diese K&#228;mpfe als potenzielle Negation der kapitalistischen Ordnung politisch &lt;i&gt;unorganisierbar&lt;/i&gt; seien und dass genau darin ihre zutiefst revolution&#228;re Bedeutung liege:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#8222;Diese Bewegungen sind nie verwertbar oder &#8218;flankierbar&#8216;; sie kommen und gehen, und wenn sie wieder auftauchen, dann nur, um sich auf eine f&#252;r das Kapital immer verheerendere Art und Weise zu verallgemeinern.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb28&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;&#8222;Transition&#8220;, 1969.&#034; id=&#034;nh28&#034;&gt;28&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Formelle Partei, historische Partei und &#8222;Notwendigkeit&#8220; des Kommunismus&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;blockquote style=&#034;font-style: normal; border-left: 4px solid #ccc; padding-left: 15px; margin: 20px 0;&#034;&gt;Wozu sollte man heutzutage den Arbeitern sagen, dass sie ein Korps an Berufsrevolution&#228;ren brauchen, die sich ganz dem politischen Kampf hingeben, auf internationaler Ebene vereint und Todesfeinde des traditionellen Reformismus und so weiter sind? Die Arbeiter wissen es. Die kommunistischen Parteien sind eben genau solche Korps. Ihre Politik ist verdorben. Doch die Organisation, ihr grundlegender Typus, ist das, was Lenin wollte. Wer sich auf dieser Stufe daf&#252;r entscheidet, das nicht zu verstehen, soll zur H&#246;lle fahren [&#8230;] Dieser ganze Diskurs &#252;ber die Transformation kleiner Abspaltungen in Parteien, die sich nach und nach in Parteien verwandeln werden, welchen die Arbeiter sich werden anschliessen k&#246;nnen, ist der Inbegriff der Torheit. Wir haben keine Illusionen mehr, Gott sei Dank.
&lt;p&gt;C.L.R. James, Notes on Dialectics.&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Der letzte theoretische Fortschritt von N&#233;gation und anderer betrifft die &#8222;Parteifrage&#8220;, und genauer die Unterscheidung zwischen formeller und historischer Partei. Diese Unterscheidung geht auf diese Passage in einem Brief von Marx im Februar 1860 an seinen Freund, den Dichter Ferdinand Freiligrath, zur&#252;ck:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#8222;Ich bemerke d'abord, da&#223;, nachdem der &#8218;Bund&#8216; auf &lt;i&gt;meinen Antrag&lt;/i&gt; im November 1852 aufgel&#246;st wurde, ich &lt;i&gt;nie&lt;/i&gt; mehr irgendeiner &lt;i&gt;geheimen&lt;/i&gt; oder &lt;i&gt;&#246;ffentlichen&lt;/i&gt; Gesellschaft angeh&#246;rt habe oder angeh&#246;re; da&#223; also die &lt;i&gt;Partei&lt;/i&gt; in diesem ganz ephemeren Sinne f&#252;r mich seit 8 Jahren zu existieren aufgeh&#246;rt hat [&#8230;] Ich habe ferner das Mi&#223;verst&#228;ndnis zu beseitigen gesucht, als ob ich unter &#8218;Partei&#8216; einen seit 8 Jahren verstorbnen &#8218;Bund&#8216; oder eine seit 12 Jahren aufgel&#246;ste Zeitungsredaktion verstehe. Unter Partei verstand ich die Partei im gro&#223;en historischen Sinn.&#8220;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Pr&#228;zisieren wir zuerst, dass der theoretische Bruch der franz&#246;sischen Ultralinken mit der Unterscheidung zwischen formeller und historischer Partei die &#8222;bordigistische&#8220; Konzeption dieser Unterscheidung betrifft. Es w&#228;re &#252;brigens falsch, zu denken, die italienische kommunistische Linke sei die einzige Tendenz der kommunistischen Linken gewesen, welche die Metaphysik der Partei kultivierte, obwohl sie wahrscheinlich die einzige war, welche die These vertrat, dass die Partei &#8222;ein f&#252;r allemal ausgehend von einer historischen Erleuchtung &#8211; jener der grossen Propheten der offenbarten Religionen &#228;hnelnd &#8211; etabliert&#8220; worden war, &#8222;was zwischen 1844 (&lt;i&gt;&#214;konomisch-philosophische Manuskripte&lt;/i&gt;) und 1848 (Revolution) eine auf alle darauffolgenden Kampfperioden anwendbare Perspektive erschaffen hatte&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb29&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;F. Santini, Apocalipsis y supervivencia, S. 43.&#034; id=&#034;nh29&#034;&gt;29&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;C.L.R. James befasste sich zum Beispiel in den &lt;i&gt;Notes on Dialectics&lt;/i&gt; (1948) eingehend mit dieser Frage:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#8222;Das Proletariat erschafft diese Organisationen [&#8230;] Der kapitalistische Widerspruch dr&#252;ckt sich jedoch innerhalb des Proletariats durch die Konzeption dieser Organisationen aus. Denn das Proletariat, ausser wenn es sich ausdr&#252;ckt, indem es sich erhebt, d.h. wenn es sich aktiv revolution&#228;r zeigt, enth&#228;lt in sich selbst das Konzept und sein Gegenteil, was so sein muss. Das ist wie wir gesehen haben die Form, in welche jede Partei entartet [&#8230;]&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Anfang und das Ende des unabh&#228;ngigen Wissens des Proletariats ist seine &lt;i&gt;politische Partei&lt;/i&gt;, durch sie studiert es, was es ausschliesslich betrifft: die &lt;i&gt;Wirklichkeit und Transformation seiner Stellung innerhalb der b&#252;rgerlichen Gesellschaft&lt;/i&gt; [&#8230;]&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb30&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Von mir unterstrichen, F. C.&#034; id=&#034;nh30&#034;&gt;30&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Doch wenn die Partei das Wissen des Proletariats ist, ist das Auftauchen des Proletariats gleichbedeutend mit der Abschaffung der Partei. Die Partei, so wie wir sie gekannt haben, muss verschwinden. Sie wird verschwinden. Sie ist bereits im Verschwinden begriffen.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb31&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Notes on Dialectics, op. cit., S. 172-176.&#034; id=&#034;nh31&#034;&gt;31&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;F&#252;r James sind also das Proletariat und seine Organisationen die organischen Tr&#228;ger des &#8222;kapitalistischen Widerspruchs&#8220;, der sich kontinuierlich weiterentwickelt und zuspitzt, w&#228;hrend er gleichzeitig die Begriffe seines Auftauchens transformiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ohne sie explizit als Gegensatz zwischen formeller und historischer Partei zu formulieren, hat Jacques Camatte die von Marx gemachte Unterscheidung in &#8222;Origine et fonction de la forme-parti&#8220; (1961) wieder aufgegriffen, dieser Text l&#246;ste eine derartige Kontroverse innerhalb des PCInt aus, dass seine Ver&#246;ffentlichung von Amadeo Bordiga selbst durchgesetzt werden musste. Es war jedoch nicht Camatte, sondern Bordiga, der 1965 die Unterscheidung zwischen formeller und historischer Partei im Rahmen einer internen Polemik, w&#228;hrend welcher er sich eben genau von Camatte abheben wollte, indem er die &#8222;formelle Partei&#8220; verteidigte, klar formulierte. Vier Jahre sp&#228;ter, nun ausserhalb des PCInt, &#252;bernimmt Camatte seinerseits diese Unterscheidung in einem Text mit dem Titel &#8222;La r&#233;volution communiste : th&#232;se de travail&#8220; (1969). Allerdings bricht Camatte im selben Jahr in einem zusammen mit Gianni Collu verfassten Text (&#8222;Transition&#8220;), nachdem er die Unterscheidung formelle/historische Partei auf die Periodisierung formelle/reelle Herrschaft und die daraus folgende Transformation der &#8222;Aufgaben&#8220; des Proletariats gest&#252;tzt hatte, mit Bordigas Konzeption:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#8222;Die Theorie der Partei &#8211; Theorie des Proletariats &#8211; kann nicht nur in den sogenannt politischen Texten von Marx und Engels wahrgenommen werden [&#8230;], denn diese Werke betrachten das Proletariat vor allem in seiner unmittelbaren Wirklichkeit und halten &lt;i&gt;die formelle Partei, damals, f&#252;r m&#246;glich. Das Proletariat musste also seine Existenz verallgemeinern, das Kapital zur Entwicklung dr&#228;ngen und h&#228;tte, falls es die Macht ergriffen h&#228;tte und herrschende Klasse geworden w&#228;re, Aufgaben erf&#252;llen m&#252;ssen, die danach vom Kapital erf&#252;llt worden waren&lt;/i&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb32&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Von mir unterstrichen, F. C.&#034; id=&#034;nh32&#034;&gt;32&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Heutzutage ist nur noch die historische Partei m&#246;glich. Jegliche formelle Partei ist nur eine Organisation, die sich schnell auf die Form der &lt;i&gt;Schutzgeld&lt;/i&gt;e&lt;i&gt;rpressung&lt;/i&gt; beschr&#228;nkt: Das Gleiche gilt &#252;brigens f&#252;r jegliche strukturierte oder unstrukturierte Gruppe, die glaubt, auf die Neugr&#252;ndung der Partei oder die Erschaffung von R&#228;ten hinzuwirken.&#8220;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Diese Theorie, gem&#228;ss welcher es unter der reellen Herrschaft des Kapitals keinen Platz f&#252;r eine &lt;i&gt;formelle Partei&lt;/i&gt; habe, da sie historisch keine andere Funktion hatte &#8211; und haben konnte &#8211; als eine &lt;i&gt;Vermittlung&lt;/i&gt; f&#252;r die &lt;i&gt;Affirmation&lt;/i&gt; des Proletariats darzustellen, ist praktisch von der Gesamtheit der Ultralinken &#252;bernommen worden. Die Tatsache, dass diese historische Vermittlungsfunktion von einer reformistischen Massenpartei oder einer angeblichen &#8222;revolution&#228;ren Avantgarde&#8220;, oder sogar von einer ausserhalb der sozialistischen Tradition stehenden Organisation erf&#252;llt wurde, war letztendlich nur ein Indikator f&#252;r die von jeder gesellschaftlichen Formation erreichten kapitalistischen Entwicklungsstufe. Und in der einen oder anderen Form blieb die Aufgabe die gleiche: die Gew&#228;hrleistung der &#8222;Entwicklung der Produktivkr&#228;fte&#8220; und des Fortbestands der Arbeiterklasse als Kategorie des Kapitals.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es ist diese These, welche die Ultralinke von allen Formen der kommunistischen Linken unterscheidet, seien sie klassische oder &#8222;wiederbelebte&#8220;: Da das Proletariat unter der reellen Herrschaft keine &lt;i&gt;vermittelnden Aufgaben&lt;/i&gt; mehr zu erf&#252;llen hat und den Inhalt seiner unmittelbaren Aufgabe &#8211; seine Aufhebung &#8211; in sich tr&#228;gt, ist nunmehr nur noch die historische Partei m&#246;glich, d.h. die wirkliche Bewegung der Selbstnegation des Proletariats und die unmittelbare Hervorbringung des Kommunismus.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auf den ersten Blick k&#246;nnte man meinen, es handle sich hier schlichtweg um eine rein &#8222;anti-organisatorische&#8220; Position, eine abstrakte Negation der Organisationsfrage, und nicht um einen Versuch, sie zu &#252;berwinden, wie es in der sp&#228;teren Entwicklung von Camatte der Fall sein wird. Was hingegen gewiss ist, ist die Tatsache, dass die einhellige Verurteilung jeglicher &#8222;formellen Partei&#8220; durch N&#233;gation/Le Voyou, Intervention communiste und Le Mouvement communiste (relativ im Falle letzterer Gruppe, wie wir sp&#228;ter sehen werden) sie nicht dazu f&#252;hrte, jegliche M&#246;glichkeit der &#8222;Gruppierung von Revolution&#228;ren&#8220; schlichtweg zu verurteilen, sondern zu einer neuen Definition des Inhalts und der Formen der kommunistischen Revolution, festgelegt als das Werk einer vom Kapital hervorgebrachten Klasse, die nur innerhalb desselben existieren kann &#8211; das Proletariat, verstanden als &#8222;kommunisierende Klasse&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb33&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;&#8222;Das Proletariat ist ein politisches Konzept. Alle Wirtschaftswissenschaftler&#034; id=&#034;nh33&#034;&gt;33&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; &#8211; und die Materie seiner T&#228;tigkeit &#8211; die historische Vernichtung des Werts &#8211; im Prozess seiner Herausbildung selbst findet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Existenz einer &lt;i&gt;kommunistischen&lt;/i&gt; Bewegung selbst setzt also die unmittelbare &#220;berwindung der kapitalistischen Kategorien voraus. Deshalb, mangels einer konkret die Kategorien des Werts angreifenden Bewegung, ist jede &#8211; formelle oder informelle &#8211; Organisation, die von sich behauptet, einen &lt;i&gt;reellen Einfluss&lt;/i&gt; zu haben, dazu gezwungen, Linksradikalismus zu betreiben&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb34&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;&#8222;L'anti-fascisme dans un verre d'eau de Vichy&#8220;, S. 7.&#034; id=&#034;nh34&#034;&gt;34&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;, d.h. innerhalb dieser Kategorien zu verbleiben (das Unternehmen, das Quartier, die Schule usw.). Intervention communiste hat das Problem folgendermassen gel&#246;st:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#8222;[D]ie Praktizierung anderer Interventionen l&#228;uft nicht nur darauf hinaus, den Prozess der b&#252;rgerlichen Revolution nachzu&#228;ffen, aus der kommunistischen Bewegung eine Schutzgelderpressung zu machen, dem Proletariat eine Positivit&#228;t zuzugestehen, ein Programm zu pr&#228;sentieren, zu versuchen, Ideen durchzusetzen, zu sagen, der Kommunismus sei nicht dieses oder jenes, sondern auch, trotz aller sch&#246;ner Reden, &lt;i&gt;die formelle Partei fortbestehen zu lassen&lt;/i&gt;.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb35&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;&#8222;Prol&#233;taires et communistes&#8220; in Bulletin communiste, Beilage zur Nr. 1 von (&#8230;)&#034; id=&#034;nh35&#034;&gt;35&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Daraus folgt, dass die M&#246;glichkeit der Gruppierung sowie die anderen Aufgaben der Kommunisten allen voran von der klaren Einordnung ihrer Periode als konterrevolution&#228;r, revolution&#228;r oder sich im revolution&#228;ren Aufbruch befindend abh&#228;ngen. Die Revolution&#228;re &#8222;entscheiden&#8220; also nicht, ob sie den revolution&#228;ren Prozess vereinheitlichen oder beschleunigen oder &#252;ber seinen Grad der Zentralisierung, deshalb, wie es &lt;i&gt;Le Voyou&lt;/i&gt; betonte, &#8222;kann die kommunistische Bewegung weder durch eine formelle Zentralisierung noch durch einen f&#246;deralistischen oder unionistischen Autonomismus ausgedr&#252;ckt werden&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb36&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;&#8222;Bilan critique du Voyou&#8220;, Paris, September 1973.&#034; id=&#034;nh36&#034;&gt;36&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;, die Zentralisierung ist nicht eine Entscheidung, sondern eine Notwendigkeit&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb37&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;&#8222;Les classes&#8220; in Intervention communiste, Nr. 2, Dezember 1973, reproduziert (&#8230;)&#034; id=&#034;nh37&#034;&gt;37&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Es gibt somit auch keine Aufgaben, welche die kommunistische Bewegung als priorit&#228;r betrachten oder auf welche sie ihre Ressourcen konzentrieren muss, aber sie wird dazu gebracht, gewisse Aufgaben zu erf&#252;llen und sie kann sie nur erf&#252;llen, indem sie sie b&#252;ndelt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Haupteigenschaft der revolution&#228;ren Erneuerung von 1968 war, gem&#228;ss der Ultralinken, die &#8222;Wieder-Erkennung&#8220; der kommunistischen Theorie und ihre Reaktivierung, denn in der vorhergehenden Periode hatte sie nur als Gesamtheit versteinerter Prinzipien, als &lt;i&gt;Programm&lt;/i&gt; existiert:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#8222;[I]n einer Periode der &#8218;totalen&#8216; Konterrevolution ist im besten Falle nur die Konservierung eines &lt;i&gt;Programms&lt;/i&gt; m&#246;glich, das seinerseits von der Periode entsch&#228;rft worden ist. Seit etwa 1968 gibt es sehr wohl &#8211; wenn auch nat&#252;rlich noch bruchst&#252;ckhaft &#8211; &lt;i&gt;eine Hervorbringung der kommunistischen Theorie&lt;/i&gt;, welche die &lt;i&gt;Tendenzen&lt;/i&gt; der wirklichen Bewegung widerspiegelt. Diese Hervorbringung ist in sich selbst Praxis durch die durch sie &lt;i&gt;erzwungenen&lt;/i&gt; Verkn&#252;pfungen, insoweit als dieser Zwang durch die wirkliche soziale Bewegung ausge&#252;bt wird, und nicht durch die &#228;usseren Mahnrufe irgendeines Individuums, irgendeiner Gruppe oder Zeitschrift.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb38&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;&#8222;L'anti-fascisme dans un verre d'eau de Vichy&#8220;, op. cit., S. 16-17.&#034; id=&#034;nh38&#034;&gt;38&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der zweite charakteristische Zug der Erneuerung war &#8222;das Ende der theoretischen T&#228;tigkeit als getrennte Praxis aufgrund der zwingenden Notwendigkeit der praktischen Aneignung der Theorie durch das Proletariat&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb39&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;&#8222;Prol&#233;taires et communistes&#8220;, op. cit., S. 442.&#034; id=&#034;nh39&#034;&gt;39&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Daher &#8222;empf&#228;ngt&#8220; das Proletariat &#8222;nicht Prinzipien oder Analysen, die ihnen die Kommunisten kommunizieren &#8211; das ist das Verh&#228;ltnis Arbeiterklasse/Aktivist &#8211;, sondern es eignet sich die Theorie seiner eigenen Bewegung an, weil es aufgrund seiner konkreten Situation dazu gezwungen ist, andernfalls wird es besiegt&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb40&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Ebd., S. 441.&#034; id=&#034;nh40&#034;&gt;40&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. In anderen Worten, die nat&#252;rliche Konsequenz aus dem Ende der Trennung Theorie/Praxis ist das Verschwinden der Trennung Proletarier/Theoretiker, da die Theorie Teil der gesellschaftlichen Bedingung letzterer ist, denn sie sind nur Proletarier unter anderen. Anders gesagt: Vor der tats&#228;chlichen kommunistischen Bewegung gibt es keine Revolution&#228;re, sie sind eine Hervorbringung dieser Bewegung selbst und Teil der widerspr&#252;chlichen Bewegung des Kapitals. Schliesslich, wie es B&#233;riou betont:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#8222;Diese &lt;i&gt;Aneignung/Hervorbringung&lt;/i&gt; der Theorie des Kommunismus als revolution&#228;re Bewegung entsteht nicht nur gegen das in Form von versteinerten &#8218;Prinzipien&#8216; &#252;bermittelte kommunistische Programm, welches entstellt und erstarrt und aufgrund der Wirkung der Konterrevolution und &lt;i&gt;der Niederlage&lt;/i&gt; des letzten revolution&#228;ren Angriffs partiell und auf abstrakte Weise doktrin&#228;r geworden ist, sondern auch von diesem Programm ausgehend, durch die unter dem Druck der Ereignisse kritische Verdauung davon.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb41&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Jean-Yves B&#233;riou, op. cit.&#034; id=&#034;nh41&#034;&gt;41&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sobald sie erkannt hat, dass die durch 1968 er&#246;ffnete Periode eine eines revolution&#228;ren Aufschwungs war, war die Ultralinke unmittelbar dazu gezwungen, sich den &lt;i&gt;Grenzen&lt;/i&gt; dieses Aufschwungs zu stellen und sie zu pr&#228;zisieren. Obwohl sie mit der &lt;i&gt;absoluten&lt;/i&gt; Herrschaft der Konterrevolution gebrochen hatte, war die &#8222;Notwendigkeit des Kommunismus&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb42&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Die italienische Bewegung von 1977 hatte eine besondere Lesart des &#8222;Drangs (&#8230;)&#034; id=&#034;nh42&#034;&gt;42&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; nicht insoweit verallgemeinert, als sie ihre ersten Manifestationen &lt;i&gt;praktisch&lt;/i&gt; h&#228;tte &lt;i&gt;&#252;berwinden&lt;/i&gt; k&#246;nnen und sich f&#228;hig zeigen, die Transformation der Produktionsverh&#228;ltnisse in Angriff zu nehmen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Diese Grenzen waren die Ursache einer bedeutenden Polemik im ultralinken Milieu zwischen N&#233;gation/Le Voyou und Intervention communiste auf der einen und Mouvement communiste auf der anderen Seite (ohne dass erstere absolut gleicher Meinung gewesen w&#228;ren). Die aus dem Aufschwung entstandenen Verbindungen konnten nicht unmittelbar konkret sein, nichts garantierte, dass die darauffolgenden Gruppierungen nicht rein formell waren. In Anbetracht der Wirklichkeit der Grenzen des Aufschwungs &#8211; d.h. des unmittelbar bevorstehenden erneuten Abschwungs &#8211; begann Le Mouvement communiste damit, die Notwendigkeit eines stabilen Systems permanenter Kontakte zwischen den verschiedenen Gruppen der Ultralinken zu verteidigen, sie behaupteten, dass, &#8222;obwohl es nicht infrage kommt, erneut eine formelle Organisation zu gr&#252;nden, die aus den Umst&#228;nden entstandenen Gruppierungen nicht mehr gen&#252;gen&#8220;, sie st&#252;tzten diese Anrufung der &#8222;objektiven Notwendigkeit&#8220; mit dem &#8222;subjektiven&#8220; Argument, gem&#228;ss welchem &#8222;die Nichtbeachtung, oder schlimmer, die Unterdr&#252;ckung, die Selbstzensur des individuellen Drangs nach Kommunismus als Teil der Konterrevolution zu betrachten sind&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb43&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;&#8222;R&#233;volutionnaire ? (notes sur la subversion)&#8220; in Le Mouvement communiste, Nr. 4.&#034; id=&#034;nh43&#034;&gt;43&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Antwort des Voyou war kategorisch:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#8222;Ihr gebt vor, die formelle Partei zu aktualisieren, indem ihr ihre Existenz nicht mehr auf die &lt;i&gt;Politik&lt;/i&gt;, sondern auf den (menschlichen) &lt;i&gt;Drang&lt;/i&gt; st&#252;tzt.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb44&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;&#8222;L'anti-fascisme dans un verre d'eau de Vichy&#8220;, op. cit., S. 4.&#034; id=&#034;nh44&#034;&gt;44&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Tats&#228;chlich taten, insoweit als sie versuchten, die praktische Dringlichkeit der Krise des Klassenverh&#228;ltnisses und des historischen Prozesses der Herausbildung des Proletariats durch die gemeinsame Arbeit und die systematische Verst&#228;rkung der Verbindungen, w&#228;hrend sie gleichzeitig die &lt;i&gt;pers&#246;nliche&lt;/i&gt; Notwendigkeit des Kommunismus idealisierten, die Positionen von Mouvement communiste nichts anderes, als den programmatischen Kommunismus in neuer Gestalt erneut zu bekr&#228;ftigen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Intervention communiste ihrerseits, obwohl sie sich davor h&#252;teten, der abstrakten Verweigerung der Argumentation ihrer Gespr&#228;chspartner zu verfallen, waren nicht minder energisch:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#8222;Der Kommunismus ist nicht das Produkt der Handlung der &#8218;Leute&#8216;, welche all jene Situationen, in die sie das Kapital hineinversetzt, als unertr&#228;glich empfinden; auf dieser Stufe w&#228;re die Abh&#228;ngigkeit zwischen Revolution und Kapital beseitigt, erstere w&#252;rde sich einem Wesen entgegenstellen, das ein anderes als es selbst ist, in diesem Moment ist die Abschaffung des Tausches Strategie des &#8218;Revolution&#228;rs&#8216; und nicht vom Kapital selbst hervorgebracht. Die Herausbildung des Proletariats ist ein Moment des Zyklus des Kapitals [&#8230;]&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die &#220;berwindung des individuellen Drangs ist nicht die Eingliederung in irgendeine kollektive Praxis, sondern der Prozess der Herausbildung des Proletariats, der aus ihm wirklicher Drang nach Kommunismus macht und, indem es ihn nicht Teil einer (allzu vagen) kollektiven Praxis, sondern einer Klasse macht, die gesamte, unter Umst&#228;nden mit diesem individuellen Drang verbundene Problematik der Entscheidung beseitigt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es ist notwendig, den pers&#246;nlichen, unmittelbaren Drang nach Kommunismus zu ber&#252;cksichtigen; doch dieser Drang als Drang nach Revolution wird als pers&#246;nlicher Drang negiert und konserviert, wenn man versteht, dass keine individuelle L&#246;sung m&#246;glich, dass keine Lockerung tragf&#228;hig ist. Was erfasst werden muss, ist die Tatsache, dass dieser pers&#246;nliche unmittelbare Drang nach Kommunismus ein Moment der Herausbildung des Proletariats ist, ein Moment seiner Existenz als kollektiver Drang nach Kommunismus.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb45&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;&#8222;Les classes&#8220;, op. cit, S. 453 und 461.&#034; id=&#034;nh45&#034;&gt;45&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Abschliessend&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;So n&#228;hert sich diese kurze Einf&#252;hrung in die franz&#246;sische Ultralinke zwischen 1968 und 1974 ihrem Ende. Ich bem&#252;hte mich darin, zus&#228;tzlich zur Darstellung ihrer historischen Wurzeln &#8211; die schon in gewissen embryonalen &#8222;autonom-r&#228;tekommunistischen&#8220; Tendenzen der Nachkriegszeit pr&#228;sent waren &#8211; und der konkreten Inspirationsquellen dieser Str&#246;mung, gewisse Sophismen und Halbwahrheiten zu widerlegen, mithilfe welcher die Pseudokritik der &#8222;Theorie der Kommunisierung&#8220; diese in der Regel er&#246;rtert, besonders hinsichtlich ihrer angeblichen &#8222;anti-organisatorischen&#8220; Phobie, &#8222;modernistischen&#8220; Wurzeln und ihres daraus hergeleiteten angeblichen &#8222;kleinb&#252;rgerlichen&#8220; Charakters. Ich habe hingegen bewusst einen Aspekt aussen vor gelassen, jenen der mehr oder weniger tendenzi&#246;sen Widerlegungen und verk&#252;rzten und restriktiven Aneignungen der Periodisierung formelle/reelle Herrschaft, nicht weil die Frage nicht interessant oder bedeutend w&#228;re &#8211; ganz im Gegenteil &#8211;, sondern aus dem einfachen Grund, dass sie alleine einen monographischen Artikel verdienen w&#252;rde.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich habe hier auch auf eine Kritik der Thesen der Ultralinken verzichtet, denn es ging darum, eine vollst&#228;ndige Darstellung davon vorzulegen. Doch es ist offensichtlich &#8211; oder sollte es zumindest sein &#8211;, dass eine Theorie, die ihren Zenit &#252;berschritten hat, nicht auf unbestimmte Zeit &#8222;aktuell&#8220; bleiben kann, auch wenn sie sich als f&#228;hig erweist, den Vergleich mit noch &#228;lteren Theorien, die problemlos weiter zirkulieren und ihre eigene &#8222;G&#252;ltigkeit&#8220; einfordern k&#246;nnen, weil sie zu zeitlosen &#8222;Klassikern&#8220; geworden sind, nicht scheuen zu m&#252;ssen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auf jeden Fall hoffe ich, dass es verst&#228;ndlich geworden ist, dass der gemeinsame Nenner der durch die Ultralinke unternommenen Br&#252;che nichts anderes war als eine konstante &lt;i&gt;Historisierung&lt;/i&gt; &#8211; ausgehend von der Gegenwart, die ihr Los war &#8211; des Werdegangs der kommunistischen Bewegung, stets verbunden mit der entsprechenden kapitalistischen Entwicklungsstufe und einer konstanten kritischen Pr&#252;fung der G&#252;ltigkeit und des Inhalts ihres theoretischen Arsenals.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Schliesslich m&#246;chte ich pr&#228;zisieren, dass ich hier das Konzept der Ultralinken in einem engen Sinne benutzt habe &#8211; im Gegensatz zum Beispiel zur Art und Weise, wie es h&#228;ufig von der Gruppe Th&#233;orie communiste benutzt wird &#8211; und mich auschliesslich auf &lt;i&gt;Invariance&lt;/i&gt; (1. Serie), N&#233;gation, Le Voyou, Intervention communiste und Le Mouvement communiste bezogen habe. Wie die Mehrheit jener, welche &#252;ber die Ultralinke geschrieben haben, denke ich jedoch, dass es wichtig ist, zu betonen, dass die Situationistische Internationale (die einen starken Einfluss auf die Ultralinke w&#228;hrend der Periode 1972-1974 hatte) sozusagen einen Fuss in der T&#252;r und einen draussen hatte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;12. November 2023&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Federico Corriente&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#220;bersetzt aus dem Franz&#246;sischen von &lt;a href=&#034;https://kommunisierung.net/&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;kommunisierung.net&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&#034;https://dndf.org/?p=21186&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;Quelle&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		&lt;hr /&gt;
		&lt;div class='rss_notes'&gt;&lt;div id=&#034;nb1&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh1&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 1&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;1&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Karl Marx, &lt;i&gt;Das Kapital. Kritik der politischen &#214;konomie. Dritter Band. Buch III: Gesamtproze&#223; der kapitalistischen Produktion&lt;/i&gt; (1894) in &lt;i&gt;MEW&lt;/i&gt;, Bd. 25, 1964, S. 412.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb2&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh2&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 2&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;2&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;In den letzten Jahren haben mehrere Autoren die Intensit&#228;t des Austausches von Ideen, Texten und Kampferfahrungen zwischen den radikalen Milieus in Detroit und Italien w&#228;hrend den 1960er Jahre hervorgehoben. Die Gruppe Correspondence &#8211; den Namen, der sich ab 1951 die Johnson-Forest-Tendenz, wovon zahlreiche Mitglieder in Detroit lebten, gegeben hatte &#8211; hatte einen betr&#228;chtlichen Einfluss auf den Operaismus durch den Text von 1947 &#8222;The American Worker&#8220; von Paul Romano und Grace Lee, den Danilo Montaldi ausgehend von der in &lt;i&gt;Socialisme ou barbarie&lt;/i&gt; erschienenen franz&#246;sischen Version zwei Jahre sp&#228;ter &#252;bersetzte und der einer der Inspirationsquellen f&#252;r die operaistische &#8222;militante Untersuchung&#8220; Romano Alquatis war. Der Operaist Ferrucio Gambino (der 1967 eine Reise nach Detroit und in andere Teile der USA unternahm) seinerseits erm&#246;glichte den Besuch des Automobilarbeiters und ehemaligen Mitglieds von Correspondence James Boggs &#8211; der mit der Ver&#246;ffentlichung der italienischen &#220;bersetzung von The American Revolution. Pages from a Negro Worker's Notebook (1963) zusammenfiel &#8211; f&#252;r zahlreiche Konferenzen in ganz Italien zusammen mit seiner Frau Grace Lee-Boggs, Mitbegr&#252;nderin der Johnson-Forest-Tendenz.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;3&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Von mir unterstrichen, F. C.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb4&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh4&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 4&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;4&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;In &lt;i&gt;Le Mouvement communiste&lt;/i&gt; (Champ Libre, 1972) von Jean Barrot (Gilles Dauv&#233;) kann man Folgendes lesen:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#8222;Die Entwicklung der USA liess sehr bedeutende &#8218;Inseln&#8216; der Unterentwicklung entstehen und unterhielt sie. Diverse Gruppen und Minderheiten sind nicht in die amerikanische Gesellschaft integriert und leben am Rande der eigentlichen Arbeiterklasse, entweder im Elend als fast permanente Arbeitslose oder besch&#228;ftigt mit wenig produktiven und schlecht bezahlten T&#228;tigkeiten (Kleinbauern, Landwirtschaftsarbeiter). Aber seit dem Krieg ver&#228;ndert die wirtschaftliche Entwicklung das Problem und vor allem seit einigen Jahren mit der Automatisierung, die hunderte von Millionen Arbeiter in der Produktion &#252;berfl&#252;ssig macht [&#8230;] Ihre Auswirkungen sind allerdings bereits sp&#252;rbar, besonders unter den schwarzen Arbeitern, die zuvorderst vom Ausschluss der Produktion bedroht sind.&#8220;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In einer Fussnote zitiert Dauv&#233; explizit das Buch von Boggs als Quelle und betont im &#220;brigen, dass das Problem &#8222;von den &#8218;Revolution&#228;ren&#8216; nicht ernsthaft dargestellt worden ist, ausser von der italienischen Linken in ihrer Studie der Manuskripte von 1857-1858&#8220;.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb5&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh5&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 5&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;5&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;&lt;i&gt;Le Mouvement communiste&lt;/i&gt;, Nr. 3, Juli 1972, &lt;a href=&#034;https://archivesautonomies.org/spip.php?article572&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;hier&lt;/a&gt; online verf&#252;gbar.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb6&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh6&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 6&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;6&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Die anscheinende Ausnahme, welche die konstant und ununterbrochen zirkulierenden Texte von Barrot/Dauv&#233; darstellen, ist es nicht wirklich. Mit Ausnahme seiner Schriften in der Periode 1972-1973, in welchen der &#8222;Bruch&#8220; sehr sichtbar ist, widmete er sich nach dem Debakel von 1973 Projekten wie La Gauche communiste en Allemagne 1918-1921 (1976) oder &lt;i&gt;&#8222;Bilan&#8220;&lt;/i&gt;. Contre-r&#233;volution en Espagne 1936-1939 (1979), welche die Neolinkskommunisten nicht pauschal zur&#252;ckweisen konnten, ohne sich ins eigene Knie zu schiessen.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb7&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh7&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 7&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;7&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Jean-Yves B&#233;riou, &lt;a href=&#034;https://kommunisierung.net/Revolutionare-Theorie-und&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;&lt;i&gt;Revolution&#228;re Theorie und historische Zyklen&lt;/i&gt;&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb8&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh8&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 8&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;8&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;&#8222;Contre-interpr&#233;tation du &#8218;Contre-planning&#8216; dans l'atelier&#8220; in &lt;i&gt;ICO&lt;/i&gt;, Nr. 118, Juni 1972, S. 3, reproduziert in &lt;i&gt;Rupture dans la th&#233;orie de la r&#233;volution&lt;/i&gt;, Marseille, Senonevero, 2003, S. 318.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb9&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh9&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 9&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;9&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;&lt;a href=&#034;http://archivesautonomies.org/spip.php?article438&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;&#8222;Lip et la contre-r&#233;volution autogestionnaire&#8220;&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb10&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh10&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 10&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;10&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;James Boggs, &lt;a href=&#034;https://www.historyisaweapon.com/defcon1/amreboggs.html&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;&lt;i&gt;The American Revolution&lt;/i&gt;&lt;/a&gt;, 1963.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb11&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh11&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 11&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;11&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;&#8222;Contre-interpr&#233;tation du &#8218;Contre-planning&#8216; dans l'atelier&#8220;, &lt;i&gt;op. cit.&lt;/i&gt;, S. 28.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb12&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh12&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 12&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;12&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;&lt;i&gt;ICO&lt;/i&gt;, Nr. 121, November 1972.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb13&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh13&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 13&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;13&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Ebd., S. 29.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb14&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh14&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 14&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;14&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Es ist kein Zufall, dass das 1974 von Henri Simon verfasste &lt;a href=&#034;http://cras31.info/IMG/pdf/nouveau_mouvement_liaison-no26.pdf&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;&#8222;Gr&#252;ndungsmanifest&#8220; der Gruppe &#201;changes et mouvement&lt;/a&gt; &#8211; eine direkte Erbin ihrer Vorg&#228;ngerorganisation, der r&#228;tekommunistisch-arbeiterorientierten Gruppierung ICO &#8211; den Titel &#8222;neue Bewegung&#8220; und nicht &#8222;neue &lt;i&gt;Arbeiterbewegung&lt;/i&gt;&#8220; tr&#228;gt. Daneben bietet der Text eine hervorragende Zusammenfassung der &#8222;neuen&#8220; Ideen der Gruppe, die der Autor auf heimt&#252;ckische Art und Weise jenen der Ultralinken entgegenstellt, letztere unterscheidet er kaum vom Rest der &#8222;avantgardistischen&#8220; Tendenzen, die &#8222;versuchen&#8220;, sich der neuen Welt &#8222;der Autonomie anzupassen&#8220;.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb15&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh15&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 15&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;15&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Es sei bemerkt, mit welcher Leichtigkeit Henri Simon die &#8222;aktivistische Str&#246;mung&#8220; der Ultralinken und von ihm &#8222;sowohl in den Analysen als auch in den Konzeptionen der Organisation&#8220; traditionalistisch genannte Gruppen unter dem Vorwand vermischt, es handle sich um &#8222;Gruppen, die Teil der avantgardistischen Ideologie sind&#8220;. Die &#8222;wiederauferstandenen Bolschewisten&#8220; wie R&#233;volution internationale/IKS z&#246;gern ihrerseits auch nicht, die (als &#8222;modernistische&#8220; Str&#246;mung bezeichnete) Ultralinke und die R&#228;tekommunisten auf der Grundlage einer angeblichen gemeinsamen Organisationsfeindlichkeit zu vermischen (siehe zu diesem Thema &lt;a href=&#034;http://archivesautonomies.org/IMG/pdf/ico/supplement/ico-unpointdevue.pdf&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;&#8222;ICO : un point de vue&#8220;&lt;/a&gt; von Henri Simon; Internationale kommunistische Tendenz, &lt;a href=&#034;https://libcom.org/article/disappointed-1968-seeking-refuge-utopia&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;&#8222;The Dissappointed of 1968: Seeking Refuge in Utopia&#8220;&lt;/a&gt;, &#8222;Critique des soi-disant &#8218;communisateurs&#8216;&#8220; Teil &lt;a href=&#034;https://fr.internationalism.org/content/10877/critiques-des-soi-disant-communisateurs-i-introduction-a-serie&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;1&lt;/a&gt; und &lt;a href=&#034;https://fr.internationalism.org/content/10878/critique-des-soi-disant-communisateurs-ii-du-gauchisme-au-modernisme-mesaventures&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;2&lt;/a&gt;).&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb16&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh16&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 16&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;16&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;&lt;a href=&#034;http://www.mondialisme.org/spip.php?article1025&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;&#8222;ICO et l'IS &#8211; Retour sur les relations entre Informations correspondance ouvri&#232;res et l'Internationale situationniste&#8220;&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb17&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh17&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 17&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;17&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Barrot/Dauv&#233; damals eingeschlossen, er benutzte den Begriff in der Mehrheit seiner Schriften dieser Zeit, bevor er ihn ohne Erkl&#228;rung aufgab. Zur &#8222;Abrechnung&#8220; &#8211; wenn man es so nennen kann &#8211; Dauv&#233;s mit der Unterscheidung formelle/reelle Herrschaft kam es erst 2004 in einer &lt;a href=&#034;https://libcom.org/article/correspondence-between-parts-riff-raff-collective-and-gilles-dauve-aka-jean-barrot&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;Antwort auf einen Brief der schwedischen Zeitschrift Riff-Raff zur Frage&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb18&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh18&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 18&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;18&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Jean-Yves B&#233;riou, &lt;i&gt;Revolution&#228;re Theorie und historische Zyklen&lt;/i&gt;, &lt;i&gt;op. cit&lt;/i&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb19&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh19&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 19&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;19&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;&#8222;Le prol&#233;tariat comme destructeur du travail&#8220; in &lt;a href=&#034;https://archivesautonomies.org/IMG/pdf/gauchecommuniste/gauchescommunistes-ap1952/negation/negation-n01.pdf&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;&lt;i&gt;N&#233;gation&lt;/i&gt;, Nr. 1&lt;/a&gt;, S. 15.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb20&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh20&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 20&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;20&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Von mir unterstrichen, F. C.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb21&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh21&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 21&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;21&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;C. L. R. James, F. Forest, Ria Stone, The Invading Socialist Society, Bewick/Ed, Detroit 1972, S. 13-15.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb22&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh22&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 22&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;22&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;&#8222;Das Problem war &#252;berhaupt nicht (wie es alle angesagten Ideologien damals behaupteten), dass diese Arbeiterklasse integriert war: Diese Arbeiterklasse war schlichtweg unterworfen und beherrscht durch extrem heftige Formen der Repression, Formen, die [&#8230;] nicht ausserhalb der Arbeitsweise standen, sondern sie waren vollst&#228;ndig Teil des Produktionsprozesses.&#8220; Toni Negri, Del obrero-masa al obrero social, Anagrama, Barcelona, 1980.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb23&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh23&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 23&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;23&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;C. L. R. James und Konsorten hatten es verstanden, indem sie zum Beispiel zeigten, dass nichts am stalinistischen Ph&#228;nomen besonders &#8222;russisch&#8220; war, sondern es Teil eines breiteren Prozesses war, der sich weltweit abspielte:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#8222;Die beste Art und Weise, diese Parteien zu verstehen, ist die Erkenntnis, dass, auch wenn das stalinistische Russland nie existiert h&#228;tte und die proletarische Revolution verschoben worden w&#228;re, eine &#228;hnliche politische Formation wie die stalinistischen Parteien entstanden w&#228;re.&#8220; The Invading Socialist Society.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit anderen Worten, diese Parteien waren weder &#8222;Werkzeuge des Kremls&#8220; noch eine Neuauflage der klassischen Sozialdemokratie, sondern allen voran &#8222;ein Produkt der Arbeit und des Kapitals auf dieser Stufe&#8220; (&lt;i&gt;Notes on Dialectics&lt;/i&gt;). Und obwohl, gem&#228;ss James, ihre Rolle hinsichtlich der Arbeiterklassen der entwickeltesten L&#228;nder schon obsolet geworden ist, beh&#228;lt sie ihre G&#252;ltigkeit f&#252;r L&#228;nder, wo die Dekolonialisierung und der Zugang zu einer &#8222;normalen&#8220; kapitalistischen Entwicklung noch ausstehend sind.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb24&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh24&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 24&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;24&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Ich behaupte nicht, dass diese Zitate die &#8222;Organisationskonzeptionen&#8220; C. L. R. James' zusammenfassen, und noch weniger, dass seine Praxis ein genauer Widerschein seiner Konzeptionen war, aber ich zeige auf, dass er in seinen &#220;berlegungen zur Frage zu Grenzen gedr&#228;ngt worden ist, die sp&#228;ter von der franz&#246;sischen Ultralinken er&#246;rtert worden sind. Gest&#252;tzt auf eine zus&#228;tzliche Erfahrung von mehr als einem halben Jahrhundert hat Roland Simon ein viel klarere und abschliessendere Antwort auf die Frage:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#8222;[D]as Auftauchen der Klasse, die Bewegung der Revolution als Affirmation der Klasse, kann gegen&#252;ber dem Kapital &#8218;kapitalisiert&#8216;, formalisiert; in einem Wort, organisiert werden [&#8230;] [D]ie Negation des Proletariats kann nie eine stabile Form erlangen [...]&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Man kann revolution&#228;re Arbeiter gruppieren, vereinen und radikalisieren, wenn es unmittelbar die Tatsache ist, ein produktiver Arbeiter zu sein, d.h. seine eigene Existenz in der kapitalistischen Produktionsweise, die unmittelbar als revolution&#228;res Wesen gesetzt wird; man kann hingegen weder nach einem Krawall eine Organisation der Krawallmacher gruppieren noch wilde Streikende, welche die Arbeit verweigern als &#8218;wilde Streikende, welche die Arbeit verweigern&#8216;. Eine Organisation der Saboteure von Lordstown kann nicht existieren. Wenn Pl&#252;nderer der amerikanischen Ghettos Organisationen bilden, dann tun sie das, um &lt;i&gt;Politik&lt;/i&gt; zu machen oder eine grundlegende &#8218;Wohlfahrt&#8216; zu organisieren; wenn die Saboteure von Lordstown sich ausserhalb ihrer Praxis selbst organisieren, dann tun sie es, um &lt;i&gt;gewerkschaftlich&lt;/i&gt; aktiv zu sein.&#8220; Siehe Fondements critiques d'une th&#233;orie de la r&#233;volution, Marseille, Senonevero, 2001, S. 566.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb25&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh25&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 25&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;25&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Facing Reality, 1958, S. 89.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb26&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh26&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 26&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;26&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Es ist angebracht, diesbez&#252;glich zu anerkennen, dass die Gruppe Correspondence &#8211; deren Mitglied Boggs bis 1962 war &#8211; schon vor ihm zu diesem Schluss gekommen war: &#8222;Das Konzept einer &#220;bergangsphase hin zum Sozialismus von Marx und Lenin hat ebenfalls heutzutage in den fortgeschrittenen L&#228;ndern keinen Sinn mehr.&#8220; &lt;i&gt;Facing Reality&lt;/i&gt;, &lt;i&gt;op. cit&lt;/i&gt;., S. 98.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb27&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh27&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 27&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;27&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;&#8222;Lip et la contre-r&#233;volution autogestionnaire&#8220;, &lt;i&gt;op. cit&lt;/i&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb28&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh28&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 28&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;28&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;&lt;a href=&#034;http://archivesautonomies.org/IMG/pdf/gauchecommuniste/gauchescommunistes-ap1952/invariance/1re-serie/invariance-serie1-n08.pdf&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;&#8222;Transition&#8220;&lt;/a&gt;, 1969.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb29&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh29&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 29&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;29&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;F. Santini, &lt;a href=&#034;https://www.pdf-archive.com/2017/09/29/francesco-santini-apocalipsis-y-supervivencia-1994/&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;&lt;i&gt;Apocalipsis y supervivencia&lt;/i&gt;&lt;/a&gt;, S. 43.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb30&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh30&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 30&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;30&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Von mir unterstrichen, F. C.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb31&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh31&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 31&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;31&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;&lt;i&gt;Notes on Dialectics&lt;/i&gt;, op. cit., S. 172-176.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb32&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh32&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 32&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;32&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Von mir unterstrichen, F. C.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb33&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh33&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 33&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;33&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;&#8222;Das Proletariat ist ein &lt;i&gt;politisches&lt;/i&gt; Konzept. Alle Wirtschaftswissenschaftler und Soziologen k&#246;nnen dar&#252;ber debattieren, was die kapitalistische Produktionsweise, die produktive Arbeit oder sogar die Arbeiterklasse ist. Das Konzept des Proletariats ist etwas anderes. Man kann zurecht die Widerspr&#252;che der kapitalistischen Produktionsweise als Tr&#228;ger seiner &#220;berwindung betrachten, aber diese Aussage bedeutet sogleich eine besondere gesellschaftliche und politische Positionierung innerhalb dieser Widerspr&#252;che, und nicht ihre einfache Anerkennung. Deshalb ist das Konzept immer intuitiv benutzt worden und kein einfaches Synonym der Arbeiterklasse, was auch immer die Vorbehalte gegen&#252;ber letzterem Begriff sein m&#246;gen.&#8220; &#8222;Contribution &#224; la th&#233;orie des classes&#8220; in &lt;i&gt;Th&#233;orie communiste&lt;/i&gt;, Nr. 27, S. 288.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb34&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh34&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 34&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;34&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;&lt;a href=&#034;https://archivesautonomies.org/IMG/pdf/gauchecommuniste/gauchescommunistes-ap1952/negation/verre-eau-de-vichy.pdf&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;&#8222;L'anti-fascisme dans un verre d'eau de Vichy&#8220;&lt;/a&gt;, S. 7.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb35&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh35&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 35&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;35&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;&#8222;Prol&#233;taires et communistes&#8220; in &lt;i&gt;Bulletin communiste&lt;/i&gt;, Beilage zur Nr. 1 von &lt;i&gt;Intervention communiste&lt;/i&gt;, Februar 1973, reproduziert in &lt;i&gt;Rupture dans la th&#233;orie de la r&#233;volution&lt;/i&gt;, &lt;i&gt;op. cit&lt;/i&gt;., S. 439-450.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb36&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh36&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 36&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;36&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;&lt;a href=&#034;https://archivesautonomies.org/spip.php?article1077&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;&#8222;Bilan critique du Voyou&#8220;&lt;/a&gt;, Paris, September 1973.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb37&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh37&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 37&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;37&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;&#8222;Les classes&#8220; in &lt;i&gt;Intervention communiste&lt;/i&gt;, Nr. 2, Dezember 1973, reproduziert in &lt;i&gt;Rupture dans la th&#233;orie de la r&#233;volution&lt;/i&gt;, &lt;i&gt;op. cit&lt;/i&gt;., S. 451-462.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb38&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh38&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 38&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;38&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;&#8222;L'anti-fascisme dans un verre d'eau de Vichy&#8220;, &lt;i&gt;op. cit&lt;/i&gt;., S. 16-17.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb39&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh39&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 39&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;39&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;&#8222;Prol&#233;taires et communistes&#8220;, &lt;i&gt;op. cit&lt;/i&gt;., S. 442.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb40&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh40&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 40&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;40&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Ebd., S. 441.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb41&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh41&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 41&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;41&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Jean-Yves B&#233;riou, &lt;i&gt;op. cit&lt;/i&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb42&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh42&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 42&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;42&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Die italienische Bewegung von 1977 hatte eine besondere Lesart des &#8222;Drangs nach Kommunismus&#8220; (schon latent in den Texten von Le Mouvement communiste), gem&#228;ss welcher der &#8222;Motor&#8220; dieses Drangs nicht das Elend (im weitesten Sinne des Begriffs) sei, sondern die Entwicklung des Drangs nach &#8222;gr&#246;sster Produktivkraft&#8220;, und zwar die revolution&#228;re Klasse, die zu &#8222;reich&#8220; sei, um ins Verh&#228;ltnis Kapital-Arbeit zur&#252;ckgef&#252;hrt zu werden, und deshalb dazu tendiere, dieses Verh&#228;ltnis explodieren zu lassen.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb43&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh43&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 43&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;43&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;&lt;a href=&#034;https://archivesautonomies.org/spip.php?article574&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;&#8222;R&#233;volutionnaire ? (notes sur la subversion)&#8220;&lt;/a&gt; in &lt;i&gt;Le Mouvement communiste&lt;/i&gt;, Nr. 4.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb44&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh44&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 44&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;44&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;&#8222;L'anti-fascisme dans un verre d'eau de Vichy&#8220;, &lt;i&gt;op. cit&lt;/i&gt;., S. 4.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb45&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh45&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 45&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;45&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;&#8222;Les classes&#8220;, &lt;i&gt;op. cit&lt;/i&gt;, S. 453 und 461.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;
		
		</content:encoded>


		
		<enclosure url="https://www.kommunisierung.net/IMG/pdf/corrienteberiou.pdf" length="175715" type="application/pdf" />
		

	</item>



</channel>

</rss>
