<?xml 
version="1.0" encoding="utf-8"?><?xml-stylesheet title="XSL formatting" type="text/xsl" href="https://www.kommunisierung.net/spip.php?page=backend.xslt" ?>
<rss version="2.0" 
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
>

<channel xml:lang="de">
	<title>Kommunisierung.net</title>
	<link>https://kommunisierung.net/</link>
	<description></description>
	<language>de</language>
	<generator>SPIP - www.spip.net</generator>
	<atom:link href="https://www.kommunisierung.net/spip.php?id_mot=54&amp;page=backend" rel="self" type="application/rss+xml" />




<item xml:lang="de">
		<title>Bernard Lyon - Der ausgesetzte Schritt der Kommunisierung</title>
		<link>https://www.kommunisierung.net/Der-ausgesetzte-Schritt-der</link>
		<guid isPermaLink="true">https://www.kommunisierung.net/Der-ausgesetzte-Schritt-der</guid>
		<dc:date>2013-06-23T00:26:00Z</dc:date>
		<dc:format>text/html</dc:format>
		<dc:language>de</dc:language>
		<dc:creator>Webmaster</dc:creator>


		<dc:subject>Th&#233;orie communiste</dc:subject>
		<dc:subject>&#220;bersetzungen</dc:subject>
		<dc:subject>Theorie</dc:subject>
		<dc:subject>Gender</dc:subject>
		<dc:subject>Bernard Lyon</dc:subject>

		<description>
&lt;p&gt;Erster Teil. Kommunisierung vs. Vergesellschaftung &lt;br class='autobr' /&gt;
&#034;Der &#228;usserste Punkt der gegenseitigen Verschr&#228;nkung der Klassen ist die Bem&#228;chtigung der Produktionsmittel durch das Proletariat. Es reisst sie an sich, kann sie sich jedoch nicht aneignen. Die vom Proletariat vorgenommene Aneignung kann keine sein, denn sie wird nur durch ihre Aufhebung als Klasse vollendet.&#034; (L'auto-organisation est le premier acte de la r&#233;volution, la suite s'effectue contre elle [Die Selbstorganisation ist der erste (&#8230;)&lt;/p&gt;


-
&lt;a href="https://www.kommunisierung.net/Artikel" rel="directory"&gt;Artikel&lt;/a&gt;

/ 
&lt;a href="https://www.kommunisierung.net/Theorie-communiste" rel="tag"&gt;Th&#233;orie communiste&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="https://www.kommunisierung.net/Ubersetzungen" rel="tag"&gt;&#220;bersetzungen&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="https://www.kommunisierung.net/Theorie" rel="tag"&gt;Theorie&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="https://www.kommunisierung.net/Gender" rel="tag"&gt;Gender&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="https://www.kommunisierung.net/Bernard-Lyon" rel="tag"&gt;Bernard Lyon&lt;/a&gt;

		</description>


 <content:encoded>&lt;img src='https://www.kommunisierung.net/IMG/logo/arton74-7.jpg?1689553510' class='spip_logo spip_logo_right' width='150' height='53' alt=&#034;&#034; /&gt;
		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Erster Teil. Kommunisierung vs. Vergesellschaftung&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#034;Der &#228;usserste Punkt der gegenseitigen Verschr&#228;nkung der Klassen ist die Bem&#228;chtigung der Produktionsmittel durch das Proletariat. Es reisst sie an sich, kann sie sich jedoch nicht aneignen. Die vom Proletariat vorgenommene Aneignung kann keine sein, denn sie wird nur durch ihre Aufhebung als Klasse vollendet.&#034; (&lt;i&gt;L'auto-organisation est le premier acte de la r&#233;volution, la suite s'effectue contre elle&lt;/i&gt; [&lt;i&gt;Die Selbstorganisation ist der erste Akt der Revolution, was folgt, ist gegen sie gerichtet&lt;/i&gt;])&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Bem&#228;chtigung der Elemente des Kapitals, Aneignung oder Kommunisierung&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Frage der Kommunisierung ist jene nach der &#220;berwindung durch das Proletariat, oder eher durch die Proletarier, der Verteidigung ihrer Bedingung und somit ihrer gegenseitigen Verstrickung mit dem Kapital hin zu einer T&#228;tigkeit, die nicht eine Vergesellschaftung, d.h. eine Art der Verwaltung der Wirtschaft, ist, sondern die Konstitution einer Gemeinschaft von Individuen, welche unmittelbar ihre Konstituenten sind. Die Gesellschaften, d.h. die Gemeinschaften, welche von einer Klasse beherrscht und repr&#228;sentiert werden, bilden eine Einheit der Individuen, welche Teil von ihr sind, doch diese Individuen sind nur als Teil einer Klasse Mitglieder dieser Gesellschaften; die einzelnen Individuen haben keine gesellschaftliche Existenz. Die Kommunisierung wird &lt;i&gt;mittels&lt;/i&gt; der Bem&#228;chtigung der Mittel zum Lebensunterhalt, zur Kommunikation, des Transports und der Produktion im engeren Sinne durchgef&#252;hrt. Die Kommunisierung der Beziehungen, die Konstitution einer menschlichen Gemeinschaft/des Kommunismus wird f&#252;r den Kampf, im Kampf und durch den Kampf gegen das Kapital verwirklicht, man kann in diesem Kampf nicht die &#220;bernahme der materiellen Mittel und die Transformation der Proletarier in unmittelbar gesellschaftliche Individuen einander entgegenstellen: Es handelt sich um ein und dieselbe T&#228;tigkeit und diese &#220;bereinstimmung ist durch die aktuelle Form des Widerspruchs Proletariat/Kapital gegeben. Der radikale Unterschied zur Vergesellschaftung ist die Tatsache, dass es sich nicht um eine &#196;nderung des Eigentumsstatus der materiellen Mittel handelt. In der Kommunisierung gibt es keine &lt;i&gt;Aneignung&lt;/i&gt; der G&#252;ter durch irgendeine Instanz: Staat, Kommune oder gar Arbeiterrat, welche die das Kapital enteignenden Proletarier repr&#228;sentiert, beherrscht und somit daraus eine &lt;i&gt;Aneignung&lt;/i&gt; macht. Ein Wechsel des Eigentumsregimes ist die Konstitution einer neuen Wirtschaftsform, namentlich der Sozialismus, auch wenn er sich solidarische &#214;konomie nennen w&#252;rde. Als der Sozialismus real m&#246;glich war, wurde der Kommunismus auf das Ende der Zeiten vertagt, dies war faktisch die Unm&#246;glichkeit des Sozialismus, zu sein, was er vorgab, zu sein: Die &#220;bergangsphase zum Kommunismus, der Sozialismus war letztendlich die angemessene Konterrevolution zur einzigen wirklich m&#246;glichen Revolution dieser Periode. Die Kommunisierung ist keine Wirtschaft, sie nimmt alles, hat jedoch kein anderes Ziel als sich selbst. Die Kommunisierung ist nicht ein Kampf &lt;i&gt;f&#252;r&lt;/i&gt; den Kommunismus, sie ist der Kommunismus, welcher sich gegen das Kapital konstituiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Die Verschr&#228;nkung der Kommunisierung und der Vergesellschaftung&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zwar ist die kommunisierende Handlung der Ausgang des Klassenkampfs in einer revolution&#228;ren Krise, doch die gleiche Handlung der Bem&#228;chtigung kann, wie wir gesehen haben, Kommunisierung oder Vergesellschaftung sein. Jede Handlung dieser Art kann die eine oder die andere Form annehmen, alles h&#228;ngt von der Dynamik, vom sich konstant ver&#228;ndernden Rahmen, d.h. vom Kampf gegen das Kapital ab, welcher sich vertieft und ausbreitet oder langsamer wird und sehr schnell allm&#228;hlich zum Erliegen kommt. Alles h&#228;ngt auch vom Kampf innerhalb des Kampfes gegen das Kapital ab. Die Konstitution des Kommunismus ist verschr&#228;nkt mit der Konstitution einer allerletzten Form der sozio-&#246;konomischen kapitalistischen Alternative. Die Tendenz zur Konstitution von Instanzen, welche versuchen, aus der Bem&#228;chtigung der materiellen Mittel eine wirtschaftliche und politische Vergesellschaftung zu machen, wird bis zur vollst&#228;ndigen Kommunisierung permanent sein. Diese Fortdauer einer Bremse, welche von der kapitalistischen Konterrevolution innerhalb der Revolutionsbewegung gebraucht werden kann, ist gleichbedeutend mit der Existenz bis zuletzt einer Dimension der Affirmation und der Befreiung der Arbeit, denn die Revolutionsbewegung ist und bleibt eine Bewegung der Klasse der Arbeit, sogar in der &#220;berwindung der T&#228;tigkeiten als Arbeit. Die Aufrechterhaltung dieser Affirmation wird durch die noch nicht aufgehobene Existenz des Kapitals hervorgebracht, solange das Kapital gegen&#252;ber dem Proletariat existiert, sogar gegen&#252;ber dem Proletariat, welches dabei ist, es aufzuheben, d.h. dabei ist, sich selber aufzuheben, bewahrt das Proletariat eine Positivit&#228;t, wenn auch diese Positivit&#228;t der Arbeit nicht mehr vom Kapital best&#228;tigt wird, so wird sie doch im revolution&#228;ren Prozess reaktiviert, denn die gesellschaftliche Reproduktion wird in diesem Prozess abh&#228;ngig vom Proletariat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Die Vergangenheit der Revolutionen zeigt uns nur zu gut, dass &#8222;die rote Fahne gegen die rote Fahne geschwenkt werden kann&#8220;, bis zum Eintreffen der Freikorps&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Kapital &#8222;wird nicht z&#246;gern&#8220;, erneut zu proklamieren, dass die Arbeit &#8222;die einzige produktive T&#228;tigkeit ist&#8220;, um die Bewegung ihrer Aufhebung aufzuhalten und sie wieder zu seiner gef&#252;gigen Dienerin zu machen, sobald es dazu f&#228;hig sein wird. Die einzige &#220;berwindung dieser Dimension ist der Sieg der Kommunisierung, welche gesicherte Aufhebung der kapitalistischen Klasse und des Proletariats ist. Die &#220;berwindung dieser Konterrevolution wird nicht immer irenisch sein, sie wird nicht immer &#8222;in der Bewegung&#8220; vorgenommen, wird keine wahre und beschleunigte Version des im Sozialismus vorgesehenen &#8222;Absterbens des Staates&#8220; sein. Jede staatliche oder parastaatliche Form wird immer alles tun, um sich im Namen selbst der Notwendigkeit ihres sp&#228;teren Absterbens aufrechtzuerhalten! Diese Verkn&#246;cherung und dieser Fortbestand sind nicht &#8222;konterrevolution&#228;re Tendenzen innerhalb der Revolution&#8220;, sondern DIE Konterrevolution. DIE kapitalistische Konterrevolution &lt;i&gt;gegen&#252;ber&lt;/i&gt; der Revolution.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Der Kommunismus k&#228;mpft nicht gegen die Demokratie, doch die Konterrevolution gibt sich als demokratisch aus&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die radikale Demokratie wird im Namen der Aufhebung der Klassen selbst alles zur Aufrechterhaltung oder Wiederherstellung von Wahlstrukturen tun, welche gem&#228;ss ihr notwendig sind, um die Konstitution einer neuen sich selbst einsetzenden und unkontrollierten F&#252;hrungsschicht zu vermeiden. Die Konstitution des Kommunismus ist mit der Konstitution einer allerletzten Form des Sozialismus verschr&#228;nkt, wenn auch die Bewegung, welche ihn trug, die Arbeiterbewegung, definitiv verschwunden ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Kampf darum, die in der Enteignung des Kapitals aktivsten Fraktionen des Proletariats &#8222;wieder zur Vernunft zu bringen&#8220;, wird umso heftiger sein, weil er sich als Verteidigung der demokratischen Revolution pr&#228;sentieren wird und es ablehnt, dass &#8222;Minderheiten&#8220; die Errungenschaften der Mehrheit kompromittieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Die Verteidigung der Errungenschaften bedeutet die M&#246;glichkeit einer Phase der Konterrevolution&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Kommunisierung wird nie Errungenschaften haben, alle Enteignungen, welche die unmittelbare Gemeinschaft konstituieren, werden als reine Enteignungen, wilde Aneignungen in Frage gestellt, sie werden zu Vergesellschaftungen erkl&#228;rt sobald die Bewegung langsamer wird und sich eine parastaatliche Instanz bildet, um zu verteidigen, was &lt;i&gt;in diesem Moment&lt;/i&gt; als Errungenschaften und Elemente zur Konstitution einer m&#246;glichen neuen Wirtschaft erscheinen wird. Die Klasse erkennt sich selbst als geteilt und verschieden, um sich aufzuheben; die Aufhebung des Proletariats als Aufl&#246;sung aller Klassen impliziert die interne Notwendigkeit dieser anderen Klassen f&#252;r das Proletariat, sie zu absorbieren, indem es sie aufl&#246;st, gleichzeitig mit dem Widerspruch. Die Kommunisierung lebt konstant in den Bedingungen ihrer Verkn&#246;cherung. Alles wird sich auf der geographischen, horizontalen Ebene abspielen, nicht auf sektorieller Ebene, welche die Arten von T&#228;tigkeiten differenziert. Die Grenzen werden &#252;berall sein und die verallgemeinerte Verschr&#228;nkung Revolution/Konterrevolution wird sich in vielf&#228;ltigen und chaotischen Konflikten zeigen. Das Proletariat hebt sich in der menschlichen Gemeinschaft auf, welche es hervorbringt. Es sind die internen und dynamischen Widerspr&#252;che eines solchen Prozesses, welche den Inhalt und die St&#228;rke der Konterrevolution darstellen, denn in jedem kann sich das Kapital wieder beleben. Denn f&#252;r die Klasse ist ihre Aufhebung gleichbedeutend mit der &#220;berwindung ihrer &lt;i&gt;Autonomie: Dort liegt der Inhalt und die St&#228;rke der kapitalistischen Konterrevolution&lt;/i&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Die Ausbreitung ist die Bewegung des Sieges, die Verlangsamung jene der Konterrevolution&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Kampf des Kapitals, um wieder die gesellschaftliche Kontrolle zu erlangen wird doppelt sein, ohne dass das eine Strategie w&#228;re. Einerseits werden die Staaten k&#228;mpfen, um ihre Herrschaft wieder herzustellen und die Ausbeutung wieder zu beleben, andererseits wird sich die kapitalistische Gesellschaft auf den total ambivalenten Grundlagen der Volksmacht und der Selbstverwaltung aufrechterhalten. W&#228;hrend der formellen Subsumtion war das vollst&#228;ndige Produkt der Arbeit lange Zeit eine Forderung der Arbeiter, sie findet nun eine neue Jugend, ist der ideale Inhalt zur Reproduktion der kapitalistischen Verh&#228;ltnisse und eine &#8222;solide&#8220; Basis des Widerstands gegen&#252;ber der Kommunisierung, diese Fraktionen k&#246;nnen sich bek&#228;mpfen oder verb&#252;nden, je nach Situation und somit Entwicklung der Bewegung der Kommunisierung. Die Aktion der kapitalistischen Klasse kann sowohl milit&#228;risch als auch auf gesellschaftlichen Gegenmassnahmen und Konstruktionen von Konflikten, die auf den Kapazit&#228;ten der kapitalistischen Produktionsweise basieren, welche die Revolution selbst zu unvorhergesehenen Entwicklungen dr&#228;ngt, von der Wiedereinf&#252;hrung der Sklaverei bis zur Selbstverwaltung, gegr&#252;ndet sein, doch vor allem wird ihre Reproduktion ganz nah bei der Revolution verstreut sein und in allen Momenten stattfinden, wo die Kommunisierung sich aufgrund ihrer eigenen Natur zu einer einfachen Organisation des &#220;berlebens der Proletarier, zur Vergesellschaftung verkn&#246;chert. Die kapitalistische Klasse kann sowohl ihre konterrevolution&#228;re Handlung im Staat zentralisieren, als auch die Konfrontation dezentralisieren, indem sie sie auf regionale Ebene verlegt, die Klassen in soziale Kategorien und Ethnien aufteilen, denn eine Krisensituation ist immer auch ein interkapitalistischer Konflikt. Wenn ein kapitalistischer Bereich es in einem interkapitalistischen Konflikt schafft, durch die allgemeine Entwertung der Krise eine globale L&#246;sung f&#252;r alle Kapitale zu repr&#228;sentieren, wird er es auch f&#252;r die Besiegten repr&#228;sentieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Die Revolution wird nicht geradewegs auf den Sieg zusteuern&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Einige Fraktionen des aufst&#228;ndischen Proletariats werden zerschlagen werden, andere &#8222;umgedreht&#8220; und werden sich konservativen &#220;berlebensmassnahmen anschliessen, andere Aufst&#228;nde werden die Nachfolge antreten. Einige umgedrehte/mit Leim gefangene Fraktionen werden wilde Enteignungen und die Organisation des Kampfes durch jene, welche k&#228;mpfen und nur f&#252;r den Kampf, ohne Repr&#228;sentation, ohne Kontrolle von irgendwem in irgendeinem Namen wieder in Schwung bringen, die Konstitution des Kommunismus wieder aufnehmen, nicht als Ziel, sondern als Inhalt des Kampfes. Die konterrevolution&#228;ren Ideologien werden zahlreich sein, an erster Stelle vielleicht jene des &#220;berlebens der Wirtschaft: Bewahren wir die wirtschaftlichen Mechanismen, zerst&#246;ren wir nicht jegliche wirtschaftliche Logik, um danach eine neue Wirtschaft aufbauen zu k&#246;nnen. Das &#220;berleben der Wirtschaft ist gleichbedeutend mit dem &#220;berleben des Tausches, ob dieser Tausch nun Geld, alle Arten von Gutscheinen braucht oder eine einfache Tauschwirtschaft sei, welche sich mit dem Namen der gegenseitigen Hilfe der Arbeiter schm&#252;cken kann! Die Unentgeltlichkeit, die vollst&#228;ndige Abwesenheit jeglicher Art von Buchhaltung ist die Achse, um welche sich die revolution&#228;re Gemeinschaft aufbaut, nur die Unentgeltlichkeit erlaubt es, alle nicht direkt proletarischen gesellschaftlichen Schichten, welche in der Hyperkrise auseinanderfallen, zusammenzubringen und somit die nicht direkt proletarischen Individuen zu integrieren/aufzuheben, alle &#8222;Habenichtse&#8220; (jene eingeschlossen, welche durch die revolution&#228;re T&#228;tigkeit auf diese Bedingung reduziert wurden), die Arbeitslosen, die ruinierten Bauern der &#8222;Dritten Welt&#8220;, die Massen der informellen Wirtschaft. Es geht darum, diese Massen als Mittelklassen, als Bauern aufzul&#246;sen, die pers&#246;nlichen Abh&#228;ngigkeitsbeziehungen zwischen &#8222;Bossen&#8220; und &#8222;Lohnarbeitern&#8220; oder die Situation des &#8222;kleinen unabh&#228;ngigen Produzenten&#8220; innerhalb der informellen Wirtschaft zu zerst&#246;ren, indem man konkrete kommunistische Massnahmen ergreift, welche all diese Schichten dazu zwingen, Teil des Proletariats zu werden, d.h. ihre &#8222;Proletarisierung&#8220; zu vollenden...&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die die Gesellschaft kommunisierenden Proletarier betreiben keinen &#8222;Frontismus&#8220;, sie suchen nicht nach einem gemeinsamen Programm f&#252;r die Opfer des Kapitals. Wenn sie Frontismus betreiben, sind sie tot, wenn sie alleine bleiben ebenfalls. Sie m&#252;ssen mit allen anderen Klassen der Gesellschaft in Konfrontation treten und sind die einzige Klasse, welche, um zu siegen, nicht bleiben kann, was sie ist. Die Massnahmen der Kommunisierung sind gleichbedeutend mit der Aufhebung des Proletariats weil sie, neben seiner Vereinigung in seiner Aufhebung, seine Aufhebung sind. Sie l&#246;st die Existenzgrundlagen (welche dadurch vom Prozess der Kommunisierung absorbiert werden) auf von einer Unzahl von Zwischenschichten (Betreuung der kapitalistischen Produktion und Reproduktion) und von Millionen (Milliarden?) von Individuen, welche &#252;ber das Produkt ihrer Arbeit und nicht durch den Verkauf ihrer Arbeitskraft ausgebeutet werden. Sowohl auf regionaler als auch auf globaler Ebene wird die Kommunisierung eine Handlung sein, welche man &#8222;humanit&#228;r&#8220; nennen k&#246;nnte, obwohl der Begriff im Moment unaussprechbar ist, da die Kommunisierung sich dem ganzen Elend der Welt annehmen wird. &lt;i&gt;Die menschliche T&#228;tigkeit als Fluss ist die einzige Selbstvoraussetzung ihres kollektiven Weiterverfolgens&lt;/i&gt;, d.h. ihres individuellen Weiterverfolgens, denn sie weiss nicht, was ein Produkt ist und kann somit freigiebig die Beute teilen. Das als Klasse handelnde Proletariat l&#246;st sich als Klasse in seinen Bem&#228;chtigungen auf, denn in seinen Bem&#228;chtigungen &#252;berwindet es seine &#8222;Autonomie&#8220;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Demokratie und solidarische &#214;konomie werden die beiden grossen zu zerschlagenden ideologischen Konstruktionen sein&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Demokratie und solidarische &#214;konomie werden je nach Ort mit anderen Systemen kombiniert werden. Sie werden vor allem vor allem mit den sehr diversen Ideologien der Gemeinschaften kombiniert werden: national, ethnisch, religi&#246;s. Die Bildung von lokalen, spontanen und unvermeidlichen Gemeinschaften (&#8222;Wir sind bei uns&#8220;) ist wahrscheinlich gef&#228;hrlicher. Diese Gemeinschaften werden etliche Abwandlungen erleben und diese Ideologien k&#246;nnen alle politischen Farben annehmen: konservativ, reaktion&#228;r, demokratisch und nat&#252;rlich vor allem revolution&#228;r, denn die Verschr&#228;nkung Revolution/Konterrevolution ist dort die Regel. Denn es gibt keine Situation, in welcher es, einseitig betrachtet, f&#252;r das Kapital keinen Ausweg mehr gibt. Es ist die Aktion des Proletariats, welche dazu f&#252;hren wird, dass das Kapital keine h&#246;here Verwertungsweise hervorbringen kann, eine h&#246;here Verwertungsweise, deren Bedingungen es in jeder Krise und in jeder Konfrontation mit dem Proletariat finden kann. Von diesen drei Standpunkten aus:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip-puce ltr&#034;&gt;&lt;b&gt;&#8211;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt; Diversit&#228;t, Segmentierung des Proletariats;
&lt;br /&gt;&lt;span class=&#034;spip-puce ltr&#034;&gt;&lt;b&gt;&#8211;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt; Aufl&#246;sung und Absorbierung der etlichen ausgebeuteten Schichten ausserhalb einer direkten Subsumtion ihrer Arbeit unter das Kapital;
&lt;br /&gt;&lt;span class=&#034;spip-puce ltr&#034;&gt;&lt;b&gt;&#8211;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt; interkapitalistische Konflikte, welche das Proletariat an Bord nehmen, f&#252;r letzteres haben diese Konflikte einen integrierenden und vereinnahmenden Sinn.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Daraus resultiert die Macht und der Inhalt der Konterrevolution, Macht und Inhalt, welche direkt mit den unmittelbaren, empirischen Notwendigkeiten der Kommunisierung (ihre dynamischen Widerspr&#252;che oder die Widerspr&#252;che ihrer Dynamik) verbunden sind.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Es gibt keinen ideologischen Kampf, der praktische Kampf ist theoretisch&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Man darf sich den anti-ideologischen Kampf nicht als verschieden von der Kommunisierung selbst vorstellen, die Ideologien werden innerhalb der Kommunisierung bek&#228;mpft, denn sie sind Teil des von der Bewegung aufgehobenen. Die Konstitution des Kommunismus kommt nicht um heftige Konfrontationen mit der Konterrevolution herum, doch diese &#8222;milit&#228;rischen&#8220; Aspekte f&#252;hren nicht zur Bildung einer Front, w&#252;rde sich eine solche Front bilden, h&#228;tte die Revolution verloren, zumindest dort, wo diese Front liegt und bis zu ihrer R&#252;ckbildung. Die Revolution wird gleichzeitig geographisch und ohne Fronten sein, die Anf&#228;nge der Kommunisierung werden immer lokal und unmittelbar und sehr schnell expandierend sein, wie die Ausbr&#252;che von Br&#228;nden, sogar ausgel&#246;scht schwelen diese Br&#228;nde unter der Selbstverwaltung und den B&#252;rgergemeinschaften. Der Kommunismus wird aus einem immensen Faustkampf heraustreten, der Prozess der Kommunisierung wird zwar eine &#220;bergangsphase sein, doch &#252;berhaupt keine ruhige Phase des Aufbaus des Sozialismus und/oder der Demokratie zwischen einer chaotischen revolution&#228;ren Periode und dem Kommunismus, sondern das Chaos selbst zwischen Kapital und Kommunismus. Es ist klar, dass eine solche Vorwegnahme, obwohl sie durchdacht ist, kein Grund f&#252;r Begeisterung darstellt! Es ist weder die Barbarei, die keinen Sinn hat, noch der k&#246;nigliche Weg der rosigen Zukunft! Es ist eine Perspektive, die ihre Wurzeln in der aktuellen Situation des Kapitals und der K&#228;mpfe hat, im aktuellen Kampf des Proletariats gegen das restrukturierte Kapital in seiner Krise. Es ist eine Perspektive, die bei der &#220;berwindung dieser K&#228;mpfe ansetzt, nicht geradewegs, sondern in der Vertiefung der Krise des momentan herrschenden Kapitals.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Verschr&#228;nkung Revolution/Konterrevolution schliesst die ganze Organisation mit ein, welche sich die Bewegung des Klassenkampfes gibt. Eine Koordination, ein Kollektiv oder jede andere Form k&#246;nnen der organisierte Kampf sein oder gegen eine Repr&#228;sentation dieses Kampfes und eine Entwicklung, in einer Situation der Spaltung des Staates, hin zu einer parastaatlichen Form tendieren. Es geht nicht um eine Opposition zwischen Organisation und Spontaneit&#228;t (alles ist immer spontan und organisiert), sondern um die Opposition zwischen Enteignung und Aneignung, Kommunisierung und Vergesellschaftung, letztere bedingt, dass die Gesellschaft existiert, d.h., dass sie von &#8222;den Leuten&#8220; unterscheidbar ist, von jenen &#8222;Leuten&#8220;, von welchen wir nun sprechen werden. In den K&#228;mpfen in Frankreich 2003 hatte man beobachten k&#246;nnen, wie die Proletarier zwischen ihnen etwas, das man als Intersubjektivit&#228;t bezeichnen k&#246;nnte, konstruiert haben, diese war nicht den Gewerkschaften gef&#252;gig, womit sie auf die Organisation einer rein szenischen Repr&#228;sentation dieser Einheit beschr&#228;nkt waren. Der Kampf hat jedoch die allgemeine Grenzen dessen, was er damals war, den radikalen Demokratismus nicht &#252;berwunden: Politische Konsolidierung der Grenzen der K&#228;mpfe als Klasse, indem L&#246;sungen f&#252;r die &#8222;Probleme des Kapitals&#8220; vorgeschlagen wurden, zum Beispiel die &#8222;Verteidigung der &#246;ffentlichen Dienste&#8220;. Es war eine Intersubjektivit&#228;t in dem Sinne, dass es miteinander verbundene (noch proletarische) Subjekte gegen&#252;ber ihrem Gegenstand, dem Kapital, waren. In Griechenland 2008 ist der Aufstand grunds&#228;tzlich Intersubjektivit&#228;t. Indem sie mit der Frage der Demokratie konfrontiert war, war die Intersubektivit&#228;t der griechischen Aufst&#228;ndischen durch die Abwesenheit von Forderungen mit der Klassenzugeh&#246;rigkeit als &#228;usserer Zwang konfrontiert, jenseits vom Rechtsauschluss, welchen der radikale Demokratismus repr&#228;sentiert. Die Bewegung der Aufhebung des Kapitals enth&#228;lt die Entgegenst&#228;ndlichung desselben, die Aufhebung des Verh&#228;ltnisses Subjekt-Gegenstand, Kapital-Proletariat. (Erinnern wir daran, dass diese Aufhebung der Inhalt des revolution&#228;ren Prozesses, der Kommunisierung, darstellt und dass man, solange er nicht vollendet ist, immer dieses Verh&#228;ltnis Subjekt-Gegenstand hat, sogar wenn das Subjekt dabei ist, seinen Gegenstand als solchen aufzuheben, die Aufhebung findet innerhalb dieses Verh&#228;ltnisses statt, d.h. die Proletarier heben das Kapital auf, welches sie zu Proletariern, zu reinen Subjekten ihrem Gegenstand gegen&#252;ber macht, und somit die ganze kapitalistische Gesellschaft.) Der revolution&#228;re Prozess der Entgegenst&#228;ndlichung des Kapitals ist also auch ein Prozess der Zerst&#246;rung der getrennten Subjektivit&#228;t des Proletariats, es ist dieser Prozess, welchen wir als Selbsttransformation der Proletarier in unmittelbar gesellschaftliche Individuen bezeichnen. Diese Transformation ist nie errungen solange sie nicht vollendet ist, in diesem Sinne sind es die Proletarier, welche die Revolution bis zum Ende machen, denn bis zum Ende heben sie das Kapital auf, welches sie zu Proletariern macht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Die Kommunisierung und die Vergesellschaftung bilden keinen Widerspruch&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Widerspruch bleibt Kapital-Proletariat, er wird nicht zu einem inneren Widerspruch des Proletariats, obwohl es ein Werden der totalen Opposition zwischen den beiden Perspektiven gibt, sind sie verschr&#228;nkt und beide zusammen Teil des Widerspruchs Kapital/Proletariat. Der Kampf des Proletariats gegen das Kapital wird zur Aufhebung der Klassen durch die Enteignung des Kapitals, doch diese Handlung selbst, in ihrer Opposition zur Arbeit, gibt der Affirmation der Arbeit eine neue Kraft wenn sie von der kapitalistischen Klasse unterbrochen wird (dort existieren die Errungenschaften, die wir erkannt haben). Diese provisorische und standardm&#228;ssige Affirmation der Arbeit treibt einen sozialen Staat voran, dessen Werden w&#228;re ein sozialer Staat, also eine konterrevolution&#228;re Form, die Bewegung des Proletariats muss ihm entgegentreten. Der Prozess der Selbsttransformation in unmittelbar gesellschaftliche Individuen kann im Kampf gegen das Kapital und somit gegen die kapitalistische Klasse auch ein Kampf gegen jene Proletarier sein, welche die proletarische Bedingung verteidigen. Kampf der Kommunisierung gegen die Vergesellschaftung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Die Konterrevolution baut sich auf den Grenzen der Revolution auf&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das ist es, was dieser Text versucht, etwas &#8222;konkreter&#8220; zu zeigen. In der Periode, wo die revolution&#228;ren Versuche von 1917 bis 1937 stattfanden, erzeugt der allgemeine Widerspruch Kapital/Proletariat die Affirmation der Klasse der Arbeit und somit den Aufbau des Sozialismus. Heutzutage erzeugt der Widerspruch die Infragestellung der Klassenzugeh&#246;rigkeit und die allgemeine Struktur somit die Kommunisierung. Diese Struktur hindert die Grenzen nicht daran, weiter zu existieren, wenn auch die Richtung der Bewegung ihre &#220;berwindung ist. Die Grenze ist gleichwesentlich mit jeder revolution&#228;ren Massnahme und diese Grenze wird nur durch die n&#228;chste Massnahme &#252;berwunden, es ist der Klassencharakter der Bewegung der Kommunisierung, welcher ihre Grenze ist, sie ist die &#220;berwindung ihres eigenen begrenzten Charakters, denn sie ist die Aufhebung der Klassen und somit des Proletariats.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Proletarier ist das der Gegenst&#228;ndlichkeit beraubte Individuum, seine Gegenst&#228;ndlichkeit steht ihm im Kapital gegen&#252;ber, er ist auf reine Subjektivit&#228;t reduziert, er ist freies Subjekt, Tr&#228;ger einer Arbeitskraft, die erst zu Arbeit als T&#228;tigkeit werden kann, nachdem sie gekauft und somit von seinem kapitalistischen Eigent&#252;mer in die Tat umgesetzt worden ist. Das von allem freie Subjekt ist verbunden mit der Gegenst&#228;ndlichkeit an sich, das fixe Kapital, welche seine Arbeitskraft subsumiert, sie unterwirft und in den Arbeitsprozess eingliedert. Die Aufhebung des Kapitals ist gleichbedeutend mit der Aufhebung der Gegenst&#228;ndlichkeit an sich, in der Bem&#228;chtigung der materiellen Mittel, und mit der Aufhebung des proletarischen Subjekts in der Hervorbringung des unmittelbar gesellschaftlichen Individuums. Das ist es, was wir simultane Entgegenst&#228;ndlichung und Desubjektivierung nennen, hervorgebracht durch die Bem&#228;chtigung der gesellschaftlichen Totalit&#228;t, eine Handlung welche sie als etwas von den Individuen unterschiedenes zerst&#246;rt. Die unterschiedene Totalit&#228;t ist gleichbedeutend mit der unabh&#228;ngigen Gesellschaft, ihrer Teilung in Klassen und ihrer Repr&#228;sentation in der herrschenden Klasse. Die Aufhebung der Klassen ist gleichbedeutend mit der Aufhebung der Gesellschaft, die Erschaffung einer sozialistischen oder gar &#8222;kommunistischen&#8220; Gesellschaft bedeutet immer noch die Aufrechterhaltung der Unabh&#228;ngigkeit der Gemeinschaft gegen&#252;ber ihren Mitgliedern, welche nur durch die Vermittlung der Gesellschaft gesellschaftlich werden. &lt;i&gt;Die Kommunisierung ist gleichbedeutend mit dem Ende jeglicher Vermittlung zwischen den Individuen und ihren konstant &#228;ndernden affinit&#228;ren Gruppierungen&lt;/i&gt;, doch in der Revolution existiert noch eine Vermittlung durch das Kapital, denn die T&#228;tigkeit ist die Aufhebung des Kapitals! Die Kommunisierung, welche durch seinen Gegenstand selbst vermittelt wird, birgt immer die M&#246;glichkeit der Autonomisierung der Vermittlung durch die Bildung einer von der revolution&#228;ren T&#228;tigkeit getrennten Struktur der Revolution. Diese Tendenz wird immer wieder existieren, sie ist die Institutionalisierung der Revolution und der Sieg des Kapitals. Die Kommunisierung ist eine Revolution in der Revolution, &#220;berwindung der Klassenautonomie, doch Revolution und Konterrevolution h&#246;ren nicht auf, sich gegen&#252;ber zu stehen. Der Weg der Kommunisierung ist der eines Seilt&#228;nzers.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;B.L., Juni 2009&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Zweiter Teil. Kommunisierung vs. Sph&#228;ren&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im ersten Teil des Textes &#8222;Der ausgesetzte Schritt der Kommunisierung&#8220; mit dem Titel &#8222;Kommunisierung vs. Vergesellschaftung&#8220; ging es einerseits darum, dass Bem&#228;chtigungen von Elementen des Kapitals &#8222;Kommunisierung&#8220; sein k&#246;nnen, d.h. reine &#8222;Enteignungen&#8220;, Aufhebung von jeglichem Eigentumsverh&#228;ltnis, auch kollektive und &#8222;proletarische&#8220;. Man w&#252;rde sich also dieser Elemente bem&#228;chtigen, um eine neue Gemeinschaft von Individuen zu konstituieren, welche unter ihnen, in ihrer Einzigartigkeit, unmittelbare Beziehungen im Kampf gegen das Kapital als Inhalt selbst dieses Kampfes definieren. Doch andererseits ist dieser Prozess der &#8222;Kommunisierung&#8220;, d.h. der Hervorbringung des Kommunismus, mit anderen m&#246;glichen Inhalten dieser Bem&#228;chtigungen verschr&#228;nkt: Aneignungen, Vergesellschaftungen, welche Teil der Konstitution einer neuen selbstverwalteten, sozialen und popul&#228;ren, konterrevolution&#228;ren Wirtschaft sind. Jede dieser M&#246;glichkeiten ist f&#252;r die andere &lt;i&gt;ihr anderes&lt;/i&gt;, d.h. das sie in einem Verh&#228;ltnis des Konflikts stehen, wo jede in ihrer eigenen Praxis die andere als notwendig, als Moment ihrer selbst anerkannt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In diesem Prozess des Klassenkampfes, der zur Aufhebung der Klassen f&#252;hrt, sind die Individuen &lt;i&gt;faktisch&lt;/i&gt; jenseits von Geschlechterrollen gesetzt, denn sie bilden eine Gemeinschaft von unmittelbar gesellschaftlichen Individuen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der zweite Teil versucht, dieses &#8222;faktisch&#8220; zu verdeutlichen. Diese &#220;berwindung als nat&#252;rlicher Teil &#8222;der Bewegung&#8220;, diese, in Anbetracht der Natur und des Inhalts der Bewegung, &lt;i&gt;selbstverst&#228;ndliche&lt;/i&gt; &#220;berwindung, welche als solche der Kritik unterzogen werden muss. Es reicht nicht zu sagen, dass die Kommunisierung, da sie die Kommunisierung ist, definitionsgem&#228;ss &#220;berwindung der Geschlechterrollen ist. Obwohl keine unterschiedlichen &#8222;Fronten&#8220; im Kampf existieren k&#246;nnen, wird keine Instanz der Gesellschaft &#252;berwunden ohne f&#252;r sich selbst angegriffen zu werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Analyse der geschlechterbezogenen Herrschaft im Kapitalismus zeigt, dass diese unmittelbar die Teilung der Totalit&#228;t der gesellschaftlichen Praxis in zwei T&#228;tigkeitssph&#228;ren ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#034;Dieser geschlechtlich differenzierte Charakter aller Kategorien des Kapitals bedeutet eine allgemeine Teilung der Gesellschaft in M&#228;nner und Frauen. Diese allgemeine Teilung erlangt als gesellschaftlichen Inhalt das, was die Synthese all der geschlechtlichen Differenzierungen der Kategorien ist: die Erschaffung der Unterscheidung von &#214;ffentlichem und Privatem. Diese Unterscheidung ist die Synthese, weil die kapitalistische Produktionsweise eine politische &#214;konomie ist. D.h., da die kapitalistische Produktionsweise auf dem Verkauf der Arbeitskraft basiert und eine gesellschaftliche Produktion als solche nur f&#252;r den Markt (Wert) existiert, weist sie die Momente ihrer eigenen Reproduktion, die einer direkten Unterordnung unter den Markt oder dem unmittelbaren Produktionsprozess entgehen, als nicht-gesellschaftlich zur&#252;ck: das Private. Dieses Private ist das dem &#214;ffentlichen entzogene, immer in einem hierarchischen Verh&#228;ltnis der Definition und der Unterordnung gegen&#252;ber dem &#214;ffentlichen.&#034; (&lt;i&gt;R&#233;ponse aux Am&#233;ricaines&lt;/i&gt;)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der revolution&#228;re Prozess der Hervorbringung des Kommunismus wird sich in der verallgemeinerten Krise des Kapitals und vor allem &lt;i&gt;gegen&lt;/i&gt; sie abspielen. Die Krise der Reproduktion des Ausbeutungsverh&#228;ltnisses ist zugleich die Unf&#228;higkeit des Kapitals, die Proletarier rentabel auszubeuten als auch jene der Proletarier, eine gen&#252;gend billige Arbeitskraft (gen&#252;gend unter ihrem Wert) anzubieten, um das Kapital zu verwerten. In einem Wort, die Proletarier erweisen sich als unf&#228;hig von &#8211; verschmutzter &#8211; Luft dieser Zeit zu leben und pr&#228;ziser erweisen sich die Frauen als unf&#228;hig, sich der Reproduktion der Arbeitskraft anzupassen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Jetzt schon, zum gegenw&#228;rtigen Zeitpunkt der Krise (die erst anf&#228;ngt), l&#228;sst &#8222;die Illegitimit&#228;t der Lohnforderung&#8220; darauf schliessen, dass diese &#8211; Geld und/oder Arbeitsbedingungen &#8211; nicht mehr &#8222;systemisch&#8220; ist, d.h. dass sie kein System mit dem Kapital mehr formt, welches Erh&#246;hung der Ausbeutungsrate (Mehrwertrate) und Erh&#246;hung der Reall&#246;hne (ein System, das von seinen Verteidigern als &#8222;Teilen der Produktivit&#228;tssteigerungen&#8220; pr&#228;sentiert wird) miteinander verbinden kann: Sie ist heutzutage nicht mehr angemessen. Mit der Zuspitzung der Krise des Verh&#228;ltnisses, im Moment, wo der Handel zwischen Kapitalisten blockiert ist und die Staaten gegen ihre Proletarier (aber auch untereinander) in den Krieg ziehen, damit sie einen massiven Abstieg in die M&#252;llzonen akzeptieren, um die Fortdauer einer erbitterten Ausbeutung zu erlauben, in diesem Moment steht das &#220;berleben auf dem Spiel. Der Kampf gegen das Kapital wird zum Kampf um dieses &#220;berleben. Dann wird massiv beginnen, was schon in begrenzter und vorl&#228;ufiger Art und Weise in Argentinien begonnen hat: die Bem&#228;chtigungen der Elemente des Kapitals.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die K&#228;mpfe gegen das Kapital, gegen seine Krise und seine anti-proletarische Offensive sind jetzt schon K&#228;mpfe f&#252;r die Reproduktion der Leben der Proletarier. Die Proletarier werden sich jener Elemente des Kapitals bem&#228;chtigen, welche f&#252;r ihr &#220;berleben unabdingbar sind und diese Bem&#228;chtigungen sind revolution&#228;re Aktionen gegen das Kapital. Die argentinischen Proletarier haben die von ihren Eigent&#252;mern verlassenen Unternehmen &#8222;&#252;bernommen&#8220; und sie zu ihrem Vorteil wieder zum Laufen gebracht nach durchwegs bekannten Prinzipien: &lt;i&gt;man produziert, verkauft, wird bezahlt&lt;/i&gt;. Es ist die Selbstverwaltung, doch diese Selbstverwaltung war nur in einem allgemeinen Rahmen m&#246;glich, wo das verdiente Geld noch als solches funktionieren und gegen den Lebensunterhalt getauscht werden konnte. In einer Situation der Hyperkrise ist dies nicht mehr m&#246;glich und man muss sich der Mittel zum Lebensunterhalt selbst bem&#228;chtigen (was auch geschah in den argentinischen K&#252;hlh&#228;usern).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine verallgemeinerte Selbstverwaltung hat sowieso keinen Sinn und w&#252;rde vom Kampf, welcher sie gegen das Kapital f&#252;hren muss, und der totalen Abwesenheit interner Akkumulationsdynamik &#252;berholt; sie kann nur eine Phase sein in einem Prozess, der entweder zu Massnahmen der Kommunisierung zur Weiterf&#252;hrung der K&#228;mpfe oder zu einer versteckten oder offenen konterrevolution&#228;ren Regression f&#252;hrt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In Argentinien stellten die Bewegungen der Arbeitslosen etliche Aktivit&#228;ten auf die Beine: &#8222;Produktionswerkst&#228;tten&#8220; (B&#228;ckereien, kollektive G&#228;rten, Herstellung von Ziegelsteinen, Verpackung von Haushaltsartikeln usw.), deren Produkte zum Eigenkonsum oder zum Verkauf bestimmt sind. In den meisten F&#228;llen kollektiv selbstverwaltet, k&#246;nnen diese &#8222;Werkst&#228;tten&#8220; als Parallelwirtschaft in embryonalen Zustand betrachtet werden. Diese war &#8211; auf einem sehr begrenzten Niveau &#8211; der Beginn einer Konstitution einer Gemeinschaft von k&#228;mpfenden Proletariern, in welcher und durch welche die Verh&#228;ltnisse begannen, sich zu &#228;ndern, besonders die Verh&#228;ltnisse der Geschlechterrollen durch die Infragestellung der Teilung der gesellschaftlichen Praxis in zwei getrennte T&#228;tigkeitssph&#228;ren: eine private und eine &#246;ffentliche.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sei es in einer revolution&#228;ren Situation oder in jedem Kampf, welche sie dem Kapital entgegenstellt, die proletarischen Frauen stellen immer praktisch die Existenz der privaten Sph&#228;re in Frage. Ein Arbeiterinnenstreik ist nie nur ein Streik, sondern immer ein &lt;i&gt;Streik von Frauen&lt;/i&gt;, welche aus diesem Grund die private Sph&#228;re, mit welcher sie unl&#246;sbar verbunden sind, ins Zentrum der &#246;ffentlichen Sph&#228;re stellen. Sie stellen damit nicht nur die Existenz dieser privaten Sph&#228;re in Frage, sondern auch jene der &#246;ffentlichen Sph&#228;re durch den intimen und pers&#246;nlichen Charakter der Kampfverh&#228;ltnisse, welche die Frauen erschaffen, Verh&#228;ltnisse, welche den politischen und gesellschaftlichen Charakter, welche die &#246;ffentlichen T&#228;tigkeiten in ihrer Unterscheidung selbst mit den privaten T&#228;tigkeiten annehmen m&#252;ssen, in Frage stellen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Teilnahme der Frauen an der Lohnarbeit ist als solches kein Einfall in die &#246;ffentliche Sph&#228;re, denn sie stellt sie nicht in Frage aufgrund der spezifischen Organisationen der weiblichen Lohnarbeitsformen (ein Bereich, der von Feministinnen und jedem Soziologen oder &#214;konomen, der etwas auf sich h&#228;lt, hinl&#228;nglich analysiert worden ist), mit hierarchischen und Lohnniveaus (die Glasdecke), die einfach auffindbar und konzipiert sind, um die Existenz der privaten weiblichen Sph&#228;re der Reproduktion der Arbeitskraft zu erhalten, zu welcher die Frauen zugewiesen sind.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Markt der weiblichen Arbeit macht aus der entlohnten Frau &lt;i&gt;gleichzeitig&lt;/i&gt; den Archetypen der neuen restrukturierten Form der Lohnarbeit im allgemeinen (flexibilisiert, prekarisiert) und eine absolut spezifische Form. Die Pr&#228;senz der Frauen in der Lohnarbeit ist also eine &#8222;entsch&#228;rfte&#8220;, kontrollierte Pr&#228;senz, die auf einen Teil der &#246;ffentlichen Sph&#228;re beschr&#228;nkt ist, die somit zu einer Art Anhang der privaten Sph&#228;re wird. Nur wenn der Rahmen gesprengt wird (Streik), dringen die entlohnten Frauen in die &#246;ffentliche Sph&#228;re ein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Man kann nicht nur sagen, dass jeder Kampf von Frauen feministisch ist, sondern auch, dass jeder Kampf von Frauen die Opposition der Frauen gegen ihre Genderzugeh&#246;rigkeit enth&#228;lt, paradoxerweise sogar wenn sie sich auf ihr Frausein berufen!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Folgend einige Ausz&#252;ge von einem Bericht von Frauenk&#228;mpfen in Argentinien:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#034;Sie waren die ersten, welche die Strassen blockierten als ihre Partner keine Arbeit mehr hatten, doch sie wurden unsichtbar gemacht. Sie k&#228;mpften f&#252;r Nahrung, Gesundheit und W&#252;rde, wie sie das auch t&#228;glich in ihrem Haushalt taten. Und mit dem Kampf, der Organisation und der Kameradschaft zwischen Frauen, begannen sie, die Stellung, welche sie einnehmen, in Frage zu stellen: zu Hause, in den Organisationen und in der Welt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#8222;Rauszugehen ist eine Revolution&#8220;, sagt Viviana von der Bewegung der Arbeitslosen (MTD) von Lugano, w&#228;hrend sie etwas beschreibt, dass nicht an einem Tag geschah, doch f&#252;r sie, 33-j&#228;hrig, Mutter von f&#252;nf Kindern und Hausfrau seit sie 16 war, ein (gl&#252;cklicher) Weg ohne Zur&#252;ck war: &#8222;Mein vorheriges Leben bestand darin, um vier Uhr morgens aufzustehen, weil mein Mann damals eine Arbeit hatte, wenn er ging, musste ich den Haushalt erledigen, bevor die Kinder aufstehen, dann sie vorbereiten, zur Schule bringen, zur&#252;ckkommen, ihnen was zu Essen zubereiten, den Haushalt erledigen und keine Fernsehserie (Telenovela) verpassen. Danach war er arbeitslos.&#8220;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Jahr 2001 wurden sie zu einem Treffen von Eltern an jenem Ort eingeladen, wo ihre Kinder schulische Unterst&#252;tzung bekamen. Viviana ging dort hin. Es gefiel ihr und sie geht weiterhin hin. Sie sprachen von der Arbeitslosigkeit, den Problemen des Quartiers, dar&#252;ber, etwas gemeinsam zu unternehmen. Jeden Samstag verliess sie ihr Mann mit dem gleichen Satz: &#8222;Du wirst deine Zeit verlieren.&#8220; Bis sie den MTD gr&#252;nden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das erste Mal, als sie rausging, war es nur einige Hundert Meter von ihrem Haus weg. Graciela Cortes war damals vierzig Jahre alt, als sie akzeptierte, anderen arbeitslosen Frauen das N&#228;hen beizubringen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#034;Ja, das f&#252;hrte zu Problemen zu Hause. Obwohl ich mich immer um den Haushalt und die Kinder k&#252;mmerte, alles tat, hatte ich Probleme. Ich entschied, raus zu gehen. Zuerst interessierte mich die Politik nicht, doch als ich begann, abwesend zu sein, merkte ich, dass die Politik mittlerweile in mir drin ist. Mein Mann sagte mir, ich solle nicht hingehen, doch ich gab ihm zu verstehen: Allein werde ich nichts erreichen, man muss eine Menge sein.&#034;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Graciela nahm an der achtzehnt&#228;gigen Strassensperre in Isidro Casanova mit der CCC (Corriente Clasista Combativa) teil und stellt sich laut Fragen:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#8222;Was n&#252;tzt es mir, ihm zu gehorchen, wenn wir uns sowieso trennen? Ich bereue es nicht. Ich tue nun Dinge, die ich vorher nicht getan h&#228;tte. All das dank der N&#228;hmaschine und den Frauentreffen.&#8220;
&lt;br /&gt;&lt;span class=&#034;spip-puce ltr&#034;&gt;&lt;b&gt;&#8211;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt; Die Treffen?
&lt;br /&gt;&lt;span class=&#034;spip-puce ltr&#034;&gt;&lt;b&gt;&#8211;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt; Sie &#246;ffnen den Horizont. Ich ver&#228;nderte mich w&#228;hrend den Treffen.
&lt;br /&gt;&lt;span class=&#034;spip-puce ltr&#034;&gt;&lt;b&gt;&#8211;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt; Weshalb?
&lt;br /&gt;&lt;span class=&#034;spip-puce ltr&#034;&gt;&lt;b&gt;&#8211;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt; Du siehst jede Frau.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine Zeit lang war Gladis Roldan erfreut, sagen zu k&#246;nnen, dass sie Teil der Unterkommission der Frauen in der Einwohnerkommission des &lt;i&gt;asentamiento&lt;/i&gt; (wegen Wohnungsnot besetztes Gel&#228;nde) Maria Elena (mit den Jahren eine Hochburg der CCC in La Matanza) war. Das erfreute sie bis sie 1989 zum ersten Mal an einem nationalen Frauentreffen teilnahm. W&#228;hrend einer Debatte fragte sie eine Frau: &#8222;Wieso ist es eine Unterkommission? Ihr k&#246;nnt auch in der F&#252;hrungskommission sein.&#8220; Ihre Augen leuchten komplizenhaft: &#8222;Stell dir vor, wie wir zur&#252;ckgekommen sind!&#8220; Die Diskussion mit den M&#228;nnern dauerte zwei Monate. Schliesslich kamen sie alle in die F&#252;hrungskommission und die Unterkommission der Frauen &#8211; sie m&#246;ge in Frieden ruhen &#8211; wurde aufgel&#246;st.&#034;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Diese Zitate zeigen praktisch, was die Infragestellung der Existenz der zwei Sph&#228;ren ist, doch man muss auch die F&#228;lle heftigen Widerstands seitens m&#228;nnlicher Proletarier erw&#228;hnen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#034;Es gab Frauen, welche w&#228;hrend der Versammlung erz&#228;hlten: Ich konnte nicht zur &#8222;piquete&#8220; (Strassensperre) gehen, weil mein Mann mich geschlagen und eingesperrt hat. Viele haben es geschafft, dass ihre Partner mitkommen und nun sind beide da. Daf&#252;r hat uns das Thema der Frauen viel geholfen &#8211; denn du hast gesehen, dass wir, die Frauen, die ersten waren, die rausgingen. F&#252;r Nahrung, Arbeit, Gesundheit &#8211; und das erzeugte sehr schwierige Situationen. Bis hin zu Toten. Es gab Ehem&#228;nner, welche nicht tolerierten, dass Frauen zu einer Sitzung, einem &#8222;piquete&#8220; gingen. Das geschah. Ich sage nicht, dass es das heute nicht mehr gibt.&#034;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Verteidigung der m&#228;nnlichen Bedingungen ist die Verteidigung der M&#228;nnerherrschaft, sie ist die Verteidigung der Existenz der beiden getrennten T&#228;tigkeitssph&#228;ren wie man es hier sehr gut sieht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#034;Ich kann dir die Geschichte einer Frau erz&#228;hlen, die 1996, als wir neun Quartiere waren, an der Bewegung teilnahm. Sie war von hier, La Juanita, und sie hat sich von ihrem Mann getrennt, weil sie es nicht mehr aushielt. Er war arbeitslos, sie begann, teilzunehmen und er wurde verr&#252;ckt, begann, sie zu schlagen. Danach ging er. Am n&#228;chsten Tag kam er zur&#252;ck, fesselte sie und z&#252;ndete sie an. Sie ist tot. Er hielt es nicht aus, dass sie rausging.
&lt;br /&gt;&lt;span class=&#034;spip-puce ltr&#034;&gt;&lt;b&gt;&#8211;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt; Weshalb?
&lt;br /&gt;&lt;span class=&#034;spip-puce ltr&#034;&gt;&lt;b&gt;&#8211;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt; Weil rausgehen dein Leben ver&#228;ndert.&#034;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Rausgehen &#228;ndert das Leben im wahrsten Sinne des Wortes, dieses Rausgehen der Frauen in die K&#228;mpfe &#228;ndert die Form und den Inhalt der K&#228;mpfe. Im erbitterten Klassenkampf ums &#220;berleben gegen die kapitalistische Krise ist die Zerst&#246;rung der beiden T&#228;tigkeitssph&#228;ren die Bedingung zum Sieg, denn die Aufhebung der Klassen ist nicht eine Basis, zu welcher die Aufhebung der Geschlechterrollen hinzugef&#252;gt wird, das eine geht nicht ohne das andere und das andere nicht ohne das eine.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Arbeiterprogramm zog nie die Aufhebung der Geschlechterrollen in Betracht, nicht einmal als finale Perspektive jenseits der ber&#252;hmten &#220;bergangsphase, w&#228;hrend welcher nur &lt;i&gt;die Gleichheit&lt;/i&gt; zwischen M&#228;nnern und Frauen in Betracht gezogen wurde, weil der Kommunismus des Programms nur die &lt;i&gt;Gesellschaft der vereinten Produzenten&lt;/i&gt; war. Doch wer Produktion sagt, muss auch Reproduktion sagen, letztere spielt sich &lt;i&gt;daneben&lt;/i&gt; ab, untergeordnet und beherrscht. Diese Herrschaft h&#228;tte stets die Zuweisung zur Kindererzeugung zum Inhalt gehabt, wodurch die Frauen als solche existieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Verteidigung der Existenz der beiden Sph&#228;ren ist gleichbedeutend mit der Existenz der Wirtschaft und der Politik, der Politik als Bedingung selbst der Wirtschaft&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb1&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Die kapitalistische Produktionsweise, indem sie den Markt und die (&#8230;)&#034; id=&#034;nh1&#034;&gt;1&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Die &#246;ffentliche Sph&#228;re ist in ihrem Wesen jene des m&#228;nnlichen und die Teilnahme der Frauen an dieser Sph&#228;re &#228;ndert nichts daran. Gegen&#252;ber dieser politisch-wirtschaftlichen &#246;ffentlichen Sph&#228;re h&#228;lt sich die private Sph&#228;re aufrecht, wenn auch in einer Situation, wo diverse Orientierungen des Klassenkampfes (Volksmacht, Selbstverwaltung, wilde Bem&#228;chtigungen) miteinander in Konfrontation treten, die &#8222;Zur&#252;ckweisung der Frauen an ihren Platz&#8220; schwierig ist. Tritt sie ein, ist sie das Zeichen eines schweren R&#252;ckschlags, zumindest lokal. In Spanien erfolgte der R&#252;ckzug der Frauen von der Front im Rahmen der Militarisierung der Milizen, ein wesentliches Element der kompletten Wiederherstellung des Staates und des Sieges der Konterrevolution.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Kommunisierung, die Hervorbringung einer unmittelbaren Gemeinschaft ihrer Mitglieder im Kampf gegen die kapitalistische Gesellschaft ist gleichbedeutend mit der Aufhebung der Klassen, der Unternehmen, des Staates in all seinen Formen (Kommunen, R&#228;te, Gewerkschaften, Genossenschaften), d.h. die Aufhebung aller Instanzen &#246;ffentlicher T&#228;tigkeit, die von der privaten T&#228;tigkeit der Reproduktion getrennt sind.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die private T&#228;tigkeit der Reproduktion bedingt den Tausch und/oder den Vertrieb. Die Aufhebung des Tausches bedingt jene des Vertriebs, sogar wenn er nicht tauschgebunden ist, denn letzterer ist, wie es alle Massnahmen des Stils &#8222;Kriegskommunismus&#8220; zeigen, nur eine provisorische Modalit&#228;t bis zur R&#252;ckkehr des Marktes. Die Kommunisierung integriert die Produktion und den Konsum, die Produktion und die Reproduktion. Deshalb wird jegliche Buchhaltung aufgehoben, denn sie ist Verbuchung von &#8222;Produkten&#8220;, welche in sich selbst als Produkte und als zu verbuchend die Trennung zwischen Produktion und Konsum voraussetzen. Doch das wichtigste ist, dass die Aufhebung der Trennung Produktion/Konsum gleichbedeutend ist mit der Aufhebung der Frauen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Frauen werden aufgehoben durch die Aufhebung der Sph&#228;re, welche sie definiert, die private Sph&#228;re, welche &#8222;&#246;ffentlich&#8220; geworden ist, doch auch durch die Aufhebung der &#246;ffentlichen Sph&#228;re, welche &#8222;privat&#8220; geworden ist. Der Programmatismus hatte nur zum Ziel, dass die Frauen das Haus verlassen, sie proletarisiert werden, die Hausarbeit zu vergesellschaften, er hatte die Gleichheit der M&#228;nner und der Frauen im Sozialismus zum Ziel. Die Tatsache, dass dieses spezifische Ziel des Programms bez&#252;glich der Frauen nie verwirklicht wurde, kann nicht von der allgemeinen Unm&#246;glichkeit des Programmatismus in seinen eigenen Begriffen unterschieden werden. Trotz allem kann man pr&#228;zisieren, dass die Gleichheit von Frauen und M&#228;nnern in einer durch die Absorbierung der privaten Sph&#228;re totalit&#228;r gewordenen &#246;ffentlichen Sph&#228;re unm&#246;glich war. Diese Unm&#246;glichkeit existiert, weil diese &#246;ffentliche Sph&#228;re eben genau &#246;ffentlich bleibt, d.h. Wirtschaft und Politik. Die Reproduktion der proletarisch gebliebenen Individuen kann nicht in dieser sogenannt einzigen Sph&#228;re stattfinden. Die Reproduktion des Proletariers gegen&#252;ber dem Kapital setzt die Zuweisung der Frauen zur Kindererzeugung voraus und somit die Aneignung aller Frauen durch alle M&#228;nner im allgemeinen und &lt;i&gt;im besonderen&lt;/i&gt;. Somit wird die grunds&#228;tzliche Anordnung rekonstituiert, auf welcher die Familie basiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Aufhebung der &#246;ffentlichen Sph&#228;re gegen ihre Rekonstitution wird immer das Streitobjekt im Kampf zwischen Revolution und Konterrevolution sein. Dieser Kampf ist jener zwischen der Aufhebung des Staates und seiner Rekonstitution. Ja, aber! Die Aufhebung des Staates ist gleichbedeutend mit der &#8222;Privatisierung&#8220; der &#246;ffentlichen Sph&#228;re!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In der &#246;ffentlichen Sph&#228;re existieren die bekannten Leader &#8211; aller Arten &#8211; und der anonyme und ersetzbare B&#252;rger/Arbeiter: Das Durchschnittsindividuum, das Teil einer Klasse ist (das Einzelindividuum existiert nur in der privaten Sph&#228;re). Die Aufhebung des Staates und des Tausches ist gleichbedeutend mit der Aufhebung der &#246;ffentlichen Sph&#228;re, doch auch mit der Selbsttransformation der anonymen und ersetzbaren Proletarier in Individuen, die sich selbst in unmittelbar gesellschaftlichen Verh&#228;ltnissen definieren. D.h. absolut unersetzbare Individuen, die Beziehungen nur als Einzelindividuen und auf keinen Fall als Durchschnittsindividuen haben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im eigentlichen Sinn wird die &#246;ffentliche Sph&#228;re nat&#252;rlich nicht &#8222;privatisiert&#8220;, genauso wenig wie die private Sph&#228;re vergesellschaftet wird, sie wird aufgehoben als Sph&#228;re, welche die Verh&#228;ltnisse zwischen Mitgliedern von Klassen, dadurch durchschnittlich und anonym, zum Inhalt hat. Das gesellschaftliche Einzelindividuum hebt das anonyme gesellschaftliche Individuum der &#246;ffentlichen Sph&#228;re und das asoziale Einzelindividuum der privaten Sph&#228;re auf. Genau wie die Aufhebung der Klassen und der Sph&#228;ren zwei Aspekte ein und derselben Kommunisierung sind, wodurch das Kapital entkapitalisiert und die ganze Gesellschaft aufgehoben wird, so ist die Aufhebung der Proletarier und der Frauen zwei Aspekte der Selbsttransformation aller Proletarier &#8211; M&#228;nner und Frauen &#8211; und damit aller Menschen in unmittelbar gesellschaftliche Individuen in der Gesamtheit ihrer k&#246;rperlichen, psychischen und intellektuellen Beschaffenheit.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir haben gesehen, wie das individuelle &#8222;Rausgehen&#8220; proletarischer Frauen in die &#246;ffentliche Sph&#228;re des Kampfes ihre Definition durch die private Sph&#228;re in Frage stellt und wie dies mit den proletarischen M&#228;nnern zusammenprallt, obwohl sie auch gegen die kapitalistische Offensive k&#228;mpfen, welche die Krise des Kapitals und der &#8222;schmerzhaften, doch mutigen&#8220; politischen L&#246;sungen, welche der Staat in die Tat umsetzt, um gegen sie anzuk&#228;mpfen &#8211; auf Kosten der Proletarier.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als die Bewegung in Argentinien ihrem Ende zuging, entschieden die Frauen mehrerer Arbeitslosenbewegungen, eine Bewegung der arbeitslosen Frauen zu gr&#252;nden. Diese spezifischen Frauenorganisationen im Kampf wurden von Bruno Astarian in seiner sehr interessanten Brosch&#252;re &#252;ber die argentinische Bewegung (&lt;i&gt;&#201;changes&lt;/i&gt;) als Schw&#228;che aufgefasst, als Spaltung der k&#228;mpfenden Proletarier, die das Ende der Bewegung einl&#228;utete. Wenn zuvor durch das Aufkommen der K&#228;mpfe verborgene Oppositionen in ihrem Niedergang pl&#246;tzlich auftauchen, so heisst das nicht, dass sie Schw&#228;chen sind. Von einem Standpunkt aus, der die Aufhebung der Geschlechterrollen als absolut grundlegendes Element der Kommunisierung betrachtet, sieht die Sache anders aus.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Selbstorganisation der Frauen wird ein unumg&#228;nglicher Moment des revolution&#228;ren Prozesses sein und das muss gleich aufgefasst werden wie im Text &#8222;L'auto-organisation est le premier acte de la r&#233;volution, la suite s'effectue contre elle&#8220; (&#8222;Die Selbstorganisation ist der erste Akt der Revolution, alles, was danach kommt, ist gegen sie gerichtet&#8220;) beschrieben. Die Selbstorganisation der Frauen wird das Mittel selbst sein, welches sich die (Noch-)Frauen geben werden, um gegen das zu k&#228;mpfen, was sie als solche definiert. Die &#220;berwindung des Staates, des Marktes wird durch die Vereinigung der sowohl produktiven als auch Kampf- und Reproduktionsaktivit&#228;ten erfolgen, diese Einheit wird sowohl die Erziehung der Kinder als auch die Reparatur von Autos und, falls notwendig, den bewaffneten Kampf betreffen. In der Bildung dieser Einheit &lt;i&gt;werden die Frauenorganisationen zentral sein, indem sie eben genau in sich selbst diese Einheit sein werden&lt;/i&gt;. Die Frauen, welche als solche k&#228;mpfen, k&#246;nnen nur f&#252;r diese Einheit k&#228;mpfen, denn sie ist auch ihre eigene Vereinigung gegen die Spaltung aller und jeder in Proletarierin und Frau, B&#252;rgerin und Frau, Mann und Frau!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Selbstorganisationen der Frauen werden auch gegen eine Tendenz k&#228;mpfen m&#252;ssen, die notwendigerweise existieren wird, jene, welche die Tendenz haben wird, ihre Rolle auf die Repr&#228;sentation und die Verhandlung f&#252;r die Gleichheit der Frauen, f&#252;r die Anerkennung &#8222;ihres unverzichtbaren Beitrags&#8220; zu beschr&#228;nken. Diese politisch &#8222;strikt feministische&#8220; Tendenz wird verbunden mit allen sein, welche eine Vergesellschaftung der Wirtschaft und des Staates f&#246;rdern. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die &#8222;radikalsten&#8220; Frauen, jene, welche ihren Willen verk&#252;nden, Frauen aufheben zu wollen, bek&#228;mpft werden als &#8222;Verr&#228;terinnen&#8220;, als jene, welche der &#8222;Sache der Frauen&#8220; und der echten und nicht sexistischen Demokratie einen Dolchstoss in den R&#252;cken versetzen. Genau wie jene, welche sich &#8211; und diese Frauen werden vielleicht die Mehrheit davon sein &#8211; einer demokratischen und/oder Wahlprozedur widersetzen, angegriffen werden als jene, welche &#8222;die Revolution f&#252;r sich konfiszieren wollen und sich als hinzugew&#228;hlte Elite auf Kosten der Massen konstituieren&#8220; wollen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die k&#228;mpfenden Frauen und ihre Organisationen werden alle Frauen vereinen m&#252;ssen, ohne eine antisexistische Front zu bilden: die ruinierten Kleinb&#252;rgerlichen, die B&#228;uerinnen, die Masse all jener, die &#8222;keine Anstellung&#8220; haben, die mehr oder weniger armen oder mehr oder weniger mittelst&#228;ndischen Hausfrauen. Die revolution&#228;re Bewegung der Frauen, welche k&#228;mpfen wird, um die nicht-tauschende und nicht-politische Einheit der k&#228;mpfenden Proletarier zu konstituieren &lt;i&gt;wird sie integrieren, weil sie Frauen sind und weil sie als solche in Krise sind, als jene, welche Teil der weiblichen Geschlechterrolle in Krise sind und deren Krise sie auch provozieren&lt;/i&gt;. Sie werden Teil der Kampfbewegung gegen das Kapital werden und werden, indem sie tun, was sie in Wirklichkeit immer taten, doch nie offen und ohne Widerspruch, &lt;i&gt;das wirkliche Leben leiten und organisieren&lt;/i&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dieses private Leben ist wirklich, weil es eben genau asozial ist, das &#246;ffentliche Leben ist umso falscher, weil es direkt gesellschaftlich ist, d.h. genauso falsch wie die Wirtschaft und die Politik!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dieses Leben war im privaten, nun ist es die Revolution und entsteht als Erzeugung eines neuen wirklichen intimen und &#246;ffentlichen Lebens, total weiblich, weil es das &#252;berhaupt nicht mehr ist, indem es Aufhebung der Familie, des Eigentums und des Staates ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Str&#246;mung der Kommunisierung entstand aus der Kritik und der &#220;berwindung der r&#228;tekommunistischen, antileninistischen kommunistischen Linken. Diese Str&#246;mung, die in dieser Hinsicht dieses nicht kritisierten Punktes ihren Urspr&#252;ngen treu geblieben ist, ist in ihrer Periode der totalen Vertraulichkeit grunds&#228;tzlich antifeministisch geblieben. Die feministische Ideologie wurde als einer der Modernismen interpretiert, welche gegen&#252;ber und innerhalb der Zersetzung des Programms die Triade &#8222;Frauen, Junge, Immigranten&#8220; als neues revolution&#228;res Subjekt an die Stelle des Proletariats setzten. Es existiert tats&#228;chlich ein klassenunabh&#228;ngiger Feminismus dieser Art, doch er ist nicht &#8222;Der Feminismus&#8220;, ein sich entwickelndes und unendlich diverses Ph&#228;nomen. Das Konzept der &#8222;Selbstaufhebung des Proletariats&#8220;, welches eine Etappe in der Ausarbeitung des positiven Begriffs der Kommunisierung darstellte, blieb auf einer Arbeiterpositivit&#228;t gegr&#252;ndet, die paradoxerweise negativ war. Die Kommunisierung selbst, welche jegliche Konzeption eines revolution&#228;ren Wesens des Proletariats &#252;berwunden hat, konzipierte sich damals nur als &#220;berwindung des Programms auf seinen eigenen Grundlagen. D.h. mit dem gleichen Widerspruch des Kapitals wie jener des Programms, ein alleiniger und monolithischer Klassenwiderspruch, &lt;i&gt;de jure&lt;/i&gt; unabh&#228;ngig von Geschlechterrollen und somit &lt;i&gt;de facto&lt;/i&gt; selbstverst&#228;ndlich m&#228;nnlich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Obwohl sich die Theorien der Kommunisierung tats&#228;chlich die Frage w&#228;hrend Jahrzehnten als solche nicht gestellt haben, konnte jeglicher Zweifel &#252;ber einen eventuell &#8222;androzentrischen&#8220; (klar: machistischen!) Charakter der Theorie der Kommunisierung einfach ausger&#228;umt werden, denn die Revolution w&#252;rde das unmittelbar gesellschaftliche Individuum hervorbringen, d.h. jenseits jeder vorherbestimmten, durch die Gesellschaft begr&#252;ndeten Zugeh&#246;rigkeit. Das Individuum war unmittelbar gesellschaftlich, doch die Frage der Genderunterscheidung blieb in einem toten Winkel der Theorie. Es war, als ob die Frage faktisch gel&#246;st w&#228;re, ohne gestellt zu werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Deshalb konnte dieser Text eines Beteiligten der Zeitschrift/Gruppe &lt;i&gt;Th&#233;orie communiste&lt;/i&gt; erst geschrieben werden, nachdem sich die Gruppe &#8211; zwar minimal, doch wesentlich &#8211; durchmischt hat. Paradoxerweise konnte diese Transformation nur dank der Konzeption des Kommunismus als gesellschaftliche Unmittelbarkeit des Individuums hervorgebracht werden. Die gesellschaftliche Unmittelbarkeit des Individuums dispensierte davon, die Genderfrage zu stellen &lt;i&gt;und&lt;/i&gt; erlaubte es &lt;i&gt;gleichzeitig&lt;/i&gt;, zu hoffen, dass die Kommunisierung als Aufhebung der Geschlechterrollen und der Klassen definiert werden k&#246;nnte, diese Hoffnung hat sich ziemlich schnell konkretisiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Betroffen war allerdings nicht nur das &#8222;Ziel&#8220;. Im Klassenkampf, in der Kommunisierung, in der Hervorbringung des unmittelbar gesellschaftlichen Individuums konnte nichts mehr, das die M&#228;nner und die Frauen betrifft, &#8222;faktisch&#8220; oder in einem toten Winkel der Theorie bleiben. Die Baustelle des Widerspruchs zwischen Proletariat und Kapital, des Widerspruchs zwischen M&#228;nnern und Frauen, der Ausbeutung, des Kapitals als prozessierender Widerspruch musste neu ge&#246;ffnet werden. Das ging nicht ohne Wogen, doch ohne Flutwellen, nicht ohne Geschrei, doch ohne Konflikte vonstatten: Die Frucht war reif &#8211; wohl seit langem.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Heute scheint ein breiter Konsens in der Str&#246;mung der Kommunisierung zu existieren, dass die Revolution genauso Aufhebung der Geschlechterrollen wie Aufhebung der Klassen ist. Doch es existiert eine Debatte betreffend der Frage, ob ein Genderwiderspruch im gleichen Sinn wie der Klassenwiderspruch existiert. Es ist wichtig, dass diese Debatte nicht nur formell ist, sondern die massgebliche Wichtigkeit von Frauenkampf zum jetzigen Zeitpunkt und ihre Besonderheit als wesentliches Element der Aufhebung der Geschlechterrollen in der Aufhebung der Klassen als Aufhebung der Klassen in der Aufhebung der Geschlechterrollen betrifft. Das war der Gegenstand dieses Textes.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;B.L., 21. Juni 2011&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#220;bersetzt aus dem Franz&#246;sischen von &lt;a href=&#034;https://kommunisierung.net&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;Kommunisierung.net&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&#034;https://riff-raff.se/texts/fr/sic1-le-pas-suspendu-de-la-communisation&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;Quelle&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		&lt;hr /&gt;
		&lt;div class='rss_notes'&gt;&lt;div id=&#034;nb1&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh1&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 1&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;1&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Die kapitalistische Produktionsweise, indem sie den Markt und die Lohnarbeit, welche ihre Grundlagen sind, verallgemeinert, ist die erste Produktionsweise, welche eine politische &#214;konomie ist, d.h. die strukturell die Produktion vom Haushalt trennt.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;
		
		</content:encoded>


		
		<enclosure url="https://www.kommunisierung.net/IMG/pdf/ausgesetzeschrittpdf.pdf" length="102067" type="application/pdf" />
		

	</item>



</channel>

</rss>
