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		<title>Maria Desmers - Befreit die Feminisierung die Frauen?</title>
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&lt;p&gt;&#8222;Das Maskulinum siegt &#252;ber das Femininum&#8220;, zumindest in der Grammatik, wenn es darum geht, die W&#246;rter im Plural zu deklinieren, wie wir das alle in der Schule gelernt haben. Ist diese Herrschaft des Maskulinums in der Sprache in einem derart direkten Verh&#228;ltnis mit der M&#228;nnerherrschaft im Leben, dass ein Kr&#228;fteausgleich des Geschlechterverh&#228;ltnisses in der Sprache zu einem Kr&#228;fteausgleich in den realen Geschlechterverh&#228;ltnissen f&#252;hren w&#252;rde? Bedeutet das, dass der Mond die Sonne, der (...)&lt;/p&gt;


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		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;&#8222;Das Maskulinum siegt &#252;ber das Femininum&#8220;, zumindest in der Grammatik, wenn es darum geht, die W&#246;rter im Plural zu deklinieren, wie wir das alle in der Schule gelernt haben. Ist diese Herrschaft des Maskulinums in der Sprache in einem derart direkten Verh&#228;ltnis mit der M&#228;nnerherrschaft im Leben, dass ein Kr&#228;fteausgleich des Geschlechterverh&#228;ltnisses in der Sprache zu einem Kr&#228;fteausgleich in den realen Geschlechterverh&#228;ltnissen f&#252;hren w&#252;rde? Bedeutet das, dass &lt;i&gt;der&lt;/i&gt; Mond &lt;i&gt;die&lt;/i&gt; Sonne, &lt;i&gt;der&lt;/i&gt; Gefangene &lt;i&gt;die&lt;/i&gt; W&#228;rterin unterdr&#252;ckt? Die Feminisierung der Sprache weist das Maskulinum zurecht. Freilich, doch was bringt dieser den Endungen der Adjektive und definierten und undefinierten Artikel verpasste Denkzettel der Emanzipation der Frauen?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Ziel dieses Textes ist die Infragestellung einer der Schlachten des Krieges der Geschlechter wie er heute gef&#252;hrt wird, sowohl innerhalb der staatlichen Verwaltung wie auch der Milieus mit subversivem Anspruch: Der Kampf f&#252;r die Feminisierung der Sprache, oder, wie es die linguistischen Beh&#246;rden des Staates heute nennen, der Kampf f&#252;r die Durchsetzung der sogenannt &#8222;einschliessenden&#8220; Schreibweise, die sich als praktische L&#246;sung (in den beiden Bedeutungen des Begriffes, sowohl konkret, als auch einfach zu verwirklichen, schliesslich w&#252;rde eine kleine Anstrengung gen&#252;gen, um unsere Art und Weise zu sprechen und die damit einhergehenden Repr&#228;sentationen zu ver&#228;ndern) zum Beitrag der Befreiung der Frauen pr&#228;sentiert. In Anbetracht des zwingenden Charakters dieser Sprachreform, die sich viele auferlegen und anderen auferlegen und der strukturellen und strukturierenden Bedeutung der Sprache f&#252;r uns Menschen, kann man sich ehrlich die Frage stellen, was die Feminisierung der Sprache zur Emanzipation der Frauen beitr&#228;gt, und sich wundern, dass diese Frage so selten gestellt und fast nie debattiert wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; Auf der symbolischen Ebene ist es ziemlich offensichtlich, dass die Herrschaft in dieser Welt auf der Seite der M&#228;nnlichkeit ist. Es sei erlaubt, aus Schalkhaftigkeit hinzuzuf&#252;gen, dass es &lt;i&gt;die&lt;/i&gt; Macht und &lt;i&gt;die&lt;/i&gt; Gewalt ebenfalls sind. Die Zweiteilung der menschlichen Wesen in Geschlechter tr&#228;gt selbstverst&#228;ndlich dazu bei, diese symbolische Herrschaft effektiv zu machen, und es ist also ganz konkret schwieriger, in dieser Welt Erfolg zu haben, wenn man eine Frau ist (oder dieser Rolle zugewiesen ist). Diese Diskriminierung als solche betrifft uns nicht mehr oder weniger als andere symbolische, von dieser Welt hervorgebrachte Formen der Diskriminierung und der Niederschlagung: Die Forderung nach, und die Erlangung durch diverse Formen der Lobbyarbeit, einer Chancengleichheit zwischen den M&#228;nnern und den Frauen ist ein Traum radikaler Demokraten und stellt die Bedeutung des Erfolgs in dieser Welt nicht radikal in Frage, nicht einmal die damit verbundenen Geschlechtermerkmale. Was uns hingegen st&#228;rker besch&#228;ftigt, sind die Formen der Herrschaft und der Entfremdung, welchen wir alle durch diese Welt unterworfen werden, indem sie uns zu ihren Bedingungen zu M&#228;nnern und Frauen macht. Und diesbez&#252;glich scheint es sehr wohl, dass jene Lesart, welche darin besteht, sich mit der Feststellung zu begn&#252;gen, dass, weil &lt;i&gt;das Maskulinum&lt;/i&gt; auf symbolischer Ebene &lt;i&gt;siegt&lt;/i&gt;, &lt;i&gt;die&lt;/i&gt; M&#228;nner herrschen und uns entfremden, oder gar &lt;i&gt;die&lt;/i&gt; Frauen ausbeuten, gef&#228;hrlich vereinfachend ist und durch dem diesem &#8222;Sieg&#8220; beigemessenen Wert, das, was die Welt &lt;i&gt;Erfolg&lt;/i&gt; nennt, f&#252;r g&#252;ltig erkl&#228;rt. Diese Vereinfachung findet man z.B. wieder in jenen Analysen, die von einer Pr&#228;misse ausgehen, gem&#228;ss welcher im Modell der Ehe, in welchem der Mann f&#252;r einen Chef arbeitet, w&#228;hrend die Frau sich um die Hausarbeit k&#252;mmern muss (ein Modell, das &#252;brigens heute immer weniger hegemonisch ist), der Mann deshalb &#8222;der Chef&#8220; der Frau sei. Viel interessanter ist es, in dieser Situation zu erkennen, dass der Chef des Mannes eher auch jener der die t&#228;gliche R&#252;ckkehr des Mannes zur Arbeit garantierenden Frau ist. Die Ausbeutungssituation ist somit gewiss auf inakzeptable Art und Weise von Geschlechterrollen gepr&#228;gt, doch sie ist als solche geteilt und man kann somit nicht mehr behaupten, die M&#228;nner w&#252;rden die Frauen ausbeuten&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb1&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Diese Analyse findet man z.B. im Buch der Feministinnen Selma James und (...)&#034; id=&#034;nh1&#034;&gt;1&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;, in diesem Fall beuten die Chefs M&#228;nner &lt;i&gt;und&lt;/i&gt; Frauen aus. Diese Vielschichtigkeiten w&#252;rden weitere Entwicklungen verdienen, doch wir werden sie heute als Hintergrund gebrauchen, um eine der Geschlechterschlachten zu analysieren, so wie sie heute gef&#252;hrt wird, innerhalb der staatlichen Verwaltung bis in die Milieus mit subversiven Anspr&#252;chen hinein: der Kampf f&#252;r die Feminisierung der Sprache, oder, wie wie es die linguistischen Beh&#246;rden des Staates nennen, die Schlacht f&#252;r die Durchsetzung der sogenannt &#8222;einschliessenden&#8220; Schreibweise.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;W&#246;rter sind keine Ampeln&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Unter den aktivistischen Praktiken, die als einfach anwendbare L&#246;sungen angeboten werden, um die dieser Welt inh&#228;renten Formen der Ungerechtigkeit zu korrigieren &#8211; und es ist eine der Eigenschaften der Epoche, zu glauben, dass aktivistische Praktiken zu Wundermitteln erhoben werden k&#246;nnen &#8211; ist es offensichtlich notwendig, den Kampf um die &#8222;Feminisierung&#8220; der Sprache in seinen Voraussetzungen, Wirkungen und Folgen seiner sich systematisch wollenden Anwendung ernsthaft zu untersuchen. Diese &#8222;Feminisierung&#8220; der geschriebenen Sprache, oder &#8222;einschliessende Schreibweise&#8220;, pr&#228;sentiert sich als praktische L&#246;sung (in den beiden Bedeutungen des Begriffes, sowohl konkret und einfach realisierbar, da eine kleine Anstrengung angeblich reichen w&#252;rde, um unsere Art zu sprechen und die damit einhergehenden Repr&#228;sentationen zu &#228;ndern), um zur Befreiung der Frauen beizutragen &#8211; wieso w&#252;rde sonst zu ihrer Entwicklung beigetragen und sie auferlegt, wie es der Fall ist mit einigen Portalen des Milieus mit subversivem Anspruch?&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb2&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Das aktivistische Infoportal der Region Toulouse IAATA feminisiert z.B. (...)&#034; id=&#034;nh2&#034;&gt;2&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; In Anbetracht des zwingenden Charakters dieser Sprachreform, die viele sich selber und anderen auferlegen, und der strukturellen und strukturierenden Bedeutung der Sprache f&#252;r uns als menschliche Wesen, kann man sich ehrlich fragen, was die Feminisierung der Sprache zur Emanzipation der Frauen beitr&#228;gt, und sich wundern, dass diese Frage so selten gestellt und fast nie debattiert wird. In Wirklichkeit bequemen sich nur wenige, sogar unter ihren Verteidigern, zu jeglicher Rechtfertigung oder Erkl&#228;rung f&#252;r diese Entscheidung, die somit als unerheblich erscheinen kann. Es kann schon mal gesagt werden, dass die Pr&#228;sentation eines Vorschlags als Offensichtlichkeit schon als Mittel der &#220;berzeugung dient, gleichzeitig erspart man es sich, zu seiner Rechtfertigung argumentieren zu m&#252;ssen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Doch ist diese Praxis wirklich unerheblich?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir werden uns hier auf eine gewisse aktivistische Erfahrung st&#252;tzen, die Erinnerung an das Aufkommen der Feminisierung der Sprache im Laufe der 1990er Jahre in den alternativsten Sektoren, danach hat sie sich durchgesetzt und war vorherrschend, sowie auf die seltenen und stets kategorischen Argumente, um die Verbreitung dieser neuen Norm zu rechtfertigen. Das wird auch die Gelegenheit sein, sich die Frage zu stellen, wie es m&#246;glich geworden ist, zu denken, dass wir die Wege der Emanzipation mithilfe von Normen und Prozessen der Reglementierung finden werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sollte es notwendig sein, die Bedeutung dieser Frage zu belegen, kann man von einer Norm sprechen, es gen&#252;gt, anzumerken, dass die Feminisierung der geschriebenen Sprache, nachdem sie in gewissen aktivistischen Milieus eingef&#252;hrt worden ist (das geht so weit, dass sie dazu beigetragen hat, eine Art Idiom, eine identit&#228;re Folklore zu konstituieren), heutzutage sogar innerhalb der Institutionen &#252;bernommen worden ist, in diesem Fall z.B. vom Bildungsministerium, das nun bei Hatier ein komplett in &#8222;einschliessender Schreibweise&#8220; feminisiertes Schulbuch f&#252;r Primarsch&#252;ler anbietet. Gleichzeitig f&#252;hren gewisse franz&#246;sische Universit&#228;ten die Feminisierung in der Verwaltungssprache ein und die Acad&#233;mie fran&#231;aise &#228;ussert sich zur Frage mit all ihrer reaktion&#228;ren Finesse, deren Geheimnis nur sie kennt. Der Erfolg dieses Durchbruchs ist nat&#252;rlich das Resultat einer aktiven Lobbyarbeit, nicht nur in unseren Milieus, sondern auch im Kern der Macht, und er verursacht eine Polemik, in welcher die reaktion&#228;rsten Verteidiger der &lt;i&gt;langue fran&#231;aise&lt;/i&gt; die B&#252;hne betreten und sich dar&#252;ber emp&#246;ren, dass alles den Bach runtergeht, und &#252;ber das, was man unseren lieben blonden K&#246;pfen beibringt, obwohl sie eher einen Auto fahrenden Papa und eine kochende Mama brauchen w&#252;rden und Maurras lesen sollten, wodurch der anscheinend subversive Charakter des Vorschlags validiert wird. Aber vielleicht haben diese freundlichen Damen und Herren der Acad&#233;mie fran&#231;aise trotzdem Recht?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir sprechen hier nat&#252;rlich aus einer anderen Position und wir m&#246;chten annehmen, dass, wenn man eine aktivistische Praxis verteidigt oder kritisiert, man es mit einem Minimum an Autonomie tun kann, die notwendig ist, um sich nicht unmittelbar innerhalb der Debatte zu verorten, wie es der Zeitgeist gerne h&#228;tte. Wenn man etwas dar&#252;ber nachdenkt, dr&#228;ngt sich mit dieser &#220;bernahme der Feminisierung durch die Institutionen, wodurch die anti-autorit&#228;ren Milieus und die Anordnungen des Staates nun gleich t&#246;nen, nicht eine erneute &#220;berpr&#252;fung dieser so einfach integrierbaren und integrierten Praxis auf? Ist es ein historischer Schritt f&#252;r die Emanzipation der Frauen, die gleiche Art historischer Schritt wie die Institutionalisierung der Forderung nach der Gleichstellung von M&#228;nnern und Frauen in den politischen Parteien und der Regierung? Sollten wir uns damit begn&#252;gen, die Tatsache zu beklagen, dass diese Gleichstellung nicht respektiert wird und dass Macrons Verordnungen nicht feminisiert sind und somit uns f&#252;r einen Radikalismus der Institutionalisierung der Normen dieses Vorschlags einsetzen? Wir werden sie hier eher von einem revolution&#228;ren und verwaltungsfeindlichen Standpunkt aus in Frage stellen (ein anderer Standpunkt also), d.h. uns fragen, ob die Feminisierung der Texte, sei sie von Gertrud in ihrem besetzten Haus, von Zebulun in seinen Brosch&#252;ren oder dem Staat in seinen Schulb&#252;chern oder seinem Strafgesetz praktiziert, ein Beitrag zur Befreiung der Frauen sein kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Die Sonne hat eine Verabredung mit dem Mond&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Viel mehr als andere Sprachen ist die franz&#246;sische eine Sprache, die man als grammatikalisch geschlechterspezifisch bezeichnen kann. D.h., dass die Polarisierung des Maskulinums und des Femininums sich darin verallgemeinert hat, denn man sagt &lt;i&gt;le soleil&lt;/i&gt; und &lt;i&gt;la lune&lt;/i&gt;, &lt;i&gt;une girafe&lt;/i&gt; und &lt;i&gt;un &#233;l&#233;phant&lt;/i&gt;, &lt;i&gt;un arbre&lt;/i&gt; und &lt;i&gt;une feuille&lt;/i&gt;&#8230; Diese Polarisierung hat das genau wie das Maskulinum und das Femininum in alten Sprachen wie Latein oder Griechisch und in vielen heute noch gesprochenen Sprachen pr&#228;sente Neutrum fast zum Verschwinden gebracht. Ausgehend von einer falschen Offensichtlichkeit h&#246;rt man h&#228;ufig, dass dieses Verschwinden des Neutrums &#8222;zugunsten&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Wir werden sehen, dass diese Art von Ausdruck metaphorisch ist, denn es (...)&#034; id=&#034;nh3&#034;&gt;3&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; des Maskulinums geschehen ist, dieses dient dazu, feminine und maskuline W&#246;rter zu verallgemeinern oder zu gruppieren, im Gebrauch der Kongruenzen des Plurals z.B. Man h&#246;rt auch, dass &#8222;das Maskulinum &#252;ber das Femininum siegt&#8220;. Ausgehend von dieser Beobachtung geht das Prinzip der &#8222;einschliessenden Schreibweise&#8220; davon aus, dass die Sprache eine Herabsetzung der Frauen beurkundet und bewirkt und dass also im Namen dieser Gleichheit des Daseins in der Sprache das Geschlechtergleichgewicht wieder ausgeglichen, das Maskulinum zurechtgewiesen werden muss, indem ihm systematisch durch diverse Mittel das Femininum zur Seite gestellt wird. Doch &#8222;zugunsten&#8220; und &#8222;siegt&#8220; werden hier als Metaphern gebraucht. D.h., dass, indem man den Zustand der Sprache als Schlachtfeld darstellt, man eine kleine Fabel der Worte konstruiert, die Siege und Niederlagen in Szene setzt, ein bisschen wie Victor Hugo in &lt;i&gt;R&#233;ponse &#224; un acte d'accusation&lt;/i&gt; (siehe nebenan [in der Zeitschrift]). Es ist offensichtlich, dass er sich in diesem Gedicht am&#252;siert, indem er uns eine Fabel der Gesellschaft erz&#228;hlt, in welcher die W&#246;rter soziale Kategorien repr&#228;sentieren, und eine Revolution, die sie dank ebendiesem Gedicht umst&#252;rzt, und dass er nicht glaubt, dass dieser &#8222;Sturm im Tintenfass&#8220; ohne Vermittlung und in sich selbst ein sozialer Sturm ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es kann freilich &#252;ber den Sinn dieser metaphorischen Konstruktion in einem allgemeinem Kontext, in welchem das Maskulinum &#252;ber das Femininum &#8222;siegt&#8220;, nachgedacht werden, doch es ist gewiss absurd, die Metapher wortw&#246;rtlich zu nehmen. Die metaphorische Schlacht findet nicht im wirklichen Leben statt, und umgekehrt. Zudem handelt es sich um eine falsche Offensichtlichkeit, gest&#252;tzt auf eine zu hastige Beobachtung. Die Geschichte der Errichtung der grammatikalischen Genera, so wie sie rekonstruiert werden kann, lehrt uns, dass in &#228;lteren, von der hypothetischen indoeurop&#228;ischen Sprache (eine sehr fragw&#252;rdige Hypothese, die nur zum Verst&#228;ndnis von &#196;hnlichkeiten und Unterschieden zwischen verschiedenen gegenw&#228;rtigen Sprachen dient) repr&#228;sentierten Formen die Zweiteilung der linguistischen Genera zur Unterscheidung des Beseelten vom Unbeseelten dient. Dann interveniert das Femininum, das aufgrund seiner Morphologie dem k&#252;nftigen Neutrum &#228;hnelt und z.B. zum Ausdruck abstrakter Konzepte dient (das ist im Franz&#246;sischen immer noch der Fall, man sieht es an allen Substantiven mit den Suffixen -t&#233; wie &lt;i&gt;libert&#233;&lt;/i&gt; oder -tion wie &lt;i&gt;r&#233;volution&lt;/i&gt;). Erst ziemlich sp&#228;t wird es zur Spezialit&#228;t des genannten &#8222;Femininums&#8220;, beseelte Wesen zu beschreiben, die &#8222;feminin&#8220; genannt werden. Die Tatsache, dass &#8222;das Maskulinum siegt&#8220;, z.B. in der Kongruenz des Plurals, erkl&#228;ren gewisse Linguisten, abgesehen von den Unw&#228;gbarkeiten der Sprache, welche zu diesem Zustand gef&#252;hrt haben, der, wie all ihre Zust&#228;nde, zwingend provisorisch ist, mit der Tatsache, dass das Maskulinum unmarkiert ist, somit steht es dem Neutrum n&#228;her und ist besser f&#228;hig, verschiedene Genera zu gruppieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dennoch ist es heute unbestreitbar, dass einige Sprachen, und besonders die franz&#246;sische, das Neutrum zum Verschwinden gebracht haben, um eine geschlechtliche Polarisierung maskulin-feminin herbeizuf&#252;hren, die scheinbar der von dieser Welt auferlegten geschlechtlichen Zweiteilung der lebenden Wesen angemessen ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Diese einfachen Feststellungen werfen gewisse Fragen auf. Ist die Stellung der Frauen zwingend unterschiedlich, wenn die Sprache nicht auf dieser Polarisierung basierend funktioniert und inwiefern?&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb4&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Man kann ans Englische denken, oder an alle anderen Sprachen, die einen (...)&#034; id=&#034;nh4&#034;&gt;4&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; W&#228;re weniger Maskulinum und Femininum in der Sprache gleichbedeutend mit weniger Geschlecht oder anderen Geschlechterverh&#228;ltnissen in den gesellschaftlichen Verh&#228;ltnissen? Die Realit&#228;t der Sprache jenseits der Konstruktion der linguistischen Genera dementiert diese Hypothese. Die Motivation des Genera der Nomen sind dermassen komplex und entsprechen kaum einem System (geschweige denn einer Motivation), dass sie nicht in einer vereinfachenden ideologischen Hypothese gelesen werden k&#246;nnen, welche aus ihnen das Resultat eines inh&#228;renten Sexismus macht. Nat&#252;rlich kann man mit den Repr&#228;sentationen spielen, indem man ihre Motivationen in personifizierten und allegorisierten Formen ver&#228;ndert. Der Mond kann ein Junge werden und die Sonne ein M&#228;dchen, in Gedichten und Liedern, weil man darin mit der Phonetik und der Grammatik spielt, man versucht die Konnotationen der Begriffe wieder zu beleben, aber nicht im wirklichen Leben, nicht mehr als dass ein Tisch etwas maskulines und eine Decke etwas feminines h&#228;tte. &#8222;Eine Person&#8220; im Femininum spricht nicht mehr von Frauen als &#8222;ein Individuum&#8220; im Maskulinum. Die Zuteilung der Genera im Franz&#246;sischen ist zutiefst willk&#252;rlich, was nicht bedeutet, dass sie nicht f&#252;r jeden Begriff eine komplexe Geschichte hat, sinnlos ist oder man nicht dar&#252;ber nachdenken k&#246;nnte. Was Sinn macht, ist sehr wohl diese Besonderheit einer verallgemeinerten Polarisierung und die Tendenz hin zu einer Fixierung der Genera, welche die Interferenzen und Variationen zum Verschwinden bringt, diese erlaubten es z.B. vor einigen Jahrhunderten, dass gewisse Begriffe den Genus wechseln, maskulin sind im Singular und feminin im Plural (&lt;i&gt;d&#233;lice&lt;/i&gt;, &lt;i&gt;amour&lt;/i&gt; und &lt;i&gt;orgue&lt;/i&gt; bezeugen das heute noch). Diese Verabsolutierung der Polarisierung der linguistischen Genera geht mit der Verweigerung und Korrektur &#8211; Merkmale eines gewissen Klassizismus &#8211; aller syntaktischen und orthographischen Skurilit&#228;ten einher. Deshalb sind die Texte vor dem 17. Jahrhundert f&#252;r jene so schwierig zu lesen, welche wie wir an eine normierte Sprache gewohnt sind.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Man schl&#228;gt also vor, das Geschlechtergleichgewicht wieder auszugleichen, den in der Sprache schon beurkundeten &#8222;Sieg&#8220; des maskulinen Genera zu bestreiten, indem ein Arsenal an Regeln durchgesetzt wird (mehrere Vorschl&#228;ge stehen im Konflikt zueinander, man kann sich fragen, welcher wirklich institutionalisiert werden wird und aufgrund welcher Kriterien), um das feminine Genus wieder als sein Gleiches in einer Art gleichberechtigtem &lt;i&gt;Gesellschaftsvertrag&lt;/i&gt; der W&#246;rter zu institutionalisieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Man darf sich auf dieser Ebene ebenfalls als Revolution&#228;r die Frage stellen, was an diesem Gesellschaftsvertrag genau subversiv sein soll. Es scheint n&#228;mlich, dass man sich jetzt schon fragen kann, weshalb, statt dass man der Reglementierung noch mehr Reglementierung hinzuf&#252;gt, man nicht eher mit Formen der &lt;i&gt;Dereglementierung&lt;/i&gt; experimentieren sollte. Diese Frage w&#252;rde es verdienen, ernsthaft gestellt zu werden. Es gab eine Zeit, die von der sogenannt &#8222;klassischen&#8220; Epoche definitiv begraben worden ist, wo es nicht offensichtlich war, dass ein Wort immer gleich geschrieben werden musste oder dass jeder Gebrauch davon der linguistischen und jakobinischen Normativit&#228;t einer offiziellen und von der zentralen Beh&#246;rde validierten Sprache unterstehen sollte. Auf jeden Fall ist es gewiss, dass die Regeln der Feminisierung dieser grundlegend progressistischen und zur gleichen Epoche wie der ber&#252;hmte Sieg des Maskulinums &#252;ber das Femininum entstandenen Idee Tribut zollen, welche m&#246;chte, dass die Sprache sich durch sukzessive Normalisierung und Uniformisierung verbessert und die Sprache von heute somit zwingend besser ist als jene von gestern, denn sie ist in den Genuss der vermeintlichen &#8222;Fortschritte&#8220; der Wissenschaft und des Egalitarismus gekommen. Alles in allem wird es wom&#246;glich diese gleiche Ideologie des Fortschritts sein, welche es z.B. geschafft hat, aus der Polizei, den Gef&#228;ngnissen oder der Atomkraft etwas &lt;i&gt;normales&lt;/i&gt; und &lt;i&gt;akzeptables&lt;/i&gt; zu machen, welche es schaffen wird, der &#8222;einschliessenden&#8220; Schreibweise zum Sieg zu verhelfen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es bleibt eine Feststellung: Der Genus in der Sprache ist nicht das Geschlecht im Leben und die St&#228;rkung des Femininums in der Sprache st&#228;rkt nichts ausser die Pr&#228;senz einer grammatikalischen Kategorie, worin wir kein Interesse sehen. Hinzu kommt, dass diese Praktiken der Feminisierung die Polarisierung der Sprache st&#228;rken, z.B. indem man sich dem Gebrauch des Neutrums verweigert und gewisse unmarkierte Begriffe markiert wie im Falle von &lt;i&gt;gens&lt;/i&gt; [Leute], ein jenseits dieser Kategorien stehendes Wort, dessen Genus durch seine zwingende Pluralform neutralisiert wird. Der Gebrauch von &lt;i&gt;gen-tes&lt;/i&gt; rekonstruiert maskulin und feminin dort, wo es f&#252;r einmal so etwas wie ein Neutrum gab. Die Feminisierung der Sprache ist somit weit davon entfernt, die Omnipr&#228;senz der geschlechtlichen Polarisierung zu &#252;berwinden, sie st&#228;rkt sie sogar, schliesslich ist in Anbetracht dieser Polarisierung allen voran das Neutrum schwer zu konzipieren. Einmal mehr werden die M&#246;glichkeiten von etwas anderem, einer &#220;berwindung des Geschlechts oder eines Ausstieges aus diesen Rollen ge&#228;chtet, diesbez&#252;glich sind die Anh&#228;nger der Feminisierung alles andere als eine Ausnahmeerscheinung. Doch ist es &#252;berhaupt das Ziel dieser Praxis, die sich f&#252;r subversiv h&#228;lt?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Erinnerung: &lt;i&gt;Die W&#246;rter&lt;/i&gt; sind nicht &lt;i&gt;die Dinge&lt;/strong&gt;&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zu glauben, dass die W&#246;rter die Dinge sind, dass das Wort Fisch ein Fisch ist, dass das Wort Hund beisst oder dass das Maskulinum und das Femininum der Sprache das Geschlecht in den gesellschaftlichen Verh&#228;ltnissen ist, ist ein Standpunkt, der einen Namen hat. Es ist der Kratylismus, vom Namen einer gegen&#252;ber Sokrates inszenierten Person in einem Dialog Platons mit dem selben Namen. Kratylos verteidigt darin gegen Sokrates die Idee einer Transparenz der Sprache mit dem, was sie beschreibt, einer &lt;i&gt;nat&#252;rlichen Richtigkeit&lt;/i&gt; der W&#246;rter. Der Kratylismus kann eine Art und Weise sein, sowohl die Welt als auch die Sprache zu verzaubern. Kinder, Dichter und Verr&#252;ckte, um Platon zu paraphrasieren, &#8211; oder das Kind, der Dichter oder der Verr&#252;ckte, der in uns allen sein kann &#8211;, k&#246;nnen die M&#246;glichkeit einer solchen Unmittelbarkeit er&#246;ffnen und verletzt werden vom Wort &#8222;verletzt&#8220;, sich vom Wort &#8222;Hund&#8220; gebissen f&#252;hlen, Musik h&#246;ren im Wort &#8222;Musik&#8220; oder die Farbe der Vokale beschreiben. Doch man kommt nicht um die Feststellung umhin, dass diese verr&#252;ckte, poetische und kindliche Verzauberung der Sprache das Gegenteil einer Reglementierung ist, die zum Ziel h&#228;tte, ihren Gebrauch zu normalisieren, indem sie versucht, sich aufzudr&#228;ngen, wie es der Fall ist mit der &#8222;einschliessenden Schreibweise&#8220;. Es handelt sich eben genau um das, wovon wir zuvor sprachen, eine Dereglementierung, das Gegenteil also. Kinder, Dichter und Verr&#252;ckte sind &#252;brigens sowieso jene, welche auf dieser Ebene wie auf anderen auch definitionsgem&#228;ss marginal sind gegen&#252;ber einer Position der Autorit&#228;t, und ganz sicher nicht in einer Position, um Gesetze oder Normen zu erlassen. Es handelt sich um individuelle, erheiternde, kreative und grundlegend &lt;i&gt;anormale Gebr&#228;uche&lt;/i&gt;, welche diese &#252;blichen und normierten Inhalte der Sprache durcheinander bringen, indem sie sie f&#252;r eine Weile aus ihren kommunikativen Funktionen herausreissen, und welche nur in Ausnahmef&#228;llen geteilt werden. In Wirklichkeit also das genaue Gegenteil jener, welche sich daf&#252;r einsetzen, die Feminisierung der Sprache aufzudr&#228;ngen. Doch es ist nicht das einzige Gebiet, wo die Kinder, die Dichter und die Verr&#252;ckten einen weit subversiveren Weg gehen als die politischen Aktivisten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;F&#252;r jeden und in ihrem banalen Gebrauch ist die Sprache eine Vermittlung zwischen &lt;i&gt;den W&#246;rtern&lt;/i&gt; und &lt;i&gt;den Dingen&lt;/i&gt;, zwischen dem Sprechenden und der Welt. Die W&#246;rter (und die Art und Weise ihrer Kombination) sind grundlegend willk&#252;rlich und die Aneignung dieses willk&#252;rlichen Verh&#228;ltnisses ist komplex. Die W&#246;rter sind nicht die Dinge, nicht einmal der Code der Dinge, wenn man den Code als ein einfaches vermitteltes Verh&#228;ltnis betrachtet, das direkt was wir sagen und was wir sagen wollen miteinander verbindet. Die rote Ampel ist ein Code, er ist willk&#252;rlich, doch er sagt uns unmittelbar, dass wir anhalten m&#252;ssen. Die W&#246;rter sind keine Ampeln, sie sind subtile &lt;i&gt;Zeichen&lt;/i&gt;, und die von ihnen durchgesetzte Vermittlung im Verh&#228;ltnis zur Welt ist komplex. Es ist diese Komplexit&#228;t, welche auch den Reichtum im Verh&#228;ltnis zur Sprache ausmacht, die M&#246;glichkeit, mit den W&#246;rtern zu spielen, sie von ihrem Gebrauch abzubringen, um sie mehr, weniger oder etwas ganz anderes sagen zu lassen, als das, was sie die Willk&#252;r des Zeichens sagen l&#228;sst. Sie haben eine &lt;i&gt;Bezeichnung&lt;/i&gt;, einen einfachen Sinn, der vom W&#246;rterbuch definiert werden kann und die Kommunikation erlaubt, doch auch eine Vielzahl variabler &lt;i&gt;Konnotationen&lt;/i&gt; (die von ihnen ausgel&#246;sten Gedanken, Tr&#228;ume, Gef&#252;hle&#8230;) auf der Ebene sozialer Gruppen, aber auch kleinerer Gruppen oder gar auf individuellem Niveau. Die Bedeutung ist nicht eine mechanische Operation, die schlichtweg jedes Wort mit einem Ding verbindet, es ist eine undurchsichtige, reiche und komplexe Operation, die Unverst&#228;ndnis genau wie das Gegenteil hervorbringt, M&#246;glichkeiten zur &#220;berraschung auf jeden Fall. Und genau deswegen ist die &#220;bersetzung eine sowohl riskante als auch spannende Operation.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Deshalb braucht es ein Minimum an Feinf&#252;hligkeit, wenn man versucht, zu verstehen, was die Sprache &#252;ber die Wahrnehmung der Welt sagt, umso mehr jener, welche von ihr durchdringt ist. Und es ist genau diese Etappe der Analyse, die eigentlich selbstverst&#228;ndlich sein sollte, wenn man &#252;ber die Sprache &lt;i&gt;intervenieren&lt;/i&gt; will &#8211; ein Projekt, das in sich schon fragw&#252;rdig ist, wir werden darauf zur&#252;ckkommen &#8211;, welche unsere einschliessenden Aktivisten scheinbar &#252;bergangen haben. Eine extreme und mechanische Vereinfachung ersetzt sie: Die Sprache widerspiegelt die Wirklichkeit der Welt und der sich in ihr ausbreitenden Verh&#228;ltnisse und die Tatsache, dass das Maskulinum &#252;ber das Femininum &#8222;siegt&#8220;, widerspiegelt die Herrschaft der M&#228;nner &#252;ber die Frauen. Und wir werden an all diesen aktivistischen Vereinfachungen sterben. Erste Vereinfachung, die wir schon weiter oben dekonstruiert haben (denn wir dekonstruieren lieber Argumente als Leute): Dieser Vorschlag w&#252;rde bedeuten, dass der Genus in der Sprache das Geschlecht im Leben ist. &#8222;Siegen&#8220; wird bequem wortw&#246;rtlich genommen und der hinkende Vergleich kann pl&#246;tzlich laufen, die M&#228;nner siegen im wahren Leben &#252;ber die Frauen genau wie das Maskulinum &#252;ber das Femininum siegt. Das &#8222;Privileg&#8220; des Maskulinums, z.B. eine neutralisierende Funktion der Genera im Plural zu haben, wird zu einem &#8222;Privileg&#8220; der M&#228;nner &#252;ber die Frauen. Man sorgt sich dar&#252;ber, dass das Maskulinum das Femininum&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb5&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Man k&#246;nnte daraus den lustigen Vorschlag eines Schreibzwangs ohne (...)&#034; id=&#034;nh5&#034;&gt;5&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;, dass &lt;i&gt;der&lt;/i&gt; Mond &lt;i&gt;die&lt;/i&gt; Sonne, &lt;i&gt;der&lt;/i&gt; Gefangene &lt;i&gt;die&lt;/i&gt; W&#228;rterin unterdr&#252;ckt. Auf jeden Fall ist, wie wir es weiter oben gesehen haben, dieses exzessiv vereinfachte Verst&#228;ndnis der Mechanismen der Sprache schon sehr anfechtbar. Von einem revolution&#228;ren Standpunkt aus betrachtet, ist es nicht erstaunlich, dass diese Forderung sich ein Stelldichein mit den &#8222;neuen&#8220; Forderungen der postmodernen &#228;usseren Linken gibt: Gegen die Diskriminierung die Ordnung der Dinge akzeptieren, gegen den Rassismus mit der &#8222;Rasse&#8220; denken, gegen den westlichen den &#246;stlichen Block w&#228;hlen und gegen die geschlechterspezifische Herrschaft &#8222;einschliessend&#8220; schreiben, die Buben mit rosaroten und die M&#228;dchen mit blauen Kugelschreibern. Und ganz &lt;i&gt;kratylisch&lt;/i&gt; wird der Sexismus alsobald zusammenbrechen&#8230;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Danach folgt gem&#228;ss der gleichen Logik ein noch akrobatischerer Schritt: Die Intervention &#252;ber die Sprache durch die systematische Anf&#252;gung femininer Markierungen habe einen ausgleichenden Einfluss auf die realen Herrschaftsverh&#228;ltnisse. Wir werden hier nicht l&#228;nger auf die Tatsache eingehen, dass dieser Vorschlag die geschriebene gegen&#252;ber der gesprochenen Sprache privilegiert, was nicht unbedeutend ist und eine grundlegende Machtlosigkeit offenbart: Es gibt Sprachen ohne Schriftsprache, wie werden sie feminisiert werden k&#246;nnen? Die diversen vorgeschlagenen schriftlichen Kunstst&#252;cke sollen, durch einen durch und durch kratylischen Zauber, eine tiefe Modifikation der realen Geschlechterverh&#228;ltnisse zur Folge haben, oder uns zumindest davor bewahren, diese Herrschaftsform zu reproduzieren. Doch wir finden, dass dieser Vorschlag nicht nur von einer verst&#246;renden illusorischen Naivit&#228;t zeugt, sondern dass auch die einfache Idee, dass die Anf&#252;gung des Femininums den Frauen eine bessere Stellung verschafft, &#252;berdacht werden sollte. Man sagt uns n&#228;mlich, dass, und es ist eine der einzigen Behauptungen zur Durchsetzung dieser Praxis, die einem Argument &#228;hnelt, die Feminisierung der Sprache notwendig sei, damit die Frauen im Diskurs existieren, das neutrale Maskulinum spreche nur von M&#228;nnern. Doch ist das wirklich so?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&#8222;Sie&#8220; ist keine Frau, eine Frau ist eine Frau&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; Es kann also die folgende grundlegende Frage gestellt werden: &lt;i&gt;Existiert etwas&lt;/i&gt; im Diskurs, und &lt;i&gt;was&lt;/i&gt;, durch die Feminisierung? Existieren &#8222;die Frauen&#8220; durch das Pronomen &#8222;sie&#8220; [elles] in einem Satz, in dem, was er aussagt? Existieren das Subjekt, der Andere oder die Anderen &lt;i&gt;als Frauen&lt;/i&gt; tats&#228;chlich durch die Feminisierung der Pronomen, Nomen und Adjektive? Man kann mit der Tatsache einverstanden sein, dass in dieser Welt, wo die M&#228;nnerherrschaft auf der symbolischen Ebene stabil ist, &#8211; was die Stellung des Maskulinums in der Sprache wahrscheinlich bezeugt, aber auf eine komplexe und spezifische Art und Weise&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb6&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;In anderen Sprachen, in welchen das Maskulinum nicht vorherrschend ist, (...)&#034; id=&#034;nh6&#034;&gt;6&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; &#8211; die Sprache in ihren gew&#246;hnlichsten Gebr&#228;uchen nicht ad&#228;quat ist, um &#8222;von Frauen&#8220; als Frauen zu sprechen. In ihren normalen Gebr&#228;uchen ist die Sprache stets auf der Seite der Durchsetzung und der St&#228;rkung der Norm. Sie festigt die Gew&#246;hnlichkeit, woraus diese Welt besteht, mit all ihren Gegebenheiten, sie versteinert die Ideologie, wovon die Geschlechterverh&#228;ltnisse Teil sind. &#220;ber die Wirklichkeit der Bedingung als Frau zu sprechen ist gleichbedeutend mit einer Bearbeitung der Sprache, um sie das sagen zu lassen, woran sie nicht gew&#246;hnt ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Glauben an die Tatsache, dass man durch die sogenannt &#8222;einschliessende&#8220; Schreibweise nur kosmetisch die Form bearbeitet, zeugt allerdings von einer erstaunlichen Naivit&#228;t. Es handelt sich darum, allen Dimensionen der Sprache etwas Wirklichkeit der Wesen und ihrer Verh&#228;ltnisse einzuhauchen. Inwiefern spricht ein feminisierter Text mehr von mir, von dir oder von ihr als Frau. Kann das, wovon wir sprechen wollen, ernsthaft mit der Transformation von Pronomen oder der Beif&#252;gung von -in zusammengefasst werden? Als Louise Labe im 16. Jahrhundert ein Gedicht &#252;ber die weibliche Lust &#8211; subversives Thema schlechthin im 16. Jahrhundert, und nicht nur &#8211; schreibt, ben&#252;tzt sie keine formell femininen Markierungen, sondern die erste Person (&#252;brigens geschlechtlich nicht markiert, genau wie die zweite, wahrscheinlich, weil es eben genau darum geht, eine &lt;i&gt;Singularit&#228;t&lt;/i&gt; zu beschreiben), und sie bearbeitet die Sprache dahingehend, dass sie sagen kann, was normalerweise mit ihr nicht gesagt wird (siehe nebenan [in der Zeitschrift]). Und dadurch kann diese in Poesie verwandelte Sprache eine universelle Reichweite erlangen: Ein feminines Ich existiert durch dieses Gedicht und es kann unmittelbar von allen geteilt werden. Um Montaigne und seinen relativistischen Universalismus, ungef&#228;hr das Gegenteil des universalisierten Relativismus der Postmodernit&#228;t, zu paraphrasieren, es tr&#228;gt in sich die gesamte Form der menschlichen Bedingung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ist es dar&#252;ber hinaus nicht offensichtlich, dass diese Schwierigkeit der Sprache &#8211; als Ort und Werkzeug der Norm und der Normalisierung &#8211;, die Realit&#228;t auszudr&#252;cken, woraus jeder gemacht ist, insofern als dass sie sich eben genau dieser Norm entzieht, oder gar allgemeiner die Welt auszudr&#252;cken, ihre Gewalt und ihre Leichtigkeit, ihre Dunkelheit genau wie ihr Licht, das, was in ihr erlebt und nicht erlebt wird, was alles in allem ihre Materie und diejenige der sie bev&#246;lkernden Wesen ausmacht, eine Gegebenheit ist, mit welcher alle, Mann wie Frau, meistens &#252;brigens jenseits der Frage, ob man &lt;i&gt;ein Mann oder eine Frau ist&lt;/i&gt;, konfrontiert sind? Die Sprache gr&#252;ndet auf Kategorien (wovon das Maskulinum und das Femininum Teil sind) und institutionalisiert sie, sonst w&#252;rden wir uns nicht verstehen, und man muss ihr Gewalt antun, um mit ihr das Besondere, das Minorit&#228;re, das hoffnungslos Andere zu sagen. Der Ausdruck und das Verst&#228;ndnis der Welt so wie sie ist, der Verh&#228;ltnisse so wie sie sind, erfordern die Abwendung von den gew&#246;hnlichen normalisierenden Gebr&#228;uchen dieser konstitutiv sozialen Vermittlung, welche die Sprache ist. Es ist eine Anstrengung, die weit &#252;ber die Frage der Genera hinausgeht und von der man nicht ernsthaft glauben kann, dass man sie sich durch rein kosmetische und d&#252;mmlich formelle Reglementierungen und Verzeichnisse ersparen kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Um auf die Frage des Genus zur&#252;ckzukommen, wenn man &#8222;LandwirtIn&#8220; schreibt, spricht man nicht von Landwirtinnen, und es ist nicht einmal eine notwendige Bedingung, um von ihnen zu sprechen. Um von der spezifischen Situation der Landwirtinnen zu sprechen (und es gibt dazu etwas zu sagen), muss man von dem sprechen, was sie erleben. Und wenn man von &#8222;Landwirten&#8220; spricht, h&#228;ngt die Tatsache, ob die Landwirtinnen Teil davon sind oder nicht, strikt davon ab, &lt;i&gt;was man dar&#252;ber sagt&lt;/i&gt;. Deshalb ist der Ausdruck &#8222;einschliessende Schreibweise&#8220; eine Absurdit&#228;t, ein falsches Versprechen: Sie wird nie etwas anderes einschliessen als grammatikalische Kategorien, sicher keine Lebewesen und das, was sie erleben. Um Lebewesen und das, was sie erleben, einzuschliessen, muss man das ver&#228;ndern, wovon man spricht. Die Fokussierung auf die Form des Ausdrucks und der naive Glaube an ihre Allmacht entfernt die Sprache nur noch weiter von diesen Wirklichkeiten, von denen man behauptet, sie w&#252;rden &#8222;eingeschlossen&#8220;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wenn man &#252;brigens &#252;ber die eigentliche semiologische Dimension der Feminisierung der Sprache nachdenkt, erkennt man schnell, dass durch die Tatsache der Feminisierung nicht viel mehr existiert als sie selbst: Durch die Feminisierung existieren nicht &#8222;die Frauen&#8220;, man existiert einfach selbst als die Sprache feminisierend. Sie dient also dazu, sich zu bekr&#228;ftigen, sich abzugrenzen, und nicht dazu, die Utopie der &#8222;einschliessenden Schreibweise&#8220; zu verwirklichen. Wenn man z.B. von ZahlerInnen spricht, ist es die Tatsache, dass man von ZahlerInnen statt Zahlern spricht, die bemerkt wird und Aufmerksamkeit erschafft, nichts anderes, auf jeden Fall wird es st&#228;rker bemerkt, als das, wof&#252;r dieser oder jene gezahlt hat. Wenn man jedoch die willk&#252;rlichen Prinzipien der &#8222;einschliessenden Schreibweise&#8220; nicht verteidigt, schliesst &#8222;Zahler&#8220; die Frauen nicht aus, das Wort sagt nichts &#252;ber ihre Anzahl oder ihre politische Identit&#228;t, es ist &#252;brigens viel &lt;i&gt;anonymer&lt;/i&gt;. Doch zwischen der Anonymit&#228;t und dem Streben nach Anerkennung durch den Unterdr&#252;cker muss nat&#252;rlich irgendwann endg&#252;ltig entschieden werden, denn die beiden Vorgehensweisen, die allerdings gleichzeitig verteidigt werden, sind inh&#228;rent h&#246;chst widerspr&#252;chlich. Man positioniert sich schliesslich in einer gewissen Distanz zur Norm, was eine andere Norm notwendig macht, und das ist fast alles, dadurch existiert man selber als sprechend im Diskurs.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als Vermittlung zwischen den menschlichen Wesen und der Welt ist die Sprache eine lebendige, fluktuierende, strukturelle und strukturierende Materie, ein Schlachtfeld zwischen der Gew&#246;hnlichkeit der Norm und den Besonderheiten ihrer Gebr&#228;uche. M&#246;gen sie subversiv oder beherrschend sein, ihre Gebr&#228;uche ver&#228;ndern sie permanent. Deshalb sind jene einer sich stets erneuernden Illusion verfallen, welche behaupten, &#252;ber sie Gesetze zu erlassen und sie zu reglementieren. Sie sind immer dabei, das festzustellen, was existiert, w&#228;hrend sie daran denken, das durchzusetzen, was existieren muss. Das gilt z.B. f&#252;r die traditionelle normative Grammatik, die sich als Ensemble an anwendbaren Regeln pr&#228;sentiert, obwohl sie nichts anderes als eine Art und Weise ist, einen Gebrauch zu formalisieren, der ihr vorausgeht und an welchen sie sich mit ein bisschen Versp&#228;tung anpasst. Es gen&#252;gt, die &#8222;Ausnahmen&#8220; zu betrachten, die jede grammatikalische oder orthographische Regel begleiten: Sie betreffen immer die am h&#228;ufigsten benutzten Begriffe (man kann an die sogenannt irregul&#228;ren Verben denken, z.B. die Hilfsverben &#8222;sein&#8220; und &#8222;haben&#8220;, die eben genau die am h&#228;ufigsten benutzten und die irregul&#228;rsten sind). Der sich stets in Bewegung befindende und notwendigerweise sozialisierte wirkliche Gebrauch der lebendigen Sprache dereglementiert sie permanent und die normative Grammatik rennt pathetisch hinter diesen Dereglementierungen her, um sie als neue Regeln zu institutionalisieren. Diese Feststellung f&#252;hrt zur Einsicht, dass die Reglementierung der Sprache an sich eine vergebliche und reaktion&#228;re Unternehmung ist, der nicht einmal der in Frankreich seit einigen Jahrhunderten vorherrschende grundlegende und z&#246;gerliche Klassizismus Effizienz verschaffen kann. Als die Acad&#233;mie fran&#231;aise Mitte der 1990er Jahre im Namen der Verteidigung der Sprache beabsichtigt, die Einf&#252;hrung von aus dem Englischen stammenden Begriffen (die ber&#252;hmten &#8222;Anglizismen&#8220;) aufzuhalten, indem sie schon benutzte W&#246;rter mit anderen ersetzt, die einheimisch sein sollen (sie m&#246;chte z.B. durchsetzen, dass man &lt;i&gt;bouteur&lt;/i&gt; anstelle von &lt;i&gt;bulldozer&lt;/i&gt; benutzt), beweist sie unmittelbar und offenkundig die Vergeblichkeit ihrer Rechtsprechung. Man sagt schon &lt;i&gt;bulldozer&lt;/i&gt; und keine Reglementierung wird es verhindern k&#246;nnen&#8230; Sie kann befriedigt feststellen, dass man ihr gehorcht, wenn sie die Tatsache reglementiert, dass das h von &lt;i&gt;haricot&lt;/i&gt; nicht mehr aspiriert sein muss und die Bindung mit dem -s des Artikels im Plural m&#246;glich ist, dann ist das so, &lt;i&gt;weil es&lt;/i&gt; im Gebrauch &lt;i&gt;ohnehin schon der Fall ist&lt;/i&gt;!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Man kann &#252;brigens davon ausgehen, dass die Feminisierung der Sprache im Gange ist, entsprechend der Ver&#228;nderung der Stellung der Frauen in der Gesellschaft, im Kapitalismus, in Machtpositionen und in den Repr&#228;sentationen, doch ebenfalls, dass es gewiss ist, dass diese Feminisierung der Sprache nicht emanzipatorischer sein wird als die Stellung, welche der Kapitalismus und der Staat den Frauen heute einr&#228;umen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Niemand kann sich ernsthaft anmassen, in einer Kammer und von oben die Gebr&#228;uche der Sprache zu reglementieren. Jene, welche sich diese Rolle geben und dadurch Prestige und Macht erlangen, sind nicht schlauer und nicht minder l&#228;cherlich als der Vater Ubu. Und kann man wirklich rund um den Vater Ubu eine revolution&#228;re Mythologie konstruieren? Wir bezweifeln es.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Genau aus dem gleichen Grund bleiben Projekte wurzellos geschaffener, universeller Sprachen zur Erm&#246;glichung der &#8222;V&#246;lkerverst&#228;ndigung&#8220; wie z.B. Esperanto, davon abgesehen, dass sie sich auf eine sehr armselige Konzeption der Sprache und ihres Gebrauchs st&#252;tzen, zum Gl&#252;ck bestimmt vergeblich, kl&#228;glich utopistisch und illusorisch. In seinem Text &#8222;Lernt nicht Esperanto!&#8220; zeigt Gustav Landauer, inwiefern das Projekt und die Erfindung dieser Sprache abwegig sind, sowohl in ihren Zielen als auch ihrer Methode. In ihren Zielen allen voran, denn in einer Art Umkehrung von Wirkungen und Ursachen st&#252;tzt sich das Projekt auf die (urspr&#252;nglich religi&#246;se) Idee, dass die Vielfalt der Sprachen die Ursache der Teilung der Menschen ist. Diese Illusion ist ein vereinfachtes Echo des biblischen Mythos des Turms von Babel: Die Vielfalt der Sprachen ist eine g&#246;ttliche Strafe, die zu Unstimmigkeit und Krieg f&#252;hrt. Zweite Illusion: Die Wiedererschaffung einer sprachlichen Einheit erlaube die Wiedererschaffung einer menschlichen Einheit, die Wiederentdeckung des verlorenen Paradieses einer befriedeten Menschheit. Man findet die gleichen theoretischen Vereinfachungen und die gleichen Mechanismen zur Identifikation eines Problems und zu seiner einfachen L&#246;sung wie bei den Anh&#228;ngern der Feminisierung wieder. Grundlegender zeigt sich gut, wie dieses falsche R&#228;sonnement sich auf eine armselige und reduzierende Konzeption der Sprache st&#252;tzt: Indem man diese Sprache fabriziert, begn&#252;gt man sich damit, sich auf den Ausdruck des schon Bekannten zu beschr&#228;nken, auf eine Funktion strikter Kommunikation ohne Erfindungsgabe, ohne Traum, ohne Poesie. Eine behauptete &#8222;Gleichheit&#8220; der Menschen in der Sprache, stets nach unten angeglichen, auf den kleinsten gemeinsamen Nenner gebracht, ein weiterer Traum der Demokraten. &#8222;[D]as k&#252;nstliche Gem&#228;chte ist nichts worin der Mensch weiterdenken und Neues schaffen kann; es ist ja nur eine &#220;bersetzung des Breitgetretenen, und das Wichtigste, das Feinste, das Unaussprechliche l&#228;sst sich darin nicht sagen.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb7&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Gustav Landauer, &#8222;Lernt nicht Esperanto!&#8220; in Die freie Generation, Bd. 2, (...)&#034; id=&#034;nh7&#034;&gt;7&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; Die &#252;berhaupt nicht subversive (oder gar anti-subversive) Vergeblichkeit einer Sprache, welche nur schon Bekanntes vermitteln, Normales, schon Integriertes in die Welt, so wie sie ist, und im besten Fall dazu dienen w&#252;rde, das Bestehende so wie es ist aufrechtzuerhalten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die erzwungene Feminisierung der Sprache kann sich dieser Vergeblichkeit nicht entziehen: Man kann nicht die Sprache bearbeiten, wie ein Chirurg einen bet&#228;ubten K&#246;rper oder der Gerichtsmediziner eine Leiche bearbeitet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Und wenn es funktionierte, was w&#252;rde aus uns und der Welt werden?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dennoch m&#252;ssen diese Sprachutopien als das gedacht werden, was sie sind, denn sich damit zu begn&#252;gen, ihre Vergeblichkeit festzustellen, reicht nicht. Es geht darum, durch die Sprache in jene Welt einzugreifen, welche sie vermittelt, und besonders in die Vorstellungen, welche sie ausl&#246;st. Die Sprache wird auf verschiedenen Ebenen sowohl durch individuelle als auch kollektive Vorstellungen bearbeitet und gleichzeitig werden diese von ihr bearbeitet, quer durch Jahrhunderte des Gebrauchs im Rahmen des allt&#228;glichen Lebens. Wenn der s&#252;sse kratylische Traum einer bez&#252;glich der Ideen, Wesen und Dinge transparenten Sprache sich in einer reglementierenden und normativen Unternehmung verk&#246;rpert, die zum Ziel hat, sich allen mit Aggressivit&#228;t und Exklusivit&#228;t aufzudr&#228;ngen, haben wir es mit einem verr&#252;ckten und beunruhigenden Projekt der Herrschaft &#252;ber die Vorstellungen und Repr&#228;sentationen zu tun und somit, wenn man es weiter denkt, mit einem Produkt der Machtergreifung oder, banaler, der Ergreifung des bisschen Macht, die man findet, dort wo man sich befindet. Man arbeitet daran, diesen &#8222;neuen Menschen&#8220; zu konstruieren, wovon die &#8222;neue Sprache&#8220; die Pr&#228;misse sein wird. Es ist wichtig, sich bewusst zu sein, inwieweit dieses Projekt, mag der Charakter des Ziels, das es sich gibt, auch noch so scheinbar lobenswert sein (sei es die &#8222;V&#246;lkerfreundschaft&#8220; oder die Aufl&#246;sung der Geschlechterverh&#228;ltnisse), aufgrund der Mittel, durch welche es sich verwirklichen will, eine zutiefst autorit&#228;re Dimension enth&#228;lt. Man braucht sich nur vorzustellen, was geschehen k&#246;nnte, wenn es funktionierte: Man h&#228;tte die menschlichen Wesen durch die &#196;nderung ihrer Sprache ge&#228;ndert. Ein solches Projekt kann zum Tr&#228;umen verleiten &#8211; und beunruhigen. Andere versuchten es schon und sie geh&#246;ren zu den besten unter den verr&#252;cktesten Diktatoren. Eine der Spezifit&#228;ten des Regimes der Roten Khmer in Kambodscha war es z.B., der Reglementierung der Sprache eine besondere Aufmerksamkeit geschenkt zu haben, einer Transformation der Sprache, der W&#246;rter und ihrem Sinn, u.a. durch Parolen und Propaganda, welche, da sie durch die charakteristischen Zwangsinstrumente dieser schrecklichen Diktatur tempor&#228;r wirksam gemacht worden sind, es nicht schaffen, die Vorstellungen zu ver&#228;ndern, um den &#8222;neuen Menschen&#8220; zu konstruieren, sondern nur, die Menschen zu vernichten. Einige wenig konventionelle Gedanken zur Funktionsweise dieser Regime, wie jene, welche man im Film &lt;i&gt;Das fehlende Bild&lt;/i&gt; von Rithy Panh findet, zeigen die verheerende Wirkung dieser perversen Manipulation, die sich nicht damit begn&#252;gt, den K&#246;rper zu bearbeiten, sondern auch die Sprache und die sie bearbeitenden Repr&#228;sentationen foltert, bis zu einem Punkt, wo der Traum, das Denken, die Revolte verunm&#246;glicht werden&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb8&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe die Brosch&#252;re &#8222;L&#8216;image, la m&#233;moire et l&#8216;oubli&#8220;, die f&#252;r die (...)&#034; id=&#034;nh8&#034;&gt;8&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Vom Zeitpunkt an, wo sie versuchen, sich zu verwirklichen, sind die Sprachutopien nicht weniger beunruhigend als andere Utopien: Wenn man sich wirklich ernsthaft die Mittel gibt, um bei der Durchsetzung der Art und Weise, wie gesprochen werden muss, bis ans Ende zu gehen, so will man die durch die Sprache bezeugte, spontane, diffuse und lebendige Entwicklung der Vorstellung und des Denkens beherrschen und vernichten. Das wird durch diese Rechtfertigung der Verteidigung der Feminisierung der Sprache auf der Sammelseite f&#252;r Brosch&#252;ren mit mehr oder weniger subversivem Anspruch infokiosques.net in ihrer Rubrik &#8222;Feminisierung der Sprache&#8220; bezeugt: &#8222;Die Umgestaltung der Sprache ist gleichbedeutend mit der Verweigerung einer Herrschaftsform, der Konstruktion eines anderen kollektiven Unbewussten.&#8220; Wenn man diese Behauptung ernst nimmt, kann man eher behaupten, dass das Ziel der &#8222;Konstruktion eines anderen kollektiven Unbewussten&#8220;, wenn es mit einer autorit&#228;ren Reglementierung der Sprache einhergeht, eben genau gleichbedeutend mit dem Traum der Institutionalisierung neuer Herrschaftsformen ist. Das ist schlichtweg Propaganda und wer auch immer das Unbewusste des anderen konstruieren will, oder gar schlicht und einfach Unbewusstes konstruieren, ist nichts anderes als ein totalit&#228;rer und repressiver Gr&#246;ssenwahnsinniger. Doch ist es letztendlich so erstaunlich auf einem Portal, das haupts&#228;chlich postmoderne, vertrags&#228;hnliche Brosch&#252;ren vertreibt, die stets normativ von den menschlichen Verh&#228;ltnissen sprechen&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb9&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Diesbez&#252;glich kann man auf die Polemik verweisen, welche dieses (...)&#034; id=&#034;nh9&#034;&gt;9&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Man ist nat&#252;rlich mit der Feminisierung der Sprache sehr weit von der erschreckenden Effizienz des Regimes der Roten Khmer entfernt und die Vergeblichkeit ist eher der Horizont dieser Unternehmung, umso mehr, weil sie sich auf formelle, die schriftliche Sprache betreffende Aspekte beschr&#228;nkt, das dar&#252;ber hinaus in Formen, die unm&#246;glich in die m&#252;ndliche Sprache &#252;bertragen werden k&#246;nnen (obwohl sich heutzutage einige &#252;berm&#228;ssig anstrengen, um den einschliessenden Vorschlag auf die m&#252;ndliche Sprache zu &#252;bertragen, mit Resultaten, die an Monty Python erinnern), was etwas &#252;ber die Vorgehensweise aussagt. Ihre Verbreitung setzt sich nur in gewissen aktivistischen und professionellen Milieus durch, in welchen sie tats&#228;chlich als Reglementierung und Norm fungiert. Sie wird dort zu einem Idiom, das einsperrt und die gegenseitige Wiedererkennung in der beruhigenden Behaglichkeit zwischen &#8222;Anti-Autorit&#228;ren&#8220; oder &#8222;toleranten&#8220; und &#8222;einschliessenden&#8220; Personen erlaubt. Die &#220;bereinstimmung mit dieser Norm, die h&#228;ufig angewendet wird, statt sich um die wirklichen Verh&#228;ltnisse zu sorgen, dr&#252;ckt allen voran eine ideologische und getrennte Zugeh&#246;rigkeit aus. Die Besonderheiten einer Sprache, die sich als Jargon konstituiert, schweissen die Gemeinschaft zusammen, tragen dazu bei, sie zu konstituieren, indem sie vom Rest der Welt abgeschnitten wird &#8211; der Jargon f&#252;hrt dazu, dass wenige Leute wirklich Zugang haben zum Inhalt einer technischen Konversation zwischen zwei Gerichtsmedizinern oder zwei Atomingenieuren z.B. Alle sektiererischen Vorgehensweisen &#228;ussern sich ebenfalls in der Sprache, und das ist kein Zufall, denn durch die Sprache vereinheitlicht und trennt man (vom Lateinischen &lt;i&gt;sectum&lt;/i&gt;). Dank den &#8222;ielles&#8220;, &#8222;-teurese&#8220; und &#8222;-E&#8220; erkennt man sich gegenseitig wieder und schliesst sich in einer folkloristischen und identit&#228;ren Behaglichkeit ein, die weit entfernt von jenen emanzipatorischen Zielen ist, die man sich gibt, und in einem gegenseitigen und verallgemeinerten gesellschaftlichen Unverst&#228;ndnis im Verh&#228;ltnis zum Rest der Welt, wie, sagen wir es noch einmal, die Sekten und Gemeinschaften. An Passanten verteilte Flugbl&#228;tter, auf Mauern geklebte Plakate sind nicht mehr verst&#228;ndlich f&#252;r den Normalsterblichen (der &#252;brigens verachtet wird, insbesondere aus diesem pr&#228;zisen Grund, dass er nicht gem&#228;ss den institutionalisierten Vorgaben der diversen, derzeit g&#252;ltigen praktischen anti-autorit&#228;ren Handb&#252;cher lebt, isst, seine Fusspilze behandelt oder sich ausdr&#252;ckt), nicht weil der Inhalt zu komplex ist, sondern schlicht und einfach, weil er nicht die gleiche Sprache benutzt. Wer w&#252;rde sich an die Schriften Baudelaires oder Bakunins erinnern, wenn sie unter solchen normalisierenden und anti-poetischen Zw&#228;ngen der Szene geschrieben worden w&#228;ren? Ihre Kraft und ihre Verbreitung kommen eben genau von der poetischen Universalit&#228;t und der unbeugsamen Singularit&#228;t ihrer Sprache.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auf dem Schlachtfeld der Sprache ist die Denkweise der Reglementierung und der Normalisierung und die Fokussierung auf die Form gezwungenermassen, was auch immer das angek&#252;ndigte Ziel sein mag, gleichbedeutend mit der Tatsache, sich selber als Verwalter der gesellschaftlichen Gebr&#228;uche zu setzen und sich in jenem Lager zu verorten, welches den darin umk&#228;mpften emanzipatorischen und anti-autorit&#228;ren M&#246;glichkeiten im Weg steht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Somit nein, die Feminisierung befreit die Frauen nicht, &#252;brigens auch sonst niemanden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es w&#228;re Zeit, diese tendenziell normativen und autorit&#228;ren Haltungen aufzugeben, deren Makel darin liegt, sich Illusionen hinzugeben, um nach &lt;i&gt;der Befreiung&lt;/i&gt;, in der Sprache, aber v.a. &#252;berall sonst, &lt;i&gt;aller lebenden&lt;/i&gt;, m&#228;nnlichen, weiblichen oder anderen &lt;i&gt;Wesen&lt;/i&gt; zu streben und sie m&#246;glich zu machen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und die Sprache, welche unterwegs erfunden werden wird, wird nicht das Werk einer Reglementierung sein, sondern eines Wirbelwindes des Lebens, von Kontingenzen, &#220;berraschungen, Spontaneit&#228;ten und Abenteuern. Einzig das &lt;i&gt;Unbekannte&lt;/i&gt; ist imstande, die Sprache zu ver&#228;ndern, und das &lt;i&gt;Unbekannte&lt;/i&gt; ist &#252;berall.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Maria Desmers&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&#034;http://non-fides.fr/?La-feminisation-libere-t-elle-les-femmes&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;Quelle&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Erstmals erschienen in der Zeitschrift &lt;a href=&#034;https://desruines.noblogs.org/&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;&lt;i&gt;Des Ruines&lt;/i&gt;&lt;/a&gt;, Nr. 3/4, Anfang 2019.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als Brosch&#252;re bei &lt;a href=&#034;https://ravageeditions.noblogs.org/post/2019/06/29/la-feminisation-libere-t-elle-les-femmes%e2%80%86-maria-desmers-2/&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;Ravage &#201;ditions&lt;/a&gt;, Juli 2019.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#220;bersetzt aus dem Franz&#246;sischen von &lt;a href=&#034;https://kommunisierung.net/&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;kommunisierung.net&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		&lt;hr /&gt;
		&lt;div class='rss_notes'&gt;&lt;div id=&#034;nb1&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh1&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 1&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;1&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Diese Analyse findet man z.B. im Buch der Feministinnen Selma James und Mariarosa Dalla-Costa &lt;i&gt;Die Macht der Frauen und der Umsturz der Gesellschaft&lt;/i&gt;, sie wird jedoch meistens an einer vereinfachenden feministischen Sauce serviert, welche sie behaupten l&#228;sst, der Mann sei der Chef der Frau.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb2&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh2&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 2&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;2&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Das aktivistische Infoportal der Region Toulouse IAATA feminisiert z.B. auf autorit&#228;re Art und Weise die zur Ver&#246;ffentlichung vorgeschlagenen Texte.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;3&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Wir werden sehen, dass diese Art von Ausdruck metaphorisch ist, denn es ist nicht wirklich ersichtlich, wie ein grammatikalischer Genus irgendwie oder irgendjemandem n&#252;tzen k&#246;nnte.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb4&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh4&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 4&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;4&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Man kann ans Englische denken, oder an alle anderen Sprachen, die einen verallgemeinerten Gebrauch des Neutrums kennen.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb5&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh5&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 5&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;5&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Man k&#246;nnte daraus den lustigen Vorschlag eines Schreibzwangs ohne &#8222;cis-maskuline&#8220; W&#246;rter ableiten, genau wie Perec in &lt;i&gt;Anton Voyls Fortgang&lt;/i&gt; den Vokal verschwinden l&#228;sst, doch daf&#252;r m&#252;sste man wahrscheinlich Zugang zu einem Streben nach Kreativit&#228;t und einer Verweigerung der Norm haben, davon scheinen die Anh&#228;nger der Feminisierung allerdings bewusst Abstand zu halten.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb6&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh6&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 6&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;6&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;In anderen Sprachen, in welchen das Maskulinum nicht vorherrschend ist, seien es andere Eigenschaften, welche diese reale Herrschaft bezeugen.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb7&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh7&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 7&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;7&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Gustav Landauer, &lt;a href=&#034;https://www.anarchismus.at/anarchistische-klassiker/gustav-landauer/6465-gustav-landauer-lernt-nicht-esperanto&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;&#8222;Lernt nicht Esperanto!&#8220;&lt;/a&gt; in &lt;i&gt;Die freie Generation&lt;/i&gt;, Bd. 2, Nr. 5, November 1907, S. 147-150.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb8&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh8&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 8&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;8&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe die Brosch&#252;re &lt;a href=&#034;https://www.non-fides.fr/?L-image-la-memoire-et-l-oubli&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;&#8222;L&#8216;image, la m&#233;moire et l&#8216;oubli&#8220;&lt;/a&gt;, die f&#252;r die Filmvorf&#252;hrung von &lt;i&gt;Das fehlende Bild&lt;/i&gt; von Rithy Panh in der anarchistischen Bibliothek La Discordia im Januar 2017 herausgegeben worden ist, man kann den Text auch in dieser Nummer [der Zeitschrift] auf der S. 89 lesen.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb9&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh9&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 9&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;9&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Diesbez&#252;glich kann man auf die Polemik verweisen, welche dieses &#8222;kollektive&#8220; Portal (welches von einer eisernen Hand ohne Samthandschuh gehalten wird) dazu gebracht hat, den anarchistischen Verleger Ravage &#201;ditions auszuschliessen, nachdem dieser anti-autorit&#228;re Kritiken dieser neuen alternativistischen Machthaber der Dekonstruktion und wahrhaften neuen Polizisten des Denkens und der Sitten innerhalb linker politischer Szenen herausgegeben hat &#8211; z.B. die sch&#246;ne Brosch&#252;re Aviv Etrebilal, &lt;a href=&#034;http://www.non-fides.fr/?Papillons-amour-libre-et-ideologie&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;&#8222;Papillons, amour libre et id&#233;ologie. Lettre sur l&#8216;incons&#233;quence&#8220;&lt;/a&gt;, 2013 oder die Brosch&#252;re Un contributeur du n&#233;gatif, &lt;a href=&#034;https://ravageeditions.noblogs.org/post/2015/05/04/de-la-banalisation-des-theses-ethno-differencialistes-et-communautaristes/&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;&#8222;De la banalisation des th&#232;ses ethno-diff&#233;rencialistes et communautaristes en milieu militant&#8220;&lt;/a&gt;, 2015.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;
		
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