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		<title>Doc Sportello - ARTE zu Afghanistan: M&#228;rchen aus 1001 Nacht</title>
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		<dc:date>2020-05-14T18:34:00Z</dc:date>
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		<dc:subject>Bericht/Analyse</dc:subject>
		<dc:subject>Doc Sportello</dc:subject>
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		<dc:subject>Afghanistan</dc:subject>
		<dc:subject>Jihadismus</dc:subject>

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&lt;p&gt;Die geographische Lage Afghanistans und der eigent&#252;mliche Charakter des Volkes verleihen dem Lande im Zusammenhang mit den Geschicken Zentralasiens eine politische Bedeutung, die kaum &#252;bersch&#228;tzt werden kann. &lt;br class='autobr' /&gt;
Friedrich Engels, 1857 &lt;br class='autobr' /&gt;
Unl&#228;ngst strahlte ARTE einen vierteiligen Dokumentarfilm zur j&#252;ngsten Geschichte Afghanistans aus. Nur schon der Titel liess einem das schlimmste bef&#252;rchten: Afghanistan. Das verwundete Land. Die Personifikation von Nationalstaaten ist eine typisch b&#252;rgerliche (&#8230;)&lt;/p&gt;


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 <content:encoded>&lt;img src='https://www.kommunisierung.net/IMG/logo/arton69.jpg?1689273178' class='spip_logo spip_logo_right' width='150' height='106' alt=&#034;&#034; /&gt;
		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;blockquote class=&#034;spip_poesie&#034;&gt;&lt;div&gt;Die geographische Lage Afghanistans und der eigent&#252;mliche Charakter des Volkes verleihen dem Lande im Zusammenhang mit den Geschicken Zentralasiens eine politische Bedeutung, die kaum &#252;bersch&#228;tzt werden kann.&lt;/div&gt;
&lt;div&gt; &lt;/div&gt;
&lt;div&gt;Friedrich Engels, 1857&lt;/div&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Unl&#228;ngst strahlte ARTE einen vierteiligen Dokumentarfilm zur j&#252;ngsten Geschichte Afghanistans aus. Nur schon der Titel liess einem das schlimmste bef&#252;rchten: &lt;i&gt;Afghanistan. Das verwundete Land&lt;/i&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb1&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Die vier Episoden sind bis am 5. Juli 2020 auf der Homepage von ARTE verf&#252;gbar.&#034; id=&#034;nh1&#034;&gt;1&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Die Personifikation von Nationalstaaten ist eine typisch b&#252;rgerliche Macke, genau wie ein Land sich freuen, trauern oder in Angst sein kann, kann es sich auch verwunden, wenn es nicht aufpasst. Und Afghanistan &lt;i&gt;hat nicht aufgepasst&lt;/i&gt;, daran lassen die Regisseure kaum Zweifel. Es sind dies einerseits Mayte Carrasco, die Friedensforschung und Internationale Beziehungen studiert hat, mittlerweile Lektorin ist an diversen Universit&#228;ten und CEO von Big Story Films, Abnehmer ihrer journalistischen Arbeit sind u.a. unabh&#228;ngige und kritische Medien wie z.B. Berlusconis Mediaset oder Springers &lt;i&gt;Die Welt&lt;/i&gt;, andererseits Marcel Mettelsiefen, Fotojournalist, Kriegsberichterstatter und Dokumentarfilmer und stolzer Tr&#228;ger u.a. des Axel-Springer-Preises, ein Preis, mit dem z.B. auch allseits f&#252;r ihre Sachlichkeit bekannte Journalisten wie Julian Reichelt oder Ulf Poschardt ausgezeichnet wurden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Man ahnt also, wohin die Reise gehen wird. Von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen, kommen in den vier Episoden nur Exponenten der afghanischen Elite zu Wort, die meisten davon sind seit Jahrzehnten treue Diener des Westens. Es wird zwar beil&#228;ufig erw&#228;hnt, dass das Leben der Schickeria in Kabul nicht repr&#228;sentativ f&#252;r den Alltag der Afghanen ausserhalb dieser Kreise ist, doch in Anbetracht des Gewichts, das die Regisseure ihm geben, muss man zwangsl&#228;ufig zum Schluss kommen, dass es doch &lt;i&gt;irgendwie massgeblich&lt;/i&gt; ist. Gleichzeitig kommen wesentliche Aspekte gar nicht oder kaum zur Sprache, &#252;beraus dubiose Leute d&#252;rfen unkommentiert ihre Geschichten erz&#228;hlen, Gulbuddin Hekmatyar erz&#228;hlt seine Seite an Seite mit liberalen Feministinnen, die Postmoderne und ihr absurder Realismus zeigen sich in H&#246;chstform.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Teil 1: Demokratie &#8211; das ist die Macht des K&#246;nigs plus Elektrifizierung des ganzen Landes&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Koh&#228;renz zwischen Form und Inhalt zuliebe beginnt die Geschichte wie ein M&#228;rchen: &#8222;Dies ist die Geschichte eines Landes, das ebenso sch&#246;n wie verflucht zu sein scheint, ein Land, das seit so langer Zeit im Krieg gefangen ist, dass sich nur wenige daran erinnern k&#246;nnen, wie alles begann und warum. Geld, Macht, Religion? Niemand hat eine Antwort. Was ist in Afghanistan schiefgelaufen? Dieses Land bleibt ein R&#228;tsel.&#8220; Man erf&#228;hrt auch, dass das Leben in Kabul damals &#8222;romantisch&#8220; war, alle waren &#8222;gl&#252;cklich&#8220; und es war &#8222;vermutlich sogar besser als in Europa&#8220;. Das Land ist &#8222;umgeben von uralten Zivilisationen&#8220; und &#8222;vereint vom islamischen Glauben&#8220;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Afghanistan war in Tat und Wahrheit nie besonders &#8222;vereint&#8220;, so hiess z.B. die Provinz Nuristan (&#8222;Land der Erleuchtung&#8220;) bis zur aufgezwungenen Islamisierung 1896 Kafiristan (&#8222;Land der Ungl&#228;ubigen&#8220;) und war zuvor religi&#246;s von hinduistischen und buddhistischen Einfl&#252;ssen gepr&#228;gt. Auch die Repression und Massaker gegen die schiitischen Hazara ziehen sich wie ein roter Faden durch die neuzeitliche Geschichte, ihr Gebiet Hazarajat geriet ebenfalls erst Ende des 19. Jahrhunderts unter die Kontrolle der Zentralregierung. Als gr&#246;sste ethnische Gruppe (ungef&#228;hr 40%) haben die grossmehrheitlich sunnitischen und hanafitischen Paschtunen stets das Geschehen gepr&#228;gt, ihr Ehrenkodex Paschtunwali gilt als besonders konservativ. Etymologisch bedeutet der Landesname urspr&#252;nglich &#8222;Land der Paschtunen&#8220;, erst seit der Verfassung 1964 bezeichnet der Begriff &#8222;Afghanen&#8220; offiziell alle B&#252;rger des Landes unabh&#228;ngig von ihrer ethnischen Zugeh&#246;rigkeit.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Obwohl diese Verfassung tats&#228;chlich gewisse Freiheiten garantierte und ein gew&#228;hltes Parlament einf&#252;hrte (zumindest was das Unterhaus betrifft, f&#252;r das Oberhaus sah sie vor, dass ein Drittel der Abgeordneten vom K&#246;nig nominiert werden), ist die Behauptung, sie sei gleichbedeutend mit Demokratie, absolut demagogisch. Als eingefleischte Demokraten sollten Carrasco und Mettelsiefen eigentlich wissen, dass die Souver&#228;nit&#228;t des Volkes eine Demokratie definiert. Artikel 6 lautet allerdings folgendermassen: &#8222;In Afghanistan personifiziert der K&#246;nig die Souver&#228;nit&#228;t.&#8220; Artikel 15 garantiert ihm Straffreiheit, Artikel 16 und 17 der K&#246;nigsfamilie den Machterhalt. Artikel 9 definiert seine Rechte und Pflichten, er kann z.B. das Parlament aufl&#246;sen, internationale Vertr&#228;ge unterschreiben oder Gerichtsurteile aufheben. Gewaltenteilung sieht anders aus und jeder b&#252;rgerliche Staatsrechtler definiert eine solche Staatsform als konstitutionelle Monarchie, ganz bestimmt nicht als Demokratie.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Film erw&#228;hnt nicht, dass der Autor des Putsches 1973 und Neffe des K&#246;nigs Mohammed Daoud Khan von 1953 bis 1963 Ministerpr&#228;sident war. W&#228;hrend dieser Zeit n&#228;herte sich Afghanistan der Sowjetunion an und betrieb eine aggressive Politik gegen&#252;ber Pakistan. Daoud Khan setzte sich die Aufhebung der Durand-Linie und die Annexion der paschtunischen Gebiete Pakistans zum Ziel. Pakistan schloss 1961 die Grenze, 1962 sandte Afghanistan sogar mehrmals Truppen &#252;ber die Grenze, der erhoffte paschtunische Aufstand im Nachbarland blieb jedoch aus. Um die Lage zu beruhigen, wurde Daoud Khan 1963 vom K&#246;nig abgesetzt. Mohammed Zahir Schah orientierte sich nun zunehmend an Washington und der Einfluss Moskaus in Afghanistan verringerte sich. Die Verfassung 1964 hatte nicht zuletzt zum Zweck, Daoud Khan von jeglichen Machtpositionen fernzuhalten, Artikel 24, informell bekannt als Daoud-Bestimmung, untersagte Mitgliedern der K&#246;nigsfamilie die Mitgliedschaft in politischen Parteien und hielt fest, dass sie nicht Parlamentsmitglieder, Ministerpr&#228;sidenten, Minister oder Richter sein k&#246;nnen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Afghanistan hatte 1939 seine Neutralit&#228;t erkl&#228;rt, nahm 1955 an der Bandung-Konferenz teil und schloss sich der Bewegung der Blockfreien Staaten an. W&#228;hrend einige Staaten der Bewegung sich ziemlich eindeutig entweder an Washington oder an Moskau orientierten, versuchte Afghanistan stets, beide Seiten nicht allzu stark zu ver&#228;rgern. Genau deshalb bekam das Land Finanzhilfe von beiden Seiten, Moskau hatte tendenziell gr&#246;sseren Einfluss im Norden, Washington im S&#252;den. Obwohl sein n&#246;rdlicher Eingang kurz eingeblendet wird, wird der 1964 fertiggestellte und von der UdSSR finanzierte Salang-Tunnel im Film nicht einmal erw&#228;hnt. Er galt damals als Wunder der Ingenieurskunst und war bis zum Bau des Eisenhower-Tunnels in den Rocky Mountains 1973 der h&#246;chstgelegene Tunnel der Welt. Bis heute ist er die wichtigste Verbindungsachse zwischen dem Norden und dem S&#252;den, allen voran zwischen den n&#246;rdlichen Grossst&#228;dten Mazar-i-Sharif und Kunduz und der Hauptstadt Kabul.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Statt &#252;ber die tats&#228;chliche wirtschaftliche und politische Struktur des Landes zu sprechen, verirrt sich die Erz&#228;hlung in der Tiefenpsychologie und uns wird erkl&#228;rt, dass der K&#246;nig ein ganz einfacher Mann war und in Wirklichkeit von seiner Frau kontrolliert wurde. Schliesslich sind K&#246;nige, genau wie die Bourgeoisie, allgemein f&#252;r ihre Einfachheit bekannt und sie herrschen selbstverst&#228;ndlich nur, um den Frauenrechten endlich zum Durchbruch zu verhelfen. Zwar wird erw&#228;hnt, dass 80% der Bev&#246;lkerung auf dem Land in Armut leben und die Frauen dort praktisch keine Rechte haben, in Kabul scheinen jedoch alle zur Elite zu geh&#246;ren, alle haben universit&#228;re Bildung, gehen an Jazz-Konzerte und lesen sublime Poesie. Die Armen waren auch gl&#252;cklich, da es gn&#228;digerweise nicht verboten war, Drachen steigen zu lassen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es passt bestens zu dieser prowestlichen M&#228;rchenwelt, dass Gulbuddin Hekmatyar als unschuldiger Zeitzeuge dargestellt wird. Geboren 1949 in einem Dorf der Provinz Kunduz, beklagt sich der arme Mann im Film &#252;ber die Korruption, diese sei die Ursache gewesen, dass seine brillanten schulischen Leistungen nicht gew&#252;rdigt worden seien. In Wirklichkeit genoss er die Unterst&#252;tzung des Gesch&#228;ftsmannes Gholam Serwar Nasher, der ihm 1968 ein Studium an der Milit&#228;rakademie Mahtab Qala in Kabul erm&#246;glichte, wegen seiner politischen Ansichten wurde er ausgeschlossen und begann 1969 sein Ingenieursstudium an der Universit&#228;t Kabul. Anfangs war er Mitglied der 1969 gegr&#252;ndeten Muslimjugend. Ein paar Archivaufnahmen von Demonstrationen sind sehr verk&#252;rzt als Zusammenfassung seines &#8222;Kampfes gegen die Kommunisten&#8220;: &#8222;Als Ingenieurstudent an der Universit&#228;t Kabul organisierte Hekmatyar Angriffe, die darin bestanden, S&#228;ure auf die Gesichter unverschleierter Frauen oder auf ihre unbedeckten Beine zu werfen und manchmal schoss er ihnen sogar in die Beine.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb2&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Sonali Kolhatkar, James Ingalls, Bleeding Afghanistan. Washington, Warlords, (&#8230;)&#034; id=&#034;nh2&#034;&gt;2&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Konfrontation zwischen Kommunisten und Islamisten an den Universit&#228;ten war kein &#8222;Kulturkampf&#8220;, sondern ein politischer Konflikt, der mit allen Mitteln gef&#252;hrt wurde, ein Abbild der afghanischen Zukunft. Im Jahr 1972 war Hekmatyar wegen dem Mord an einem maoistischen Studenten im Gef&#228;ngnis und floh 1973 nach Pakistan. Er verliess die Muslimjugend und gr&#252;ndete 1974 die Hezb-i Islami. Schon damals war er im Konflikt mit Ahmad Schah Massoud, der ebenfalls in Kabul studierte und Mitglied der Muslimjugend war, und versuchte bereits 1975 mithilfe des pakistanischen Geheimdienstes ISI, der ihn schon seit Anfang der 1970er Jahre unterst&#252;tzte&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe ebd.&#034; id=&#034;nh3&#034;&gt;3&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;, ihn zu ermorden, woraufhin Massoud ein paar Jahre im pakistanischen Exil verbrachte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach der grossen Hungersnot 1971-1972 profitierte Daoud Khan am 17. Juli 1973 von der Abwesenheit des K&#246;nigs, um die Macht zu ergreifen. Des K&#246;nigs &#8222;einfacher Lebensstil&#8220; wurde ihm zum Verh&#228;ngnis, denn er weilte nicht etwa aus diplomatischen Gr&#252;nden in Italien, sondern um sich einer Augenoperation zu unterziehen und seinen Hexenschuss zu behandeln. Die Behauptung im Film, dass mit Daoud Khan auch &#8222;die kommunistische Partei an die Macht&#8220; kam, stimmt so nicht ganz. Die 1965 gegr&#252;ndete Demokratische Volkspartei Afghanistans war seit 1967 gespalten, die eher urbane und als gem&#228;ssigt geltende Parcham-Fraktion unterst&#252;tzte den Putsch, die eher rurale und als extremistisch geltende Khalq-Fraktion hingegen nicht. Letztere konzentrierte sich darauf, ihren Einfluss in der Armee zu vergr&#246;ssern, was sich 1978 als ziemlich n&#252;tzlich herausstellen w&#252;rde. Erst 1977 vereinigten sich die beiden Fraktionen, vermutlich nicht ganz ohne Unterst&#252;tzung aus Moskau, war es doch auch das Jahr, wo Daoud Khan sich zunehmend von Moskau abwendete (die Beziehungen jedoch nicht vollst&#228;ndig abbrach, wie es im Film behauptet wird) und sich Teheran und Islamabad ann&#228;herte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Ende der Monarchie war aber nicht gleichbedeutend mit dem Ende der politischen Stabilit&#228;t. Daoud Khan f&#252;hrte die zuvor begonnene Modernisierungspolitik weiter und der aussenpolitische Zickzackkurs war alles andere als neu. Dieser ist eng verbunden mit der Bedrohung des grossen Nachbars, zuerst Britisch-Indien, dann Pakistan, der 1893 festgelegten Durand-Linie und dem Schreckgespenst Paschtunistan. Die eher prowestlichen Phasen in der Nachkriegszeit (im wesentlichen 1963-1973 und 1977-1978) waren das Resultat einer entspannten Lage mit Islamabad. Pakistan hatte sich schon 1954 mit den USA verb&#252;ndet und wenn die Lage angespannt war, wendete sich Kabul ihrem gemeinsamen Feind zu: Moskau. Schon w&#228;hrend des Zweiten Weltkrieges hatte Afghanistan nicht gez&#246;gert, zu Beginn relativ freundschaftliche Beziehungen mit der Achse zu unterhalten und sich dann dem Verlauf des Krieges entsprechend immer mehr den Alliierten anzun&#228;hern.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es ist also extrem verk&#252;rzt, die politische Instabilit&#228;t Afghanistans einfach der sowjetischen Einmischung zuzuschreiben. Diverse M&#228;chte unterst&#252;tzten verschiedene politische Akteure, um im Land an Einfluss zu gewinnen, Moskau hatte die DVPA, London Massoud, Islamabad Hekmatyar und Peking die Maoisten zu diesem Zweck. Dass eine solche Konfiguration zu Konflikten f&#252;hrt, ist alles andere als &#8222;ein R&#228;tsel&#8220;, es war ein gew&#246;hnlicher Machtkampf zwischen Anh&#228;ngern der Monarchie und verschiedenen Fraktionen der Bourgeoisie, die jeweils von konkurrierenden imperialistischen M&#228;chten unterst&#252;tzt wurden. Obwohl es unter Daoud Khan zu einigen Protesten kam, blieb die Lage weitgehend stabil, erst mit der Aprilrevolution 1978 eskalierte der bis anhin latente Konflikt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach der Ermordung des Vorsitzenden der Parcham-Fraktion Mir Akbar Khyber am 17. April 1979 ergriff die DVPA am 28. April in einem blutigen Putsch die Macht. Es ist heute noch nicht vollst&#228;ndig klar, wer ihn ermordete. Das Regime Daoud Khans beschuldigte Hekmatyar, Nur Muhammad Taraki, der Vorsitzende der Khalq-Fraktion, das Regime, einige Angeh&#246;rige der Parcham-Fraktion beschuldigten wiederum Hafizullah Amin von der Khalq-Fraktion, w&#228;hrend einige Angeh&#246;rige der Khalq-Fraktion die Sowjetunion und Babrak Karmal von der Parcham-Fraktion verd&#228;chtigten. Der Putsch war das Werk der Khalq-Fraktion und in Moskau war man nicht besonders gl&#252;cklich dar&#252;ber: &#8222;Trotz den vielen hoch platzierten Quellen des KGB in der afghanischen Regierung &#8211; einige waren sogar Minister &#8211; war die Revolte f&#252;r Moskau eine &#220;berraschung. Die sowjetische F&#252;hrung erfuhr die Neuigkeit aus einem Bericht von Reuters. Paradoxerweise war Breschnew nicht erfreut.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb4&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Gregory Feifer, The Great Gamble. The Soviet War in Afghanistan, New York, (&#8230;)&#034; id=&#034;nh4&#034;&gt;4&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der damalige sowjetische Vize-Aussenminister Georgi Kornienko kommentierte den Putsch in seinen Memoiren: &#8222;Sp&#228;ter offenbarte mir der Anf&#252;hrer der DVPA, Taraki, dass die afghanischen Anf&#252;hrer die M&#246;glichkeit gehabt h&#228;tten, die Sowjets &#252;ber den sich abzeichnenden Staatsstreich zu informieren, doch dass sie es absichtlich nicht getan h&#228;tten, denn sie bef&#252;rchteten, dass Moskau sie davon w&#252;rde abbringen wollen, eine bewaffnete Rebellion zu unternehmen, mit dem Argument der Abwesenheit einer revolution&#228;ren Situation in Afghanistan als Vorwand. Diese Bef&#252;rchtungen waren nicht unbegr&#252;ndet. H&#228;tte die UdSSR Kenntnis gehabt von ihren Absichten, h&#228;tte sie ihnen wahrscheinlich geraten, von diesem Projekt abzusehen, denn es gab von einem marxistischen Standpunkt aus tats&#228;chlich keine revolution&#228;re Situation im Land und die Beziehungen der UdSSR mit Afghanistan waren freundschaftlich unter Zahir Schah und unter Daoud, trotz dem Flirt Daouds mit dem Westen.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb5&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Zitiert nach Assem Akram, Histoire de la guerre d&#8216;Afghanistan, Paris, (&#8230;)&#034; id=&#034;nh5&#034;&gt;5&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Unterst&#252;tzung Moskaus f&#252;r die DVPA war stets eine Unterst&#252;tzung der Parcham-Fraktion: &#8222;Er [der KGB] hatte den gr&#246;ssten Teil seines Kapitals in die Parcham-Fraktion investiert und tendierte dazu, ihre Ansichten zu teilen, obwohl sie proportional einen geringen Anteil der Mitglieder der DVPA repr&#228;sentierte &#8211; 1&#8216;500 von 15&#8216;000.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb6&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Rodric Braithwaite, Afgantsy. The Russians in Afghanistan 1979-89, Oxford, (&#8230;)&#034; id=&#034;nh6&#034;&gt;6&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; Schon am 13. Dezember 1979 plante der KGB, die F&#252;hrungsriege der Khalq-Fraktion zu vergiften&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb7&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe Gregory Feifer, op. cit., S. 58.&#034; id=&#034;nh7&#034;&gt;7&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;, Taraki war in der Zwischenzeit auf Befehl Amins am 8. Oktober 1979 ermordet worden. Dass Amin am 27. Dezember 1979 ermordet wurde, um &#8222;die Ordnung wiederherzustellen&#8220;, ist also gewiss nicht ganz falsch, aber es ist schon ein bisschen d&#252;rftig, diesen blutigen Fraktionskampf nicht einmal zu erw&#228;hnen. Die Erst&#252;rmung seines Palastes war ein geplanter Hinterhalt und bis fast zuletzt glaubte Amin, die sowjetischen Truppen seien zu seinem Schutz da&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb8&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe &#8222;The Storming of the Palace&#8220; in Rodric Braithwaite, op. cit., S. 82-102.&#034; id=&#034;nh8&#034;&gt;8&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Teil 2: Das Reich des B&#246;sen und das Opium der Geister&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wie erf&#228;hrt man bloss, was die gew&#246;hnlichen Leute in der UdSSR von der Invasion in Afghanistan hielten? Am besten stellt man die Frage einem hochrangigen Vertreter der Roten Armee, so erfahren wir vom Major Ruslan Aushev: &#8222;Wir, das Milit&#228;r, wollten alle nach Afghanistan geschickt werden.&#8220; Wenn man glaubw&#252;rdigere Quellen konsultiert, ergibt sich ein anderes Bild: &#8222;Verr&#252;ckte Leute nannten Afghanistan &#8218;eine Schule des Mutes&#8216;. Und waren weise genug, ihre S&#246;hne nicht dorthin zu schicken. Sie sprachen von &#8218;internationaler Pflicht&#8216;, &#8218;der Schlacht gegen die S&#246;ldner des Imperialismus an den s&#252;dlichen Grenzen unseres Vaterlandes&#8216;, &#8218;der resoluten Zur&#252;ckweisung der Aggression durch die Reaktion&#228;re der Region&#8216;. Und so weiter, und so fort. Sie versuchten, sich selbst und den Rest des Landes von der Tatsache zu &#252;berzeugen, dass Afghanistan &#8218;aus unreifen Jugendlichen standhafte K&#228;mpfer f&#252;r unseren kommunistischen Glauben macht&#8216;. Doch sollte Afghanistan Leute zum Glauben inspiriert haben, so war es ein Glaube, der ganz anders war, als jener, welcher von unserer Propaganda proklamiert wurde.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb9&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Artyom Borovik, The Hidden War. A Russian Journalist&#8216;s Account of the Soviet (&#8230;)&#034; id=&#034;nh9&#034;&gt;9&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Artyom Borovik schrieb f&#252;r das russische Magazin &lt;i&gt;Ogonjok&lt;/i&gt;, das seit dem Machtantritt Gorbatschows seine Politik verteidigte und somit ziemlich kritisch &#252;ber den Krieg berichtete. Die Regisseure scheinen hingegen die orthodoxe Parteilinie zu bevorzugen und befragen Mikhail Kozhukov, Berichterstatter der &lt;i&gt;Komsomolskaja Prawda&lt;/i&gt;, diese Zeitung war das Organ der Jugendorganisation der KP Komsomol, Kritik am Krieg fand man darin kaum bis gar nicht. Er erz&#228;hlt uns: &#8222;Ich hatte so ein moralisches Bed&#252;rfnis, etwas Sinnvolles zu tun. Es gab eine M&#246;glichkeit, diesen Menschen zu helfen, das war das Motiv, &#228;hnlich wie der B&#252;rgerkrieg in Spanien 1939.&#8220; Es soll hier nur nebenbei erw&#228;hnt werden, dass die sowjetische Einmischung in den Spanischen B&#252;rgerkrieg damals nicht von allen als hilfreich betrachtet worden war, wichtiger ist hier, dass der Vergleich &#252;berhaupt nicht zum Verst&#228;ndnis der damaligen Situation in Afghanistan beitr&#228;gt, sondern illustriert, wie ein parteitreuer Journalist sich die Gewissheit gibt, dass seine Propaganda der noblen Sache des Antifaschismus diente.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auch die damalige westliche Kriegspropaganda kriecht im Film aus dem M&#252;lleimer der Geschichte hervor. So erkl&#228;rt uns Massood Khalili, ein enger Vertrauter Massouds, dass die Mudjahedin selbstverst&#228;ndlich weder &#8222;islamistisch&#8220; noch &#8222;fanatisch&#8220; waren. Auch wer immer schon wissen wollte, was &#8222;Jihad&#8220; genau bedeutet, erf&#228;hrt es hier: &#8222;Jihad bedeutet Kampf f&#252;r die Freiheit.&#8220; Shukria Barakzai gesteht ebenfalls, dass sie von den &#8222;Freiheitsk&#228;mpfern&#8220; fasziniert war. Massoud war eine Art Mischung zwischen Bob Dylan und Che Guevara, Hekmatyar ein frommer Muslim, der bloss seinen Glauben gegen die gottlosen Kommunisten verteidigen wollte. Einzig CIA-Offizier Milton Bearden r&#228;umt ein, dass einige der &#8222;Freiheitsk&#228;mpfer&#8220; vielleicht ein bisschen &#8222;b&#246;se&#8220; waren. In Anbetracht seiner Position ist er etwas pragmatischer als die naiven Journalisten und weiss insgeheim: Sie waren Bastarde, aber es waren unsere Bastarde!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Diese Erz&#228;hlung steht in einer direkten Kontinuit&#228;t zur damaligen Propaganda in der westlichen Presse. Niemand wollte genau hinschauen, schliesslich stand das ganze Abenteuer im Dienste der Demokratie und der Freiheit: &#8222;Die Berichterstattung der Presse bez&#252;glich des Verhaltens der Guerilla w&#228;hrend dieser &#196;ra war positiv oder gar begeistert in ihrer &#252;berw&#228;ltigenden Mehrheit. Ihre unangenehmen Eigenschaften wurden verharmlost oder &#252;berhaupt nicht erw&#228;hnt. Obwohl einige Zeitungen eine gewisse Zur&#252;ckhaltung hinsichtlich der milit&#228;rischen Hilfe f&#252;r die Mudjahedin durch die USA (besonders die &lt;i&gt;Los Angeles Times&lt;/i&gt; und die &lt;i&gt;Washington Post&lt;/i&gt;) und andere (wie das &lt;i&gt;Wall Street Journal&lt;/i&gt;) eine offenere Politik bef&#252;rworteten, waren diese Unterschiede nur graduell. Nahezu alle Zeitungen bef&#252;rworteten ein gewisses Ausmass an milit&#228;rischer Unterst&#252;tzung durch die USA und ziemlich alle waren sich einig, dass die Guerillas &#8218;heldenhaft&#8216;, &#8218;mutig&#8216; und allen voran &#8218;Freiheitsk&#228;mpfer&#8216; waren.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb10&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;David Gibbs, &#8222;Forgotten Coverage of Afghan &#8218;Freedom Fighters&#8216;&#8220;, FAIR, 1. (&#8230;)&#034; id=&#034;nh10&#034;&gt;10&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Film wird auch suggeriert, die amerikanische Unterst&#252;tzung h&#228;tte erst 1980 begonnen. Sie begann in Wirklichkeit schon im Juli 1979, knapp ein halbes Jahr vor der sowjetischen Invasion&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb11&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe ebd.&#034; id=&#034;nh11&#034;&gt;11&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Kurioserweise werden diesbez&#252;glich zentrale Figuren wie Charlie Wilson und Gust Avrakotos und die Arbeitsteilung zwischen den Geheimdiensten im Film nicht einmal erw&#228;hnt: &#8222;Washington und Riad waren im wesentlichen f&#252;r die Beschaffung von Geld und Waffen verantwortlich, der pakistanische Geheimdienst ISI f&#252;r die Verteilung des Materials und dem Kontakt zu den afghanischen Aufst&#228;ndischen. Die Verbindungsm&#228;nner zwischen CIA und ISI waren haupts&#228;chlich Wilson und Avrakotos. Die milit&#228;rische Operationshoheit &#252;ber die Geld- und Waffenfl&#252;sse wurden, einmal in Karachi angekommen, dem ISI &#252;bergeben, welcher sich um den Transport nach Peschawar und die dortige Verteilung an die afghanischen Mudjahedin k&#252;mmerte.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb12&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Doc Sportello, &#8222;Zur &#8218;Wurzel&#8216; des Islamischen Staats: Eine Kritik der &#8218;Thesen (&#8230;)&#034; id=&#034;nh12&#034;&gt;12&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; Je nach Sch&#228;tzungen flossen im Rahmen der Operation Cyclone zwischen zwei&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb13&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe Ursula Lehmkuhl, &#8222;Die Reagan-Jahre: Zur&#252;ck zum &#8218;alten Glanz&#8216;&#8220;, (&#8230;)&#034; id=&#034;nh13&#034;&gt;13&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; und sechs&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb14&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe Hasnain Kazim, &#8222;Das sowjetische Waterloo&#8220; in Der Spiegel, 22. Dezember (&#8230;)&#034; id=&#034;nh14&#034;&gt;14&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; Milliarden an die Mudjahedin.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es ist also falsch, wenn gelegentlich behauptet wird, die CIA h&#228;tte Hekmatyar bevorzugt, sie begann sogar ab Ende 1984, Massoud zu unterst&#252;tzen, ohne den ISI dar&#252;ber zu informieren&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb15&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe Steve Coll, Ghost Wars. The Secret History of the CIA, Afghanistan, (&#8230;)&#034; id=&#034;nh15&#034;&gt;15&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. In Pakistan war die CIA nur Juniorpartner, es war der ISI, der wusste, wie der Hase l&#228;uft. Da Hekmatyar schon zuvor Pakistans Mann in Afghanistan war, ist dessen Bevorzugung kaum &#252;berraschend. Neben der Islamischen Partei Hekmatyars wurden sechs weitere Parteien unterst&#252;tzt, die drei ersten galten als gem&#228;ssigt, die drei anderen, zusammen mit jener Hekmatyars, als extremistisch: die Islamische und Nationale Revolutionsbewegung Afghanistans, die Nationale Befreiungsfront von Sibghatullah Modschaddedi, die Nationale Islamische Front Afghanistans von Ahmed Gailani, die Islamische Vereinigung Afghanistans von Massoud, die Islamische Union f&#252;r die Befreiung Afghanistans von Abdul Rasul Sayyaf, die bevorzugte Partei Riads, und die Islamische Partei von Junis Chalis, eine Abspaltung von Hekmatyars Partei. Daneben gab es im Widerstand vom Iran unterst&#252;tzte schiitische und von China unterst&#252;tzte maoistische Gruppen, im Vergleich zu den sunnitischen Gruppen waren sie jedoch relativ bedeutungslos.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Waffen kamen in Karachi an und wurden dann nach Peshawar transportiert. Weder die Lastwagen noch die Schiffe fuhren leer zur&#252;ck: &#8222;Aber sie [die amerikanischen und arabischen Zahlungen] f&#252;hrten auch, da sich viele an ihnen bereichern wollten, zu einem rapiden Anstieg der Kriminalit&#228;t, vor der jeder die Augen verschlo&#223;, solange die Russen in Afghanistan standen, deren verheerende Folgen aber den Verwerfungen am Ende des Jahrzehnts den Weg bereiteten. So versorgten riesige Schiffsladungen mit leichten Waffen, die von der CIA geliefert und im Hafen von Karatschi gel&#246;scht wurden, zun&#228;chst den lokalen Markt (und machten diese Stadt zu einer der gewaltt&#228;tigsten der Welt), ehe sie an die offiziellen Empf&#228;nger weitergeleitet wurden. Und zur&#252;ck kamen die Lastwagen mit Heroin, das aus dem in Afghanistan und in den &#8218;Stammesgebieten&#8216; an der pakistanischen Grenze angebauten Opium gewonnen und &#252;ber Karatschi exportiert wurde.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb16&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Gilles Kepel, Das Schwarzbuch des Dschihad. Aufstieg und Niedergang des (&#8230;)&#034; id=&#034;nh16&#034;&gt;16&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Einzig im zweiten Teil der Serie werden &#8222;die Drogen&#8220; ganz beil&#228;ufig erw&#228;hnt. Doch der Export von Heroin war ein wesentliches Element in der Finanzierung des Jihad. Obwohl in Afghanistan der Opiumanbau seit sp&#228;testens dem 19. Jahrhunderts dokumentiert ist, begann der Aufstieg des Landes zum Marktf&#252;hrer in diesem Sektor in den 1980er Jahren. Die Produktion verdoppelte sich zwischen 1982 und 1983 und stieg daraufhin kontinuierlich an&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb17&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe Vanda Felbab-Brown, Shooting Up. Counterinsurgency and the War on (&#8230;)&#034; id=&#034;nh17&#034;&gt;17&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Anfang der 1990er Jahre wurde der Goldene Halbmond zum wichtigsten weltweiten Heroinproduzenten und l&#246;ste das Goldene Dreieck ab, heutzutage produziert Afghanistan 90% des weltweit konsumierten Heroins. Hekmatyar war von Anfang an daf&#252;r bekannt, die Heroinproduktion im Rahmen seiner Kriegswirtschaft systematisch zu nutzen&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb18&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe ebd.&#034; id=&#034;nh18&#034;&gt;18&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;, 1991 schrieb &lt;i&gt;Die Zeit&lt;/i&gt; &#252;ber ihn: &#8222;Nach Einsch&#228;tzung westlicher Drogenfahnder z&#228;hlt Gulbuddin Hekmatyar zu den gr&#246;&#223;ten Heroinproduzenten im &#8218;Goldenen Halbmond&#8216;. Er betreibe Labors in den pakistanischen Stammesgebieten und im Dreil&#228;ndereck zwischen Pakistan, Iran und Afghanistan. Sein Schwager Mohamad Hascheem und die Jugendfreunde Janbaz Khan und Hazarat Gul sollen f&#252;r Herstellung und Vertrieb des &#8218;wei&#223;en Pulvers&#8216; verantwortlich sein.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb19&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Martin J&#228;ger, &#8222;Der Tod aus dem Hindukush&#8220; in Die Zeit, 6. Dezember 1991.&#034; id=&#034;nh19&#034;&gt;19&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auch die arabischen Freiwilligen werden im Film nur sehr oberfl&#228;chlich behandelt, man begn&#252;gt sich mit der Feststellung, dass bin Laden und ein paar andere dort waren, in Wirklichkeit waren es je nach Sch&#228;tzungen zwischen 16&#8216;000 und 35&#8216;000. Trotz seiner zentralen Rolle wird der Pal&#228;stinenser Abdallah Azzam nicht einmal erw&#228;hnt. Er traf 1981 in Peschawar ein und gr&#252;ndete 1984 zusammen mit bin Laden und al-Zawahiri das Dienstleistungsb&#252;ro zur Mobilisierung arabischer Freiwilliger in der ganzen Welt, 1986 wurde sogar ein B&#252;ro in Tucson im amerikanischen Bundesstaat Arizona er&#246;ffnet&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb20&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe Steve Coll, op. cit., S. 155.&#034; id=&#034;nh20&#034;&gt;20&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Azzam ist mehr als 30 Jahre nach seinem Tod immer noch eine bedeutende Figur des Jihadismus: &#8222;[E]r bleibt einer der am meist verehrten Figuren in der Welt des radikalen Jihadismus. In fast jeglicher Hinsicht ist Azzam einer der einflussreichsten jihadistischen Ideologen aller Zeiten [&#8230;].&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb21&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Thomas Hegghammer, The Caravan. Abdallah Azzam and the Rise of Global Jihad, (&#8230;)&#034; id=&#034;nh21&#034;&gt;21&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; Vermutlich ist den Regisseuren nicht einmal aufgefallen, dass der interviewte algerische K&#228;mpfer Abdullah Anas mit richtigem Namen Boudjema Bounouma heisst&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb22&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe ebd., S. 6.&#034; id=&#034;nh22&#034;&gt;22&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; und sein Schwiegersohn ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Dienstleistungsb&#252;ro war die Vorg&#228;ngerorganisation von Al-Qaida. Es ist ziemlich wahrscheinlich, dass es auch aktiv von der CIA unterst&#252;tzt wurde&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb23&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe David Gibbs, op. cit.&#034; id=&#034;nh23&#034;&gt;23&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;, und es arbeitete v.a. mit Hekmatyar zusammen. Azzam wurde am 24. November 1989 in einem Autobombenattentat in Peschawar ermordet, bis heute weiss niemand genau, von wem. Die Liste der Verd&#228;chtigen ist lang, sie umfasst bin Laden, al-Zawahiri, die afghanischen Mudjahedin, die CIA, den ISI und den Mossad. Nach seinem Tod &#252;bernahm bin Laden die Organisation und gab ihr den neuen Namen Al-Qaida, arabisch f&#252;r &#8222;die Basis&#8220;. Das beunruhigte damals niemanden, schliesslich galt er als &#8222;nicht anti-amerikanisch&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb24&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe Steve Coll, op. cit., S. 156.&#034; id=&#034;nh24&#034;&gt;24&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Mit dem R&#252;ckzug der Russen und dem Ende des Kalten Krieges wurde die Situation in Afghanistan langsam aber sicher f&#252;r die meisten Beobachter ein bisschen un&#252;bersichtlich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Teil 3: Tr&#252;mmer auf Tr&#252;mmer geh&#228;uft&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als die Russen 1989 abzogen, blieb die DVPA an der Macht und ihr Pr&#228;sident Mohammad Najibullah trotz dem Desaster ein unersch&#252;tterlicher Optimist. Er dachte, die Zeit der &#8222;Vers&#246;hnung&#8220; sei nun endlich gekommen, das musste ein frommer Wunschtraum bleiben, denn f&#252;r die Mudjahedin war klar: Es war die Zeit der Abrechnung. Nachdem Zusammenbruch der UdSSR 1991 und der kompletten Einstellung der finanziellen Unterst&#252;tzung war sein Schicksal besiegelt, daran &#228;nderte auch die Tatsache nichts, dass der Artikel 1 der Verfassung von 1990 Afghanistan als &#8222;islamischen Staat&#8220; definierte. Im M&#228;rz 1992 trat er zur&#252;ck und machte den Weg frei f&#252;r eine &#220;bergangsregierung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sie sollte ab dem 28. April 1992 die Geschicke des Landes leiten, wie alle Regierungen Afghanistans zwischen 1992 und 1996 existierte sie jedoch weitgehend nur auf dem Papier. Die verschiedenen Fraktionen der Mudjahedin lieferten sich einen unerbittlichen Krieg um die Kontrolle Kabuls. Hekmatyar versichert uns: &#8222;Wir trafen aber die klare Entscheidung, kein ziviles Ziel anzugreifen.&#8220; Diese Aussage ist ein ausgesprochen schlechter Witz. Ausnahmslos alle Kriegsparteien w&#228;hrend dieser Zeit werden in diversen Berichten beschuldigt, skrupellos Wohnquartiere bombardiert zu haben, h&#228;ufig werden Hekmatyars Milizen diesbez&#252;glich als besonders dreist dargestellt, nicht umsonst hat Hekmatyar seit dieser Zeit den Beinamen &#8222;Schl&#228;chter von Kabul&#8220;. Morde, Vergewaltigungen und Erpressung waren trauriger Alltag f&#252;r eine Zivilbev&#246;lkerung, die zwischen den Fronten eines extrem chaotischen Krieges stand.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aufgrund von konstanten Spannungen zwischen der wahhabitischen Miliz von Abdul Rasul Sayyaf und der schiitischen Miliz Hezb-e Wahdat von Karim Khalili wechselte letztere im Dezember 1992 die Seiten und ging ein B&#252;ndnis mit Hekmatyars Kr&#228;ften ein. Als K&#228;mpfer von Massoud und Sayyaf die schiitische Vorstadt Kabuls Ashraf betraten, r&#228;chten sie sich daf&#252;r an der Zivilbev&#246;lkerung: &#8222;Am 11. Februar 1993 betraten K&#228;mpfer von Massoud und Sayyaf die Hazara-Vorstadt Ashraf, sie t&#246;teten &#8211; gem&#228;ss Berichten der Bewohner &#8211; &#8218;ungef&#228;hr 1&#8216;000 Zivilisten&#8216;, sie k&#246;pften alte M&#228;nner, Frauen, Kinder und sogar ihre Hunde, ihre Leichen warfen sie in die Brunnen.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb25&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Michael Griffins, &#8222;A Gruesome Record&#8220; in The Guardian, 16. November 2001.&#034; id=&#034;nh25&#034;&gt;25&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; Hoffentlich wird Bob Dylan nie erfahren, mit wem er in diesem Film verglichen worden ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Pr&#228;zise Zahlen &#252;ber die Kriegsopfer zwischen 1992 und 1996 hat vermutlich niemand, ein Bericht spricht von 25&#8216;000 Toten allein zwischen Januar und Juni 1994&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb26&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe The Afghanistan Justice Project, &#8222;Casting Shadows: War Crimes and (&#8230;)&#034; id=&#034;nh26&#034;&gt;26&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Nachdem die Miliz von Abdul Rashid Dostum bis 1992 auf der Seite der Regierung der DVPA gek&#228;mpft hatte, war sie ab 1992 zuerst mit Massoud, dann ab 1994 mit Hekmatyar verb&#252;ndet. Im gleichen Jahr mischte sich auch eine neue Kraft in den B&#252;rgerkrieg ein, die Taliban, paschtunisch f&#252;r &#8222;Studenten&#8220;, Koransch&#252;ler aus Kandahar und der pakistanischen Grenzregion. Sie eroberten Kandahar im November 1994 und Herat im September 1995. Der pakistanische Geheimdienst ISI gab ab 1994 die Unterst&#252;tzung Hekmatyars auf und unterst&#252;tzte von nun an die Taliban. Sie eroberten Kabul im September 1996. Nach dem B&#252;rgerkrieg 1989 bis 1992 der Mudjahedin gegen die Regierung der DVPA und jenem von 1992 bis 1996 zwischen den verschiedenen Milizen der Mudjahedin und den Taliban begann nun der dritte afghanische B&#252;rgerkrieg der 1990er Jahre zwischen den Taliban und der Nordallianz.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der letzte amerikanische Botschafter verliess Kabul 1992, es war der Beginn von neun Jahren ohne diplomatische Pr&#228;senz im Land. Nach der Eroberung von Mazar-i-Sharif im Mai 1997 anerkannten Pakistan, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate die Regierung der Taliban. Trotz allem waren die Pl&#228;ne f&#252;r die seit Anfang der 1990er Jahre geplante Trans-Afghanistan-Pipeline immer noch aktuell, 1996 er&#246;ffnete die amerikanische Firma Unocal ein B&#252;ro in Kandahar, um eventuell gegen&#252;ber ihrer argentinischen Konkurrentin Bridas bessere Karten zu haben, diese folgte 1997 mit einem B&#252;ro in Kabul. Die amerikanische Diplomatie wusste zu diesem Zeitpunkt nicht wirklich, wie mit dem Regime der Taliban umgegangen werden sollte. Auf der aktualisierten Liste der Terrororganisationen im Herbst 1997 sucht man die Taliban und Al-Qaida auf jeden Fall vergeblich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Derweil liefen die konkurrierenden Verhandlungen von Unocal und Bridas mit den Taliban weiter. Im Verlauf von 1997 waren sogar Delegationen der Taliban zu Gast bei Unocal in Texas und bei Bridas in Argentinien. In Washington war immer noch Ratlosigkeit vorherrschend: &#8222;Tats&#228;chlich gibt es bis anhin keine wirklichen Beweise, dass die Clinton-Regierung eine Politik der Kontaktaufnahme mit den Taliban verfolgte. Da die Nachwirkung des Afghanistan-Krieges andauerte &#8211; eine schwer bewaffnete Nation im Chaos, ein florierender Drogenhandel und terroristische Trainingslager &#8211;, war die Reaktion des Personals in den Hauptquartieren der CIA auf jede Erw&#228;hnung von Afghanistan der Schauder nahe. Im Aussenministerium existierte keine wirkliche Politik ausser dem best&#228;ndigen Ruf nach einer &#8218;breit abgest&#252;tzten Regierung&#8216; f&#252;r Afghanistan.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb27&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Richard Mackenzie, &#8222;The US and the Taliban&#8220; in William Maley (Hg.), (&#8230;)&#034; id=&#034;nh27&#034;&gt;27&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach zunehmendem feministischen Druck wurden die Taliban erstmals Ende 1997 durch Hillary Clinton und Madeleine Albright &#246;ffentlich von offizieller Seite kritisiert. Nach den parallelen Anschl&#228;gen gegen die amerikanischen Botschaften in Nairobi und Dar-es-Salam am 7. August 1998 war ein freundschaftlicher Kurs mit den Taliban im amerikanischen Politbetrieb endg&#252;ltig eine diskreditierte Position. Die CIA begann nun, &#252;ber die Ergreifung bin Ladens nachzudenken und auch Saudi-Arabien entzog dem Regime der Taliban Mitte September 1998 seine Unterst&#252;tzung&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb28&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe Steve Coll, op. cit., S. 413-415.&#034; id=&#034;nh28&#034;&gt;28&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Die Geheimdienste ergatterten allerdings kaum Informationen&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb29&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe ebd., S. 513.&#034; id=&#034;nh29&#034;&gt;29&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; und niemand wusste, dass bin Laden seit sp&#228;testens Ende 1999 in Kandahar dabei war, einen grossen Coup zu planen&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb30&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe ebd., S. 485.&#034; id=&#034;nh30&#034;&gt;30&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zwei Tage vor seiner Ausf&#252;hrung wurde Massoud von zwei Attent&#228;tern ermordet, die sich als belgische Journalisten ausgegeben hatten&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb31&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Am 9. September 2001, nicht am 7., wie im Film f&#228;lschlicherweise angegeben.&#034; id=&#034;nh31&#034;&gt;31&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. W&#228;hrend im Westen die Nordallianz als demokratische Kraft pr&#228;sentiert wurde, war die Einsch&#228;tzung der Revolution&#228;ren Vereinigung der Frauen Afghanistans schon 2002 ziemlich klar: &#8222;Seit einem Jahr richtet die Welt ihr Augenmerk auf Afghanistan: Folgt auf den Zusammenbruch des Talibanregimes nun eine gegen die Taliban und gegen religi&#246;se Tyrannei ausgerichtete Regierung? Doch alle Hoffnung und alle Willensanstrengungen unseres freiheitsliebenden Volkes und der Menschen in der Welt wandelten sich in Illusion und Verzweiflung, als wir sehen mu&#223;ten, da&#223; die USA und ihre Verb&#252;ndeten die Macht in Afghanistan an die Nordallianz &#252;bergaben - das sind Fundamentalisten, die noch blutr&#252;nstiger [&#8230;] sind und den Menschenrechten feindselig gegen&#252;berstehen.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb32&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;RAWA, &#8222;Ohne Zur&#252;ckweisung der Fundamentalisten bleibt die Wahrung der (&#8230;)&#034; id=&#034;nh32&#034;&gt;32&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Seit dem 11. September 2001 machte sich in Washington niemand mehr Illusionen &#252;ber eventuelle diplomatische Beziehungen zu den Taliban. Am 20. September 2001 rief George W. Bush den &#8222;Krieg gegen den Terror&#8220; aus und am 7. Oktober 2001 begann eine Koalition der NATO die Kampfhandlungen gegen das Regime der Taliban, es fiel am 17. Dezember 2001. Eine Loya Jirga &#8211; grosse Versammlung der afghanischen Stammesf&#252;hrer &#8211; wurde einberufen, um Pr&#228;sidentschaftswahlen vorzubereiten. Diese fanden am 13. Juni 2002 statt und Hamid Karzai wurde mit dem sowjetisch anmutenden Ergebnis von 83% zum Pr&#228;sidenten der neuen &#220;bergangsregierung gew&#228;hlt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Teil 4: Die Mafia ist nicht fremd in dieser Demokratie, sondern v&#246;llig in ihr zuhause&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wie so ziemlich alle Kriegsherren in Afghanistan nutzen auch die Taliban die Heroinproduktion f&#252;r ihre Kriegswirtschaft: &#8222;Nachdem sie 1996 Kabul eroberten und den gr&#246;ssten Teil des Landes kontrollierten, ermutigten die Taliban den lokalen Opiumanbau, sie boten staatlichen Schutz f&#252;r den Export und erhoben dringend gebrauchte Abgaben sowohl auf das geerntete Opium als auch auf das produzierte Heroin. Studien der UNO zu Opium zeigten, dass Afghanistans Opiumertrag w&#228;hrend den ersten drei Jahren der Taliban an der Macht 75% der weltweiten Produktion repr&#228;sentierte.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb33&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Alfred W. McCoy, &#8222;How the Heroin Trade Explains the US-UK Failure in (&#8230;)&#034; id=&#034;nh33&#034;&gt;33&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; Im Jahr ihrer Machtergreifung repr&#228;sentierte der Opiumanbau 57&#8216;000 ha (2&#8216;804 t), der H&#246;hepunkt war 1999 mit 91&#8216;000 ha (4&#8216;565 t) erreicht, 2000 waren es immer noch 82&#8216;000 ha (3&#8216;276 t)&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb34&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe UNODC und Islamic Republic of Afghanistan Ministry of Counter (&#8230;)&#034; id=&#034;nh34&#034;&gt;34&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Wendepunkt kam im Jahr 2000. Nachdem das Regime der Taliban bereits seit 1999 mit dem B&#252;ro der Vereinten Nationen f&#252;r Drogen- und Verbrechensbek&#228;mpfung (UNODC) &#252;ber Massnahmen gegen den Opiumanbau verhandelte, erkl&#228;rte es sich bereit, im Gegenzug f&#252;r Entwicklungshilfe dagegen vorzugehen: &#8222;Im Juli 2000 verk&#252;ndete der oberste Anf&#252;hrer der Taliban Mullah Omar eine Fatwa, d.h. ein religi&#246;ses Rechtsgutachten, die darlegte, dass Mohnanbau und Opiumproduktion gegen die grundlegende islamische Tradition verstossen. Jegliche Missachtung eines solchen Dekrets w&#252;rde die religi&#246;se F&#252;hrungsposition Mullah Omars und die St&#228;rke der Herrschaft der Taliban in Frage stellen. Da sein pers&#246;nlicher Ruf und internationale politische Gef&#228;lligkeiten auf dem Spiel standen, war der Anreiz zur Durchsetzung in der Befehlskette der Taliban stark. Die Gouverneure der Distrikte erschufen &lt;i&gt;shuras&lt;/i&gt; zur &#220;berwachung in ihren Territorien. Die &lt;i&gt;shuras&lt;/i&gt; bestanden aus dem Polizeichef, dem Chef des Ministeriums zur F&#246;rderung der Tugenden und der Bek&#228;mpfung der Laster, geistlich f&#252;hrenden Ulemas der lokalen Moscheen und Stammes&#228;ltesten.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb35&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Graham Farrell, John Thorne, &#8222;Where Have all the Flowers Gone? Evaluation of (&#8230;)&#034; id=&#034;nh35&#034;&gt;35&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wom&#246;glich war jedoch die damit einhergehende Preiserh&#246;hung ein gutes Gesch&#228;ft f&#252;r die Taliban: &#8222;Der Handel schien aufgrund der Existenz von betr&#228;chtlichen Reserven von Opiaten innerhalb Afghanistans unvermindert weiterzugehen &#8211; obwohl das Verbot den Anbau drastisch reduzierte. W&#228;hrenddessen stieg der Preis aufgrund des zu Lasten der Mohnbauern durch die Taliban durchgesetzten Verbotes sprunghaft an. Asa Hutchinson, der Vorsitzende der Drogenvollzugsbeh&#246;rde (DEA) sagte, dass regionale Preise f&#252;r Opium in Afghanistan betr&#228;chtlich angestiegen sind, von 44$ pro Kilo vor dem Verbot bis zu 746$ pro Kilo vor den Terrorangriffen am 11. September in New York und Washington. Der weltweite Marktpreis ist hingegen stabil geblieben, ein Zeichen, dass sich das Angebot nicht verringert hat.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb36&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Manuel Perez-Rivas, &#8222;U.S.: Taliban Continue to Profit from Drug Trade&#8220;, CNN, (&#8230;)&#034; id=&#034;nh36&#034;&gt;36&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; Opium ist ziemlich lange haltbar, das deutet darauf hin, dass noch Reserven vorhanden waren. Als Resultat des Anbauverbots wuchs 2001 in ganz Afghanistan nur noch auf ungef&#228;hr 8&#8216;000 ha Mohn, die afghanische Opiumproduktion sank von 3&#8216;276 t 2000 auf 185 t 2001&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb37&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe UNODC und Islamic Republic of Afghanistan Ministry of Counter (&#8230;)&#034; id=&#034;nh37&#034;&gt;37&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;, der gr&#246;sste Anteil davon, mehr als 6&#8216;000 ha, in den von der Nordallianz kontrollierten Gebieten, weniger als 1&#8216;000 ha in jenen der Taliban&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb38&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe Graham Farrell, John Thorne, op. cit., S. 86.&#034; id=&#034;nh38&#034;&gt;38&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Januar 2002, als er noch Pr&#228;sident der im Dezember 2001 eingesetzten &#220;bergangsregierung war, versprach Hamid Karzai, dass er den Drogenhandel in Afghanistan beseitigen werde&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb39&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe Matthew Beard, &#8222;Karzai Promises to Rid His Country of Drug Trade&#8220; in (&#8230;)&#034; id=&#034;nh39&#034;&gt;39&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Die Realit&#228;t spricht eine andere Sprache: Schon 2002 war die Anbaufl&#228;che wieder 74&#8216;000 ha, der Ertrag stieg von 185 t auf 3&#8216;400 t, mit 131&#8216;000 ha war sie 2004 fast doppelt so gross, der Ertrag stieg auf 4&#8216;200 t. Im letzten Jahr seiner Pr&#228;sidentschaft, 2014, war die Anbaufl&#228;che gr&#246;sser als je zuvor, 224&#8216;000 ha, der Ertrag lag bei 6&#8216;400 t&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb40&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe UNODC und Islamic Republic of Afghanistan Ministry of Counter (&#8230;)&#034; id=&#034;nh40&#034;&gt;40&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Es ist ein bisschen einfach, f&#252;r solch astronomische Zahlen einfach die Taliban zu beschuldigen, umso mehr, weil sie, wie es einer ihrer Vertreter im Film selbst einr&#228;umt, zwischen 2002 und 2005 sehr schwach waren und wohl kaum bis gar nicht von den Ernten in diesen Jahren profitierten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In ihrer Hochburg Kandahar war es Karzais Halbbruder, der davon profitierte. Gelegen neben der Region Helmand, absolutes Epizentrum der afghanischen Opiumproduktion, ist die Region Kandahar in der Regel jene mit der zweitgr&#246;ssten Ernte&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb41&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe ebd., S. 17.&#034; id=&#034;nh41&#034;&gt;41&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Ahmed Wali Karzai, von dem diverse Quellen behaupten, er sei auf der Gehaltsliste der CIA gestanden, war ab 2005 bis zu seinem Tod 2011 Vorsitzender des Provinzrates Kandahar, aber bereits zuvor war er der starke Mann in der Region: &#8222;Im Jahrzehnt seit 2001 setzte er alle Hebel in Bewegung, um der m&#228;chtigste Mann S&#252;dafghanistans zu werden. Er war eine Art Pate: Karzai arbeitete mit Drogenh&#228;ndlern zusammen, befehligte bewaffnete Banden und machte Deals mit genau jenen Aufst&#228;ndischen der Taliban, welche die Amerikaner zu t&#246;ten versuchten.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb42&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Dexter Filkins, &#8222;Death of an Afghan Godfather&#8220; in The New Yorker, 12. Juli 2011.&#034; id=&#034;nh42&#034;&gt;42&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nat&#252;rlich stritt er alles ab, das taten Leute aus Karzais Umfeld immer, wenn sie beschuldigt wurden, korrupt und/oder in den Drogenhandel verstrickt zu sein. Von der Justiz hatte sowieso niemand etwas zu bef&#252;rchten, schliesslich kontrollierte Karzai mit seiner Familie und seinen Freunden fast das gesamte Land. Auch Zeugen d&#252;rften schwer zu finden sein, in Kandahar herrscht das Gesetz des Schweigens: &#8222;Die ganze Zeit wurde gemunkelt, dass jene Leute in Kandahar, welche die Wahrheit kannten, kontinuierlich schwiegen, sei es aus Angst vor Vergeltung oder weil sie auch auf der Gehaltsliste standen. In einem Gespr&#228;ch mit der &lt;i&gt;Times&lt;/i&gt; verglich Anthony Lloyd, ein westlicher Funktion&#228;r, Kandahar mit den Boston der 1930er Jahre w&#228;hrend der Prohibition: &#8218;Wenn man ausserhalb der Einflusssph&#228;re des Karzai-Kartells steht, dann ist das Leben angespannt,&#8216; sagte der Funktion&#228;r. &#8218;Es gibt furchtbar viel Gewalt hier, ausgel&#246;st durch Macht, Geld und Drogen. Es gibt ein Bed&#252;rfnis, die Instabilit&#228;t andauern zu lassen, versteckt hinter dem Feigenblatt der Respektabilit&#228;t.&#8216;&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb43&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Simon Tisdall, &#8222;Ahmed Wali Karzai, the Corrupt and Lawless Face of Modern (&#8230;)&#034; id=&#034;nh43&#034;&gt;43&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als gr&#246;sste Privatbank des Landes h&#228;tte die Kabul Bank in diesem Teil des Filmes zumindest eine Erw&#228;hnung verdient gehabt. Sie wurde 2004 in Kabul gegr&#252;ndet, ihr Vorsitzender war Sherkhan Farnood, Mitte 2008 stiess Khalil Ferozi hinzu und wurde zum Gesch&#228;ftsf&#252;hrer. Die beiden kannten sich schon lange und wussten scheinbar, wie man Gesch&#228;fte macht: &#8222;Sowohl Ferozi als auch Farnood verbrachten Zeit in Moskau in den 1980er Jahren, sie machten Gesch&#228;fte, die gelegentlich mit der kriminellen Unterwelt verwickelt waren. Farnood unterhielt Hawala-Systeme, Geldwechselsysteme ohne Regulierung, die es &#252;berall in S&#252;dasien gibt. Ferozi sagt, er sei ein Kleinh&#228;ndler gewesen, der G&#252;ter von Russland nach Afghanistan exportierte. Nichts extravagantes: Mehl, Koch&#246;l und Wasserpumpen. Trotzdem bekam er ein Mandat der gr&#246;ssten Gesch&#228;ftsbank Afghanistans, eine Entscheidung, die vom Vorsitzenden der Zentralbank Abdul Qadeer Fitrat genehmigt wurde.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb44&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Jon Boone, &#8222;The Financial Scandal that Broke Afghanistan&#8216;s Kabul Bank&#8220; in (&#8230;)&#034; id=&#034;nh44&#034;&gt;44&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ende August 2010 begann &#8222;einer der schlimmsten Bankenskandale der Geschichte&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb45&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Jon Boone, &#8222;Afghan Finance Minister Admits Doubts over Kabul Bank&#8216;s Missing (&#8230;)&#034; id=&#034;nh45&#034;&gt;45&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;: &#8222;Der Skandal um die Kabul Bank begann Ende August 2010, nachdem sich in Afghanistan Ger&#252;chte verbreiteten, dass die Kabul Bank einen Verlust von 300 Millionen $ ausweise und dass ihre beiden obersten Verantwortlichen, der Vorsitzende des Verwaltungsrates Sherkhan Farnood und der Gesch&#228;ftsf&#252;hrer Khalillulah Ferozi (auch Frozi oder Fruzi geschrieben), wegen finanzieller Misswirtschaft gefeuert worden seien. Der Vorsitzende der afghanischen Zentralbank Abdul Qadeer Fitrat bestritt, dass die beiden M&#228;nner gefeuert seien, und sagte, dass sie aufgrund einer Vorgabe der neuen Zentralbank gek&#252;ndigt haben.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb46&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Michael Huffman, &#8222;The Kabul Bank Scandal and the Crisis that Followed&#8220;, 3. (&#8230;)&#034; id=&#034;nh46&#034;&gt;46&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; Alle Staatsangestellten erhielten ihren Lohn auf Konten der Kabul Bank und zu diesem Zeitpunkt waren die Ersparnisse von einer Million Afghanen auf ihren Konten, alles in allem mehr als 1.3 Milliarden $&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb47&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe Grant McLeod, &#8222;Responding to Corruption and the Kabul Bank Scandal&#8220;, (&#8230;)&#034; id=&#034;nh47&#034;&gt;47&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Aufgrund der brodelnden Ger&#252;chtek&#252;che bildeten sich in der ersten Septemberwoche enorme Schlangen vor den Filialen der Bank, alle wollten ihr Geld abheben, bevor es zu sp&#228;t war.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;F&#252;r die meisten d&#252;rfte es schon zu sp&#228;t gewesen sein. Das Schema war einfach und komplex zugleich, die afghanische Elite pl&#252;nderte systematisch das Verm&#246;gen der Mittelklassen: &#8222;Der Diebstahl bei der Kabul Bank wurde durch ein komplexes System des Massenbetrugs bewerkstelligt. Der Vorsitzende Farnood und der Gesch&#228;ftsf&#252;hrer Fernozi f&#252;hrten die Regie des Betrugs, indem sie fiktive Unternehmen erschufen und ihnen dann Darlehen gew&#228;hrten. Stattdessen wurde das Geld an die Aktion&#228;re der Kabul Bank und andere Mitglieder der afghanischen Elite wie f&#252;hrende Gesch&#228;ftsm&#228;nner, Minister, Parlamentsmitglieder und ehemalige Politiker verteilt. Diese Individuen gaben das Geld aus f&#252;r gesch&#228;ftliche Unterfangen, Familienmitglieder, die Kampagne zur Wiederwahl Karzais 2009 und seine politische Agenda, Villen f&#252;r mehrere Millionen Dollar [&#8230;].&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb48&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Michael Huffman, op. cit., S. 13.&#034; id=&#034;nh48&#034;&gt;48&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; Zudem wurde Kapital via Farnoods und Fernozis Shaheen Exchange nach Dubai transferiert und im dortigen Immobilienmarkt investiert, entweder zur Spekulation oder um diversen Leuten h&#252;bsche Villen zu spendieren, z.B. diversen Verwandten Karzais oder Ahmad Zia Massoud, dem Bruder von Ahmad Schah Massoud. Auch Firmen wie z.B. Pamir Airways, Kabul Oil Company oder Afghan Investment Company profitierten vom Geldsegen, alles Unternehmen, an denen Aktion&#228;re der Kabul Bank beteiligt waren&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb49&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe ebd., S. 16-17.&#034; id=&#034;nh49&#034;&gt;49&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Einmal mehr war das engste Umfeld Karzais an den Machenschaften beteiligt, sein Bruder Mahmoud Karzai war nach Farnood und Ferozi der drittgr&#246;sste Aktion&#228;r der Bank. Dank einer doppelten Buchhaltung wurde anfangs der Verlust mit 300 Millionen $ angegeben, sp&#228;ter kam die wahre Zahl von 925 Millionen $ ans Licht, fast ein Zw&#246;lftel des damaligen afghanischen Bruttoinlandsprodukts. Ein weiterer Aktion&#228;r war Abdul Ghafar Dawi, er ist der Eigent&#252;mer und Pr&#228;sident von Dawi Oil, dem gr&#246;ssten afghanischen Lieferanten f&#252;r Flugzeugtreibstoff, zu den Kunden des Unternehmens geh&#246;ren die USA und die NATO. Seine Frau ist die im Film omnipr&#228;sente Shukria Barakzai, die &#246;ffentlich verk&#252;ndete, der Skandal solle aufgekl&#228;rt werden. Sie d&#252;rfte damit nicht die Rolle ihres Mannes gemeint haben: &#8222;[D]er Generalstaatsanwalt suchte nach S&#252;ndenb&#246;cken, indem niedere Angestellte der Kabul Bank ins Visier genommen wurden, statt die Aktion&#228;re.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb50&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe ebd., S. 4.&#034; id=&#034;nh50&#034;&gt;50&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zwar kam es in der Geschichte zu einigen Verurteilungen, doch die meisten hochrangigen Beteiligten kamen ungeschoren davon oder ihre Gef&#228;ngnisstrafen waren weitgehend fiktiv. Sherkhan Farnood beispielsweise hatte zu hoch gepokert, er starb am 24. August 2018 in einem Gef&#228;ngnis in Kabul&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb51&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Farnood war ein begabter und weltweit bekannter Pokerspieler. Sein Tod wurde (&#8230;)&#034; id=&#034;nh51&#034;&gt;51&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Dass er &lt;i&gt;wirklich&lt;/i&gt; ins Gef&#228;ngnis musste, k&#246;nnte durchaus damit zusammenh&#228;ngen, dass er damals ein bisschen zu gespr&#228;chig gewesen war und im Juli 2010 der amerikanischen Botschaft &#8222;alles&#8220; erz&#228;hlt hatte&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb52&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe Michael Huffman, op. cit., S. 9.&#034; id=&#034;nh52&#034;&gt;52&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Ferozi hatte mehr Gl&#252;ck: Er konnte tags&#252;ber Gesch&#228;fte machen und musste lediglich im Gef&#228;ngnis &#252;bernachten, er bekam sogar ein Mandat, um in Kabul eine &#8222;Smart City&#8220; zu bauen&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb53&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe Mujib Mashal, &#8222;Afghan Businessman Convicted in Kabul Bank Fraud Is (&#8230;)&#034; id=&#034;nh53&#034;&gt;53&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;, 2019 wurde er begnadigt und vollst&#228;ndig aus dem Gef&#228;ngnis entlassen. Auch Dawi wurde 2017 zu einer Gef&#228;ngnisstrafe verurteilt, trotzdem ist er auf der Homepage von Dawi Oil immer noch als Gesch&#228;ftsf&#252;hrer aufgef&#252;hrt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nachdem die Kabul Bank dank einer Finanzspritze von 820 Millionen $ von der Regierung gerettet und 2011 zur New Kabul Bank wurde, geriet die afghanische Regierung unter Druck von den internationalen Geldgebern. Es ist wohl kein Zufall, dass die ersten Verurteilungen am 4. Dezember 2014 ausgesprochen wurden, am gleichen Tag begann eine Geberkonferenz f&#252;r Afghanistan in London. Trotz aller sch&#246;ner Worte waren 2017 nur 29 von 407 geschuldeten Millionen $ zur&#252;ckgezahlt&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb54&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe Zarmina Mohammadi, &#8222;Millions of Dollars Still Owed to the Kabul Bank&#8220; (&#8230;)&#034; id=&#034;nh54&#034;&gt;54&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. All das ins Ausland transferierte Geld kam nie zur&#252;ck&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb55&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe Grant McLeod, op. cit., S. 7-8.&#034; id=&#034;nh55&#034;&gt;55&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; und Afghanistan war 2019 auf Rang 173 von 180 in der Liste von Transparency International. Der Aufbau der Demokratie war demnach ein sehr gutes Gesch&#228;ft f&#252;r die prowestliche afghanische Elite.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Fazit&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In den vier Teilen des Films wird ein M&#228;rchen erz&#228;hlt, es spielt in einem fernen aber wundersch&#246;nen Land, wo die Leute schon immer fromm und tapfer waren. Dieses Land hatte einen guten K&#246;nig, der die Demokratie einf&#252;hren wollte, doch dann kamen die b&#246;sen Russen und machten alles kaputt. Das ehrenwerte afghanische Volk wollte seiner Tradition nicht beraubt werden und erkl&#228;rte der Gottlosigkeit den heiligen Krieg. Selbstlose Krieger verteidigen es vor der roten Gefahr, die nicht minder selbstlose CIA half ein bisschen. In kulturalistischer Manier werden alle Konflikte mit ethnischen Spannungen erkl&#228;rt und die wenigen kritischen Bemerkungen im vierten Teil reichen bei weitem nicht, um ein positives Urteil &#252;ber den Film zu f&#228;llen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es wird nicht einmal versucht, die imperialistischen Konflikte zu erkl&#228;ren, gleich zu Beginn wird proklamiert, Afghanistan sei &#8222;ein R&#228;tsel&#8220; und das bleibt es bis zum Ende des Films. Hekmatyar hat nicht ganz unrecht, wenn er das Ausland beschuldigt, f&#252;r die Konflikte in Afghanistan verantwortlich zu sein, als langj&#228;hriger Agent Pakistans weiss er schliesslich, wovon er spricht. Tats&#228;chlich treffen in Afghanistan viele miteinander konkurrierende Interessen aufeinander, die NATO, Pakistan, Iran, Russland, China, Indien, sie alle mischen auf die eine oder andere Art und Weise im politischen und wirtschaftlichen Leben Afghanistans mit und die Liste ist selbstverst&#228;ndlich unvollst&#228;ndig. Die verschiedenen Fraktionen der afghanischen Bourgeoisie suchen ihre internationale Unterst&#252;tzung dort, wo sie sie kriegen k&#246;nnen, und falls n&#246;tig, wechseln sie die Seite.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Hekmatyars Geschichte ist eine Illustration einer solchen flexiblen B&#252;ndnispolitik. Nach dem R&#252;ckzug der Russen verb&#252;ndete er sich sogar mit Shanawaz Tanai, dem Verteidigungsminister unter Najibullah und Mitglied der Khalq-Fraktion, gemeinsam versuchten sie am 6. M&#228;rz 1990 erfolglos die Regierung zu st&#252;rzen. Nach dem Kollaps der Demokratischen Republik Afghanistans im April 1992 schloss sich ein betr&#228;chtlicher Teil der Khalq-Fraktion Hematyars Miliz an. Dostums Miliz verb&#252;ndete sich daraufhin mit Massoud nachdem sie bisher auf Seiten der DVPA-Regierung gek&#228;mpft hatte, 1994 wechselte sie die Seite und schloss sich gemeinsam mit der schiitischen Hezb-e Wahdat Hekmatyars Fraktion an. Nachdem Hekmatyar ab 1994 zunehmend vom ISI fallengelassen wurde, n&#228;herte er sich zuerst den Taliban an, dann ging er 1997 ins iranische Exil. Den Iran musste er 2002 verlassen, danach waren seine K&#228;mpfer im Widerstand gegen die NATO-Truppen aktiv, 2015 rief er seine K&#228;mpfer dazu auf, den lokalen Ableger des Islamischen Staats im Kampf gegen die Taliban zu unterst&#252;tzen und 2016 unterzeichnete er schliesslich ein Friedensabkommen mit der Regierung in Kabul. Im Westen galt er je nach Periode als Freiheitsk&#228;mpfer oder Terrorist und neustens scheinbar, in Anbetracht seiner Rolle im Film, als Demokrat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es ist reichlich naiv, sich Afghanistan in der zweiten H&#228;lfte des 20. Jahrhunderts ohne ausl&#228;ndische Einfl&#252;sse vorzustellen, dann h&#228;tte das Land nicht besonders viel Infrastruktur. Es ist kaum industrialisiert, der sekund&#228;re Sektor repr&#228;sentiert bloss 21.1% des BIP&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb56&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Falls nicht anders angegeben, stammen die Zahlen aus dem World Factbook der CIA.&#034; id=&#034;nh56&#034;&gt;56&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;, der prim&#228;re 23% und der terti&#228;re 55.9%, wobei pr&#228;zisiert wird, dass die Zahlen die Opiumproduktion nicht einbeziehen. Wenn man die Sektoren in Funktion der Arbeitspl&#228;tze miteinander vergleicht, ergibt sich ein anderes Bild: Fast die H&#228;lfte aller afghanischen Arbeitspl&#228;tze, 44.3%, liefert der prim&#228;re Sektor, nur 18.1% der sekund&#228;re und 37.6% der terti&#228;re. Die Opiumproduktion repr&#228;sentiert ein Drittel des afghanischen BIP und 600&#8216;000 Vollzeitarbeitsstellen&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb57&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe Justin Rowlatt, &#8222;How the US Military&#8216;s Opium War in Afghanistan Was (&#8230;)&#034; id=&#034;nh57&#034;&gt;57&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Bezogen auf das BIP von 2017 bedeutet das, dass die Opiumproduktion dem Land fast 7 Milliarden Dollar j&#228;hrlich einbringt. Da dieses Geld fr&#252;her oder sp&#228;ter gewaschen werden muss, d&#252;rfte gerade im terti&#228;ren Sektor viel Kapital aus der Opiumproduktion schlummern. Aufgrund solcher Zahlen kann man nur zu einem Schluss gelangen: Die wirtschaftliche Struktur des Landes ist davon &#252;berdeterminiert. Der Skandal um die Kabul Bank ist ziemlich sicher nur die Spitze des Eisberges und illustriert die weitgehende Normalit&#228;t mafi&#246;ser Praktiken.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wie illusorisch der afghanische &#8222;Kampf gegen die Drogenwirtschaft&#8220; ist, zeigt folgende Anekdote: &#8222;Die Bauern hielten jegliche Bem&#252;hungen f&#252;r &#252;berfl&#252;ssig, das, was sie anpflanzten, zu verstecken, denn Tausende geschwollene Fruchtkapseln des Schlafmohns tanzten freudig in einem Feld, das nur eine halbe Stunde vom Flughafen Mazar-i-Sharif entfernt war und gleich neben der Hauptstrasse lag. [&#8230;] Der Bauer, Taza Meer, war entspannt unter dem Schutz eines omin&#246;s ausschauenden Mannes mit einer AK-47 um seine Schulter geh&#228;ngt. &#8218;Mach dir keine Sorgen wegen ihm&#8216;, versicherte er. &#8218;Er ist der lokale Polizist.&#8216; Der Anbau von Opium ist ein schweres Verbrechen in Afghanistan, das mit dem Tod bestraft werden kann, doch hier stand ein Polizist, der einen Reporter der BBC auf einem Mohnfeld empfing, das kurz davor stand, geerntet zu werden.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb58&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Ebd.&#034; id=&#034;nh58&#034;&gt;58&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; Oft wird behauptet, es seien allen voran oder nur die Taliban, welche vom Opiumanbau profitieren, die Region Mazar-i-Sharif ist allerdings alles andere als eine ihrer Hochburgen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Krieg in Afghanistan ist also auch ein Krieg &lt;i&gt;um die Kontrolle der Opiumproduktion&lt;/i&gt;. Das im Februar unterzeichnete Friedensabkommen mit den Taliban ist eher ein R&#252;ckzugsabkommen und kommt f&#252;r die NATO schon fast einer Kapitulation gleich. Auch wenn es wirklich umgesetzt werden sollte, wird der Westen wohl nicht einfach so 90% der weltweiten Heroinproduktion den Taliban &#252;berlassen. Diese f&#252;hren ihre Angriffe weiter wie zuvor und da im Moment sowohl Ashraf Ghani als auch Abdullah Abdullah behaupten, legitimer Pr&#228;sident Afghanistans zu sein, wird die Situation immer chaotischer. F&#252;r das afghanische Proletariat sind die Perspektiven d&#252;ster und f&#252;r die proletarischen Frauen noch viel d&#252;sterer. Jene verarmten Bauern, welche durch den verbreiteten Landraub oder aus anderen Gr&#252;nden dazu gezwungen werden, sich zu proletarisieren, werden in den meisten F&#228;llen keine legale Arbeit finden, sie sichern den Nachschub an Kanonenfutter.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wer nichts als seine Arbeitskraft zu verkaufen hat, wird in diesem Krieg schlichtweg zerrieben, das bringt die im vierten Teil von Emily Miller berichtete Aussage einer Dorfbewohnerin auf den Punkt: &#8222;Warum glauben sie, dass sie anders sind als die Taliban? Sie kommen um 2 Uhr morgens zu mir nach Hause, bedrohen mich und die tun das selbe. Welche Seite soll ich w&#228;hlen? Wenn ich mit den Taliban zusammenarbeite, sind sie hinter mir her, wenn ich mit ihnen zusammenarbeite, sind die Taliban hinter mir her.&#8220; Im Kampf des Kapitals gegen den tendenziellen Fall der Profitrate hat die Drogenproduktion im Gegensatz zu anderen illegalen Wirtschaftssektoren einen entscheidenden Vorteil: Sie schafft Mehrwert. Mit jeder neuen Krise, der damit einhergehenden Ausbreitung der Peripherie und der zunehmenden Befestigung der kapitalistischen Zentren wird dieser Zustand zur Normalit&#228;t f&#252;r einen immer gr&#246;sseren Anteil des globalen Proletariats. Ob die jeweiligen Regierungen formal als demokratisch gelten oder nicht, macht in einem solchen Kontext keinen grossen Unterschied.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Doc Sportello&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mai 2020&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		&lt;hr /&gt;
		&lt;div class='rss_notes'&gt;&lt;div id=&#034;nb1&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh1&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 1&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;1&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Die vier Episoden sind bis am 5. Juli 2020 auf der Homepage von ARTE verf&#252;gbar.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb2&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh2&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 2&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;2&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Sonali Kolhatkar, James Ingalls, &lt;i&gt;Bleeding Afghanistan. Washington, Warlords, and the Propaganda of Silence&lt;/i&gt;, New York, Seven Stories Press, S. 9. Siehe auch George Crile, &lt;i&gt;Charlie Wilson&#8216;s War. The Extraordinary Story of the Largest Cover Operation in History&lt;/i&gt;, New York, Atlantic Monthly Press, S. 222.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;3&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe ebd.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb4&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh4&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 4&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;4&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Gregory Feifer, &lt;i&gt;The Great Gamble. The Soviet War in Afghanistan&lt;/i&gt;, New York, HarperCollins, 2009, S. 21.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb5&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh5&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 5&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;5&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Zitiert nach Assem Akram, &lt;i&gt;Histoire de la guerre d&#8216;Afghanistan&lt;/i&gt;, Paris, Balland, 1996, S. 119.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb6&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh6&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 6&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;6&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Rodric Braithwaite, &lt;i&gt;Afgantsy. The Russians in Afghanistan 1979-89&lt;/i&gt;, Oxford, Oxford University Press, 2011, S. 60.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb7&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh7&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 7&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;7&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe Gregory Feifer, &lt;i&gt;op. cit&lt;/i&gt;., S. 58.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb8&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh8&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 8&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;8&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe &#8222;The Storming of the Palace&#8220; &lt;i&gt;in&lt;/i&gt; Rodric Braithwaite, op. cit., S. 82-102.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb9&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh9&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 9&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;9&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Artyom Borovik, &lt;i&gt;The Hidden War. A Russian Journalist&#8216;s Account of the Soviet War in Afghanistan&lt;/i&gt;, London/Boston, Faber and Faber, 1991 [1990], S. 1.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb10&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh10&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 10&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;10&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;David Gibbs, &lt;a href=&#034;https://fair.org/extra/forgotten-coverage-of-afghan-freedom-fighters/&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;&#8222;Forgotten Coverage of Afghan &#8218;Freedom Fighters&#8216;&#8220;&lt;/a&gt;, FAIR, 1. Januar 2002.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb11&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh11&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 11&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;11&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe ebd.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb12&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh12&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 12&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;12&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Doc Sportello, &lt;a href=&#034;https://kommunisierung.net/Zur-Wurzel-des-Islamischen-Staats&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;&#8222;Zur &#8218;Wurzel&#8216; des Islamischen Staats: Eine Kritik der &#8218;Thesen zum Islamismus&#8216; von La Banda Vaga&#8220;&lt;/a&gt;, Juni 2019.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb13&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh13&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 13&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;13&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe Ursula Lehmkuhl, &lt;a href=&#034;https://www.bpb.de/internationales/amerika/usa/10625/reagan-jahre?p=all&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;&#8222;Die Reagan-Jahre: Zur&#252;ck zum &#8218;alten Glanz&#8216;&#8220;&lt;/a&gt;, Bundeszentrale f&#252;r politische Bildung, 11. Oktober 2008.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb14&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh14&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 14&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;14&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe Hasnain Kazim, &lt;a href=&#034;https://www.spiegel.de/geschichte/30-jahre-afghanistan-invasion-a-948665.html&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;&#8222;Das sowjetische Waterloo&#8220;&lt;/a&gt; in &lt;i&gt;Der Spiegel&lt;/i&gt;, 22. Dezember 2009.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb15&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh15&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 15&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;15&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe Steve Coll, &lt;i&gt;Ghost Wars. The Secret History of the CIA, Afghanistan, and bin Laden, from the Soviet Invasion to September 10, 2001&lt;/i&gt;, New York, Penguin, 2004, S. 124.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb16&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh16&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 16&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;16&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Gilles Kepel, &lt;i&gt;Das Schwarzbuch des Dschihad. Aufstieg und Niedergang des Islamismus&lt;/i&gt;, M&#252;nchen/Z&#252;rich, Piper, 2004 [2000], S. 180.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb17&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh17&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 17&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;17&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe Vanda Felbab-Brown, &lt;i&gt;Shooting Up. Counterinsurgency and the War on Drugs&lt;/i&gt;, Washington, Brookings Institution Press, 2010, S. 115.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb18&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh18&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 18&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;18&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe ebd.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb19&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh19&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 19&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;19&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Martin J&#228;ger, &#8222;Der Tod aus dem Hindukush&#8220; in &lt;i&gt;Die Zeit&lt;/i&gt;, 6. Dezember 1991.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb20&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh20&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 20&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;20&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe Steve Coll, &lt;i&gt;op. cit&lt;/i&gt;., S. 155.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb21&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh21&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 21&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;21&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Thomas Hegghammer, &lt;i&gt;The Caravan. Abdallah Azzam and the Rise of Global Jihad&lt;/i&gt;, Cambridge, Cambridge University Press, 2019, S. 3.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb22&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh22&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 22&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;22&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe ebd., S. 6.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb23&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh23&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 23&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;23&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe David Gibbs, &lt;i&gt;op. cit&lt;/i&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb24&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh24&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 24&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;24&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe Steve Coll, &lt;i&gt;op. cit&lt;/i&gt;., S. 156.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb25&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh25&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 25&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;25&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Michael Griffins, &lt;a href=&#034;https://www.theguardian.com/world/2001/nov/16/afghanistan.terrorism2&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;&#8222;A Gruesome Record&#8220;&lt;/a&gt; in &lt;i&gt;The Guardian&lt;/i&gt;, 16. November 2001.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb26&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh26&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 26&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;26&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe The Afghanistan Justice Project, &#8222;Casting Shadows: War Crimes and Crimes against Humanity: 1978-2001&#8220;, 2005, S. 63.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb27&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh27&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 27&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;27&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Richard Mackenzie, &#8222;The US and the Taliban&#8220; in William Maley (Hg.), &lt;i&gt;Fundamentalism Reborn? Afghanistan and the Taliban&lt;/i&gt;, New York, New York University Press, 1998, S. 97.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb28&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh28&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 28&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;28&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe Steve Coll, &lt;i&gt;op. cit&lt;/i&gt;., S. 413-415.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb29&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh29&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 29&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;29&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe ebd., S. 513.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb30&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh30&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 30&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;30&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe ebd., S. 485.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb31&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh31&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 31&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;31&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Am 9. September 2001, nicht am 7., wie im Film f&#228;lschlicherweise angegeben.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb32&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh32&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 32&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;32&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;RAWA, &lt;a href=&#034;http://www.rawa.org/dec10-02_de.htm&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;&#8222;Ohne Zur&#252;ckweisung der Fundamentalisten bleibt die Wahrung der Menschenrechte Illusion oder Traum&#8220;&lt;/a&gt;, 10. Dezember 2002.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb33&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh33&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 33&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;33&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Alfred W. McCoy, &lt;a href=&#034;https://www.theguardian.com/news/2018/jan/09/how-the-heroin-trade-explains-the-us-uk-failure-in-afghanistan&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;&#8222;How the Heroin Trade Explains the US-UK Failure in Afghanistan&#8220;&lt;/a&gt; in &lt;i&gt;The Guardian&lt;/i&gt;, 9. Januar 2018.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb34&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh34&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 34&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;34&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe UNODC und Islamic Republic of Afghanistan Ministry of Counter Narcotics, &#8222;Afghanistan Opium Survey 2018. Cultivation and Production&#8220;, S. 6-7.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb35&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh35&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 35&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;35&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Graham Farrell, John Thorne, &#8222;Where Have all the Flowers Gone? Evaluation of the Taliban Crackdown against Opium Poppy Cultivation in Afghanistan&#8220; in &lt;i&gt;International Journal of Drug Policy&lt;/i&gt;, Nr. 16, 2005, S. 85.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb36&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh36&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 36&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;36&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Manuel Perez-Rivas, &lt;a href=&#034;http://edition.cnn.com/2001/US/10/03/inv.drugs.terrorism/&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;&#8222;U.S.: Taliban Continue to Profit from Drug Trade&#8220;&lt;/a&gt;, CNN, 3. Oktober 2001.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb37&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh37&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 37&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;37&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe UNODC und Islamic Republic of Afghanistan Ministry of Counter Narcotics, &lt;i&gt;op. cit&lt;/i&gt;., S. 6-7.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb38&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh38&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 38&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;38&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe Graham Farrell, John Thorne, &lt;i&gt;op. cit&lt;/i&gt;., S. 86.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb39&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh39&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 39&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;39&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe Matthew Beard, &lt;a href=&#034;https://www.independent.co.uk/news/world/asia/karzai-promises-to-rid-his-country-of-drug-trade-9206524.html&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;&#8222;Karzai Promises to Rid His Country of Drug Trade&#8220;&lt;/a&gt; in &lt;i&gt;The Independent&lt;/i&gt;, 7. Januar 2002.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb40&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh40&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 40&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;40&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe UNODC und Islamic Republic of Afghanistan Ministry of Counter Narcotics, &lt;i&gt;op. cit&lt;/i&gt;., S. 6-7.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb41&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh41&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 41&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;41&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe ebd., S. 17.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb42&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh42&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 42&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;42&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Dexter Filkins, &lt;a href=&#034;https://www.newyorker.com/news/news-desk/death-of-an-afghan-godfather&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;&#8222;Death of an Afghan Godfather&#8220;&lt;/a&gt; in &lt;i&gt;The New Yorker&lt;/i&gt;, 12. Juli 2011.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb43&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh43&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 43&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;43&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Simon Tisdall, &lt;a href=&#034;https://www.theguardian.com/world/2011/jul/12/ahmed-karzai-modern-afghan-warlord&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;&#8222;Ahmed Wali Karzai, the Corrupt and Lawless Face of Modern Afghanistan&#8220;&lt;/a&gt; in &lt;i&gt;The Guardian&lt;/i&gt;, 12. Juli 2011.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb44&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh44&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 44&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;44&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Jon Boone, &lt;a href=&#034;https://www.theguardian.com/world/2011/nov/15/afghan-bank-missing-billion&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;&#8222;The Financial Scandal that Broke Afghanistan&#8216;s Kabul Bank&#8220;&lt;/a&gt; in &lt;i&gt;The Guardian&lt;/i&gt;, 16. Juni 2011.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb45&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh45&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 45&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;45&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Jon Boone, &lt;a href=&#034;https://www.theguardian.com/world/2011/nov/15/afghan-bank-missing-billion&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;&#8222;Afghan Finance Minister Admits Doubts over Kabul Bank&#8216;s Missing $1bn&#8220;&lt;/a&gt; in &lt;i&gt;The Guardian&lt;/i&gt;, 15. November 2011.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb46&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh46&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 46&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;46&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Michael Huffman, &#8222;The Kabul Bank Scandal and the Crisis that Followed&#8220;, 3. Dezember 2011, S. 7.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb47&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh47&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 47&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;47&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe Grant McLeod, &#8222;Responding to Corruption and the Kabul Bank Scandal&#8220;, United States Institute of Peace, Dezember 2016, S. 2.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb48&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh48&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 48&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;48&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Michael Huffman, &lt;i&gt;op. cit&lt;/i&gt;., S. 13.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb49&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh49&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 49&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;49&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe ebd., S. 16-17.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb50&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh50&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 50&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;50&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe ebd., S. 4.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb51&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh51&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 51&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;51&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Farnood war ein begabter und weltweit bekannter Pokerspieler. Sein Tod wurde in einem Artikel auf dem Portal Casino.org kommentiert, siehe Klaus Zimmermann, &lt;a href=&#034;https://www.casino.org/de/nachrichten/wsope-bracelet-gewinner-sherkhan-farnood-ist-in-afghanischem-gefangnis-gestorben/&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;&#8222;WSOPE Bracelet Gewinner Sherkhan Farnood ist in afghanischem Gef&#228;ngnis gestorben&#8220;&lt;/a&gt;, 31. August 2018.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb52&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh52&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 52&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;52&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe Michael Huffman, &lt;i&gt;op. cit&lt;/i&gt;., S. 9.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb53&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh53&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 53&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;53&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe Mujib Mashal, &lt;a href=&#034;https://www.nytimes.com/2015/11/05/world/asia/afghan-businessman-convicted-in-kabul-bank-fraud-is-still-free-to-make-money.html&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;&#8222;Afghan Businessman Convicted in Kabul Bank Fraud Is Still Free to Make Money&#8220;&lt;/a&gt; in &lt;i&gt;New York Times&lt;/i&gt;, 4. November 2015.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb54&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh54&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 54&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;54&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe Zarmina Mohammadi, &lt;a href=&#034;https://tolonews.com/business/millions-dollars-still-owed-kabul-bank&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;&#8222;Millions of Dollars Still Owed to the Kabul Bank&#8220;&lt;/a&gt; in &lt;i&gt;Tolo News&lt;/i&gt;, 12. Februar 2017.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb55&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh55&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 55&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;55&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe Grant McLeod, &lt;i&gt;op. cit&lt;/i&gt;., S. 7-8.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb56&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh56&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 56&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;56&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Falls nicht anders angegeben, stammen die Zahlen aus dem World Factbook der CIA.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb57&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh57&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 57&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;57&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe Justin Rowlatt, &lt;a href=&#034;https://www.bbc.com/news/world-us-canada-47861444&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;&#8222;How the US Military&#8216;s Opium War in Afghanistan Was Lost&#8220;&lt;/a&gt;, BBC News, 25. April 2019.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb58&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh58&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 58&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;58&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Ebd.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;
		
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		<title>Th&#233;orie communiste - Das Erd&#246;l, die Geschlechterfrage und die Taliban (2003)</title>
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&lt;p&gt;Um die Ereignisse des 11. Septembers 2001 zu verstehen, muss man von vier Tatsachen ausgehen, die wir in diesem Text als vorausgesetzt betrachten: dem Ende des Kalten Krieges (nat&#252;rlich); dem Verschwinden der autonomen Figur des Rentiers nach dem Golfkrieg; der Aufl&#246;sung des nationalen Rahmens, sowohl was den Verwertungs- und Akkumulationsprozess des Kapitals, als auch was die Reproduktion der Arbeitskraft betrifft; der Globalisierung, nicht als quantitativer geographischer (&#8230;)&lt;/p&gt;


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 <content:encoded>&lt;img src='https://www.kommunisierung.net/IMG/logo/220px-wtcgroundzero.jpg?1689296007' class='spip_logo spip_logo_right' width='150' height='113' alt=&#034;&#034; /&gt;
		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;Um die Ereignisse des 11. Septembers 2001 zu verstehen, muss man von vier Tatsachen ausgehen, die wir in diesem Text als vorausgesetzt betrachten: dem Ende des Kalten Krieges (nat&#252;rlich); dem Verschwinden der autonomen Figur des Rentiers nach dem Golfkrieg; der Aufl&#246;sung des nationalen Rahmens, sowohl was den Verwertungs- und Akkumulationsprozess des Kapitals, als auch was die Reproduktion der Arbeitskraft betrifft; der Globalisierung, nicht als quantitativer geographischer Expansionsprozess, sondern als Akkumulationsstruktur des restrukturierten Kapitals.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&#8222;Das Imperium des Chaos&#8220; (Alain Joxe)&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Man kann keine historisch-geographische Konfiguration der Reproduktion der kapitalistischen Produktionsweise in nationalen oder gar regionalen Begriffen wie zu Zeiten des &#8222;Fordismus&#8220; analysieren und die Art von hervorgebrachten Verh&#228;ltnissen zwischen Zentrum und Peripherie hat sich ge&#228;ndert. Indem der Rahmen der Konfrontation zwischen den USA und der UdSSR verlassen worden ist, erlangen die in der Dritten Welt entstehenden Konflikte einen neuen Status, sie erlangen eine neue Besonderheit zu einem Zeitpunkt, wo sie keine eigene, autonome, regionale Bedeutung mehr haben k&#246;nnen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Invasion Kuwaits durch den Irak war die erste regionale Krise einer neuen Periode. Sie hat die USA dazu gebracht, diese Invasion mit einem sehr hohen Niveau an Konfliktbereitschaft zu behandeln, indem sie schnell alle m&#246;glichen Arrangements und Vermittlungen abgelehnt haben. Es ging darum, aus der L&#246;sung dieser Krise eine wichtige Etappe in der F&#246;rderung einer &#8222;neuen internationalen Ordnung&#8220; zu machen. &#8222;Mit dem Ende des internationalen bipolaren Systems ist die amerikanische Strategie nicht mehr eine Strategie des belagerten (oder erobernden) Imperiums, die sich darin ersch&#246;pfen w&#252;rde, an allen Punkten des Limes pr&#228;sent zu sein. Der Limes ist nun ubiquit&#228;r. Die Grenze ist nicht nur transnational, sondern transkontinental und wahrscheinlich transplanetarisch.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb2-1&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;&#8222;Crise du golfe: les changements strat&#233;giques&#8220;, Fondation pour les &#233;tudes de (&#8230;)&#034; id=&#034;nh2-1&#034;&gt;1&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; Die ausl&#228;ndischen Interventionen der USA sind nicht mehr betroffen vom &#252;berdeterminierenden Charakter, der darin bestand, &#8222;den Kommunismus einzud&#228;mmen&#8220;. Durch die Transformation des allgemeinen Charakters der Intervention konnte die L&#246;sung der Krise f&#252;r die USA &#252;ber die einfache Weiterf&#252;hrung des Status quo hinausgehen: Aufrechterhaltung der bedingungslosen Unterst&#252;tzung Israels, Weiterf&#252;hrung der Ungleichm&#228;ssigkeiten in der regionalen Entwicklung, Unterst&#252;tzung der &#8222;guten&#8220; arabischen Staaten, Eind&#228;mmung der anderen. Obwohl die USA die Krise nicht provoziert hatten, haben sie auch nichts getan, um sie zu verhindern oder sie durch Kompromisse zu l&#246;sen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am Ende seines Buches&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb2-2&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Alain Joxe, Le Cycle de la dissuasion. 1945-1990, Paris, La D&#233;couverte, 1990.&#034; id=&#034;nh2-2&#034;&gt;2&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; beschreibt Alain Joxe durch die amerikanische Politik nach dem Kalten Krieg die Modalit&#228;ten der Globalisierung, die sie implizierenden Konflikte und die Art und Weise ihrer territorialen Organisation und Herrschaft. Alain Joxe tendiert h&#228;ufig dazu, die Restrukturierung des Kapitals als einen amerikanischen Willen oder eine amerikanische Strategie darzustellen, es ist falsch, das einseitig so zu pr&#228;sentieren. Aber es ist genauso falsch, die Akteure immer nur als Agenten zu betrachten. Im ersten der beiden F&#228;lle wird die Entwicklung der kapitalistischen Produktionsweise als ein Spiel von Interessen und Kr&#228;fteverh&#228;ltnissen dargestellt, im zweiten werden die allgemeinen Gesetze des Kapitals hingegen hypostasiert und in ihrer Abstraktion selbst zum Motor der Geschichte, die dann nur noch ihre Verwirklichung ist. In beiden F&#228;llen betrachtet man die Akteure als indeterminiert, im ersten Fall ist das Gesetz nur das zuf&#228;llige Resultat ihres Handelns, im zweiten sind sie nur von vom Gesetz oder Konzept manipulierte Marionetten. Wenn ich sage, &#8222;die USA wollen dies oder das&#8220;, ist mein Subjekt voll mit Determinationen bis einem schlecht wird, nicht Determinationen, welche auf es einwirken, sondern sie sind es schlicht und einfach; man w&#252;rde schon eine Mehrdeutigkeit einf&#252;gen, indem man sagen w&#252;rde, dass sie es definieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#8222;Die NATO-Mitgliedschaft Europas verpflichtete die USA zu einem Minimum an imperialer Territorialit&#228;t. Indem sie sich davon abwenden, bewegen sie sich in eine Richtung, die sie schon immer angezogen hat: In jene, welche aus ihnen die erste imperiale Weltmacht einer neuen Art machen w&#252;rde; &lt;i&gt;durch die endg&#252;ltige Verwischung der Grenze zwischen Krieg und Frieden und jener zwischen Ordnung und Chaos&lt;/i&gt; [von uns unterstrichen] w&#252;rden sie unverhohlen durch indirekte Strategien &#252;ber ein dereguliertes und delokalisiertes globalistisches Universum herrschen. [&#8230;] Es ist die m&#246;gliche Form eines &#252;ber die ganze Welt herrschenden amerikanischen Imperiums. Es wird sich nicht um ein irdisches Imperium handeln, kein &#8218;Welt-Imperium&#8216;, um die Terminologie Wallersteins zu &#252;bernehmen, sondern um eine neue Form eines universellen &#8218;Meer-Imperiums&#8216;, das aus der Singularit&#228;t der Weltwirtschaft und der kontrollierten, durch die Weltraummacht m&#246;glich gemachten Echtzeitkontrolle entstanden ist. Das Imperium des Chaos ist die absolut rationale Form, welche die Organisation der vom liberalen System des Konkurrenzmarktes beherrschten und mit modernen Waffen- und Kommunikationssystemen ausger&#252;steten Weltgesellschaft annehmen muss. Es bereitet f&#252;r das 21. Jahrhundert eine Welt vor, welche g&#228;nzlich auf der Gew&#246;hnung an Ungleichheiten und Ghettos gebaut ist. [&#8230;] Die Rolle der milit&#228;rischen Macht im Imperium des Chaos ist es, die freie Zirkulation der Fl&#252;sse auf der gesamten Oberfl&#228;che der Erde zu erlauben, die V&#246;lker zu zwingen, nicht in &#8218;die internen Angelegenheiten des Marktes&#8216; zu intervenieren, welcher allein beauftragt ist, die Verbindungsstr&#246;me und die Kerne der aufstrebenden M&#228;chte zu bestimmen, unter der Bedingung, dass diese Kerne eher amerikanisch sind. Die Beherrschung des Planeten wird mithilfe von &#8218;gezielten&#8216; Interventionen durchgesetzt, nicht nur dank der See- und Luftmacht, sondern auch durch die Weltraummacht, die Technologiemacht: Alles in allem die Macht der Niemandsl&#228;nder. Schon jetzt existiert gewissermassen nur inneres Chaos im vereinigten Imperium. [&#8230;] Das Imperium des Chaos ist also eine Welt, wo der Krieg zwischen zentralen M&#228;chten verschwunden sein k&#246;nnte und wo sich die Weltgesellschaft in gewaltt&#228;tigen, verschachtelten oder nebeneinanderliegenden und befestigten Untereinheiten organisieren w&#252;rde, welche sowohl auf Ebene des Planeten als auch des Quartiers Erpressung und Schutzgeldeintreibung praktizieren. Keine der Organisationsebenen des geographischen Raumes (Kontinent, Staat, Region, Stadt, Quartier) h&#228;tte noch einen legitimen Anspruch auf die Herrschaft des Friedens &#8218;im Innern&#8216;. [&#8230;] Um zu &#252;berleben, wird man also zu den Stammessolidarit&#228;ten (Ethnie, Sprache, Religion) und ihren modernen Versionen (Mafias, Strassengangs, Sekten) zur&#252;ckkehren. Diese Entwicklung ist keine Utopie. Sie zeichnet sich sichtbar vor unseren Augen ab, seit langer Zeit, in den s&#252;dlichen Peripherien des kapitalistischen Systems, in unseren Vorst&#228;dten, seit kurzem in China und in der UdSSR. [&#8230;] Doch diese Weigerung, sich am Boden zu engagieren, ist gleichbedeutend mit einem Verzicht auf Ordnung. Die einzige Verbindung zwischen dem milit&#228;rischen Handeln, der Herrschaft und dem Aufbau einer politischen Ordnung ist seit eh und je die Eroberung. Indem sie sich von jeglicher Verpflichtung des Schlachtfeldes, der Besatzung und der Eroberung zur&#252;ckziehen, ziehen sich die USA auch von jeglicher Notwendigkeit zur&#252;ck, ein positives Ordnungsmodell hervorzubringen.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb2-3&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Ebd., S. 284 und S. 287-290.&#034; id=&#034;nh2-3&#034;&gt;3&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Grenze der Analyse und der Beschreibung von Alain Joxe liegt in der Tatsache, dass er keine &#8222;Ordnung&#8220; sieht, denn f&#252;r ihn ist Ordnung nicht die Reproduktion der kapitalistischen Produktionsweise, sondern grundlegend die Demokratie, die f&#252;r ihn gleichbedeutend ist mit der Gesellschaft, definiert als Verh&#228;ltnis zwischen B&#252;rgern. Die Ordnung ist das Resultat einer Staatsb&#252;rgerschaft auf einem Territorium, einer kommunitaristisch-politischen Einbringung des Individuums, nicht eines widerspr&#252;chlichen Verh&#228;ltnisses zwischen Klassen. Das Interesse dieser Analyse ist hingegen, dass sie gut aufzeigt, dass, wenn man als Ausgangspunkt den globalen Charakter der internationalen Zirkulation des Kapitals setzt (d.h., wenn man diese Zirkulation nicht als Verh&#228;ltnisse und Summen zwischen vorbestimmten Gebieten setzt), es aussichtslos ist und der Ausgangshypothese widerspricht, eine nationale oder regionale integrierende Reorganisation zu suchen, die in sich selbst koh&#228;rent ist. Man kann nicht von der gegenw&#228;rtigen Restrukturierung des Kapitals verlangen, eine Art der Koh&#228;renz der kapitalistischen gesellschaftlichen Verh&#228;ltnisse zu verwirklichen, die einem vergangenen Stadium angeh&#246;rte. Die gegenw&#228;rtige Restrukturierung wird nicht den &#8222;Fordismus&#8220; dort wiederbeleben, wo er existierte, und ihn noch weniger dorthin bringen, wo er nicht existierte. Sie bringt auch keine &#8222;R&#252;ckkehr zu Stammessolidarit&#228;ten&#8220; hervor. Die gegenw&#228;rtige Situation Afghanistans beweist alles andere als das Gegenteil. Es handelt sich nicht um eine R&#252;ckkehr: Die Konturen, der Inhalt des &#8222;Stammes&#8220;, sind eine gegenw&#228;rtige Hervorbringung, nat&#252;rlich kann man die Geschichte von allem und jedem schreiben und somit die Gemeinschaft als Ethnie, Stamm, religi&#246;se Gemeinschaft und, wieso nicht, als Quartier betrachten, wie es Michel Seurat in Bezug auf Tripoli im Libanon versuchte. Schenken wir der Entstaatlichung Afghanistans eine besondere Beachtung, diesbez&#252;glich muss ein bisschen von den Taliban in ihrem Verh&#228;ltnis zur &#8222;ethnischen Spaltung&#8220; Afghanistans gesprochen werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Kurze Geschichte der Ethnien&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ende des 19., Anfang des 20. Jahrhunderts hatte der Paschtune Abdur Rahman Khan Afghanistan unter der Herrschaft der St&#228;mme des S&#252;dens vereinigt. Die &lt;i&gt;kuffar&lt;/i&gt; werden unter Zwang konvertiert, die Hazara niedergeschlagen; Abdur Rahman Khan &#8222;beauftragt die nomadischen Paschtunen mit der Eroberung der L&#228;nder der sesshaften Tadschiken und Usbeken. Diese kontinuierliche Aufzehrung ging w&#228;hrend der gesamten Herrschaftsperiode von Mohammed Zahir Schah weiter. [&#8230;] Wie so viele L&#228;nder der Dritten Welt war Afghanistan zweigeteilt: einerseits das modernisierte und &#228;usseren Einfl&#252;ssen offene Kabul, andererseits l&#228;ndliche Gebiete, die sich seit Jahrhunderten kaum ver&#228;ndert haben und gleich vor den Pforten der Hauptstadt begannen. Weil er sie vergessen hatte, wurde der K&#246;nig Amanullah Khan (1919-1929), der seiner K&#246;nigin den Schleier abgenommen, den Bart, lange Haare und die traditionelle Kleidung in den Strassen Kabuls nach dem Vorbild Atat&#252;rks verboten hatte, von einem einfachen tadschikischen R&#228;uber, &lt;i&gt;Batscha-e Saqqao&lt;/i&gt;, dem &#8218;Sohn des Wassertr&#228;gers&#8216;, von seinem Thron verjagt, dieser wurde danach ebenfalls ermordet. Mohammed Nadir Schah (Vater von Mohammed Zahir Schah) erleidet 1933 das gleiche Schicksal.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb2-4&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Le Monde vom 5. Dezember 2001.&#034; id=&#034;nh2-4&#034;&gt;4&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; Mohammed Zahir Schah zieht daraus den Schluss, dass vorsichtig reformiert werden muss, doch diese Vorsicht &#8222;verst&#228;rkte nur die Wut der Mullahs, Vorg&#228;nger der islamistischsten Anf&#252;hrer der Mudjahedin und der Taliban, ohne die Frustration der urbanen Linken zu bes&#228;nftigen, unterbezahlte Armeeangeh&#246;rige und Funktion&#228;re, arbeitslose Studenten, k&#252;nftige Gegner in gnadenlosen Gefechten&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb2-5&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Ebd.&#034; id=&#034;nh2-5&#034;&gt;5&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#8222;Gegen 1910 schafft der K&#246;nig Habibullah Khan mit dem Ziel der Schw&#228;chung der feudalen Anf&#252;hrer die Leibeigenschaft ab, ohne an den Herrschaftsverh&#228;ltnissen etwas zu &#228;ndern. Die neuen landwirtschaftlichen Arbeiter verdienen nicht genug, um sich zu ern&#228;hren; und ihre unzufriedenen Vorgesetzten erhalten als Kompensation die Anerkennung der Eigentumsurkunden. Doch diese Massnahme hindert die Nomaden an freier Wanderschaft und zerst&#246;rt die saisonale wirtschaftliche Komplementarit&#228;t zwischen Nomaden und Bauern. [&#8230;] Da keine Register existieren, erhebt der Staat willk&#252;rliche Steuern, welche die &#228;rmsten Bauern in den 1950er Jahren nicht mehr bezahlen k&#246;nnen. Die zu 85% rurale afghanische Wirtschaft ger&#228;t aus dem Lot. Die Nahrungsmittelproduktion sinkt, gleichzeitig steigt die urbane Nachfrage. Das Land importiert 1949 pl&#246;tzlich Getreide. In Anbetracht der Unterern&#228;hrung empfehlen die Experten rentablen Anbau, z.B. Baumwolle, um Devisen zu erlangen und Getreide kaufen zu k&#246;nnen, statt es anzubauen. Es war die Epoche der Planwirtschaft und das Land versucht sich darin, immer noch ohne jegliche Daten. Die ausl&#228;ndischen Entwicklungshelfer arbeiten ohne Koordination. Sie werfen dem Volk seinen Traditionalismus vor, doch nur die Tradition erlaubt es, in den Bergen oder der W&#252;ste zu leben. Aber es wird um jeden Preis modernisiert. Nach 75 Jahren Anstrengung waren auf dem Land in den 1980er Jahren weniger als ein Viertel der Transaktionen monetarisiert. Die von den Kommunisten 1978 gewollte Landreform scheitert, da kein Grundbuch existiert. Die blinde Willk&#252;r des Regimes f&#252;hrt zu einer spontanen Rebellion mithilfe von Schaufeln und Hacken. Dann f&#228;llt die UdSSR in Afghanistan ein. Darauf folgt der Krieg und diverse Nichtregierungsorganisationen, die manchmal eine milit&#228;rische Ausbildung zu Verf&#252;gung stellen, aber auf alle F&#228;lle Geld, Medikamente und Macht.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb2-6&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Ebd.&#034; id=&#034;nh2-6&#034;&gt;6&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; Der Autor erw&#228;hnt die grosse Hungersnot von 1971-1972 (mindestens 100&#8216;000 Tote) als Resultat einer &#8222;aus dem Lot geratenen&#8220; Landwirtschaft nicht. Diese grosse Hungersnot zeigt jedoch, dass es nicht die Versuche der &#8222;Modernisierung&#8220; an sich sind, welche dazu f&#252;hren, dass die Landwirtschaft &#8222;aus dem Lot ger&#228;t&#8220;, sondern die widerspr&#252;chliche &#8222;Modernisierung&#8220; zugunsten eines traditionellen gesellschaftlichen Rahmens. W&#228;hrend der Hungersnot wurde die Verteilung von 500&#8216;000 Tonnen Getreide der internationalen Hilfe im Rahmen eines Programms &lt;i&gt;Fronarbeit gegen Nahrung&lt;/i&gt; organisiert, die Abmachung wurde allerdings selten eingehalten, da die &lt;i&gt;arbabs&lt;/i&gt; (Grundherren) und die Funktion&#228;re alles in ihre Taschen gesteckt hatten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#8222;Das Land wird brutal mit der Marktwirtschaft konfrontiert. Der Zufluss von Dollars zur Bezahlung der Ausgaben der Nichtregierungsorganisationen ruft neue Bed&#252;rfnisse hervor, welche den Mohnanbau beg&#252;nstigen. S&#246;ldner kaufen das Getreide der Nahrungshilfe, um es den Bauern zu bringen und ihnen denselben zu empfehlen. Die Mohnproduktion steigt von 500 Kilogramm auf 5&#8216;000 Tonnen in 15 Jahren.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb2-7&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Habib Haider, &#8222;Afghanistan, agriculture d&#8216;abord&#8220; in Le Monde.&#034; id=&#034;nh2-7&#034;&gt;7&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; In Zentralasien und Afghanistan hat der Zusammenbruch der UdSSR die Zerst&#246;rung der traditionellen gesellschaftlichen Formen beschleunigt, die sowjetische Macht hatte sie bemerkenswert integriert (oder umgekehrt: sie hatten sich bemerkenswert in die sowjetischen politischen und wirtschaftlichen Machtformen integriert). Diese Republiken haben keinen grossen Nationalismus zum Zeitpunkt des &#8222;Zusammenbruchs des Imperiums&#8220; gezeigt (und den Prognosen von Carr&#232;re d&#8216;Encausse somit widersprochen).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Jegliches ethnische Gleichgewicht Afghanistans ist durch den Krieg gegen die Sowjets modifiziert worden. Die ethnischen Spaltungen sind relativ neu, w&#228;hrend dem Krieg bilden die Tadschiken, Usbeken und Hazara zum ersten Mal politisch-milit&#228;rische Organisationen. Zuvor definierten sich die Leute im Pandjir-Tal (die Hochburg Massouds) nie als Tadschiken. Der Krieg hat die ethnischen Identit&#228;ten polarisiert und erstarrt. Der Krieg fabriziert Ethnie, eine Ethnie, die ausserhalb ihres Kontexts nicht existiert. &#8222;Die schiitischen Hazara werden im Iran gleich behandelt wie die sunnitischen Paschtunen, d.h. als Ausl&#228;nder, die man loswerden muss. Das gleiche gilt f&#252;r die Usbeken. Die afghanischen Usbeken bekommen fast nie die usbekische Nationalit&#228;t, wenn sie nach Usbekistan ziehen. In Tat und Wahrheit werden diese Afghanen, welche sich in Afghanistan zunehmend bek&#228;mpfen, wieder ihrer afghanischen Identit&#228;t zugewiesen, sobald sie ihr Land verlassen.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb2-8&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Olivier Roy in Le Monde vom 3. April 2001.&#034; id=&#034;nh2-8&#034;&gt;8&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In seinem Text &#8222;Exil, relations interethniques et identit&#233; dans la crise afghane&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb2-9&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe Pierre Centlivres, &#8222;Exil, relations interethniques et identit&#233; dans la (&#8230;)&#034; id=&#034;nh2-9&#034;&gt;9&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; verteidigt Pierre Centlivres die These einer Verschleierung des ethnischen Problems; eine Verschleierung, die vor den 1980er Jahren m&#246;glich war. Doch, obwohl &#8222;die ethnische Pluralit&#228;t ein Tabuthema war&#8220;, betont Centlivres, dass &#8222;die als ethnische Gruppen oder j&#252;ngst als Nationalit&#228;ten bezeichneten Einheiten disparat und heterogen sind&#8220; und dass keine davon definierte territoriale Grundlagen hat. Die ethnische Frage hat sich erst mit dem Versuch gestellt, zur Zeit Abdur Rahman Khans einen Nationalstaat zu konstituieren, &#8222;die von ihm ertr&#228;umte vereinigte Nation ist in Wirklichkeit in diverse Nationalit&#228;ten geteilt&#8220; (ein &#228;hnliches Ph&#228;nomen in Bezug auf Afrika zur Zeit der Kolonialisierung wird im kollektiven, von de Chr&#233;tien und Prunier bei Khartala herausgegebenen Werk &lt;i&gt;Les Ethnies ont une histoire&lt;/i&gt; analysiert). Die &lt;i&gt;Fixierung&lt;/i&gt; auf die Ethnizit&#228;t ist in Afghanistan eine Konstruktion im Rahmen des Versuches, einen Nationalstaat aufzubauen, wobei die &#8222;Paschtunisierung&#8220; des Landes eines der erkl&#228;rten Ziele war. Dieser Versuch hat die ehemals labile und heterogene &#8222;Ethnizit&#228;t&#8220; zugunsten einer fixen Definition im Rahmen der gemeinsamen Beteiligung am &#8222;afghanischen Nationalstaat&#8220; verschleiert. Diese konstituierende Fixierung ist mit dem Zerfall jenes Staates, welche die Bev&#246;lkerung zwingt, sich innerhalb dieses Rahmens zu definieren, zum Inhalt und zum Ziel politischer Aspirationen geworden, nicht nur in Afghanistan selbst, sondern allen voran im Exil, haupts&#228;chlich in den Fl&#252;chtlingslagern. Die im Versuch der Gr&#252;ndung eines Nationalstaates verschleierte Ethnizit&#228;t ist allen voran jene, welche zuvor existierte und verschwindet, und v.a. jene Ethnizit&#228;t, welche dieser Versuch hervorbringt und auf welcher er teilweise beruht. Ethnische Fluidit&#228;t und Interaktion (h&#228;ufig von Konflikten gepr&#228;gt) werden in eine fixe Zuweisung verwandelt und die Kr&#228;fteverh&#228;ltnisse schliessen die Interaktion aus. Die aus dem Zerfall des Staates resultierende ethnische Zuweisung f&#252;hrt dazu, dass die Afghanen, v.a. im Exil, unter einer doppelten Knute leben: politisch gem&#228;ss dieser Zuweisung (ihrer Stellung im afghanischen &#8222;Staat&#8220;) und allt&#228;glich in Bezug auf das &#220;berleben. &#8222;Im allt&#228;glichen Leben ist der R&#252;ckzug eng mit dem &lt;i&gt;qawm&lt;/i&gt; verbunden, der in der Regel als zuweisend f&#252;r jegliche Zugeh&#246;rigkeitsgruppe definiert wird, im Gegensatz zu dem, was ausserhalb von ihr ist, vom Quartier bis zur Abstammung. [&#8230;] Durch deren Vermittlung kommen die Fl&#252;chtlinge in den grossen St&#228;dten mit dem Arbeitsmarkt und den Arbeitgebern in Kontakt, aber auch durch pers&#246;nliche Netzwerke, die eng mit dem &lt;i&gt;qawm&lt;/i&gt; und dem Quartier verbunden sind. Deshalb sieht man in den Kohleminen rund um Quetta, in den Ziegeleien Peschawars oder den Streichholz- oder Seifenfabriken in Karachi Teams von Arbeitern aus dem gleichen Dorf oder der gleichen ethnischen Unterteilung.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb2-10&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Ebd.&#034; id=&#034;nh2-10&#034;&gt;10&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; Diese Einheit ist infraethnisch in jenem Sinne, als dass die Ethnie nun eine politische Zuweisung darstellt. &#8222;Man sieht also, dass man zwischen der konkreten, auf dem &lt;i&gt;qawm&lt;/i&gt; basierenden Ebene der Praktiken und jener der Referenzen und dem Machtstreben unterscheiden muss.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb2-11&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Ebd.&#034; id=&#034;nh2-11&#034;&gt;11&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Taliban sind das Ergebnis einer gesellschaftlichen Transformation w&#228;hrend des Krieges gegen die Sowjets. Sie entstammen nicht den Aristokratien der St&#228;mme. Wie der talentierte Motorradfahrer Mullah Omar entstammen sie armen Bauernfamilien, die sich in den Fl&#252;chtlingslagern begegnet sind. Es ist bezeichnend, dass &lt;i&gt;die Hervorbringung ethnischer Identit&#228;ten simultan zur Destrukturierung der alten Gesellschaft stattfindet&lt;/i&gt;. &#8222;Die Taliban stellen eine Herausforderung f&#252;r die traditionellen Stammesstrukturen dar.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb2-12&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Ebd.&#034; id=&#034;nh2-12&#034;&gt;12&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; In den Verhandlungen mit den Taliban vor dem 11. September war das einzige Ziel der USA die Auslieferung Bin Ladens, denn was die Taliban in Afghanistan repr&#228;sentieren, ist absolut &#8222;modern&#8220;. Deshalb konnte es zu einer Begegnung zwischen Bin Laden und den Taliban kommen. &#8222;Die Taliban verk&#246;rpern einen besonderen Widerspruch: Sie sind weder traditionalistische Stammesangeh&#246;rige, obwohl sie diesen Netzwerken entstammen, noch paschtunische Nationalisten, obwohl sie mehrheitlich dieser die Macht repr&#228;sentierenden Ethnie angeh&#246;ren, oder revolution&#228;re Aktivisten des Islams, sondern Anh&#228;nger einer grotesken Bigotterie mit messianischer Dimension. Bisweilen kommt es zu &#220;berraschungen. Im Namen der heiligen Prinzipien des Islams hat Mullah Omar, w&#228;hrend er gleichzeitig eine beispiellose Repression gegen die Frauen institutionalisierte, Massnahmen getroffen, die es den paschtunischen Ehefrauen erlaubten, nicht mehr vom Paschtunwali abh&#228;ngig zu sein, dem unerbittlichen Ehrenkodex des Stammes. Ein Dekret verbietet nun alte Praktiken wie z.B. die Verpflichtung f&#252;r eine Witwe, einen Schwager zu heiraten, oder die &#8218;Gabe&#8216; von Frauen, um eine lange Vendetta nach einem Mord zu verhindern&#8230; Das gleiche gilt f&#252;r Erbfragen. In Afghanistan erben die Frauen gem&#228;ss Gewohnheitsrecht nichts. Da die Scharia verpflichtet, haben sie nun das Recht auf einen halben Anteil.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb2-13&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Bruno Philip in Le Monde vom 11./12. M&#228;rz 2001.&#034; id=&#034;nh2-13&#034;&gt;13&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Eine globale Abtrennung&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was als regionale oder nationale Destrukturierung (Entstaatlichung) analysiert wird, bekommt ihre Bedeutung durch eine andere globale Koh&#228;renz im Rahmen der allgemeinen Restrukturierung der kapitalistischen Produktionsweise und sie ist definitorisch davon. Das Problem best&#252;nde darin, theoretisch den Status der Schnittstellen zwischen mehr oder weniger dichten produktiven Fokussierungen des globalen Zyklus des Kapitals und dem zu definieren, was man als R&#228;nder, St&#228;mme oder Ghettos, Schattenwirtschaft, diverse Mafias, Kleptokratien, Offshore-Finanzzentren beschreibt. Die Neuheit liegt in der Tatsache, dass es sich nicht mehr um eine Artikulation zwischen der kapitalistischen Produktionsweise und anderen Produktionsweisen handelt, obwohl letztere nur in Bezug auf erstere bedeutend waren, sondern um eine globale hierarchische Verbreitung der kapitalistischen Produktionsweise, die global als Totalit&#228;t gesetzt wird. Der globale Zyklus des Kapitals kann nicht mehr als Artikulation beschrieben werden, eher als Verbreitung. Man kann auch insofern nicht mehr von Enklaven oder Entwicklung je nach Enklaven sprechen, als dass in einer dualistischen Gesellschaft mit Schattenwirtschaften, Ghettos oder Ethnien die gesamte Gesellschaft f&#252;r und durch diese Enklaven funktioniert, mag es auch nur zur Bezahlung irgendeines unproduktiven pharaonischen Projekts sein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In dieser Situation der &#220;berwindung der nationalen und regionalen Integrationen verliert die sich mehr oder weniger in einem begrenzten Gebiet abspielende Reproduktion des Kapitals diesen Rahmen der Referenzen und der Koh&#228;renz. Der Staat garantierte ihre Koh&#228;renz in jenem Sinne, als dass er vom herrschenden Pol der gegenseitigen Verstrickung zwischen Proletariat und Kapital ausgeht (jenem, welcher den anderen subsumiert), er war der Garant derselben, man nennt es die Garantie des &#8222;sozialen Kompromisses&#8220;. Das grundlegende konzeptuelle Prinzip dieses Koh&#228;renzverlustes liegt in der &lt;i&gt;Spaltung zwischen dem Verwertungsprozess des Kapitals und der Reproduktion der Arbeitskraft&lt;/i&gt;. Die Begriffe Parallel- oder Schattenwirtschaften sind oberfl&#228;chlich insofern, als dass sie sich nur auf den juristischen Charakter der (deklarierten oder nicht deklarierten) T&#228;tigkeit, auf ihre Gr&#246;sse und ihren unmittelbaren Markt beziehen, sie erkl&#228;ren nicht die Urspr&#252;nge dieses &#8222;Schattens&#8220; und des viel umfassenderen Charakters des Ph&#228;nomens.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Verwertung des Kapitals entwischt &#8222;nach oben&#8220;, in Anteilen oder Segmenten des globalen Zyklus desselben, auf der Ebene der Investitionen, des Produktionsprozesses, der Anleihen, des Marktes, der Zirkulation des Mehrwerts, der Gewinngemeinschaften, des auf der Konkurrenz basierenden Rahmens. Die L&#228;nder des Maghreb werden immer abh&#228;ngiger von der europ&#228;ischen Gesamtheit, der Mittlere Osten hingegen von der amerikanischen oder japanischen, Zentralasien von einem Triumvirat aus den USA, Russland und China bestehend, j&#252;ngst dominiert von ersteren. Xinjiang hat f&#252;r Peking eine vitale Stellung: Reservevorrat an Treibstoffen und dar&#252;ber hinaus geplante Plattform einer &#8222;Seidenstrasse&#8220;, die China zur Garantie einer strategischen Tiefe in Zentralasien wiederbeleben m&#246;chte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Reproduktion der Arbeitskraft entwischt &#8222;nach unten&#8220;: Selbstversorgung, lokale Solidarit&#228;ten, Parallelwirtschaften, was einen Einfluss auf den alten sozialen Zusammenhalt hat, indem dem religi&#246;sen Bereich neue Bedeutungen des Zusammenseins verleiht werden. Parallel dazu zerfallen der zentrale nationale Rahmen und die Rolle des Staates. Die Interventionen, z.B. in den Philippinen, haben u.a. zum Ziel, jegliche nationale oder regionale Verst&#228;ndigung zu torpedieren, wie schon der Golfkrieg. In den Philippinen hatte die Zentralregierung vor kurzem ein Waffenstillstandsabkommen mit der Islamischen Befreiungsfront der Moros in Mindanao unterzeichnet. Sei es mit der Politik der Protektorate (Kosovo, Mazedonien, Osttimor, Kambodscha und jetzt Afghanistan), den Politiken der Renationalisierung (&lt;i&gt;nation building&lt;/i&gt;) oder der Sabotage jeglicher nationalen Wiederverst&#228;ndigung, es geht darum, &lt;i&gt;einerseits die Reproduktion und Zirkulation des Kapitals und andererseits die Reproduktion und Zirkulation der Arbeitskraft voneinander zu trennen&lt;/i&gt;. Die Reproduktion des Kapitals und seine Akkumulation in Pakistan oder den Philippinen sind selbst nicht verbunden mit der Reproduktion der pakistanischen oder philippinischen Arbeitskraft (das ist einer der Gr&#252;nde f&#252;r die &#8222;Deislamisierung&#8220; des pakistanischen Staates). In einer derartigen &#8222;neuen Weltordnung&#8220; ist, wie wir sehen werden, die Frage der Unterscheidung zwischen Kriegs- und Polizeioperationen nicht mehr wirklich relevant.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Die Niederlage des Rentiers und die Sezession&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;F&#252;r Bin Laden, Al-Qaida und die Taliban resultiert die Opposition gegen die USA aus dem total utopischen Willen, eine riesige, vom globalen Kapital sezessionistische Zone vom Roten Meer bis nach Indonesien zu erschaffen. Das erste bedeutende Al-Qaida zugeschriebene Attentat geschieht, als sich die amerikanische Gaspipeline durch Afghanistan pr&#228;zisiert. &#8222;Die Attentate am 7. August 1998 gegen die amerikanischen Botschaften in Nairobi und Dar-es-Salam waren der Anfang vom Ende der Gaspipeline. Am 21. August verk&#252;ndigte Unocal offiziell, alle Aktivit&#228;ten bez&#252;glich des Projekts der Gaspipeline in Afghanistan einzustellen. Am gleichen Tag bombardierte die amerikanische Luftwaffe mutmasslich terroristische Ziele in Afghanistan und im Sudan. [&#8230;] Das turkmenische Gas wird auf den Frieden warten m&#252;ssen.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb2-14&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Le Monde vom 22. Oktober 2001.&#034; id=&#034;nh2-14&#034;&gt;14&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; Allerdings war im Januar 1998 ein Abkommen mit den 1996 an die Macht gekommenen Taliban unterzeichnet worden, das Regime der Taliban hatte damals noch gute Presse in den USA. Ein Friedensabkommen in Afghanistan h&#228;tte die &#214;ffnung Zentralasiens gegen&#252;ber der Welt erlaubt (und wird sie erlauben), abseits des exklusiven Konfliktes mit Russland.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein solch &#8222;sezessionistischer&#8220; Wille hat nur durch die kapitalistische Entwicklung der letzten 25 Jahre entstehen k&#246;nnen. Die Reicht&#252;mer sollen den Muslimen, den Einheimischen von Nutzen sein! &#8222;Der Zusammenbruch der Sowjetunion haben die USA hochm&#252;tiger gemacht und sie haben angefangen, sich als die Chefs dieser Welt zu betrachten, indem sie das aufbauen, was sie eine neue Weltordnung nennen. [&#8230;] Sie wollen unsere L&#228;nder besetzen, unsere Rohstoffe stehlen, ihre Vertreter als unsere Anf&#252;hrer durchsetzen [&#8230;] und sie wollen, dass wir damit einverstanden sind.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb2-15&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Erkl&#228;rung von Bin Laden in Peter Bergen, Holy War Inc., New York, Free (&#8230;)&#034; id=&#034;nh2-15&#034;&gt;15&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; Ein solches &#8222;Sezessionsprojekt&#8220; hat erst nach dem Krieg in Kuwait einen Sinn bekommen, seine Wurzel ist die saudische Niederlage, welche der Golfkrieg war: Die Bedeutung der Saudi-Araber ist alles andere als konjunkturell und &#252;berschneidet sich sogar mit den Ambivalenzen der offiziellen saudischen Positionen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Tatsache, dass der Jemen bef&#252;rchtet, das n&#228;chste Ziel einer amerikanischen Intervention zu sein (Herkunftsland sehr vieler K&#228;mpfer im Netzwerk Bin Ladens), zeigt (neben den spezifischen, durch die Wiedervereinigung des Jemens aufgeworfenen Fragen), dass das Zentrum von Bin Ladens Aktivit&#228;t nicht Zentralasien oder Afghanistan ist, sondern die Arabische Halbinsel. Nicht, dass es sich um ein &lt;i&gt;nationales&lt;/i&gt; saudisches Ziel handeln w&#252;rde, doch es kann insofern nicht die geringste Glaubw&#252;rdigkeit f&#252;r ein sezessionistisches Projekt existieren, als dass die Finanz- und &#214;lmacht Saudi-Arabiens nicht daran beteiligt ist. Wenn Saudi-Arabien der Kern des Projekts bleibt, so auch als Resultat der Zeit nach dem Golfkrieg, die Zeit der Niederlage der autonomen Figur des Rentiers und die Einf&#252;hrung der Rente in den allgemeinen Ausgleich der Profitrate. Das sezessionistische Projekt ist gr&#246;sstenteils ein Produkt der aktuellen Situation des Landes, es gr&#252;ndet auf seinem inneren Zusammenbruch, seiner Implosion.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Probleme der Renten&#246;konomie sind allseits bekannt: Von Anfang an zirkuliert der Wert als Einkommen und nicht als Kapital; Entwertung produktiver T&#228;tigkeiten; Steigerung der Abh&#228;ngigkeit; jegliche produktive T&#228;tigkeit wird nicht an ihrer F&#228;higkeit zur Mehrwertsch&#246;pfung gemessen, sondern an jener, sich zus&#228;tzlichen, schon bestehenden Wert anzueignen.&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb2-16&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe Th&#233;orie communiste, Nr. 11, Dezember 2002.&#034; id=&#034;nh2-16&#034;&gt;16&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; &#8222;Die Saudi-Araber m&#252;ssen beginnen, zu arbeiten&#8220;, erkl&#228;rt der Prinz Abdallah im Dezember 1998. In 20 Jahren ist das BIP per Einwohner von 16&#8216;500 $ 1981 auf 6000 $ 2000 gefallen. Ein R&#252;ckgang, dessen Ursachen sowohl der tiefe Erd&#246;lpreis als auch das Bev&#246;lkerungswachstum von 9 auf 22 Millionen im gleichen Zeitraum sind. Der Rentierstaat hat den die herrschende Klasse mit ihren Untertanen verbindenden &#8222;Pakt&#8220; gebrochen: die politische Gef&#252;gigkeit im Austausch f&#252;r die Garantien des Sozialstaates. Die meisten saudischen Angestellten sind in der Tat im &#246;ffentlichen Sektor angestellt, wir sprechen hier nicht von der importierten Arbeitskraft. &#8222;Doch der Staat, der sich gegen&#252;ber dem Weltw&#228;hrungsfonds und der WTO bez&#252;glich Reformen engagiert hat, hat nicht mehr die Mittel, um den Neuank&#246;mmlingen im Arbeitsmarkt eine Anstellung zu bieten, das betrifft etwa 100&#8216;000 Hochschulabg&#228;nger pro Jahr. Die weitgehend von Bestellungen des &#246;ffentlichen Sektors abh&#228;ngige Privatwirtschaft hat nicht gen&#252;gend Arbeitspl&#228;tze f&#252;r alle von ihnen. Alles in allem absorbiert die Wirtschaft nur die H&#228;lfte davon. Die auf 25-30% gesch&#228;tzte Arbeitslosigkeit der aktiven m&#228;nnlichen Bev&#246;lkerung ist die Ursache f&#252;r eine Unzufriedenheit, dank welcher der islamische Protest ziemlich problemlos rekrutieren kann; das Ressentiment gegen&#252;ber eingewanderten, in der Regel aus Asien stammenden Arbeitern ist gross, es ist jedoch weit davon entfernt, jene Animosit&#228;t zu erreichen, die gegen&#252;ber Personal aus dem Westen allgemein und Amerikanern im Besonderen gehegt wird, gen&#228;hrt durch die permanente Pr&#228;senz von 20&#8216;000 Amerikanern, wovon mehr als 5&#8216;000 Soldaten sind. Die Ansicht, dass diese Pr&#228;senz ein Sakrileg ist, wird von allen Saudi-Arabern geteilt, bis hinein in die herrschende Familie. Die Unverbl&#252;mtheit, mit welcher die amerikanischen Regierungen Saudi-Arabien wirtschaftlich f&#252;r seine guten Dienste 1991 unter Druck gesetzt haben, wird als Erpressung betrachtet. In Saudi-Arabien ist die Verteilung der Rente ein zentraler Streitgegenstand, doch die Grenzen des Systems zeigen sich mit der immer st&#228;rker werdenden islamistischen Opposition. Diese organisierte Opposition gegen die amerikanische Pr&#228;senz ist verantwortlich f&#252;r zwei Attentate gegen die amerikanischen Truppen 1995 und 1996. Zudem gibt sie der Opposition der St&#228;mme des S&#252;dens gegen die Macht der Saud eine neue Aktualit&#228;t [die St&#228;mme des Nordens teilen sich die Reicht&#252;mer des Landes].&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb2-17&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Ebd.&#034; id=&#034;nh2-17&#034;&gt;17&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was Bin Laden repr&#228;sentiert, kann man nicht verstehen, wenn man sich nicht auf den Krieg in Kuwait und die Krise der Renten&#246;konomien bezieht: das Verschwinden der autonomen Figur des Rentiers. Den Coup von Saddam wiederholen, aber ohne den Nationalismus. Die Schlacht um Pipelines, wovon die Taliban und Al-Qaida Akteure sind, hat eine ganz andere Dimension denn jene eines einfachen interkapitalistischen Konflikts, sie ist auch und allen voran ein Konflikt, deren Ausgang eine Determinierung eines Stadiums der Geschichte des Kapitalismus darstellt (letztendlich wie alle interkapitalistischen Konflikte): die Erkl&#228;rung der neuen, durch den Golfkrieg geschaffenen Situation f&#252;r rechtsg&#252;ltig.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bin Laden ist nicht ein neuer Saddam, sein Ziel und seine Daseinsberechtigung ist nicht der Nationalismus, sondern eine Sezession innerhalb der Globalisierung, die nur zur Stornierung dieser Niederlage f&#252;hren k&#246;nnte. Die Wende Bin Ladens gegen seinen Sch&#246;pfer ist das Produkt des Endes des Kalten Krieges als allgemeiner Rahmen und der Nachkriegszeit in Bezug auf Kuwait als determinierende besondere Situation. Die Begriffe &#8222;Sch&#246;pfer&#8220; und &#8222;Gesch&#246;pf&#8220; kaschieren in Tat und Wahrheit die Wirklichkeit: Die Amerikaner formten eine Kraft in ihrem Dienst, ausgehend von existierendem Material in den bestehenden gesellschaftlichen Bedingungen, die &#8222;Wende&#8220; erinnert somit etwas weniger an &#8222;Frankenstein&#8220;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;Das Ereignis&lt;/i&gt; des 11. Septembers ist sehr wohl Teil einer Beziehung zwischen Staaten und eines wirtschaftlichen Feilschens. Nachdem George W. Bush an die Macht gekommen ist, werden die Verhandlungen mit den Taliban energisch neu lanciert, um die Erwartungen der amerikanischen &#214;lfirmen nicht zu entt&#228;uschen. Man musste aus dem &#8222;grossen Spiel&#8220; aussteigen, das in Tat und Wahrheit seit dem 19. Jahrhundert ein Nullsummenspiel war, der von den Amerikanern erwartete totale Sieg der Taliban erweist sich ab 1998 als unm&#246;glich. Amerikaner und Pakistaner einerseits, Russen, Iraner und Inder andererseits neutralisieren sich gegenseitig. Um Zentralasien zu &#246;ffnen, m&#252;ssen die Taliban zu Verhandlungen gebracht und die Regierung Afghanistans f&#252;r die Nordallianz ge&#246;ffnet werden, das ist das Ziel des amerikanischen Drucks ab 1998, er intensiviert sich mit der Wiederwahl George W. Bushs. Daf&#252;r m&#252;ssen sich die Taliban von Bin Laden und Al-Qaida lossagen. Die ber&#252;hmte Pipeline konnte nur mit der Vollendung dieser &#214;ffnung und dieser Lossagung Realit&#228;t werden. Etliche Dokumente und Bezeugungen zeigen, dass die Drohungen und Erpressungen gegen&#252;ber den Taliban w&#228;hrend des ganzen Jahres 2001 pr&#228;zis waren&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb2-18&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;&#8222;Ben Laden, la v&#233;rit&#233; interdite&#8220;, Zusammenfassung und Ausz&#252;ge in Le Monde (&#8230;)&#034; id=&#034;nh2-18&#034;&gt;18&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. &#8222;Bin Laden hatte keine Schwierigkeiten, Mullah Omar davon zu &#252;berzeugen, dass er, sollte er ihn fallen lassen, danach auch zermalmt w&#252;rde. Im Sommer 2001 folgerten die Taliban richtiger- oder f&#228;lschlicherweise, dass eine schwere milit&#228;rische Operation gegen sie in Vorbereitung ist. Einmal mehr hatte Bin Laden keine Schwierigkeiten, sie davon zu &#252;berzeugen, dass es unter diesen Umst&#228;nden besser war, zuerst zu schiessen. [&#8230;] Das bleibt eine Spekulation, auf wirklichen Indizien basierend. Sie hat den Vorteil, eine politische Koh&#228;renz f&#252;r jenes R&#228;derwerk zu bieten, das mit dem 11. September im Unvorstellbaren kulminiert ist.&#8220; Es ist nutzlos, die Details der Verhandlungen &#252;ber die ber&#252;hmte Gaspipeline anzusprechen, die das turkmenische Gas via Afghanistan bis zum Indischen Ozean bringen sollte (die ganze Geschichte ist allseits bekannt, Hamid Karzai arbeitete sogar als Berater f&#252;r Unocal). Was dabei interessanter ist, ist die Unnachgiebigkeit der Taliban in denselben gegen&#252;ber der UNO und den USA. Die Weigerung, Bin Laden &#8222;fallen zu lassen&#8220; (sollte das m&#246;glich gewesen sein) war gleichbedeutend mit der Opposition gegen jegliches innere afghanische Abkommen. Pakistan hatte mit einem solchen Abkommen am meisten zu verlieren, die Unnachgiebigkeit der Taliban ergibt sich daraus. F&#252;r Pakistan und die Taliban konnte die amerikanische milit&#228;rische Drohung gegen&#252;ber der Verweigerung jeglichen Abkommens mit der Nordallianz und den Usbeken durchkreuzt werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Rahmen dieses Feilschens war das, was im Nachhinein als &#8222;falsches strategisches Kalk&#252;l&#8220; erscheint, nicht im Vorhinein sinnentleert. Die Ermordung Massouds war gleichbedeutend mit der Schw&#228;chung der Nordallianz und sollten sich die USA trotzdem auf sie st&#252;tzen wollen, w&#252;rden sie mit der Opposition Pakistans konfrontiert sein, das eine Zerschlagung der Macht der Taliban nie akzeptieren w&#252;rde. Russland, in Opposition zu den USA bez&#252;glich der unilateralen Ablehnung der Atomabkommen, w&#252;rde nicht zu einer Zusammenarbeit bereit sein. Die USA w&#252;rden dazu verurteilt sein, von weit entfernt ineffizient zu bombardieren. Doch Pakistan hat sich f&#252;r den Kaschmir, die Rivalit&#228;t mit Indien, die Akzeptierung seiner Atombombe, die teilweise Streichung seiner Schuld entschieden und Putin daf&#252;r, eine Kr&#246;te zu schlucken und die Tschetschenen ein bisschen mehr zu massakrieren, danach die Georgier.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Vom Islamismus zu Al-Qaida&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der religi&#246;se Charakter des sezessionistischen Projektes war nicht absolut notwendig, doch er ist eine daf&#252;r verst&#228;ndliche Formgebung und ein verst&#228;ndlicher Inhalt. Das Sezessionsprojekt ist von Natur aus interklassistisch, es mobilisiert &#8222;die Massen&#8220;, die nicht von der intensiven Kapitalisierung profitiert haben, Fraktionen der von der Rente profitierenden &#8222;&#214;laristokratie&#8220; gegen jene, welche sich &#8222;den Ungl&#228;ubigen verkauft haben&#8220;, die von der kapitalistischen Globalisierung niedergewalzten Mittelklassen; es wird gerechtfertigt durch das h&#246;here Interesse der muslimischen Welt, die all ihre Mitglieder und gesellschaftlichen Kategorien umfasst und &#252;bersteigt. Der Islam ersetzt hier den anti-imperialistischen Nationalismus, der mit der allgemeinen Niederlage des ehemaligen Kampfzyklus obsolet geworden ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Trotz dem Anschein ist die Verwirklichung eines derartigen Projekts in sich selbst eine Disziplinierung der proletarisierten Massen (man kann in den kapitalistischen Produktionsverh&#228;ltnissen in Anbetracht der Modalit&#228;ten des Arbeitszwanges und der Ausbeutung von Disziplinierung sprechen). Sind die Dinge einmal auf den Punkt gebracht, d.h. die Hierarchie der Determinierungen zwischen der globalen Reproduktion des Kapitals und der lokalen Reproduktion der Arbeitskraft (durch Gewalt, falls notwendig), ist es m&#246;glich, zu einer Verst&#228;ndigung zwischen dem Islamismus und &#8222;dem grossen amerikanischen Satan&#8220; zu kommen, man sieht das schon in Pakistan und im Sudan. Der Islamismus entwickelt sich auf der Grundlage eines auf allen Ebenen besiegten Proletariats: in seinen unmittelbaren K&#228;mpfen; in den grossen Krawallen gegen den Weltw&#228;hrungsfonds in den 1980er Jahren und Anfang der 1990er Jahre; in den nationalistischen Programmen selbstzentrierter Entwicklung. Die Islamisierung des Klassenkampfes ist das Resultat eines geschlagenen Proletariats. Die religi&#246;se Form entwickelt sich auf der Grundlage traditioneller Strukturen, die durch das langfristig unertr&#228;gliche Verh&#228;ltnis zwischen den beiden Aspekten des doppelten Lebens des Proletariers in den j&#252;ngst industrialisierten und abh&#228;ngigen (nicht endogenen) Gebieten zerschlagen worden sind: Eine enorme Diskrepanz zwischen der Industrialisierung einerseits und der Lebensweise und der Reproduktion der Arbeitskraft andererseits, die auf absolute Art und Weise nicht als freie Arbeitskraft bezeichnet werden kann. Die Fabrik, wie es Serge Latouche in &lt;i&gt;Die Verwestlichung der Welt&lt;/i&gt; formuliert, scheitert daran, als &#8222;Haus der Kultur&#8220; zu funktionieren. Das Scheitern dieser Strukturen zusammen mit der in den 1980er und 1990er Jahren definitiven Niederlage der K&#228;mpfe lassen dem religi&#246;sen Verh&#228;ltnis diesen Platz: isoliertes Individuum &#8211; Universalit&#228;t. Das Kapital kann in diesem Fall nichts anders tun, als eine andere Gemeinschaft neben der seinen zu akzeptieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach der ersten Phase der &#8222;Muslimbr&#252;der&#8220; ab den 1950er Jahren und w&#228;hrend den 1960er Jahren verschwindet der Islamismus als gesellschaftlich und politisch organisierte Kraft fast vollst&#228;ndig. Die Erhebungen von Hama (1964) und Damaskus (1966) sind weniger sein Werk als die spontane Reaktion der von einigen religi&#246;sen Anf&#252;hrern begleiteten H&#228;ndlern gegen die Massnahmen der Verstaatlichung der wesentlichen wirtschaftlichen T&#228;tigkeiten. Die wiedererstehende islamistische Bewegung zu Beginn der 1970er Jahre hat weder die gleiche Natur, noch die gleichen gesellschaftlichen Ziele. Sie ist allen voran Ausdruck der Krise und des Scheiterns der politischen und wirtschaftlichen Nationalismen, sie rekrutiert zu dieser Zeit innerhalb dieser gleichen Mittelklassen, die bis anhin mit dieser Politik des sozialen Aufstiegs und diversen wirtschaftlichen Privilegien gut gefahren waren: Lehrer, Studenten, niedere Offiziere, Ingenieure&#8230; Es ist auch die Periode des Aufstiegs der &#214;lmonarchien und der auf der Rente basierenden Integration der Region. Diese Bewegung findet in dieser Mutation die Bedingungen ihrer Entwicklung, umso mehr, als dass die herrschenden M&#228;chte, sei es in Syrien, in &#196;gypten (aber auch in Tunesien und Algerien), welche damals weitgehend zur Liquidation ihrer linksnationalistischen Tendenzen und Elemente &#252;bergegangen waren, in ihnen nat&#252;rliche B&#252;ndnispartner entdecken.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Doch das Scheitern der selbstzentrierten wirtschaftlichen Entwicklung und die darauf folgende, &#246;ffnend genannte, liberale Politik haben zur Erscheinung einer enormen Masse an Ausgeschlossenen gef&#252;hrt, die sich ab Ende der 1970er Jahre in den Krawallen der grossen arabischen St&#228;dte zeigt. Und ab diesem Zeitpunkt &#252;berwinden die islamistischen Bewegungen das Stadium einer vertraulichen Existenz oder terroristischer Praktiken. Ab den 1980er Jahren wird der Islamismus zum Ausdruck aller Grenzen dieser Revolten, die er mehr oder weniger erfolgreich umrahmt, gegen eine staatliche Macht, gegen&#252;ber welcher er kein anderes Programm entgegenzusetzen hat, als das, welches sie schon anwendet. Die Islamisten sind das populistische Antlitz der Gesch&#228;fte machenden Bourgeoisie an der Macht, Ausdruck sowohl der Grenzen der Renten&#246;konomie als auch der Demonstrationen des Proletariats, welche diese &#214;konomie und ihre Grenzen hervorrufen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Frage ist nicht, wie Religion, Politik, Wirtschaft Individuen auf ihren einsamen Inseln miteinander verbinden, sondern zu verstehen, weshalb die Verbindungen zwischen besonderen Individuen, die durch eine determinierte Produktionsweise und in derselben definiert werden, die Form von Religion, Politik, Wirtschaft annehmen. Was sind die Grenzen dieser Krawalle, die den Islamismus als ihren synthetischen Ausdruck konstituieren? In der kapitalistischen Konstitution des Ausschlusses erscheinen die Entfremdung des Proletariers gegen&#252;ber der Gesamtheit der gesellschaftlichen Verh&#228;ltnisse und seine eigene Reproduktion nicht als Produkt seiner eigenen T&#228;tigkeit und die Entfremdung als widerspr&#252;chliches Verh&#228;ltnis, das er zur Gesamtheit dieser Gesellschaft unterh&#228;lt, sondern als &lt;i&gt;inh&#228;rente&lt;/i&gt; Tatsache seiner Individualit&#228;t, er ist &lt;i&gt;der Arme&lt;/i&gt;. Da sie der Individualit&#228;t inh&#228;rent geworden ist, l&#246;st sich die Trennung mit den anderen Individualit&#228;ten und der Gemeinschaft erst in einem Verh&#228;ltnis auf, das diese Individualit&#228;ten transzendiert und sich ihnen gegen&#252;ber als radikal &#228;usseres setzt. Die historisch-kulturellen Besonderheiten und die gesellschaftlichen Zw&#228;nge der Periode geben diesem Verh&#228;ltnis nur als Religion, Kultur, Nation eine Form. In seinem Widerspruch mit den kapitalistischen gesellschaftlichen Verh&#228;ltnissen, innerhalb welchen es als &#8222;ausgeschlossen&#8220; reproduziert wird, bringt das Proletariat die inh&#228;renten Grenzen dieser Bedingungen und Eigenschaften dieses Widerspruchs in Form der Religion hervor.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die islamistischen Bewegungen der 1980er Jahre sind gleichbedeutend mit dem Zusammentreffen dreier gesellschaftlicher Prozesse: der Ratlosigkeit und der Marginalisierung der Mittelklassen gegen&#252;ber dem Liberalismus und der &#214;ffnung aufgrund ihrer gesellschaftlichen Lage, die sie nicht als Kapitalismus kritisieren k&#246;nnen, sondern als &#8222;Verwestlichung&#8220;, als Lebensweise und Kultur; des Scheiterns der Nationalismen und der Einrichtung der Integration durch die Rente mit den Golfl&#228;ndern als Mittelpunkt; &#8222;des sozialen Ausschlusses&#8220; und der Vervielfachung der Armutskrawalle.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Solange die islamistische Bewegung nur Ausdruck des ersten dieser Elemente war, war sie beschr&#228;nkt auf eine terroristische Praxis (eine im Gegensatz zum gegenw&#228;rtigen Terrorismus stets nationalistische Praxis) ohne grosse Perspektive: die Besetzung der Moschee in Mekka 1979, die Ermordung Sadats 1981. Die soziale Herkunft der Beschuldigten in der Aff&#228;re des Angriffs auf die Milit&#228;rakademie von Heliopolis in &#196;gypten ist aussagekr&#228;ftig: 42 Studenten, 17 Sch&#252;ler der Milit&#228;rakademie, 3 Soldaten, 4 technische Ingenieure, 1 Repr&#228;sentant liberaler Berufe, 3 Arbeiter. Die Erhebung der Stadt Hama in Syrien im Februar 1982 erlangte durch die gesellschaftlichen Eigenschaften Syriens eine gr&#246;ssere Bedeutung als die vorhergehenden Ereignisse: Bipolarit&#228;t Syriens (zwischen Aleppo und Hama einerseits, Damaskus andererseits), Begegnung der marginalisierten Mittelklassen mit den K&#228;mpfen der H&#228;ndler. Durch die Zerst&#246;rung der Stadt ist eine gesellschaftliche Struktur zerst&#246;rt worden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ohne sich zu verlieren, konnte diese islamistische Bewegung die Macht der herrschenden Bourgeoisie nicht in Frage stellen. Betrachtet man die islamistische Bewegung sowohl im Maghreb als auch im Nahen Osten als Kritik der herrschenden Ordnung, so verwechselt man einerseits den Ausdruck der Armut, den sie in ihrer Praxis und ihrer religi&#246;sen Sprache auszudr&#252;cken vermag und schon immer auszudr&#252;cken vermochte, und andererseits die Revolte gegen diesen Ausschluss, eine Revolte, welche die islamistische Bewegung stets bek&#228;mpfte und auf deren Grenzen und Scheitern sie floriert als politische und gesellschaftliche Anerkennung derselben. Als Produkt entwerteter Mittelklassen war es die historische Gelegenheit der islamistischen Bewegungen der 1980er Jahre, sich nach dem Scheitern der Staatsstreiche als Produkt und Quintessenz des Zusammenbruches des politischen und wirtschaftlichen arabischen Nationalismus, der Integration durch die Rente der Region mit den Golfstaaten als Mittelpunkt und v.a. des notwendigerweise konfliktreichen Aufbaus einer dualen, &lt;i&gt;spezifisch kapitalistischen&lt;/i&gt; Gesellschaft wiedergefunden zu haben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es kommt n&#228;mlich Mitte der 1980er Jahre, nach dem Schnitt Mitte der 1960er Jahre und dem Scheitern des ersten terroristischen Islamismus Mitte derselben 1980er Jahre, zu einer neuen Wende in der Entwicklung der islamistischen Bewegungen. &#8222;Die herrschenden Regime in der muslimischen Welt haben, um den sie bedrohenden Brand der islamistischen Gruppen auszul&#246;schen, andere Feuer angez&#252;ndet, indem sie eine Reislamisierung &#8218;von unten&#8216; beg&#252;nstigt haben. Sie haben die Entwicklung von Bewegungen zugelassen, die alle Freiheit hatten, die strengste Auslegung der Normen des Islams in allen Bereichen des allt&#228;glichen Lebens zu predigen, jedoch eigentlich in politischen Fragen nicht intervenieren sollten. [&#8230;] Diese Reislamisierung von unten, die seit der Mitte der 1980er Jahre ein betr&#228;chtliches Ausmass angenommen hat, ist weitgehend von Saudi-Arabien und Kuwait finanziert worden, sie sahen diesen konservativen, rigoristischen und, so glaubte man, die gesellschaftliche Stabilit&#228;t garantierenden Pietismus mit einem wohlwollenden Auge.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb2-19&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Gilles Kepel in Le Monde vom 11. Januar 1991.&#034; id=&#034;nh2-19&#034;&gt;19&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Diese von Kepel unternommene Analyse setzt diese &#8222;Reislamisierung von unten&#8220; nicht in ein Verh&#228;ltnis zu den st&#228;dtischen Krawallen im Mittleren Osten. F&#252;r ihn haben diese Bewegungen nur zum Ziel, radikale Gruppen auf ihrem eigenen Terrain anzugreifen, als ob sie die haupts&#228;chliche Bedrohung f&#252;r &#8222;die herrschende Ordnung&#8220; dargestellt h&#228;tten, als ob man letztendlich nicht in den F&#252;hrungspositionen dieser radikalen Gruppen und dieser &#8222;Reislamisierung von unten&#8220; die gleichen gesellschaftlichen Gruppen finden w&#252;rde, als jene, welche im Terrorismus engagiert sind. Die Analyse bleibt, indem sie die Gr&#252;nde des Erfolgs der Bewegungen ausser Acht l&#228;sst, machiavellistisch und instrumentalistisch, denn diese k&#246;nnen nicht g&#228;nzlich mit dem aus dem Golf kommenden Geldsegen erkl&#228;rt werden. Ausserdem erkennt die Analyse dieser Reislamisierung von unten ihr einen doppelten Aspekt (rebellisch und konservativ) an, doch nur um es zu konstatieren, diese beiden Aspekte werden nie artikuliert. Das gleiche gilt f&#252;r einen sehr langen, einmal mehr in &lt;i&gt;Le Monde&lt;/i&gt; vom 7. M&#228;rz 1991 ver&#246;ffentlichten Artikel, wo diese Bewegung &#8222;die herrschende Ordnung stabilisiert und kritisiert&#8220;, ohne dass man weiss, wie sich diese beiden Aspekte artikulieren. In diesem Artikel scheint diese Dualit&#228;t sogar das Resultat ihres Erfolges zu sein. In Tat und Wahrheit ist die Idee eines rebellischen Aspektes der islamistischen Bewegungen selbst zweifelhaft. Die islamistischen Bewegungen sind w&#228;hrend den gesamten 1980er Jahren im wesentlichen eine Kraft der Aufrechterhaltung der gesellschaftlichen Ordnung geblieben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die islamistischen Bewegungen &#252;berfluten die muslimische Welt vom Maghreb bis nach Indonesien, sie sind nicht eine Besonderheit des Mittleren Ostens, obwohl sie von Anfang an von den Golfstaaten politisch und finanziell unterst&#252;tzt wurden, h&#228;ufig mit dem Segen der USA. In diesem ganzen Gebiet hat die Entwicklung des Kapitalismus durch die Kolonialisierung, die Mandatsherrschaft und die Erschaffung des Staates Israel die traditionellen Gesellschaften zerst&#246;rt. Die kapitalistische Modernisierung unter der &#196;gide des Kleinb&#252;rgertums hat im Rahmen des globalen Kapitalismus zur Katastrophe gef&#252;hrt, es ist nie f&#228;hig gewesen, aus dem Kapital die einzige Gemeinschaft zu machen, den demokratischen Treueeid gegen&#252;ber dem Staat zu erschaffen, die Figur des B&#252;rgers hervorzubringen, des ausschliesslich in der Reproduktion des Kapitals atomisierten und integrierten Individuums. Diese Entwicklung basierte sogar teilweise auf der zuvor angesprochenen Dualit&#228;t als doppeltes Leben des Arbeiters. Die regionale Integration durch die Rente in ihrem Scheitern &#252;berl&#228;sst das endlich besondere kapitalistische Individuum seiner Bedingung &#8222;als Ausgeschlossener&#8220;. Seit den 1950er Jahren folgt diese gesamte Region in unterschiedlichen Rhythmen dem selben Lauf. Alles in allem ist religi&#246;se Formalisierung der Klassenk&#228;mpfe nichts, das spezifisch mit der muslimischen Welt assoziiert werden k&#246;nnte; man denke an Indien, an Lateinamerika (Befreiungstheologie, Evangelisten), an Polen in den 1980er Jahren oder an einige Republiken der ehemaligen UdSSR.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der B&#252;rgerkrieg in Algerien, die Unf&#228;higkeit der Hamas, eine politische Perspektive in Pal&#228;stina zu definieren und v.a. die saudische Niederlage, welche der Golfkrieg in Wirklichkeit darstellt (was nicht im Widerspruch zur offensichtlichen irakischen Niederlage steht), sind gleichbedeutend mit dem Scheitern dieses politischen Islamismus.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine neue globale Ver&#228;nderung zeichnet sich in Wirklichkeit seit Anfang der 1990er Jahre ab: das Verschwinden des Islamismus als nationales Projekt. Der gegenw&#228;rtige Islamismus ist das Resultat der Infragestellung des nationalen Rahmens f&#252;r die Reproduktion der kapitalistischen Akkumulation und der widerspr&#252;chlichen Situation der Reproduktion der Arbeitskraft, die gleichzeitig den Ausbeutungsbedingungen und dem Arbeitszwang unterworfen ist, welche Teil eines globalen Zyklus des Kapitals sind, und, durch diese Tatsache selbst (Aufl&#246;sung des nationalen Rahmens), auf die &#8222;Wiedererschaffung&#8220; der Bedingungen und des Rahmens der &#8222;traditionellen&#8220; Reproduktion verwiesen wird. &lt;i&gt;Eine zuf&#228;llige und explosive Begegnung zwischen einer globalen Integration und Abh&#228;ngigkeit einerseits und andererseits der Wiedererschaffung einer &#8222;traditionellen&#8220; Reproduktion, die jegliche innere (endogene) Finalit&#228;t und Bedeutung verloren hat&lt;/i&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es handelt sich um eine &#8222;Entnationalisierung&#8220; des Islamismus, oder gar um seine &#8222;Deterritorialisierung&#8220;. In Pakistan muss man bis zur Eliminierung von Ali Bhutto (1977) zur&#252;ckgehen, um diesen Prozess der &#8222;Entnationalisierung&#8220; zu verstehen, der gleichbedeutend ist mit seinem Scheitern als politischer und &#8222;populistischer&#8220; Islamismus wie er sich in den 1980er Jahren entwickelt hatte, die Jahre der saudischen Integration durch die Rente. Die von Zia-ul-Haq aufgegleiste Politik der Islamisierung ersetzt die unter Ali Buttho lancierten Entwicklungsprogramme. In den 1980er Jahren hat Pakistan noch Wachstumsraten von ungef&#228;hr 6% und profitiert von den Geldbetr&#228;gen der in die Golfstaaten ausgewanderten pakistanischen Arbeiter. Erst in den 1990er Jahren, d.h. nach dem Golfkrieg, der sowjetischen Niederlage in Afghanistan und dem Ende des Kalten Krieges, wird der Islamismus zu einer bedeutenden politischen Kraft in Afghanistan. Die islamistischen Organisationen f&#252;llen einmal mehr das vom Staat gelassene Machtvakuum. Pakistan widmet nur noch 3.5% seines Budgets der Bildung und der Gesundheit (38% der Verteidigung). &#8222;Millionen von Fl&#252;chtlingen, ein unkontrollierter Drogenhandel, der Kult der Kalaschnikow und die Kultur des Jihad sind das Erbe des Afghanistan-Krieges.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb2-20&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Le Monde.&#034; id=&#034;nh2-20&#034;&gt;20&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; Pakistan ist mit der Tatsache konfrontiert, dass die Schaffung einer nationalen Unterordnung seiner Verschiedenheit sich als immer schwieriger erweist: eine Vorherrschaft der Punjabis, die besonders von den Sindhis, den Belutschen und den Muhajir von Karachi nur z&#228;hneknirschend hingenommen wird. Es handelt sich um ein Problem interner K&#228;mpfe innerhalb der herrschenden Klasse: Die aus einer unternehmungslustigen kapitalistischen Klasse entstammenden Muhajir mussten sich der Macht des punjabischen Landadels unterordnen und die paschtunischen und belutschischen gesellschaftlichen Stammesstrukturen akzeptieren. Was uns jedoch hier gegenw&#228;rtig interessiert, ist die Tatsache, dass dieses Problem des Staatsaufbaus innerhalb der islamistischen Opposition selbst pr&#228;sent ist, die nationalistische Tendenz wird von den Radikalsten bek&#228;mpft, f&#252;r sie z&#228;hlt die Umma viel mehr als die Nation.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was zentral in dieser Bewegung des Zusammenbruches des Staatsaufbaus ist, ist das Verschwinden des staatlichen Nationalismus als Vermittlungsinstanz im &#8222;anti-imperialistischen Kampf&#8220;. Die Transformationen des Islamismus und das Scheitern des politischen Islamismus bezeugen diese Entwicklung (sogar im Sudan ist der Staat dabei, sich des nationalen Islamismus zu entledigen, er ist nun mit einem Islamismus konfrontiert, f&#252;r welchen der nationale Rahmen anekdotenhaft ist, gleichzeitig lokalisiert er sich auf beschr&#228;nkte Art und Weise und mit wechselnden Territorien - &#8222;Kriegsherren&#8220;).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#8222;Diese neue Form des radikalen Islamismus resultiert aus einer gewissen Anzahl konstanter Akte des Scheiterns: dem Ende der Dritte-Welt-Ideologie, dem Bankrott des arabischen Sozialismus, der Sackgasse des politischen Islams, einhergehend mit der Erkenntnis, dass die offiziellen religi&#246;sen Autorit&#228;ten der arabischen Welt von den herrschenden Regimen &#8218;nationalisiert&#8216; worden sind.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb2-21&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Ebd., Januar 2002.&#034; id=&#034;nh2-21&#034;&gt;21&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; Bin Laden verweigert sich &#8222;dem Islamismus in einem Land&#8220; und hat keine nationale Strategie (die zentrale Stellung Saudi-Arabiens in seiner Strategie ist nicht das Resultat einer nationalen Strategie), seine Netzwerke bestehen aus Aktivisten, die das Scheitern der islamistischen Parteien in verschiedenen L&#228;ndern miterlebt haben. Es handelt sich also um eine innere (fast inh&#228;rente) Opposition gegen die Globalisierung, die sich auf ihrer Ebene und in den gleichen Begriffen wie sie verortet, sie konstituiert sich nicht einmal als Alternative zu ihr. Sie ist nicht ihr Widerspruch, sondern ihr Schatten. Was den &#8222;terroristischen&#8220; Aspekt betrifft, sind die Aktionsformen an die neuen Formen der kapitalistischen Reproduktion als &lt;i&gt;Herrschaft&lt;/i&gt; angepasst (daher kommt zumindest teilweise die religi&#246;se Form). Es handelt sich nicht um eine Guerilla, die ein Territorium kontrolliert, und sogar das hypothetische &#8222;Endziel&#8220; der Sezession existiert nur mangels Alternativen, als Resultat einer Art &#8222;Widerspruch&#8220; (in Wirklichkeit eine Dualit&#228;t) in der Daseinsberechtigung der Bewegung: Deterritorialisierung und Internationalisierung einerseits; &#8222;anti-imperialistische&#8220; Revolte andererseits.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bin Laden repr&#228;sentiert einen &#8222;abstrakten&#8220; (d.h. deterritorialisierten) Islamismus. Seine Netzwerke entwickeln sich nach dem Scheitern des popul&#228;ren und nationalistischen Islamismus im Mittleren Osten, haupts&#228;chlich in &#196;gypten (1997), woher die meisten seiner milit&#228;rischen F&#252;hrungskr&#228;fte und politischen Berater kommen. &#8222;Die Strasse&#8220; ist nicht gegen die amerikanische Intervention in Afghanistan aufgestanden (einzig die Stadt Quetta, nur 200 km von Kandahar entfernt, erlebte am 8. Oktober 2001 eine aufst&#228;ndische Situation). Al-Qaida ist das Gegenteil der Gamma Islamijah (wovon einige ihrer Kader stammen, nach der &#8222;Niederlage&#8220; 1997). Bin Laden ist in Afghanistan, da er am 18. Mai 1996 mit dem Einverst&#228;ndnis der Amerikaner vom Sudan in dieses Land ausgeschafft worden ist. Der Sudan war bereit, ihn in die USA oder nach Saudi-Arabien auszuschaffen, doch erstere konnten seine Verurteilung nicht garantieren, letztere wollten allen voran keinen M&#228;rtyrer. Weiter zu dieser &#8222;Deterritorialisierung&#8220;: Auf die milit&#228;rische Niederlage der Taliban und der Truppen der Al-Qaida folgte keine Bewegung der Guerilla. Eine solche Bewegung entsprach weder der Ideologie noch der Praxis der Taliban und Al-Qaida, weder ihrem gesellschaftlichen R&#252;ckhalt, noch den sozialen Bedingungen in Afghanistan (kleine lokale Machthaber, die naturgem&#228;ss bereit sind, sich mit der momentan herrschenden Macht zu verb&#252;nden).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#8222;Ab Beginn des amerikanischen Krieges in Afghanistan wurden diese Gebiete [die &lt;i&gt;Stammesgebiete&lt;/i&gt; in Pakistan] von vielen als Orte betrachtet, die den &#8218;verlorenen Soldaten&#8216; Bin Ladens zum Zeitpunkt der Niederlage ein ideales Refugium bieten k&#246;nnten. Besonders weil das Ph&#228;nomen der relativen Talibanisierung der Grenzprovinz im pakistanischen Nordosten gewisse Paschtunen dazu h&#228;tte bringen k&#246;nnen, sich solidarisch mit den Anh&#228;ngern Al-Qaidas zu zeigen. Die Realit&#228;t ist allerdings etwas nuancierter, denn der nach dem 11. September vorherrschende Kontext hat die Kr&#228;fteverh&#228;ltnisse ver&#228;ndert. &#8218;Ich dachte, die St&#228;mme w&#252;rden nicht auf die Avancen der Regierung eingehen. Aber nein, sie arbeiten mit den Beh&#246;rden zusammen. Die Stammesf&#252;hrer haben verstanden, dass es nach der Niederlage der Taliban und Al-Qaida nutzlos f&#252;r sie war, von der amerikanischen Macht besiegte Leute zu unterst&#252;tzten. Sie haben nicht das geringste Bed&#252;rfnis, dass der Krieg zu ihnen kommt&#8216;, sagt Pareshan Khattak, ehemaliger Rektor der Universit&#228;t von Peschawar und Anthropologe. Das bedeutet nicht, dass die St&#228;mme pl&#246;tzlich auf ihre Rechte verzichtet haben und von nun an stillschweigend die &#8218;Einmischung&#8216; der Regierung akzeptieren. &#8218;Doch sie wissen nun, woher der Wind bl&#228;st&#8216;, sagt ein Funktion&#228;r in den Stammesgebieten. &#8218;Die meisten Stammesf&#252;hrer stehen den Taliban nicht unbedingt nahe und sind deshalb nicht immer bereit, den &lt;i&gt;maleks&lt;/i&gt;, die Stammesf&#252;hrer, die monatlich von der Regierung bezahlt werden: das Geld.&#8216;&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb2-22&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Le Monde.&#034; id=&#034;nh2-22&#034;&gt;22&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Saudi-Arabien hatte aus seiner Politik der Unterst&#252;tzung des Islamismus ein Werkzeug im Kampf gegen die Welle des arabischen Nationalismus gemacht. Die fundamentalistischen Bewegungen haben sich allerdings seit dem Golfkrieg gegen die saudische Politik gewendet. Der Golfkrieg und das Ende des Kalten Krieges sind gleichbedeutend mit einem Bruch im Islamismus. Eine neue Art des Islamismus ist w&#228;hrend dem Kampf gegen die UdSSR in Afghanistan entstanden. Ein erdloser Islamismus, wovon der Terrorismus die angemessene Aktionsform wird. Der Terrorismus der am Ende des antisowjetischen Krieges in Afghanistan gegr&#252;ndeten Al-Qaida ist fast nur gegen die amerikanischen Interessen gerichtet, er ist in seiner Form der Rekrutierung und seiner Identit&#228;t transnational, er handelt im Namen &#8222;der Umma&#8220;, die auf den f&#252;nf Kontinenten verteilte muslimische Nation, die Anh&#228;nger werden in den Mittelklassen rekrutiert, sie sind h&#228;ufig gebildet in westlicher Kultur. Dieses nebul&#246;se Netzwerk wird von keinem Staat instrumentalisiert, es hat keine strukturierte popul&#228;re Basis&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb2-23&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe ebd., November 2001.&#034; id=&#034;nh2-23&#034;&gt;23&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Ein globaler Terrorismus in seiner Organisation sowohl hinsichtlich seiner Perspektive als auch seiner Ziele. Und er hat keine pr&#228;zisen Forderungen. Al-Qaida ist eine Organisation, die perfekt zum &#8222;Zeitalter der Globalisierung&#8220; passt, sie brauchte nur eine leere H&#252;lle, einen leeren Staat, und &lt;i&gt;die Aufl&#246;sung der Staatsform kann man in weiten Teilen der Welt antreffen&lt;/i&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die mangelnde Unterst&#252;tzung durch die &#8222;Strasse&#8220; in den arabischen L&#228;ndern f&#252;r die von Bin Laden lancierte &#8222;Herausforderung&#8220; gegen&#252;ber den USA ist problematisch. Es gab keine grossen Demonstrationen (ausser in den n&#246;rdlichen St&#228;dten Pakistans, wo viele afghanische Fl&#252;chtlinge leben), doch die stillschweigende Unterst&#252;tzung ist massiv, auch wenn sie keine politische Form annehmen kann. Dieser Widerspruch kann (jenseits der Effizienz der Repression in den arabischen L&#228;ndern und Pakistan) durch die Tatsache erkl&#228;rt werden, dass diese Unterst&#252;tzung nicht in Form des Nationalismus wie jene f&#252;r Saddam und den Irak ausgedr&#252;ckt und/oder vereinnahmt werden kann; sie kann auch nicht in den Begriffen eines sozialen Kampfes ausgedr&#252;ckt werden. Bin Laden ist weder ein Nationalist, noch ein politischer Islamist (im Sinne der Bewegungen wie dem FIS in Algerien, der Muslimbruderschaft in Syrien, in &#196;gypten und in Jordanien, der Hamas in Pal&#228;stina, der Refah in der T&#252;rkei oder der Gamma Islamijah in &#196;gypten), er versucht nicht, in einem bestimmten Land (nicht einmal Saudi-Arabien) die Macht zu ergreifen. Er l&#228;sst sich in einem Land ohne Staat nieder (Afghanistan der Taliban) oder baut in einem solchen (Somalia) Lager auf. Seine Opposition gegen die kapitalistische Globalisierung unter amerikanischer F&#252;hrung ist nicht minder diffus und &#8222;deterritorialisiert&#8220; als sie selbst. Die territoriale Verankerung seines Handelns ist nie abgesteckt (endlich), er definiert sie nicht: Afghanistan, Saudi-Arabien, die muslimischen L&#228;nder des Roten Meeres von Indonesien bis zum S&#252;den der Philippinen, aber auch die ehemaligen sowjetischen Republiken Zentralasiens, die chinesische Region Xinjiang, das Horn von Afrika, die europ&#228;ischen oder amerikanischen muslimischen Gemeinschaften&#8230; Das Ziel der Sezession ist eine weltweite Sezession, sie ist nur mangels Alternativen territorialisiert. Sie situiert sich innerhalb der kapitalistischen Globalisierung und ist nur ihre Kehrseite.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die nationalen politischen islamistischen Bewegungen &#8222;erf&#252;llen die Erwartungen einer entweder durch das Exil, das Studium im Ausland oder der Auswanderung &#8218;deterritorialisierten&#8216; und internationalisierten Jugend nicht, sie erkennt sich in keiner nationalen Sache wieder. [&#8230;] Verschiedene Formen von Religiosit&#228;t k&#246;nnen eine Antwort auf die Bed&#252;rfnisse einer globalisierten muslimischen Bev&#246;lkerung sein, doch der Neofundamentalismus eignet sich besonders daf&#252;r, da er das, was als Kulturverlust erlebt wird, in einen Diskurs der Neugr&#252;ndung eines von Br&#228;uchen und Traditionen gereinigten universellen Islams verwandelt, der somit auf alle Gesellschaften anwendbar ist. Er definiert die globale Welt als eine virtuelle Umma, welche nur darauf wartet, durch die Anstrengung aller Muslime verwirklicht zu werden. Er richtet sich nicht an wirkliche Gemeinschaften, sondern an isolierte Individuen, die zu ihrem Glauben und ihrer Identit&#228;t zur&#252;ckkehren. Die Neofundamentalisten sind jene, welche es geschafft haben, die Globalisierung zu islamisieren, indem sie in ihr die Voraussetzungen f&#252;r einen Wiederaufbau der universellen muslimischen Gemeinschaft gesehen haben, selbstverst&#228;ndlich unter der Bedingung, die herrschende Kultur zu st&#252;rzen: die Verwestlichung in ihrer amerikanischen Form. Doch indem sie das tun, bauen sie nur ein Universelles auf, das als Spiegel von Amerika dient, sie tr&#228;umen eher von einem McDonalds der halal ist als von einer R&#252;ckkehr der K&#252;che der wirklichen damaligen Kalifen.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb2-24&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Olivier Roy, &#8222;L&#8216;islam au pied de la lettre&#8220; in Le Monde diplomatique, April (&#8230;)&#034; id=&#034;nh2-24&#034;&gt;24&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Ein Ereignis&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die USA sind nur der Feind, weil sie die Universalit&#228;t darstellen und &#8222;korrupte&#8220; Regime auf der ganzen Welt unterst&#252;tzen. Der Angriff auf das World Trade Center und das Pentagon hatte unm&#246;glich eine Schw&#228;chung der USA selbst zum Ziel, es ging eher darum, zu zeigen, dass sie nicht unverletzlich sind. Die Zerst&#246;rung einer Faszination. Die Einf&#252;hrung einer Sezession, die nicht territorial ist (nur mangels Alternativen wird sie es), sondern allen voran in den Verhaltensweisen, den Haltungen, den Mentalit&#228;ten. Diesbez&#252;glich erkennt man die spezifisch terroristische Dimension dieser Aktion, ihre Singularit&#228;t.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Von diesem Standpunkt aus betrachtet, ist der am 3. November in &lt;i&gt;Le Monde&lt;/i&gt; erschienene Text von Baudrillard besonders aufschlussreich. Nat&#252;rlich muss man seine ganze psychoanalytische Problematik vergessen, die aus &#8222;der Allergie&#8220; gegen eine universelle Herrschaft etwas nicht minder Universelles macht, das einem invariablen und inh&#228;renten Trieb jedes Individuums entstammt. Der grundlegende Punkt dieses Textes liegt im Thema &#8222;der mit sich selber ringenden Globalisierung&#8220;. Dort, wo Baudrillard in die Psychoanalyse versinkt, vermischt und identifiziert er die terroristische Form mit ihren Ursachen. Die terroristische Form kommt von dem, was er sagt, &#8222;der mit sich selber ringenden Globalisierung&#8220;; doch die Ursache ist nicht in einer konzeptuellen Bewegung zwischen dem &#8222;Globalen&#8220; und dem &#8222;Einzelnen&#8220; zu finden. Hier sind wir mitten in der Tautologie. Baudrillard arbeitet sehr wohl die terroristische Besonderheit dieser Aktion heraus: Sie &#252;bersteigt die gew&#246;hnliche Problematik des Kr&#228;fteverh&#228;ltnisses, sie ist der &#8222;Heimfall&#8220; der Erscheinungen der Globalisierung und der amerikanischen Macht gegen sie selbst, sie ist ihr &#8222;getragener Schatten&#8220;; sie ist &#8222;spektakul&#228;r&#8220; in jenem Sinne, als dass die Realit&#228;t nicht die Fiktion &#252;bersteigt, sondern zu ihrem h&#246;chstem Stadium wird (die diesem Ereignis gewidmete Antwort der Marvel-Gruppe und ihrer Superhelden in ihrer Sondernummer &#8222;A Moment of Silence&#8220; ist diesbez&#252;glich sehr aussagekr&#228;ftig). Doch Baudrillard schafft es nur mithilfe hohler Formeln, das zu definieren, was er einen &#8222;Selbstmord der Globalisierung&#8220; nennt: &#8222;Es ist die Welt selbst, die gegen die Globalisierung Widerstand leistet&#8220;; &#8222;heutzutage ist sie [die einheitliche Weltordnung] virtuell an ihr Ende gekommen, ringt mit den &#252;berall im Kern des Globalen selbst diffusen antagonistischen Kr&#228;ften, in all ihren gegenw&#228;rtigen Kr&#228;mpfen. Fraktaler Krieg aller Zellen, &lt;i&gt;aller Singularit&#228;ten&lt;/i&gt; [von uns unterstrichen], die in Form von Antik&#246;rpern revoltieren&#8220;; &#8222;dieser Antagonismus ist &#252;berall, er ist innerhalb uns aller&#8220;. Die von der Globalisierung ausgel&#246;sten Br&#252;che und Antagonismen werden also zu einem &#8222;Selbstmord&#8220; der Globalisierung, was sinnlos ist. Als ob ich von der Tatsache, dass das Kapital ein prozessierender Widerspruch ist, auf einen &#8222;Selbstmord des Kapitals&#8220; schliessen w&#252;rde. Was in dieser Art von R&#228;sonnement verschwindet, ist die besondere Realit&#228;t der Pole eines Widerspruchs, die Totalit&#228;t hat alles subsumiert und zerteilt sich unendlich in jedes ihrer Elemente, sie legt sich nicht mehr besonders in widerspr&#252;chlichen Polen dar, sondern l&#246;st sich in einem reinen &#8222;Heimfall&#8220; gegen sich selbst auf. Baudrillard sieht die Singularit&#228;t der terroristischen Aktion nur, indem er ihr jeglichen &#8222;Sinn&#8220; verweigert, jegliche m&#246;gliche &#8222;Interpretation&#8220;. Ein solcher Ansatz kann uns die Singularit&#228;t der Aktion vom 11. September liefern: Eine Aktion, welche die Globalisierung nicht verl&#228;sst, sondern nur ihre Kehrseite ist, und weil sie nur ihre Kehrseite ist, hat sie ihr gegen&#252;ber keine reale Macht. Der Terrorismus ist also die Existenz dieses Machtvakuums. Er ist, das stimmt, der &#8222;Heimfall&#8220; der Globalisierung, doch er ist somit &lt;i&gt;nur das&lt;/i&gt; und genau deswegen ist er nur Terrorismus: Wille, die Regel des Spiels innerhalb des Spiels selbst zu &#228;ndern.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Baudrillard glaubt an das, was er schreibt. Die Wirklichkeit ist nur noch das Prinzip der Wirklichkeit und das Prinzip ist verloren gegangen. Wie Anselm Jappe in seinem Buch &#252;ber Debord ist Baudrillard ein radikaler Anh&#228;nger der Theorie des Spektakels. Er nimmt also die Aktion des 11. Septembers als Grund f&#252;r den Beginn der Rezession in den USA f&#252;r bare M&#252;nze: &#8222;Das System verinnerlicht gewissermassen seine eigene Niederlage.&#8220; Sogar insofern, als dass die St&#228;rkung der Polizeikontrollen als Niederlage des politischen Liberalismus verstanden wird. Jeglicher amerikanischer Unternehmensf&#252;hrer oder jegliche politische Beraterin von Tony Blair sehen darin, weit pragmatischer, nur eine sich er&#246;ffnende Gelegenheit.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In der terroristischen Aktion verschwinden die besonderen Wirklichkeiten der Pole des Widerspruches der kapitalistischen Produktion sehr wohl, denn, wie Baudrillard schreibt: &#8222;Das &#252;bersteigt bei weitem den Hass auf die Weltmacht unter den Enterbten und den Ausgebeuteten, unter jenen, welche auf die falsche Seite der Weltordnung gefallen sind.&#8220; Dieser sehr wohl &lt;i&gt;reale&lt;/i&gt; Hass und die sehr wohl reale Opposition werden als &#8222;innerer Bruch der Globalisierung&#8220; zusammengefasst, d.h. als diesen &#252;berall seienden Antagonismus (&#8222;in jedem von uns&#8220;) zwischen der Universalit&#228;t der Globalisierung und der Singularit&#228;t jedes einzelnen und der Welt. Man k&#246;nnte sich damit begn&#252;gen, zu sagen, dass Baudrillard in den Begriffen einer Globalisierung r&#228;soniert, als ob diese in sich selbst eine gesellschaftliche Realit&#228;t sein k&#246;nnte, ohne sie als Form der Entwicklung der kapitalistischen Akkumulation zu charakterisieren. Diese Nichtbeachtung des spezifischen Objekts der terroristischen Aktion f&#252;hrt dazu, dass das Ereignis in der Analyse verschwindet. Der Terrorismus ist eben genau das Resultat der m&#246;glichen Existenz einer Kritik der Globalisierung, die sie nicht als kapitalistische Produktionsweise versteht, und die m&#246;gliche Existenz dieser Kritik ist ein Resultat der gegenw&#228;rtigen Modalit&#228;ten der Opposition gegen diese Produktionsweise, die innerhalb der Akzeptierung dieses un&#252;berwindbaren Horizonts verortet ist. Man findet hier in und durch die selbstverst&#228;ndliche Akzeptierung der kapitalistischen Produktionsweise den &#8222;Heimfall&#8220; von Baudrillard. Dieser &#8222;Heimfall&#8220; geniesst ein prosaisches Dasein im radikalen Demokratismus, ein heroisches im Terrorismus. Im einen wie dem anderen Fall wird die Globalisierung f&#252;r sich selbst gesetzt (d.h. als ihre eigene Vermittlung), als Ding an sich, Verh&#228;ltnis zwischen dem &#8222;Globalen&#8220; und dem &#8222;Einzelnen&#8220;. Es sind sehr wohl der Hass und die Opposition der Ausgebeuteten, die damit &#252;berwunden werden, denn dieser Hass und diese Opposition k&#246;nnen in der vorherrschenden Reproduktion der kapitalistischen Produktionsweise nur innerhalb derselben existieren, insofern als dass der Angriff gegen diese Welt f&#252;r jene die sie angreifen nicht ihre Infragestellung, ihre Selbsttransformation ist. Somit geht die &#8222;Unterst&#252;tzung der Strasse&#8220; nicht weiter als eine stillschweigende Unterst&#252;tzung, denn sie ist, durch das Wesen dessen selbst, was unterst&#252;tzt wird, getrennt von den wirklichen Ausbeutungssituationen. Wir kommen immer wieder zur&#252;ck auf die Dynamik und die Grenzen dieses Kampfzyklus. Der Terrorismus ist in diesem Fall die von der Globalisierung konstruierte Grenze des Hasses und der Opposition &#8222;jener, welche auf die falsche Seite gefallen sind&#8220;. Die Tatsache, dass er als &#8222;Staatsterrorismus&#8220; existiert, als Resultat einer kapitalistischen Erpressung zwischen &#8222;Staaten&#8220;, ist einer der ach so normalen Figuren des &#220;bergangs, die er annehmen kann, ohne dass er sie aussch&#246;pft.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Restrukturierung/Abtrennung/Polizei&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Umgekehrt und symmetrisch dazu sind die amerikanischen Interventionen als Aktivit&#228;ten Teil der Restrukturierung als Konterrevolution im Verh&#228;ltnis zum fr&#252;heren Kampfzyklus, nicht dass Al-Qaida oder die FARC in Kolumbien revolution&#228;re Organisationen w&#228;ren, sondern als Zerst&#246;rung des gesellschaftlichen Existenzrahmens des fr&#252;heren Zyklus. Es handelt sich im wesentlichen um den nationalen Rahmen, d.h. um die Verbindung zwischen Kapitalakkumulation und Reproduktion der Arbeitskraft, welche diesen Rahmen definiert und dieser im Gegenzug nachhaltig sicherte. Die Intervention in Afghanistan hat also f&#252;r die USA keinen lokalen Sinn, man interveniert nicht aus &#8222;afghanischen&#8220;, sondern aus allgemeinen, globalen Gr&#252;nden in Afghanistan. Die Intervention in Afghanistan kann also nur als erste Etappe einer Intervention gerechtfertigt werden, welche andere Staaten (Sudan, Somalia, Jemen, Philippinen, Indonesien, Erpressungsversuche gegen&#252;ber Saudi-Arabien usw.) oder sogar einfache bewaffnete oder unbewaffnete Organisationen, welche f&#252;r den kapitalistischen freien Warenverkehr ein Risiko darstellen k&#246;nnen (IRA, FARC, Abu Sayyaf&#8230;) betreffen oder bedrohen wird. Im gegenw&#228;rtigen Rahmen der kapitalistischen Produktionsweise (hinzu kommt die Bedeutung der Region im Falle des Mittleren Ostens: die ber&#252;hmten Erd&#246;lfragen, von denen trotz allem gesprochen werden muss) kann keine Sezession toleriert werden, sie hat &#252;berhaupt keinen Sinn mehr, was nur eine andere Art und Weise zu sagen ist, dass sie nicht toleriert werden kann. Das kann nirgends toleriert werden und noch weniger in so wichtigen Regionen wie im Mittleren Osten oder in S&#252;dostasien, drittwichtigster Handelspartner der USA (2000 waren dort die amerikanischen Investitionen sechs Mal h&#246;her als in China).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Interventionsformen sind jene der Disziplin. Obwohl das Hauptresultat des Kapitals die Reproduktion der Entgegensetzung von Proletariat und Kapital ist, ist es nicht selbstverst&#228;ndlich, dass sich aus dieser Entgegensetzung ipso facto das erste Tauschmoment zwischen Kapital und Arbeit (Kauf/Verkauf der Arbeitskraft) ergibt. Vom Roten Meer bis nach Indonesien ist das Problem nicht ein vermeintliches Chagrinleder der kapitalistischen Entwicklung, sondern im Gegenteil die enorme, spezifisch kapitalistische Entwicklung, die dort in den letzten 25 Jahren stattgefunden hat. Die Situation der Arbeitskraft ist dort grundlegend die selbe wie in weiter entwickelten Gebieten: Die Arbeitskraft existiert gegen&#252;ber dem Kapital als globale gesellschaftliche Arbeitskraft. Doch w&#228;hrend sie in den entwickelten Gebieten &lt;i&gt;global&lt;/i&gt; vom Kapital gekauft und &lt;i&gt;individuell&lt;/i&gt; benutzt wird, gibt es in den neuen Peripherien keinen globalen Kauf, deshalb ist die Disziplinierung der Arbeitskraft bedeutend&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb2-25&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe &#8222;L&#8216;oppression comme moment de l&#8216;exploitation&#8220; in Roland Simon, (&#8230;)&#034; id=&#034;nh2-25&#034;&gt;25&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Die Disziplin &#8222;verwaltet&#8220; die Br&#252;che auf der Ebene des dritten Moments der Ausbeutung, sie ist in Anbetracht eines in einen &#8222;Armen&#8220; verwandelten Proletariers, in Anbetracht einer einfachen Forderung nach Reichtum, Begehrens f&#252;r oder Hass auf die USA notwendig.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Aussenpolitik der USA ist von einem &#8222;neuen unilateralen hegemonischen Kurs&#8220; gepr&#228;gt, weil mit dem Afghanistan-Krieg der Kalte Krieg wirklich geendet hat. Die USA bereiten nach dem 11. September eine planetarische Antwort vor, f&#252;r welche es nur noch &lt;i&gt;inneres Chaos&lt;/i&gt; gibt. Der Golfkrieg war noch ein von zwischenstaatlichen Verh&#228;ltnissen gepr&#228;gter Krieg. Die USA verk&#252;nden nun offen, dass &#252;berall auf der Welt zur Erreichung ihrer Ziele Gewaltanwendung notwendig und legitim ist, es geht nat&#252;rlich nicht darum, sich dar&#252;ber zu emp&#246;ren, sondern zu verstehen, was neu ist an diesem Diskurs, d.h. die von ihm abgedeckte neue Realit&#228;t, die dazu f&#252;hrt, dass die amerikanische Armee nun in Kandahar oder Mogadischu &lt;i&gt;wie in Los Angeles&lt;/i&gt; interveniert. Eine neue Realit&#228;t, die dazu f&#252;hrt, dass sich die Amerikaner trotz der russischen Opposition in den Republiken Zentralasiens niederlassen, trotz den chinesischen Bef&#252;rchtungen in der muslimischen Provinz Xinjiang, die nahe amerikanische Pr&#228;senz ersch&#252;ttert die &#8222;Gruppe von Schanghai&#8220; (Russland, China, Usbekistan, Kasachstan, Kirgisien, Tadschikistan), welche zum Ziel hatte, der amerikanischen Pr&#228;senz in Zentralasien etwas entgegenzusetzen. Die amerikanische Pr&#228;senz in Kirgisien wird offen so pr&#228;sentiert, dass sie darauf ausgelegt ist, &#8222;lange Jahre&#8220; zu dauern, der St&#252;tzpunkt von Manas ist ein &#8222;Angelpunkt der Observation in Zentralasien&#8220;. Gleichzeitig wird die amerikanische Pr&#228;senz in Somalia und den St&#252;tzpunkten Omans und Bahrains gest&#228;rkt. In den Philippinen ist die Aufmerksamkeit v.a. auf die Gruppe Abu Sayyaf gerichtet, aber auch auf die kommunistische &#8222;Neue Volksarmee&#8220; (NPA) mit ihren st&#228;dtischen Kommandos, die Bedrohung Singapurs verpflichten die USA zu einer massiveren Pr&#228;senz in S&#252;dostasien, trotz dem offensichtlichen Z&#246;gern in Anbetracht einer direkten Intervention in Indonesien (das schwache Glied des &#8222;anti-terroristischen Kampfes&#8220; in der Region).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Niederschlagung der Sezession ist gleichbedeutend mit der Vereinnahmung der Kontrolle und gesellschaftlichen Reproduktion des Islamismus. Nicht nur seines Aspektes des &#8222;Wohlfahrtsstaates&#8220;, sondern auch seiner F&#228;higkeit, die kleine Warenproduktion und ihre Netzwerke zu kontrollieren, zu besteuern und ihre Produkte zu verteilen. Vom Kaspischen Meer bis nach Wladiwostok wuchert die obsz&#246;ne Lebendigkeit des Werts durch alle Produktionen und allen Handel, legal oder nicht. Um die Kosten des Krieges und der Unterst&#252;tzung f&#252;r die Mudjahedin zu tragen, haben der ISI (pakistanischer Geheimdienst) und die CIA Hunderte von Laboratorien zur Verarbeitung von Heroin installiert, die Mudjahedin hatten ihrerseits eine &#8222;Revolutionssteuer&#8220; durchgesetzt und den Bauern die Anweisung gegeben, Opium anzupflanzen. Zwar hat das Regime der Taliban den Opiumanbau ausgemerzt (vier Jahre nach ihrer Machtergreifung und wom&#246;glich, um zu wichtig gewordene Vorr&#228;te loszuwerden), doch sie begn&#252;gten sich damit, den (auf 50 Millionen Dollar pro Jahr gesch&#228;tzten&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb2-26&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe Le Monde vom 4. November 2001.&#034; id=&#034;nh2-26&#034;&gt;26&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;) Opiumhandel zu besteuern, genau wie alle anderen Sektoren illegalen Handels (Waffen, wertvolle Edelsteine &#8211; etwa 75 Millionen Dollar&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb2-27&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe ebd.&#034; id=&#034;nh2-27&#034;&gt;27&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;) und waren nicht in den h&#246;heren Schichten des Handels vertreten. In Tadschikistan sind die in die Regierung aufgenommenen islamistischen Anf&#252;hrer des B&#252;rgerkrieges zu Drogenbaronen geworden. &#8222;Die als einzige Unterst&#252;tzung des Regimes stets pr&#228;sente russische Armee spielt mit ihren Flugzeugen eine Schl&#252;sselrolle im Heroinhandel.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb2-28&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Le Monde vom 16. September 2001.&#034; id=&#034;nh2-28&#034;&gt;28&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die gesellschaftliche &#8222;Vereinnahmung&#8220; des Islamismus kann allerdings problematisch sein (Bildung, Frauen&#8230;). Nach der Einstellung der Unterst&#252;tzung f&#252;r die Taliban und der Disziplinierung der radikalen islamistischen Tendenzen wischt Musharraf (Pr&#228;sident Pakistans) die seit 1977 von Zia-ul-Haq ins Werk gesetzte politische Islamisierung in seiner am 12. Januar 2002 gehaltenen Rede vom Tisch (die Niederlage der Taliban ist zu diesem Zeitpunkt offensichtlich) und definiert Pakistan als &#8222;einen islamischen, fortschrittlichen und dynamischen Wohlfahrtsstaat&#8220; und, w&#228;hrend er gleichzeitig jene Gruppen angreift, &#8222;welche einen Staat im Staate geschaffen und die Macht der Regierung herausgefordert haben&#8220;, bedankt er sich bei den Madrassas f&#252;r ihre &#8222;exzellenten Massnahmen ohne staatliche Unterst&#252;tzung zum Wohle der Enterbten&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb2-29&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Le Monde vom 15. Januar 2002.&#034; id=&#034;nh2-29&#034;&gt;29&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Pakistan ist seit dem Beginn der 1980er Jahre ein wichtiger Lieferant der multinationalen Firmen f&#252;r billige Produkte: Textilien, medizinisches Material, Lederwaren, Teppiche f&#252;r Ikea, Konfektion f&#252;r Wal-Mart, Heimtextilien aus Baumwolle f&#252;r die Galeries Lafayette, Carrefour, Auchan, Leder f&#252;r die Schuhe von Eram, Fussb&#228;lle f&#252;r Adidas, Nike, Puma.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Terrorismus von Bin Laden ist in Wirklichkeit mit einer bedeutenden wirtschaftlichen Frage verbunden, jener der gegenw&#228;rtigen Akkumulationsweise des Kapitalismus: extensive oder intensive Phase. Die Unterscheidung dieser beiden Akkumulationsweisen ist nur teilweise mit den beiden Extraktionsweisen des Mehrwerts verbunden. Obwohl die Extraktion des Mehrwerts in ihrer relativen Weise weitgehend vorherrschend ist, ist sie nie ausschliesslich und zudem kann sie sich selbst entweder als Selbstzentrierung auf die schon am weitesten entwickelten Gebiete oder als Ausbreitung modellieren. Die enorme Pl&#252;nderung (&#8222;Planet der Slums&#8220;) ist paradoxerweise gleichbedeutend mit einer sich realisierenden Ausbreitung der intensiven Akkumulation. Die Theorie der kapitalistischen Akkumulation und der auf dem Kapital als &#8222;Chagrinleder&#8220; gegr&#252;ndeten Reproduktion der Produktionsverh&#228;ltnisse kann der Kritik nicht widerstehen. In dieser Theorie wird die Dualit&#228;t der kapitalistischen Welt (entwickelt/unterentwickelt, um es extrem zu vereinfachen) nicht als systematisch betrachtet, obwohl das Entwickelte fast immer als das &#8222;Nicht-Entwickelte&#8220; erschaffende und manchmal sogar als das es reproduzierende verstanden wird, wird es nie als es notwendigerweise f&#252;r sich selbst reproduzierend verstanden; ausserdem betrachtet diese &#8222;Theorie des Chagrinleders&#8220; das, was widerspr&#252;chlich ist in der kapitalistischen Akkumulation, als Zeichen ihres Scheiterns, und nicht gleichzeitig als Zeichen ihrer Dynamik; zu guter Letzt ist es nur eine objektivistische Theorie &#252;ber Verh&#228;ltnisse zwischen Kapitalfraktionen. Die Globalisierung ist nicht ein &#214;lfleck auf einem &lt;i&gt;gegebenen&lt;/i&gt; Raum, sondern eine Akkumulationsstruktur, eine &lt;i&gt;Konstruktion&lt;/i&gt; des Raumes wie die Geographen sagen w&#252;rden. Eben genau weil die &#8222;Pl&#252;nderung&#8220; gleichbedeutend mit einer Ausbreitung der intensiven Akkumulation ist, gibt es keine Dritte-Welt-Ideologie mehr, welche nur die Frustration eines selbstzentrierten Kapitals war, deshalb ist der Terrorismus auch deterritorialisiert, trotz des (absolut notwendigen und absolut irrealen) sezessionistischen Zieles, &lt;i&gt;er verortet sich auf der gleichen Ebene wie sein Gegner&lt;/i&gt;. Die Globalisierung bringt ihren Gegner auf der gleichen Ebene der abstrakten Universalit&#228;t hervor: das Kapital/die Religion. Der polizeiliche Aspekt des amerikanischen Interventionismus besonders und des westlichen allgemein ist kein Anzeichen der zunehmenden Zur&#252;ckgezogenheit des &#8222;Nordens&#8220; auf sich selbst. In diesem Interventionismus ist eine Beschleunigung der Globalisierung am Werk, eine Disziplinierung im Rahmen eines doppelten Abgleitens der globalen Reproduktion des kapitalistischen Produktionsverh&#228;ltnisses, von der wir zu Beginn dieses Textes sprachen: Abtrennung zwischen einem Abgleiten der Reproduktion der Verwertung und der Akkumulationsbedingungen nach &#8222;oben&#8220; und der Reproduktion der Arbeitskraft und der Bedingungen ihrer Verf&#252;gbarkeit und ihrer Mobilisierung nach &#8222;unten&#8220;. Obwohl dieser Prozess uns den Schl&#252;ssel f&#252;r die staatliche Aufl&#246;sung liefert, kann er dennoch nicht ohne eine &lt;i&gt;teilweise&lt;/i&gt; Wiederverstaatlichung gewisser Regionen weitergehen, welche seit 25 Jahren kapitalistische Entwicklung erduldet haben. Diesbez&#252;glich ist die Frage des &#8222;Chagrinleders&#8220; eines der wenigen Themen des Textes &#8222;Septembre gris&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb2-30&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe Gilles Dauv&#233;, Karl Nesic und J-P Carrasso, &#8222;Grey September&#8220;, 2001.&#034; id=&#034;nh2-30&#034;&gt;30&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;, wor&#252;ber man diskutieren kann, ein Thema, das schon im Text &#252;ber Serbien pr&#228;sent war.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir sind in eine merkw&#252;rdige kapitalistische Welt eingetreten, in welcher die Produktionsweise, je mehr die Reproduktionsweisen der Arbeitskraft sich von den &#8222;theoretischen Regeln&#8220; der reellen Subsumtion zu entfernen scheinen, umso mehr total und &#252;berall spezifisch kapitalistisch wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;Th&#233;orie communiste&lt;/i&gt;, Nr. 18, Februar 2003.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#220;bersetzt aus dem Franz&#246;sischen von &lt;a href=&#034;https://kommunisierung.net&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;Kommunisierung.net&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		&lt;hr /&gt;
		&lt;div class='rss_notes'&gt;&lt;div id=&#034;nb2-1&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh2-1&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 2-1&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;1&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;&#8222;Crise du golfe: les changements strat&#233;giques&#8220;, Fondation pour les &#233;tudes de d&#233;fense nationale, 1990, S. 62.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb2-2&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh2-2&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 2-2&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;2&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Alain Joxe, &lt;i&gt;Le Cycle de la dissuasion. 1945-1990&lt;/i&gt;, Paris, La D&#233;couverte, 1990.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb2-3&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh2-3&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 2-3&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;3&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Ebd., S. 284 und S. 287-290.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb2-4&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh2-4&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 2-4&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;4&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;&lt;i&gt;Le Monde&lt;/i&gt; vom 5. Dezember 2001.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb2-5&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh2-5&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 2-5&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;5&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Ebd.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb2-6&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh2-6&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 2-6&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;6&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Ebd.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb2-7&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh2-7&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 2-7&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;7&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Habib Haider, &#8222;Afghanistan, agriculture d&#8216;abord&#8220; in &lt;i&gt;Le Monde&lt;/i&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb2-8&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh2-8&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 2-8&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;8&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Olivier Roy in &lt;i&gt;Le Monde&lt;/i&gt; vom 3. April 2001.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb2-9&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh2-9&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 2-9&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;9&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe Pierre Centlivres, &#8222;Exil, relations interethniques et identit&#233; dans la crise afghane&#8220; &lt;i&gt;in&lt;/i&gt; Olivier Roy (Hg.), &lt;i&gt;Revue du monde musulman et de la M&#233;diterran&#233;e&lt;/i&gt;, Nr. 59-60: &lt;i&gt;Des ethnies aux nations en Asie centrale&lt;/i&gt;, 1991.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb2-10&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh2-10&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 2-10&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;10&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Ebd.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb2-11&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh2-11&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 2-11&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;11&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Ebd.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb2-12&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh2-12&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 2-12&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;12&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Ebd.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb2-13&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh2-13&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 2-13&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;13&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Bruno Philip in &lt;i&gt;Le Monde&lt;/i&gt; vom 11./12. M&#228;rz 2001.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb2-14&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh2-14&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 2-14&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;14&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;&lt;i&gt;Le Monde&lt;/i&gt; vom 22. Oktober 2001.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb2-15&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh2-15&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 2-15&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;15&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Erkl&#228;rung von Bin Laden &lt;i&gt;in&lt;/i&gt; Peter Bergen, &lt;i&gt;Holy War Inc.&lt;/i&gt;, New York, Free Press, zitiert in &lt;i&gt;Le Monde diplomatique&lt;/i&gt; vom Oktober 2001.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb2-16&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh2-16&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 2-16&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;16&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe &lt;i&gt;Th&#233;orie communiste&lt;/i&gt;, Nr. 11, Dezember 2002.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb2-17&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh2-17&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 2-17&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;17&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Ebd.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb2-18&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh2-18&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 2-18&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;18&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;&#8222;Ben Laden, la v&#233;rit&#233; interdite&#8220;, Zusammenfassung und Ausz&#252;ge in &lt;i&gt;Le Monde&lt;/i&gt; vom 13. November 2001.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb2-19&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh2-19&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 2-19&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;19&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Gilles Kepel in &lt;i&gt;Le Monde&lt;/i&gt; vom 11. Januar 1991.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb2-20&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh2-20&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 2-20&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;20&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;&lt;i&gt;Le Monde&lt;/i&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb2-21&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh2-21&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 2-21&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;21&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Ebd., Januar 2002.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb2-22&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh2-22&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 2-22&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;22&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;&lt;i&gt;Le Monde&lt;/i&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb2-23&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh2-23&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 2-23&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;23&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe ebd., November 2001.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb2-24&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh2-24&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 2-24&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;24&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Olivier Roy, &#8222;L&#8216;islam au pied de la lettre&#8220; in &lt;i&gt;Le Monde diplomatique&lt;/i&gt;, April 2002.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb2-25&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh2-25&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 2-25&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;25&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe &#8222;L&#8216;oppression comme moment de l&#8216;exploitation&#8220; &lt;i&gt;in&lt;/i&gt; Roland Simon, &lt;i&gt;Fondements critiques d&#8216;une th&#233;orie de la r&#233;volution&lt;/i&gt;, Paris, Senonevero, 2001, S. 653 f.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb2-26&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh2-26&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 2-26&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;26&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe &lt;i&gt;Le Monde&lt;/i&gt; vom 4. November 2001.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb2-27&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh2-27&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 2-27&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;27&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe ebd.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb2-28&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh2-28&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 2-28&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;28&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;&lt;i&gt;Le Monde&lt;/i&gt; vom 16. September 2001.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb2-29&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh2-29&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 2-29&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;29&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;&lt;i&gt;Le Monde&lt;/i&gt; vom 15. Januar 2002.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb2-30&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh2-30&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 2-30&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;30&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe Gilles Dauv&#233;, Karl Nesic und J-P Carrasso, &lt;a href=&#034;https://libcom.org/article/grey-september-gilles-dauve-karl-nesic-and-j-p-carasso&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;&#8222;Grey September&#8220;&lt;/a&gt;, 2001.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;
		
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<item xml:lang="de">
		<title>Doc Sportello - Zur &#8222;Wurzel&#8220; des Islamischen Staats: Eine Kritik der &#8222;Thesen zum Islamismus&#8220; von La Banda Vaga</title>
		<link>https://www.kommunisierung.net/Zur-Wurzel-des-Islamischen-Staats</link>
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		<dc:date>2019-06-26T10:02:00Z</dc:date>
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		<dc:subject>Bericht/Analyse</dc:subject>
		<dc:subject>Doc Sportello</dc:subject>
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		<description>
&lt;p&gt;Version fran&#231;aise &lt;br class='autobr' /&gt;
Im Oktober 2018 hat La Banda Vaga ihre &#8222;Thesen zum Islamismus&#8220; ver&#246;ffentlicht. Ihre er&#246;ffnende Feststellung kann durchaus geteilt werden: &#8222;Die journalistische und wissenschaftliche Flut an Interpretationen und Theorien ist kaum noch zu &#252;berschauen, lediglich brauchbare materialistische Analysen tauchen wenn &#252;berhaupt nur vereinzelt auf. Darum erscheint es uns dringend notwendig eine linke Debatte &#252;ber das Wesen des Islamismus und den Umgang damit in Gang zu setzen.&#8220; Zudem (&#8230;)&lt;/p&gt;


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&lt;a href="https://www.kommunisierung.net/Artikel" rel="directory"&gt;Artikel&lt;/a&gt;

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&lt;a href="https://www.kommunisierung.net/Bericht-Analyse" rel="tag"&gt;Bericht/Analyse&lt;/a&gt;, 
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&lt;a href="https://www.kommunisierung.net/Eigene-Texte" rel="tag"&gt;Eigene Texte&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="https://www.kommunisierung.net/Afghanistan" rel="tag"&gt;Afghanistan&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="https://www.kommunisierung.net/Jihadismus" rel="tag"&gt;Jihadismus&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="https://www.kommunisierung.net/Irak" rel="tag"&gt;Irak&lt;/a&gt;

		</description>


 <content:encoded>&lt;img src='https://www.kommunisierung.net/IMG/logo/destroyed_neighborhood_in_raqqa.png?1689328838' class='spip_logo spip_logo_right' width='150' height='72' alt=&#034;&#034; /&gt;
		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;&lt;a href=&#034;#Versionfran&#231;aise&#034;&gt;Version fran&#231;aise&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Oktober 2018 hat La Banda Vaga ihre &lt;a href=&#034;https://kosmoprolet.org/de/thesen-zum-islamismus&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;&#8222;Thesen zum Islamismus&#8220;&lt;/a&gt; ver&#246;ffentlicht. Ihre er&#246;ffnende Feststellung kann durchaus geteilt werden: &#8222;Die journalistische und wissenschaftliche Flut an Interpretationen und Theorien ist kaum noch zu &#252;berschauen, lediglich brauchbare materialistische Analysen tauchen wenn &#252;berhaupt nur vereinzelt auf. Darum erscheint es uns dringend notwendig eine linke Debatte &#252;ber das Wesen des Islamismus und den Umgang damit in Gang zu setzen.&#8220; Zudem ist es sehr begr&#252;ssenswert, dass der Islamismus als &#8222;ein modernes Ph&#228;nomen&#8220; charakterisiert wird, der Bezug auf einen konstruierten &#8222;wahren Islam&#8220; ist diesbez&#252;glich nur scheinbar ein Widerspruch.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir haben es also nicht mit einer &#8222;Steinzeitideologie&#8220; zu tun, wie gemeinhin oft schwadroniert wird. Die gesamte seri&#246;se Forschung zum Thema teilt in der Regel diese Definition als kleinsten gemeinsamen Nenner: &#8222;Die politische Dimension des Islamismus ist komplex und weitgehend verbunden mit den Identit&#228;tspolitiken seiner Anh&#228;nger. Islamistische Ideen sind allerdings in einem grossen Ausmass Teil eines muslimischen Modernismus, der mehr als ein Jahrhundert zur&#252;ckreicht. Der Islamismus hat seine Wurzeln im sp&#228;ten 19. Jahrhundert, als viele muslimische intellektuelle Bewegungen entstanden. Sie waren im wesentlichen die Antwort der intellektuellen Eliten auf den politischen Niedergang des Osmanischen Reiches und die damit einhergehende St&#228;rkung der kolonialen Kontrolle muslimischer Gesellschaften durch imperiale europ&#228;ische M&#228;chte.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-1&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Emin Poljarevic, &#034;Islamism&#034; in The Oxford Encyclopedia of Islam and (&#8230;)&#034; id=&#034;nh3-1&#034;&gt;1&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Diese Zeilen w&#228;ren jedoch niemals geschrieben worden, wenn es an den Thesen nicht auch einiges zu kritisieren g&#228;be. Ein erster Kritikpunkt ist die mangelnde definitorische Pr&#228;zision: &#8222;Eine Bewegung ist dementsprechend erst dann islamistisch, wenn sie den Anspruch hat eine alternative Wirklichkeit zu den bestehenden Verh&#228;ltnissen zu schaffen, die sozialen Strukturen, kulturellen Normen und &#246;konomische Basis der Gesellschaft weitgehend entsprechend islamistischen Doktrinen umzugestalten.&#8220; So ziemlich jede politische Bewegung will &#8222;eine alternative Wirklichkeit zu den bestehenden Verh&#228;ltnissen&#8220; schaffen und die Umgestaltung &#8222;d[er] sozialen Strukturen, kulturellen Normen und [der] &#246;konomischen Basis&#8220; ist alles andere denn eine pr&#228;zise Beschreibung von irgendwas. In Bezug auf &#8222;die sozialen Strukturen&#8220; und die &#8222;kulturellen Normen&#8220; ist die Definition tautologisch: Es ist Islamist, wer will, dass die Gesellschaft islamistisch wird. In Bezug auf die &#8222;&#246;konomische Basis&#8220; fragt man sich hingegen, was das genau bedeuten soll. Sind wir uns einig, dass die &#8222;&#246;konomische Basis&#8220; weltweit die globale kapitalistische Gesellschaft als Totalit&#228;t ist oder ist f&#252;r La Banda Vaga der &#8222;Islamismus in einem Land&#8220; m&#246;glich?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Oxford formuliert es jedoch auch nicht viel pr&#228;ziser: &#8222;Der Begriff &#8218;Islamismus&#8216; repr&#228;sentiert allermindestens eine Form von gesellschaftlichem und politischem Aktivismus, der auf der Idee gr&#252;ndet, dass das &#246;ffentliche und politische Leben von einer Reihe an islamischen Prinzipien geleitet sein sollte. In anderen Worten sind Islamisten jene, welche glauben, dass der Islam eine wichtige Rolle in der Organisation einer mehrheitlich muslimischen Gesellschaft spielen sollte, und versuchen, diese Ansicht zu verbreiten.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-2&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Ebd., S. 1.&#034; id=&#034;nh3-2&#034;&gt;2&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; Das liegt haupts&#228;chlich daran, dass der Begriff &#8222;Islamismus&#8220; unter einem Etikett sehr viele, teilweise sehr unterschiedliche Str&#246;mungen vereint und sich daher denkbar schlecht f&#252;r eine pr&#228;zise Definition eignet. Das ist das grundlegende Problem der Thesen: Sind es Thesen zum IS, zu den Taliban, zu den Muslimbr&#252;dern, zum Iran oder zum gesamten von konservativen Traditionen auf die eine oder andere Art inspirierten Islam?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Iran als S&#252;ndenbock&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aus nahezu unerkl&#228;rbaren Gr&#252;nden wird zuerst mal der Iran erw&#228;hnt: &#8222;Dieser Ansatz f&#252;hrt unseren Blick nicht nur, aber in starkem Ma&#223;, auf den Iran. Mit dessen &#8218;islamischer Revolution&#8216; bzw. korrekterweise Konterrevolution betrat der Islamismus im Jahr 1979 zum ersten Mal als eigenst&#228;ndige Macht die Weltb&#252;hne. Als einflussreiches &#8218;Erfolgsmodell&#8216; des Islamismus bildet er trotz aller (nicht zuletzt konfessionellen) Differenzen auch eine Wurzel f&#252;r den gegenw&#228;rtigen Terror und die Staatsbildungsversuche des IS.&#8220; Das Problem hier ist, dass das Staatsmodell des Irans alles andere als ein &#8222;traditionell muslimisches&#8220; ist: Der Iran ist eine Republik mit einer Verfassung, einer Gewaltenteilung und mehr oder weniger demokratischen Wahlen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Olivier Roy hat die Situation bereits 1992 in seinem Werk &lt;i&gt;L&#8216;&#201;chec de l&#8216;Islam politique&lt;/i&gt; ziemlich treffend analysiert: &#8222;Wieso sollte ein positives Recht aufgebaut werden, obwohl es die Scharia gab? Der Iran hat sich tats&#228;chlich eine wahrhaftige Verfassung gegeben, die nicht nur eine leere Parole ist, sondern wirklich die Funktionsweise einer Gesamtheit von Institutionen organisiert, ohne sich gross ob ihrer Konformit&#228;t mit der Scharia zu sorgen; auf bedeutende Art und Weise ist die Legitimit&#228;t der Verfassung in ihrem Artikel 1 explizit auf den Volkswillen gegr&#252;ndet, und nicht einzig und allein auf der Scharia.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-3&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Olivier Roy, L&#8216;&#201;chec de l&#8216;Islam politique, Paris, Seuil, 2015 [1992], S. 252.&#034; id=&#034;nh3-3&#034;&gt;3&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; In der Schlussfolgerung betont er noch einmal explizit die kulturelle Modernit&#228;t des schiitischen Islamismus im Vergleich mit seinem sunnitischen Pendant: &#8222;Die politischen und sogar kulturellen Modelle, welche in der islamischen Revolution im Iran am Werk sind, sind modern im Verh&#228;ltnis zu Regimen wie jenem in Saudi-Arabien oder sogar im Verh&#228;ltnis zu den Debatten unter Neofundamentalisten &#252;ber die Tugenden, welche ein k&#252;nftiger &#8218;Emir&#8216; eines islamischen Staates haben muss.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-4&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Ebd., S. 286.&#034; id=&#034;nh3-4&#034;&gt;4&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#8222;Die islamische Konterrevolution&#8220; war eben auch eine b&#252;rgerliche Revolution, wenn auch angef&#252;hrt von der konservativen und religi&#246;sen Bourgeoisie. Es sollte nicht vergessen werden, dass dabei eine mehr als 2&#8216;000 Jahre alte Monarchie in den M&#252;lleimer der Geschichte bef&#246;rdert worden ist. Die Niederlage des kommunistischen Teils des Aufstands gegen den Schah ist ein Ausdruck des beginnenden Niedergangs der Arbeiterbewegung weltweit. H&#228;tte die Tudeh-Partei die Macht an sich gerissen, w&#228;ren die iranischen Proletarier einfach nach Afghanistan statt in den Irak als Kanonenfutter gekarrt worden und der iranische Staat w&#228;re zw&#246;lf Jahre sp&#228;ter mit dem ganzen sowjetischen Imperium untergegangen. Es gab zumindest die Scharfsinnigkeit in der Tendenz rund um Mansoor Hekmat und unter den sowieso gr&#246;sstenteils skeptischen kurdischen Kommunisten, einem B&#252;ndnis mit den Mollahs per se zu misstrauen. Die Geschichte hat ihnen, zumindest diesbez&#252;glich, Recht gegeben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Heutzutage sind Teheran und Moskau nichtsdestotrotz enge B&#252;ndnispartner. Mit der Entstehung des IS hat die ganze Sache wenig bis gar nichts zu tun, w&#228;hrend &lt;a href=&#034;https://ctc.usma.edu/the-mysterious-relationship-between-al-qaida-and-iran/&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;mit Al-Qaida eine Art Waffenstillstand vielleicht immer noch existiert oder zumindest existierte, der jedoch nie eine wirkliche Zusammenarbeit war, wenn es die gab, war sie gepr&#228;gt von Opportunismus und gegenseitiger Erpressung&lt;/a&gt;, gab es das mit dem IS nie, iranische Truppen bek&#228;mpfen ihn aktiv im Irak, auch &lt;a href=&#034;https://www.washingtonpost.com/world/asia_pacific/recruited-by-iran-to-fight-for-syrian-regime-young-afghans-bring-home-cash-and-scars/2018/07/29/ecf9e34c-64e0-11e8-81ca-bb14593acaa6_story.html?noredirect=on&amp;utm_term=.ba1253a2995a&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;mithilfe von Kanonenfutter in Form von Hazara aus Afghanistan, denen man die iranische Staatsb&#252;rgerschaft verspricht, sollten sie das Gemetzel tats&#228;chlich &#252;berleben&lt;/a&gt;. Die j&#252;ngere Geschichte des Irans w&#252;rde einen eigenst&#228;ndigen Text verdienen und kann ganz sicher nicht als eine &#8222;Wurzel&#8220; des IS dargestellt werden, umso weniger, als dass auch die Beziehungen zu Al-Qaida und der historischen Tradition dahinter voller Widerspr&#252;che sind.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Sunnitischer Islamismus&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Diese Wurzel sucht man besser in der Geschichte des sunnitischen Islamismus. Grob schematisch kann seine moderne Phase in drei Perioden unterteilt werden. Die erste davon beginnt am Ende des 19. Jahrhunderts wie weiter oben von Poljarevic skizziert, sie ist die Periode der theoretischen Hervorbringung, der Islamismus ist auf der politischen B&#252;hne nicht oder kaum pr&#228;sent. Die 1906 gegr&#252;ndete All-indische Muslimliga ist eine der ersten explizit politischen Organisationen. Es handelte sich jedoch v.a. um einen alternativen Nationalismus zu jenem der hinduistischen Mehrheit, das gleiche gilt f&#252;r die 1941 gegr&#252;ndete Jamaat-e-Islami, historisch sind diese Entwicklungen allerdings sehr wohl bedeutend, sei es nur schon wegen der mit ihr verbundenen Deobandi-Tradition, ein wichtiger ideologischer Bezugspunkt der Taliban. Wie im Text von La Banda Vaga wird diese spezifisch regionale Tradition des Islamismus auf dem indischen Subkontinent h&#228;ufig &#252;bersehen, viel bekannter ist die mit Azhar verbundene &#228;gyptische Tradition und die damit verbundene Gr&#252;ndung der Muslimbruderschaft 1928.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das ist der Beginn der politischen Periode, sie ist durch den zunehmenden Aktivismus einer Bourgeoisie gepr&#228;gt, die in der Regel mehr oder weniger politisch isoliert ist und ideologisch f&#252;r eine alternative Form der kapitalistischen Modernisierung steht, welche den religi&#246;sen Traditionen mehr Platz einr&#228;umen w&#252;rde. Politisch war der Einfluss der Muslimbruderschaft beschr&#228;nkt, einen gewissen Einfluss gewann sie durch die Verwaltung von Bildungsinstitutionen, z.B. in Katar ab den 1950er Jahren. Auf dem indischen Subkontinent lieferten sich die muslimische und die hinduistische Bourgeoisie einen Zweikampf um die Aufteilung des postkolonialen Kuchens, das f&#252;hrte zur Abspaltung Pakistans, wovon sich sp&#228;ter wiederum Bangladesch abspaltete.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein wichtiger Theoretiker der &#228;gyptischen Tradition dieser Zeit war Sayyid Qutb, obwohl er diese Bedeutung gr&#246;sstenteils erst posthum erhielt. Er wurde am 9. Oktober 1906 in eine Familie konservativer Landeigent&#252;mer geboren und schloss sich Anfang der 1950er Jahre der Muslimbruderschaft an, nachdem er bereits seine ersten theoretischen Schriften verfasst hatte. Gilles Kepel fasst Qutbs spezifische theoretische Innovation folgendermassen zusammen: &#8222;F&#252;r Saiyid Qutb und seine Nacheiferer dagegen hatte die moderne Geschichte der islamischen L&#228;nder seit ihrer Entlassung in die Unabh&#228;ngigkeit keinerlei exemplarische Bedeutung. Sie wurde von ihm sogar durch ein arabisches Wort, das aus dem Koran stammt &#8211; &lt;i&gt;jahiliyya&lt;/i&gt; &#8211;, entwertet und ge&#228;chtet; dieses Wort bezeichnet den Zustand der Unwissenheit, in dem die Araber lebten, bevor der Islam zu Beginn des 7. Jahrhunderts dem Propheten Muhammed offenbart wurde. Wie die heidnischen Araber der urspr&#252;nglichen &lt;i&gt;jahiliyya&lt;/i&gt;, so Qutb, seien auch die Muslime im Zeitalter des Nationalismus von einer tiefen Unkenntnis &#252;ber den Islam erf&#252;llt. So wie die vorislamischen Araber steinerne G&#246;tzenbilder anbeteten, verehrten die Zeitgenossen von Qutb in seinen Augen symbolische G&#246;tzen wie Nation, Partei und Sozialismus. Indem Qutb auf diese Weise den Anspruch der Nationalisten bestritt, die Geschichte neu zu begr&#252;nden, und indem er die Nationalisten gleichsam in die finstere Epoche vor der Offenbarung einordnete, wollte er eine kulturelle Revolution ansto&#223;en.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-5&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Gilles Kepel, Das Schwarzbuch des Dschihad. Aufstieg und Niedergang des (&#8230;)&#034; id=&#034;nh3-5&#034;&gt;5&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Er ist wohl der erste islamistische Theoretiker, welcher den &lt;i&gt;tauhid&lt;/i&gt; in einer konsequenten und modernen politischen Version theoretisierte. &lt;i&gt;Tauhid&lt;/i&gt; ist der Glaube an die Einheit/Einzigkeit Gottes, die ersten Worte der Schahada, das Glaubensbekenntnis, welches die erste S&#228;ule des Islams darstellt. Kaum ein Muslim w&#252;rde auf die Idee kommen, sie so auszulegen, niemand will sich das Leben unn&#246;tig komplizierter machen als es ist. Qutb wurde 1966 unter Nasser hingerichtet, aber sein theoretisches Erbe hat mehr Schaden angerichtet als anfangs irgendwer h&#228;tte glauben k&#246;nnen. Im Namen dieses Prinzips mussten im M&#228;rz 2001 beispielsweise zwei Buddha-Statuen in Bamyan von den Taliban gesprengt werden, um den Bewohnern ihres Emirats &lt;i&gt;schirk&lt;/i&gt; zu ersparen, den Fall in die G&#246;tzendienerei, den Unglauben, das Gegenteil von &lt;i&gt;tauhid&lt;/i&gt;. Alte Statuen l&#246;sten damals viel Emp&#246;rung aus, viel mehr als die permanente und systematische Repression gegen &lt;i&gt;alle politischen Gegner&lt;/i&gt; und gegen &lt;i&gt;fast alle, insbesondere Frauen&lt;/i&gt;. Es ist der theoretische Hintergrund gegen jegliche westlichen Konzepte der Staatsf&#252;hrung, das Ziel ist das Kalifat, die Herrschaft der Umma, man ist sich nur nicht einig wie, doch die Begeisterung &#252;ber die Idee einer &lt;i&gt;islamischen Republik&lt;/i&gt; ist in diesen Kreisen ganz klar eher bis ganz inexistent.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&#8222;Sieg des Petroislam&#8220;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der &#8222;Sieg des Petroislam&#8220; war saudisch, nicht iranisch. Die &#214;lkrise 1973 erlaubte es Saudi-Arabien, die B&#252;chse der Pandora zu &#246;ffnen: &#8222;Saudi-Arabien verf&#252;gte nunmehr &#252;ber schier unbegrenzte Mittel, um sein altes Streben nach &#8218;Deutungshoheit&#8216; &#252;ber den Islam auf der Ebene der &lt;i&gt;umma&lt;/i&gt;, der Gemeinschaft der Muslime, in die Tat umzusetzen. In den sechziger Jahren hatte der dynamische Nationalismus die politische Bedeutung der Religion geschw&#228;cht. Der Krieg von 1973 mischte die Karten neu. Die wahhabitische Doktrin stand au&#223;erhalb der Arabischen Halbinsel nur bei orthodoxen Gruppen (bzw. den Salafisten) in hohem Ansehen, die ein buntgemischtes Spektrum umfa&#223;ten: neben den arabischen Muslimbr&#252;dern fanden sich hier indische und pakistanische Gruppen sowie schwarzafrikanische und asiatische Muslime, die nach Mekka gereist waren und nach der R&#252;ckkehr in ihre Heimatl&#228;nder &#8218;auf arabische Art&#8216; predigten, um den Islam von &#8218;abergl&#228;ubischen Vorstellungen&#8216; zu reinigen.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-6&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Ebd., S. 94-95.&#034; id=&#034;nh3-6&#034;&gt;6&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nicht dass das irgendwie beabsichtigt oder geplant gewesen w&#228;re (h&#246;chstens erhofft), aber die Konjunktur war passend. Das Problem war, dass diese &#8222;neue Fr&#246;mmigkeit&#8220; unvermeidlich fr&#252;her oder sp&#228;ter die Frage des saudisch-wahhabitischen Pakts und des saudischen Herrschaftsanspruchs stellen musste. Das geschah am 20. November 1979, dem ersten Tag des Jahres 1400 gem&#228;ss islamischem Kalender. Die Wahl des Datums bezieht sich auf die muslimische Tradition des &lt;i&gt;mujaddid&lt;/i&gt;, auf den sich auf einen Hadith beziehenden Glauben, dass an jedem Jahrhundertwechsel ein Erneuerer erscheint, der den Islam von &#228;usseren Elementen reinigt und ihm seine urspr&#252;ngliche Reinheit zur&#252;ckgibt. Zwischen 300 und 600 bewaffnete K&#228;mpfer brachten die Grosse Moschee von Mekka unter ihre Kontrolle. Sie nannten sich die Ichwan, die Br&#252;der, der Name der hanbalitischen Miliz, welche in den 1910er und 1920er Jahren f&#252;r einen grossen Teil der saudischen Territorialgewinne verantwortlich gewesen war und daraufhin zwischen 1927 und 1930 erfolglos gegen die Dynastie der Saud revoltiert hatte. Erst am 4. Dezember, nach heftigen K&#228;mpfen, mehreren Hundert Toten und Verletzen und dem Einsatz pakistanischer und franz&#246;sischer Spezialkr&#228;fte konnte die saudische Armee die Kontrolle &#252;ber die Moschee zur&#252;ckgewinnen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Man sollte nicht vergessen, dass Saudi-Arabien, wie es Steve Coll treffend bemerkte, der einzige moderne Nationalstaat ist, der durch einen Jihad geschaffen worden ist&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-7&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe Steve Coll, Ghost Wars. The Secret History of the CIA, Afghanistan, (&#8230;)&#034; id=&#034;nh3-7&#034;&gt;7&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Diese Tatsache pr&#228;destinierte das K&#246;nigreich dazu, auch im 1979 ausgerufenen Jihad gegen die sowjetischen Invasoren Afghanistans eine zentrale Rolle zu spielen. Ende April 1978 &#252;bernahm die Demokratische Volkspartei Afghanistans (DVPA) mithilfe eines milit&#228;rischen Putsches die Macht in Kabul. Entgegen anf&#228;nglichen Vermutungen im Westen war der Putsch nicht von Moskau angeordnet worden. Obwohl die DVPA die offizielle moskautreue Partei Afghanistans war, war ihr Putsch nicht Grund f&#252;r besonders grossen Enthusiasmus im Kreml: &#8222;Sp&#228;ter offenbarte mir der Anf&#252;hrer der DVPA, Taraki, dass die afghanischen Anf&#252;hrer die M&#246;glichkeit gehabt h&#228;tten, die Sowjets &#252;ber den sich abzeichnenden Staatsstreich zu informieren, doch dass sie es absichtlich nicht getan h&#228;tten, denn sie bef&#252;rchteten, dass Moskau sie davon w&#252;rde abbringen wollen, eine bewaffnete Rebellion zu unternehmen, mit dem Argument der Abwesenheit einer revolution&#228;ren Situation in Afghanistan als Vorwand. Diese Bef&#252;rchtungen waren nicht unbegr&#252;ndet. H&#228;tte die UdSSR Kenntnis gehabt von ihren Absichten, h&#228;tte sie ihnen wahrscheinlich geraten, von diesem Projekt abzusehen, denn es gab von einem marxistischen Standpunkt aus tats&#228;chlich keine revolution&#228;re Situation im Land und die Beziehungen der UdSSR mit Afghanistan waren freundschaftlich unter Zahir Schah und unter Daoud, trotz dem Flirt Daouds mit dem Westen.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-8&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Assem Akram, Histoire de la guerre d&#8216;Afghanistan, Paris, Balland, 1996, S. (&#8230;)&#034; id=&#034;nh3-8&#034;&gt;8&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die DVPA wurde Anfang 1965 im Haus Tarakis gegr&#252;ndet. Sie war von Anfang an gezeichnet vom Graben zwischen Stadt und Land, verk&#246;rpert durch die beiden Fraktionen Parcham (&#8222;Fahne&#8220;) und Khalq (&#8222;Volk&#8220;). Parcham war jene Fraktion, welche Daoud 1973 in seinem Putsch unterst&#252;tzte und grunds&#228;tzlich das Vertrauen Moskaus genoss, der eher urbane Fl&#252;gel der Partei, Khalq, die rurale, haupts&#228;chlich paschtunische Fraktion der Partei hatte in Moskau wenig Kredit. Zwischen 1966 und 1976 waren sie komplett gespalten, die Wiedervereinigung 1976 erlaubte den Putsch 1978, der sich sehr bald f&#252;r praktisch alle Beteiligten als sehr problematisch erweisen w&#252;rde, Nur Muhammad Taraki, der historische Anf&#252;hrer der Khalq-Fraktion, sass auf einem Schleudersitz&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-9&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe ebd., S. 98-108.&#034; id=&#034;nh3-9&#034;&gt;9&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Neben dem &#8222;Aufbau des Sozialismus&#8220; genoss auch die Liquidation der gegnerischen Fraktion eine sehr hohe Priorit&#228;t: &#8222;Sie nahmen eine maximalistische Politik mit Landreform und Alphabetisierung in Angriff und leiteten den sofortigen Aufbau des Sozialismus ein, der sie &#8211; begleitet von Tausenden Verhaftungen und Hinrichtungen &#8211; der breiten Masse der Bev&#246;lkerung entfremdete. Mit einer S&#228;uberungsaktion, der sogar f&#252;hrende K&#246;pfe aus den eigenen Reihen zum Opfer fielen, schaltete die radikalere Khalq-Fraktion die Parcham aus, deren F&#252;hrung nach Moskau fl&#252;chtete. Ab April 1979 brachen &#252;berall im Land Aufst&#228;nde aus, und im Dezember kontrollierte die Partei nur noch die St&#228;dte.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-10&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Gilles Kepel, op. cit., S. 174.&#034; id=&#034;nh3-10&#034;&gt;10&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; Im September 1979 traf es Taraki selbst: Er wurde von seinem &#8222;Genossen&#8220; Hafizullah Amin zum R&#252;cktritt gezwungen und einen Monat sp&#228;ter ermordet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Der afghanisch-sowjetische Krieg&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit der 1968 als nachtr&#228;gliche Rechtfertigung der Invasion der Tschechoslowakei erschaffenen, die Irreversibilit&#228;t einer sozialistischen Revolution postulierenden Breschnew-Doktrin auf der einen Seite und der Pflicht zum defensiven Jihad im Falle einer Invasion des Dar al-Islam auf der anderen war der Spielraum f&#252;r Verhandlungen schon auf rein ideologischer Ebene gering, die geostrategische Bedeutung Afghanistans und der Kontext des Kalten Krieges besorgten den Rest. Gem&#228;ss Akram wurde die Entscheidung zugunsten einer sowjetischen Intervention am 12. Dezember 1979 in Moskau gef&#228;llt&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-11&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe Assem Akram, op. cit., S. 141. Am 10. gem&#228;ss Rodric Braithwaite, siehe (&#8230;)&#034; id=&#034;nh3-11&#034;&gt;11&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Zuerst einmal mussten die Fraktionsk&#228;mpfe zu Moskaus Zufriedenheit geregelt werden, deshalb wurde am 27. Dezember 1979 Amin von einem sowjetischen Spezialkommando im Pr&#228;sidentenpalast eliminiert und durch Babrak Karmal ersetzt, den Anf&#252;hrer der Parcham-Fraktion.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In Washington war man sich selbstverst&#228;ndlich einig, dass man Moskau nicht einfach gew&#228;hren lassen k&#246;nnte. Schon ein paar Tage nach dem sowjetischen Einmarsch &lt;a href=&#034;https://sites.temple.edu/immerman/brezenski-memoranda-to-carter-on-soviet-intervention-in-afghanistan/&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;war f&#252;r Brzezinski klar: Endlich w&#252;rde man sich an der UdSSR f&#252;r Vietnam r&#228;chen k&#246;nnen.&lt;/a&gt; Das &#8222;sowjetische Vietnam&#8220; war in den folgenden Jahren ein gefl&#252;geltes Bonmot in prowestlichen diplomatischen Kreisen. Besonders ein texanischer demokratischer Kongressabgeordneter machte sich Afghanistan zu seiner Mission: Charlie Wilson, ein undurchsichtiger Gesch&#228;ftsmann, pers&#246;nlicher Freund von Somoza, Alkoholiker und nicht besonders diskreter Kokainkonsument&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-12&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Falls nicht anders angegeben, stammen alle Angaben zu Wilson aus George (&#8230;)&#034; id=&#034;nh3-12&#034;&gt;12&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Zusammen mit seinem Kumpel Gust Avrakotos von der CIA war er dabei, der im Sommer 1979 unter Carter lancierten Operation Cyclone eine ganz neue Qualit&#228;t zu verschaffen, ohne sich gross um demokratische Gepflogenheiten und Transparenz zu sorgen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Januar 1980 gab Carter gr&#252;nes Licht f&#252;r die direkte Bewaffnung der Mudjahedin, in Wirklichkeit begann die Unterst&#252;tzung allerdings wohl schon im Mai 1979, als &lt;a href=&#034;https://nsarchive2.gwu.edu//NSAEBB/NSAEBB57/essay.html&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;ein &#8222;Beamter der CIA&#8220; Hekmatyar traf, die ersten Treffen begannen ab April 1979, das wissen wir kurioserweise nur, weil iranische Studenten Anfang November 1979 in die amerikanische (und auch in die britische) Botschaft eindrangen, dort heftig randalierten und u.a. die das belegenden Dokumente der CIA pl&#252;nderten&lt;/a&gt;. Washington und Riad waren im wesentlichen f&#252;r die Beschaffung von Geld und Waffen verantwortlich, der pakistanische Geheimdienst ISI f&#252;r die Verteilung des Materials und dem Kontakt zu den afghanischen Aufst&#228;ndischen. Die Verbindungsm&#228;nner zwischen CIA und ISI waren haupts&#228;chlich Wilson und Avrakotos. Die milit&#228;rische Operationshoheit &#252;ber die Geld- und Waffenfl&#252;sse wurden, einmal in Karachi angekommen, dem ISI &#252;bergeben, welcher sich um den Transport nach Peschawar und die dortige Verteilung an die afghanischen Mudjahedin k&#252;mmerte. Sieben sunnitische islamistische Parteien wurden unterst&#252;tzt, die drei ersten werden allgemein als &#8222;gem&#228;ssigt&#8220;, die vier letzteren als &#8222;radikal&#8220; klassifiziert:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip-puce ltr&#034;&gt;&lt;b&gt;&#8211;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt; Islamische und Nationale Revolutionsbewegung Afghanistans: kleine Bewegung, aktiv haupts&#228;chlich im S&#252;den und Osten Afghanistans, zerfiel in den 1990er Jahren, einige desertierten zu den Taliban, andere gr&#252;ndeten die marginale Nationale und Islamische Partei f&#252;r Wohlstand Afghanistans;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip-puce ltr&#034;&gt;&lt;b&gt;&#8211;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt; Nationale Befreiungsfront: konservative paschtunische Sufi-Tradition, die Bewegung zerfiel weitgehend, der historische Anf&#252;hrer Sibghatullah Modschaddedi zog sich nach dem R&#252;ckzug der Russen fast vollst&#228;ndig aus dem politischen Leben zur&#252;ck und erschien zwischendurch wieder als Experte und/oder Vermittler auf der politischen B&#252;hne, er starb Anfang 2019;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip-puce ltr&#034;&gt;&lt;b&gt;&#8211;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt; Nationale Islamische Front Afghanistans: einflussreich v.a. in der Provinz Nangarhar und in Kabul, haupts&#228;chlich ein Familienunternehmen von Ahmed Gailani (1932-2017), er unterst&#252;tzte Ende der 1990er die Nordallianz gegen die Taliban und 2004 Karzai in seinem Pr&#228;sidentschaftswahlkampf, verschwand daraufhin nahezu g&#228;nzlich in der Bedeutungslosigkeit;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip-puce ltr&#034;&gt;&lt;b&gt;&#8211;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt; Islamische Vereinigung Afghanistans: als &#252;berwiegend von ethnischen Tadschiken gepr&#228;gt ist sie die einzige nicht-paschtunische vom ISI unterst&#252;tzte Partei &#8211; verb&#252;ndet damals mit Ahmad Schah Massoud, dem &#8222;L&#246;wen von Pandjschir&#8220; und ungl&#252;cklichen Geheimfavoriten des MI6, der am 9. September 2001 von zwei sich als belgische Journalisten ausgebenden Selbstmordattent&#228;tern ermordet wurde &#8211; Ende der 1990er Jahre Teil der Nordallianz und heute im afghanischen Parlament vertreten;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip-puce ltr&#034;&gt;&lt;b&gt;&#8211;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt; Islamische Union f&#252;r die Befreiung Afghanistans: paschtunische Partei mit einer tadschikischen Minderheit, haupts&#228;chlich stark in Paghman, im Westen der Provinz Kabul, Partei von Abdul Rasul Sayyaf, verd&#228;chtigt, in der Ermordung Massouds eine Rolle gespielt zu haben, heute relativ erfolgreicher Politiker in der Provinz Kandahar, im B&#252;rgerkrieg auf der Seite der Taliban und f&#252;r hemmungslose Brutalit&#228;t ber&#252;chtigt, seit 2007 marginale Partei in der rechten Ecke des afghanischen Parlaments, die sich haupts&#228;chlich f&#252;r die Begnadigung von gefangenen K&#228;mpfern der Taliban einsetzt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip-puce ltr&#034;&gt;&lt;b&gt;&#8211;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt; Islamische Partei (Chalis-Fraktion): eine &#8222;gem&#228;ssigte&#8220; Abspaltung von Gulbuddin Hekmatyars 1973 gegr&#252;ndeter Islamischer Partei, die Partei unter der F&#252;hrung von Junis Chalis unterst&#252;tzte in den 1990er Jahren die Taliban, aus dieser Partei stammt urspr&#252;nglich auch der 2018 gestorbene Jalaluddin Haqqani (den Wilson damals als &#8222;personifizierte Gottheit&#8220; bezeichnet hatte&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-13&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Ebd., S. 473.&#034; id=&#034;nh3-13&#034;&gt;13&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;), dessen Haqqani-Netzwerk, das seit 2014 von seinem Sohn angef&#252;hrt wird, bis heute eng mit den Taliban zusammenarbeitet;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip-puce ltr&#034;&gt;&lt;b&gt;&#8211;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt; Islamische Partei (Hekmatyar-Fraktion): 1973 gegr&#252;ndete islamistische Partei unter der F&#252;hrung von Gulbuddin Hekmatyar, der als Urvater des afghanischen Jihadismus bezeichnet werden kann und der heimliche Favorit des ISI war, die Praxis der Partei w&#228;hrend dem Krieg und dem darauf folgenden B&#252;rgerkrieg waren von einer kompromisslosen Linie und hemmungsloser Brutalit&#228;t gepr&#228;gt, den &#220;bernamen &#8222;Schl&#228;chter von Kabul&#8220; hat sich Hekmatyar redlich verdient, das 1984 von Abdallah Yusuf Azzam, Osama bin Laden und Aiman al-Zawahiri gegr&#252;ndete Dienstleistungsb&#252;ro (das weiter unten etwas ausf&#252;hrlicher analysiert wird) arbeitete haupts&#228;chlich mit ihm zusammen, w&#228;hrend dem Taliban-Regime war er im iranischen Exil, schloss sich aber ab 2001 bin Laden an, &lt;a href=&#034;https://www.rferl.org/a/islamic-state-afghanistan-hekmatyar/27114317.html&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;proklamierte 2015 seine Unterst&#252;tzung des IS&lt;/a&gt; und unterzeichnete am 22. September 2016 ein Friedensabkommen mit der afghanischen Regierung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Daneben k&#228;mpften eine vom Iran unterst&#252;tzte schiitische und eine von China unterst&#252;tzte maoistische Koalition gegen die sowjetische Invasion, in Anbetracht der, je nach Sch&#228;tzungen, zwischen &lt;a href=&#034;http://www.bpb.de/internationales/amerika/usa/10625/reagan-jahre?p=all&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;zwei&lt;/a&gt; und &lt;a href=&#034;http://www.spiegel.de/einestages/30-jahre-afghanistan-invasion-a-948665.html&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;sechs&lt;/a&gt; von der CIA im Rahmen der Operation Cyclone in die sunnitischen Gruppen investierten Milliarden sind diese beiden Koalitionen jedoch vernachl&#228;ssigbar und es soll hier nicht weiter auf sie eingegangen werden. Es sollte allerdings pr&#228;zisiert werden, dass die Maoisten unter der DVPA mit einer systematischen Repression konfrontiert waren, aber auch von ihren islamistischen &#8222;Waffenbr&#252;dern&#8220; sehr misstrauisch be&#228;ugt und immer mal wieder angegriffen wurden, so wurde z.B. Faiz Ahmad, der Anf&#252;hrer der Afghanischen Befreiungsorganisation, am 12. November 1986 zusammen mit sechs seiner Genossen von Hekmatyars Schergen ermordet. Eine erw&#228;hnenswerte Ausnahme des afghanischen Maoismus in diesem Kontext ist die 1977 gegr&#252;ndete Revolution&#228;re Vereinigung der Frauen Afghanistans (RAWA), sie verurteilte sowohl die Regierung der DVPA als auch das B&#252;ndnis mit den Islamisten und hat bis heute den historischen Verdienst, seit ihrer Gr&#252;ndung keine einzige afghanische Regierung und ausl&#228;ndische Invasion unterst&#252;tzt zu haben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es soll hier nur in den groben Linien auf den genauen Kriegsverlauf eingegangen werden. Akram folgend kann er in drei Abschnitte unterteilt werden, die &#8222;Stationierung der Truppen&#8220; 1979-1982, der &#8222;intensivste Abschnitt&#8220; 1982-1986 und &#8222;sowjetische R&#252;ckschl&#228;ge und R&#252;ckzug&#8220; 1986-1989&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-14&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe Assem Akram, op. cit., S. 173-176.&#034; id=&#034;nh3-14&#034;&gt;14&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Er sch&#228;tzt, dass schon 1981-1982 80% des Territoriums von den Mudjahedin kontrolliert war, nachts wurde es dort vollst&#228;ndig dunkel, um sowjetische Luftangriffe zu vermeiden&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-15&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe ebd., S. 176.&#034; id=&#034;nh3-15&#034;&gt;15&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Vielleicht noch mehr, je nachdem, ob seine Sch&#228;tzung sich auf den Tag oder die Nacht bezieht, denn sie kontrollierten die l&#228;ndlichen Regionen in der Nacht, auch wenn es am Tag nicht unbedingt der Fall war&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-16&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe Rodric Braithwaite, op. cit., S. 164. Das gleiche gilt heute in vielen (&#8230;)&#034; id=&#034;nh3-16&#034;&gt;16&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Desertionen waren ein grosses Problem f&#252;r die afghanische Armee, bis zu 60% der Soldaten sollen zu den Mudjahedin &#252;bergelaufen sein&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-17&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe ebd., S. 136-137.&#034; id=&#034;nh3-17&#034;&gt;17&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Ein gewisser Teil vielleicht aus ideologischen Gr&#252;nden, aber wohl eher wegen der kaltbl&#252;tigen Grausamkeit der Kriegsf&#252;hrung auf beiden Seiten, in einer solchen Situation kann es vorkommen, dass man sich der st&#228;rkeren Fraktion ohne jegliche ideologische Betrachtungen anschliesst&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-18&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe Gregory Feifer, The Great Gamble. The Soviet War in Afghanistan, New (&#8230;)&#034; id=&#034;nh3-18&#034;&gt;18&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Abgesehen von einigen wenigen kritischen, haupts&#228;chlich feministischen Stimmen war &lt;a href=&#034;https://fair.org/extra/forgotten-coverage-of-afghan-freedom-fighters/&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;die Begeisterung &#252;ber die afghanischen &#8222;Freiheitsk&#228;mpfer&#8220; in der westlichen Medienwelt einhellig&lt;/a&gt;. In einem Anflug orientalistischen &#220;bereifers war der Enthusiasmus f&#252;r die frommen und b&#228;rtigen Mudjahedin &#252;berschw&#228;nglich, sie wurden als unschuldige und bescheidene Stammesangeh&#246;rige dargestellt, die, in Anbetracht einer Invasion durch das &#8222;Reich des B&#246;sen&#8220;, bloss ihre Traditionen und ihre Religion verteidigen wollten und dabei von westlichen Geheimdiensten &#8222;ein bisschen&#8220; unterst&#252;tzt wurden. Kritische Journalisten &lt;a href=&#034;https://fair.org/extra/forgotten-coverage-of-afghan-freedom-fighters/&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;riskierten, von eingebetteten Missionen mit den Mudjahedin ausgeschlossen zu werden&lt;/a&gt; und somit fast jeglichen Zugang zu Informationen zu verlieren. Die Berichterstattung der sowjetischen Presse war vermutlich sogar kritischer und objektiver, sie wird h&#228;ufig als Beleg f&#252;r Gorbatschows Politik der Glasnost angef&#252;hrt&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-19&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe z.B. ebd., S. 213.&#034; id=&#034;nh3-19&#034;&gt;19&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Im Gegensatz zu den anderen sowjetischen Journalisten, die in Kabul stationiert waren, war Artyom Borovik ab 1987 in diverse sowjetische Truppen eingebettet&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-20&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe Sarah E. Mendelson, Changing Course. Ideas, Politics, and the Soviet (&#8230;)&#034; id=&#034;nh3-20&#034;&gt;20&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Er schrieb kritische Artikel im Magazin &lt;i&gt;Ogonyok&lt;/i&gt; und ver&#246;ffentlichte 1990 ein Buch, das simultan auf Englisch und Russisch erschien&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-21&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe Artyom Borovik, The Hidden War. A Russian Journalist&#8216;s Account of the (&#8230;)&#034; id=&#034;nh3-21&#034;&gt;21&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Schon auf der ersten Seite ist der def&#228;tistische Ton gegeben: &#8222;Verr&#252;ckte Leute nannten Afghanistan &#8218;eine Schule des Mutes&#8216;. Und waren weise genug, ihre S&#246;hne nicht dorthin zu schicken. Sie sprachen von &#8218;internationaler Pflicht&#8216;, &#8218;der Schlacht gegen die S&#246;ldner des Imperialismus an den s&#252;dlichen Grenzen unseres Vaterlandes&#8216;, &#8218;der resoluten Zur&#252;ckweisung der Aggression durch die Reaktion&#228;re der Region&#8216;. Und so weiter, und so fort. Sie versuchten, sich selbst und den Rest des Landes von der Tatsache zu &#252;berzeugen, dass Afghanistan &#8218;aus unreifen Jugendlichen standhafte K&#228;mpfer f&#252;r unseren kommunistischen Glauben macht&#8216;. Doch sollte Afghanistan Leute zum Glauben inspiriert haben, so war es ein Glaube, der ganz anders war, als jener, welcher von unserer Propaganda proklamiert wurde.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-22&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Ebd., S. 1.&#034; id=&#034;nh3-22&#034;&gt;22&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; Zudem r&#228;umt er offen ein, dass Amin vom KGB ermordet worden ist&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-23&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe ebd., S. 5.&#034; id=&#034;nh3-23&#034;&gt;23&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;, spricht von Desertionen, verkauften sowjetischen Dienstwaffen&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-24&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe ebd., S. 36.&#034; id=&#034;nh3-24&#034;&gt;24&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; und auch &#252;ber die von sowjetischen Soldaten begangenen Grausamkeiten&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-25&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe z.B. ebd., S. 258.&#034; id=&#034;nh3-25&#034;&gt;25&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Dar&#252;ber hinaus zeigt sein Bericht, dass phantasievolle improvisierte Sprengfallen nicht vom IS erfunden worden sind: &#8222;Der Zwischenfall [die Entdeckung eines Thermoskruges mit eingebauter Sprengfalle] erweckt Verwunderung in mir &#252;ber den betr&#228;chtlichen Erfindergeist dieser Banditen, &#252;ber deren reiche und unersch&#246;pfliche Vorstellungskraft. Innerhalb jedes befestigten Punktes &#8211; den Bunkern, Betonbunkern, den vierst&#246;ckigen Sch&#252;tzengr&#228;ben unter dem Boden &#8211; finden die Soldaten mit Sprengfallen versehene Kugelschreiber, Uhren, Feuerzeuge, Kassettenrekorder und &#228;hnliches. Der versteckte Tod ist so meisterhaft getarnt worden, dass nur jemand mit einem ge&#252;bten Auge ihn sehen kann.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-26&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Ebd., S. 35-36.&#034; id=&#034;nh3-26&#034;&gt;26&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Heroin als Bumerang&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wie schon damals in Vietnam, war Heroin erneut der Treibstoff des Krieges: &#8222;Aber sie [die amerikanischen und arabischen Zahlungen] f&#252;hrten auch, da sich viele an ihnen bereichern wollten, zu einem rapiden Anstieg der Kriminalit&#228;t, vor der jeder die Augen verschlo&#223;, solange die Russen in Afghanistan standen, deren verheerende Folgen aber den Verwerfungen am Ende des Jahrzehnts den Weg bereiteten. So versorgten riesige Schiffsladungen mit leichten Waffen, die von der CIA geliefert und im Hafen von Karatschi gel&#246;scht wurden, zun&#228;chst den lokalen Markt (und machten diese Stadt zu einer der gewaltt&#228;tigsten der Welt), ehe sie an die offiziellen Empf&#228;nger weitergeleitet wurden. Und zur&#252;ck kamen die Lastwagen mit Heroin, das aus dem in Afghanistan und in den &#8218;Stammesgebieten&#8216; an der pakistanischen Grenze angebauten Opium gewonnen und &#252;ber Karatschi exportiert wurde. Die Begehrlichkeiten, die die amerikanischen und arabischen Hilfslieferungen weckten, und die riesigen Profite, die Gelegenheitskriminelle aus ihnen zogen, bereiteten nach Abzug der Sowjets zun&#228;chst den USA, dann auch den arabischen Staaten gr&#246;&#223;tes Kopfzerbrechen, als hochger&#252;stete Gruppen, die ihrer Kontrolle entglitten waren und vom Drogenhandel lebten, nach eigenem Gutd&#252;nken &#252;berall auf dem Globus den Dschihad ausriefen.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-27&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Gilles Kepel, op. cit., S. 180-181.&#034; id=&#034;nh3-27&#034;&gt;27&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; Dieser Drogenschmuggel der Mudjahedin war ein offenes Geheimnis und wird auch von Mohammad Yousuf, dem f&#252;r die Mission verantwortlichen Kommandanten des ISI, in seinen Memoiren offen einger&#228;umt&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-28&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe Mohammad Yousaf, Mark Adkin, The Bear Trap. The Defeat of A (&#8230;)&#034; id=&#034;nh3-28&#034;&gt;28&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mitte der 1980er Jahre begann als direkte Folge der Heroinpreis ziemlich &#252;berall im Westen zu sinken und Heroinabh&#228;ngige wurden in dieser Zeit in den meisten grossen St&#228;dten zu einem g&#228;ngigen Strassenbild. Der Goldene Halbmond l&#246;ste gleichzeitig allm&#228;hlich das Goldene Dreieck als wichtigster geographischer Ursprung des weltweit konsumierten Heroins ab. Heutzutage produziert Afghanistan je nach Sch&#228;tzungen etwa 90% davon. 2017 wurde der Umsatz der Heroinproduktion Afghanistans auf &lt;a href=&#034;https://www.unodc.org/documents/crop-monitoring/Opium-survey-peace-security-web.pdf&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;zwischen 4.1 und 6.6 Milliarden Dollar gesch&#228;tzt, was 20 bis 32% des afghanischen BIP repr&#228;sentiert&lt;/a&gt;, &lt;a href=&#034;https://www.politifact.com/global-news/statements/2017/apr/04/ted-yoho/yoho-afghanistan-poppy-growth-way/&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;sie garantiert etwa 400&#8216;000 Afghanen einen Job, mehr als die afghanische Armee&lt;/a&gt;. Gleichzeitig ist die Abh&#228;ngigkeit von Opiaten auch in der afghanischen Bev&#246;lkerung explodiert, was in einem Land, &lt;a href=&#034;https://www.nytimes.com/2016/06/06/world/asia/afghanistan-kabul-graveyard.html&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;wo es an Platz f&#252;r Friedh&#246;fe mangelt&lt;/a&gt;, alles andere als erstaunlich ist. &lt;a href=&#034;https://www.vice.com/de_ch/article/yvea8j/afghanistans-opiumplage&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;Epizentrum der afghanischen Drogenszene ist das Untergeschoss der Br&#252;cke Pul-sokhta in Kabul&lt;/a&gt;, eine massive Konzentration verdr&#228;ngten Elends.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In die andere Richtung flossen anf&#228;nglich haupts&#228;chlich leichte Waffen und die Absender waren um eine gewisse Diskretion bem&#252;ht. Gem&#228;ss Yousuf seien bis 1985 nur urspr&#252;nglich aus dem sozialistischen Block stammende Waffen an die Mudjahedin geliefert worden&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-29&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe ebd., S. 83.&#034; id=&#034;nh3-29&#034;&gt;29&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Damit konnten sie zwar den Boden kontrollieren, doch die sowjetische Armee kontrollierte die Luft: &#8222;Luftmacht war gewiss des Feindes gr&#246;sste St&#228;rke. Sie bescherte ihm nicht nur unbegrenzte Feuerkraft sondern auch Mobilit&#228;t. Richtig benutzt und zusammen kombiniert k&#246;nnte dies zur taktischen, oder gar strategischen Niederlage der Guerillas auf dem Schlachtfeld f&#252;hren. Das Problem vom Standpunkt der Mudjahedin aus gesehen war nicht einmal, dass sie selbst keine Luftmacht hatten, sondern dass ihre Mittel, um den Beschuss der Flugzeuge und Helikopter des Feindes zu erwidern, sich auf einige alte SA-7 beschr&#228;nkten, schultergest&#252;tzte Kurzstrecken-Boden-Luft-Raketen.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-30&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Ebd., S. 59.&#034; id=&#034;nh3-30&#034;&gt;30&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das sollte sich 1986 &#228;ndern: Am 26. September testeten K&#228;mpfer Hekmatyars zum ersten Mal die brandneue amerikanische Flugabwehrrakete Stinger im Gefecht&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-31&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe George Crile, op. cit., S. 426-427.&#034; id=&#034;nh3-31&#034;&gt;31&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Ob diese Tatsache ein Wendepunkt im Kriegsverlauf darstellte oder nicht, dar&#252;ber streiten sich die Experten. Sie d&#252;rfte jedenfalls die sowjetische Niederlage besiegelt haben&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-32&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe Rodric Braithwaite, op. cit., S. 205.&#034; id=&#034;nh3-32&#034;&gt;32&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Unerw&#252;nschter Nebeneffekt der Sache war, dass die etwa 1&#8216;000 gelieferten Stinger aufgrund der Korruption oder als Kriegsbeute manchmal bei ungeplanten Empf&#228;ngern landeten, schon bald waren auch der Iran und Russland stolze Besitzer davon. &lt;a href=&#034;https://slate.com/news-and-politics/2001/10/stingers-stingers-who-s-got-the-stingers.html&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;Noch 2011 fragte man sich&lt;/a&gt;, wo die Stinger mittlerweile genau sein k&#246;nnten, diverse jihadistische Gruppen rund um die Welt besitzen einen oder mehrere und die CIA investierte sogar doppelt so viel wie die Stinger selbst gekostet hatten, 65 Millionen Dollar, um so viele wie m&#246;glich davon zur&#252;ckzukaufen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Sowjetischer R&#252;ckzug, Machtergreifung der Taliban und Globalisierung des Jihad&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Genau wie heute ein bisschen &#252;berall auf der Welt schlossen sich auch damals ausl&#228;ndische Freiwillige den Mudjahedin an, haupts&#228;chlich von der arabischen Halbinsel und anderen islamischen Regionen. W&#228;hrend gewisse junge Araber aus reichem Haus (oder Palast) Afghanistan benutzten, um einen abenteuerlichen Urlaub zu verbringen&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-33&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe Gilles Kepel, op. cit., S. 185.&#034; id=&#034;nh3-33&#034;&gt;33&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;, kamen andere ausl&#228;ndische Freiwillige mit ernsthafteren Absichten, so &lt;a href=&#034;https://kommunisierung.net/Contre-l-Etat-islamique-contre-la&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;reiste z.B. ein gewisser Abu Mus&#8216;ab al-Zarqawi Ende der 1980er Jahre nach Afghanistan, um sich Hekmatyars Fraktion anzuschliessen&lt;/a&gt;. Es war der Beginn einer langen jihadistischen Karriere und man w&#252;rde sp&#228;ter noch viel von ihm h&#246;ren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zur Betreuung der ausl&#228;ndischen Freiwilligen gr&#252;ndete der Pal&#228;stinenser Abdullah Azzam, ein nicht unbedeutender jihadistischer Theoretiker dieser Zeit, 1984 gemeinsam mit Osama bin Laden und Ayman al-Zawahiri das Dienstleistungsb&#252;ro, das 1986 sogar ein erstes amerikanisches B&#252;ro in Tucson im Bundesstaat Arizona er&#246;ffnete, um dort in der arabischen Gemeinschaft f&#252;r die Mudjahedin zu rekrutieren&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-34&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe Steve Coll, op. cit., S. 155.&#034; id=&#034;nh3-34&#034;&gt;34&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Azzam starb am 24. November 1989 und bin Laden &#252;bernahm das Dienstleistungsb&#252;ro. Er gab ihm einen neuen Namen: die Basis, auf Arabisch Al-Qaida&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-35&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe ebd., S. 204.&#034; id=&#034;nh3-35&#034;&gt;35&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Sorgen dar&#252;ber machte sich bei der CIA damals niemand, bin Laden war schliesslich gem&#228;ss der g&#228;ngigen Einsch&#228;tzung &#8222;nicht anti-amerikanisch&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-36&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Ebd., S. 156.&#034; id=&#034;nh3-36&#034;&gt;36&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zu diesem Zeitpunkt war der sowjetische R&#252;ckzug schon weit fortgeschritten und der sowjetisch-afghanische Krieg ging allm&#228;hlich in den afghanischen B&#252;rgerkrieg &#252;ber. Bereits am 4. Dezember 1987 war in Washington der geordnete sowjetische R&#252;ckzug zwischen der CIA und dem KGB diskutiert worden&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-37&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe ebd., S. 168-169.&#034; id=&#034;nh3-37&#034;&gt;37&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Nach dem Mauerfall Anfang November 1989 war den meisten Beteiligten klar, dass die B&#252;ndnisse von gestern nicht mehr die B&#252;ndnisse von morgen sein w&#252;rden, das &#8222;Ende der Geschichte&#8220; und seine genauen Konturen kannte allerdings noch niemand.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Herbst 1990 kam es zum Bruch zwischen bin Laden und Saudi-Arabien. Bin Laden wollte das Problem der irakischen Invasion von Kuwait mithilfe des Jihad l&#246;sen, Saudi-Arabien hielt eine amerikanische Intervention f&#252;r die vern&#252;nftigere L&#246;sung, auch Hekmatyar und Sayyaf wollten kein B&#252;ndnis mit den USA&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-38&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe ebd., S. 222-223.&#034; id=&#034;nh3-38&#034;&gt;38&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Mitte 1991 wurde bin Laden vom saudischen Geheimdienst freundlich informiert, dass die USA ihm wom&#246;glich auf den Fersen seien und er zu &#8222;seinem eigenen Wohl&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-39&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Ebd., S. 231.&#034; id=&#034;nh3-39&#034;&gt;39&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; aus Saudi-Arabien verbannt werde. Nach einem Zwischenhalt, je nach Quellen, in Afghanistan oder Pakistan fand er 1992 Unterschlupf im Sudan&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-40&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe ebd., S. 601-602.&#034; id=&#034;nh3-40&#034;&gt;40&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;, wo 1989 die islamistische Nationale Kongresspartei von Omar al-Bashir durch einen Putsch an die Macht gekommen war.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am 13. September 1991 einigten sich der amerikanische Staatssekret&#228;r James Baker und der sowjetische Aussenminister Boris Pankin auf eine beidseitige Einstellung der Unterst&#252;tzung f&#252;r die Rebellen respektive die Regierung der DVPA&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-41&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe ebd., S. 232.&#034; id=&#034;nh3-41&#034;&gt;41&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Im Dezember 1991, kurz vor dem Zusammenbruch der Sowjetunion, zog sich der KGB aus Afghanistan zur&#252;ck und Anfang 1992 wurde wie vereinbart die Hilfe f&#252;r Najibullah eingestellt&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-42&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe Rodric Braithwaite, op. cit., S. 299.&#034; id=&#034;nh3-42&#034;&gt;42&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Nach dem Fall seiner Regierung im April 1992 gibt es nicht mehr viele Gr&#252;nde f&#252;r eine aufgrund der grossen Gefahr und der chaotischen Lage sehr kostspielige amerikanische Pr&#228;senz. Die T&#252;ren der amerikanischen Botschaft waren schon seit 1989 in der Regel geschlossen, Ende 1992 zog dann das gesamte Personal in ruhigere Gefilde.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der letzte amerikanische Botschafter in Kabul f&#252;r eine Periode, die neun Jahre dauern sollte, Peter Tomsen, sorgte sich in seinem letzten Memo am 18. Dezember 1992 ziemlich weitsichtig &#252;ber &#8222;die Bem&#252;hungen der islamischen Extremisten, Afghanistan als Basis f&#252;r Training und Ausf&#252;hrung von Terrorismus in der Region und dar&#252;ber hinaus zu benutzen&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-43&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Steve Coll, op. cit., S. 239.&#034; id=&#034;nh3-43&#034;&gt;43&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Seine Einsch&#228;tzung der Lage war (zurecht) d&#252;ster, er schrieb einige Wochen sp&#228;ter: &#8222;Amerikanische Beharrlichkeit in der Aufrechterhaltung unserer schon etablierten Stellung in Afghanistan k&#246;nnte betr&#228;chtlich &#8211; auf g&#252;nstige Art und Weise &#8211; zu einem gem&#228;ssigten Ausgang beitragen, das w&#228;re gleichbedeutend mit der Untergrabung der Extremisten, der Aufrechterhaltung einer Freundschaft mit einem strategisch gelegenen, freundlich gesinnten Land, einem Beitrag zur Erf&#252;llung anderer Ziele in Afghanistan und einer breiteren zentralasiatischen Region, z.B. Bet&#228;ubungsmittel, Wiedererlangung der Stinger, Anti-Terrorismus&#8230; Wir setzen uns der Gefahr aus, jene St&#228;rken wegzuwerfen, welche wir uns in den letzten zehn Jahren zu einem betr&#228;chtlichen Preis aufgebaut haben&#8230; Unser Einsatz, wenn auch beschr&#228;nkt, ist wichtig im heutigen geostrategischen Zusammenhang. Die Gefahr ist, dass wir das Interesse verlieren und vorteilhafte Investitionen in Afghanistan aufgeben, was eine Region gef&#228;hrdet, wo wir wenige, aber wertvolle Hebel haben.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-44&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Ebd.&#034; id=&#034;nh3-44&#034;&gt;44&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; Kassandra h&#228;tte es nicht besser formulieren k&#246;nnen&#8230;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es soll hier nicht detailliert auf den bis 1996 dauernden B&#252;rgerkrieg eingegangen werden, einzig auf jene politische Kraft, welche am Ende davon an die Macht gelangt war: die Taliban. &#8222;Taliban&#8220; ist Paschtunisch f&#252;r &#8222;Studenten&#8220; und verweist auf ihren Ursprung in den Koranschulen der Region Kandahar und der pakistanischen Grenzregion. Im Fr&#252;hling 1994 eroberten sie die erste Ortschaft, das Dorf Spin Boldak an der pakistanischen Grenze. Am 3. November des gleichen Jahres fiel ihnen die zweitgr&#246;sste Stadt Afghanistans, die s&#252;dliche Grossstadt Kandahar in die H&#228;nde, weniger als ein Jahr sp&#228;ter, im September 1995, die drittgr&#246;sste, mehrheitlich nicht-paschtunische Grossstadt Herat im Westen. Schon seit Fr&#252;hling genossen sie die alleinige &#8211; wenn auch etwas misstrauische &#8211; Unterst&#252;tzung des ISI, die Fraktion von Jaladdin Haqqani hatte sich damals ebenfalls den Taliban angeschlossen&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-45&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe ebd., S. 293.&#034; id=&#034;nh3-45&#034;&gt;45&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Im September 1996 eroberten sie Kabul und proklamierten am 27. das &#8222;Islamische Emirat Afghanistans&#8220;, der Beginn ihrer f&#252;nfj&#228;hrigen Herrschaft &#252;ber das Land.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Erst nach einem langen Hin und Her schafften sie es, den Norden des Landes vollst&#228;ndig zu kontrollieren. Die im Mai 1997 begonnene blutige Auseinandersetzung mit den haupts&#228;chlich von Russland und dem Iran unterst&#252;tzten lokalen Machthabern der Metropole des Nordens und viertgr&#246;ssten Stadt Masar-e Sharif kulminierte im August 1998 in der Macht&#252;bernahme der Taliban und einem Massaker Tausender, haupts&#228;chlich schiitischer Zivilisten. Nachdem ihre Regierung schon nach der Eroberung Kabuls von den USA anerkannt worden war, folgten nun Pakistan, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate, auf der zwischenzeitlich im Herbst 1997 erschienen ersten offiziellen amerikanischen Liste ausl&#228;ndischer terroristischer Organisationen sucht man die Taliban oder Al-Qaida vergeblich&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-46&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe ebd, S. 334, 349 und 351.&#034; id=&#034;nh3-46&#034;&gt;46&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Kurz vor dem Fall von Kabul griff bin Laden, der bereits im Mai 1996 nach Afghanistan zur&#252;ckgekehrt war, tief in seine Tasche und &#252;bergab den Taliban drei Millionen Dollar von seinem pers&#246;nlichen Verm&#246;gen zur Unterst&#252;tzung des Angriffs auf Kabul, die Unterst&#252;tzung des ISI verst&#228;rkte sich derweil mit dem Fall der Hauptstadt&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-47&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe ebd., S. 331-332.&#034; id=&#034;nh3-47&#034;&gt;47&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Nach den erfolglosen Attentatsversuchen gegen den &#228;gyptischen Premierminister Atef Sidki 1993 und den Pr&#228;sidenten Hosni Mubarak 1995 geriet die mit bin Laden verbundene &#228;gyptische Gruppe Al-Jihad zunehmend unter Druck, genau wie die Gamaa Islamiya, die ebenfalls Kontakte zu ihm unterhielt, 1992 den Publizisten Faradsch Fauda ermordete und 1997 f&#252;r das Massaker von Luxor verantwortlich war (62 Tote, haupts&#228;chlich Touristen), und damit einhergehend auch das sudanesische Regime, das ihn beherbergte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die R&#252;ckkehr der &#8222;Afghanen&#8220; nach &#196;gypten und Algerien Anfang der 1990er Jahre war gleichbedeutend mit der Einf&#252;hrung ihrer in Afghanistan gelernten Methoden: &#8222;In beiden L&#228;ndern f&#252;hrte die Einnahme Kabuls durch die Mudschahiddin noch im gleichen Jahr [1992] zu einer deutlichen Zunahme der Gewalt. Mehrere hundert algerische und &#228;gyptische &#8218;Afghanen&#8216; waren in ihre Heimat zur&#252;ckgekehrt. Sie hatten in Peschawar den &#8218;salafistischen Dschihadismus&#8216; kennengelernt und sorgten nun mit ihrer internationalen Erfahrung f&#252;r eine Radikalisierung des lokalen Dschihad.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-48&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Gilles Kepel, op. cit., S. 332.&#034; id=&#034;nh3-48&#034;&gt;48&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; Andere ausl&#228;ndische Afghanistan-Veteranen trugen den Jihad nach Bosnien, Tschetschenien und Tadschikistan&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-49&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe ebd., S. 356.&#034; id=&#034;nh3-49&#034;&gt;49&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;, auch der Kaschmir-Konflikt nahm als direkte Folge zunehmend eine jihadistische Wendung auf Seiten Pakistans&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-50&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe ebd., S. 179-180.&#034; id=&#034;nh3-50&#034;&gt;50&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;W&#228;hrend der ersten Schlacht von Mogadischu, dem amerikanischen Fiasko am 3. und 4. Oktober 1993, waren ebenfalls &#8222;Afghanen&#8220; beteiligt&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-51&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe ebd., S. 377.&#034; id=&#034;nh3-51&#034;&gt;51&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. &lt;i&gt;Black Hawk Down&lt;/i&gt;, das 1999 erschienene Buch dar&#252;ber vom Journalisten Mark Bowden wurde 2001 von Ridley Scott verfilmt. Nach dem Abschuss von zwei Helikoptern wurden zwei amerikanische Soldaten vom Mob gelyncht, einige konnten gerettet werden, die Operation kostete 18 Soldaten der amerikanischen Koalition (zusammen mit Malaysia und Pakistan) das Leben, mehr als Tausend auf Seiten der Somalischen Nationalen Allianz und der mit ihnen verb&#252;ndeten Jihadisten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Truppen der UNO verliessen 1995 das Land und die verschiedenen Fraktionen bekriegten sich weiter. Die 2000 in Nairobi gebildete &#220;bergangsregierung konnte erst im Dezember 2006 mit tatkr&#228;ftiger Unterst&#252;tzung &#196;thiopiens die jihadistische Allianz Union islamischer Gerichte aus Mogadischu vertreiben und eine prek&#228;re Kontrolle &#252;ber die Hauptstadt erlangen. Die gem&#228;ssigten Kr&#228;fte der Allianz gingen ins Exil, eine Fraktion blieb: Al-Shabaab, Arabisch f&#252;r &#8222;die Jugend&#8220;, der vollst&#228;ndige Name ist &#8222;Bewegung der Mudjahedin-Jugend&#8220;. Bereits als unabh&#228;ngige Fraktion innerhalb der Allianz bestehend, wurde sie 2006 von Aden Hashi Ayro neu organisiert, er soll zuvor &lt;a href=&#034;https://www.independent.co.uk/news/obituaries/aden-hashi-ayro-militant-islamist-leader-in-somalia-820385.html&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;in einem afghanischen Trainingslager von Al-Qaida ausgebildet worden sein&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Al-Qaida, ein globales Netzwerk f&#252;r den Jihad&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Doch Afghanistan-Veteranen auf der Suche nach dem verlorenen Jihad alimentierten nicht nur diverse Kriege rund um den Globus, sondern waren auch dabei, Al-Qaida in Form eines globalen jihadistischen Netzwerkes neu zu organisieren, in jener Form also, wie man die Organisation heutzutage im wesentlichen kennt. Am 29. Dezember 1992 kam es in Aden, der ehemaligen Hauptstadt des S&#252;djemens, zu einem gegen das amerikanische Milit&#228;r gerichteten Bombenanschlag. Die Bomben explodierten in zwei Hotels, die bekannt daf&#252;r waren, amerikanisches Milit&#228;rpersonal zu beherbergen, doch er verfehlte sein Ziel, es starben dabei ein Hotelangestellter und ein &#246;sterreichischer Tourist, auch unter den Verletzten waren einzig Hotelangestellte und Touristen. Es ist historisch das erste Attentat von Al-Qaida in ihrer heutigen Form.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Autobombe, die am 26. Februar 1993 in einem unterirdischen Parkhaus des World Trade Center in New York explodierte und sechs Opfer forderte, genau wie jene am 13. November 1995 in einem Trainingszentrum des amerikanischen Milit&#228;rs in Riad, welche f&#252;nf Amerikaner und zwei Inder t&#246;tete, werden ihr zugeschrieben, obwohl sie sich nie offiziell dazu bekannte. Erst die parallelen Anschl&#228;ge gegen die amerikanischen Botschaften in Nairobi und Dar-es-Salam mit 224 Toten und mehr als 5&#8216;000 Verletzten am 7. August 1998 konnten die amerikanischen Kriegsstrategen endg&#252;ltig davon &#252;berzeugen, dass f&#252;r die Verb&#252;ndeten von gestern das B&#252;ndnis definitiv Geschichte war.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es war der Wendepunkt im amerikanischen Verh&#228;ltnis zu den Taliban. Aufgrund der seit Anfang der 1990er Jahre geplanten Trans-Afghanistan-Pipeline hatte die amerikanische &#214;lfirma Unocal 1996 gar ein B&#252;ro in der Taliban-Hochburg Kandahar er&#246;ffnet&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-52&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe Steve Coll, op. cit., S. 338.&#034; id=&#034;nh3-52&#034;&gt;52&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;, um die Chancen auf einen lukrativen Vertrag gegen&#252;ber ihrer argentinischen Konkurrentin Bridas zu erh&#246;hen. Der zunehmende feministische Druck hatte schon im Herbst 1997 dazu gef&#252;hrt, dass das Regime der Taliban erstmals von amerikanischer Seite durch Madeleine Albright und Hillary Clinton &#246;ffentlich kritisiert worden war&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-53&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe ebd., S. 362-363.&#034; id=&#034;nh3-53&#034;&gt;53&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;W&#228;hrend die CIA begann, &#252;ber eine geheime Operation zur Ergreifung bin Ladens in Afghanistan nachzudenken, verlor das Regime der Taliban Mitte September 1998 die Unterst&#252;tzung Saudi-Arabiens&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-54&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe ebd., S. 413-415.&#034; id=&#034;nh3-54&#034;&gt;54&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Die Zusammenarbeit mit den pakistanischen und saudischen Partnern im &#8222;Kampf gegen den Terrorismus&#8220; war jedoch prek&#228;r und von Ambivalenzen gepr&#228;gt und trotz dem saudischen Bruch mit den Taliban flossen immer noch Millionen via saudische islamische Hilfsorganisationen in ihre Kassen&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-55&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe ebd., S. 511-513.&#034; id=&#034;nh3-55&#034;&gt;55&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Keinem Geheimdienst gelang es, den harten Kern von Al-Qaida zu infiltrieren&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-56&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe ebd., S. 513.&#034; id=&#034;nh3-56&#034;&gt;56&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; und niemand wusste, dass bin Laden seit sp&#228;testens Ende 1999 in Kandahar dabei war, grosse Pl&#228;ne zu schmieden&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-57&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe ebd., S. 485.&#034; id=&#034;nh3-57&#034;&gt;57&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Diese Pl&#228;ne wurden am 11. September 2001 umgesetzt, zwei Tage nach der Ermordung Massouds, die Folgen davon sind allseits bekannt. Die im Oktober 2001 begonnene amerikanische Invasion Afghanistans genoss sogar die Unterst&#252;tzung Russlands und ein paar Monate sp&#228;ter war das Regime der Taliban gest&#252;rzt. Die Chefetage landete entweder in Guantanamo oder im pakistanischen Exil, wo die Bewegung als Miliz 2003 wieder neu aufgebaut war. Der pakistanische Geheimdienst ISI hielt all das nicht davon ab, weiterhin &lt;a href=&#034;https://www.aljazeera.com/mritems/Documents/2010/6/13/20106138531279734lse-isi-taliban.pdf&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;einen Fuss in der Bewegung zu halten und sich gleichzeitig als treuer Verb&#252;ndeter im &#8222;Krieg gegen den Terror&#8220; darzustellen&lt;/a&gt;. Seitens der USA genoss Afghanistan seit dem Sturz der Taliban nicht mehr die oberste Priorit&#228;t, man war mittlerweile schon mit dem Irak besch&#228;ftigt, eine Invasion, die auch f&#252;r Al-Qaida gleichbedeutend mit dem Beginn eines neuen Kapitels war.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach dem Sturz von Saddam Hussein durch die amerikanische Invasion 2003 war der Widerstand gegen die amerikanische Besatzung von Anfang an betr&#228;chtlich. Die von Abu Mus&#8216;ab al-Zarqawi angef&#252;hrte Organisation Jamaat al-Tawhid wal-Jihad (&#8222;Partei f&#252;r den Monotheismus und den Jihad&#8220;) war eine massgebliche Kraft im Guerillakrieg gegen die neuen Machthaber in Bagdad. Im Herbst 2004 schwor er Al-Qaida die Treue und seine Organisation wurde zu ihrer Filiale im Irak, der Name wurde ge&#228;ndert in Tanzim Qaidat al-Jihad fi Bilad al-Rafidayn (&#8222;Basisorganisation des Jihad in Mesopotamien&#8220;), gemeinhin bekannt als Al-Qaida im Irak. Die Gruppe wurde 2007 umbenannt in Islamischer Staat im Irak, 2013 endete das schon immer angespannte Verh&#228;ltnis in einem Bruch und es entstand der Islamische Staat im Irak und der Levante&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-58&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe den Text Doc Sportello, &#8222;Contre l&#8216;&#201;tat islamique, contre la guerre &#8211; (&#8230;)&#034; id=&#034;nh3-58&#034;&gt;58&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;, der 2014 ein globales Kalifat proklamierte und sich von da an, um diesen universellen Anspruch zu unterstreichen, schlichtweg Islamischer Staat nannte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Zu den Thesen&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Soviel zur wirklichen historischen Wurzel des IS, kommen wir nun zu den eigentlichen Thesen. Es ist ein marxistischer Gemeinplatz, eine beliebige unangenehme Sache als &#8222;ein Ph&#228;nomen der kapitalistischen Krise&#8220; zu proklamieren und dieser Versuchung erlag auch La Banda Vaga. Die Verbindung zwischen Weltwirtschaftskrise und Aufstieg der Muslimbruderschaft m&#252;sste allerdings schon belegt werden. Wie weiter oben schon angesprochen, muss der Ursprung des Islamismus eher in der Konkurrenz verschiedener Fraktionen der Bourgeoisie im Kampf gegen die britische Kolonialisierung gesucht werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bez&#252;glich der 1970er Jahre geht bei La Banda Vaga vergessen, dass die damalige &#214;lkrise f&#252;r &#214;l exportierende L&#228;nder wie den Iran und Saudi-Arabien alles andere als eine Krise war. Wie weiter oben schon erw&#228;hnt, hat sie und die damit beginnende kapitalistische Restrukturierung zweifelsohne mit der Ausbreitung des Islamismus zu tun, doch diese Verbindung sind die daraus folgende ideologische Missionierung Saudi-Arabiens und der beginnende Niedergang der Arbeiterbewegung, der es den Islamisten erst m&#246;glich machte, &#8222;die arme st&#228;dtische Jugend&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-59&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Gillel Kepel, op. cit., S. 32.&#034; id=&#034;nh3-59&#034;&gt;59&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; zu rekrutieren, nicht ein von La Banda Vaga insinuiertes historisches Gesetz, gem&#228;ss welchem das Kapital bei jeder Krise mechanizistisch eine Dosis Islamismus absondere.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auch die Abhandlung &#252;ber den &#8211; im islamistischen Diskurs durchaus pr&#228;senten &#8211; Antisemitismus kann mit einem kurzen Verweis auf Bernard Lewis nicht als erledigt betrachtet werden. Es ist erst einmal sehr erstaunlich, dass eine kommunistische Gruppe auf diesen h&#246;chst kontroversen Autoren verweist. Lewis war zwar zum Anfang seiner Karriere Marxist, aber 1986, als das Buch &lt;i&gt;Semites and Antisemites&lt;/i&gt; erschien, war er schon l&#228;ngst ein etablierter Propagandist der amerikanischen Neokonservativen. Der Verweis auf das antideutsche Dogma des &#8222;europ&#228;ische[n] Exportgut[s] des Antisemitismus&#8220; wird als Erkl&#228;rung weder den jeweiligen historischen Zusammenh&#228;ngen, noch jeglichem materialistischem Anspruch gerecht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sogar Lewis selbst f&#252;hrt einen materialistischen Grund f&#252;r die &#220;bersetzung der ersten Texte an: &#8222;Die christlichen Minderheiten hatten gute Gr&#252;nde, gegen die Juden zu opponieren, denn sie waren ihre sch&#228;rfsten kommerziellen Konkurrenten und es ist bezeichnend, da&#223; Ausbr&#252;che antij&#252;discher Agitation ohne Ausnahme von Boykottaufnahmen begleitet waren.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-60&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Bernard Lewis, &#8222;Treibt sie ins Meer!&#8220; Die Geschichte des Antisemitismus, (&#8230;)&#034; id=&#034;nh3-60&#034;&gt;60&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; Nat&#252;rlich wird die Bourgeoisie die &#8222;Schuld an allem Elend&#8220; nicht in den Produktionsverh&#228;ltnissen suchen, sei es nur schon, weil diese ihr alles andere als Elend bringen. Zudem m&#252;ssten diese &#220;bersetzungen wohl auch im Kontext der ersten zionistischen Auswanderungswelle in Richtung osmanisches Pal&#228;stina gesehen werden, sowie der damit einhergehenden, beginnenden Theoretisierung des Zionismus, f&#252;r welche &#8211; zumindest im Falle Herzls &#8211; die Tradition des deutschen Nationalismus eine nicht unbedeutende Inspirationsquelle darstellte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Man braucht gar nicht erst auf die Tatsache zu verweisen, dass Lewis Anfang der 2000er Jahre einer der fleissigsten intellektuellen Propagandisten f&#252;r die amerikanische Invasion des Iraks war, auch im zitierten Werk findet man h&#246;chst dubiose Aussagen, die nur mit einem Verweis auf den damaligen geopolitischen Kontext erkl&#228;rt werden k&#246;nnen. So behauptet er z.B., Kurdisch sei keine Sprache, und es gebe keine kurdische Literatur&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-61&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe ebd., S. 50.&#034; id=&#034;nh3-61&#034;&gt;61&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Die Erkl&#228;rung f&#252;r diese &#8211; offensichtlich falsche &#8211; Behauptung muss im Kontext der starken Aktivit&#228;t und Propaganda der PKK in den 1980er Jahren und in der Tatsache gesucht werden, dass f&#252;r Lewis die T&#252;rkei &#8211; neben Israel &#8211; den verl&#228;sslichsten Partner des Westens im Nahen Osten darstellte und somit nat&#252;rlich gegen die separatistischen Bestrebungen der Kurden unterst&#252;tzt werden musste. Genau aus dem gleichen Grund wiederholt er auch in diesem Werk seine haneb&#252;chene These, gem&#228;ss welcher es nie einen V&#246;lkermord an den Armeniern gegeben habe, es war schlichtweg &#8222;eine entsetzliche menschliche Trag&#246;die&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-62&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Ebd., S. 19.&#034; id=&#034;nh3-62&#034;&gt;62&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Der Berbersprache spricht er ebenfalls Schriftlichkeit und literarische Tradition ab&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-63&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe ebd., S. 50.&#034; id=&#034;nh3-63&#034;&gt;63&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;, das ist nicht minder falsch denn die Verbannung des Kurdischen in die weniger zivilisierten R&#228;nge, auch in diesem Fall ist die implizite Verteidigung der Arabisierungspolitik des damaligen algerischen Pr&#228;sidenten und Freund des Westens Chadli Bendjedid als Reaktion auf den Berberfr&#252;hling 1980 alles andere als ein Zufall.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;F&#252;r seinen epischen Widersacher Edward Said ist Lewis einer der Hauptvertreter des Orientalismus, d.h. jener Forschung, die, gem&#228;ss Said, den imperialistischen Interessen des Westens dient, indem sie einen durch den westlichen Intellektuellen konstruierten Orient zu analysieren versucht. Seine Analyse ist massgeblich von Michel Foucault beeinflusst und sie weist die gleichen Grenzen auf, n&#228;mlich den Widerspruch, dass einerseits jeglicher Diskurs als konstruiert gesetzt wird, aber andererseits dem &#8222;orientalistischen Diskurs&#8220; vorgeworfen wird, er spreche nicht vom &#8222;Orient als solche[n]&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-64&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Edward W. Said, Orientalismus, Frankfurt a.M., S. Fischer, 2009 [1978], S. 127.&#034; id=&#034;nh3-64&#034;&gt;64&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Said und Lewis f&#252;hrten gewissermassen einen Stellvertreterkrieg zwischen Pal&#228;stina und Israel innerhalb der Mauern der angels&#228;chsischen Akademie, doch ihre kulturalistische Sichtweise hinderte beide daran, die kapitalistische Produktionsweise als solche zu erfassen. Die &#8222;Beherrschung durch Europa&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-65&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Bernard Lewis, op. cit., S. 160.&#034; id=&#034;nh3-65&#034;&gt;65&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; bei Lewis findet ihr Echo in der &#8222;&lt;i&gt;St&#228;rke&lt;/i&gt; des westlichen kulturellen Diskurses&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-66&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Edward W. Said, op. cit., S. 36.&#034; id=&#034;nh3-66&#034;&gt;66&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; bei Said. Beide verkennen die Erschliessung des Weltmarkts durch das Kapital als materielle Grundlage der vermeintlichen kulturellen &#220;berlegenheit des Westens.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Genau aus diesem Grund ist es problematisch, sich zur Etikettierung des Islamismus als antisemitisch auf Lewis zu berufen. F&#252;r ihn ist der Antisemitismus ein &#8222;Virus&#8220;, der &#8222;in den Blutkreislauf des Islams eingedrungen ist&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-67&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Bernard Lewis, op. cit., S. 319.&#034; id=&#034;nh3-67&#034;&gt;67&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;, Kultur also als gesunden, homogenen K&#246;rper, der von Krankheiten bedroht wird, eine Sichtweise, die Kommunisten eigentlich fernliegen sollte. Islamistischer Antisemitismus ist nicht ein &#8222;Exportgut&#8220;, sondern manifestiert sich in den meisten F&#228;llen im Zusammenhang der Unterst&#252;tzung nationalistischer Anspr&#252;che der pal&#228;stinensischen Bourgeoisie. Die islamistische Feindschaft gegen&#252;ber Juden artikuliert sich weder auf einer rassistischen noch auf einer kulturalistischen Grundlage, Juden sind schlicht und einfach Ungl&#228;ubige und werden aus diesem Grund gehasst, genau wie die Christen, sie haben jedoch genau wie diese, zumindest theoretisch, als &lt;i&gt;ahl-ul-kitab&lt;/i&gt;, &#8222;Leute des Buches&#8220;, die M&#246;glichkeit, die Schutzsteuer &lt;i&gt;Jizya&lt;/i&gt; zu bezahlen und unbehelligt im Kalifat zu leben, im Gegensatz z.B. zu den als Ketzern betrachteten Schiiten oder den als Teufelsanbeter betrachteten Jesiden, die in der Hierarchie des IS deutlich tiefer stehen und denen im besten Falle ein Leben als Sklave zugestanden wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ende November 2015 erschien in der Nr. 7 der franz&#246;sischsprachigen Zeitschrift des IS &lt;i&gt;Dar al-Islam&lt;/i&gt; gar ein Nachdruck eines Texts des jihadophilen franz&#246;sischen Schriftstellers Marc-&#201;douard Nabe (auch bekannt unter seinem literarischen Pseudonym Alain Zannini), in welchem er die Verschw&#246;rungstheorien Alain Sorals angreift&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-68&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;&#8222;L&#8216;&#201;tat islamique dans les mots de l&#8216;ennemi&#8220; in Dar al-Islam, Nr. 7, 30. (&#8230;)&#034; id=&#034;nh3-68&#034;&gt;68&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Islamisten glauben gewiss auch, dass Juden in diversen Verschw&#246;rungen engagiert sind (wozu jihadistische Anschl&#228;ge selbstredend nicht z&#228;hlen), aber dieser Glaube ist nicht ein ideologisch &#252;berdeterminierendes Element wie f&#252;r Nazis oder Spezialisten f&#252;r Verschw&#246;rungstheorien wie z.B. Els&#228;sser, Soral oder Meyssan. &#8222;Schuld an allem Elend&#8220; sind f&#252;r Islamisten logischerweise nicht &#8222;die Produktionsverh&#228;ltnisse&#8220;, aber auch nicht &#8222;verborgene Strippenzieher&#8220;, sondern schlicht und einfach die Tatsache, dass die Welt dekadent bleiben wird, solange sie nicht unter der Herrschaft eines globalen und gottgef&#228;lligen Kalifats steht. Konvertiten j&#252;dischen Ursprungs sind beim IS &#252;brigens sowohl &lt;a href=&#034;https://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-5062641,00.html&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;in der Telegram-Gruppe&lt;/a&gt; als auch &lt;a href=&#034;https://www.timesofisrael.com/2-israeli-jews-converted-to-islam-joined-is-in-syria/&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;im Kalifat selbst willkommen&lt;/a&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-69&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe auch Farhad Khosrokhavar, Le Nouveau Jihad en Occident, Paris, Robert (&#8230;)&#034; id=&#034;nh3-69&#034;&gt;69&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was die Thesen 2 und 3 betrifft, sind wir uns hingegen im wesentlichen einig. Leider haben beide einen toten Winkel, denn sie nicht f&#228;hig, zu erkl&#228;ren, weshalb sich die &#8222;arme st&#228;dtische Jugend&#8220; ab den 1970er Jahren den Islamisten anschloss, vorher jedoch nicht. Die Erkl&#228;rung hierf&#252;r ist die beginnende kapitalistische Restrukturierung und der damit einhergehende Niedergang der Arbeiterbewegung, zuvor engagierte sich dieses Segment der Bev&#246;lkerung gr&#246;sstenteils in panarabischen und/oder sozialistischen Bewegungen. Diese Restrukturierung kann gem&#228;ss Th&#233;orie communiste folgendermassen zusammengefasst werden: &#8222;Die Restrukturierung als Niederlage, Ende der 1960er Jahre und w&#228;hrend den 1970er Jahren, dieses auf die Arbeiteridentit&#228;t gegr&#252;ndeten Kampfzyklus hatte als Inhalt die Zerst&#246;rung all dessen, was zu einem Hindernis der Fluidit&#228;t der Selbstvoraussetzung des Kapitals geworden war. Man fand einerseits alle Trennungen, Absicherungen, Vorschriften, welche der Wertminderung der Arbeitskraft entgegen standen, da sie verhinderten, dass die gesamte Arbeiterklasse, weltweit, in der Kontinuit&#228;t ihrer Existenz, ihrer Reproduktion und ihrer Vergr&#246;sserung, sich als solche dem gesamten Kapital stellen musste. Man fand andererseits alle Zw&#228;nge des Kreislaufs, des Umschlags, der Akkumulation, welche die Umwandlung der &#220;berproduktion in Mehrwert und zus&#228;tzliches Kapital verhinderten. Jegliche &#220;berproduktion muss &#252;berall ihren Markt, jeglicher Mehrwert &#252;berall seine M&#246;glichkeit, als zus&#228;tzliches Kapital zu operieren, d.h. die M&#246;glichkeit, sich in Produktionsmittel und Arbeitskraft umzuwandeln, finden k&#246;nnen, ohne dass eine Formalisierung des internationalen Zyklus (Ostblock, Peripherie) diese Umwandlung vorherbestimmt. Das Finanzkapital war der leitende Architekt dieser Restrukturierung. Mit der in den 1980er Jahren vollendeten Restrukturierung fallen die Mehrwertproduktion und die Reproduktion der Produktionsbedingungen desselben zusammen.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-70&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Th&#233;orie communiste, &#8222;Kommunisierung im Pr&#228;sens&#8220;.&#034; id=&#034;nh3-70&#034;&gt;70&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Diese Tatsache ist sicherlich eine &#8222;Niederlage der Linken&#8220;, doch sie ist viel mehr als nur das, allen voran hat sie grosse Auswirkungen auf die &#8222;sogenannte Unterentwicklung gro&#223;er Regionen des politischen S&#252;dens&#8220;. Am Ende der zweiten These wird der politische Islam auf einen Taschenspielertrick der herrschenden Klassen in den jeweiligen L&#228;ndern reduziert: &#8222;Nicht zuletzt angesichts dieser strukturellen Desintegration entdeckten viele Staaten des Nahen Ostens den Islam als integrative Kraft, um die gesellschaftlichen Probleme wenn schon nicht zu l&#246;sen, so doch ideologisch zu &#252;berdecken.&#8220; Ideologie ist weit mehr als diskursiver Betrug, &#8222;jede Ideologie [hat] die (sie definierende) Funktion [&#8230;], konkrete Individuen zu Subjekten zu &#8218;konstituieren&#8216;&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-71&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Louis Althusser, &#8222;Ideologie und ideologische Staatsapparate&#8220; in Ideologie (&#8230;)&#034; id=&#034;nh3-71&#034;&gt;71&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Die 1973 beginnende &#8222;islamistische Epoche&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-72&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Gilles Kepel, op. cit., S. 28.&#034; id=&#034;nh3-72&#034;&gt;72&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; ist auch damit zu erkl&#228;ren, dass kriselnde nationalistische Regime die zunehmend erstarkenden Islamisten als repressive Hilfskraft gegen die Linken benutzten&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-73&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe ebd., S. 92-93.&#034; id=&#034;nh3-73&#034;&gt;73&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Die ideologische Neuorientierung der &#228;gyptischen Bourgeoisie auf den Tr&#252;mmern des Nasserismus und der im Werk Kepels umfassend dargestellte Aufstieg des Islamismus in der gesamten islamischen Welt k&#246;nnen nicht auf eine &#8222;Manipulation der Massen&#8220; reduziert werden, sie sind gleichbedeutend mit dem Beginn einer neuen Epoche.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Diese neue Epoche, die von der Banda Vaga diagnostizierte &#8222;Niederlage der Linken&#8220;, ist der Beginn der Restrukturierung, sie beginnt zur gleichen Zeit wie Kepels &#8222;islamistische Epoche&#8220;. Die &#214;lkrise lieferte Saudi-Arabien die n&#246;tigen Ertr&#228;ge und machten ihren Beginn erst m&#246;glich. Die Restrukturierung er&#246;ffnete den Niedergang der Arbeiterbewegung und die industriellen Heilsversprechen diverser nationalistischer Regime wurden nun endg&#252;ltig als Illusion wahrgenommen. Diese Entwicklung wird in These 4 in ihren Grundz&#252;gen zusammengefasst. Auch in Bezug auf das Recycling des anti-imperialistischen Diskurses sind wir uns einig: &#8222;Obwohl er [der Islamismus] ein Produkt einer gescheiterten Modernisierung und des Niedergangs des panarabischen Nationalismus darstellt, f&#252;hrt er das Erbe des panarabischen Antiimperialismus in einer religi&#246;sen Form weiter, die Umma wird als von imperialistischen Ungl&#228;ubigen belagert betrachtet.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-74&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Doc Sportello, op. cit.&#034; id=&#034;nh3-74&#034;&gt;74&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; Einzig die &#8222;emanzipatorische Hoffnung&#8220; des Sozialismus gilt es zu relativieren: Als vom Programmatismus getragene Affirmation der Arbeiterklasse ist diese Perspektive obsolet geworden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In These 5 bezeichnet La Banda Vaga den &#8222;Islamismus&#8220; als &#8222;patriarchales Projekt&#8220;. Es handelt sich jedoch viel eher um eine moderne Form der M&#228;nnerherrschaft. Ein &#8222;Patriarch&#8220; ist ein Stammesf&#252;hrer, der Begriff &#8222;Patriarchat&#8220; kann u.U. eine ad&#228;quate Darstellung der M&#228;nnerherrschaft z.B. in von Taliban beherrschten paschtunischen Stammesgebieten oder von Al-Shabaab kontrollierten D&#246;rfern irgendwo im somalischen Hinterland sein, aber bestimmt nicht bezogen auf den IS und auch nicht auf den Iran, beide sind Produkte der Moderne. Olivier Roy betonte schon 1992 den Unterschied zwischen dem Frauenbild im traditionellen Islam und im Islamismus: &#8222;Die Frauenfrage ist [&#8230;] einer der Punkte des Bruches des Islamismus mit dem traditionellen Fundamentalismus. Die Islamisten halten die Rolle der Frau in der Bildung und der Gesellschaft f&#252;r wesentlich. Sie sehen sie als Person und nicht mehr nur als Instrument zur Befriedigung der sexuellen Begierde und zur Reproduktion.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-75&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Olivier Roy, op. cit., S. 82.&#034; id=&#034;nh3-75&#034;&gt;75&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; Einmal mehr ist der Iran ein denkbar schlechtes Beispiel, um diese These zu belegen. Zwar werden Frauen im Iran in diversen gesellschaftlichen Bereichen diskriminiert, doch die &#246;ffentliche Sph&#228;re ist ihnen nicht vollst&#228;ndig verschlossen wie unter einem eher traditionalistisch gepr&#228;gten islamistischen Regime wie z.B. jenem in Saudi-Arabien oder der Taliban.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das gleiche gilt f&#252;r das Regime des IS. Betreffend der Rolle der Frauen beim IS stellt der Soziologe Farhad Khosrokhavar zurecht einen Paradigmenwechsel fest: &#8222;Bevor der IS 2014 auftauchte, engagierten sich sehr wenige Frauen in Europa f&#252;r den Jihad. [&#8230;] Zwischen 2013 und 2015 sieht man einen betr&#228;chtlichen Anstieg der Anzahl im Jihad engagierten Frauen: Sie sind mehr als 500 (10%) von den ungef&#228;hr 5&#8216;000 Personen, die aus westlichen L&#228;ndern nach Syrien gereist sind.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-76&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Farhad Khosrokhavar, op. cit., S. 127.&#034; id=&#034;nh3-76&#034;&gt;76&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; Frauen formten im Kalifat eine eigene Brigade der Sittenpolizei, sie k&#228;mpften manchmal an der Front oder ver&#252;bten Anschl&#228;ge, alles T&#228;tigkeiten, die z.B. ein paschtunischer Anh&#228;nger der Taliban als f&#252;r Frauen h&#246;chst unangebracht betrachten w&#252;rde. Vermutlich stimmt die etwas paternalistisch t&#246;nende Bemerkung der Banda Vaga, dass Frauen &#8222;in diesem System also eigentlich nichts zu gewinnen haben&#8220;, nur gibt es auf dieser Welt ohnehin nicht viel zu gewinnen, insbesondere als Frau und noch weniger als proletarische Frau.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;W&#252;rde es stimmen, dass sich diese Frauen, wie es La Banda Vaga behauptet, nur dem IS anschliessen, &#8222;weil sie zumindest psychisch vom Ordnungsversprechen des Islamismus profitieren, das ihnen einen festen Platz in der Weltordnung zuweist und dadurch Orientierung bietet&#8220;, muss die Frage aufgeworfen werden, wieso sich zuvor so wenige Frauen jihadistischen Gruppen anschlossen. Es muss wohl eher davon ausgegangen werden, dass f&#252;r die meisten dieser Frauen das Leben im Kalifat eine emanzipatorische Perspektive im Vergleich zum Leben im konservativen Elternhaus darstellte, auch wenn man diese Tatsache nur z&#228;hneknirschend akzeptieren kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die von La Banda Vaga vorgebrachten psychoanalytischen Erkl&#228;rungsversuche erkl&#228;ren in Wirklichkeit nicht gar viel, der subtil gehaltene Nazivergleich in Form der Anspielung auf Theweleits &#8222;M&#228;nnerphantasie&#8220; noch weniger. Pathologisierung ist keine Erkl&#228;rung. Im Absatz &#252;ber die rekrutierten Frauen glaubt man, zwischen den Zeilen eine Art Bedauern zu erkennen, dass &#8222;wir&#8220; es nicht geschafft haben, sie vorher zu rekrutieren, da es bei &#8222;uns&#8220; vermeintlich viel mehr &#8222;zu gewinnen&#8220; gibt. &#8222;Frauenrechte&#8220; sind, auch &#8222;wenn vorhanden&#8220;, proletarischen Frauen sowieso meistens nicht zug&#228;nglich, genauso wenig die &#246;ffentliche Sph&#228;re, das Netzwerk der RAWA in Afghanistan unter den Taliban beispielsweise wurde einfach noch klandestiner, besonders &#246;ffentlich war es schon zuvor nicht. Die Situation der Frauen unter islamistischen Regimes gr&#252;ndet nicht auf &#8222;M&#228;nnerphantasien&#8220;, sondern ganz klaren &lt;i&gt;ideologischen&lt;/i&gt; Vorgaben im theologischen Kleid (Koran, Hadithe, Scharia und einer &lt;i&gt;bestimmten&lt;/i&gt; Interpretation davon), und &#8222;M&#228;nnerphantasien&#8220; k&#246;nnen auch bestens unter s&#228;kularen Regimes ausgelebt werden, so war es z.B. in &#196;gypten 2011 der heutige Pr&#228;sident al-Sisi, der sich besonders eifrig f&#252;r &#8222;Jungfr&#228;ulichkeitstests&#8220; an Demonstrantinnen einsetzte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bez&#252;glich der These 6 k&#246;nnte man schwer das Gegenteil behaupten, nur wie h&#228;tte der Arabische Fr&#252;hling sein &#8222;Scheitern&#8220; vermeiden sollen? Einzig eine kommunistische Weltrevolution h&#228;tte uns letztendlich erlaubt, von einem &#8222;erfolgreichen&#8220; Arabischen Fr&#252;hling zu sprechen. Zudem waren die Proteste nicht zuerst &#8222;explizit s&#228;kular bzw. sozial&#8220; und nach ihrem &#8222;Scheitern&#8220; tauchten aus dem Nichts Islamisten auf. In Tunesien gelten Epizentren der Proteste wie Sfax, Kasserine oder Ben Guerdane als islamistische Hochburgen und das war auch vor 2010 schon so. Die Tatsache, dass die Muslimbr&#252;der ihren Mitgliedern in &#196;gypten verbieten mussten, an den Protesten teilzunehmen, deutet darauf hin, dass die Basis wohl ziemlich enthusiastisch daran teilnahm, vermutlich haupts&#228;chlich zur Verteidigung ihrer grundlegendsten Klasseninteressen, im Gegensatz zu radikaleren Islamisten wie z.B. die Anh&#228;nger des IS, die sich wohl eher in einer strategischen Optik der Destabilisierung der Staatsgewalt daran beteiligt haben d&#252;rften. Was Th&#233;orie communiste zum Interklassismus in den Gelbwesten schrieb, kann auch auf den Arabischen Fr&#252;hling angewendet werden: &#8222;Die Frage ist jene des Lebensstandards, der Einkommen. Doch diese Frage bleibt nicht eine wirtschaftliche Frage, sie wird unmittelbar politisch. Die Abgaben, die Steuern, das ist der Staat. In dieser unmittelbaren Verwandlung der Wirtschaft in Politik findet der Interklassismus seine Form, die ihn definiert und st&#228;rkt.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-77&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Th&#233;orie communiste, &#8222;Anmerkung zur Bewegung der Gelbwesten&#8220;, November 2018.&#034; id=&#034;nh3-77&#034;&gt;77&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In der These 7 bezeichnet La Banda Vaga den &#8222;Islamismus als ein Mittel imperialistischer Machtpolitik&#8220;, was er selbstverst&#228;ndlich sein kann, aber nicht zwingend sein muss. W&#228;hrend im Falle der Al-Qaida durch das B&#252;ro der Taliban in Doha eine lose Verbindung zur &#8222;Staatengemeinschaft&#8220; besteht, kann das vom IS nicht behauptet werden. Trotz punktueller t&#252;rkischer Unterst&#252;tzung, kann nicht von einem &#8222;B&#252;ndnis&#8220; gesprochen werden, wie in einem &#228;lteren Text bereits dargelegt wurde: &#8222;Waffenlieferungen aus der T&#252;rkei treffen freilich ziemlich regelm&#228;ssig in Syrien ein, wie z.B. &lt;a href=&#034;https://www.theguardian.com/world/2015/nov/27/turkish-journalists-charged-over-claim-that-secret-services-armed-syrian-rebels&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;jene, welche vor ein paar Jahren einen Skandal ausgel&#246;st hatte&lt;/a&gt;. Es ist auch wahrscheinlich, dass der Islamische Staat vom t&#252;rkischen Milit&#228;rapparat als geringeres &#220;bel im Vergleich zur PYD betrachtet wird. Das reicht jedoch nicht, um von einem &#8218;B&#252;ndnis&#8216; zu sprechen, die wirklichen Verb&#252;ndeten der T&#252;rkei sind eher gem&#228;ssigtere islamistische Gruppen wie z.B. der Jabhat Tahrir Suriya.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-78&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Doc Sportello, op. cit.&#034; id=&#034;nh3-78&#034;&gt;78&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das diplomatische Parkett des IS ist die kriminelle Unterwelt und dort werden sehr wohl Beziehungen gepflegt, z.B. &lt;a href=&#034;https://theglobalamericans.org/2017/09/gangs-guns-drugs-islamic-foreign-fighters-security-challenges-trinidad-tobago/&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;zu als Rekrutierungsagenturen fungierenden islamistischen Strassengangs in Trinidad und Tobago&lt;/a&gt; oder &lt;a href=&#034;https://www.thedailybeast.com/the-mafia-runs-guns-for-isis-in-europe&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;zur Camorra&lt;/a&gt;. Es d&#252;rfte somit kein Zufall sein, dass &lt;a href=&#034;https://www.ilmattino.it/napoli/cronaca/napoli_sgominata_gang_permessi_soggiorno_soldi_napoli_terroristi_parigi-4510321.html&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;sich die Attent&#228;ter von Paris 2015 ihre gef&#228;lschten Dokumente via Neapel beschafften&lt;/a&gt;. Diese kriminelle Unterwelt ist nat&#252;rlich auch &#8222;in imperialistische Politik und die Dynamiken der Staatenkonkurrenz eingebettet&#8220;, nur ist es nicht immer so einfach, herauszufinden, auf welche pr&#228;zise Art und Weise. Es wird auch immer wieder mal gemutmasst, dass &lt;a href=&#034;https://www.thedailybeast.com/is-the-mafia-saving-italy-from-isis-or-just-profiting-from-them&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;diese &lt;i&gt;pax mafiosa&lt;/i&gt; der Hauptgrund daf&#252;r ist, dass es in Italien noch nie zu einem jihadistischen Anschlag gekommen ist&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In der These 8 kommt La Banda Vaga zu folgender Schlussfolgerung: &#8222;Wer deshalb seine Hoffnung im Kampf gegen den Islamismus auf den aufgekl&#228;rten Westen setzt, scheint zumindest unter historischer Kurzsichtigkeit zu leiden.&#8220; Da sind wir nat&#252;rlich gleicher Meinung, das gleiche gilt f&#252;r die Bemerkung in der folgenden These: &#8222;Eine Verharmlosung des Islamismus aus Angst, die antimuslimischen Rassismus im Westen zu st&#228;rken und zu bef&#246;rdern, ist vor diesem Hintergrund ebenso fehl am Platz wie die &#8218;antiimperialistische&#8216; Verkl&#228;rung des Islamismus zu einer antikapitalistischen Bewegung, wie sie zumindest in Teilen der Linken bis heute anzutreffen ist.&#8220; Nicht minder einig sind wir uns in der Verurteilung einer &#8222;Volksfront gegen den Islamismus&#8220;, doch im restrukturierten Kapitalismus sind die Zeiten der Volksfronten sowieso hinter uns. Schade, dass auch hier wieder der implizite Nazivergleich durchschimmert, genau wie in der folgenden Bemerkung: &#8222;Wer aber vom Kapitalismus nicht reden will, sollte auch vom Islamismus schweigen.&#8220; Extremismustheoretische Betrachtungen sollten wir der Bourgeoisie &#252;berlassen, sie sind n&#228;mlich ebenfalls eine &#8222;Aufgabe der eigenen Positionen&#8220;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zusammenfassend kann also gesagt werden, dass wir in vielen Punkten gleicher Meinung sind. Neben den methodologischen Differenzen verorten sich unsere Meinungsverschiedenheiten allen voran in der Analyse des Antisemitismus, der Rolle des Irans, der Situation der Frauen und allgemeiner auf taxonomischer Ebene. Wie weiter oben betont, tendiert La Banda Vaga dazu, &#196;pfel mit Birnen zu vergleichen und nicht zwischen eher politischen und jihadistischen Auspr&#228;gungen des Islamismus zu unterscheiden, zudem wird der quietistische, unpolitische Teil des Salafismus nicht erw&#228;hnt, obwohl er eigentlich ebenfalls in die Kategorie &#8222;Islamismus&#8220; geh&#246;rt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Unterschiede zwischen dem Iran, den Muslimbr&#252;dern und dem IS sind viel gr&#246;sser, als man es bei der Lekt&#252;re der Thesen erahnen k&#246;nnte, es w&#228;re deshalb wohl auch sinnvoller, diese Ph&#228;nomene getrennt voneinander zu analysieren. Sowohl die Islamische Republik als auch die Muslimbruderschaft sind &#220;berbleibsel der Moderne, der IS hingegen repr&#228;sentiert nicht den &#8222;idealtypischen Islamismus&#8220; (eine materialistische Geschichtsschreibung kennt keine &#8222;Idealtypen&#8220;), sondern schlichtweg jihadistischen Islamismus auf der H&#246;he unserer Zeit, seine Verschmelzung mit der kriminellen Unterwelt als ein Produkt des restrukturierten Kapitalismus.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was tun? &#8222;Kommunismus oder Barbarei&#8220;, das ist in der Tat die Alternative. Erst wenn auch der letzte Gold-Dinar kommunisiert sein wird, werden wir keine solchen Texte mehr schreiben m&#252;ssen. Th&#233;orie communiste beschrieb das Verh&#228;ltnis vom Islamismus zur Globalisierung des restrukturierten Kapitalismus folgendermassen: &#8222;Er [der Islamismus als innere Opposition] ist nicht ihr Widerspruch, sondern ihr Schatten.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-79&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Th&#233;orie communiste, &#034;Das Erd&#246;l, die Geschlechterfrage und die Taliban&#034;.&#034; id=&#034;nh3-79&#034;&gt;79&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; Wer einen Schatten bek&#228;mpfen will, w&#252;rde auch gegen Windm&#252;hlen k&#228;mpfen, die Erfolgsaussichten sind in beiden F&#228;llen gering. Und leider muss man davon ausgehen, dass das Kapital nicht den gleichen Fehler machen wird wie Peter Schlemihl.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Doc Sportello&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Juni 2019&lt;/p&gt;
&lt;h3 id=&#034;Versionfran&#231;aise&#034;&gt;Sur la &#171; racine &#187; de l'&#201;tat islamique : une critique des &#171; Th&#232;ses sur l'islamisme &#187; de La Banda Vaga&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;En octobre 2018, La Banda Vaga a publi&#233; ses &lt;a href=&#034;https://kosmoprolet.org/de/thesen-zum-islamismus&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;&#171; Th&#232;ses sur l'islamisme &#187;&lt;/a&gt;. Leur constat initial peut tout &#224; fait &#234;tre partag&#233; : &#171; Le flot d'analyses journalistiques et scientifiques n'est plus gu&#232;re g&#233;rable, des analyses mat&#233;rialistes d&#233;centes sont toutefois rares. C'est pour cette raison qu'il nous semble urgemment n&#233;cessaire de d&#233;clencher un d&#233;bat de gauche sur la nature de l'islamisme et la mani&#232;re d'y faire face. &#187; En outre, on ne peut que saluer la caract&#233;risation de l'islamisme comme &#171; un ph&#233;nom&#232;ne moderne &#187;, la r&#233;f&#233;rence &#224; la construction d'un &#171; islam v&#233;ritable &#187; ne constitue &#224; cet &#233;gard qu'une contradiction apparente.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;On n'a donc pas affaire &#224; une &#171; id&#233;ologie moyen&#226;geuse &#187;, comme on le pr&#233;tend fr&#233;quemment. Tout travail de recherche s&#233;rieux sur le sujet partage g&#233;n&#233;ralement cette d&#233;finition comme le plus petit d&#233;nominateur commun : &#171; La dimension politique de l'islamisme est complexe et en grande partie li&#233;e aux politiques identitaires de ses adeptes. Les id&#233;es islamistes font cependant largement partie d'un modernisme musulman vieux de plus d'un si&#232;cle. L'islamisme a &#233;merg&#233; &#224; la fin du XIXe si&#232;cle avec plusieurs autres mouvements intellectuels dans le monde musulman. Ils &#233;taient essentiellement la r&#233;ponse des &#233;lites intellectuelles au d&#233;clin politique de l'Empire ottoman et au renforcement subs&#233;quent du contr&#244;le colonial des soci&#233;t&#233;s musulmanes par les puissances imp&#233;riales europ&#233;ennes. &#187;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-80&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Emin Poljarevic, &#171; Islamism &#187; in The Oxford Encyclopedia of Islam and (&#8230;)&#034; id=&#034;nh3-80&#034;&gt;80&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ces lignes n'auraient pourtant jamais &#233;t&#233; &#233;crites si ces th&#232;ses n'&#233;taient pas passablement critiquables. Un premier point de critique est la pr&#233;cision d&#233;finitoire manquante : &#171; Un mouvement est en cons&#233;quence seulement islamiste s'il a la pr&#233;tention de cr&#233;er une r&#233;alit&#233; alternative aux rapports existants, de transformer en grande partie les structures sociales, les normes culturelles et la base &#233;conomique de la soci&#233;t&#233; selon les doctrines islamistes. &#187; Un peu pr&#232;s chaque mouvement politique veut &#171; cr&#233;er une r&#233;alit&#233; alternative aux rapports existants &#187; et la transformation des &#171; structures sociales, [d]es normes culturelles et [de] la base &#233;conomique &#187; est tout sauf une description pr&#233;cise de quoi que ce soit. Concernant &#171; les structures sociales &#187; et &#171; les normes culturelles &#187;, la d&#233;finition est tautologique : est islamiste, qui veut que la soci&#233;t&#233; devienne islamiste. Par rapport &#224; &#171; la base &#233;conomique &#187;, on se demande en revanche, ce que cela signifie pour de vrai. Sommes-nous d'accord que &#171; la base &#233;conomique &#187; est la soci&#233;t&#233; capitaliste en tant que totalit&#233; &#224; l'&#233;chelle mondiale ou est-ce que &#171; l'islamisme dans un pays &#187; est-il possible pour La Banda Vaga ?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Or, Oxford ne fournit pas de d&#233;finition beaucoup plus pr&#233;cise non plus : &#171; Le terme &#8216;islamisme' repr&#233;sente du moins une forme d'activisme social et politique bas&#233; sur l'id&#233;e que la vie publique et politique devrait &#234;tre guid&#233;e par une s&#233;rie de principes islamiques. En d'autres termes, les islamistes sont ceux qui pensent que l'islam devrait jouer un r&#244;le important dans l'organisation d'une soci&#233;t&#233; &#224; majorit&#233; musulmane et ils essayent de r&#233;pandre cette croyance. &#187;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-81&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Ibid., p. 1.&#034; id=&#034;nh3-81&#034;&gt;81&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; Cela est largement d&#251; au fait que le terme &#171; islamisme &#187; rassemble sous une &#233;tiquette beaucoup de courants parfois tr&#232;s diff&#233;rents les uns des autres et se pr&#234;te donc tr&#232;s mal &#224; une d&#233;finition pr&#233;cise. C'est le probl&#232;me fondamental des th&#232;ses : sont-elles des th&#232;ses sur l'EI, sur les talibans, sur les Fr&#232;res musulmans, sur l'Iran ou sur tout l'islam marqu&#233; d'une mani&#232;re ou d'une autre par des traditions conservatrices ?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;L'Iran comme bouc &#233;missaire&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Pour des raisons &#224; peu pr&#232;s inexplicables, l'Iran est mentionn&#233; en premier : &#171; Cette approche dirige notre regard vers l'Iran, pas uniquement, mais en grande partie. Avec sa &#8216;r&#233;volution islamique', ce qui, pour de vrai, veut dire contre-r&#233;volution, l'islamisme monta sur la sc&#232;ne mondiale pour la premi&#232;re fois en tant que force propre. Comme &#8216;produit phare' influent de l'islamisme, il constitue aussi, malgr&#233; toutes les diff&#233;rences (notamment confessionnelles), une racine de la terreur et des tentatives de constitution d'un &#201;tat de la part de l'EI. &#187; Le probl&#232;me ici, c'est que le mod&#232;le &#233;tatique de l'Iran est tout sauf &#171; traditionnellement musulman &#187; : l'Iran est une r&#233;publique avec une constitution, une s&#233;paration des pouvoirs et des &#233;lections plus ou moins d&#233;mocratiques.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Olivier Roy a d&#233;j&#224; analys&#233; la situation de mani&#232;re assez pertinente en 1992 dans son ouvrage &lt;i&gt;L'&#201;chec de l'Islam politique&lt;/i&gt; : &#171; Pourquoi &#233;tablir un droit positif alors qu'il y a la &lt;i&gt;charia&lt;/i&gt; ? L'Iran s'est en effet dot&#233; d'une v&#233;ritable Constitution qui n'est pas de l'ordre du slogan, mais qui organise r&#233;ellement le fonctionnement d'un ensemble d'institutions, sans trop se soucier de leur conformit&#233; avec la &lt;i&gt;charia&lt;/i&gt; ; de mani&#232;re significative, la l&#233;gitimit&#233; de la Constitution est explicitement fond&#233;e en son article 1 sur la volont&#233; populaire, et non sur la seule &lt;i&gt;charia&lt;/i&gt;. &#187;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-82&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Olivier Roy, L&#8216;&#201;chec de l&#8216;Islam politique, Paris, Seuil, 2015 [1992], p. 252.&#034; id=&#034;nh3-82&#034;&gt;82&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; Dans sa conclusion, il souligne une fois de plus explicitement la modernit&#233; culturelle de l'islamisme chiite compar&#233; &#224; son pendant sunnite : &#171; Les mod&#232;les politiques et m&#234;me culturels &#224; l'&#339;uvre dans la r&#233;volution islamique d'Iran sont modernes par rapport &#224; des r&#233;gimes comme l'Arabie Saoudite, ou m&#234;me par rapport au d&#233;bat qui agite les n&#233;ofondamentalistes sur les vertus que doit avoir le futur &#8216;amir' d'un &#201;tat islamique .&#187;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-83&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Ibid., p. 286.&#034; id=&#034;nh3-83&#034;&gt;83&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#171; La contre-r&#233;volution islamique &#187; fut malgr&#233; tout aussi une r&#233;volution bourgeoise, m&#234;me si la bourgeoisie conservatrice et religieuse s'est trouv&#233;e &#224; sa t&#234;te. Il ne faudrait pas oublier qu'une monarchie vieille de plus de deux mille ans a &#233;t&#233; envoy&#233;e dans les poubelles de l'histoire. La d&#233;faite de la composante communiste de l'insurrection contre le chah d&#233;coule du d&#233;but du d&#233;clin du mouvement ouvrier &#224; l'&#233;chelle globale. Si le Tudeh avait pris le pouvoir, les prol&#233;taires iraniens auraient tout simplement &#233;t&#233; envoy&#233;s comme chair &#224; canon en Afghanistan, non pas en Irak, et l'&#201;tat iranien aurait coul&#233; dix ans plus tard avec tout l'empire sovi&#233;tique. Il y avait &#224; tout le moins de la lucidit&#233; dans la tendance autour de Mansoor Hekmat et parmi les communistes kurdes, de toute mani&#232;re en grande partie sceptiques, de se m&#233;fier en soi d'une alliance avec les mollahs. Pour ceci en tout cas, l'histoire leur a donn&#233; raison.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aujourd'hui, T&#233;h&#233;ran et Moscou sont n&#233;anmoins des partenaires tr&#232;s proches. Avec la constitution de l'EI, cela n'a quand m&#234;me pas grand-chose &#224; voir. Tandis qu'&lt;a href=&#034;https://ctc.usma.edu/the-mysterious-relationship-between-al-qaida-and-iran/&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;il y avait une esp&#232;ce d'armistice avec Al-Qa&#239;da qui existe peut-&#234;tre toujours, qui n'&#233;tait pourtant jamais une v&#233;ritable collaboration, si elle existait, elle &#233;tait davantage fa&#231;onn&#233;e par l'opportunisme et le chantage mutuels&lt;/a&gt;, cela n'a jamais &#233;t&#233; le cas avec l'EI, les troupes iraniennes le combattent activement en Irak, souvent &lt;a href=&#034;https://www.washingtonpost.com/world/asia_pacific/recruited-by-iran-to-fight-for-syrian-regime-young-afghans-bring-home-cash-and-scars/2018/07/29/ecf9e34c-64e0-11e8-81ca-bb14593acaa6_story.html?noredirect=on&amp;utm_term=.ba1253a2995a&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;&#224; l'aide de chair &#224; canon comme les Hazaras d'Afghanistan auxquels on promet la citoyennet&#233; iranienne s'ils devaient vraiment survivre au massacre&lt;/a&gt;. L'histoire r&#233;cente de l'Iran m&#233;riterait son propre texte et ne peut certainement pas &#234;tre consid&#233;r&#233;e comme une &#171; racine &#187; de l'EI, d'autant moins que m&#234;me les rapports avec Al-Qa&#239;da et sa tradition historique sont pleins de contradictions.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;L'islamisme sunnite&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Cette racine, il vaut mieux la chercher dans l'histoire de l'islamisme sunnite. De mani&#232;re tr&#232;s sch&#233;matique, on peut diviser sa phase moderne en trois p&#233;riodes. La premi&#232;re commence, comme esquiss&#233; plus haut par Poljarevic, &#224; la fin du XIXe si&#232;cle, c'est celle de sa production th&#233;orique, l'islamisme n'est pas ou gu&#232;re pr&#233;sent sur la sc&#232;ne politique. La Ligue musulmane panindienne, fond&#233;e en 1906, est l'une des premi&#232;res organisations explicitement politiques. Il s'agissait n&#233;anmoins surtout d'un nationalisme alternatif &#224; celui de la majorit&#233; hindoue, la m&#234;me chose est valable pour la Jamaat-e-Islami fond&#233;e en 1941, d'un point de vue historique, ces d&#233;veloppements ont malgr&#233; tout de l'importance, ne serait-ce qu'au sujet de la tradition deobandie qui y est li&#233;e et qui est un point de rep&#232;re id&#233;ologique important pour les talibans. Comme dans le texte de La Banda Vaga, cette tradition sp&#233;cifiquement r&#233;gionale li&#233;e au sous-continent indien est souvent oubli&#233;e, la tradition &#233;gyptienne li&#233;e &#224; Al-Azhar et &#224; la fondation des Fr&#232;res musulmans en 1928 est bien plus connue.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;C'est l&#224; le d&#233;but de la p&#233;riode politique, elle est marqu&#233;e par un activisme croissant de la part d'une bourgeoisie qui est en r&#232;gle g&#233;n&#233;rale plus ou moins isol&#233;e politiquement et qui repr&#233;sente d'un point de vue id&#233;ologique une forme alternative de modernisation capitaliste avec une plus grande place pour les traditions religieuses. L'influence des Fr&#232;res musulmans &#233;tait politiquement peu importante, se limitant &#224; la gestion d'institutions scolaires comme par exemple au Qatar d&#232;s les ann&#233;es 1950. Sur le sous-continent indien, les bourgeoisies musulmane et hindoue se livr&#232;rent &#224; une bataille pour leur part de g&#226;teau postcolonial ce qui a eu comme r&#233;sultat l'ind&#233;pendance du Pakistan et ensuite celle du Bangladesh.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Un th&#233;oricien majeur de la tradition &#233;gyptienne &#233;tait Sayyid Qotb, m&#234;me s'il a acquis cette importance en grande partie apr&#232;s sa mort. Il est n&#233; le 9 octobre 1906 dans une famille de propri&#233;taires terriens conservateurs et se joignit aux Fr&#232;res musulmans au d&#233;but des ann&#233;es 1950 apr&#232;s avoir d&#233;j&#224; r&#233;dig&#233; ses premiers &#233;crits th&#233;oriques. Gilles Kepel r&#233;sume ainsi son innovation th&#233;orique particuli&#232;re : &#171; Pour Sayyid Qotb et ses &#233;mules, au contraire, l'histoire moderne des pays musulmans depuis les ind&#233;pendances est d&#233;nu&#233;e de toute valeur exemplaire. Elle est m&#234;me d&#233;valoris&#233;e, stigmatis&#233;e par un terme arabe venu du Coran, &lt;i&gt;jahiliyya&lt;/i&gt;, qui d&#233;signe l'&#233;tat d'ignorance' dans lequel vivaient les Arabes avant la R&#233;v&#233;lation de l'islam au proph&#232;te Mohammed, au d&#233;but du septi&#232;me si&#232;cle de l'&#232;re chr&#233;tienne. Les musulmans de l'&#226;ge des nationalismes ignorent l'islam, selon Qotb, &#224; l'instar des Arabes pa&#239;ens de la &lt;i&gt;jahiliyya&lt;/i&gt; primitive. De m&#234;me que ceux-ci adoraient des idoles de pierre, les contemporains de Qotb v&#233;n&#232;rent, selon lui, les idoles symboliques que sont la nation, le parti, le socialisme, etc. En d&#233;niant ainsi la pr&#233;tention des nationalistes &#224; fonder l'Histoire et en les rejetant dans les t&#233;n&#232;bres d'avant la R&#233;v&#233;lation, Qotb effectue une r&#233;volution culturelle. &#187;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-84&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Gilles Kepel, Jihad. Expansion et d&#233;clin de l&#8216;islamisme, Paris, Gallimard, (&#8230;)&#034; id=&#034;nh3-84&#034;&gt;84&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Il est sans doute le premier th&#233;oricien islamiste &#224; avoir th&#233;oris&#233; le &lt;i&gt;tawhid&lt;/i&gt; dans une version politique cons&#233;quente et moderne. Le &lt;i&gt;tawhid&lt;/i&gt; est la croyance en l'unicit&#233; de Dieu, les premiers mots de la &lt;i&gt;chahada&lt;/i&gt;, la profession de foi repr&#233;sentant le premier pilier de l'islam. Cela ne viendrait &#224; l'id&#233;e &#224; un peu pr&#232;s aucun musulman de l'interpr&#233;ter ainsi, personne ne veut se rendre la vie plus compliqu&#233;e que ce qu'elle l'est d&#233;j&#224;. Qotb a &#233;t&#233; ex&#233;cut&#233; 1966 sous Nasser, mais son h&#233;ritage th&#233;orique, contrairement &#224; ce que l'on aurait pu croire initialement, a eu beaucoup d'impacts. Au nom de ce principe, les talibans ont d&#251; faire sauter deux statues de bouddha pour &#233;viter aux habitants de leur &#233;mirat le &lt;i&gt;shirk&lt;/i&gt;, la chute dans l'idol&#226;trie, la m&#233;cr&#233;ance, le contraire du &lt;i&gt;tawhid&lt;/i&gt;. De vieilles statues suscit&#232;rent &#224; l'&#233;poque beaucoup d'indignation, bien plus que la r&#233;pression permanente et syst&#233;matique contre &lt;i&gt;tous les adversaires politiques&lt;/i&gt; et contre &lt;i&gt;presque tout le monde&lt;/i&gt;, &lt;i&gt;contre les femmes &lt;/i&gt;&lt;i&gt;en particulier&lt;/i&gt;. C'est la base th&#233;orique contre tous les concepts occidentaux de gouvernement, l'objectif est le califat, la domination de l'oumma, il y a seulement des d&#233;saccords sur la mani&#232;re, mais l'enthousiasme pour l'id&#233;e d'une &lt;i&gt;r&#233;publique islamique&lt;/i&gt; dans ces milieux est tr&#232;s limit&#233;, voire inexistant.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&#171; La victoire du p&#233;tro-islam &#187;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#171; La victoire du p&#233;tro-islam &#187; n'&#233;tait pas iranienne, mais saoudienne. La crise p&#233;troli&#232;re de 1973 permit &#224; l'Arabie saoudite l'ouverture de la bo&#238;te de Pandore : &#171; L'Arabie Saoudite acquiert alors des moyens illimit&#233;s pour mettre en &#339;uvre son ancienne ambition d'h&#233;g&#233;monie sur le sens de l'islam &#224; l'&#233;chelle de l'Oumma, de la Communaut&#233; des Croyants tout enti&#232;re. Durant les ann&#233;es 1960 le dynamisme du nationalisme avait relativis&#233; l'importance politique de la religion. La guerre de 1973 change la donne. La doctrine wahhabite ne jouissait de prestige, en dehors de la p&#233;ninsule, que parmi les milieux rigoristes (ou &#8216;salafistes') qui se r&#233;clamaient d'une mouvance internationale disparate : les Fr&#232;res musulmans arabes y c&#244;toyaient des groupes indiens et pakistanais ainsi que des musulmans n&#233;gro-africains ou asiatiques pass&#233;s par La Mecque et revenus pr&#234;cher &#8216;&#224; l'arabe' dans leur pays pour y purger l'islam des &#8216;superstitions'. &#187;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-85&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Ibid., p. 69-70.&#034; id=&#034;nh3-85&#034;&gt;85&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Cela n'a &#233;t&#233; ni pr&#233;vu ni planifi&#233; (peut-&#234;tre esp&#233;r&#233;), mais la conjoncture &#233;tait appropri&#233;e. Or, cette &#171; d&#233;votion moderne &#187; a d&#251; in&#233;vitablement poser la question du pacte saoudo-wahhabite et de la pr&#233;tention saoudienne &#224; la domination t&#244;t ou tard. Cela arriva le 20 novembre 1979, premier jour de l'an 1400 selon le calendrier islamique. Le choix de la date fait allusion &#224; la tradition musulmane du &lt;i&gt;moujaddid&lt;/i&gt;, une croyance se r&#233;f&#233;rant &#224; un hadith, selon lequel &#224; chaque tournant de si&#232;cle appara&#238;t un r&#233;novateur qui purge l'islam d'&#233;l&#233;ments ext&#233;rieurs et lui rend sa puret&#233; initiale. Entre trois cents et six cents combattants arm&#233;s r&#233;ussirent &#224; prendre le contr&#244;le de la Grande Mosqu&#233;e de La Mecque. Ils s'appelaient &lt;i&gt;ichwan&lt;/i&gt;, les fr&#232;res, le nom d'une milice hanbaliste qui avait &#233;t&#233; &#224; l'origine dans les ann&#233;es 1910 et 1920 d'une grande partie des gains territoriaux saoudiens et qui s'&#233;tait ensuite entre 1927 et 1930 r&#233;volt&#233;e sans succ&#232;s contre la dynastie des Saoud. Seulement le 4 d&#233;cembre, suite &#224; des combats violents, plusieurs centaines de morts et de bless&#233;s et la mobilisation de forces sp&#233;ciales pakistanaises et fran&#231;aises, l'arm&#233;e saoudienne a pu regagner le contr&#244;le de la mosqu&#233;e.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Il ne faut pas oublier que l'Arabie saoudite est, comme l'a remarqu&#233; avec raison Steve Coll, le seul &#201;tat-nation moderne &#224; avoir &#233;t&#233; cr&#233;&#233; par un jihad&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-86&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Cf. Steve Coll, Ghost Wars. The Secret History of the CIA, Afghanistan, and (&#8230;)&#034; id=&#034;nh3-86&#034;&gt;86&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Le royaume allait donc &#233;galement jouer un r&#244;le central dans le jihad contre les envahisseurs sovi&#233;tiques d'Afghanistan proclam&#233; en 1979. Fin avril 1978, le Parti d&#233;mocratique populaire d'Afghanistan (PDPA) prit le pouvoir &#224; Kaboul par un putsch militaire. Contrairement aux premiers soup&#231;ons en Occident, celui-ci n'avait pas &#233;t&#233; ordonn&#233; par Moscou. Malgr&#233; le fait que le PDPA &#233;tait officiellement le parti de Moscou en Afghanistan, son putsch ne suscita pas beaucoup d'enthousiasme dans le Kremlin : &#171; Plus tard, le chef du PDPA, Taraki, me confiera que les dirigeants afghans avaient eu la possibilit&#233; de pr&#233;venir les Sovi&#233;tiques du coup d'&#201;tat qui se tramait, mais qu'ils &#233;taient abstenus &#224; dessein, car ils craignaient que Moscou ne s'efforce de les dissuader d'entreprendre une r&#233;bellion arm&#233;e, en prenant pr&#233;texte de l'absence de situation r&#233;volutionnaire en Afghanistan. Ces craintes n'&#233;taient pas d&#233;pourvues de fondement. Si l'URSS avait eu vent de leurs intentions, elle leur aurait sans doute conseill&#233; de renoncer &#224; ce projet, car il n'y avait effectivement pas de situation r&#233;volutionnaire dans le pays, d'un point de vue marxiste, et les relations de l'URSS avec l'Afghanistan &#233;taient amicales sous Zaher-Chah et sous Daoud, malgr&#233; le flirt de ce dernier avec l'Occident. &#187;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-87&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Assem Akram, Histoire de la guerre d&#8216;Afghanistan, Paris, Balland, 1996, p. (&#8230;)&#034; id=&#034;nh3-87&#034;&gt;87&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Le PDPA a &#233;t&#233; fond&#233; en 1965 dans la maison de Taraki. Il &#233;tait marqu&#233; d&#232;s le d&#233;part par un foss&#233; entre ville et campagne, incarn&#233; par les deux factions Parcham (&#171; Drapeau &#187;) et Khalq (&#171; Peuple &#187;). Parcham &#233;tait la faction qui avait soutenu Daoud dans son putsch en 1973, c'&#233;tait elle qui jouissait de la confiance de Moscou, l'aile plut&#244;t urbaine du parti, Khalq, la faction rurale, majoritairement pachtoune, n'y avait que peu de cr&#233;dit. Entre 1966 et 1976, la scission &#233;tait totale, la r&#233;unification 1976 permit le putsch de 1978 qui allait rapidement se r&#233;v&#233;ler comme tr&#232;s probl&#233;matique pour tous les participants, Nur Muhammad Taraki, le leader historique de la faction Khalq, &#233;tait assis sur un si&#232;ge &#233;jectable&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-88&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Cf. ibid., p. 98-108.&#034; id=&#034;nh3-88&#034;&gt;88&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Outre &#171; l'&#233;dification du socialisme &#187;, la liquidation de la faction ennemie &#233;tait tr&#232;s prioritaire : &#171; Ils mirent en &#339;uvre une politique maximaliste de r&#233;forme agraire, d'alphab&#233;tisation et de construction du socialisme &#8211; accompagn&#233;e de milliers d'arrestations et d'ex&#233;cutions &#8211; qui leur ali&#233;na la masse de la population. La faction Khalq, la plus extr&#233;miste, &#233;limina le Parcham, dont les dirigeants se r&#233;fugi&#232;rent &#224; Moscou, dans un processus d'&#233;puration qui toucha jusqu'aux chefs du Khalq m&#234;mes. &#192; partir d'avril 1979, des soul&#232;vements &#233;clat&#232;rent partout, et en d&#233;cembre le parti ne contr&#244;lait plus que les villes [&#8230;]. &#187;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-89&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Gilles Kepel, op. cit., p. 138.&#034; id=&#034;nh3-89&#034;&gt;89&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; En septembre 1979, ce fut le tour &#224; Taraki : son &#171; camarade &#187; Hafizullah Amin le for&#231;a &#224; d&#233;missionner et l'assassina un mois plus tard.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;La guerre afghano-sovi&#233;tique&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Avec d'un c&#244;t&#233; la doctrine Brejnev, d&#233;finie en 1968 en guise de justification de l'invasion de la Tch&#233;coslovaquie et postulant l'irr&#233;versibilit&#233; d'une r&#233;volution socialiste, et de l'autre l'obligation du jihad d&#233;fensif en cas d'invasion du &lt;i&gt;Dar al-Islam&lt;/i&gt;, la marge de man&#339;uvre pour des n&#233;gociations &#233;tait d&#233;j&#224; limit&#233;e d'un point de vue purement id&#233;ologique, la signification g&#233;ostrat&#233;gique de l'Afghanistan et le contexte de la Guerre froide suffirent donc pour faire &#233;clater le conflit. Selon Akram, la d&#233;cision pour une invasion sovi&#233;tique fut prise le 12 d&#233;cembre 1979 &#224; Moscou&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-90&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Cf. Assem Akram, op. cit., p. 141. Le 10 selon Rodric Braithwaite, cf. (&#8230;)&#034; id=&#034;nh3-90&#034;&gt;90&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Avant tout, les conflits de factions durent &#234;tre r&#233;gl&#233;s &#224; la satisfaction de Moscou. Ainsi, Amin fut &#233;limin&#233; par un commando sovi&#233;tique sp&#233;cial dans le palais pr&#233;sidentiel le 27 d&#233;cembre 1979 et remplac&#233; par Babrak Karmal, le leader de la faction Parcham.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#192; Washington, on &#233;tait bien &#233;videmment d'accord qu'on ne pourrait pas laisser faire Moscou. D&#233;j&#224; quelques jours apr&#232;s l'invasion russe, &lt;a href=&#034;https://sites.temple.edu/immerman/brezenski-memoranda-to-carter-on-soviet-intervention-in-afghanistan/&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;Brzesinski &#233;tait convaincu d'une chose : enfin, on pourrait se venger aupr&#232;s de l'URSS pour Vietnam&lt;/a&gt;. Le &#171; Vietnam sovi&#233;tique &#187; devenait dans les ann&#233;es suivantes un bon mot r&#233;current dans les cercles diplomatiques pro-occidentaux. Un d&#233;put&#233; de congr&#232;s d&#233;mocrate texan consid&#233;rait l'Afghanistan comme sa mission sp&#233;ciale : Charlie Wilson, un homme d'affaires louche, ami personnel de Somoza, alcoolique et consommateur de coca&#239;ne peu discret&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-91&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Si rien d'autre n'est pr&#233;cis&#233;, toutes les informations sur Wilson (&#8230;)&#034; id=&#034;nh3-91&#034;&gt;91&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Ensemble avec son pote Gust Avrakotos de la CIA, il &#233;tait en train de donner une toute nouvelle qualit&#233; &#224; l'Op&#233;ration Cyclone, lanc&#233;e en &#233;t&#233; 1979 sous la pr&#233;sidence de Carter, sans se soucier plus que tant des coutumes d&#233;mocratiques et de la transparence.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;En janvier 1980, Carter donna le feu vert pour l'armement direct des moudjahedines. En r&#233;alit&#233;, le soutien commen&#231;a sans doute d&#233;j&#224; en mai 1979 lorsqu'&lt;a href=&#034;https://nsarchive2.gwu.edu//NSAEBB/NSAEBB57/essay.html&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;un &#171; officier de la CIA &#187; rencontra Hekmatyar, les premi&#232;res rencontres eurent lieu en avril 1979. Curieusement, on le sait seulement parce que des &#233;tudiants iraniens p&#233;n&#233;tr&#232;rent dans l'ambassade am&#233;ricaine (et dans la britannique aussi), y laiss&#232;rent un bordel consid&#233;rable et pill&#232;rent entre autres les documents de la CIA l'attestant&lt;/a&gt;. Washington et Riyad &#233;taient les principaux responsables pour trouver de l'argent et des armes, le service de renseignement pakistanais ISI &#233;tait charg&#233; de la distribution du mat&#233;riel et du contact avec les insurg&#233;s afghans. Les hommes de liaison principaux entre la CIA et l'ISI &#233;taient Wilson et Avrakotos. D'un point de vue militaire, la souverainet&#233; op&#233;rationnelle sur les flux d'argent et d'armes &#233;tait, une fois arriv&#233;s &#224; Karachi, remise &#224; l'ISI qui s'occupait du transport &#224; Peshawar et l&#224;-bas de la distribution aux moudjahedines afghans. Sept partis islamistes sunnites &#233;taient soutenus, les trois premiers sont g&#233;n&#233;ralement consid&#233;r&#233;s comme &#171; mod&#233;r&#233;s &#187;, les quatre derniers comme &#171; radicaux &#187; :&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip-puce ltr&#034;&gt;&lt;b&gt;&#8211;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt; Mouvement r&#233;volutionnaire islamique et national d'Afghanistan (Harakat-i-Inqilab-i-Islami) : mouvement relativement petit, actif principalement dans le sud et l'est du pays, il s'est d&#233;compos&#233; dans les ann&#233;es 1990, certains ont d&#233;sert&#233; chez les talibans, d'autres ont fond&#233; le Parti national et islamique pour la prosp&#233;rit&#233; d'Afghanistan (Hezb-e Sa'adat-e Melli wa Islami-ye Afghanistan), un parti marginal ;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip-puce ltr&#034;&gt;&lt;b&gt;&#8211;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt; Front de lib&#233;ration nationale (Dschebhe e Nedschat e Melli e Afghanistan) : tradition soufie pachtoune et conservatrice, le mouvement s'est en grande partie d&#233;compos&#233;, le leader historique Sibghatullah Mojaddedi s'est retir&#233; quasiment compl&#232;tement de la vie politique apr&#232;s le d&#233;part des Russes, de temps en temps, on le voyait en tant qu'expert et/ou n&#233;gociateur sur la sc&#232;ne politique, il est d&#233;c&#233;d&#233; d&#233;but 2019 ;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip-puce ltr&#034;&gt;&lt;b&gt;&#8211;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt; Front islamique national d'Afghanistan (Mahaz-e Milli-ye Islami-ye Afghanistan) : influent surtout dans la province Nangarhar et &#224; Kaboul, surtout une entreprise familiale d'Ahmed Gailani (1932-2017), il soutint &#224; la fin des ann&#233;es 1990 l'Alliance du Nord contre les talibans et 2004 Karzai dans sa campagne pr&#233;sidentielle, est devenu quasiment insignifiant par la suite ;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip-puce ltr&#034;&gt;&lt;b&gt;&#8211;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt; Front uni islamique et national pour le salut de l'Afghanistan (Jamiat-e-Islami) : compos&#233; majoritairement de Tadjiks, c'est le seul parti non-pachtoune soutenu par l'ISI &#8211; alli&#233; &#224; l'&#233;poque &#224; Ahmad Shah Massoud, &#171; le lion de Pandjir &#187;, le favori malheureux du MI6 qui a &#233;t&#233; assassin&#233; le 9 septembre 2001 dans un attentat-suicide par deux attaquants pr&#233;tendument journalistes belges &#8211; participant &#224; la fin des ann&#233;es 1990 &#224; l'Alliance du Nord et si&#233;geant dans le parlement afghan aujourd'hui ;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip-puce ltr&#034;&gt;&lt;b&gt;&#8211;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt; Union islamique pour la lib&#233;ration d'Afghanistan (Ittehad-e Islami bara-ye Azadi-ye Afghanistan) : parti pachtoune avec une minorit&#233; tadjike, fort principalement dans la r&#233;gion Paghman &#224; l'ouest de la province de Kaboul, parti d'Abdul Rasul Sayyaf, soup&#231;onn&#233; d'avoir jou&#233; un r&#244;le dans l'assassinat de Massoud, aujourd'hui un politicien relativement c&#233;l&#232;bre dans la province de Kandahar, dans la guerre civile du c&#244;t&#233; des talibans, r&#233;put&#233; d'&#234;tre un adepte d'une brutalit&#233; sans retenue, depuis 2007 un parti de droite marginal dans le parlement afghan bataillant le plus souvent pour obtenir la gr&#226;ce pour des combattants incarc&#233;r&#233;s des talibans ;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip-puce ltr&#034;&gt;&lt;b&gt;&#8211;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt; Parti islamique (&#7716;ezb-i Isl&#257;m&#299;, faction Khalis) : une scission &#171; mod&#233;r&#233;e &#187; du Parti islamique fond&#233; en 1973 par Gulbuddin Hekmatyar, le parti men&#233; par Mohammad Younes Khalis soutenait les talibans dans les ann&#233;es 1990, de ce parti est issu Djal&#226;louddine Haqqani (que Wilson avait &#224; l'&#233;poque appel&#233; une &#171; divinit&#233; personnifi&#233;e &#187;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-92&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;George Crile, op. cit., p. 473.&#034; id=&#034;nh3-92&#034;&gt;92&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;), d&#233;c&#233;d&#233; en 2018, son r&#233;seau Haqqani, dont son fils est &#224; la t&#234;te depuis 2014, travaille jusqu'&#224; nos jours &#233;troitement avec les talibans ;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip-puce ltr&#034;&gt;&lt;b&gt;&#8211;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt; Parti islamique (&#7716;ezb-i Isl&#257;m&#299;, faction Hekmatyar) : parti islamiste fond&#233; en 1973 et men&#233; par Gulbuddin Hekmatyar, qui peut &#234;tre appel&#233; l'anc&#234;tre du jihadisme afghan et qui &#233;tait le favori secret de l'ISI, la pratique du parti pendant la guerre et la guerre civile qui s'ensuivit &#233;tait marqu&#233;e par une violence excessive, Hekmatyar a litt&#233;ralement m&#233;rit&#233; le surnom &#171; boucher de Kaboul &#187;, le Bureau des services fond&#233; en 1984 par Abdallah Youssouf Azzam, Oussama ben Laden et Ayman al-Zawahiri (analys&#233; plus en d&#233;tail dans la suite du texte) travaillait principalement avec lui, pendant le r&#233;gime des talibans, il &#233;tait en exile en Iran, mais il rejoignit ben Laden d&#232;s 2001, &lt;a href=&#034;https://www.rferl.org/a/islamic-state-afghanistan-hekmatyar/27114317.html&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;en 2015, il proclama son soutien pour l'EI&lt;/a&gt; et il finit par signer un accord de paix avec le gouvernement afghan le 22 septembre 2016.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Il y avait aussi une coalition chiite soutenue par l'Iran et une coalition mao&#239;ste soutenue par la Chine qui se battaient contre l'invasion sovi&#233;tique, mais, &#233;tant donn&#233; les &lt;a href=&#034;http://www.bpb.de/internationales/amerika/usa/10625/reagan-jahre?p=all&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;deux&lt;/a&gt; &#224; &lt;a href=&#034;http://www.spiegel.de/einestages/30-jahre-afghanistan-invasion-a-948665.html&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;six&lt;/a&gt; milliards, selon les estimations, investis par la CIA dans le cadre de l'Op&#233;ration Cyclone dans les groupes sunnites, ces deux coalitions sont n&#233;gligeables et seront laiss&#233;es de c&#244;t&#233; ici. Il faudrait pourtant pr&#233;ciser que les mao&#239;stes &#233;taient confront&#233;s sous le PDPA &#224; une r&#233;pression syst&#233;matique et en m&#234;me temps &#224; la m&#233;fiance profonde de leurs &#171; fr&#232;res d'armes &#187; islamistes qui les attaquaient fr&#233;quemment. Le 12 novembre 1986, Faiz Ahmad, le leader de l'Organisation de lib&#233;ration afghane, a &#233;t&#233; assassin&#233; avec six de ses camarades par les sbires de Hekmatyar. Une exception notable du mao&#239;sme afghan dans ce contexte est l'Association r&#233;volutionnaire des femmes d'Afghanistan (RAWA). Fond&#233;e en 1977, elle d&#233;non&#231;a autant le gouvernement du PDPA que l'alliance avec les islamistes et a jusqu'&#224; aujourd'hui le m&#233;rite historique de n'avoir soutenu aucun gouvernement afghan ni aucune invasion &#233;trang&#232;re depuis sa fondation.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Le d&#233;roulement de la guerre ne sera d&#233;crit ici que dans les grandes lignes. Suivant Akram, on peut distinguer trois phases, &#171; L'installation des troupes &#187; de 1979 &#224; 1982, &#171; La phase la plus intense de la guerre &#187; de 1982 &#224; 1986 et les &#171; Reculs sovi&#233;tiques et [le] retrait &#187; de 1986 &#224; 1989&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-93&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Cf. Assem Akram, op. cit., p. 173-176.&#034; id=&#034;nh3-93&#034;&gt;93&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Il estime que d&#233;j&#224; en 1981-1982, 80 % du territoire &#233;tait contr&#244;l&#233; par les moudjahedines, la nuit, il n'y avait pas la moindre lumi&#232;re afin d'&#233;viter les frappes a&#233;riennes sovi&#233;tiques&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-94&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Cf. ibid., p. 176.&#034; id=&#034;nh3-94&#034;&gt;94&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Le pourcentage est peut-&#234;tre m&#234;me plus &#233;lev&#233; si son estimation se r&#233;f&#232;re au jour, car ils contr&#244;laient les r&#233;gions rurales pendant la nuit sans que ce soit forc&#233;ment le cas le jour&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-95&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Cf. Rodric Braithwaite, op. cit., S. 164. La m&#234;me chose est valable (&#8230;)&#034; id=&#034;nh3-95&#034;&gt;95&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Les d&#233;sertions &#233;taient un r&#233;el probl&#232;me pour l'arm&#233;e afghane, jusqu'&#224; 60 % des soldats auraient rejoint les rangs des moudjahedines&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-96&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Cf. Rodric Braithwaite, op. cit., p. 136-137.&#034; id=&#034;nh3-96&#034;&gt;96&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Une partie peut-&#234;tre pour des raisons id&#233;ologiques, mais la plupart sans doute plut&#244;t &#224; cause de la mani&#232;re extr&#234;mement cruelle de faire la guerre des deux c&#244;t&#233;s, rejoindre la faction la plus forte dans une telle situation n'est pas forc&#233;ment une question d'affiliation&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-97&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Cf. Gregory Feifer, The Great Gamble. The Soviet War in Afghanistan, New (&#8230;)&#034; id=&#034;nh3-97&#034;&gt;97&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Hormis quelques voix critiques, majoritairement f&#233;ministes, &lt;a href=&#034;https://fair.org/extra/forgotten-coverage-of-afghan-freedom-fighters/&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;l'enthousiasme pour les &#171; combattants de la libert&#233; &#187; afghanes &#233;tait unanime dans le paysage m&#233;diatique occidental&lt;/a&gt;. On assistait &#224; un exc&#232;s de z&#232;le orientaliste pour les moudjahedines pieux et barbus, ils &#233;taient d&#233;peints comme des membres de clan innocents et modestes qui, &#233;tant donn&#233; une invasion par &#171; l'Empire du mal &#187;, voulaient seulement d&#233;fendre leurs traditions et leur religion, aid&#233;s &#171; un peu &#187; par les services de renseignement occidentaux. Les journalistes critiques &lt;a href=&#034;https://fair.org/extra/forgotten-coverage-of-afghan-freedom-fighters/&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;risquaient d'&#234;tre exclus des missions embarqu&#233;es avec les moudjahedines&lt;/a&gt; et de perdre ainsi l'acc&#232;s &#224; quasiment toute information. La couverture de la presse sovi&#233;tique &#233;tait vraisemblablement m&#234;me plus critique et objective, elle est souvent cit&#233;e comme exemple de la politique gorbatch&#233;vienne de la glasnost&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-98&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Cf. par exemple Gregory Feifer, op. cit., p. 213.&#034; id=&#034;nh3-98&#034;&gt;98&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Contrairement &#224; d'autres journalistes sovi&#233;tiques stationn&#233;s &#224; Kaboul, Artyom Borovik fut d&#232;s 1987 embarqu&#233; dans diverses troupes sovi&#233;tiques&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-99&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Cf. Sarah E. Mendelson, Changing Course. Ideas, Politics, and the Soviet (&#8230;)&#034; id=&#034;nh3-99&#034;&gt;99&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Il a r&#233;dig&#233; des articles critiques dans la revue &lt;i&gt;Ogonyok&lt;/i&gt; et il a publi&#233; en 1990 un livre qui parut simultan&#233;ment en anglais et en russe&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-100&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Cf. Artyom Borovik, The Hidden War. A Russian Journalist&#8216;s Account of the (&#8230;)&#034; id=&#034;nh3-100&#034;&gt;100&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;D&#233;j&#224; sur la premi&#232;re page, le ton est d&#233;faitiste : &#171; Des hommes fous appel&#232;rent l'Afghanistan &#8216;une &#233;cole du courage'. Et ils &#233;taient suffisamment sages pour ne pas y envoyer leurs fils. Ils parl&#232;rent du &#8216;devoir international', &#8216;de la bataille contre les mercenaires de l'imp&#233;rialisme aux fronti&#232;res m&#233;ridionales de notre patrie', &#8216;du rejet d&#233;termin&#233; de l'agression de la part des r&#233;actionnaires de la r&#233;gion'. Et ainsi de suite. Ils essay&#232;rent de se convaincre eux-m&#234;mes et de convaincre le reste du pays que l'Afghanistan &#8216;transformerait des jeunes immatures en fervents combattants pour notre foi communiste'. Mais, si l'Afghanistan a suscit&#233; la foi chez des gens, ce fut une foi tr&#232;s diff&#233;rente de celle promue par notre propagande. &#187;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-101&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Ibid., p. 1.&#034; id=&#034;nh3-101&#034;&gt;101&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; En outre, il ne cache pas qu'Amin a &#233;t&#233; assassin&#233; par le KGB&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-102&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Cf. ibid., p. 5.&#034; id=&#034;nh3-102&#034;&gt;102&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;, il parle des d&#233;sertions, des armes de service sovi&#233;tiques vendues&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-103&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Cf. ibid., p. 36.&#034; id=&#034;nh3-103&#034;&gt;103&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; et aussi des atrocit&#233;s commises par les soldats sovi&#233;tiques&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-104&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Cf. ibid., p. 258.&#034; id=&#034;nh3-104&#034;&gt;104&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Son r&#233;cit montre aussi que des pi&#232;ges explosifs cr&#233;atifs n'ont pas &#233;t&#233; invent&#233;s par l'EI : &#171; L'incident [la d&#233;couverte d'un thermos dot&#233; d'un pi&#232;ge &#224; feu] m'&#233;tonna de l'&#233;norme inventivit&#233; de ces bandits, de leur imagination riche et in&#233;puisable. &#192; l'int&#233;rieur de chaque fortification &#8211; des bunkers, des casemates, des tranch&#233;es-abris quatre &#233;tages au-dessous du sol &#8211; les soldats trouvent des stylos, des montres, des magn&#233;tophones et d'autres objets pi&#233;g&#233;s. La mort cach&#233;e &#233;tait camoufl&#233;e tellement magistralement que seul un &#339;il exp&#233;riment&#233; peut le voir. &#187;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-105&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Ibid., p. 35-36.&#034; id=&#034;nh3-105&#034;&gt;105&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;L'h&#233;ro&#239;ne comme boomerang&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Comme &#224; l'&#233;poque au Vietnam, l'h&#233;ro&#239;ne fut encore le carburant de la guerre : &#171; En cons&#233;quence [des flux financiers am&#233;ricains et saoudiens] explose une criminalit&#233; qui parasite l'aide, sur laquelle chacun ferme les yeux tant que les Russes sont en Afghanistan, mais dont les cons&#233;quences d&#233;vastatrices ouvriront la voie &#224; toutes les d&#233;rives &#224; partir de la fin de la d&#233;cennie. Ainsi, des cargaisons d'armes l&#233;g&#232;res en quantit&#233;s &#233;normes, livr&#233;es par la CIA et d&#233;barqu&#233;es au port de Karachi, alimentent le march&#233; local (et feront de cette ville une des plus violentes du monde) avant d'&#234;tre achemin&#233;es par la route vers leurs destinataires officiels. Au retour, les camions seront charg&#233;s d'h&#233;ro&#239;ne extraite de l'opium cultiv&#233; en Afghanistan et dans les &#8216;zones tribales' de la fronti&#232;re pakistanaise, et export&#233; par Karachi. Les convoitises et les profits gigantesques suscit&#233;s par les &#224;-c&#244;t&#233;s criminels de l'aide am&#233;ricaine et arabe &#224; la r&#233;sistance deviendront une pr&#233;occupation majeure des &#201;tats-Unis, puis des &#201;tats arabes apr&#232;s le retrait sovi&#233;tique, lorsque des groupes &#233;chappant &#224; leur contr&#244;le, surarm&#233;s et financ&#233;s par les trafics locaux, propageront le &lt;i&gt;jihad&lt;/i&gt; o&#249; il leur semblera bon sur la plan&#232;te. &#187;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-106&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Gilles Kepel, op. cit., p. 143-144.&#034; id=&#034;nh3-106&#034;&gt;106&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; Ce trafic de drogue des moudjahedines &#233;tait un secret bien connu, le commandant de l'ISI responsable de la mission l'admet ouvertement dans ces m&#233;moires&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-107&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Cf. Mohammad Yousaf, Mark Adkin, The Bear Trap. The Defeat of A Superpower, (&#8230;)&#034; id=&#034;nh3-107&#034;&gt;107&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Par cons&#233;quent, le prix de l'h&#233;ro&#239;ne baissa un peu partout en Occident au milieu des ann&#233;es 1980 et les h&#233;ro&#239;nomanes commenc&#232;rent dans la plupart des grandes villes &#224; faire partie du d&#233;cor pendant cette p&#233;riode. Le Croissant d'or rempla&#231;a en m&#234;me temps le Triangle d'or comme origine g&#233;ographique principale de l'h&#233;ro&#239;ne mondialement consomm&#233;e. Aujourd'hui, l'Afghanistan en produit selon les estimations environ 90 %. En 2017, le chiffre d'affaires de la production d'h&#233;ro&#239;ne &lt;a href=&#034;https://www.unodc.org/documents/crop-monitoring/Opium-survey-peace-security-web.pdf&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;fut estim&#233; entre 4.1 et 6.6 milliards de dollars, ce qui repr&#233;sente 20 &#224; 32 % du PIB afghan&lt;/a&gt;, &lt;a href=&#034;https://www.politifact.com/global-news/statements/2017/apr/04/ted-yoho/yoho-afghanistan-poppy-growth-way/&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;elle garantit un emploi &#224; approximativement 400'000 Afghans, plus que l'arm&#233;e afghane&lt;/a&gt;. Parall&#232;lement, l'h&#233;ro&#239;nomanie a &#233;galement explos&#233; au sein de la population afghane, ce qui n'est tout sauf &#233;tonnant dans un pays &lt;a href=&#034;https://www.nytimes.com/2016/06/06/world/asia/afghanistan-kabul-graveyard.html&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;qui manque de cimeti&#232;res&lt;/a&gt;. &lt;a href=&#034;https://www.vice.com/de_ch/article/yvea8j/afghanistans-opiumplage&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;L'&#233;picentre du milieu afghan de la drogue est le sous-sol du pont Pul-sokhta &#224; Kaboul&lt;/a&gt;, une concentration massive de mis&#232;re refoul&#233;e.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Le flux dans l'autre direction &#233;tait au d&#233;but essentiellement compos&#233; d'armes l&#233;g&#232;res et les exp&#233;diteurs se pr&#233;occupaient d'une certaine discr&#233;tion. Selon Yousuf, seulement des armes provenant du bloc socialiste auraient &#233;t&#233; livr&#233;es au moudjahedines jusqu'en 1985&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-108&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Cf. Mohammad Yousaf, Mark Adkin, op. cit., p. 83.&#034; id=&#034;nh3-108&#034;&gt;108&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Ainsi, ils contr&#244;laient le sol, mais l'arm&#233;e sovi&#233;tique contr&#244;lait le ciel : &#171; La puissance a&#233;rienne &#233;tait certainement le plus grand atout de l'ennemi. Elle n'accorda pas seulement une puissance de feu illimit&#233;e, mais aussi la mobilit&#233;. Utilis&#233;es correctement, ces deux pouvaient &#234;tre combin&#233;es sur le champ de bataille pour vaincre les gu&#233;rillas de mani&#232;re tactique, voire strat&#233;gique. Le probl&#232;me, du point de vue des moudjahedines, n'&#233;tait pas tant qu'ils n'avaient pas de puissance a&#233;rienne propre, mais que leurs moyens de riposte aux avions et h&#233;licopt&#232;res ennemis ont &#233;t&#233; limit&#233;s &#224; quelques SA-7 p&#233;rim&#233;s, tir&#233;s &#224; l'&#233;paule, des missiles surface-air (SAM). &#187;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-109&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Ibid., p. 59.&#034; id=&#034;nh3-109&#034;&gt;109&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ceci changea en 1986 : le 26 septembre, des miliciens de Hekmatyar test&#232;rent pour la premi&#232;re fois le tout nouveau lance-missile sol-air am&#233;ricain Stinger dans un combat&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-110&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Cf. George Crile, op. cit., p. 426-427.&#034; id=&#034;nh3-110&#034;&gt;110&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Cela fut-il ou non un tournant dans le cours de la guerre ? Les experts continuent &#224; en d&#233;battre. En tout cas, la d&#233;faite sovi&#233;tique &#233;tait d&#233;sormais scell&#233;e&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-111&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Cf. Rodric Braithwaite, op. cit., p. 205.&#034; id=&#034;nh3-111&#034;&gt;111&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. L'un des effets collat&#233;raux inattendus de l'op&#233;ration a &#233;t&#233; le fait que parmi environ 1'000 Stinger fournis, beaucoup finirent &#224; cause de la corruption ou en tant que butin de guerre chez des destinataires impr&#233;vus. Rapidement, l'Iran et la Russie se vant&#232;rent d'en poss&#233;der. &lt;a href=&#034;https://slate.com/news-and-politics/2001/10/stingers-stingers-who-s-got-the-stingers.html&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;Encore en 2001, on se demandait&lt;/a&gt; o&#249; les Stinger pourraient bien &#234;tre. Entre-temps, des groupes jihadistes divers et vari&#233;s autour du globe en poss&#233;daient un, voire plusieurs, et la CIA a investi le double de leur co&#251;t initial, 65 millions de dollars, pour en racheter un maximum.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Retrait sovi&#233;tique, prise de pouvoir des talibans et mondialisation du jihad&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#192; l'&#233;poque comme aujourd'hui, les volontaires d'un peu partout dans le monde se joignirent aux moudjahedines, venus dans leur grande majorit&#233; de la p&#233;ninsule arabique et d'autres r&#233;gions islamiques. Tandis que certains jeunes Arabes de bonne famille (bourgeoise, voire royale) se servirent de l'Afghanistan pour passer des vacances aventureuses&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-112&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Cf. Gilles Kepel, op. cit., p. 185.&#034; id=&#034;nh3-112&#034;&gt;112&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;, d'autres vinrent avec des intentions plus s&#233;rieuses. Ainsi, &lt;a href=&#034;https://kommunisierung.net/Contre-l-Etat-islamique-contre-la&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;un certain Abou Moussab al-Zarqaoui se d&#233;pla&#231;a par exemple &#224; la fin des ann&#233;es 1980 en Afghanistan pour se joindre &#224; la faction de Hekmatyar&lt;/a&gt;. Ce fut le d&#233;but d'une longue carri&#232;re jihadiste et il fera beaucoup parler de lui par la suite.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Afin de s'occuper des volontaires &#233;trangers, le Palestinien Abdallah Azzam, un th&#233;oricien jihadiste d'une certaine importance, fonda en 1984 ensemble avec Oussama ben Laden et Ayman al-Zawahiri le Bureau des services. Ce dernier ouvrit m&#234;me en 1986 son premier bureau am&#233;ricain &#224; Tucson dans l'&#201;tat de l'Arizona pour y recruter au sein de la communaut&#233; arabe pour les moudjahedines&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-113&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Cf. Steve Coll, op. cit., p. 155.&#034; id=&#034;nh3-113&#034;&gt;113&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Azzam est mort le 24 novembre 1989 et ben Laden a repris le Bureau des services. Il l'a rebaptis&#233; : la base, Al-Qa&#239;da en arabe&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-114&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Cf. ibid., p. 204.&#034; id=&#034;nh3-114&#034;&gt;114&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Personne ne s'en souciait &#224; l'&#233;poque au sein de la CIA car ben Laden &#233;tait consid&#233;r&#233; comme &#171; non anti-am&#233;ricain &#187;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-115&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Ibid., p. 156.&#034; id=&#034;nh3-115&#034;&gt;115&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Le retrait sovi&#233;tique &#233;tait d&#233;j&#224; consid&#233;rablement avanc&#233; &#224; ce moment-l&#224; et la guerre afghano-sovi&#233;tique se transforma peu &#224; peu en guerre civile afghane. D&#233;j&#224; le 4 d&#233;cembre 1987, un retrait sovi&#233;tique ordonn&#233; avait &#233;t&#233; discut&#233; &#224; Washington entre la CIA et le KGB&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-116&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Cf. ibid., p. 168-169.&#034; id=&#034;nh3-116&#034;&gt;116&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Apr&#232;s la chute du mur d&#233;but novembre 1989, tout le monde r&#233;alisa que les alliances d'hier ne seraient plus celles de demain, personne ne connaissait encore la &#171; fin de l'histoire &#187; et ses contours.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;En automne 1990, la rupture entre ben Laden et l'Arabie saoudite a eu lieu. Ben Laden aurait pr&#233;f&#233;r&#233; r&#233;soudre le probl&#232;me de l'invasion irakienne du Kowe&#239;t par le biais du jihad, l'Arabie saoudite consid&#233;rait qu'une invasion am&#233;ricaine serait une solution plus judicieuse. Hekmatyar et Sayyaf ne voulaient pas non plus d'alliance avec les &#201;tats-Unis&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-117&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Cf. ibid., p. 222-223.&#034; id=&#034;nh3-117&#034;&gt;117&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Au milieu de l'ann&#233;e 1991, ben Laden fut gentiment averti par les services secrets saoudiens que les &#201;tats-Unis le traqueraient peut-&#234;tre et qu'il serait banni de l'Arabie saoudite &#171; pour son propre bien &#187;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-118&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Ibid., p. 231.&#034; id=&#034;nh3-118&#034;&gt;118&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Apr&#232;s une escale, selon les sources, en Afghanistan ou en Pakistan, il trouva refuge en 1992 au Soudan&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-119&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Cf. ibid., p. 601-602.&#034; id=&#034;nh3-119&#034;&gt;119&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;, o&#249; le Congr&#232;s national islamiste d'Omar el-Bechir avait pris le pouvoir par un putsch.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Le 13 septembre 1991, le secr&#233;taire d'&#201;tat am&#233;ricain James Baker et le ministre des Affaires &#233;trang&#232;res sovi&#233;tique Boris Pankine se mirent d'accord d'arr&#234;ter conjointement le soutien pour les rebelles respectivement le gouvernement du PDPA&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-120&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Cf. ibid., p. 232.&#034; id=&#034;nh3-120&#034;&gt;120&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. En d&#233;cembre 1991, peu avant l'effondrement de l'Union sovi&#233;tique, le KGB s'est retir&#233; d'Afghanistan et au d&#233;but de 1992, l'aide &#224; Najibullah a &#233;t&#233; arr&#234;t&#233;e comme convenu&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-121&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Cf. Rodric Braithwaite, op. cit., p. 299.&#034; id=&#034;nh3-121&#034;&gt;121&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Apr&#232;s la chute du gouvernement de ce dernier, il n'y avait plus beaucoup de raisons de maintenir une pr&#233;sence am&#233;ricaine devenue tr&#232;s co&#251;teuse &#224; cause du grand danger et de la situation chaotique. Les portes de l'ambassade &#233;taient d&#233;j&#224; depuis 1989 g&#233;n&#233;ralement ferm&#233;es, &#224; la fin de 1992, tout le personnel trouva des planques plus tranquilles.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dernier ambassadeur &#224; Kaboul durant neuf ans, Peter Tomsen se souciait dans son dernier m&#233;mo du 18 d&#233;cembre 1992 de mani&#232;re assez clairvoyante &#171; des efforts des extr&#233;mistes islamistes afin d'utiliser l'Afghanistan comme une base d'entra&#238;nement et d'ex&#233;cution pour le terrorisme dans la r&#233;gion et au-del&#224; &#187;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-122&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Steve Coll, op. cit., p. 239.&#034; id=&#034;nh3-122&#034;&gt;122&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Son &#233;valuation de la situation &#233;tait (l&#233;gitimement) sombre, il &#233;crivit quelques semaines plus tard : &#171; La pers&#233;v&#233;rance am&#233;ricaine dans le maintien de notre position d&#233;j&#224; &#233;tablie en Afghanistan pourrait &#8211; &#224; peu de co&#251;ts &#8211; consid&#233;rablement contribuer &#224; un r&#233;sultat favorable et mod&#233;r&#233; qui permettrait d'&#233;carter les extr&#233;mistes, de maintenir une amiti&#233; avec un pays amical situ&#233; strat&#233;giquement, de nous aider &#224; accomplir nos autres objectifs en Afghanistan et dans la r&#233;gion d'Asie centrale en g&#233;n&#233;ral, par exemple les stup&#233;fiants, la r&#233;cup&#233;ration des Stinger, l'antiterrorisme [&#8230;] On risque de jeter les atouts qu'on a acquis en Afghanistan dans les dix derni&#232;res ann&#233;es, qu'on a pay&#233; cher [&#8230;] Les enjeux dans le contexte g&#233;ostrat&#233;gique actuel sont limit&#233;s, mais importants. Il y a le danger qu'on perde l'int&#233;r&#234;t et qu'on abandonne notre capital investi en Afghanistan ce qui d&#233;stabilise une r&#233;gion o&#249; l'on n'a que quelques leviers pr&#233;cieux. &#187;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-123&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Ibid.&#034; id=&#034;nh3-123&#034;&gt;123&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; Cassandra n'aurait pas su mieux le formuler&#8230;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;La guerre civile jusqu'en 1996 ne sera pas trait&#233;e en d&#233;tail dans ce texte, seule la force ayant conquis le pouvoir &#224; la fin sera abord&#233;e : les talibans. &#171; Talibans &#187; signifie &#233;l&#232;ves en pachtoune et fait r&#233;f&#233;rence &#224; leur origine dans les &#233;coles coraniques dans la r&#233;gion de Kandahar et la r&#233;gion frontali&#232;re du Pakistan. Au printemps 1994, ils conquirent le premier village, Spin Boldak, proche de la fronti&#232;re pakistanaise. Le 3 novembre de la m&#234;me ann&#233;e, ce fut le tour &#224; la capitale m&#233;ridionale, Kandahar, deuxi&#232;me ville du pays, moins d'un an plus tard, en septembre 1995, &#224; la m&#233;tropole occidentale H&#233;rat, troisi&#232;me ville du pays et majoritairement non-pachtoune. D&#233;j&#224; depuis le printemps, ils dispos&#232;rent du monopole &#8211; m&#234;me s'il fut un peu m&#233;fiant &#8211; de l'ISI, la faction de Djal&#226;louddine Haqqani se joignit &#233;galement &#224; cette &#233;poque aux talibans&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-124&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Cf. ibid., p. 293.&#034; id=&#034;nh3-124&#034;&gt;124&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. En septembre 1996, ils conquirent Kaboul et proclam&#232;rent le 27 du m&#234;me mois l'&#171; &#201;mirat islamique d'Afghanistan &#187;, le d&#233;but de leur r&#232;gne quinquennal sur le pays.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Seulement suite &#224; de nombreuses batailles, ils r&#233;ussirent &#224; contr&#244;ler compl&#232;tement le nord du pays. L'affrontement sanglant commenc&#233; en mai 1997 avec les notables locaux de la m&#233;tropole du nord et quatri&#232;me ville du pays Mazir-i Sharif, soutenus surtout par la Russie et l'Iran, culmina en ao&#251;t 1998 dans la prise du pouvoir des talibans et un massacre de milliers de civils, principalement chiites. Apr&#232;s avoir d&#233;j&#224; &#233;t&#233; reconnu comme gouvernement l&#233;gitime apr&#232;s la conqu&#234;te de Kaboul par les &#201;tats-Unis, s'ensuivirent le Pakistan, l'Arabie saoudite et les &#201;mirats arabes unis, sur la premi&#232;re liste am&#233;ricaine d'organisations terroristes &#233;trang&#232;res, parue en automne 1997, il n'y a ni les talibans, ni Al-Qa&#239;da&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-125&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Cf. ibid., p. 334, 349 et 351.&#034; id=&#034;nh3-125&#034;&gt;125&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Peu avant la chute de Kaboul, ben Laden, d&#233;j&#224; rentr&#233; en Afghanistan en mai 1996, cassa sa tirelire et donna aux talibans trois millions de dollars de sa fortune personnelle en guise de soutien &#224; l'attaque sur Kaboul et par la suite, le soutien de l'ISI se renfor&#231;a avec la chute de la capitale&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-126&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Cf. ibid., p. 331-332.&#034; id=&#034;nh3-126&#034;&gt;126&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Apr&#232;s les tentatives d'attentat infructueuses contre le Premier ministre &#233;gyptien Atif Sedki en 1993 et le Pr&#233;sident Hosni Moubarak en 1995, le groupe Al-Jihad li&#233; &#224; ben Laden &#233;tait de plus en plus sous pression, tout autant qu'Al-Gamaa al-Islamiya, qui avait &#233;galement des contacts avec lui, assassina le journaliste Faraj Fouda en 1992 et fut responsable pour le massacre de Louxor (soixante-deux morts, en grande majorit&#233; des touristes), et enfin le r&#233;gime soudanais qui avait h&#233;berg&#233; ben Laden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Le retour des &#171; Afghans &#187; en &#201;gypte et en Alg&#233;rie au d&#233;but des ann&#233;es 1990 allait de pair avec l'introduction de leurs m&#233;thodes apprises en Afghanistan : &#171; Cette acc&#233;l&#233;ration de la violence, concomitante dans les deux pays, se produisit l'ann&#233;e de la chute de Kaboul aux mains des &lt;i&gt;moujahidines&lt;/i&gt;. Plusieurs centaines d'&#8216;Afghans' alg&#233;riens comme &#233;gyptiens &#233;taient rentr&#233;s chez eux. Form&#233;s au moule du &#8216;salafisme jihadisme' &#224; Peshawar, ils contribueraient &#224; radicaliser le &lt;i&gt;jihad&lt;/i&gt; local en y transposant leur exp&#233;rience internationale. &#187;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-127&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Gilles Kepel, op. cit., p. 275.&#034; id=&#034;nh3-127&#034;&gt;127&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; D'autres v&#233;t&#233;rans afghans &#233;trangers ont port&#233; le jihad en Bosnie, en Tch&#233;tch&#233;nie et au Tadjikistan&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-128&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Cf. ibid., p. 295.&#034; id=&#034;nh3-128&#034;&gt;128&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;, pour la m&#234;me raison, le conflit au Cachemire aussi a pris un tournant de plus en plus jihadiste du c&#244;t&#233; pakistanais&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-129&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Cf. ibid., p. 142-143.&#034; id=&#034;nh3-129&#034;&gt;129&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Pendant la premi&#232;re bataille de Mogadiscio, le fiasco am&#233;ricain du 3 et 4 octobre 1993, il y avait aussi des &#171; Afghans &#187;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-130&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Cf. ibid., p. 377.&#034; id=&#034;nh3-130&#034;&gt;130&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. &lt;i&gt;Black Hawk Down&lt;/i&gt;, le livre sur l'&#233;v&#233;nement par le journaliste Mark Bowden, paru en 1999, fut adapt&#233; au cin&#233;ma en 2001 par Ridley Scott. Suite &#224; deux h&#233;licopt&#232;res descendus, deux soldats am&#233;ricains furent lynch&#233;s par la pl&#232;be, certains ont pu &#234;tre sauv&#233;s. L'op&#233;ration a co&#251;t&#233; la vie &#224; dix-huit soldats de la coalition am&#233;ricaine (ensemble avec la Malaisie et le Pakistan) et &#224; plus d'un millier du c&#244;t&#233; de l'Alliance nationale somalienne et des jihadistes alli&#233;s &#224; eux.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Les troupes de l'ONU ont quitt&#233; le pays en 1995 et les diff&#233;rentes factions continu&#232;rent &#224; se battre. En d&#233;cembre 2006 seulement, le gouvernement de transition constitu&#233; en 2000 &#224; Nairobi a pu chasser l'alliance jihadiste Union des tribunaux islamiques de Mogadiscio et obtenir un contr&#244;le pr&#233;caire sur la capitale. Les &#233;l&#233;ments mod&#233;r&#233;s de l'alliance se sont exil&#233;s, une faction est rest&#233;e : Al-Shabab, terme arabe signifiant &#171; la jeunesse &#187;, le nom complet est &#171; Mouvement des jeunes moudjahedines &#187;. Existant d&#233;j&#224; en tant que faction ind&#233;pendante au sein de l'alliance, elle a &#233;t&#233; r&#233;organis&#233;e par Aden Hashi Ayro en 2006, il aurait auparavant &#233;t&#233; form&#233; &lt;a href=&#034;https://www.independent.co.uk/news/obituaries/aden-hashi-ayro-militant-islamist-leader-in-somalia-820385.html&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;dans un camp d'entra&#238;nement afghan par Al-Qa&#239;da&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Al-Qa&#239;da, un r&#233;seau mondial pour le jihad&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Les v&#233;t&#233;rans d'Afghanistan &#224; la recherche du jihad perdu n'aliment&#232;rent cependant pas que des guerres partout autour du globe, ils &#233;taient aussi en train d'organiser Al-Qa&#239;da en tant que r&#233;seau jihadiste mondial. La forme donc, dans laquelle on conna&#238;t commun&#233;ment l'organisation aujourd'hui. Le 29 d&#233;cembre 1992, il y eut &#224; Aden, l'ancienne capitale du Y&#233;men du Sud, une attaque &#224; la bombe contre l'arm&#233;e am&#233;ricaine. Les bombes explos&#232;rent dans deux h&#244;tels connus pour h&#233;berger du personnel militaire am&#233;ricain. L'attaque n'atteignit pourtant pas sa cible, deux employ&#233;s d'h&#244;tel et un touriste autrichien sont morts, aussi parmi les bless&#233;s, il n'y eut que des employ&#233;s d'h&#244;tel et des touristes. Ce fut historiquement le premier attentat d'Al-Qa&#239;da dans sa forme contemporaine.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;La voiture pi&#233;g&#233;e ayant explos&#233; dans un parking souterrain du World Trade Center &#224; New York le 26 f&#233;vrier 1993, tout comme celle dans un centre d'entra&#238;nement de l'arm&#233;e am&#233;ricaine &#224; Riyad, ayant co&#251;t&#233; la vie &#224; cinq Am&#233;ricains et deux Indiens, lui sont attribu&#233;es, m&#234;me s'il n'a jamais officiellement revendiqu&#233; ces attentats. Les attaques parall&#232;les contre les ambassades &#224; Nairobi et Dar es Salam avec deux cent vingt-quatre morts et plus de cinq mille bless&#233;s le 7 ao&#251;t 1998 ont fini par convaincre les strat&#232;ges de guerre am&#233;ricains que pour les alli&#233;s d'hier, l'alliance &#233;tait d&#233;finitivement obsol&#232;te.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ce fut le tournant dans la relation am&#233;ricaine avec les talibans. En lien avec le gazoduc TAPI, planifi&#233; depuis le d&#233;but des ann&#233;es 1990, l'entreprise p&#233;troli&#232;re am&#233;ricaine Unocal avait m&#234;me ouvert un bureau &#224; Kandahar, le bastion des talibans, en 1996&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-131&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Cf. Steve Coll, op. cit., p. 338.&#034; id=&#034;nh3-131&#034;&gt;131&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;, afin d'augmenter les chances de d&#233;crocher un contrat lucratif face &#224; sa concurrente argentine Bridas. La pression f&#233;ministe croissante avait d&#233;j&#224; en automne 1997 comme effet une premi&#232;re critique am&#233;ricaine publique du r&#233;gime des talibans de la part de Madeleine Albright et de Hillary Clinton&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-132&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Cf. ibid., p. 362-363.&#034; id=&#034;nh3-132&#034;&gt;132&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Alors que la CIA commen&#231;ait &#224; r&#233;fl&#233;chir sur une op&#233;ration secr&#232;te pour capturer ben Laden en Afghanistan, le r&#233;gime des talibans perdit le soutien saoudien &#224; la mi-septembre 1998&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-133&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Cf. ibid., p. 413-415.&#034; id=&#034;nh3-133&#034;&gt;133&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. La collaboration avec les partenaires pakistanais et saoudien dans la &#171; lutte contre le terrorisme &#187; &#233;tait pourtant pr&#233;caire et ambigu&#235;. Malgr&#233; la rupture saoudienne avec les talibans, des millions &#224; travers les organisations de charit&#233; islamiques continuaient &#224; alimenter leurs caisses&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-134&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Cf. ibid., p. 511-513.&#034; id=&#034;nh3-134&#034;&gt;134&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Aucun service de renseignement ne r&#233;ussissait &#224; infiltrer le noyau dur d'Al-Qa&#239;da&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-135&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Cf. ibid., p. 513.&#034; id=&#034;nh3-135&#034;&gt;135&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; et personne ne savait que ben Laden fusse en train de pr&#233;parer des projets importants &#224; Kandahar depuis au moins fin 1999&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-136&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Cf. ibid., p. 485.&#034; id=&#034;nh3-136&#034;&gt;136&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ces projets, dont les r&#233;percussions sont bien connues, furent r&#233;alis&#233;s le 11 septembre 2001, deux jours apr&#232;s l'assassinat de Massoud. L'invasion am&#233;ricaine d'Afghanistan, entam&#233;e en octobre 2001, avait m&#234;me le soutien russe et quelques mois plus tard, le r&#233;gime taliban fut renvers&#233;. Les dirigeants finirent soit &#224; Guantanamo, soit dans l'exile pakistanais o&#249; le mouvement fut r&#233;tabli comme milice en 2003. Cela n'emp&#234;cha pas le service secret pakistanais ISI &lt;a href=&#034;https://www.aljazeera.com/mritems/Documents/2010/6/13/20106138531279734lse-isi-taliban.pdf&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;de garder un pied dedans tout en pr&#233;tendant &#234;tre un alli&#233; fiable dans la &#171; guerre contre la terreur &#187;&lt;/a&gt;. Du c&#244;t&#233; des &#201;tats-Unis, l'Afghanistan n'&#233;tait plus la priorit&#233; depuis la chute des talibans, l'Irak &#233;tait d&#233;j&#224; &#224; l'ordre du jour, une invasion qui ouvrit aussi un nouveau chapitre pour Al-Qa&#239;da.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Apr&#232;s le renversement de Saddam Hussein par l'invasion am&#233;ricaine en 2003, la r&#233;sistance contre l'occupation am&#233;ricaine &#233;tait consid&#233;rable d&#232;s le d&#233;part. L'organisation Jama'at al-Tawhid wal-Jihad (&#171; Parti pour le monoth&#233;isme et le jihad &#187;), men&#233;e par Abou Moussab al-Zarqaoui, &#233;tait une force centrale dans la gu&#233;rilla contre le nouveau pouvoir &#224; Bagdad. En automne 2004, il a pr&#234;t&#233; all&#233;geance &#224; Al-Qa&#239;da et son organisation est devenue sa succursale en Irak. Le nom fut chang&#233; en Tanzim al-Qa&#239;dat al-Jihad fi Bilad al-Rafidayn (&#171; Organisation de base du jihad en M&#233;sopotamie &#187;), commun&#233;ment appel&#233;e Al-Qa&#239;da en Irak. Le groupe devint en 2007 l'&#201;tat islamique en Irak. En 2013, le rapport toujours tendu finit par se rompre et l'&#201;tat islamique en Irak et au Levant a &#233;t&#233; cr&#233;&#233;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-137&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Cf. Doc Sportello, &#8222;Contre l&#8216;&#201;tat islamique, contre la guerre &#8211; une (&#8230;)&#034; id=&#034;nh3-137&#034;&gt;137&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Ce dernier a proclam&#233; un califat mondial en 2014 et s'est appel&#233; d&#233;sormais, pour souligner cette pr&#233;tention universelle, simplement &#201;tat islamique.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Sur les th&#232;ses&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ceci sur la v&#233;ritable racine historique de l'EI, abordons maintenant les th&#232;ses. C'est un lieu commun dans les d&#233;bats marxistes de d&#233;finir une chose d&#233;sagr&#233;able quelconque comme &#171; un ph&#233;nom&#232;ne de la crise capitaliste &#187; et La Banda Vaga a c&#233;d&#233; &#224; cette tentation. Le lien entre la crise &#233;conomique globale et la mont&#233;e des Fr&#232;res musulmans devrait toutefois &#234;tre prouv&#233;. Comme mentionn&#233; ci-dessus, l'essor de l'islamisme est plut&#244;t li&#233; &#224; la concurrence de diff&#233;rentes factions bourgeoises dans la lutte contre la colonisation britannique.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Concernant les ann&#233;es 1970, La Banda Vaga oublie que la crise p&#233;troli&#232;re n'en fut pas une pour les pays exportant du p&#233;trole comme l'Iran et l'Arabie saoudite. Comme d&#233;j&#224; mentionn&#233; plus haut, cette crise et ainsi le d&#233;but de la restructuration sont certainement li&#233;s &#224; l'expansion de l'islamisme, mais ce lien consiste en la propagation saoudienne de l'id&#233;ologie et en le d&#233;but du d&#233;clin du mouvement ouvrier qui a enfin permis aux islamistes de recruter &#171; la jeunesse urbaine pauvre &#187;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-138&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Gilles Kepel, op. cit., p. 15.&#034; id=&#034;nh3-138&#034;&gt;138&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; et non pas &#224; une loi historique insinu&#233;e par La Banda Vaga selon laquelle le capital s&#233;cr&#233;terait m&#233;caniquement une dose d'islamisme lors de chaque crise.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ainsi, l'expos&#233; sur l'antis&#233;mitisme &#8211; qui est bien s&#251;r pr&#233;sent dans le discours islamiste &#8211; ne peut &#234;tre consid&#233;r&#233; comme r&#233;solu par une allusion h&#226;tive &#224; Bernard Lewis. Tout d'abord, il est tr&#232;s &#233;tonnant qu'un groupe communiste se r&#233;f&#232;re &#224; cet auteur hautement controvers&#233;. Tout en ayant &#233;t&#233; marxiste au d&#233;but de sa carri&#232;re, il &#233;tait en 1986, quand le livre &lt;i&gt;S&lt;/i&gt;&lt;i&gt;&#233;&lt;/i&gt;&lt;i&gt;mites &lt;/i&gt;&lt;i&gt;et&lt;/i&gt;&lt;i&gt; &lt;/i&gt;&lt;i&gt;a&lt;/i&gt;&lt;i&gt;ntis&lt;/i&gt;&lt;i&gt;&#233;&lt;/i&gt;&lt;i&gt;mites&lt;/i&gt; a paru, un propagandiste &#233;tabli des n&#233;oconservateurs am&#233;ricains. L'allusion au dogme antideutsch de l'&#171; antis&#233;mitisme en tant qu'article d'exportation europ&#233;en &#187; ne sert d'explication ni &#224; l'&#233;gard des contextes historiques, ni d'un point de vue d'une approche mat&#233;rialiste.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;M&#234;me Lewis lui-m&#234;me avance une raison mat&#233;rialiste pour la traduction des premiers textes : &#171; Les minorit&#233;s chr&#233;tiennes avaient de bonnes raisons de s'opposer aux Juifs, leurs concurrents directs sur le plan &#233;conomique ; d'ailleurs, les manifestations antijuives s'accompagnaient invariablement d'appels au boycott. &#187;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-139&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Bernard Lewis, S&#233;mites et antis&#233;mites, Paris, Fayard, 1987 [1986], p. 167.&#034; id=&#034;nh3-139&#034;&gt;139&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; Bien s&#251;r, la bourgeoisie ne cherchera pas la &#171; faute &#224; toute la mis&#232;re &#187; dans les rapports de production, ne serait-ce que parce que ceux-ci lui apportent tout sauf la mis&#232;re. En outre, ces traductions doivent sans doute aussi &#234;tre vues dans le contexte de la premi&#232;re vague d'&#233;migration sioniste en direction de la Palestine ottomane, ainsi que dans celui de la th&#233;orisation du sionisme qui l'accompagne et commence avec elle, celle-ci est &#8211; dans le cas notamment de Herzl &#8211; tr&#232;s inspir&#233;e par le nationalisme allemand.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Il n'y a m&#234;me pas besoin de mentionner que Lewis &#233;tait au d&#233;but des ann&#233;es 2000 l'un des propagandistes les plus z&#233;l&#233;s pour l'invasion am&#233;ricaine de l'Irak. Dans l'ouvrage cit&#233;, on trouve tout autant des propos extr&#234;mement douteux qui ne peuvent &#234;tre expliqu&#233;s que par le contexte g&#233;opolitique de l'&#233;poque. Ainsi, il pr&#233;tend par exemple que le kurde ne serait pas une langue et qu'il n'y aurait pas de litt&#233;rature kurde&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-140&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Cf. ibid., p. 56. Les traductrices ont d&#251; &#233;prouver une certaine g&#234;ne face &#224; (&#8230;)&#034; id=&#034;nh3-140&#034;&gt;140&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. L'explication pour cette affirmation &#8211; &#233;videmment fausse &#8211; doit &#234;tre cherch&#233;e dans le contexte d'une activit&#233; et d'une propagande fortes de la part du PKK dans les ann&#233;es 1980 et dans le fait que pour Lewis, la Turquie &#233;tait &#8211; &#224; c&#244;t&#233; d'Isra&#235;l &#8211; le partenaire le plus fiable de l'Occident dans le Moyen-Orient et qu'elle devait donc &#234;tre soutenue contre les vell&#233;it&#233;s ind&#233;pendantistes des Kurdes. Pour la m&#234;me raison, il r&#233;p&#232;te dans cet ouvrage sa th&#232;se inou&#239;e qu'il n'y aurait jamais eu de g&#233;nocide commis &#224; l'&#233;gard des Arm&#233;niens, ce furent tout simplement des &#171; souffrances [&#8230;] terribles &#187;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-141&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Ibid., p. 21.&#034; id=&#034;nh3-141&#034;&gt;141&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. &#192; la langue berb&#232;re, il d&#233;nie aussi toute scripturalit&#233; et tradition litt&#233;raire&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-142&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Cf. ibid., p. 56.&#034; id=&#034;nh3-142&#034;&gt;142&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;, ce qui n'est pas moins erron&#233; que la rel&#233;gation du kurde dans les sph&#232;res moins civilis&#233;es. Dans ce cas aussi, la d&#233;fense implicite de la politique d'arabisation du pr&#233;sident alg&#233;rien de l'&#233;poque et ami de l'Occident Chadli Bendjedid en guise de r&#233;action au Printemps berb&#232;re en 1980 est tout sauf une co&#239;ncidence.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Pour son adversaire &#233;pique Edward Sa&#239;d, Lewis est l'un des repr&#233;sentants principaux de l'orientalisme, c'est-&#224;-dire la recherche qui, selon Sa&#239;d, sert aux int&#233;r&#234;ts imp&#233;rialistes occidentaux en tentant d'analyser un Orient construit par l'intellectuel occidental. Son analyse est consid&#233;rablement influenc&#233;e par Michel Foucault et elle montre les m&#234;mes limites, tout discours est pos&#233; comme construit tout en reprochant au &#171; discours orientaliste &#187; qu'il ne parlerait pas de l'&#171; Orient r&#233;el &#187;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-143&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Edward W. Sa&#239;d, L'Orientalisme. L'Orient cr&#233;e par l'Occident, Paris, Seuil, (&#8230;)&#034; id=&#034;nh3-143&#034;&gt;143&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Sa&#239;d et Lewis se men&#232;rent d'une certaine mani&#232;re une guerre de procuration entre la Palestine et Isra&#235;l entre les murs de l'acad&#233;mie anglosaxonne, mais leur point de vue culturaliste emp&#234;chait les deux de saisir le mode de production capitaliste en tant que tel. L'&#171; h&#233;g&#233;monie [europ&#233;enne] &#187;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-144&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Bernard Lewis, op. cit., p. 170.&#034; id=&#034;nh3-144&#034;&gt;144&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; chez Lewis trouve son &#233;cho dans &#171; la force du discours culturel occidental &#187;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-145&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Edward W. Sa&#239;d, op. cit., p. 38.&#034; id=&#034;nh3-145&#034;&gt;145&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; chez Sa&#239;d. Les deux m&#233;connaissent l'exploration du march&#233; mondial par le capital en tant que base mat&#233;rielle de la pr&#233;tendue sup&#233;riorit&#233; culturelle de l'Occident.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Pour cette raison pr&#233;cis&#233;ment, il est probl&#233;matique d'avoir recours &#224; Lewis pour &#233;tiqueter l'islamisme comme antis&#233;mite. Pour lui, l'antis&#233;mitisme est un &#171; virus &#187; qui &#171; [s'est] r&#233;pandu dans ses veines [de l'islam] &#187;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-146&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Bernard Lewis, op. cit., p. 339.&#034; id=&#034;nh3-146&#034;&gt;146&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;, la culture, donc, en tant que corps sain et homog&#232;ne, menac&#233; par des maladies, un point de vue qui, en principe, ne devrait pas &#234;tre celui des communistes. L'antis&#233;mitisme islamiste n'est pas un &#171; article d'exportation &#187;, mais se manifeste dans la plupart des cas dans le contexte du soutien des vell&#233;it&#233;s nationalistes de la bourgeoisie palestinienne. L'hostilit&#233; islamiste envers les Juifs ne s'articule ni sur une base raciste, ni sur une base culturaliste, les Juifs sont tout simplement des m&#233;cr&#233;ants et sont ha&#239;s pour cette raison-l&#224;, tout comme les chr&#233;tiens, ils ont pourtant, comme ceux-ci, du moins th&#233;oriquement, en tant qu'&lt;i&gt;ahl-ul-kitab&lt;/i&gt;, &#171; gens du livre &#187;, la possibilit&#233; de payer la taxe de protection &lt;i&gt;jizya&lt;/i&gt; et de vivre de mani&#232;re indemne dans le califat, contrairement par exemple aux chiites consid&#233;r&#233;s comme des h&#233;r&#233;tiques ou aux Y&#233;zidis consid&#233;r&#233;s comme des adorateurs du diable, plac&#233;s bien plus bas dans la hi&#233;rarchie de l'EI et auxquels on accorde dans le meilleur des cas une vie en tant qu'esclaves.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Fin novembre 2015, une reproduction d'un texte de l'&#233;crivain fran&#231;ais jihadophile Marc-&#201;douard Nabe (connu aussi sous son pseudonyme litt&#233;raire Alain Zannini) parut m&#234;me dans la revue francophone de l'EI &lt;i&gt;Dar al-Islam.&lt;/i&gt; Il y attaque les th&#233;ories complotistes d'Alain Soral&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-147&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Cf. &#171; L&#8216;&#201;tat islamique dans les mots de l'ennemi &#187; in Dar al-Islam, n&#176; 7, 30 (&#8230;)&#034; id=&#034;nh3-147&#034;&gt;147&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Les islamistes croient certainement aussi que des Juifs sont engag&#233;s dans de complots divers et vari&#233;s (dont les attaques jihadistes ne font bien &#233;videmment pas partie), mais cette croyance n'est pas un &#233;l&#233;ment surd&#233;terminant comme pour des nazis ou des sp&#233;cialistes des th&#233;ories complotistes comme Els&#228;sser, Soral ou Meyssan. Pour les islamistes, ce ne sont logiquement pas &#171; les rapports de production &#187; qui sont &#171; responsables de toute la mis&#232;re &#187;, mais ce ne sont pas des &#171; manipulateurs cach&#233;s &#187; non plus, simplement le fait que le monde restera d&#233;cadent tant qu'il ne sera pas r&#233;gi par un califat mondial et pieux. Les convertis d'origine juive sont d'ailleurs bienvenus chez l'EI, autant &lt;a href=&#034;https://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-5062641,00.html&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;dans le groupe Telegram&lt;/a&gt; que &lt;a href=&#034;https://www.timesofisrael.com/2-israeli-jews-converted-to-islam-joined-is-in-syria/&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;dans le califat m&#234;me&lt;/a&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-148&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Cf. aussi Farhad Khosrokhavar, Le Nouveau Jihad en Occident, Paris, Robert (&#8230;)&#034; id=&#034;nh3-148&#034;&gt;148&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Concernant les th&#232;ses 2 et 3, on est en revanche largement d'accord. Les deux ont malheureusement un angle mort, car elles ne sont pas capables d'expliquer pourquoi la &#171; jeunesse urbaine pauvre &#187; s'est tourn&#233;e vers l'islamisme &#224; partir des ann&#233;es 1970, mais pas avant. L'explication pour cela est le d&#233;but de la restructuration capitaliste et le d&#233;clin du mouvement ouvrier qui l'accompagne. Avant, ce segment de la population s'engageait majoritairement dans des mouvements panarabistes et/ou socialistes. La restructuration peut, selon Th&#233;orie communiste, &#234;tre r&#233;sum&#233; de mani&#232;re suivante : &#171; La restructuration comme d&#233;faite, &#224; la fin des ann&#233;es 1960 et durant les ann&#233;es 1970, de tout ce cycle de luttes fond&#233; sur l'identit&#233; ouvri&#232;re a eu pour contenu la destruction de tout ce qui &#233;tait devenu une entrave &#224; la fluidit&#233; de l'autopr&#233;supposition du capital. On trouvait d'une part toutes les s&#233;parations, protections, sp&#233;cifications qui se dressaient face &#224; la baisse de la valeur de la force de travail, en ce qu'elles emp&#234;chaient que toute la classe ouvri&#232;re, mondialement, dans la continuit&#233; de son existence, de sa reproduction et de son &#233;largissement, doive faire face en tant que telle &#224; tout le capital. On trouvait d'autre part toutes les contraintes de la circulation, de la rotation, de l'accumulation, qui entravaient la transformation du surproduit en plus-value et capital additionnel. N'importe quel surproduit doit pouvoir trouver n'importe o&#249; son march&#233;, n'importe quelle plus-value doit pouvoir trouver n'importe o&#249; la possibilit&#233; d'op&#233;rer comme capital additionnel, c'est-&#224;-dire se transformer en moyens de production et force de travail, sans qu'une formalisation du cycle international (pays de l'Est, p&#233;riph&#233;rie) ne pr&#233;d&#233;termine cette transformation. Le capital financier a &#233;t&#233; le ma&#238;tre d'&#339;uvre de cette restructuration. Avec la restructuration achev&#233;e dans les ann&#233;es 1980, la production de plus-value et la reproduction des conditions de cette production co&#239;ncident. &#187;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-149&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Th&#233;orie communiste, &#171; C'est au pr&#233;sent que nous parlons de la communisation &#187;.&#034; id=&#034;nh3-149&#034;&gt;149&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ce fait est certainement une &#171; d&#233;faite de la gauche &#187;, mais il est bien plus que cela, il a avant tout des r&#233;percussions importantes sur le &#171; soi-disant sous-d&#233;veloppement de vastes r&#233;gions du Sud politique &#187;. &#192; la fin de la deuxi&#232;me th&#232;se, l'islam politique est r&#233;duit &#224; un tour de passe-passe des classes dominantes dans les pays respectives : &#171; Face &#224; cette d&#233;sint&#233;gration structurelle notamment, beaucoup d'&#201;tats du Proche-Orient d&#233;couvrent l'islam en tant que force int&#233;gratrice pour couvrir les probl&#232;mes sociaux de mani&#232;re id&#233;ologique &#224; d&#233;faut de les r&#233;soudre. &#187; L'id&#233;ologie est bien plus que de l'escroquerie discursive, &#171; toute id&#233;ologie a comme fonction (qui la d&#233;finit) de &#8216;constituer' des individus concrets en sujets &#187;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-150&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Louis Althusser, &#171; Id&#233;ologie et appareils id&#233;ologiques d'&#201;tat &#187; in Positions (&#8230;)&#034; id=&#034;nh3-150&#034;&gt;150&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. L'&#171; &#232;re islamiste &#187;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-151&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Gilles Kepel, op. cit., p. 11.&#034; id=&#034;nh3-151&#034;&gt;151&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;, qui commen&#231;a en 1973, s'explique aussi par le fait que des r&#233;gimes nationalistes en crise utilis&#232;rent les islamistes en train de monter en puissance comme force r&#233;pressive auxiliaire contre la gauche&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-152&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Cf. ibid., p. 67-68.&#034; id=&#034;nh3-152&#034;&gt;152&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. La r&#233;orientation id&#233;ologique sur les d&#233;combres du nass&#233;risme et la mont&#233;e en puissance de l'islamisme dans tout le monde musulman, d&#233;crites de mani&#232;re d&#233;taill&#233;e dans l'ouvrage de Kepel, ne peuvent pas &#234;tre r&#233;duites &#224; une &#171; manipulation des masses &#187;, elles inaugurent une nouvelle &#232;re.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Cette nouvelle &#232;re, cette &#171; d&#233;faite de la gauche &#187;, diagnostiqu&#233;e par La Banda Vaga, est le d&#233;but de la restructuration qui co&#239;ncide avec celui de l'&#171; &#232;re islamiste &#187; de Kepel. La crise p&#233;troli&#232;re fournit les revenus n&#233;cessaires &#224; l'Arabie saoudite et la rendit possible. La restructuration ouvrit le d&#233;clin du mouvement ouvrier et les promesses de salut industriel des r&#233;gimes nationalistes divers et vari&#233;s &#233;taient maintenant d&#233;finitivement per&#231;ues comme des illusions. Ce d&#233;veloppement est r&#233;sum&#233; dans la th&#232;se 4. Concernant le recyclage du discours anti-imp&#233;rialiste, on est &#233;galement d'accord : &#171; Produit d'une modernisation rat&#233;e et du d&#233;clin du nationalisme panarabe, il [l'islamisme] r&#233;cup&#232;re pourtant l'anti-imp&#233;rialisme de ce dernier dans une forme religieuse, l'oumma consid&#233;r&#233;e comme assi&#233;g&#233;e par les imp&#233;rialistes m&#233;cr&#233;ants. &#187;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-153&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Doc Sportello, op. cit.&#034; id=&#034;nh3-153&#034;&gt;153&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; Mais l'&#171; espoir &#233;mancipateur &#187; du socialisme est &#224; relativiser : en tant qu'affirmation de la classe ouvri&#232;re port&#233;e par le programmatisme, une telle perspective est devenue obsol&#232;te.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dans la th&#232;se 5, La Banda Vaga d&#233;crit l'&#171; islamisme &#187; comme un &#171; projet patriarcal &#187;. Or, il s'agit plut&#244;t d'une forme moderne de domination masculine. Un &#171; patriarche &#187; est un chef de tribu. La notion de &#171; patriarcat &#187; peut &#233;ventuellement &#234;tre une description ad&#233;quate pour la domination masculine dans les zones tribales pachtounes contr&#244;l&#233;es par les talibans ou des villages contr&#244;l&#233;s par Al-Shabab dans l'arri&#232;re-pays somalien, mais certainement pas concernant l'EI et l'Iran non plus, les deux sont des produits de la modernit&#233;. Olivier Roy souligna d&#233;j&#224; en 1992 la diff&#233;rence entre l'image de la femme dans l'islam traditionnel et dans l'islamisme : &#171; La question de la femme [&#8230;] est un des points de rupture de l'islamisme avec le fondamentalisme traditionaliste. Les islamistes tiennent le r&#244;le de la femme pour essentiel dans l'&#233;ducation et la soci&#233;t&#233;. Ils voient en elle une personne et non plus seulement un instrument de jouissance ou de reproduction. &#187;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-154&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Olivier Roy, op. cit., p. 82.&#034; id=&#034;nh3-154&#034;&gt;154&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; Une fois de plus, l'Iran est un tr&#232;s mauvais exemple pour documenter cette th&#232;se. M&#234;me si les femmes en Iran sont discrimin&#233;es dans plusieurs domaines sociaux, elles ne sont pas exclues compl&#232;tement de la sph&#232;re publique comme dans des r&#233;gimes islamistes plus traditionalistes, par exemple en Arabie saoudite ou sous les talibans.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;La m&#234;me chose est valable pour le r&#233;gime de l'EI. Concernant le r&#244;le des femmes dans l'EI, le sociologue Farhad Khosrokhavar constate &#224; juste titre un changement de paradigme : &#171; Avant l'av&#232;nement de Daesh en 2014, les femmes impliqu&#233;es dans le jihad en Europe &#233;taient fort peu nombreuses. [&#8230;] De 2013 &#224; 2015, on assiste &#224; un accroissement significatif du nombre de femmes impliqu&#233;es dans le jihadisme : elles sont plus de 500 (10%) sur les quelque 5'000 personnes ayant quitt&#233; les pays occidentaux pour la Syrie. &#187;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-155&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Farhad Khosrokhavar, op. cit., p. 127.&#034; id=&#034;nh3-155&#034;&gt;155&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; Des femmes form&#232;rent dans le califat une brigade sp&#233;cifique de la police des m&#339;urs, elles se battirent parfois au front ou commirent des attentats, des activit&#233;s que, disons, un partisan pachtoune des talibans trouverait extr&#234;mement inadapt&#233;es pour des femmes. La remarque quelque peu paternaliste de La Banda Vaga que les femmes &#171; n'ont somme toute rien &#224; gagner dans ce syst&#232;me &#187; est sans doute vraie, il n'y a pourtant pas grand-chose &#224; gagner dans ce monde de toute mani&#232;re, encore moins en tant que femme, voire en tant que femme prol&#233;taire.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Si c'&#233;tait vrai que ces femmes, comme le pr&#233;tend La Banda Vaga, ne se joignaient &#224; l'EI que parce qu'&#171; elles profitent &#224; tout le moins psychiquement de la promesse d'ordre de l'islamisme qui leur donne une place fixe dans l'ordre du monde et ainsi de l'orientation &#187;, il faut se demander pourquoi tellement peu de femmes s'&#233;taient jointes aux groupes jihadistes avant. Il est plus probable que la vie dans le califat repr&#233;sent&#226;t pour la plupart de ces femmes une perspective &#233;mancipatrice compar&#233;e &#224; celle chez des parents conservateurs, m&#234;me si un tel fait ne peut &#234;tre admis qu'&#224; contrec&#339;ur.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Les tentatives d'explication psychanalytiques avanc&#233;es par La Banda Vaga n'expliquent en r&#233;alit&#233; pas grand-chose, la comparaison subtile avec le nazisme dans l'allusion aux &#171; fantasm&#226;lgories &#187; de Theweleit encore moins. La pathologisation n'est pas une explication. Dans le paragraphe sur les femmes recrues, on croit apercevoir entre les lignes une sorte de regret que &#171; nous &#187; n'ayons pas r&#233;ussi &#224; les recruter avant car il y aurait chez &#171; nous &#187; pr&#233;tendument bien plus &#171; &#224; gagner &#187;. Les &#171; droits des femmes &#187; ne sont, m&#234;me s'ils sont &#171; en place &#187;, pas accessibles aux femmes prol&#233;taires dans la plupart des cas, tout comme la sph&#232;re publique. Le r&#233;seau de la RAWA en Afghanistan sous les talibans est par exemple simplement devenu plus clandestin, il n'&#233;tait d&#233;j&#224; pas particuli&#232;rement public auparavant. La situation des femmes dans des r&#233;gimes islamistes n'est pas bas&#233;e sur des &#171; fantasm&#226;lgories &#187;, mais des directives &lt;i&gt;id&#233;ologiques&lt;/i&gt; dans des habits th&#233;ologiques (coran, hadiths, charia, interpr&#233;t&#233;s d'une &lt;i&gt;certaine&lt;/i&gt; mani&#232;re), et les &#171; fantasm&#226;lgories &#187; peuvent aussi tr&#232;s bien se r&#233;aliser dans des r&#233;gimes la&#239;cs. Ainsi, ce fut par exemple en &#201;gypte en 2011 le pr&#233;sident actuel al-Sisi qui revendiqua avec beaucoup de z&#232;le la mise en place de &#171; tests de virginit&#233; &#187; pour les manifestantes.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Concernant la th&#232;se 6, on pourrait difficilement affirmer le contraire, mais comment le Printemps arabe aurait-il d&#251; &#233;viter son &#171; &#233;chec &#187; ? Seule une r&#233;volution communiste mondiale nous aurait enfin permis de parler d'un Printemps arabe &#171; couronn&#233; de succ&#232;s &#187;. En outre, les contestations n'&#233;taient pas d'abord &#171; explicitement la&#239;ques respectivement sociales &#187; et apr&#232;s leur &#171; &#233;chec &#187;, les islamistes auraient surgi de nulle part. En Tunisie, des &#233;picentres des contestations comme Sfax, Kasserine ou Ben Guerdane sont consid&#233;r&#233;s comme des bastions islamistes et cela avait d&#233;j&#224; &#233;t&#233; le cas avant 2010. Le fait que les Fr&#232;res musulmans durent interdire &#224; leurs membres en &#201;gypte de participer aux contestations indique que la base y participait sans doute avec beaucoup d'enthousiasme, on peut supposer qu'ils le firent plut&#244;t pour d&#233;fendre leurs int&#233;r&#234;ts de classe &#233;l&#233;mentaires, par opposition &#224; des islamistes plus radicaux, comme les partisans de l'EI, qui y particip&#232;rent probablement davantage dans une optique de d&#233;stabilisation du pouvoir d'&#201;tat. Ce que Th&#233;orie communiste &#233;crit sur l'interclassisme des Gilets jaunes est aussi valable pour le Printemps arabe : &#171; La question est celle du niveau de vie, des revenus. Mais cette question ne demeure pas une question &#233;conomique, elle devient imm&#233;diatement politique. Les taxes, les imp&#244;ts, c'est L'&#201;tat. C'est dans cette imm&#233;diate mutation de l'&#233;conomie en politique que l'interclassisme trouve sa forme qui le d&#233;finit et le conforte. &#187;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-156&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Th&#233;orie communiste, &#171; Note sur le mouvement des gilets jaunes &#187;, novembre 2018.&#034; id=&#034;nh3-156&#034;&gt;156&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dans la th&#232;se 7, La Banda Vaga d&#233;crit l'&#171; islamisme comme un moyen d'une politique de force imp&#233;rialiste &#187;, ce qu'il peut &#234;tre, bien &#233;videmment, sans l'&#234;tre n&#233;cessairement dans tous les cas. Tandis que dans le cas d'Al-Qa&#239;da, il existe un lien vague avec la &#171; communaut&#233; d'&#201;tats &#187; &#224; travers le bureau des talibans &#224; Doha, on ne pourrait pas dire la m&#234;me chose de l'EI. Malgr&#233; un soutien turc ponctuel, on ne peut pas parler d'une &#171; alliance &#187;, comme d&#233;j&#224; &#233;voqu&#233; dans un texte plus ancien : &#171; Certes, des convois d'armes depuis la Turquie arrivent sans aucun doute tr&#232;s r&#233;guli&#232;rement en Syrie, &lt;a href=&#034;https://www.theguardian.com/world/2015/nov/27/turkish-journalists-charged-over-claim-that-secret-services-armed-syrian-rebels&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;comme celui qui avait caus&#233; un scandale il y a quelques ann&#233;es&lt;/a&gt;. Il est probable que l'&#201;tat islamique soit vu par l'appareil militaire turc comme un moindre mal compar&#233; au PYD. Cela ne suffit toutefois pas pour parler d'une &#8216;alliance', les v&#233;ritables alli&#233;s de la Turquie sont plut&#244;t des groupes islamistes plus mod&#233;r&#233;s comme le Jabhat Tahrir Souriya. &#187;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-157&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Doc Sportello, op. cit.&#034; id=&#034;nh3-157&#034;&gt;157&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Le parquet diplomatique de l'EI est la p&#232;gre criminelle et il y entretient bel et bien des relations, par exemple &lt;a href=&#034;https://theglobalamericans.org/2017/09/gangs-guns-drugs-islamic-foreign-fighters-security-challenges-trinidad-tobago/&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;avec des gangs de rue islamistes &#224; Trinit&#233;-et-Tobago servant d'agences de recrutement&lt;/a&gt; ou &lt;a href=&#034;https://www.thedailybeast.com/the-mafia-runs-guns-for-isis-in-europe&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;avec la Camorra&lt;/a&gt;. Il n'y a, donc, probablement point de co&#239;ncidence dans le fait que les attaquants de Paris en 2015 &lt;a href=&#034;https://www.ilmattino.it/napoli/cronaca/napoli_sgominata_gang_permessi_soggiorno_soldi_napoli_terroristi_parigi-4510321.html&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;se fussent procur&#233; leurs faux documents via Naples&lt;/a&gt;. Cette p&#232;gre criminelle fait bien s&#251;r aussi partie &#171; de la politique imp&#233;rialiste et des dynamiques de concurrence entre &#201;tats &#187;, mais il n'est pas toujours facile de savoir de quelle mani&#232;re pr&#233;cise. On suppose aussi fr&#233;quemment que &lt;a href=&#034;https://www.thedailybeast.com/is-the-mafia-saving-italy-from-isis-or-just-profiting-from-them&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;cette &lt;i&gt;pax mafiosa&lt;/i&gt; est la raison principale pourquoi il n'y a jamais eu d'attaque jihadiste en Italie&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dans la th&#232;se 8, La Banda Vaga arrive &#224; la conclusion suivante : &#171; Qui mise son espoir dans la lutte contre l'islamisme sur l'Occident &#233;clair&#233;, semble souffrir dans le meilleur des cas de myopie historique. &#187; On partage bien s&#251;r cet avis, comme celui exprim&#233; dans la th&#232;se suivante : &#171; Une minimisation de l'islamisme par peur de renforcer et de promouvoir le racisme antimusulman en Occident est dans ce contexte tout aussi inappropri&#233;e que la transfiguration &#8216;anti-imp&#233;rialiste' de l'islamisme en mouvement anticapitaliste comme on peut la rencontrer ne serait-ce que dans une partie de la gauche jusqu'&#224; aujourd'hui. &#187; On est tout aussi d'accord concernant la condamnation d'un &#171; front populaire contre l'islamisme &#187;, mais dans le capitalisme restructur&#233;, l'&#232;re des fronts populaires est derri&#232;re nous de toute mani&#232;re. C'est dommage que la comparaison avec le nazisme apparaisse de nouveau en filigrane, tout comme dans la remarque suivante : &#171; Qui ne veut pas entendre parler du capitalisme devrait aussi se taire sur l'islamisme. &#187; Il faudrait laisser les consid&#233;rations puisant dans la th&#233;orie de l'extr&#233;misme &#224; la bourgeoisie, car elles sont aussi un &#171; abandon de nos propres positions &#187;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;En r&#233;sum&#233;, on peut dire qu'on est d'accord sur un certain nombre de points. En outre des diff&#233;rences m&#233;thodologiques, nous sommes en d&#233;saccord sur l'analyse de l'antis&#233;mitisme, du r&#244;le de l'Iran, de la situation des femmes et, plus g&#233;n&#233;ralement, sur le plan taxonomique. Comme soulign&#233; plus haut, La Banda Vaga a tendance &#224; comparer des pommes avec des poires et &#224; ne pas distinguer entre des orientations plut&#244;t politiques ou jihadistes de l'islamisme. En plus, le salafisme qui&#233;tiste, apolitique, faisant aussi partie de la cat&#233;gorie &#171; islamisme &#187;, n'est m&#234;me pas mentionn&#233;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Les diff&#233;rences entre l'Iran, les Fr&#232;res musulmans et l'EI sont beaucoup plus grandes que l'on pourrait le croire lors de la lecture des th&#232;ses, il serait donc plus raisonnable d'analyser ces ph&#233;nom&#232;nes de mani&#232;re s&#233;par&#233;e. Autant la R&#233;publique islamique que les Fr&#232;res musulmans sont des reliquats de la modernit&#233;. Et l'EI ne repr&#233;sente pas le &#171; type id&#233;al d'islamisme &#187; (une historiographie mat&#233;rialiste ne conna&#238;t pas de &#171; type id&#233;al &#187;), simplement un islamisme jihadiste &#224; la hauteur de son &#233;poque, se fondant dans la p&#232;gre criminelle en tant que produit du capitalisme restructur&#233;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Que faire ? &#171; Le communisme ou la barbarie &#187;, c'est effectivement l'alternative. Seulement quand le dernier dinar-or aura &#233;t&#233; communis&#233;, on n'aura plus besoin d'&#233;crire ce genre de textes. Voici comment Th&#233;orie communiste d&#233;crit le rapport de l'islamisme &#224; la mondialisation : &#171; Elle [l'opposition islamiste] n'est pas sa contradiction mais son ombre. &#187;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb3-158&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Th&#233;orie communiste, &#171; P&#233;trole, sexe et talibans &#187; in Th&#233;orie communiste, n&#176; (&#8230;)&#034; id=&#034;nh3-158&#034;&gt;158&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; Qui veut se battre contre un ombre, se battrait aussi contre des moulins &#224; vent, les deux combats sont peu prometteurs. Et malheureusement, il faut partir du principe que le capital ne fera pas la m&#234;me erreur que Peter Schlemihl.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Doc Sportello&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Juin 2019&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		&lt;hr /&gt;
		&lt;div class='rss_notes'&gt;&lt;div id=&#034;nb3-1&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-1&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-1&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;1&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Emin Poljarevic, &#034;Islamism&#034; in &lt;i&gt;The Oxford Encyclopedia of Islam and Politics. Oxford Islamic Studies Online&lt;/i&gt;, 2015, S. 2.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-2&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-2&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-2&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;2&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Ebd., S. 1.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-3&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-3&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-3&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;3&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Olivier Roy, &lt;i&gt;L&#8216;&#201;chec de l&#8216;Islam politique&lt;/i&gt;, Paris, Seuil, 2015 [1992], S. 252.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-4&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-4&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-4&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;4&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Ebd., S. 286.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-5&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-5&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-5&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;5&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Gilles Kepel, &lt;i&gt;Das Schwarzbuch des Dschihad. Aufstieg und Niedergang des Islamismus&lt;/i&gt;, M&#252;nchen/Z&#252;rich, Piper, 2004 [2000], S. 42. Bedauernswert ist die ungenaue &#220;bersetzung in dieser Passage. Gem&#228;ss der franz&#246;sischen Version &#8222;wollte er&#8220; nicht nur &#8222;eine kulturelle Revolution ansto&#223;en&#8220;, sondern hat eine Kulturrevolution ausgel&#246;st (die Anspielung auf die chinesische Kulturrevolution ist, dar&#252;ber hinaus, aus der Feder des ehemaligen Trotzkisten Kepel ziemlich sicher gewollt), siehe Gilles Kepel, &lt;i&gt;Jihad. Expansion et d&#233;clin de l&#8216;islamisme&lt;/i&gt;, Paris, Gallimard, 2000, S. 24.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-6&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-6&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-6&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;6&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Ebd., S. 94-95.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-7&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-7&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-7&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;7&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe Steve Coll, &lt;i&gt;Ghost Wars. The Secret History of the CIA, Afghanistan, and bin Laden, from the Soviet Invasion to September 10, 2001&lt;/i&gt;, New York, Penguin, 2004, S. 77.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-8&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-8&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-8&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;8&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Assem Akram, &lt;i&gt;Histoire de la guerre d&#8216;Afghanistan&lt;/i&gt;, Paris, Balland, 1996, S. 119. Siehe insbesondere das Unterkapitel &#8222;Le coup d&#8216;&#201;tat communiste vu par Moscou&#8220;, S. 118-120, die &#220;bersetzung eines Auszugs der Memoiren des damaligen sowjetischen Vize-Aussenministers Georgi Kornienko.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-9&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-9&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-9&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;9&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe ebd., S. 98-108.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-10&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-10&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-10&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;10&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Gilles Kepel, &lt;i&gt;op. cit&lt;/i&gt;., S. 174.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-11&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-11&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-11&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;11&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe Assem Akram, &lt;i&gt;op. cit&lt;/i&gt;., S. 141. Am 10. gem&#228;ss Rodric Braithwaite, siehe Rodric Braithwaite, &lt;i&gt;Afgantsy. The Russians in Afghanistan 1979-89&lt;/i&gt;, London, Profile Books, 2011, S. 77.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-12&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-12&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-12&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;12&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Falls nicht anders angegeben, stammen alle Angaben zu Wilson aus George Crile, &lt;i&gt;Charlie Wilson&#8216;s War. The Extraordinary Story of the Largest Covert Operation in History&lt;/i&gt;, New York, Atlantic Monthly Press, 2003. Das Buch ist 2007 sogar mit Tom Hanks in der Rolle von Wilson, Julia Roberts in jener von Joanne Hering und Philip Seymour Hoffman in jener von Gust Avrakotos verfilmt worden.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-13&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-13&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-13&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;13&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Ebd., S. 473.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-14&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-14&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-14&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;14&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe Assem Akram, &lt;i&gt;op. cit&lt;/i&gt;., S. 173-176.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-15&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-15&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-15&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;15&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe ebd., S. 176.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-16&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-16&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-16&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;16&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe Rodric Braithwaite, &lt;i&gt;op. cit&lt;/i&gt;., S. 164. Das gleiche gilt &lt;a href=&#034;https://www.odi.org/sites/odi.org.uk/files/resource-documents/12269.pdf&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;heute in vielen Regionen in Bezug auf die Taliban&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-17&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-17&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-17&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;17&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe ebd., S. 136-137.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-18&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-18&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-18&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;18&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe Gregory Feifer, &lt;i&gt;The Great Gamble. The Soviet War in Afghanistan&lt;/i&gt;, New York, HarperCollins, 2009, S. 201.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-19&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-19&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-19&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;19&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe z.B. ebd., S. 213.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-20&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-20&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-20&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;20&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe Sarah E. Mendelson, &lt;i&gt;Changing Course. Ideas, Politics, and the Soviet Withdrawal from Afghanistan&lt;/i&gt;, Princeton, Princeton University Press, 1998, S. 114.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-21&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-21&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-21&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;21&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe Artyom Borovik, &lt;i&gt;The Hidden War. A Russian Journalist&#8216;s Account of the Soviet War in Afghanistan&lt;/i&gt;, London/Boston, Faber and Faber, 1991 [1990]. Der Titel der russischen Ausgabe lautet &lt;i&gt;&#1040;&#1092;&#1075;&#1072;&#1085;&#1080;&#1089;&#1090;&#1072;&#1085;. &#1045;&#1097;&#1105; &#1088;&#1072;&#1079; &#1087;&#1088;&#1086; &#1074;&#1086;&#1081;&#1085;&#1091;&lt;/i&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-22&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-22&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-22&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;22&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Ebd., S. 1.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-23&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-23&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-23&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;23&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe ebd., S. 5.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-24&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-24&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-24&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;24&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe ebd., S. 36.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-25&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-25&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-25&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;25&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe z.B. ebd., S. 258.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-26&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-26&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-26&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;26&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Ebd., S. 35-36.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-27&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-27&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-27&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;27&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Gilles Kepel, &lt;i&gt;op. cit&lt;/i&gt;., S. 180-181.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-28&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-28&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-28&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;28&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe Mohammad Yousaf, Mark Adkin, &lt;i&gt;The Bear Trap. The Defeat of A Superpower&lt;/i&gt;, Barnsley, Leo Cooper, 2001 [1992], S. 135. Nat&#252;rlich vertritt er die Ansicht, dass der ISI damit nichts zu tun hatte und, so gut es ging, versuchte, den Schmuggel zu verhindern (siehe S. 108 z.B.).&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-29&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-29&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-29&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;29&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe ebd., S. 83.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-30&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-30&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-30&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;30&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Ebd., S. 59.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-31&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-31&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-31&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;31&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe George Crile, &lt;i&gt;op. cit&lt;/i&gt;., S. 426-427.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-32&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-32&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-32&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;32&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe Rodric Braithwaite, &lt;i&gt;op. cit&lt;/i&gt;., S. 205.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-33&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-33&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-33&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;33&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe Gilles Kepel, &lt;i&gt;op. cit&lt;/i&gt;., S. 185.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-34&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-34&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-34&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;34&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe Steve Coll, &lt;i&gt;op. cit&lt;/i&gt;., S. 155.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-35&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-35&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-35&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;35&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe ebd., S. 204.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-36&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-36&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-36&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;36&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Ebd., S. 156.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-37&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-37&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-37&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;37&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe ebd., S. 168-169.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-38&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-38&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-38&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;38&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe ebd., S. 222-223.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-39&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-39&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-39&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;39&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Ebd., S. 231.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-40&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-40&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-40&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;40&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe ebd., S. 601-602.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-41&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-41&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-41&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;41&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe ebd., S. 232.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-42&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-42&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-42&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;42&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe Rodric Braithwaite, &lt;i&gt;op. cit&lt;/i&gt;., S. 299.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-43&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-43&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-43&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;43&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Steve Coll, &lt;i&gt;op. cit&lt;/i&gt;., S. 239.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-44&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-44&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-44&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;44&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Ebd.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-45&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-45&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-45&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;45&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe ebd., S. 293.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-46&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-46&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-46&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;46&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe ebd, S. 334, 349 und 351.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-47&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-47&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-47&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;47&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe ebd., S. 331-332.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-48&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-48&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-48&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;48&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Gilles Kepel, &lt;i&gt;op. cit&lt;/i&gt;., S. 332.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-49&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-49&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-49&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;49&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe ebd., S. 356.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-50&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-50&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-50&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;50&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe ebd., S. 179-180.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-51&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-51&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-51&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;51&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe ebd., S. 377.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-52&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-52&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-52&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;52&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe Steve Coll, &lt;i&gt;op. cit&lt;/i&gt;., S. 338.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-53&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-53&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-53&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;53&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe ebd., S. 362-363.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-54&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-54&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-54&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;54&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe ebd., S. 413-415.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-55&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-55&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-55&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;55&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe ebd., S. 511-513.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-56&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-56&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-56&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;56&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe ebd., S. 513.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-57&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-57&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-57&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;57&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe ebd., S. 485.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-58&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-58&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-58&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;58&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe den Text Doc Sportello, &lt;a href=&#034;https://kommunisierung.net/Contre-l-Etat-islamique-contre-la&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;&#8222;Contre l&#8216;&#201;tat islamique, contre la guerre &#8211; eine Kritik&#8220;&lt;/a&gt; f&#252;r eine etwas ausf&#252;hrlichere Darstellung des Bruches zwischen Al-Qaida und dem Islamischen Staat. Al-Zarqawi wird dort f&#228;lschlicherweise als ehemaliger Anf&#252;hrer von Ansar al-Islam bezeichnet, es handelt sich um eine Verwechslung, Ansar al-Islam ist eine haupts&#228;chlich im kurdischen Teil Iraks aktive Gruppe, die jedoch mit Zarqawis Koordination zusammenarbeitete, 2013 sich allerdings nicht seiner Fraktion anschloss.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-59&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-59&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-59&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;59&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Gillel Kepel, &lt;i&gt;op. cit&lt;/i&gt;., S. 32.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-60&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-60&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-60&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;60&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Bernard Lewis, &lt;i&gt;&#8222;Treibt sie ins Meer!&#8220; Die Geschichte des Antisemitismus&lt;/i&gt;, Frankfurt a.M./Berlin, Ullstein, 1989 [1986], S. 156-157, deutsche Ausgabe von &lt;i&gt;Semites and Antisemites&lt;/i&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-61&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-61&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-61&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;61&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe ebd., S. 50.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-62&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-62&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-62&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;62&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Ebd., S. 19.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-63&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-63&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-63&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;63&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe ebd., S. 50.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-64&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-64&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-64&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;64&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Edward W. Said, &lt;i&gt;Orientalismus&lt;/i&gt;, Frankfurt a.M., S. Fischer, 2009 [1978], S. 127.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-65&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-65&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-65&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;65&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Bernard Lewis, &lt;i&gt;op. cit&lt;/i&gt;., S. 160.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-66&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-66&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-66&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;66&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Edward W. Said, &lt;i&gt;op. cit&lt;/i&gt;., S. 36.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-67&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-67&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-67&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;67&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Bernard Lewis, &lt;i&gt;op. cit&lt;/i&gt;., S. 319.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-68&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-68&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-68&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;68&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;&#8222;L&#8216;&#201;tat islamique dans les mots de l&#8216;ennemi&#8220; in &lt;i&gt;Dar al-Islam&lt;/i&gt;, Nr. 7, 30. November 2015, S. 35-37.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-69&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-69&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-69&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;69&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe auch Farhad Khosrokhavar, &lt;i&gt;Le Nouveau Jihad en Occident&lt;/i&gt;, Paris, Robert Laffont, 2018, S. 526.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-70&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-70&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-70&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;70&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Th&#233;orie communiste, &lt;a href=&#034;https://kommunisierung.net/Kommunisierung-im-Prasens&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;&#8222;Kommunisierung im Pr&#228;sens&#8220;&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-71&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-71&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-71&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;71&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Louis Althusser, &#8222;Ideologie und ideologische Staatsapparate&#8220; in &lt;i&gt;Ideologie und ideologische Staatsapparate. Aufs&#228;tze zur marxistischen Theorie&lt;/i&gt;, Hamburg, VSA, 1977, S. 140.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-72&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-72&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-72&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;72&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Gilles Kepel, &lt;i&gt;op. cit&lt;/i&gt;., S. 28.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-73&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-73&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-73&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;73&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe ebd., S. 92-93.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-74&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-74&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-74&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;74&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Doc Sportello, &lt;i&gt;op. cit&lt;/i&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-75&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-75&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-75&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;75&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Olivier Roy, &lt;i&gt;op. cit&lt;/i&gt;., S. 82.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-76&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-76&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-76&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;76&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Farhad Khosrokhavar, &lt;i&gt;op. cit&lt;/i&gt;., S. 127.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-77&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-77&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-77&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;77&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Th&#233;orie communiste, &lt;a href=&#034;https://kommunisierung.net/Theorie-communiste-Anmerkung-zur&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;&#8222;Anmerkung zur Bewegung der Gelbwesten&#8220;&lt;/a&gt;, November 2018.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-78&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-78&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-78&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;78&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Doc Sportello, &lt;i&gt;op. cit&lt;/i&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-79&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-79&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-79&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;79&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Th&#233;orie communiste, &lt;a href=&#034;https://kommunisierung.net/Theorie-communiste-Das-Erdol-die&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;&#034;Das Erd&#246;l, die Geschlechterfrage und die Taliban&#034;&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-80&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-80&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-80&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;80&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Emin Poljarevic, &#171; Islamism &#187; in &lt;i&gt;The Oxford Encyclopedia of Islam and Politics. Oxford Islamic Studies Online&lt;/i&gt;, 2015, p. 2.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-81&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-81&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-81&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;81&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;&lt;i&gt;Ibid&lt;/i&gt;., p. 1.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-82&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-82&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-82&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;82&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Olivier Roy, &lt;i&gt;L&#8216;&#201;chec de l&#8216;Islam politique&lt;/i&gt;, Paris, Seuil, 2015 [1992], p. 252.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-83&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-83&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-83&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;83&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;&lt;i&gt;Ibid&lt;/i&gt;., p. 286.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-84&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-84&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-84&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;84&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Gilles Kepel, &lt;i&gt;Jihad. Expansion et d&#233;clin de l&#8216;islamisme&lt;/i&gt;, Paris, Gallimard, 2000, p. 24.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-85&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-85&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-85&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;85&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;&lt;i&gt;Ibid&lt;/i&gt;., p. 69-70.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-86&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-86&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-86&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;86&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Cf. Steve Coll, &lt;i&gt;Ghost Wars. The Secret History of the CIA, Afghanistan, and bin Laden, from the Soviet Invasion to September 10, 2001&lt;/i&gt;, New York, Penguin, 2004, p. 77.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-87&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-87&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-87&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;87&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Assem Akram, &lt;i&gt;Histoire de la guerre d&#8216;Afghanistan&lt;/i&gt;, Paris, Balland, 1996, p. 119. Cf. particuli&#232;rement le sous-chapitre &#171; Le coup d&#8216;&#201;tat communiste vu par Moscou &#187;, p. 118-120, la traduction d'un extrait des m&#233;moires de Georgi Kornienko, vice-ministre sovi&#233;tique des Affaires &#233;trang&#232;res de l'&#233;poque.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-88&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-88&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-88&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;88&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Cf. &lt;i&gt;ibid&lt;/i&gt;., p. 98-108.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-89&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-89&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-89&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;89&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Gilles Kepel, &lt;i&gt;op. cit&lt;/i&gt;., p. 138.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-90&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-90&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-90&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;90&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Cf. Assem Akram, &lt;i&gt;op. cit&lt;/i&gt;., p. 141. Le 10 selon Rodric Braithwaite, cf. Rodric Braithwaite, &lt;i&gt;Afgantsy. The Russians in Afghanistan 1979-89&lt;/i&gt;, Londres, Profile Books, 2011, p. 77.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-91&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-91&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-91&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;91&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Si rien d'autre n'est pr&#233;cis&#233;, toutes les informations sur Wilson proviennent de George Crile, &lt;i&gt;Charlie Wilson&#8216;s War. The Extraordinary Story of the Largest Covert Operation in History&lt;/i&gt;, New York, Atlantic Monthly Press, 2003. Le livre a m&#234;me &#233;t&#233; port&#233; &#224; l'&#233;cran en 2007 avec Tom Hanks dans le r&#244;le de Wilson, Julia Roberts dans celui de Joanne Hering et Philip Seymour Hoffman dans celui de Gust Avrakotos.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-92&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-92&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-92&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;92&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;George Crile, &lt;i&gt;op. cit&lt;/i&gt;., p. 473.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-93&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-93&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-93&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;93&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Cf. Assem Akram, &lt;i&gt;op. cit&lt;/i&gt;., p. 173-176.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-94&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-94&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-94&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;94&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Cf. &lt;i&gt;ibid&lt;/i&gt;., p. 176.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-95&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-95&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-95&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;95&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Cf. Rodric Braithwaite, &lt;i&gt;op. cit&lt;/i&gt;., S. 164. La m&#234;me chose est &lt;a href=&#034;https://www.odi.org/sites/odi.org.uk/files/resource-documents/12269.pdf&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;valable aujourd'hui dans beaucoup de r&#233;gions concernant les talibans&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-96&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-96&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-96&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;96&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Cf. Rodric Braithwaite, &lt;i&gt;op. cit&lt;/i&gt;., p. 136-137.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-97&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-97&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-97&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;97&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Cf. Gregory Feifer, &lt;i&gt;The Great Gamble. The Soviet War in Afghanistan&lt;/i&gt;, New York, HarperCollins, 2009, p. 201.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-98&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-98&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-98&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;98&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Cf. par exemple Gregory Feifer, &lt;i&gt;op. cit.&lt;/i&gt;, p. 213.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-99&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-99&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-99&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;99&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Cf. Sarah E. Mendelson, &lt;i&gt;Changing Course. Ideas, Politics, and the Soviet Withdrawal from Afghanistan&lt;/i&gt;, Princeton, Princeton University Press, 1998, p. 114.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-100&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-100&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-100&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;100&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Cf. Artyom Borovik, &lt;i&gt;The Hidden War. A Russian Journalist&#8216;s Account of the Soviet War in Afghanistan&lt;/i&gt;, Londres/Boston, Faber and Faber, 1991 [1990]. Le titre de l'&#233;dition russe est &lt;i&gt;&#1040;&#1092;&#1075;&#1072;&#1085;&#1080;&#1089;&#1090;&#1072;&#1085;. &#1045;&#1097;&#1105; &#1088;&#1072;&#1079; &#1087;&#1088;&#1086; &#1074;&#1086;&#1081;&#1085;&#1091;&lt;/i&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-101&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-101&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-101&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;101&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;&lt;i&gt;Ibid&lt;/i&gt;., p. 1.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-102&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-102&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-102&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;102&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Cf. &lt;i&gt;ibid&lt;/i&gt;., p. 5.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-103&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-103&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-103&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;103&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Cf. &lt;i&gt;ibid&lt;/i&gt;., p. 36.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-104&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-104&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-104&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;104&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Cf. &lt;i&gt;ibid&lt;/i&gt;., p. 258.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-105&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-105&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-105&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;105&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;&lt;i&gt;Ibid&lt;/i&gt;., p. 35-36.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-106&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-106&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-106&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;106&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Gilles Kepel, &lt;i&gt;op. cit&lt;/i&gt;., p. 143-144.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-107&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-107&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-107&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;107&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Cf. Mohammad Yousaf, Mark Adkin, &lt;i&gt;The Bear Trap. The Defeat of A Superpower&lt;/i&gt;, Barnsley, Leo Cooper, 2001 [1992], p. 135. Bien s&#251;r, il pr&#233;tend que l'ISI n'e&#251;t aucun rapport avec ces histoires et qu'il essay&#226;t tant bien que mal d'emp&#234;cher la contrebande (cf. par exemple p. 108).&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-108&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-108&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-108&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;108&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Cf. Mohammad Yousaf, Mark Adkin, &lt;i&gt;op. cit.&lt;/i&gt;, p. 83.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-109&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-109&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-109&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;109&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;&lt;i&gt;Ibid&lt;/i&gt;., p. 59.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-110&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-110&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-110&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;110&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Cf. George Crile, &lt;i&gt;op. cit&lt;/i&gt;., p. 426-427.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-111&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-111&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-111&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;111&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Cf. Rodric Braithwaite, &lt;i&gt;op. cit&lt;/i&gt;., p. 205.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-112&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-112&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-112&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;112&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Cf. Gilles Kepel, &lt;i&gt;op. cit&lt;/i&gt;., p. 185.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-113&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-113&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-113&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;113&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Cf. Steve Coll, &lt;i&gt;op. cit&lt;/i&gt;., p. 155.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-114&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-114&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-114&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;114&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Cf. &lt;i&gt;ibid&lt;/i&gt;., p. 204.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-115&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-115&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-115&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;115&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;&lt;i&gt;Ibid&lt;/i&gt;., p. 156.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-116&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-116&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-116&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;116&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Cf. &lt;i&gt;ibid&lt;/i&gt;., p. 168-169.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-117&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-117&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-117&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;117&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Cf. &lt;i&gt;ibid&lt;/i&gt;., p. 222-223.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-118&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-118&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-118&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;118&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;&lt;i&gt;Ibid&lt;/i&gt;., p. 231.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-119&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-119&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-119&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;119&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Cf. &lt;i&gt;ibid&lt;/i&gt;., p. 601-602.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-120&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-120&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-120&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;120&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Cf. &lt;i&gt;ibid&lt;/i&gt;., p. 232.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-121&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-121&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-121&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;121&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Cf. Rodric Braithwaite, &lt;i&gt;op. cit&lt;/i&gt;., p. 299.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-122&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-122&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-122&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;122&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Steve Coll, &lt;i&gt;op. cit&lt;/i&gt;., p. 239.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-123&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-123&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-123&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;123&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;&lt;i&gt;Ibid&lt;/i&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-124&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-124&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-124&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;124&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Cf. &lt;i&gt;ibid&lt;/i&gt;., p. 293.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-125&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-125&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-125&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;125&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Cf. &lt;i&gt;ibid&lt;/i&gt;., p. 334, 349 et 351.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-126&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-126&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-126&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;126&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Cf. &lt;i&gt;ibid&lt;/i&gt;., p. 331-332.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-127&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-127&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-127&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;127&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Gilles Kepel, &lt;i&gt;op. cit&lt;/i&gt;., p. 275.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-128&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-128&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-128&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;128&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Cf. &lt;i&gt;ibid&lt;/i&gt;., p. 295.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-129&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-129&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-129&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;129&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Cf. &lt;i&gt;ibid&lt;/i&gt;., p. 142-143.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-130&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-130&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-130&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;130&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Cf. &lt;i&gt;ibid&lt;/i&gt;., p. 377.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-131&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-131&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-131&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;131&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Cf. Steve Coll, &lt;i&gt;op. cit&lt;/i&gt;., p. 338.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-132&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-132&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-132&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;132&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Cf. &lt;i&gt;ibid&lt;/i&gt;., p. 362-363.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-133&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-133&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-133&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;133&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Cf. &lt;i&gt;ibid&lt;/i&gt;., p. 413-415.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-134&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-134&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-134&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;134&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Cf. &lt;i&gt;ibid&lt;/i&gt;., p. 511-513.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-135&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-135&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-135&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;135&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Cf. &lt;i&gt;ibid&lt;/i&gt;., p. 513.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-136&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-136&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-136&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;136&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Cf. ibid., p. 485.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-137&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-137&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-137&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;137&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Cf. Doc Sportello, &lt;a href=&#034;https://kommunisierung.net/Contre-l-Etat-islamique-contre-la&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;&#8222;Contre l&#8216;&#201;tat islamique, contre la guerre &#8211; une critique&#8220;&lt;/a&gt;, pour une analyse un peu plus d&#233;taill&#233;e de la rupture entre Al-Qa&#239;da et l'&#201;tat islamique. Al-Zarqaoui y est d&#233;crit &#224; tort comme l'ancien leader d'Ansar al-Islam. Il s'agit d'une confusion, Ansar al-Islam est un groupe bas&#233; dans la partie kurde de l'Irak qui travailla pourtant avec la coordination d'al-Zarqaoui sans toutefois rejoindre sa faction en 2013.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-138&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-138&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-138&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;138&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Gilles Kepel, &lt;i&gt;op. cit&lt;/i&gt;., p. 15.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-139&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-139&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-139&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;139&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Bernard Lewis, &lt;i&gt;S&#233;mites et antis&#233;mites&lt;/i&gt;, Paris, Fayard, 1987 [1986], p. 167.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-140&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-140&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-140&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;140&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Cf. &lt;i&gt;ibid&lt;/i&gt;., p. 56. Les traductrices ont d&#251; &#233;prouver une certaine g&#234;ne face &#224; la phrase &#224; traduire, l'omission dans ce passage n'est donc sans doute ni une co&#239;ncidence, ni une v&#233;ritable erreur de traduction : &#171; Mais ces langues [le kurde et le berb&#232;re] comportent de nombreux dialectes non &#233;crits, sans qu'aucun ne soit pr&#233;dominant. &#187; Dans la version originale, le m&#233;pris de l'auteur est &#233;vident : &#171; But both consist of many dialects, without a standard language, and neither has a written litterature. &#187; (Bernard Lewis, &lt;i&gt;Semites and Antisemites&lt;/i&gt;, New York/Londres, Norton, 1987 [1986], p. 47.)&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-141&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-141&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-141&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;141&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;&lt;i&gt;Ibid&lt;/i&gt;., p. 21.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-142&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-142&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-142&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;142&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Cf. &lt;i&gt;ibid&lt;/i&gt;., p. 56.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-143&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-143&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-143&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;143&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Edward W. Sa&#239;d, &lt;i&gt;L'Orientalisme. L'Orient cr&#233;e par l'Occident&lt;/i&gt;, Paris, Seuil, 2005 [1978], p. 88-89.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-144&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-144&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-144&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;144&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Bernard Lewis, &lt;i&gt;op. cit&lt;/i&gt;., p. 170.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-145&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-145&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-145&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;145&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Edward W. Sa&#239;d, &lt;i&gt;op. cit&lt;/i&gt;., p. 38.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-146&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-146&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-146&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;146&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Bernard Lewis, op. cit., p. 339.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-147&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-147&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-147&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;147&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Cf. &#171; L&#8216;&#201;tat islamique dans les mots de l'ennemi &#187; in &lt;i&gt;Dar al-Islam&lt;/i&gt;, n&#176; 7, 30 novembre 2015, p. 35-37.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-148&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-148&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-148&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;148&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Cf. aussi Farhad Khosrokhavar, &lt;i&gt;Le Nouveau Jihad en Occident&lt;/i&gt;, Paris, Robert Laffont, 2018, p. 526.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-149&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-149&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-149&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;149&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Th&#233;orie communiste, &lt;a href=&#034;http://dndf.org/?page_id=10005&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;&#171; C'est au pr&#233;sent que nous parlons de la communisation &#187;&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-150&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-150&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-150&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;150&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Louis Althusser, &#171; Id&#233;ologie et appareils id&#233;ologiques d'&#201;tat &#187; in &lt;i&gt;Positions (1964-1975)&lt;/i&gt;, Paris, &#201;ditions sociales, 1976, p. 110.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-151&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-151&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-151&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;151&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Gilles Kepel, &lt;i&gt;op. cit&lt;/i&gt;., p. 11.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-152&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-152&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-152&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;152&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Cf. &lt;i&gt;ibid&lt;/i&gt;., p. 67-68.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-153&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-153&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-153&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;153&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Doc Sportello, &lt;i&gt;op. cit&lt;/i&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-154&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-154&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-154&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;154&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Olivier Roy, &lt;i&gt;op. cit&lt;/i&gt;., p. 82.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-155&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-155&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-155&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;155&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Farhad Khosrokhavar, &lt;i&gt;op. cit&lt;/i&gt;., p. 127.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-156&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-156&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-156&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;156&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Th&#233;orie communiste, &lt;a href=&#034;http://web.archive.org/web/20210117155127/http://blogtc.communisation.net/?p=243&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;&#171; Note sur le mouvement des gilets jaunes &#187;&lt;/a&gt;, novembre 2018.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-157&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-157&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-157&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;157&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Doc Sportello, &lt;i&gt;op. cit&lt;/i&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb3-158&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh3-158&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 3-158&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;158&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Th&#233;orie communiste, &#171; P&#233;trole, sexe et talibans &#187; in &lt;i&gt;Th&#233;orie communiste&lt;/i&gt;, n&#176; 18, f&#233;vrier 2003, p. 114.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;
		
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<item xml:lang="de">
		<title>Doc Sportello - Contre l&#8216;&#201;tat islamique, contre la guerre &#8211; eine Kritik</title>
		<link>https://www.kommunisierung.net/Contre-l-Etat-islamique-contre-la</link>
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		<dc:subject>&#220;bersetzungen</dc:subject>
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		<dc:subject>Eigene Texte</dc:subject>
		<dc:subject>Afghanistan</dc:subject>
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		<description>
&lt;p&gt;Version fran&#231;aise &lt;br class='autobr' /&gt;
Dieses kleine Buch von Mathieu P&#233;rez ist 2016 bei niet!&#233;ditions erschienen. Leider stellt der Verlag keine Informationen zum Autor zur Verf&#252;gung. Das Buch hat den Anspruch, &#8222;materialistisch&#8220; zu sein, doch die angek&#252;ndigte Zielsetzung ist zutiefst idealistisch: &#8222;Dieses kleine Buch will etwas zur Konstitution einer Bewegung beitragen, die sich in Frankreich dem Krieg entgegenstellen w&#252;rde, den Kriegen, welche Frankreich &#252;berall f&#252;hrt, wo es nur kann.&#8220; Der Ton ist gegeben. (&#8230;)&lt;/p&gt;


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&lt;a href="https://www.kommunisierung.net/Doc-Sportello" rel="tag"&gt;Doc Sportello&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="https://www.kommunisierung.net/Eigene-Texte" rel="tag"&gt;Eigene Texte&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="https://www.kommunisierung.net/Afghanistan" rel="tag"&gt;Afghanistan&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="https://www.kommunisierung.net/Jihadismus" rel="tag"&gt;Jihadismus&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="https://www.kommunisierung.net/Irak" rel="tag"&gt;Irak&lt;/a&gt;

		</description>


 <content:encoded>&lt;img src='https://www.kommunisierung.net/IMG/logo/contre_l_etat_islamique_contre_la_guerre-couv-625x1025.jpg?1689334134' class='spip_logo spip_logo_right' width='91' height='150' alt=&#034;&#034; /&gt;
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&lt;p&gt;&lt;a href=&#034;https://niet-editions.fr/catalogue/contre-letat-islamique-contre-la-guerre/&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;Dieses kleine Buch von Mathieu P&#233;rez&lt;/a&gt; ist 2016 bei niet!&#233;ditions erschienen. Leider stellt der Verlag keine Informationen zum Autor zur Verf&#252;gung. Das Buch hat den Anspruch, &#8222;materialistisch&#8220; zu sein&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb4-1&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe Mathieu P&#233;rez, Contre l'&#201;tat islamique, contre la guerre, La Mas (&#8230;)&#034; id=&#034;nh4-1&#034;&gt;1&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;, doch die angek&#252;ndigte Zielsetzung ist zutiefst idealistisch: &#8222;Dieses kleine Buch will etwas zur Konstitution einer Bewegung beitragen, die sich in Frankreich dem Krieg entgegenstellen w&#252;rde, &lt;i&gt;den Kriegen&lt;/i&gt;, welche Frankreich &#252;berall f&#252;hrt, wo es nur kann.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb4-2&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Ebd.&#034; id=&#034;nh4-2&#034;&gt;2&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; Der Ton ist gegeben. Der Autor beruft sich implizit auf die pazifistische Tradition der Arbeiterbewegung und m&#246;chte, dass seine Worte aufr&#252;tteln und die Aktivisten an ihre Pflicht erinnern, gegen den franz&#246;sischen Imperialismus zu protestieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dieser Aspekt verdirbt einem ein bisschen den Spass bei der Lekt&#252;re dieses sonst eher n&#252;chternen und gut dokumentierten B&#252;chleins. Obwohl die vom Autor konsultierten Quellen in der Regel seri&#246;s sind, enth&#228;lt der Text jedoch trotzdem einige Fehler. Der Autor behauptet z.B., Nichtregierungsorganisationen seien vom Islamischen Staat &#8222;toleriert&#8220; worden, ohne diese zu erw&#228;hnen oder auch nur die geringste Quellenangabe zu liefern&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb4-3&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe ebd., S. 42.&#034; id=&#034;nh4-3&#034;&gt;3&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Gem&#228;ss dem Zeugenbericht eines Fl&#252;chtlings aus Deir ez-Zor ist ihr Verbot gar eine gezielte Strategie der Unterwerfung: &#8222;Als Daesh gekommen ist, sind alle Vereine verboten worden. Sie haben alles eingefroren. Alles konfisziert. Die Verarmung des Volkes war ihre Politik. Sie ist pr&#228;zis und methodisch. Unter Daesh ist es unm&#246;glich geworden, deine Familie zu ern&#228;hren, ohne den Treueeid zu schw&#246;ren. Die Bewohner der Stadt taten es aufgrund der Armut, weil sie nichts mehr hatten.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb4-4&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Thomas Dandois, Fran&#231;ois-Xavier Tr&#233;gan, Daesh, paroles de d&#233;serteurs, Paris, (&#8230;)&#034; id=&#034;nh4-4&#034;&gt;4&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Vom t&#252;rkischen Pr&#228;sidenten Erdogan behauptet der Autor, &#8222;sein B&#252;ndnis mit dem Islamischen Staat&#8220; sei &#8222;eine bekannte Tatsache&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb4-5&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Mathieu P&#233;rez, op. cit., S. 102.&#034; id=&#034;nh4-5&#034;&gt;5&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Die Realit&#228;t ist allerdings etwas komplexer. Waffenlieferungen aus der T&#252;rkei treffen freilich ziemlich regelm&#228;ssig in Syrien ein, wie z.B. &lt;a href=&#034;https://www.theguardian.com/world/2015/nov/27/turkish-journalists-charged-over-claim-that-secret-services-armed-syrian-rebels&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;jene, welche vor ein paar Jahren einen Skandal ausgel&#246;st hatte&lt;/a&gt;. Es ist auch wahrscheinlich, dass der Islamische Staat vom t&#252;rkischen Milit&#228;rapparat als geringeres &#220;bel im Vergleich zur PYD betrachtet wird. Das reicht jedoch nicht, um von einem &#8222;B&#252;ndnis&#8220; zu sprechen, die wirklichen Verb&#252;ndeten der T&#252;rkei sind eher gem&#228;ssigtere islamistische Gruppen wie z.B. der Jabhat Tahrir Suriya.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Verh&#228;ltnis zwischen dem Islamischen Staat und der Nusrafront wird vom Autoren folgendermassen zusammengefasst: &#8222;Diese Gruppe [die Nusrafront] scheint am Anfang eine Art syrische Filiale des Islamischen Staates Irak zu sein, bevor sie autonom geworden ist und es im Juni 2013 zum Bruch kam, von da an berief sich die Nusrafront auf Al-Qaida.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb4-6&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Mathieu P&#233;rez, op. cit., S. 90-91.&#034; id=&#034;nh4-6&#034;&gt;6&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; Diese kurze Zusammenfassung enth&#228;lt mehrere Ungenauigkeiten. So war z.B. die Nusrafront nie &#8222;eine Art syrische Filiale des Islamischen Staates Irak&#8220;. Das war nur in al-Baghdadis Kopf so&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb4-7&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe Agence France-Presse, &#8222;Qaeda in Iraq Confirms Syria's Nusra Is Part of (&#8230;)&#034; id=&#034;nh4-7&#034;&gt;7&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;, &lt;a href=&#034;https://www.bbc.com/news/world-middle-east-36916606&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;die Nusrafront hat sich dieser Fusion verweigert und als Reaktion auf diese &#196;usserungen offiziell Al-Qaida die Treue geschworen&lt;/a&gt;. All das geschah nicht im Juni 2013, sondern im April 2013. Im November 2013 gab al-Zawahiri al-Baghdadi die Anweisung, sich aus Syrien zur&#252;ckzuziehen&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb4-8&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe Agence France-Presse, &#8222;Zawahiri Disbands Main Qaeda Faction in Syria&#8220;, (&#8230;)&#034; id=&#034;nh4-8&#034;&gt;8&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;, letzterer zeigte sich unwillig, was gleichbedeutend mit dem Bruch mit Al-Qaida war. Was danach geschah, ist allseits bekannt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Gegensatz zu McDonalds begn&#252;gt sich Al-Qaida mit einer einzigen Filiale pro Land. Fusionsentscheidungen liegen nat&#252;rlich im Kompetenzbereich der F&#252;hrung, nicht in jenem eines regionalen Emirs. Das Verh&#228;ltnis zur irakischen Filiale war ohnehin schon ziemlich lange gespannt. Schon 2005 hatte &lt;a href=&#034;https://ctc.usma.edu/harmony-program/atiyahs-letter-to-zarqawi-original-language-2/&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;al-Zawahiri al-Zarqawi einen Brief geschickt, um die Strategie der irakischen Filiale zu kritisieren&lt;/a&gt;, nur ein Jahr nachdem &lt;a href=&#034;https://jamestown.org/program/zarqawis-pledge-of-allegiance-to-al-qaeda-from-muasker-al-battar-issue-21-2/#.VBeNlOk9Jy0&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;dieser ihm die Treue geschworen hatte&lt;/a&gt;. Al-Zawahiri kritisierte v.a. dessen sektiererische und antischiitische Strategie. Doch aufgrund der Tatsache, dass die irakische Filiale auf dem Schlachtfeld im Kontext der amerikanischen Besatzung &#252;ber eine betr&#228;chtliche Feuerkraft verf&#252;gte, schien ein Bruch damals nicht in Frage zu kommen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Abu Mus&#8216;ab al-Zarqawi, der Gr&#252;nder dieser undisziplinierten Filiale, war eine spezielle Figur in der jihadistischen Galaxie. Die Anf&#252;hrer von Al-Qaida entstammen meistens der guten Gesellschaft, der Vater Bin Ladens war an der Spitze der Saudi Bin Ladin Group, der gr&#246;ssten Baufirma des Landes, und der gegenw&#228;rtige Anf&#252;hrer von Al-Qaida, al-Zawahiri, ist Arzt und der Sohn einer b&#252;rgerlichen Familie. Al-Zarqawi entstammt der Unterwelt. Er wurde 1966 in einer industriellen Vorstadt von Amman in eine verarmte pal&#228;stinensisch-jordanische Fl&#252;chtlingsfamilie geboren. In seiner Jugend machte er als Kleinkrimineller Karriere und Ende der 1980er Jahre entschied er sich, nach Afghanistan zu gehen. W&#228;hrend des B&#252;rgerkrieges nach dem Abzug der Russen k&#228;mpfte er in den Reihen von Gulbuddin Hekmatyar. Er kehrte 1993 nach Jordanien zur&#252;ck, wurde 1994 verhaftet und f&#252;nf Jahre sp&#228;ter, am 29. M&#228;rz 1999, dank einer k&#246;niglichen Amnestie auf freien Fuss gesetzt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Er kehrte daraufhin nach Afghanistan zur&#252;ck, um ein Trainingslager zu verwalten, das von Bin Laden finanziert wurde. Al-Zarqawi weigerte sich jedoch, ihm die Treue zu schw&#246;ren und sich Al-Qaida anzuschliessen&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb4-9&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe Jean Rokbelle, &#171; Die Organisation &#8222;Islamischer Staat&#8220; &#8211; von der (&#8230;)&#034; id=&#034;nh4-9&#034;&gt;9&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Erst f&#252;nf Jahre sp&#228;ter, am 19. Oktober 2004, schwor er ihm &#246;ffentlich die Treue und seine Organisation Ansar al-Islam hiess von nun an Al-Qaida des Jihads in Mesopotamien, h&#228;ufig schlichtweg Al-Qaida im Irak genannt. In seinem Brief an al-Zawahiri, der seiner oben erw&#228;hnten Antwort voranging, wird die Strategie des Islamischen Staats in groben Z&#252;gen skizziert: &#8222;Wenn wir sie [die H&#228;retiker] mit einzelnen schmerzhaften Schl&#228;gen dazu bringen k&#246;nnten, in den Kampf einzusteigen, k&#246;nnten wir die Karten neu mischen. Der Regierungsrat wird dann n&#228;mlich keine Macht und keinen Einflu&#223; [sic!] mehr haben, ebensowenig [sic!] die Amerikaner, die ja &#8211; wie von uns erw&#252;nscht &#8211; gemeinsam mit den H&#228;retikern in den Kampf einsteigen werden. Zahlreiche sunnitische Regionen stellen sich dann &#8211; wohl oder &#252;bel &#8211; auf die Seite der Dschihad-K&#228;mpfer, die somit &#252;ber ein Territorium verf&#252;gen werden, von dem aus sie zu Operationen gegen die H&#228;retiker in deren Hochburgen starten k&#246;nnen, unterst&#252;tzt von einer einleuchtenden Propaganda.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb4-10&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Abu Mus&#8216;ab al-Zarqawi, &#8222;Auz&#252;ge aus dem &#8218;Brief an Bin Laden und al-Zawahiri&#8220; (&#8230;)&#034; id=&#034;nh4-10&#034;&gt;10&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Schon damals war al-Zawahiri skeptisch hinsichtlich der von al-Zarqawi vorgeschlagenen Strategie und er versuchte, es ihm auf diplomatische Art und Weise zu erkl&#228;ren: &#8222;Was [die Ignoranz der Massen &#252;ber den angeblich ketzerischen Charakter des Schiismus] erkl&#228;rt, weshalb viele unter jenen, welche euch lieben, sich fragen, wieso ihr die Schiiten angreift, eine Frage, die noch dringender wird, wenn ihr Moscheen angreift, umso mehr, wenn es sich um die Grabst&#228;tte des Imams Ali ibn Abi Talib (m&#246;ge Gott ihm gn&#228;dig sein!) handelt. Ich denke, dass, was immer du auch tun magst, um diesen Punkt zu erkl&#228;ren, es die einfachen Muslime nie akzeptieren und immer ablehnen werden.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb4-11&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;&#8222;Lettre d'al-Zawahiri &#224; al-Zarqawi&#8220; in Gilles Kepel (et al., Hg.), Al-Qaida (&#8230;)&#034; id=&#034;nh4-11&#034;&gt;11&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; Die Analyse dieser Periode ist unumg&#228;nglich, wenn man den Konflikt zwischen der Nusrafront und dem Islamischen Staat verstehen will.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Diese Filiale wurde 2007 zum Islamischen Staat im Irak, nach dem Tod ihres Anf&#252;hrers Abu Omar al-Baghdadi wird er 2010 durch Abu Bakr al-Baghdadi ersetzt. P&#233;rez fasst diesen Kontext nur ganz kurz zusammen, obwohl er fundamental ist, um die wahrhaften ideologischen Differenzen zwischen Al-Qaida und dem Islamischen Staat zu verstehen. Ausserdem ist der Konflikt auch von der sozialen Zusammensetzung des Jihadismus gepr&#228;gt: &#8222;Doch das Gef&#252;hl der unwiderstehlichen Expansion, das damals diese Ideologie und die Bewegungen, die sich darauf berufen, auszeichnet, ruht auf einem &#228;u&#223;erst br&#252;chigen gesellschaftlichen Fundament. Das B&#252;ndnis zwischen der armen st&#228;dtischen Jugend und der frommen Mittelschicht, das von den Intellektuellen, welche die islamistische Doktrin erarbeiten, verk&#252;ndet wird, widersteht den langwierigen Auseinandersetzungen mit den Machthabern nur schlecht. Diese bem&#252;hen sich mit wachsendem Erfolg, die beiden sozialen Gruppen innerhalb der Bewegung gegeneinander aufzuwiegeln, indem sie hinter ihrem gemeinsamen, aber vagen Willen, den islamischen Staat zu errichten und die Scharia zum Ma&#223;stab aller Dinge zu machen, die Gegenl&#228;ufigkeit ihrer konkreten Interessen aufdecken.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb4-12&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Gilles Kepel, Das Schwarzbuch des Dschihad. Aufstieg und Niedergang des (&#8230;)&#034; id=&#034;nh4-12&#034;&gt;12&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die islamistische Bewegung wird von dieser Spannung &#252;berdeterminiert, sowohl innerhalb der verschiedenen Gruppen als auch zwischen ihnen: &#8222;Beide Gruppen fordern zwar die Anwendung der Scharia und die Errichtung eines islamischen Staates, verbinden damit aber unterschiedliche Vorstellungen. Die Jugendlichen geben dem einen sozialrevolution&#228;ren Inhalt, w&#228;hrend das B&#252;rgertum darin vor allem die Gelegenheit sieht, die herrschenden Eliten abzul&#246;sen, ohne die gesellschaftliche Ordnung anzutasten [&#8230;] Diese soziale Dualit&#228;t ist ein zentrales Merkmal der islamistischen Bewegungen &#8211; ja sie macht geradezu deren Wesen aus [&#8230;]&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb4-13&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Ebd., S. 88-89.&#034; id=&#034;nh4-13&#034;&gt;13&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; Dieser interjihadistische Klassenkampf ist ein wesentlicher Faktor, um den Bruch zwischen Al-Qaida und dem Islamischen Staat zu verstehen, das konfliktreiche Verh&#228;ltnis zwischen der AIS und dem GIA w&#228;hrend dem B&#252;rgerkrieg in Algerien zwei Jahrzehnte zuvor wurde beispielsweise ebenfalls von dieser Spannung &#252;berdeterminiert&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb4-14&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Siehe ebd., S. 90.&#034; id=&#034;nh4-14&#034;&gt;14&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Obwohl es sich nat&#252;rlich nicht um ein mechanistisches Gesetz handelt, muss man zwangsl&#228;ufig feststellen, dass der Islamische Staat in seinen R&#228;ngen mehr dem armen Proletariat oder der lohnabh&#228;ngigen Mittelklasse entstammende Anf&#252;hrer z&#228;hlt als Al-Qaida. Al-Qaida tendiert dazu, auf &#8222;den richtigen Zeitpunkt&#8220; zur Gr&#252;ndung des Kalifats warten zu wollen, seine Kriegsstrategen lesen Mao und Che Guevara, w&#228;hrend der IS eher dazu tendiert, Marighella zu lesen und das Kalifat &#8222;hier und jetzt&#8220; zu wollen. Ohne Kapital kein Kalifat, das ist offensichtlich, doch jenes des IS ist eher eine Frucht seiner Pl&#252;nderungswirtschaft als der Bourgeoisie in seinen R&#228;ngen. Und trotz dem Verlust eines betr&#228;chtlichen Teils seines Territoriums &lt;a href=&#034;https://foreignpolicy.com/2018/10/10/isiss-new-plans-to-get-rich-and-wreak-havoc/&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;hat die Gruppe ihren Kriegsschatz offensichtlich nicht verloren&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Gegensatz zu dem, was P&#233;rez zu glauben scheint, beschr&#228;nkt sich die Ursache dieser jihadistischen Bewegungen also nicht auf die &#8222;franz&#246;sischen Kriege&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb4-15&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Mathieu P&#233;rez, op. cit., S. 97.&#034; id=&#034;nh4-15&#034;&gt;15&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Zumindest weiss er, wer angefangen hat: &#8222;Wir m&#252;ssen, im Fall, der uns besch&#228;ftigt, mit der Idee abschliessen, es sei Daesh gewesen, der angefangen, der Frankreich &#8218;den Krieg erkl&#228;rt&#8216; h&#228;tte, indem er Attentate auf dem franz&#246;sischen Territorium begangen hat. Das ist schlicht und einfach falsch: Die franz&#246;sische Armee bombardierte die Stellungen des Islamischen Staates, bevor dieser Verantwortung f&#252;r irgendein Attentat in Frankreich &#252;bernahm.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb4-16&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Ebd., S. 109.&#034; id=&#034;nh4-16&#034;&gt;16&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; Wenn man &#8222;de[n] Islamischen Staat&#8220; durch &#8222;die dawla&#8220; und &#8222;Frankreich&#8220; durch &#8222;die Ungl&#228;ubigen&#8220; ersetzt, k&#246;nnte der Abschnitt Wort f&#252;r Wort in einer Nummer von Dar al-islam enthalten sein, der antiimperialistische Diskurs des IS dreht sich um das genau gleiche Argument. Die Verurteilung des franz&#246;sischen Imperialismus verwandelt sich in eine implizite Rechtfertigung des jihadistischen Imperialismus.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wenn man also einmal bei der Schlussfolgerung des Buches angekommen ist, ist man ein bisschen entt&#228;uscht, schliesslich stand sie schon im Titel. Eine weitergehende Analyse des jihadistischen Ph&#228;nomens und etwas mehr historische und geographische Kontextualisierung w&#228;ren weit interessanter gewesen als Ratschl&#228;ge an Aktivisten, die einen abstrakten Pazifismus proklamieren. Es ist gewiss nicht das schlechteste Buch zum Thema, in dieser Kategorie ist die Konkurrenz mit Nicolas H&#233;nin und Samuel Laurent nicht einfach auszuhebeln, aber auch bei weitem nicht das beste. Wenn man eine tiefgehende und n&#252;chterne Analyse sucht, ist man z.B. mit Werken von Jean-Pierre Luizard oder Myriam Benraad einiges besser bedient, sie sind weit wertvollere Informationsquellen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In der Perspektive, das Ph&#228;nomen von einem kommunistischen Standpunkt aus zu analysieren, bleibt noch viel Arbeit. Die Textreihe &lt;a href=&#034;https://kommunisierung.net/Kalifat-und-Barbarei-erster-Teil&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;&#8222;Kalifat und Barbarei&#8220;&lt;/a&gt; (&lt;a href=&#034;https://www.bahoebooks.net/buch/kalifat-und-barbarei/&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;Teil 1 und 2 als Buch bei bahoe books&lt;/a&gt;) von Tristan Leoni ist ein guter Beginn, viele Punkte werden darin angesprochen und sie liefert eine brauchbare Analyse der Ideologie des Islamischen Staates und den geopolitischen Streitgegenst&#228;nden im Nahen Osten, auch &lt;a href=&#034;https://kommunisierung.net/Die-kurdische-Frage-ISIS-USA-und&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;die sehr pointierte Analyse von Il lato cattivo&lt;/a&gt; ist ein wichtiger theoretischer Beitrag. Dieser &#8222;entnationalisierte&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb4-17&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Th&#233;orie communiste, &#034;Das Erd&#246;l, die Geschlechterfrage und die Taliban&#034;, (&#8230;)&#034; id=&#034;nh4-17&#034;&gt;17&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; Islamismus ist sehr wohl zutiefst mit der Globalisierung des restrukturierten Kapitalismus verbunden: &#8222;Er [der Islamismus als innere Opposition] ist nicht ihr Widerspruch, sondern ihr Schatten.&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb4-18&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Ebd.&#034; id=&#034;nh4-18&#034;&gt;18&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Obwohl er ein Produkt einer gescheiterten Modernisierung und des Niedergangs des panarabischen Nationalismus darstellt, f&#252;hrt er das Erbe des panarabischen Antiimperialismus in einer religi&#246;sen Form weiter, die Umma wird als von imperialistischen Ungl&#228;ubigen belagert betrachtet. Es w&#228;re jedoch notwendig, das bis anhin Gesagte mit einer fundierteren Analyse der wirtschaftlichen Funktionsweise einer jihadistischen Gruppe zu erg&#228;nzen. Der Islamische Staat ist nicht nur eine bewaffnete Gruppe mit dem Ziel, ein Kalifat zu verwirklichen, sondern auch eine Mafia.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir br&#228;uchten also eine Theorie des kriminellen Kapitals. Denn, von einem rein abstrakten Standpunkt aus gesehen, &#8222;[herrscht] die Lohnarbeit [&#8230;] in Mosul genau wie in Mailand&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb4-19&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Tristan Leoni, &#8222;Kalifat und Barbarei&#8220;, zweiter Teil: &#8222;Von der Utopie&#8220;, 2015, (&#8230;)&#034; id=&#034;nh4-19&#034;&gt;19&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;, der Proletarier aus Mosul hat jedoch weit gr&#246;ssere Chancen, ein anderes Schicksal zu haben als jenes der Lohnarbeit denn jener aus Mailand. Wenn er vom Islamischen Staat zwangsrekrutiert wird, kann man dann noch von einem &#8222;Lohnarbeiter&#8220; sprechen? Wenn ein Proletarier dem Kalifen die Treue schw&#246;rt, legt er sein Leben in seine H&#228;nde, die Angst vor der Entlassung ist gleichbedeutend mit Todesangst. Das gleiche gilt f&#252;r einen Proletarier, der sich der Camorra, Los Zetas oder der Mara Salvatrucha anschliesst. Doch was soll er sonst tun? In Anbetracht der heftigen Auswirkungen der Krise in den peripheren Zonen sind diese mafi&#246;sen Gruppen h&#228;ufig die einzigen potentiellen Arbeitgeber. So gibt das kriminelle Kapital jenem &#252;bersch&#252;ssigem Proletariat eine Anstellung, welches von den anderen Fraktionen des Kapitals schon lange aufgegeben worden ist, es wird zu seinem Dispositiv der Disziplinierung. Mafi&#246;se Gruppen f&#252;hren Kriege um die Kontrolle von Territorien und die damit einhergehende Erpressung von Mehrwertanteilen, haupts&#228;chlich in den peripheren Zonen der globalen Wirtschaft, und sie versuchen in der Regel danach, die Beute in den befriedeten Zonen des Zentrums zu verstecken. Dieses Ph&#228;nomen sollte im Zusammenhang mit der Restrukturierung und ihrer Krise, dem tendenziellen Fall der Profitrate und der Verwaltung des &#252;bersch&#252;ssigen Proletariats analysiert werden. Eine Sache ist bislang gewiss: Im Gegensatz zu anderen Sektoren der globalen Wirtschaft, haben wir es hier mit einem Boomsektor zu tun, der wom&#246;glich ein Abbild der Zukunft ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Doc Sportello&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;November 2018&lt;/p&gt;
&lt;h3 id=&#034;Versionfran&#231;aise&#034;&gt;Contre l&#8216;&#201;tat islamique, contre la guerre &#8211; une critique&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;En 2016 est paru chez niet!&#233;ditions &lt;a href=&#034;https://niet-editions.fr/catalogue/contre-letat-islamique-contre-la-guerre/&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;ce petit livre sign&#233; Mathieu P&#233;rez&lt;/a&gt;. L'&#233;diteur ne donne malheureusement aucune information quant &#224; l'auteur. Le livre se veut &#171; mat&#233;rialiste &#187;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb4-20&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Cf. Mathieu P&#233;rez, Contre l'&#201;tat islamique, contre la guerre, La Mas d'Azil, (&#8230;)&#034; id=&#034;nh4-20&#034;&gt;20&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;, alors que son objectif avou&#233; est parfaitement id&#233;aliste : &#171; Ce petit livre se veut &#234;tre une contribution &#224; la constitution d'un mouvement qui, en France, s'opposerait &#224; la guerre, aux guerres que m&#232;ne la France partout o&#249; elle le peut. &#187;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb4-21&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Ibid.&#034; id=&#034;nh4-21&#034;&gt;21&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; Le ton est donn&#233;. &#201;voquant implicitement la tradition pacifiste du mouvement ouvrier, l'auteur souhaite que ses paroles bouleversent et rappellent aux militants leur devoir de protester contre l'imp&#233;rialisme fran&#231;ais.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Cet aspect g&#226;che consid&#233;rablement le plaisir lors de la lecture de ce petit ouvrage sinon plut&#244;t factuel et bien document&#233;. Les sources consult&#233;es par l'auteur sont en r&#232;gle g&#233;n&#233;rale s&#233;rieuses, mais l'ouvrage contient quand m&#234;me quelques erreurs. L'auteur pr&#233;tend par exemple que des ONG auraient &#233;t&#233; &#171; tol&#233;r&#233;es &#187; par l'&#201;tat islamique sans pourtant en citer ou donner la moindre source&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb4-22&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Cf. ibid., p. 42.&#034; id=&#034;nh4-22&#034;&gt;22&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Selon le t&#233;moignage d'un r&#233;fugi&#233; de Deir ez-Zor, leur interdiction constitue m&#234;me une strat&#233;gie d'assujettissement : &#171; Quand Daesh est arriv&#233;, toutes les associations ont &#233;t&#233; interdites. Ils ont tout gel&#233;. Tout confisqu&#233;. Leur politique &#233;tait d'appauvrir le peuple. C'est pr&#233;cis, c'est m&#233;thodique. Sous Daesh, il devenait impossible de nourrir ta famille si tu ne pr&#234;tais pas all&#233;geance. Les habitants de la ville l'ont fait &#224; cause de la pauvret&#233;, parce qu'ils n'avaient plus rien. &#187;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb4-23&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Thomas Dandois, Fran&#231;ois-Xavier Tr&#233;gan, Daesh, paroles de d&#233;serteurs, Paris, (&#8230;)&#034; id=&#034;nh4-23&#034;&gt;23&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Du pr&#233;sident turc Erdogan, l'auteur affirme que &#171; son alliance avec l'&#201;tat islamique est un fait connu &#187;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb4-24&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Mathieu P&#233;rez, op. cit., p. 102.&#034; id=&#034;nh4-24&#034;&gt;24&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Or, la r&#233;alit&#233; est un peu plus complexe que cela. Certes, des convois d'armes depuis la Turquie arrivent sans aucun doute tr&#232;s r&#233;guli&#232;rement en Syrie, comme &lt;a href=&#034;https://www.theguardian.com/world/2015/nov/27/turkish-journalists-charged-over-claim-that-secret-services-armed-syrian-rebels&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;celui qui avait caus&#233; un scandale il y a quelques ann&#233;es&lt;/a&gt;. Il est probable que l'&#201;tat islamique soit vu par l'appareil militaire turc comme un moindre mal compar&#233; au PYD. Cela ne suffit toutefois pas pour parler d'une &#171; alliance &#187;, les v&#233;ritables alli&#233;s de la Turquie sont plut&#244;t des groupes islamistes plus mod&#233;r&#233;s comme le Jabhat Tahrir Souriya.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Le rapport entre l'&#201;tat islamique et le Front al-Nosra est r&#233;sum&#233; par l'auteur comme suit : &#171; Ce groupe [le Front al-Nosra] semble avoir &#233;t&#233; au d&#233;part une sorte de succursale syrienne de l'&#201;tat islamique d'Irak, avant de s'autonomiser, jusqu'&#224; la rupture de juin 2013, date &#224; laquelle le Front Al-Nosra se r&#233;clame d'Al-Qaida. &#187;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb4-25&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Mathieu P&#233;rez, op. cit., S. 90-91.&#034; id=&#034;nh4-25&#034;&gt;25&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; Ce r&#233;sum&#233; sommaire comporte plusieurs impr&#233;cisions. Tout d'abord, le Front al-Nosra n'a jamais &#233;t&#233; &#171; une sorte de succursale syrienne de l'&#201;tat islamique d'Irak &#187;. C'&#233;tait le cas uniquement dans la t&#234;te d'al-Baghdadi&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb4-26&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Cf. Agence France-Presse, &#171; Qaeda in Iraq Confirms Syria's Nusra Is Part of (&#8230;)&#034; id=&#034;nh4-26&#034;&gt;26&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;, &lt;a href=&#034;https://www.bbc.com/news/world-middle-east-36916606&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;le Front al-Nusra a refus&#233; cette fusion et il a pr&#234;t&#233; officiellement all&#233;geance &#224; Al-Qaida en r&#233;action &#224; ses propos&lt;/a&gt;. Tout ceci ne s'est pas produit en juin 2013, mais en avril 2013. En novembre 2013, al-Zawahiri a donn&#233; l'ordre &#224; al-Baghdadi de se retirer de la Syrie&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb4-27&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Cf. Agence France-Presse, &#171; Zawahiri Disbands Main Qaeda Faction in Syria &#187;, (&#8230;)&#034; id=&#034;nh4-27&#034;&gt;27&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;, ce dernier s'est montr&#233; r&#233;ticent ce qui &#233;tait synonyme de rupture avec al-Qaida. La suite est connue.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Contrairement &#224; McDo, al-Qaida se contente d'une seule succursale par pays. Les d&#233;cisions de fusion appartiennent bien &#233;videmment &#224; la direction, et non pas &#224; un &#233;mir r&#233;gional. Le rapport avec la succursale irakienne s'&#233;tait de toute mani&#232;re tendu depuis bien plus longtemps. D&#233;j&#224; en 2005, &lt;a href=&#034;https://ctc.usma.edu/harmony-program/atiyahs-letter-to-zarqawi-original-language-2/&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;al-Zawahiri avait envoy&#233; une lettre &#224; al-Zarqawi pour critiquer la strat&#233;gie de sa succursale irakienne&lt;/a&gt;, une ann&#233;e seulement apr&#232;s &lt;a href=&#034;https://jamestown.org/program/zarqawis-pledge-of-allegiance-to-al-qaeda-from-muasker-al-battar-issue-21-2/#.VBeNlOk9Jy0&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;avoir re&#231;u son serment d'all&#233;geance&lt;/a&gt;. Al-Zawahiri a critiqu&#233; surtout la strat&#233;gie sectaire et antichiite de ce dernier. Mais, &#233;tant donn&#233; que sur le champ de bataille, la succursale irakienne avait une force de frappe consid&#233;rable dans le contexte de la gu&#233;rilla contre l'occupation am&#233;ricaine, une rupture compl&#232;te ne semblait pas envisageable &#224; ce moment-l&#224;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Abou Moussab al-Zarqaoui, le fondateur de cette succursale indisciplin&#233;e, &#233;tait une figure particuli&#232;re dans la galaxie jihadiste. G&#233;n&#233;ralement, les leaders d'al-Qaida sont issus de la bonne soci&#233;t&#233;, le p&#232;re de ben Laden &#233;tait &#224; la t&#234;te du Saudi Bin Ladin Group, plus grand constructeur du pays, et le leader actuel d'al-Qaida, al-Zawahiri, est m&#233;decin et fils d'une famille bourgeoise. Al-Zarqaoui est issu de la p&#232;gre. Il est n&#233; en 1966 dans une banlieue industrielle d'Amman et issu d'une famille palestino-jordanienne appauvrie. Dans sa jeunesse, il a connu une carri&#232;re de petit criminel et &#224; la fin des ann&#233;es 1980, il a d&#233;cid&#233; de gagner l'Afghanistan. Pendant la guerre civile suivant le d&#233;part des Russes, il s'est battu dans les rangs de Gulbuddin Hekmatyar. De retour en Jordanie en 1993, il a &#233;t&#233; arr&#234;t&#233; en 1994 et cinq ans plus tard, le 29 mars 1999, lib&#233;r&#233; gr&#226;ce &#224; une amnistie royale.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Il est retourn&#233; en Afghanistan pour g&#233;rer un camp d'entra&#238;nement b&#233;n&#233;ficiant du soutien financier de Bin Laden. Al-Zarqaoui a toutefois refus&#233; de lui pr&#234;ter all&#233;geance et de rejoindre al-Qaida&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb4-28&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Cf. Jean Rokbelle, &#171; Die Organisation &#8222;Islamischer Staat&#8220; &#8211; von der (&#8230;)&#034; id=&#034;nh4-28&#034;&gt;28&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. C'est seulement cinq ans plus tard, le 19 octobre 2004, qu'il lui a publiquement pr&#234;t&#233; all&#233;geance et que son organisation Ansar al-islam a &#233;t&#233; rebaptis&#233;e Al-Qaida du jihad en M&#233;sopotamie, appel&#233;e souvent al-Qaida en Irak. Dans sa lettre &#224; al-Zawahiri pr&#233;c&#233;dant sa r&#233;ponse mentionn&#233;e ci-dessus, la strat&#233;gie de l'&#201;tat islamique est esquiss&#233; dans ses grandes lignes : &#171; Si nous pouvons leur [aux h&#233;r&#233;tiques] infliger des coups douloureux, l'un apr&#232;s l'autre, afin de les amener au combat, nous pourrions alors redistribuer les cartes. Le Conseil de gouvernement n'aura d&#232;s lors plus de valeur ni d'influence, ni m&#234;me les Am&#233;ricains qui reviendront au combat avec les h&#233;r&#233;tiques, comme nous le souhaitons. Alors, qu'elles le veuillent ou non, de nombreuses r&#233;gions sunnites se rangeront aux c&#244;t&#233;s des combattants du jihad, et ces derniers se seront assur&#233;s un territoire d'o&#249; ils pourront repartir frapper les h&#233;r&#233;tiques au sein m&#234;me de leurs r&#233;gions, le tout soutenu par une propagande claire. &#187;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb4-29&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Abou Moussab al-Zarqaoui, &#171; Lettre &#224; Ben Laden et al-Zawahiri &#187; in Gilles (&#8230;)&#034; id=&#034;nh4-29&#034;&gt;29&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;D&#233;j&#224; &#224; l'&#233;poque, al-Zawahiri n'&#233;tait pas tout &#224; fait enthousiaste quant &#224; la strat&#233;gie propos&#233;e par al-Zarqaoui et il a essay&#233; de lui le faire comprendre de mani&#232;re diplomatique : &#171; Ce qui [l'ignorance des masses sur le caract&#232;re pr&#233;tendument h&#233;r&#233;tique du chiisme] explique que beaucoup de ceux qui vous aiment se demandent pourquoi vous attaquez les chiites, une interrogation qui grandit lorsque vous attaquez des mosqu&#233;es, encore plus si cette attaque est lanc&#233;e contre le tombeau de l'imam Ali ibn Abi Talib (que Dieu l'agr&#233;e !). Je pense que, quoi que tu fasses pour &#233;claircir ce point, les simples musulmans ne l'accepteront pas, et qu'ils le rejetteront toujours. &#187;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb4-30&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;&#171; Lettre d'al-Zawahiri &#224; al-Zarqawi &#187; in ibid., p. 437-439. On notera le (&#8230;)&#034; id=&#034;nh4-30&#034;&gt;30&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; L'analyse de cette p&#233;riode est indispensable pour comprendre le conflit entre le Front al-Nusra et l'&#201;tat islamique.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;En 2007, cette succursale est devenue l'&#201;tat islamique en Irak, apr&#232;s le d&#233;c&#232;s de son leader Abou Omar al-Baghdadi, Abou Bakr al-Baghdadi l'a remplac&#233; en 2010. P&#233;rez ne r&#233;sume que tr&#232;s bri&#232;vement tout ce contexte-l&#224;, il est pourtant central pour comprendre la v&#233;ritable divergence id&#233;ologique entre al-Qaida et l'&#201;tat islamique. En outre, ce conflit est aussi li&#233; &#224; la composition sociale du jihadisme : &#171; Mais le sentiment d'expansion irr&#233;sistible qui galvanise alors cette id&#233;ologie et les mouvements qui s'en r&#233;clament est bas&#233; sur des fondements sociaux extr&#234;mement fragiles. L'alliance entre la jeunesse urbaine pauvre et les classes moyennes pieuses, scell&#233;e par les intellectuels qui &#233;laborent la doctrine islamiste, r&#233;siste mal &#224; des affrontements de longue haleine contre les pouvoirs &#233;tablis. Ceux-ci s'emploient avec une efficacit&#233; croissante &#224; dresser les deux composantes du mouvement l'une contre l'autre, en exposant l'antagonisme entre leurs aspirations concr&#232;tes, par-del&#224; leur volont&#233; commune mais floue d'instaurer l'&#201;tat islamique et d'appliquer la chari'a. &#187;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb4-31&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Gilles Kepel, Jihad, Paris, Folio, 2003 [2000], p. 28.&#034; id=&#034;nh4-31&#034;&gt;31&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Cette tension surd&#233;termine la mouvance islamiste, &#224; la fois &#224; l'int&#233;rieur des diff&#233;rents groupes et entre ceux-ci : &#171; Comme nous le verrons plus loin, ces deux groupes [la jeunesse urbaine pauvre et la bourgeoise pieuse], s'ils r&#233;clament en ch&#339;ur l'application de la chari'a et l'instauration de l'&#201;tat islamique, ne s'en font pas la m&#234;me repr&#233;sentation. Les premiers lui donnent un contenu socialement r&#233;volutionnaire, tandis que les seconds y voient surtout l'occasion de se substituer aux &#233;lites en place, sans bouleverser les hi&#233;rarchies de la soci&#233;t&#233;. Cette ambigu&#239;t&#233; est au fondement de la mouvance islamiste contemporaine. &#187;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb4-32&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Ibid., p. 114.&#034; id=&#034;nh4-32&#034;&gt;32&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; Cette lutte des classes interjihadiste est un facteur essentiel pour comprendre la rupture entre al-Qaida et l'&#201;tat islamique, la m&#234;me tension surd&#233;terminait par exemple le rapport conflictuel entre l'AIS et le GIA pendant la guerre civile en Alg&#233;rie deux d&#233;cennies plus t&#244;t&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb4-33&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Cf. ibid., p. 115.&#034; id=&#034;nh4-33&#034;&gt;33&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;M&#234;me si ce n'est &#233;videmment pas une loi m&#233;caniciste, force est de constater que l'&#201;tat islamique compte bien plus de leaders issus du prol&#233;tariat pauvre ou des classes moyennes salari&#233;es qu'al-Qaida. Al-Qaida a tendance &#224; vouloir attendre &#171; le bon moment &#187; pour fonder le califat, leurs strat&#232;ges de guerre lisent Mao et Che Guevara, tandis que ceux de l'&#201;tat islamique ont plut&#244;t tendance &#224; lire Marighella et &#224; vouloir le califat &#171; ici et maintenant &#187;. Pas de califat sans capital, &#233;videmment, mais celui de l'&#201;tat islamique provient bien davantage d'une &#233;conomie du pillage que des bourgeois dans ses rangs. Et malgr&#233; la perte d'une bonne partie de son territoire, &lt;a href=&#034;https://foreignpolicy.com/2018/10/10/isiss-new-plans-to-get-rich-and-wreak-havoc/&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;le groupe n'a de toute &#233;vidence pas perdu son tr&#233;sor de guerre&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Contrairement &#224; ce que semble croire P&#233;rez, la cause de ces mouvements jihadistes ne se r&#233;sume donc pas par les &#171; guerres fran&#231;aises &#187;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb4-34&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Mathieu P&#233;rez, op. cit., p. 97.&#034; id=&#034;nh4-34&#034;&gt;34&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Il sait du moins qui a commenc&#233; : &#171; Il faut, dans le cas qui nous occupe, en finir aussi avec l'id&#233;e selon laquelle ce serait &#8216;Daech' qui aurait commenc&#233;, qui aurait &#8216;d&#233;clar&#233; la guerre' &#224; la France en perp&#233;trant des attentats sur son territoire. C'est tout simplement faux : l'arm&#233;e fran&#231;aise bombardait les positions de l'&#201;tat islamique avant que ces derniers ne revendiquent le moindre attentat en France. &#187;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb4-35&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Ibid., p. 109.&#034; id=&#034;nh4-35&#034;&gt;35&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; Si l'on remplace &#171; l'&#201;tat islamique &#187; par &#171; la dawla &#187; et &#171; France &#187; par &#171; les m&#233;cr&#233;ants &#187;, le passage pourrait figurer tel quel dans un num&#233;ro de Dar al-islam, le discours anti-imp&#233;rialiste de l'&#201;tat islamique tourne exactement autour du m&#234;me argument. La condamnation de l'imp&#233;rialisme fran&#231;ais se transforme en justification implicite de l'imp&#233;rialisme jihadiste.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Une fois arriv&#233; &#224; la conclusion du livre, on est donc un peu d&#233;&#231;u car elle est d&#233;j&#224; dans le titre. Une analyse plus pouss&#233;e du ph&#233;nom&#232;ne jihadiste et un peu plus de contextualisation historique et g&#233;ographique auraient &#233;t&#233; bien plus int&#233;ressants que des conseils militants pr&#244;nant un pacifisme abstrait. Ce n'est d&#233;finitivement pas le pire livre sur l'&#201;tat islamique, dans cette cat&#233;gorie, avec Nicolas H&#233;nin et Samuel Laurent, la concurrence est rude, mais de loin pas le meilleur non plus. Si l'on cherche une analyse historique pouss&#233;e et sobre, des auteurs comme Jean-Pierre Luizard ou Myriam Benraad sont des sources d'information bien plus pr&#233;cieuses.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Il y a encore du travail &#224; faire dans l'optique d'aborder le ph&#233;nom&#232;ne d'un point de vue communiste. La s&#233;rie de Tristan Leoni &lt;a href=&#034;https://ddt21.noblogs.org/?page_id=667&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;&#171; Califat et barbarie &#187;&lt;/a&gt; est un bon d&#233;but, de nombreux points y sont abord&#233;s et elle fournit une bonne analyse de l'id&#233;ologie de l'&#201;tat islamique et des enjeux g&#233;opolitiques dans le Moyen-Orient, une autre pierre &#224; l'&#233;difice est &lt;a href=&#034;http://dndf.org/?p=13854&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;l'analyse tr&#232;s pointue fournie par Il lato cattivo&lt;/a&gt;. Cet islamisme &#171; d&#233;nationalis&#233; &#187;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb4-36&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Cf. Th&#233;orie communiste, &#171; P&#233;trole, sexe et talibans &#187; in Th&#233;orie communiste, (&#8230;)&#034; id=&#034;nh4-36&#034;&gt;36&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; est bel et bien profond&#233;ment li&#233; &#224; la mondialisation du capitalisme restructur&#233; : &#171; Elle [l'islamisme en tant qu'opposition interne] n'est pas sa contradiction mais son ombre. &#187;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb4-37&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Ibid., p. 114.&#034; id=&#034;nh4-37&#034;&gt;37&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; Produit d'une modernisation rat&#233;e et du d&#233;clin du nationalisme panarabe, il r&#233;cup&#232;re pourtant l'anti-imp&#233;rialisme de ce dernier dans une forme religieuse, l'oumma consid&#233;r&#233;e comme assi&#233;g&#233;e par les imp&#233;rialistes m&#233;cr&#233;ants. Il serait cependant n&#233;cessaire de compl&#233;ter tout cela par une analyse plus pouss&#233;e du fonctionnement &#233;conomique d'un groupe jihadiste. L'&#201;tat islamique n'est pas seulement un groupe arm&#233; voulant implanter le califat, mais aussi une mafia.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Il nous faudrait donc une th&#233;orie du capital criminel. Car, d'un point de vue purement abstrait, &#171; le salariat r&#232;gne &#224; Mossoul autant qu'&#224; Milan &#187;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href=&#034;#nb4-38&#034; class=&#034;spip_note&#034; rel=&#034;appendix&#034; title=&#034;Tristan Leoni, &#171; Califat et barbarie &#187;, 2e partie : &#171; De l'utopie &#187;, 2015.&#034; id=&#034;nh4-38&#034;&gt;38&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;, le prol&#233;taire de Mossoul a cependant bien plus de chances d'&#234;tre destin&#233; &#224; autre chose qu'au salariat que celui de Milan. S'il est enr&#244;l&#233; de force par l'&#201;tat islamique, peut-on encore parler d'un &#171; salari&#233; &#187; ? Lorsqu'un prol&#233;taire pr&#234;te all&#233;geance au calife, il met sa vie dans ses mains, la peur du licenciement est remplac&#233;e par celle de la mort. La m&#234;me chose est valable pour le prol&#233;taire qui rejoint la Camorra, Los Zetas ou la Mara Salvatrucha. Mais quoi faire d'autre ? Face &#224; la violence des effets de la crise dans les zones p&#233;riph&#233;riques, ces groupes mafieux sont souvent les seuls employeurs potentiels. Ainsi, le capital criminel donne un emploi &#224; un prol&#233;tariat surnum&#233;raire abandonn&#233; depuis longtemps par les autres fractions du capital, il en devient le dispositif de disciplinarisation. Les groupes mafieux m&#232;nent des guerres pour contr&#244;ler des territoires o&#249; racketter des parts de plus-value, principalement dans les zones p&#233;riph&#233;riques de l'&#233;conomie globale, et ils tentent g&#233;n&#233;ralement ensuite de planquer le butin dans les zones pacifi&#233;es du centre. Il faudrait examiner ce ph&#233;nom&#232;ne en lien avec la restructuration et sa crise, la baisse tendancielle du taux de profit et la gestion du prol&#233;tariat surnum&#233;raire. Pour l'instant, une chose est s&#251;re : contrairement au reste de l'&#233;conomie globale, ce secteur est en plein boom et nous donne peut-&#234;tre une id&#233;e de quoi demain sera fait.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Doc Sportello&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Novembre 2018&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		&lt;hr /&gt;
		&lt;div class='rss_notes'&gt;&lt;div id=&#034;nb4-1&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh4-1&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 4-1&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;1&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe Mathieu P&#233;rez, &lt;i&gt;Contre l'&#201;tat islamique, contre la guerre&lt;/i&gt;, La Mas d'Azil, niet!&#233;ditions, 2016, S. 10.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb4-2&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh4-2&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 4-2&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;2&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Ebd.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb4-3&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh4-3&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 4-3&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;3&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe ebd., S. 42.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb4-4&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh4-4&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 4-4&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;4&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Thomas Dandois, Fran&#231;ois-Xavier Tr&#233;gan, &lt;i&gt;Daesh, paroles de d&#233;serteurs&lt;/i&gt;, Paris, Gallimard, 2018, S. 116.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb4-5&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh4-5&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 4-5&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;5&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Mathieu P&#233;rez, &lt;i&gt;op. cit&lt;/i&gt;., S. 102.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb4-6&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh4-6&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 4-6&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;6&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Mathieu P&#233;rez, &lt;i&gt;op. cit&lt;/i&gt;., S. 90-91.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb4-7&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh4-7&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 4-7&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;7&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe Agence France-Presse, &#8222;Qaeda in Iraq Confirms Syria's Nusra Is Part of Network&#8220;, 9. April 2013, online verf&#252;gbar, aber nur noch im Cache, urspr&#252;nglicher Artikel gel&#246;scht.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb4-8&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh4-8&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 4-8&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;8&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe Agence France-Presse, &#8222;Zawahiri Disbands Main Qaeda Faction in Syria&#8220;, 8. November 2013, online verf&#252;gbar im Cache.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb4-9&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh4-9&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 4-9&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;9&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe Jean Rokbelle, &#171; Die Organisation &#8222;Islamischer Staat&#8220; &#8211; von der antischiitischen Ordnungsmacht zum quasi-staatlichen Kalifat &#187; in Ismail K&#252;peli (Hg.), &lt;i&gt;Kampf um Koban&#234;. Kampf um die Zukunft des Nahen Ostens&lt;/i&gt;, M&#252;nster, Edition Assemblage, 2015, S. 158.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb4-10&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh4-10&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 4-10&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;10&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Abu Mus&#8216;ab al-Zarqawi, &#8222;Auz&#252;ge aus dem &#8218;Brief an Bin Laden und al-Zawahiri&#8220; in Gilles Kepel (&lt;i&gt;et al&lt;/i&gt;., Hg.), &lt;i&gt;Al-Qaida. Texte des Terrors&lt;/i&gt;, M&#252;nchen/Z&#252;rich, Piper, 2006 [2005], S. 479.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb4-11&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh4-11&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 4-11&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;11&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;&#8222;Lettre d'al-Zawahiri &#224; al-Zarqawi&#8220; in Gilles Kepel (&lt;i&gt;et al&lt;/i&gt;., Hg.), &lt;i&gt;Al-Qaida dans le texte&lt;/i&gt;, Paris, PUF, 2008 [2005], S. 437-439. Auffallend ist der br&#252;ske &#220;bergang zum Du. Dieser Brief von 2005 war in der franz&#246;sischen Erstausgabe nicht enthalten und fehlt somit in der deutschen Ausgabe.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb4-12&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh4-12&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 4-12&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;12&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Gilles Kepel, &lt;i&gt;Das Schwarzbuch des Dschihad. Aufstieg und Niedergang des Islamismus&lt;/i&gt;, M&#252;nchen, Piper, 2004 [2000], S. 32.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb4-13&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh4-13&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 4-13&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;13&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Ebd., S. 88-89.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb4-14&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh4-14&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 4-14&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;14&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Siehe ebd., S. 90.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb4-15&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh4-15&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 4-15&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;15&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Mathieu P&#233;rez, &lt;i&gt;op. cit&lt;/i&gt;., S. 97.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb4-16&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh4-16&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 4-16&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;16&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Ebd., S. 109.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb4-17&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh4-17&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 4-17&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;17&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Th&#233;orie communiste, &lt;a href=&#034;https://kommunisierung.net/Theorie-communiste-Das-Erdol-die&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;&#034;Das Erd&#246;l, die Geschlechterfrage und die Taliban&#034;&lt;/a&gt;, Februar 2003.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb4-18&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh4-18&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 4-18&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;18&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Ebd.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb4-19&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh4-19&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 4-19&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;19&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Tristan Leoni, &#8222;Kalifat und Barbarei&#8220;, zweiter Teil: &#8222;Von der Utopie&#8220;, 2015, online verf&#252;gbar.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb4-20&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh4-20&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 4-20&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;20&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Cf. Mathieu P&#233;rez, Contre l'&#201;tat islamique, contre la guerre, La Mas d'Azil, niet!&#233;ditions, p. 10.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb4-21&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh4-21&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 4-21&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;21&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Ibid.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb4-22&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh4-22&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 4-22&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;22&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Cf. ibid., p. 42.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb4-23&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh4-23&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 4-23&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;23&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Thomas Dandois, Fran&#231;ois-Xavier Tr&#233;gan, Daesh, paroles de d&#233;serteurs, Paris, Gallimard, 2018, p. 116.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb4-24&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh4-24&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 4-24&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;24&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Mathieu P&#233;rez, op. cit., p. 102.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb4-25&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh4-25&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 4-25&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;25&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Mathieu P&#233;rez, &lt;i&gt;op. cit&lt;/i&gt;., S. 90-91.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb4-26&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh4-26&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 4-26&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;26&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Cf. Agence France-Presse, &#171; Qaeda in Iraq Confirms Syria's Nusra Is Part of Network &#187;, 9 avril 2013, disponible en ligne en cache.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb4-27&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh4-27&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 4-27&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;27&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Cf. Agence France-Presse, &#171; Zawahiri Disbands Main Qaeda Faction in Syria &#187;, 8 novembre 2013, disponible en ligen en cache.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb4-28&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh4-28&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 4-28&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;28&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Cf. Jean Rokbelle, &#171; Die Organisation &#8222;Islamischer Staat&#8220; &#8211; von der antischiitischen Ordnungsmacht zum quasi-staatlichen Kalifat &#187; in Ismail K&#252;peli (&#233;d.), Kampf um Koban&#234;. Kampf um die Zukunft des Nahen Ostens, M&#252;nster, Edition Assemblage, 2015, p. 158.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb4-29&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh4-29&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 4-29&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;29&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Abou Moussab al-Zarqaoui, &#171; Lettre &#224; Ben Laden et al-Zawahiri &#187; in Gilles Kepel (et al., &#233;ds.), Al-Qaida dans le texte, Paris, PUF, 2008 [2005], p. 413.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb4-30&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh4-30&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 4-30&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;30&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;&#171; Lettre d'al-Zawahiri &#224; al-Zarqawi &#187; in ibid., p. 437-439. On notera le passage brusque au tutoiement.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb4-31&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh4-31&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 4-31&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;31&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Gilles Kepel, Jihad, Paris, Folio, 2003 [2000], p. 28.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb4-32&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh4-32&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 4-32&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;32&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Ibid., p. 114.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb4-33&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh4-33&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 4-33&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;33&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Cf. ibid., p. 115.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb4-34&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh4-34&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 4-34&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;34&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Mathieu P&#233;rez, op. cit., p. 97.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb4-35&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh4-35&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 4-35&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;35&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Ibid., p. 109.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb4-36&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh4-36&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 4-36&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;36&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Cf. Th&#233;orie communiste, &#171; P&#233;trole, sexe et talibans &#187; in Th&#233;orie communiste, n&#176; 18, 2003, p. 113.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb4-37&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh4-37&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 4-37&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;37&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Ibid., p. 114.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id=&#034;nb4-38&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href=&#034;#nh4-38&#034; class=&#034;spip_note&#034; title=&#034;Anmerkungen 4-38&#034; rev=&#034;appendix&#034;&gt;38&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Tristan Leoni, &#171; Califat et barbarie &#187;, 2e partie : &lt;a href=&#034;https://ddt21.noblogs.org/?page_id=728&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;&#171; De l'utopie &#187;&lt;/a&gt;, 2015.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;
		
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