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		<title>#GiletsJaunes - Diskussion zwischen Nick (Alerta comunista) und Alain (Carbure)</title>
		<link>http://www.kommunisierung.net/GiletsJaunes-Diskussion-zwischen</link>
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		<dc:date>2018-12-18T16:24:00Z</dc:date>
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		<dc:subject>A. C.</dc:subject>
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		<dc:subject>Gelbwesten</dc:subject>

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&lt;p&gt;Ad&#220;: Diese Diskussion folgte auf die Ver&#246;ffentlichung des Artikels &#034;1. Dezember: Die Unordnung weiterf&#252;hren&#034; auf dem Blog Carbure. &lt;br class='autobr' /&gt;
Wie kann es sein, dass die Gelbwesten &#8222;nicht mehr die Bewegung des weissen Frankreichs&#8220; sind, wenn man &#252;berall Nationalflaggen, keltische Kreuze, monarchistische Fahnen, bretonische Flaggen usw. sehen kann, sogar auf den Barrikaden? Ja, es gab F&#228;lle, wo Nationalisten angegriffen wurden, doch in anderen, und das nun schon seit drei Wochen, sind sie pr&#228;sent. (...)&lt;/p&gt;


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&lt;a href="http://www.kommunisierung.net/Artikel" rel="directory"&gt;Artikel&lt;/a&gt;

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&lt;a href="http://www.kommunisierung.net/Bericht-Analyse" rel="tag"&gt;Bericht/Analyse&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="http://www.kommunisierung.net/Ubersetzungen" rel="tag"&gt;&#220;bersetzungen&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="http://www.kommunisierung.net/Frankreich" rel="tag"&gt;Frankreich&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="http://www.kommunisierung.net/A-C" rel="tag"&gt;A. C.&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="http://www.kommunisierung.net/Alerta-comunista" rel="tag"&gt;Alerta comunista&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="http://www.kommunisierung.net/Gelbwesten" rel="tag"&gt;Gelbwesten&lt;/a&gt;

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 <content:encoded>&lt;img src='http://www.kommunisierung.net/IMG/logo/290px-2019-01-19_14-06-10_manif-gj-belfort.jpg?1689348164' class='spip_logo spip_logo_right' width='150' height='100' alt=&#034;&#034; /&gt;
		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;Ad&#220;: Diese Diskussion folgte auf die Ver&#246;ffentlichung des Artikels &lt;a href=&#034;https://kommunisierung.net/Dezember-2018-Die-Unordnung&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;&#034;1. Dezember: Die Unordnung weiterf&#252;hren&#034;&lt;/a&gt; auf dem Blog &lt;i&gt;&lt;a href=&#034;https://carbureblog.com/&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;Carbure&lt;/a&gt;&lt;/i&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wie kann es sein, dass die Gelbwesten &#8222;nicht mehr die Bewegung des weissen Frankreichs&#8220; sind, wenn man &#252;berall Nationalflaggen, keltische Kreuze, monarchistische Fahnen, bretonische Flaggen usw. sehen kann, sogar auf den Barrikaden? Ja, es gab F&#228;lle, wo Nationalisten angegriffen wurden, doch in anderen, und das nun schon seit drei Wochen, sind sie pr&#228;sent. Wieso finden so viele Demonstranten (die Mehrheit davon?), dass man ja nicht unbedingt mit ihnen einverstanden sein muss, sie jedoch tolerieren soll. Sind all das einfach leere Referenzen? Deutet es nicht in Richtung einer d&#252;steren Situation, welche eintreten wird, wenn die Staatsmacht unter den gegenw&#228;rtigen Bedingungen und der gegenw&#228;rtigen Korrelation der Klassenmacht kollabiert? Ist es nicht vielsagend, dass die von den Gelbwesten inspirierten Bewegungen in anderen L&#228;ndern (Niederlande und Deutschland) ausschliesslich reaktion&#228;re Proteste gegen Einwanderer sind? Zeigen uns die gegenw&#228;rtigen Proteste in Frankreich Licht am Ende des Tunnels oder ist dieses Licht nur der entgegenkommende Zug? Hier in Griechenland war der Nationalismus in der Bewegung der Emp&#246;rten vorherrschend, es war der erste Akt in einer Kette von Ereignissen die geradewegs zu den Protesten gegen Mazedonien f&#252;hrt, welche jetzt pl&#246;tzlich wieder die B&#252;hne betreten haben (letzte Woche blockierten Gymnasiumsch&#252;ler haupts&#228;chlich in Nordgriechenland ihre Schulen gegen Mazedonien und Albanien) und da wir uns der offiziellen Umsetzung des Prespa-Abkommens n&#228;hern, werden sich die Dinge intensivieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Freundschaftlich,&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nick&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Du stellst all diese Fragen zurecht. Diese Bewegung hat freilich eine sehr starke rechtsextreme Komponente seit ihren Anf&#228;ngen. Es ist auch wahrscheinlich, dass sich das politisch in einer Machtergreifung irgendeiner populistischen Koalition &#228;ussert, wenn nicht direkt der Rassemblement national an die Macht kommt. Man darf das nicht ignorieren, genauso wenig wie den damit verbundenen Versuch, sich als &#8222;Volk&#8220; zu strukturieren, auch gegen die klassischen Parteien und alle Vermittlungsinstanzen, und die Tatsache, dass &#8222;Volk&#8220; nichts anderes bedeuten kann als das weisse Frankreich und ein Klassenb&#252;ndnis zwischen dem Proletariat und dem Kleinb&#252;rgertum. Wir sagen das seit dem Beginn der Bewegung, gegen mehr oder weniger die gesamte Linke, welche die M&#246;glichkeit eines &#8222;sozialen Zusammenkommens&#8220; in dieser Bewegung sieht und davon ausgeht, dass der von ihr getragene Rassismus nur ein Problem des Bildungsmangels der niederen Schichten ist, ohne seinen politischen Inhalt zu ber&#252;cksichtigen, den Du sehr pr&#228;zise im Falle Griechenlands und in Europa allgemein unterstreichst.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es geht einfach alles sehr schnell und seit einigen Tagen kann man feststellen, dass sich der Ton der Bewegung ver&#228;ndert hat, die Explosion am 1. Dezember ist ein Ausdruck davon. Ich denke, dass auf den Blockaden und den Demonstrationen die proletarische Komponente langsam st&#228;rker geworden ist als die anderen. Diese Bewegung, welche anf&#228;nglich die Bewegung einer kleinen Mittelklasse war, welche sich vor dem gesellschaftlichen Abstieg f&#252;rchtet, die schwierigsten Situationen hervorhob, um ihre eigene zu verbessern, und nun in ihrem eigenen Spiel schachmatt gesetzt ist, hat es geschafft, die instabilsten Teile des Proletariats zu mobilisieren. Es handelt sich um die aus der Restrukturierung und der Krise hervorgegangenen proletarischen Komponenten, die ausserhalb der Gewerkschaften und der traditionellen Repr&#228;sentationsinstanzen existieren. Es ist charakteristisch, dass die Forderung nach der Wiedereinf&#252;hrung der Verm&#246;genssteuer und der Erh&#246;hung des Mindestlohnes nun einhergeht mit einer Kritik der Abgaben. Die Bewegung &#252;ber die &#8222;Steuerbel&#228;stigung&#8220; liegt nun hinter uns. Obwohl es &#252;brigens am Anfang der Bewegung Berichte &#252;ber rassistische Aggressionen von Nationalisten gab, so ist dies seit letzter Woche (zumindest bis jetzt) nicht mehr der Fall. Gestern erkl&#228;rte ein Fernsehjournalist, der f&#252;r seine liberalen Positionen bekannt ist und sie von Anfang an unterst&#252;tzte, dass die Bewegung &#8222;ihre Seele verloren&#8220; habe.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Doch, was noch wichtiger ist, diese Forderungen bleiben diffus und die Bewegung schafft es nicht, die geringste politische Struktur aufzubauen, um sie der Macht vorzutragen. Die wenigen Sprecher, welche einen Ausweg aus der Krise vorschlugen, erhielten Todesdrohungen und haben sich zur&#252;ckgezogen. Die Macht, welche ohnehin nicht &#252;berm&#228;ssig dem &#8222;Dialog&#8220; zugetan ist, findet niemanden mehr, um ihn zu f&#252;hren. Dar&#252;ber hinaus fordert die Bewegung, die &#8222;Antworten&#8220; verlangt, nichts und verweigert sich jeglichem Dialog. Das, was Samstag geschehen ist und ich ein bisschen eilig mit der Tatsache zusammenfasse, dass rassialisierte und weisse Proletarier Seite an Seite standen, um &#8222;alles zu zerst&#246;ren&#8220;, stellt eine anomische Situation dar, eine Situation des Ausbruchs, welche von dieser Bewegung, so wie sie geworden ist, hervorgebracht und gew&#252;nscht worden ist und zumindest vorl&#228;ufig die Schranken zwischen den Subjekten aufhebt. &#8222;Ohne Gewalt k&#246;nnen wir nicht geh&#246;rt werden&#8220;, sagen sie, doch die &#8222;Gewalt&#8220; scheint zum Hauptziel geworden zu sein, da nichts mehr gefordert wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am 1. Dezember haben jene die Kontrolle &#252;ber die Bewegung verloren, welche sie initiiert hatten, und jene, welche als einfache Statisten vorgesehen waren, haben sich die B&#252;hne genommen. Wenn ich sage, dass die Bewegung in dieser Phase ein Ausdruck der &#8222;wirklichen Bewegung&#8220; ist, so bedeutet das, dass sie, so wie sie nun existiert, die sie animierenden Klassenwiderspr&#252;che tr&#228;gt und sich in einer Situation wiederfindet, wo die Unm&#246;glichkeit jeglicher Verbesserung unserer Existenzen innerhalb des Kapitals explodiert, es handelt sich um die Einsicht des unertr&#228;glichen Charakters dieser Situation. Diese Unm&#246;glichkeit, welche aus uns das macht, was wir gesellschaftlich sind, und uns vollst&#228;ndig definiert, ist eben genau das, was uns daran hindert, zu existieren, das haben wir immer als revolution&#228;re Revolution qualifiziert und ich denke, dass sich am 1. Dezember etwas derartiges gezeigt hat. Diese Feststellung ist jedoch keinesfalls eine Voraussage.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Freundschaftlich,&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;AC&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der 12. Februar 2012 war der H&#246;hepunkt der Bewegung gegen die Austerit&#228;t in Griechenland. In Athen war es vielleicht die gr&#246;sste Demonstration seit dem Regimewechsel, hinsichtlich der Anzahl der Demonstranten kann sie nur mit den Protesten gegen Mazedonien in Thessaloniki 1992 verglichen werden (es ist sehr unklar, welche der beiden mehr Teilnehmer hatten, die gesch&#228;tzten Zahlen sind sehr nahe beieinander). An diesem Tag sah ich Anarchisten mit schwarz-roten Fahnen, die Seite an Seite in den gleichen Strassen mit Faschisten mit griechischen Flaggen gegen die Bullen k&#228;mpften. In den &#8222;ruhigen&#8220; Momenten zwischen den Angriffen der Aufstandsbek&#228;mpfungseinheit h&#246;rte ich Demonstranten mit griechischer Flagge &#252;ber die Notwendigkeit sprechen, Volksmilizen zu formen, um die Demonstranten vor den Bullen zu verteidigen (nat&#252;rlich gab es danach &#252;berhaupt keinen Krawall mehr, dadurch wurden diese nationalistischen Milizen gl&#252;cklicherweise nie konstituiert). Im ganzen Zeitraum der grossen Proteste gegen die Austerit&#228;t zwischen 2010 und 2012 beteiligte sich fast kein Einwanderer an ihnen. Sie waren besch&#228;ftigt damit, sich gegen die Goldene Morgend&#228;mmerung und die Bullen zu verteidigen, gleichzeitig waren die Messer schwingenden Schergen der Goldenen Morgend&#228;mmerung, welche Einwanderer angriffen, selbstverst&#228;ndlich nicht Leute mit Eigentum und Status, sondern haupts&#228;chlich Leute, die &#8222;nichts zu verlieren hatten&#8220;, Proletarier, die ihre Stellung im Arbeitsmarkt in Zeiten gr&#246;sserer Arbeitslosigkeit verteidigten (das ist zumindest, was sie glaubten, zu tun). Die Emp&#246;rten k&#252;mmerten sich nie um die Einwanderer, es war eine Bewegung von griechischen B&#252;rgern, die vom griechischen Staat forderten, sie vor dem Sturm des Weltmarktes und der internationalen Krise zu besch&#252;tzen. Die Krawalle in Athen zu dieser Zeit wurden nie von dem Emp&#246;rten am Syntagmaplatz ausgel&#246;st, die nur ein Teil der Bewegung gegen die Austerit&#228;t waren (und auch viele lokale Platzversammlungen hatten einen durchwegs anderen Charakter als jene am Syntagmaplatz). Die grossen Krawalle in Athen hatten eine direkte Verbindung mit den Protesten der Arbeiterklasse, den Generalstreiks w&#228;hrend dieser Zeit. Ich lebe in einem Quartier mit vielen Einwanderern, haupts&#228;chlich aus Albanien, Pakistan und Bangladesch. Kein Einwanderer aus Pakistan oder Bangladesch beteiligte sich an der lokalen Platzversammlung, auch fast keine Albaner (die Albaner, die seit den fr&#252;hen 1990er Jahren hier und deren Kinder hier geboren und aufgewachsen sind, sind viel st&#228;rker in die griechische Gesellschaft und den griechischen Staat integriert als die beiden anderen Nationalit&#228;ten). In der lokalen Platzversammlung hatte es keine Faschisten: Das Quartier wird allgemein von linken politischen Parteien und Organisationen beherrscht. Warum also die Abwesenheit der Einwanderer? Weil der politische Inhalt nichts mit ihnen zu tun hatte. Der Inhalt der Versammlung war politisch, d.h. staatsbezogen, er betraf die Politik des griechischen Staates: Austritt aus der EU, Schuldenerlass f&#252;r Griechenland, Opposition gegen die Privatisierung &#246;ffentlicher Dienste (von welchen die meisten Einwanderer, da nicht Staatsb&#252;rger, de facto ausgeschlossen sind), gegen den Ausverkauf des griechischen Nationaleigentums und griechischer Unternehmen an ausl&#228;ndische Staaten oder private Investoren usw. Im Gegensatz zum Dezember 2008 beteiligte sich kein Einwanderer an den Krawallen zwischen 2010 und 2012. Die einzigen Einwanderer, die man je mit den Emp&#246;rten am Syntagmaplatz antreffen konnte, waren einige Strassenverk&#228;ufer, die versuchten, durch den Verkauf von griechischen Flaggen, Wasserflaschen, Sandwichs, Skimasken und Schwimmbrillen an Demonstranten &#252;ber die Runden zu kommen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was ich zu sagen versuche, ist, dass die Nationalisierung eines Kampfes nicht einfach das Resultat der Beteiligung der Rechten ist. Und sogar wenn ein Krawall, eine Bewegung oder was auch immer keine bestimmte Forderung stellt, gibt es sicher immer einen allgemeinen Inhalt oder Charakter. Der Krawall am 12. Februar 2012 stellte keine Forderungen, doch sein Inhalt war durch die Prozesse der zwei vorhergehenden Jahre de facto national: Er war der H&#246;hepunkt dieser gesellschaftlichen Prozesse. Das Resultat dieser Prozesse war die Kultivierung von Nationalismus, sogar in &#8222;radikalen&#8220; politischen Milieus wie z.B. im anarchistischen (hier werden sogar wir als Anarchisten betrachtet, denn es gelten generell alle als &#8222;Anarchisten&#8220;, welche gegen den Staat und alle Vermittlungsinstanzen wie Parteien, Gewerkschaften usw. sind). Diverse anarchistische Kollektive und Organisationen (nat&#252;rlich nicht alle, aber viele) begannen damit, sich eine antiimperialistische und leninistische Rhetorik anzueignen, einige ver&#246;ffentlichten gar &#8222;Programme&#8220; f&#252;r den freien griechischen Staat und seine Wirtschaft nach der &#8222;Revolution&#8220;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der nationale Charakter eines Kampfes ist nicht einfach durch eine Handvoll rechter Beteiligter gegeben und wenn sie aus dem Protest herausgeworfen werden, wird alles in Ordnung sein. Das Problem sind nicht unbedingt die rechten Demonstranten selbst, sondern die Tatsache, dass, wie Du es schreibst, &#8222;Rassisten und weisse Proletarier Seite an Seite standen&#8220; [Ad&#220;: Nick scheint &#8222;rassialisierte&#8220; f&#228;lschlicherweise als &#8222;Rassisten&#8220; &#252;bersetzt zu haben]. Sogar wenn sich die Mittelklassen und die Kleinb&#252;rgerlichen aufgrund der heftigen Krawalle aus den Protesten zur&#252;ckziehen, bedeutet das nicht, dass der Nationalismus und der Populismus mit ihnen verschwinden, die Sache ist nicht so einfach. Das Problem ist nicht nur die Klassenzusammensetzung einer Bewegung, sondern ihr Inhalt. Die beiden sind nat&#252;rlich miteinander verbunden, doch es ist keine direkte Verbindung, sondern eine Vermittlung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In &#8222;Marx und seinen Grenzen&#8220; schrieb Althusser, dass &#8222;nicht kommunistische Ideen, sondern die allgemeine Bewegung des Klassenkampfes des Proletariats gegen die Kapitalisten den Weg bereitet f&#252;r den Kommunismus, der eine &#8218;wirkliche Bewegung&#8216; ist, und das wird auch weiterhin so bleiben. Der Einfluss von Ideen wird nur unter ideologischen und politischen Bedingungen f&#252;hlbar, welche ein gegebenes Kr&#228;fteverh&#228;ltnis zwischen Klassen ausdr&#252;cken: Es ist dieses Kr&#228;fteverh&#228;ltnis, und seine politischen und ideologischen Auswirkungen, welche die Effizienz von &#8218;Ideen&#8216; in &#8218;letzter Instanz&#8216; determinieren.&#8220; Da ich die Ereignisse ausserhalb Frankreichs beobachte, gehe ich mal davon aus, dass die hier ankommenden Ideen die vorherrschenden sind und ein gewisses Kr&#228;fteverh&#228;ltnis zwischen den Klassen ausdr&#252;cken. Wenn sie tats&#228;chlich vorherrschen, kann ich daraus nur schliessen, dass sie nicht nur der Revolution nicht freundlich gesinnt sind, sondern nicht mal in irgendwelcher Weise f&#252;r etwas stehen, das &#8222;progressiv&#8220; genannt werden k&#246;nnte. Sollte dies tats&#228;chlich der Fall sein, dann haben der Populismus und der Nationalismus schon gewonnen, wie hier, in Spanien, Italien, in der Ukraine, in Grossbritannien und in den USA. Mir bleibt nur die Hoffnung, dass die hier ankommenden Informationen &#252;ber die &#8222;Gelbwesten&#8220; verzerrt sind, damit in der gegenw&#228;rtigen Periode ein bisschen Hoffnung bleibt. Und meine gr&#246;sste Hoffnung ist, dass die Vorst&#228;dte wieder Krawall machen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Freundschaftlich,&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nick&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#220;bersetzt aus dem Englischen und Franz&#246;sischen von &lt;a href=&#034;https://kommunisierung.net&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;Kommunisierung.net&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&#034;https://carbureblog.com/2018/12/03/1er-decembre-2018-porter-plus-loin-le-desordre/&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;Quelle&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&#034;https://alertacomunista.wordpress.com/&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;Alerta comunista&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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		<title>A.C. - Erster Dezember 2018: Die Unordnung weiterf&#252;hren</title>
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&lt;p&gt;Diesen Samstag 1. Dezember hat die Bewegung der Gelbwesten aufgeh&#246;rt, sich selbst zu geh&#246;ren, sie ist nicht mehr die Bewegung des weissen Frankreichs von unten wie am Anfang. In Anbetracht der vorhersehbaren Weigerung des Staates, auch nur die geringste Forderung zu erf&#252;llen (best&#228;tigt durch die Weigerung oder die Unf&#228;higkeit der &#8222;Sprecher&#8220; der Bewegung, den Premierminister zu treffen), in Anbetracht auch des beil&#228;ufigen Aspekts jeglicher Forderung angesichts unserer unertr&#228;glichen (...)&lt;/p&gt;


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 <content:encoded>&lt;img src='http://www.kommunisierung.net/IMG/logo/7836-large.jpg?1689357443' class='spip_logo spip_logo_right' width='150' height='100' alt=&#034;&#034; /&gt;
		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;Diesen Samstag 1. Dezember hat die Bewegung der Gelbwesten aufgeh&#246;rt, sich selbst zu geh&#246;ren, sie ist nicht mehr die Bewegung des weissen Frankreichs von unten wie am Anfang. In Anbetracht der vorhersehbaren Weigerung des Staates, auch nur die geringste Forderung zu erf&#252;llen (best&#228;tigt durch die Weigerung oder die Unf&#228;higkeit der &#8222;Sprecher&#8220; der Bewegung, den Premierminister zu treffen), in Anbetracht auch des beil&#228;ufigen Aspekts jeglicher Forderung angesichts unserer unertr&#228;glichen Existenzen und dank dem Zusammenkommen ALLER Wut im st&#228;dtischen Milieu, hat sich der revolution&#228;re Inhalt der gegenw&#228;rtigen Periode unter der Kruste der Diskurse und Ideologien gezeigt, dieser Inhalt ist das Chaos. Die Frage ist nun, zu wissen, wo das Begonnene aufh&#246;ren wird, oder eher wie weit das Begonnene die Unordnung wird f&#252;hren k&#246;nnen. Jene, welche die Bewegung initiierten, sind schon zur stotternden Nachhut davon geworden, sie appellieren an die Vernunft und fordern in den Fernsehnachrichten die R&#252;ckkehr der republikanischen Ordnung. Sie sind die Verk&#246;rperung der Bewegung zu Beginn und ihre Animosit&#228;t zeigt zur Gen&#252;ge, was diese Bewegung schon nicht mehr ist. Sie w&#228;ren zufrieden mit einem Moratorium auf den Benzinpreis, irgendeiner beliebigen Erh&#246;hung von irgendwas oder der Organisation eines Referendums &#252;ber die Energiewende, gleichzeitig zeichnet sich eine Bewegung ab, die alles auf ihrem Weg verw&#252;sten will und sich nicht mehr auf irgendeinen Diskurs oder irgendeine Forderung reduzieren l&#228;sst, ausser vielleicht &#8222;Macron Demission&#8220;, wiederholt wie eine Art Mantra ans Nichts, ans Verschwinden von allem, was diese Welt repr&#228;sentiert. &#8222;Macron Demission&#8220; stellt sowohl die politische Grenze dieser Bewegung, als auch einen Aufruf f&#252;r das Ende aller Politik dar.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In Anbetracht des Geschehens am Samstag 1. Dezember w&#228;re es absurd, das immer noch als &#8222;Bewegung gegen das teure Leben&#8220; zu qualifizieren und etwas als wirtschaftliche Forderung zu verschleiern, das offensichtlich viel weiter geht. Am Samstag dienten die &#8222;Beschwerdehefte&#8220; zur Entfachung eines Brands. Die Bewegung der Gelbwesten war &#252;ber das Stadium der wirtschaftlichen Forderung schon in der ersten Woche hinausgegangen, um in die &lt;i&gt;politische&lt;/i&gt; populistische Phase einzutreten, um zu verlangen, dass sich der Staat gegen&#252;ber dem Volk zur&#252;ckzieht oder dass das Volk zum Staat wird. Wir haben diese Phase kritisiert und den Inhalt der vom weissen Frankreich von unten getragenen Forderungen ermittelt, die Grenzen dieses Interklassismus aufgezeigt und auf die Gefahr der nationalen Volkseinheit der Einen gegen die &#8222;Anderen&#8220; hingewiesen. Wir waren kaum fertig mit der Kritik dieser Phase, als sie schon vorbei war.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es fehlte dieser Bewegung an einer Unze Nihilismus, um ihrem &#8222;apolitischen&#8220; Charakter einen Sinn zu geben: Die Begegnung mit den &#8222;Quartieren&#8220; hat ihr verschafft, was ihr fehlte, um der &#8222;wirklichen Bewegung&#8220; zu entsprechen, d.h. nicht jene des gesellschaftlichen Fortschritts, sondern jene der Zerst&#246;rung der Gesellschaft, und um sich freudig unter Gleichen wiederzuerkennen. Der Interklassismus hat sich in die Spannung zur Einheit verwandelt, zwischen all jenen, welche wissen oder ahnen, dass sie von dieser Gesellschaft nichts erwarten k&#246;nnen, ob sie nun in den Vorstadtquartieren eingepfercht, Schiffbr&#252;chige des periurbanen Pavillonalbtraums oder Sozialhilfebez&#252;ger sind, welche &#252;berleben, indem sie in der Ard&#232;che Kastanien ernten. Man musste die untote Armee des Gewerkschaftsumzugs an der Place de la Bastille vorbeiziehen sehen, versteckt hinter ihren Fahnen und Parolen, die Arbeit als die ihre bejahend, und die absolute Gleichg&#252;ltigkeit jener f&#252;hlen, welche mit oder ohne Gelbwesten ziellos aber zusammen durch Paris zogen, um zu verstehen, inwieweit die alte Arbeiterbewegung, ihre Gewerkschaften, Repr&#228;sentanten und Forderungen eine Sache der Vergangenheit sind. Es wird kein &#8222;soziales Zusammenkommen&#8220; geben, diese Bewegung hat sich nicht zur&#252;ckbesonnen auf linke Vernunft, sie wird nie eine soziale Bewegung sein. Diese Epoche ist vorbei. Die Frage des Antirassismus oder des Antifaschismus, ob links oder rechts, stellt sich nicht mehr, wenn es nur noch darum geht, alles anzuz&#252;nden und zu wissen mit wem man es tun kann. Diese Gegebenheit tr&#228;gt sowohl den B&#252;rgerkrieg als auch die revolution&#228;re &#220;berwindung als Grenze: Den Schritt vom Aufstand hin zur Revolution zu tun bedeutet auf Messers Schneide zu stehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Diese Begegnung hat sehr wohl stattgefunden, nun bleibt die Frage, ob sie sich wiederholen und ausbreiten kann. Alles, was ihr im Weg stehen k&#246;nnte, ist schon da, pr&#228;sent im &#8222;sozialen&#8220; Wesen der Bewegung als auch in den gesellschaftlichen Beziehungen selbst, welche von keinem Krawall abgeschafft werden k&#246;nnen: Die vereinende Parole &#8222;Marcron Demission&#8220; tr&#228;gt unterschwellig in sich die M&#246;glichkeit eines national-populistischen B&#252;ndnisses, welches im Namen des Volkes die Staatsmacht ergreift (Le Pen und M&#233;lenchon pl&#228;dieren mit einer Stimme f&#252;r vorgezogene Wahlen) und dem Staat eine ad&#228;quate Form gegen&#252;ber der Krise anbietet: Eine mitf&#252;hlend-autorit&#228;re Form, dazu f&#228;hig, alle gleichzuschalten, indem sie den einen das Anderssein und symmetrisch den anderen die Verantwortung und den Patriotismus zuweist, um die einen im Namen der anderen zu zerschlagen und alle zu beherrschen. Man sah es etliche Male in den letzten Jahren &#8222;Que se vayan todos&#8220; ist h&#228;ufig ein Aufruf, im schlimmsten Sinne das politische Personal zu erneuern. Aber um diesen Punkt zu erreichen, m&#252;sste das weisse Frankreich von unten unter der F&#252;hrung der Mittelklassen wieder sich selber und seiner Rolle zugewiesen werden, jene der ehrlichen und gerecht bezahlten Arbeit und der harmonischen Warenzirkulation. Es ist im Moment die einzig denkbare Art und Weise der Krisenbew&#228;ltigung, ausser die Regierung Macrons packt diese autorit&#228;re Wende auf eigene Faust an.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Um das zu verhindern, wird es n&#246;tig sein, die Unordnung weiterzuf&#252;hren. Das Moment des st&#228;dtischen Krawalls ist in sich selbst eine Grenze dessen, was momentan geschieht: Historisch ist er die Antwort auf zwei Modalit&#228;ten, entweder die Machtergreifung oder Konzessionen vom Staat. Doch es ist nicht 1917, eine Machtergreifung zur Verwirklichung eines sozialistischen Programms ist nicht konzipierbar, und es ist nicht 1968, es wird kein Abkommen von Grenelle geben. Die Beschr&#228;nkung auf den st&#228;dtischen Krawall ist gleichbedeutend mit jener auf das noch politische in der Bewegung. Aber wenn das, was sich diesen Samstag in Paris und &#252;berall in Frankreich manifestiert hat, wieder in den Ring steigt, imitiert wird und sich tats&#228;chlich zum Ziel setzt, das &#8222;Land zu blockieren&#8220;, d.h. &lt;i&gt;sich dessen zu bem&#228;chtigen&lt;/i&gt;, und davon ausgehend &#252;ber seine Zukunft zu entscheiden, dann wird man sich den &#220;bergang vom Krawall oder der Erhebung zur Revolution vorstellen k&#246;nnen. Doch niemand kann sagen, welche Richtung das gegenw&#228;rtige Geschehen nehmen wird, daf&#252;r geht alles viel zu schnell, eines der besten Anzeichen f&#252;r den hier hervorgebrachten revolution&#228;ren Inhalt. Diese Bewegung, da Klassenkampf, tr&#228;gt alles, was eine kommunistische Revolution, ihre Grenzen, ihr unvorhersehbarer Charakter heutzutage sein k&#246;nnen: Um jedoch wirklich dorthin zu gelangen, m&#252;ssen wahrscheinlich noch viele jener Dinge brennen, welche zwischen uns stehen, seien das Autos oder gesellschaftliche Beziehungen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;PS: Als Antwort auf einige Kritiken und Fragen rund um diesen Text muss pr&#228;zisiert werden, dass er als unmittelbarer Diskussionsbeitrag aus der Hitze des Gefechts betrachtet werden muss. Wenn auch einige durch seinen &#8222;optimistischen&#8220; Ton (diese Gelegenheit bietet sich nicht jeden Tag) &#252;berrascht sein m&#246;gen, so soll doch auch darauf hingewiesen werden, dass dieser Optimismus durch die Perspektive der R&#252;ckkehr zur Ordnung relativiert wird, welche ebenfalls von dieser Bewegung getragen wird. Alle Fragen des vorhergehenden Texts k&#246;nnen so immer noch gestellt werden. Es ist wesentlich, scharfsinnig zu bleiben, doch es ist ebenfalls wesentlich, sich bewusst zu sein, dass der Klassenkampf kein langer, ruhiger Fluss ist und auch keine gut markierte Landepiste f&#252;r die Bomber der &#8222;schweren&#8220; Theorie. Was im Verlauf eines Kampfes gemacht und gel&#246;st wird, geht schneller als unsere Analysef&#228;higkeiten und auch wenn sich das, was sich am 1. Dezember ge&#246;ffnet hat, auch schnell wieder schliesst, war es notwendig, dar&#252;ber Bericht zu erstatten, das gleiche gilt f&#252;r den ganzen Rest. Nichts ist in Stein gemeisselt: Es gibt Konjunktur, &#8222;Ausgliederung&#8220; und durchaus auch Beliebigkeit in den K&#228;mpfen. Sagen wir, dass dieser Text Teil davon ist und dazu steht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;AC&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;November 2018&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#220;bersetzt aus dem Franz&#246;sischen von &lt;a href=&#034;https://kommunisierung.net&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;Kommunisierung.net&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&#034;https://carbureblog.com/2018/12/03/1er-decembre-2018-porter-plus-loin-le-desordre/&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;Quelle&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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		<title>Anmerkungen zur Polizei und den Vorst&#228;dten</title>
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&lt;p&gt;Man k&#246;nnte von der Polizei das gleiche wie von der Armee sagen, dass sie eine zu ernste Sache sei, als dass man sie Polizisten &#252;berlassen d&#252;rfe; aber man darf nicht vergessen, dass der Kapitalismus die Gener&#228;le Krieg so lange nach ihrem Gutd&#252;nken hat f&#252;hren lassen, wie es sachdienlich war, das zu tun. &lt;br class='autobr' /&gt;
Wie jede Institution geniesst die Polizei eine relative Autonomie bez&#252;glich ihrer internen und externen Autorit&#228;ten: dem Staat, ihrer eigenen Hierarchie gegen&#252;ber. Diese Autonomie existiert (...)&lt;/p&gt;


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		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;Man k&#246;nnte von der Polizei das gleiche wie von der Armee sagen, dass sie eine zu ernste Sache sei, als dass man sie Polizisten &#252;berlassen d&#252;rfe; aber man darf nicht vergessen, dass der Kapitalismus die Gener&#228;le Krieg so lange nach ihrem Gutd&#252;nken hat f&#252;hren lassen, wie es sachdienlich war, das zu tun.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wie jede Institution geniesst die Polizei eine relative Autonomie bez&#252;glich ihrer internen und externen Autorit&#228;ten: dem Staat, ihrer eigenen Hierarchie gegen&#252;ber. Diese Autonomie existiert auf jeder Ebene: auf der Strasse, im Polizeiposten genau wie im Polizeipr&#228;sidium verteidigt die Polizei ihre eigenen Interessen, als Stand und als Institution. Doch sie ist stets vom Staat abh&#228;ngig. Als Stand h&#228;ngt die von den materiellen und rechtlichen Mitteln ab, welche der Staat ihr zugesteht, als Institution von ihrer ideologischen Rechtfertigung durch den Staat, von der sogenannten &lt;i&gt;Doktrin in Sicherheitsfragen&lt;/i&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Diese Doktrin st&#252;tzt sich selbst auf eine allgemeine Einsch&#228;tzung der Situation durch den Staat, auf seinen Standpunkt. Es ist eine theoretische und strategische Form, die sich auf die Voraussetzungen des Staates st&#252;tzt, und zwar einerseits auf ihre eigene Legitimit&#228;t, andererseits auf ihre Besonderheit, welche es ist, den Klassenverh&#228;ltnissen entsprechend gem&#228;ss ihm wirksamen Kategorien, d.h. &lt;i&gt;unter der herrschenden Klasse&lt;/i&gt;, Form zu geben. Die Polizei ist auf ihrer Ebene, welche jene der als legitim betrachteten Gewalt ist, daf&#252;r verantwortlich, dieses Klassenverh&#228;ltnis in einer bestimmten, vom Staat entschiedenen Form aufrechtzuerhalten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wenn sich die Polizisten als Stand weigern, dem Staat bez&#252;glich dieses oder jenes Punktes zu gehorchen (wie im Fall, als sie sich weigerten, ihre Kennnummer zu tragen z.B.), stellen sie den Staat oder seine Doktrinen nicht mehr in Frage als die Gewerkschafter der CGT Energie die Atomkraft. Doch die Autonomie der Polizisten, welche ihren &#220;berdruss zur Schau stellen, hat eine besondere Konnotation, denn was bleibt vom Staat &#252;brig, falls die Polizei ihm nicht mehr gehorcht? Und welcher Staat w&#252;rde auf einen Staat ohne Polizei folgen, ohne dass letztere ihre Funktion aufg&#228;be? Man kann einerseits sagen, dass jeder Staat ein Polizeistaat ist, insofern, als dass er nicht ohne Polizei auskommen kann, und andererseits, dass es die einen mehr sind als andere, was von Bedeutung ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Interesse der Polizei als Stand ist es, dass ein Polizeistaat existiert. Die Polizei ist f&#252;r einen Polizeistaat genau wie die Bahnarbeiter f&#252;r den kombinierten Verkehr auf Schiene und Strasse sind. Die Polizei bevorzugt den Front national genau wie die Arbeiter vor 30 Jahren die KP bevorzugten. Doch der Staat wird erst zu einem eigentlichen Polizeistaat, wenn es die Umst&#228;nde erfordern, d.h. wenn die Polizei zum besten Regierungsmittel wird, und diesbez&#252;glich kann man sich durchaus Sorgen machen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In Frankreich hat die Ethnisierung der Arbeit zusammen mit der geographischen Zuweisung der Massen von rassialisierten Proletariern zu einer Situation gef&#252;hrt, wo die Unterschiede in der Behandlung zwischen einem nicht einmal zwingend sehr reichen Stadtzentrum und den Vorst&#228;dten deutlich werden. Sieht man in den Stadtzentren Polizeipatrouillen Leute an die Wand dr&#252;cken, ihre Papiere zwei oder drei mal pro Tag kontrollieren, ihnen Ohrfeigen geben und sie t&#228;glich beleidigen? Solche Machenschaften w&#252;rden als skandal&#246;s betrachtet, es ist jedoch der Alltag der Bewohner der Vorst&#228;dte, besonders der j&#252;ngeren unter ihnen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Klassenverh&#228;ltnis in Frankreich ist auf der Zuweisung wenig qualifizierter Arbeit zu einer aus den ehemaligen Kolonien kommenden Arbeitskraft aufgebaut, was in einer immer komplexer werdenden Arbeitsteilung die Weiterbildung eines grossen Teils der Arbeiterklasse erlaubte, ohne dass die L&#246;hne in die H&#246;he schossen. Diese Teilung ist strukturell geworden, sprich &#8222;nat&#252;rlich&#8220;. Die franz&#246;sische Mittelklasse hat sich selbst auf dieser ethnischen Arbeitsteilung aufgebaut, das passte f&#252;r (fast) alle: Es waren die (fast) Glorreichen Dreissig.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit der Restrukturierung der 1970er und 1980er Jahre, dem Abbau der grossen Arbeiterzentren und der Entwicklung der &#8222;neuen St&#228;dte&#8220; ist diese rassische Zuweisung des am meisten ausgebeuteten Teils des Proletariats mit einer geographischen Zuweisung erg&#228;nzt worden, w&#228;hrend die Massenarbeitslosigkeit strukturell wurde. Die weisse Arbeiterklasse, die Arbeiter mit &#8222;weissem Hemd&#8220; (qualifizierte Arbeiter, Meister), haben zu diesem Zeitpunkt die Vorst&#228;dte progressiv den rassialisierten Arbeiter und ihren Familien &#252;berlassen, bis die Arbeit, so wie man sie gekannt hatte, g&#228;nzlich verschwindet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Vorst&#228;dte in Frankreich sind heute der Ort, wo die &#220;bersch&#252;ssigen des restrukturierten Kapitalismus massiv zugewiesen werden, doch man muss sich &#252;ber den Begriff &#8222;&#220;bersch&#252;ssige&#8220; einig sein. Die &#220;bersch&#252;ssigen sind nicht &#8222;zu viel&#8220;, &#252;berfl&#252;ssig, sie arbeiten. Sie arbeiten allerdings in Sektoren, wo die Prekarit&#228;t endemisch, die Flexibilit&#228;t, die Vertr&#228;ge kurzer Dauer oder die schlichte Vertragslosigkeit usw. die Regel sind. Das Resultat hat nicht auf sich warten lassen: Vorst&#228;dte, wo die Bev&#246;lkerung drei mal h&#228;ufiger arbeitslos ist als anderswo, isoliert von den von der oberen Mittelklasse begehrten Stadtzentren, geographisch isoliert, aber trotzdem mit jenen Stadtzentren verbunden, wo man Arbeit findet. Mit der Arbeitslosigkeit kommen auch die Kriminalit&#228;t und der Deal und f&#252;r die Polizei ist es einfach, ihre Handlung so zu rechtfertigen, doch man sollte nicht scherzen: Die Vorst&#228;dte Frankreichs sind nicht das Kartell von Medell&#237;n, denn falls das der Fall w&#228;re, k&#246;nnten die Polizisten nicht in aller Ruhe dort zu viert spazieren und den Jungen Ohrfeigen verteilen. Die Realit&#228;t der Vorst&#228;dte ist, wie sonst &#252;berall, die Arbeit und zwar jene, die niemand sonst will.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In diesem Kontext spielt die Polizei ihre Rolle, welche es ist, diesen Sachverhalt &lt;i&gt;durch Zwang&lt;/i&gt; aufrechtzuerhalten, indem jene, welche ihn erdulden m&#252;ssen, stets daran erinnert werden, dass es noch schlimmer sein k&#246;nnte. Und die Ungerechtigkeit selbst hat, wenn man sie t&#228;glich erdulden muss, einen funktionellen Sinn: Wer bereit ist, in aller Ruhe eine Polizeikontrolle zu erdulden, um seine Arbeit nicht zu verlieren, wird auch bereit sein, eine unbezahlte &#220;berstunde zu leisten, um sie zu behalten. In diesem Sinne sind die Vorst&#228;dte keine vergessenen, sondern besondere Zonen, die einer besonderen Behandlung unterworfen sind.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Diese besondere Behandlung weist die Eigenschaften eines &lt;i&gt;lokalisierten&lt;/i&gt; Polizeistaates auf: der permanente Verdacht gegen&#252;ber gewissen Personen, die Brutalit&#228;t zur Regierungsweise erhoben, die Negation jener Rechte, welche der einzige Schutz f&#252;r die B&#252;rger vor ihrem eigenen Staat sind, der Ruf zur Ordnung, der auch ein Ruf zur Arbeit ist. Diese Situation ist in der Welt weit verbreitet, sie existiert bei uns &lt;i&gt;in gewissen Zonen&lt;/i&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Alltag existieren die Polizisten in den Vorst&#228;dten als eine Gruppe bewaffneter M&#228;nner, welche die Herrschaft der rassischen Ordnung als gesellschaftliche Ordnung garantiert. Der Rassismus in ihren K&#246;pfen ist ihrer Funktion unmittelbar ad&#228;quat. Die rassistische Beleidigung und die Gewalt sind keine Ausnahmen, sondern die Regel, wie es all jene wissen, die auf der Strasse mit der Polizei zu tun hatten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es gibt nicht einerseits den individuellen Rassismus der Polizisten und andererseits den strukturellen Charakter des Rassismus: Es ist sehr wohl die allgemeine rassische Struktur dieser Gesellschaft, die aus den Polizisten rassistische Individuen macht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Polizisten agieren nicht nur als rassistische und gewaltbereite Individuen sondern als Stand, der als solcher auf konsistente Art und Weise diesen strukturellen Rassismus &#252;bernimmt &lt;i&gt;und ihn verteidigt&lt;/i&gt;. Keine Polizeigewerkschaft wird die Politik der rassischen und geographischen Segregation verurteilen, die t&#228;glich von der Polizei angewendet wird. Im Gegenteil, es wird darum gehen, mehr Mittel zu bekommen, um diese Aufgabe gut zu erf&#252;llen. Die Tatsache, dass die Polizisten w&#228;hrend einer Demonstration gegen Polizeigewalt scharf schiessen, w&#228;hrend am n&#228;chsten Tag &#252;ber ein Gesetz abgestimmt werden muss, dass die Regeln der legitimen Verteidigung der Polizei erweitert, zeigt zur Gen&#252;ge, dass die Polizei &#8211; als &#8222;K&#246;rperschaft&#8220; - sehr wohl weiss, was sie tut und was sie erreichen will.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Polizei ist nicht als solche verantwortlich f&#252;r die besondere Behandlung, welche einer gewissen Kategorie von Individuen entsprechend ihrer Hautfarbe vorbehalten ist, doch ihre Arbeit ist es, diese Situation fortbestehen zu lassen, weil sie f&#252;r die Aufrechterhaltung der Ordnung verantwortlich ist und es &lt;i&gt;eben diese Ordnung&lt;/i&gt; ist, die sie aufrechterhalten muss. Das ist ihre Funktion, genau wie es die Funktion aller Institutionen der Gesellschaft ist, vom Gericht bis zur Schule, sobald die rassische Unterscheidung strukturell geworden ist. Die Besonderheit der Polizei ist es, dass sie sie &lt;i&gt;durch Zwang&lt;/i&gt; wahren muss. Sie will die daf&#252;r notwendigen juristischen und materiellen Mittel und solange das ihre Funktion ist, wird der Staat sie ihr geben, nicht weil er sich vor seiner Polizei f&#252;rchtet, sondern weil es in &#220;bereinstimmung mit der von ihm gef&#252;hrten Politik ist. Es bleibt ihm nichts anders &#252;brig, als das Fehlverhalten zu verurteilen, als Sanktionen zu versprechen, die nie kommen (was &#8222;die Justiz ihre Arbeit machen lassen&#8220; genannt wird), und eventuell in der Person des Pr&#228;sidenten deren Opfer am Krankenbett zu besuchen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Polizei ist eine absolut unproduktive K&#246;rperschaft. Man muss sich also nicht wundern, dass die Polizisten ihren eigenen Rassismus nicht erfunden haben, genauso wenig wie den Sexismus und die gesellschaftliche Verachtung, die sie jedem gegen&#252;ber zeigen, welcher nicht im Anzug daherkommt, sie sind das Produkt einer Gesellschaft, welche die Zuweisungen bez&#252;glich Geschlechterrollen, Rasse und Klasse als Bedingungen des Reichtums einiger zementiert und die Individuen trennt, indem sie jedem in der allgemeinen Arbeitsteilung einen Platz zuweist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Doch es kommt vor, dass ein 27 Jahre junger Mann, der eine Uniform tr&#228;gt, einen Schlagstock in den After eines 22-j&#228;hrigen schwarzen Mannes rammt, und dass das die untragbare Situation perfekt zusammenfasst.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In Anbetracht dessen sind die Ausschreitungen, welche bei jedem &#8222;Tropfen&#8220; ausbrechen, welche das sich stets f&#252;llende Glas zum &#220;berlaufen bringt, offensichtlich in jedem Sinne notwendig. Weniger offensichtlich ist die Beschaffenheit einer politischen Sichtbarkeit der &#8222;Vorst&#228;dte&#8220;, dieser Begriff selbst schafft es nicht, alle bestehende rassische Unterdr&#252;ckung und besondere Organisation der kapitalistischen Ausbeutung auszudr&#252;cken.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Kritik der Polizei, welche die gemeinsame Realit&#228;t derart verschiedener Situationen ist, k&#246;nnte der Ausgangspunkt sein f&#252;r besser abgestimmte K&#228;mpfe, welche das Schweigen und die Unsichtbarkeit beenden und zu anderen Antworten als polizeilichen zwingen. Wenn es auch utopisch scheinen mag, die Gewalt der Polizei in den Vorst&#228;dten im Rest des Territoriums als das darzustellen, was sie ist, so ist es vielleicht m&#246;glich, die bestehende Diskrepanz zwischen den beiden sichtbar zu machen, was schon viel w&#228;re, denn f&#252;r einige ist eine gleiche Justiz schon zu viel verlangt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir m&#252;ssen noch herausfinden, ob diese einmal sichtbar gemachte Diskrepanz jene, welche &lt;i&gt;auf der guten Seite&lt;/i&gt; sind und dort bleiben wollen, nicht eher beruhigt denn emp&#246;rt. Doch das ist eine andere Geschichte und der Gegenstand anderer Traurigkeiten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;17.02.2017&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;AC&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#220;bersetzt aus dem Franz&#246;sischen von &lt;a href=&#034;https://kommunisierung.net&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;Kommunisierung.net&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&#034;https://carbureblog.com/2017/02/17/note-sur-la-police-et-les-banlieues/&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;Quelle&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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